Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

10 Jahre leben im WoMo - Resum 1, 2


samvado am 09 Mai 2019 19:45:04

OK, die Überschrift müsste lauten: Meist im Sommer und dann immer kürzere Intervalle wegen längerer Auslandsaufenthalte.

Ich habe seit 30 Jahren die Angewohntheit, im Winter aus D zu fliehen in wärmere Gefilde. Als ich 2008 aus meinem 4 monatigem Gomeraurlaub in meine kleine Einzimmerwohnung in HH zurückkehrte fand ich eine Brief der Wohnungsverwaltung vor in der mir ich glaube es waren 680 Euro Heizungnachzahlung zwingend verschrieben wurden. Mein Einwand ich wäre von Ende Oktober bis Anfang März nicht in HH gewesen und alle Heizkörper wären abgeschaltet halfen nichts. Zudem stand eine erhebliche Mieterhöhung an.

Das war das sprichwörtliche Zünglein, ich kündigte mit 3 Monaten Vorlauf und machte mich auf die Suche nach einem WoMo. Die ersten 2 wurden gleich wieder abgestoßen (zu klein, zu ungemütlich) aber mit dem 3. hatte ich unglaubliches Glück.
Mein Budget war nicht riesig, ich hatte 30.000 Euro, wollte aber nur 25 davon für das Womo anlegen da ich mit Umbau, TÜV usw. kosten rechnete. Der Besitzer des Schmuckstücks, eines VW LT40 aus dem Jahre 1995 mit Superisolierung, GFK Aufbau, Solar und großem Heki mit gerade mal 80TKM wollte eigentlich mehr (und hätte es sicher auch bekommen wenn er geduldiger gewesen wäre - von jemand anderem) aber mein lachendes Barged auf seinem Eßtisch gab dann den Ausschlag.
Das teil war riesig, mit Schlafzimmer über einer Heckgarage und großem Alkoven, 3,5KW Heizung, Truma Heißwasser, 150AH Bordbatterie und allem möglichen Schnickschnack an nützlichen Extras.

Der Unterboden war wie neu, ohne erkennbaren Rost und ohne dicke Rostschutzfarbe. Die Hohlräume fettversiegelt und auch an der Stahlkarosse kein Zahn der Zeit zu erkennen. Der Wagen hatte die letzten 4 Jahre in einer großen Scheune gestanden bis er aus Gesundheitsgründen abgestoßen wurde.
Da ich einiges an Zeugs angesammelt hatte mußte auch noch ein kleiner Anhänger her - als Surrogatkeller.

So ausgestattet machte ich die Runde in HH um mir ein lauschiges Plätzchen auszusuchen und (damals noch möglich) fand es an der Außenalster wo ich geschlagene 2 Jahre unbehelligt von Polizei oder Nachbarn ist bester Citylage lebte, durch 2 harte Winter hindurch.


Im Vordergrund meine eingeschneite BMW


Da ich neben meinem Krad auch einen Polo für die kalte Zeit hatte war Gasflaschentransport kein Problem. Das WoMo war dermaßen gut isoliert, dass ich im kältesten Tag bei minus 5-8 Grad nur mit der Zündflamme 12-15 Grad halten konnte, wenn ich abends nach hause kam dauerte es nur 15 Minuten und ich konnte im T-shirt lesen dank der Truma Umluft.
Da ich auch außer gelegentlich Tee nie kochte kam ich mit 2 Flaschen Gas pro Monat im Winter aus. Nur Strom war ein Problem. Zuerst stellte ich alles auf LED um und mein Laptop wurde von 2 externen tragbaren akkus versorgt die ich tagsüber aufladen konnte. So war es nur die Truma und die paar Watt für 3 Lampen. Einmal pro Woche stellte ich mich neben mein "Büro" (eine Disko & Cafe) und lud 150 Ah über nacht. danach gings zurück an die Alster. Ich nachhinein wundert es mich, dass ich dort dermaßen lange unbehelliugt stehen konnte. Glück gehabt! Duschen war auch Kein Problem denn mein "Büro" war auch ein Sportverein.

An den Wochenenden verschlug es mich in die verschiedensten Ecken Deutschlands und natürlich Römö, mein all-time Favorite.




wo sonst kann man Bogenschiessen direkt nebem dem WoMo ohne jemanden zu gefährden oder zu stören




auch im Jahr darauf war die Alster zugefroren - was wiederum kein Problem darstellte


Allerdings zog es mich ab 2012 im Winter wieder in den Süden und ich suchte - und fand - eine günstrige Stellmöglichkeit auf dem Hochdeck eines Parkhauses mitten in Hamburg (24 Euro/Monat, für 2 hintereinanderliegende Plätze wegen überlänge plus Anhänger).


Da sich meine Winter-Auslandsaufenthalte auf 6 Monate verlängerten hatte ich seit 2012 dann nur noch ein Saisonkennzeichen, und heute bin ich fast 10 Monate im Jahr nicht in D und das WoMo ist nur Juni/Juli angemeldet.

Ich habe tatsächlich zusammen fast 1 Jahr auf dem Dach dieser Anlage gewohnt (über 6 Jahre verteilt) und dabei nette Nachbarn kennengelernt die mir ihr Wohnungs-Wifi anboten und überhaupt sehr freundlich waren - wobe ich das Glück hatte, dass ein großer Park in gehweite liegt und ein Schwimmbad ebenso.

Gelegentlich wurde es mir dann aber doch zu langweilig und ich stand ein paar Tage im Freihafen an diversen Stellen, oft allein im Grünen. Das gibts alles noch in HH wenn man etwas rumkommt findet man es auch (ich habe die Scouting-Touren allerdings mit dem Krad erledigt was deutlich spassiger ist).


Summa summarum ein gelungenes Experiment, meine Miete von 650€ plus gelegentlichen Umlagen wären pro Jahr auf ca. 8000€ aufgelaufen - das Leben im WoMo kostete mich grad mal ca. 2000 Euro plus Sprit aber den kann man ja eigentlich nicht zählen. Das Teil mußte anfangs leider jährlich durch den TÜV was wiederum 120€ verschlang, glücklicherweise fielen kaum Reparaturen an. Inzwischen habe ich es auf unter 3,5t abgelastet und muß nur noch alle 2 Jahre löhnen. Und das Saisonkennzeichen für 2 Monate liegt jetzt bei 150Euro/Jahr.

Meine Situation ist sicher nicht jedermanns Sache aber vielleicht kann der eine oder andere etwas aus diesem Bericht mitnehmen.

In diesem Sinne!

-sam

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HUGOSTRATZ am 09 Mai 2019 19:52:06

Sehr, sehr cool gelöst und gemeistert!

Respekt! ! !

G.H.

Gast am 09 Mai 2019 20:05:11

Einfach klasse !!!

Gruß Micha

TiborF am 09 Mai 2019 20:19:57

Bewunderswert - und echt preiswert, dein Leben im Wohnmobil und teilweise mitten in HH.

Alles aufzugeben, um nur noch im Wohnmobil zu leben, so weit bin ich noch nicht ;D Da würde auch meine Frau nicht mitspielen ...... sie braucht auch ab und zu das Haus und den Garten. Allerdings lohnt es sich darüber nachzudenken, wie das dann wäre. Man hat zu Hause auf alle Fälle viel zu viel Plunder, von denen man sich dann erst mal trennen müßte, weil man ja bekanntlich viel zu viel hat (was man gar nicht braucht).

Stefmax am 09 Mai 2019 20:38:49

Hallo Sam,
schöner Bericht der schönen Zeiten und Seiten, sicherlich gab es aber auch nicht so schöne, oder?
Auf jeden Fall Hut ab für deinen Mut es überhaupt zu tun.
Finde ich klasse.

Du bist einer der Typen, wo es sich lohnt wenn man ihn kennen lernen darf.

Danke für deinen Bericht.

Gruß Stefan.

Sprintertraum am 09 Mai 2019 21:12:47

samvado hat geschrieben: ... vielleicht kann der eine oder andere etwas aus diesem Bericht mitnehmen.

Hallo
Kurz und knapp ; ALLES :mrgreen:

Gut gemacht !!

volley97 am 09 Mai 2019 21:42:06

krasse Erfahrung und toller Bericht - gönne Dir das zeitlose Leben 8) :ja:

Gast am 09 Mai 2019 22:47:09

...frei wie Wind und Wolken...
Ich bin zu feige dafür.
Tolles Mobil. Von wem stammt der Aufbau, noch nie gesehen.

FG Ronald

silo am 09 Mai 2019 22:57:21

einfach toll und überraschend einfach,
nur eins möchte ich noch nachfragen: Wie hast Du das mit der Ver- und Entsorgung gelöst, wenn Du wochenlang auf einem Parkhaus lebst?

Leberkas am 09 Mai 2019 23:53:15

Würdest du es nochmal machen? Es hört sich so schön an, aber es war bestimmt nicht so leicht

samvado am 10 Mai 2019 05:49:45

knallowamso hat geschrieben:..
Tolles Mobil. Von wem stammt der Aufbau, noch nie gesehen.

FG Ronald


Das hat ein Ing. damals selbst mit Autcad entworfen und bauen lassen von einer Bayrischen Firma.
Anfangs konnte man den Aufkleber noch lesen, jetzt ist er leider verblichen.
Die Kiste hat 120.000 DM gekostet, 1995 ein Vermögen, aber wenn man genau das haben will muss man eben ... :D

LG
-sam

samvado am 10 Mai 2019 05:52:05

Leberkas hat geschrieben:Würdest du es nochmal machen? Es hört sich so schön an, aber es war bestimmt nicht so leicht


ahem, ich bin noch dabei :-)

allerdings spiele ich mit dem gedanken, mich von dem Fahrzeug zu trennen denn die eigenschaft dass er fährt nutze ich kaum noch, in den letzen 4 jahren nur um TÜV zu machen usw.
Für mich mit mittlerer Verweildauer von 1-2 Monaten in D wäre inzwischen ein komfortabler WoWa die bessere Lösung.

LG
-sam

samvado am 10 Mai 2019 06:11:36

silo hat geschrieben:einfach toll und überraschend einfach,
nur eins möchte ich noch nachfragen: Wie hast Du das mit der Ver- und Entsorgung gelöst, wenn Du wochenlang auf einem Parkhaus lebst?


Also Anfangs habe ich ja das WoMo ganzjährig genutzt und überall mal gestanden. Chemietoilette wurde auf Raststätten geleert (Truckstop), Müll wurde in Müll-Containern an Wohnstrassen entsorgt (ja ja, jetzt nicht gleich ausflippen, ist nicht ganz fair aber die Papierkörbe an den Straßenecken sind einfach zu klein!!). Über die Jahre habe ich 3x 100Ah Wohnraumbatterien und 4x 50 Watt auf dem Dach angeschafft (leider kann ich jetzt nicht mehr auf dem Dach abhängen, was vorher ging, quasi als Balkon). Das war immer genug Strom bis November rein und ab März. Ich habe 3 Gasflaschen, hinten eine Doppelanschluss und vor ein Einzelner. Wenn nötig (selten) habe ich in der Firma meines Schwagers (Baufirma großer Hof) aufgeladen.
Ich hatte mal einen kleinen Generator, der war aber zu laut. Und eine Weile musste mein Polo herhalten wofür ein begabter Freund mir eine Ladeelektronik direkt von der VW Lima zu meinen 3 100Ah Batterien gebaut hatte. Das war zwar teuer (Sprit) aber nach dem Polo hatte ich einen LPG C1 und damit wars dann billig aufzuladen.
Duschen war nie ein Problem, im "Büro" aka Sportverein, auf nem Campingplatz (z.B. Römö), bei meiner Schwester wenn ich die Post abgeholt habe oder (oft) im Schwimmbad was echt Spaß macht, so 2x die Woche.
Die Dusche im WoMo habe ich genau 1x benutzt um den Truma Heisswasserboiler zu testen :roll:, ansonsten nur Heisses Wasser zum Abwaschen usw.
Da ich tagsüber kaum im WoMo bin und es nur abends und zum Schlafen nutze wurde das Klo immer seltener frequentiert. Zuletzt habe ich Klobeutel benutzt, ich glaube die erste Packung habe ich immer noch .... Gepinkelt wurde in einen 5l Kanister der alle 14 Tage ins Dachsiel ging. Klar, auch nicht perfekt aber wenn du bedenkst wieviel Hunde täglich in die Kanalisation pissen ist das wohl vernachlässigbar.

Man muss abstriche machen, aber dafür habe ich keine sorgen was Hausdarlehen usw. angeht und investiere mein sauer verdientes in Motorradreisen.

LG
-sam

duca250 am 10 Mai 2019 07:06:07

Morning,
in HH plant man wohl ein wenig mehr auf abgestellte Womos zu achten...

--> Link

Ansonsten Respekt!

Es grüßt
der Duc

Trashy am 10 Mai 2019 07:11:20

Einfach Klasse!

samvado am 10 Mai 2019 10:11:08

duca250 hat geschrieben:Morning,
in HH plant man wohl ein wenig mehr auf abgestellte Womos zu achten...


Naja, das ist aber auch krass, wenn ich da wohnen würde wäre ich auch gepisst. ich war damals das einzige WoMo (auf der anderen seite der Alster) und die Wohnhäuser dort hatten ausnahmslos Tiefgaragen. Bellevue ist aber nicht ganz so exklusiv, die haben dann echt keinen Parkraum für ihre PKW.

Manche Camper sind aber auch zu dämlich, stellen tisch und stuhl raus. lassen die Rolladen runter usw. Das ist natürlich Camping und fällt auf wie ein toter Hund auf dem Gehweg. Fiel mir schon damals auf wenn ich um die alster gejoggt bin.

LG
-sam

Swch am 21 Jun 2019 00:58:32

Hohen Respekt ;-)

Sicher gab es mal schlechte Tage? Aber die Idee und die Umsetzung! finde ich sehr sehr gut gelungen!

Danke fürs Teilen deiner Erfahrung ;-)

Lg,

bavarianbandit am 16 Jul 2019 09:43:51

Kurz und knapp: Chapeau!

Gibt es Bilder vom Innenleben des Wohnmobil, und das Thema evtl. Verkauf würde mich interessieren.

VG Bandit

Labrador am 16 Jul 2019 13:33:44

Hallo Sam,

wie hast du das mit der Post gelöst ? Braucht man keine Meldeadresse ?
Danke für die Infos.

dieter2 am 16 Jul 2019 14:13:55

Labrador hat geschrieben:Hallo Sam,

wie hast du das mit der Post gelöst ? Braucht man keine Meldeadresse ?
Danke für die Infos.


Steht in Beitrag 15 :wink:

Labrador am 16 Jul 2019 14:36:17

Danke , hab ich überlesen

jorgito am 16 Jul 2019 22:48:12

was treibt man so 10 Monate im Ausland, dass man dann ünberhaupt noch nach HH für 1-2 Monate zurück kommt ??

samvado am 31 Jul 2019 20:12:31

jorgito hat geschrieben:was treibt man so 10 Monate im Ausland, dass man dann ünberhaupt noch nach HH für 1-2 Monate zurück kommt ??


Kommt drauf an wo ich bin.
Die letzten 4 Jahre in Indien, kannst ja mal meinen YT Kanal "Samvado Rishikesh" besuchen, da werden sie geholfen :D

samvado am 31 Jul 2019 20:23:18

bavarianbandit hat geschrieben:Kurz und knapp: Chapeau!

Gibt es Bilder vom Innenleben des Wohnmobil, und das Thema evtl. Verkauf würde mich interessieren.

VG Bandit


Hab leider keine aktuellen Bilder vom Innenleben. Da du in Bayern lebst ist mal kurz vorbeikommen und ansehen auch keine option (Freund hat schlüssel). Ich wollte auch erst 2020 ende mai ans außen und innen reinigen und aufhübschen gehen. :D
dann wird es auf mobile.de zu finden sein.

BeerSarah am 28 Aug 2019 21:15:59

Wahnsinn, das ist ja wirklich bewundernswert. Wir haben unser WoMo erst seit 2 Jahren. Drin zu wohnen könnte ich mir (noch) nicht vorstellen.

msfox am 29 Aug 2019 14:49:46

So grundsätzlich finde ich die Idee ja echt super, um sparsam zu leben.
Aber,
- du warst ja auch auf gewisse Unterstützung angewiesen
-- duschen bei der Schwester oder im "Büro".
-- Postadresse bei der Schwester.
- (illegale) Müllentsorgung
-- Ich vermute, wenn du bei deiner Schwester gemeldet warst, hast du dort auch Müllgebühren bezahlt?
-- Wenn nicht, haben die Kosten quasi andere für dich übernommen.
- den 5l Kanister als Abwasser entsorgt, ohne dafür vielleicht Abwassergebühren zu zahlen.

Soll jetzt nicht negativ gemeint sein. Du hast das ja nicht 12 Monate im Jahr gemacht. Aber wenn das mehr Menschen ständig machen, wird es zum Problem.
Daher in deiner Situtuation, selten vor Ort, als Notlösung ganz i.O..

samvado am 01 Sep 2019 17:36:47

msfox hat geschrieben:So grundsätzlich finde ich die Idee ja echt super, um sparsam zu leben.
Aber,

.......

Soll jetzt nicht negativ gemeint sein. Du hast das ja nicht 12 Monate im Jahr gemacht. Aber wenn das mehr Menschen ständig machen, wird es zum Problem.


Sehe ich in weiten Teilen auch so. Nun ist es wie mit fast allem neuen und guten, wenns alle machen würden hätten wir ein Problem, wenn es nur noch windräder und solar gäbe säßen wir oft im dunkeln, wenn alle leute vegetarier wären hätten wir gar keine Gülle (Dünger), wenn jeder so nomadisch leben würde wie ich könnte die gesellschaft in ihrer jetzigen form nicht überleben. aber es sind ja immer nur wenige die aus dem korsett der gewohnheit und angst vor veränderung aussteigen und die wenigen sind oft individualisten so dass es auch nicht leicht ist sie in "wagenburgen" zu organisieren, sonst hätten wir wohl schon eine erhebliche trailer-park kultur hier in D - ist ist zwar verrufen, aber oft eben auch zu unrecht weil nicht jeder oft fragwürdigen luxus mit lebenszeit die in nervigen jobs vertan wird verschwenden will.
Jedem das seine und wenn man kein genie wie elon musk ist oder mit nem goldenen löffel im mund geboren dann bleibt nur die beschränkung auf das wesentliche um sich individuelle freiheit zu erhalten.

Zu deinen Kritikpunkten möchte ich aber auch noch was sagen:
Meine schwester und mein schwager sind familienmenschen und würden mir bestimmt auch ohne jede gegenleistung helfen - allerdings bin ich seit 40 jahren EDV fachmann und wenns brennt in der firma kriege ich ne message und dann wird per fernwartung oder skype oder sonstwie geholfen. wenn man das in mark und pfennig umrechnet ist fraglich wer bei meinem sonst üblichen 80€netto stundensatz besser wegkommt.

ich bin auch nicht bei meiner schwester gemeldet. dort wo ich gemeldet bin habe ich früher oft mal gefälligkeiten abgeliefert die in summe wohl auch die müllgebühren um einiges übersteigen würden... da ich dort aber selten bin fällt von meiner seite dort auch kein müll an. Dort wo er anfällt zahle ich standgebühren das ganze jahr über (und es gibt einen müllcontainer der zum platz gehört) den ich aber nur 2 monate im jahr nutze.

abwasser, ok - das muss die kanalisation verkraften und kann sie wohl auch <LOL>.

also kurz gesagt: eine hand wäscht die andere. wenn mehr menschen so leben würden wie ich würde sich sicher auch eine struktur herausbilden die diese lebensform unterstützt, wir sind bisher nur zu wenige und ganz oft ist das auch nur eine phase für jugendliche die wenn sie sich etabliert haben davon höchstens mal weihnachten ihren dann heranwachsenden kindern erzählen ... :lach: :lach: :lach:

in diesem sinne, das ist jetzt nicht negativ gemeint, aber wer nix wagt der nix gewinnt

-sam

cerberus am 02 Sep 2019 10:54:57

Hi Sam,

ich finde es gut, wie Du lebst.
Es ist immer wieder erschreckend, welche Punkte hier angeführt werden: Müllgebühren, Urinentsorgung etc.
Ich denke, die Welt und insbesondere D haben ganz andere Probleme als " illegale " Urinentsorgung im Kanalwasser. :D :D :D :D

anlumi am 20 Nov 2019 18:28:03

Hallo Sam,

Hammer wie du der Gesellschaft ein schnippchen geschlagen hast. Da könnte ich vor Neid erblassen.
Wünsche dir alles Gute.

LG

andwein am 21 Nov 2019 16:50:55

anlumi hat geschrieben:Hallo Sam, Hammer wie du der Gesellschaft ein schnippchen geschlagen hast. LG

Das verstehe ich nicht: wieso "hat er der Gesellschaft ein Schnippchen geschlagen" Er lebt in einer freien Gesellschaft mit gewissen gemeinschaftlichen Regeln und gestaltet sich in diesem Rahmen ein Leben nach seiner Vorstellung.
Da braucht es keinen Neid, das kann jeder wenn er denn will.
Ist nur meine Meinung zu dem Satz "der Gesellschaft ein Schnippchen schlagen" denn der hat einen seltsamen Beigeschmack.
Beste Grüße, Andreas

samvado am 24 Nov 2019 14:59:48

andwein hat geschrieben: Das verstehe ich nicht: wieso "hat er der Gesellschaft ein Schnippchen geschlagen"


wenn man das ganze mal sprachlich durchleuchtet:

[A] Die Redewendung jemandem ein Schnippchen schlagen trägt die allgemein bekannte Bedeutung ›mit Geschick jmds. gegen einen selbst gerichtete Absichten vereiteln, einen Plan durchkreuzen; jmdn. übertölpeln, ihm einen Streich spielen‹. Sie hat sich ursprünglich aus einer schon recht lang gebräuchlichen Geste der Nichtachtung oder Geringschätzung bzw. des Spottes entwickelt: Beim sogenannten Schnippchenschlagen wurde mit den Fingern geschnalzt bzw. geschnippt, und auch, wenn die Geste im Allgemeinen nicht durch Worte begleitet wurde, vermittelte sie doch die Bedeutung: »Nicht so viel gebe ich auf dich, auf deine Meinung; ich fühle mich dir so überlegen, dass ich auf dich nicht viel gebe«. Für diese Gebärde entstand schließlich deren Bezeichnung ein Schnippchen schlagen, die schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts belegt ist; die Implikationen der Nichtachtung, des Spottes haben sich indes zu ihrer heutigen Bedeutung ›einen Plan vereiteln, einen Streich spielen‹ weiterentwickelt. (Vgl. Lutz Röhrich, »Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten«, Freiburg 1992; Duden, »Redewendungen«, Mannheim 2013.)

die MODERNE Bedeutung, also ohne die Bezüge zur Arroganz sondern lediglich die sich mit "einen Plan vereiteln, einen Streich spielen" befassen, sowie insbesondere auch der Bezug zu "mit Geschick jmds. gegen einen selbst gerichtete Absichten vereiteln, einen Plan durchkreuzen" dann ist das schon auf meine Situation anwendbar.

Immerhin sind die Hauptfunktionen der modernen Gesellschaft die ja an Normierung kaum zu übertreffen ist (im Vergleich zu früheren simpleren Gesellschaften) das einzelne Mitglied zu einem Rädchen zu machen das nach Möglichkeit nicht aus der Reihe tanzt. Vollmundige Bekundungen bezüglich individueller Freiheit sind oft nur diese - und werden von Politik und Religion, den beiden mächtigsten oft Konsens erzwingenden Kräften - nur zu gern im täglichen Gebrauch missachtet. Wenn wir eine direkte Demokratie hätten wäre das evtl. anders aber wie es zumindest in D aussieht glaubt ja selbst die Mehrheit der Parlamentarier nicht dran, dass der Bürger mündig genug ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, sonst HÄTTEN wir Volksentscheide die bindend sind.

Also gilt es das Parapgraphendickicht wenn möglich zum umschiffen (natürlich ohne dabei jemandem individuell Schaden zuzufügen). Ob es nun "illegale Abwasserentsorgung" ist oder wohnen im WoMo was ja in D immer noch für die Meisten illegal ist (außer man ist fahrendes Volk oder lebt auf dem Campingplatz). Also man schlägt der Gesellschaft, zumindest dem normierten Teil, ein Schnippchen.

just my 2 cents :-)

-sam

andwein am 24 Nov 2019 17:38:43

samvado hat geschrieben:..Immerhin sind die Hauptfunktionen der modernen Gesellschaft die ja an Normierung kaum zu übertreffen ist das einzelne Mitglied zu einem Rädchen zu machen das nach Möglichkeit nicht aus der Reihe tanzt. Vollmundige Bekundungen bezüglich individueller Freiheit werden von Politik und Religion, nur zu gern im täglichen Gebrauch missachtet. -sam

Aha, interessant deine Gefühlswelt, aber OK, es ist eine Erklärung
Grüsse, Andreas

radimbad am 18 Jan 2020 15:41:42

Danke für deine persönliche und unglaublich faszinierende Geschichte die du da mit uns geteilt hast.

Gibt es tatsächlich Parkhäuser wo man auf das Deck mit rund 3 Meter Höhe hineinkommt, oder war das ein einzigartiger Glückstreffer deiner Krad- Scoutingtouren?

Mittlerweile gibt es ja auch Google Streetview, und so ziemlich alle die ich bisher in Europa ausgemacht habe, hatten dann doch ein Höhenlimit. Sogar bei einer direkten, nichtüberdachten Rampenauffahrt auf das Dachdeck.
Die einzigen Decks die nicht so ein Limit hatten waren jene die absichtlich Busse als Kunden auch haben wollten z.B. Metro (der es m.E.n. kaum bis 2030 schaffen wird)

samvado am 19 Jan 2020 21:43:56

radimbad hat geschrieben:Gibt es tatsächlich Parkhäuser wo man auf das Deck mit rund 3 Meter Höhe hineinkommt, oder war das ein einzigartiger Glückstreffer deiner Krad- Scoutingtouren?


IN HH steilshoop gibt es wohl 10 oder mehr solcher parkdecks die alle ohne hoehenbeschraenkung befahrbar sind. einige haben aber 2,5T maximallast pro fahrzeug.

felix52 am 19 Jan 2020 23:26:30

Ich habs nicht verstanden....
Rein Zeitmäßig lebst Du doch Irgendwo!
Im Umkehrschluss machst Du 1 bis 2 Monate "Urlaub" auf dem oberen Parkdeck eines Parkhauses.

Eine freundliche Frage sei erlaubt:

Ist der Titel nicht umgekehrt falsch gewählt?

Ich bin verwirrt. :wink:

Sorry, wenn ich was falsch verstanden habe. Trotzdem vielen Dank für Deinen Bericht. :ja:

radimbad am 20 Jan 2020 01:05:15

samvado hat geschrieben:IN HH steilshoop gibt es wohl 10 oder mehr solcher parkdecks die alle ohne hoehenbeschraenkung befahrbar sind. einige haben aber 2,5T maximallast pro fahrzeug.


Danke für den Hinweis, aber das beim Einkaufszentrum Steilshoop hat ja 2,1m ... was selbst schon weit über den Durchschnitt von 2m liegt.


Achso, jetzt sehe ich die. Die kommen eigentlich wie normale Parkplätze daher.

Klar, so etwas habe ich eigentlich auch in Gehweite zu meiner Wohnung. Etwas auffälliger halt, da kein Grünzeugpanzer vorhanden ist :)

jochen-muc am 20 Jan 2020 08:41:17

felix52 hat geschrieben:Eine freundliche Frage sei erlaubt:

Ist der Titel nicht umgekehrt falsch gewählt?

Ich bin verwirrt. :wink:

Sorry, wenn ich was falsch verstanden habe. Trotzdem vielen Dank für Deinen Bericht. :ja:



Na ja der Titel ist: 10 Jahre leben im Womo - Resum


Umgedreht wäre der Titel doch

10 Jahre nicht mehr im WoMo :mrgreen: :zunge:

samvado am 20 Jan 2020 13:06:23

felix52 hat geschrieben:Ich habs nicht verstanden....
Rein Zeitmäßig lebst Du doch Irgendwo!
Im Umkehrschluss machst Du 1 bis 2 Monate "Urlaub" auf dem oberen Parkdeck eines Parkhauses.
Ist der Titel nicht umgekehrt falsch gewählt?
Ich bin verwirrt. :wink:



sind wir nicht alle ein bischen verwirrt :-) LOL
aber im ernst, es ist ja eine zeitliche entwicklung ueber 10 jahre, von quasi vollzeitwohnen 2 jahre lang ueber zunehmend kuerzere zeitspannen in HH bis heute wo ich quasi nur noch 1x im jahr fuer 1-2 monate "reinschaue", freunde besuche, TUV mache, meine BMW bewege und das gute wetter geniesse.

samvado am 20 Jan 2020 13:16:14

radimbad hat geschrieben:Klar, so etwas habe ich eigentlich auch in Gehweite zu meiner Wohnung. Etwas auffälliger halt, da kein Grünzeugpanzer vorhanden ist :)


ja genau, das ist eins von vielen dort. das bei aldi hatte ich garnicht auf dem zettel. die anderen haben alle so kurze auffahrrampen wie in deinem bild. da die meisten leute/autos ueberdacht stehen wollen ist oben viel platz. mit 3,5 hoehe passe ich unten eh nicht rein und meine teure batterie waere jedesmal tot wenn ich komme weil kein solar.
dafuer muss ich alle 5 jahre mal einen halben schein raustun fuer eine generalreinigung mit anschliessender versiegelung um den gruenspan abzukriegen, vor allem vom dach.
letztes jahr musste ich umziehen, nach 7 gluecklichen jahren, weil die genossenschaft die das dach verwaltet das irgendwie abgegeben hat und die neuen keine womos und anhaenger mehr wollen. sowas gibts auch. aber ich musste nur 500m weiter, dann stimmte es wieder. auf meinem alten dach war mir nachts eh zuviel los, da es geschuetzter lag trafen sich dort immer die jung-kiffer und andere musikliebhaber :roll: :D

samvado am 20 Jan 2020 13:48:33

Hier mal google earth allerdings nicht 2020 wie sie behaupten sondern das kann hoechstens 2018 gewesen sein weil mein C1 da noch steht den ich inzwischen verkauft habe und mein anhaenger auch noch, auch verkauft. Das Dach musste ich dann verlassen wie gesagt nach 7 jahren.

die haben da auch jahrelang gebaut was ziemlich laut war bis 17 uhr, aber da ich frueh aufstehe und mich dann dort nicht mehr aufhalte (sondern an der elbe oder wo es schoen ist) war das kein grosses problem.



radimbad am 20 Jan 2020 14:31:01

Danke für die ganze Ausführung. Ich hatte Privatparkplätze bisher nie auf dem Zettel. Dank dir wache ich gerade zu dieser Realität auf. Ja klar sowas habe ich auch in allen anderen Ländern und deren Großstädten gesehen, wenn ich so in Gedanken rumore. Das ist überall eine geniale Option. Die Hausverwaltung ist auch in anderen (EU) Ländern direkt bei den Gebäuden ausgewiesen.

Das 21Jhdt ist schon interessant, hinsichtlich den digitalen Spuren die man so zieht. Übrigens kannst du mit Google earth und dessen Vergangenheitsfunktion deine Wohnhistorie über die Jahre und sogar Monate selbst nachvollziehen falls du der sentimentale Typ bist :)

Ich kann mir gut vorstellen dass die Abschottung in Kombination mit Plattenbau vor der Haustür und der fehlenden Parkhöhe eben auch Nachteile mit sich bringt. Das sind auch meine Erfahrungen. Teilweise habe ich Schulparkplätze erlebt die dann für die Schüler zum Kiffen und rappen genutzt wird sowie die Dunkelheit einbricht. Ist ja auch okay. Selbst ist man ja der Gast in deren Habitat.

Wieviel Arbeitsweg hattest du denn? Ich bin irgendwie zu faul zum auf Abbau der ausgebreiteten Sachen und zum Losfahren auch wenn es nur 1-2minuten sind. Am liebsten stehe ich stationär in vertrautem Gebiet und erledige meine Wege mit allem außer dem WoMo.

Ich habe verpeilt, dass du ja auf einen Bus + Anhänger umgesattelt bist. Hast du keine Bedenken dass der Inhalt des Anhängers bzw. der ganze Anhänger geklaut wird? Deine Jahresversicherung ist ja wohl weit unter 300 Euro oder weniger bei quasi 1000km/Jahr. Weniger Laufleistung geht ja wohl bei der Versicherung nicht durch. Saisonkennzeichen hast du auch. Eigentlich brauchst du ja gar keine Versicherung wenn du ohnehin auf Privatgrund parkst - zumindest aus StVO Sicht. Aber ich denke mal der Gedanke ist dir selbst schon gekommen und du hast dich dagegen entschieden.

radimbad am 20 Jan 2020 14:49:40

Wie kommst du auf die 2000€ Kosten / Jahr. KFZ Steuer sind bei mir 200 Eur. TüV alle 2 Jahre 150 Eur. Und Wiederverkaufswert ca 5% Wertverlust pro Jahr, womit ich dann auch bei leicht über 2000 Eur wäre.

Mir hat jemand erzählt dass er sein ca 10 Jahre WoMo sogar ohne Abschlag zum gleichen Preis wiederverkaufen konnte in der aktuellen Marktlage. Und Verkaufsdruck kann ich mir bei dir kaum vorstellen.

samvado am 20 Jan 2020 15:49:17

radimbad hat geschrieben:Teilweise habe ich Schulparkplätze erlebt die dann für die Schüler zum Kiffen und rappen genutzt wird sowie die Dunkelheit einbricht. Ist ja auch okay. Selbst ist man ja der Gast in deren Habitat.


keine grosse sache, einmal ham sie bei mir eingebrochen (da war ich abwesend) aber nicht viel gefunden und einmal die nummernschilder geklaut (wegen der tuev marken denke ich) ansonsten nix gewesen in 10 jahren. sowas kann ueberall passieren. einmal haben sie unter meiner nase nachts den nachbarwagen aufgebockt und die raeder gezockt, ich dachte das waere der eigentuemer. erst als ich die wackersteine sah am naechsten morgen wurde mir klar dass ich mal lieber die 110 gerufen haette. tja, pech. der typ war aber versichert.

Wieviel Arbeitsweg hattest du denn? Ich bin irgendwie zu faul zum auf Abbau der ausgebreiteten Sachen und zum Losfahren auch wenn es nur 1-2minuten sind. Am liebsten stehe ich stationär in vertrautem Gebiet und erledige meine Wege mit allem außer dem WoMo.


als edv berater habe ich keinen definierten arbeitsweg. heute mache ich 90% von meinem laptop aus mit dem telefon und fernwartung. mit LTE geht das, wenn auch unverschaemt teuer.
gefahren bin ich ja krad oder pkw. das Womo wurde nur fuer gelegentlich ausfluege ins nachbarliche ausland benutzt, aber selten.

als ich anfing habe ich noch versucht eine art community auf die beine zu stellen, viele meiner bekannten waren recht angetan. aber wie das oft so ist kam nix dabei rum.
dabei ware es garnicht mal schwer im HH grenzland ein hecktar oder so zu pachten und dort einen privaten campingplatz zu gruenden, sowas nennen die amis dann trailerpark. nur dort hat es eben den anruechigen penner beigeschmack, wohl nicht ganz unberechtigterweise. aber das prinzip kuche, internet, duschen und gemeinschaftsraum zu teilen und jeder hat sein eigene "burg" finde ich eigentlixch immer noch gut. aber da wird wohl nix draus. die es wollen wuerden haben keine knete und die knete haben wollen was anderes LOL.

Eigentlich brauchst du ja gar keine Versicherung wenn du ohnehin auf Privatgrund parkst - zumindest aus StVO Sicht. Aber ich denke mal der Gedanke ist dir selbst schon gekommen und du hast dich dagegen entschieden.


nein, die hausverwaltung besteht auf angemeldeten fahrzeugen weil das sonst zum schrottplatz verkommt. saison war aber OK. sonst haette ich wohl abgemeldet vor 2 jahren oder so.

samvado am 20 Jan 2020 16:00:02

radimbad hat geschrieben:Wie kommst du auf die 2000€ Kosten / Jahr.


damals war versicherung 1000, steuer irgendwie 500 und der rest zeugs wie TUV und mal reifen und reparaturen

Mir hat jemand erzählt dass er sein ca 10 Jahre WoMo sogar ohne Abschlag zum gleichen Preis wiederverkaufen konnte in der aktuellen Marktlage. Und Verkaufsdruck kann ich mir bei dir kaum vorstellen.


korrekt. nicht nur das, ein kumpel der bei AAC arbeitet (die machen camper und sowas) hat seinen fuer 20% mehr verkauft nach 5 jahren und der sah nicht besser aus als vorher :-)
meiner wird evtl. nicht die 25 bringen die ich damals gelegt habe aber mit 20 rechne ich fest, naja, nach abzug von 1000 fuers aufhuebschen und TUEV und so, sind 19 ueber, das ist ganz OK.
in 3 Jahren hat der ein ein H kennzeichen und dann wirds richtig billig und man muss sich nicht mehr um die idiotischen gruenen plaketten kuemmern.

fuer mich lohnt das ganze aber nicht mehr. selbst die TUV kosten plus 150 im jahr plus 280 parkplatz, dafuer kann ich in Indien schon wieder einen monat eben LOL.
also im maerz/april kommt er bei mobile und konsorten rein, bis dahin muss ich noch einen guenstigen kastenanhaenger fuer meine kram finden (den selben den ich vor 2 jahren verscherbelt habe ich idiot).

radimbad am 20 Jan 2020 18:39:13

samvado hat geschrieben: mal lieber die 110 gerufen haette. tja, pech. der typ war aber versichert.

Krass. Aber auch spannend. Ich wüsste auch nicht was ich da machen würde. Aber vermutlich irgendwo eine billige, wassergeschütze, triggerbare Sirene ins Gebüsch stellen. Am besten mit frei programmierbaren mp3 Sounds. So als Panik Modus.
Nur, das sowas überhaupt passiert, macht das wohnen viel interessanter. Sorgen mache ich mir nicht. Dafür ist die Statistik in den meisten Europäischen ländern viel zu harmlos.
95% der Vorkommnisse so um einen herum sind eher herzerweichender, liebevoller Natur und Reflektieren die Menschheit.

samvado hat geschrieben: als edv berater habe ich keinen definierten arbeitsweg.

Das ist natürlich fein. Kommt wohl darauf an wieviele Kunden du gleichzeitig hast. Viele haben nur jeweils einen Kunden und einen 9to5 workmodus .
samvado hat geschrieben:
als ich anfing habe ich noch versucht eine art community auf die beine zu stellen, viele meiner bekannten waren recht angetan. aber wie das oft so ist kam nix dabei rum.

Du bist wohl gut im Leute motivieren :)
So ein Projekt funktioniert kaum. Die Leute sind schnell begeistert wenn man Ihnen Kosteninsparungen vorrechnet, aber die Leute sind halt auch sozial.
Die wollen Teil der ganz großen Kommune sein: 15min zu Freunden, Date, Bekannten, Parties, Stadtfest, Szene, Kino, Supermarkt, Baumarkt, Stadion etc.
Und der schnellste Weg Knete zu machen ist sich mit Leuten zu umgeben mit Knete. Also der soziale Status hängt eben mit der Abgeschiedenheit zusammen.

Aber wenn dir der Wohnort egal ist dann könntest du ja auch super tolle Wohnungen für fast lau haben? Ich habe ne Neubauwohnung die schöner ist als alle Wohnungen in denen ich bisher gelebt habe und zahle etwas mehr als 2k im Jahr (warm). In einer westdeutschen Großstadt (>100k Leute).
Du kannst dir Häuser kaufen für 1 Euro in der Welt oder ein Grundstücke, und einfach mal ausreizen was so geht und wie lange es dauert bis das Ordnungsamt dasteht wenn du ein Gartenhäuschen als Fassade für die Nachbarn hochzimmerst und dahinter mit dem Wohnwagen herrlich lebst.

Dieses Jahrtausend macht Wohnen und Transport einfacher und günstiger als es je war. Schon alleine durch die Verstädterung, fehlen immer mehr Menschen und der ein oder andere Bürgermeister macht wirklich alles um den nahen Tod seiner Stadt zu bewahren. Eben wie den symbolischen verkauf von Verlassenschaften um wenigstens Steuern zu bekommen. Es reichen ja 1 % an Bürgermeistern unter den 100.000den.

Ich brauche ne Großstadt für mein Glück, auch wenn ich die Ruhe liebe.

Wenn ich so freie wäre wie du, auch mental-frei, würde ich viele Dinge anders tun.

Ich habe das vorhin gelesen. Das Vorhabens dieser Studentin ist gescheitert durch die Distanz zur Grosstadt: --> Link

Naja und Duschen ist für mich gekoppelt an McFit in Europa und PlanetFitness (USA). Darüber kann man sagen was man will. Jedem das seine. Die Studios gibt es aber auch nur in Großstädten.

nein, die hausverwaltung besteht auf angemeldeten fahrzeugen

Ja schon klar. Das Kennzeichen bleibt ja dran. Keiner macht da eine Abfrage außer die örtliche Polizei bei zu langem Parken auf der Straße und den ersten Anrainerbeschwerden.
Saisonkennzeichen sind eh viel besser.

Ja, die 19k bekommst du locker für dein Automobile.

Also ich denke wenn du einen Bauern kennst wäre dort dein Anhänger am Besten aufgehoben für nen Hunni im Jahr oder so. Wo keine Menschen sind wird auch nichts geklaut.
Beziehungsweise ist so viel Schrott drinnen dass Spenden fast der beste Weg wäre :)

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