Caravan
motorradtraeger

Bitte um Tips bei Wohnmobilanschaffung


jeany55 am 10 Mai 2019 10:49:13

Hallo Zusammen, mein Name ist Jeannette. Ich bin 55 Jahre alt und plane vom Eigenheim ins Wohnmobil umzuziehen, um ganzjährlich dort zu wohnen und zu reisen.
In einem halben bis einem Jahr soll es so weit sein. Es ist ein großer Schritt und man muss vernünftig planen.
Nachdem die Finanzierung steht , geht es jetzt um den Erwerb eines Wohnmobils. Meine Campingerfahrungen beschränken sich auf jahrzehntelangen Urlaub im Wohnwagen ( alsobin ich nur ein bisschen? blauäugig)
Welches Platzangebot ist wohl realitisch? Mein Lebensgefährte und mein Hund ziehen mit um. Also zwei Personen samt Hund. Ich habe mich hier schon ein wenig belesen , die Isolierung ist wohl wichtig, ebenso die Energieversorgung und und und.... ( Es gibt so viel zu bedenken) Schön wäre es ab und an auch mal autark stehen zu können. Mein Budget für die Anschaffung eines gebrauchten Wohnmobils liegt zwischen 30000 und 35000 Euro. Und es wäre genial keine Fehlanschaffung zu tätigen. Von daher bin ich über jeden Tip hier dankbar!!
Einen lieben Gruß an alle , Jeannette

VS1400 am 10 Mai 2019 11:12:04

Hallo Jeannette,

2 Personen + Hund (wie groß ist er denn?) kann schon (je nach Hundegröße) viel Platz benötigen.
Kaufe so groß wie möglich.
Du möchtest ja auch bei schlechtem Wetter mal durch das Wohnmobil laufen können ohne über Hindernisse zu klettern. Oder dich mal zurück ziehen können.
Euer Führerschein sollte ja bis mindestens 7,49 to reichen.
Also, mein Tip: So viel wie möglich Fahrzeuge anschauen und feststellen welcher Typ WoMo für euch passt ( Vi/Ti/Alkoven).
Vor dem Kauf jemanden mit Fachkenntnis mitnehmen oder, wenn möglich, zu einem TÜV/Dekra/Sachverständigen und die Kiste checken lassen.

Viel Spaß bei der Suche.

Viele Grüße
Volker

jeany55 am 10 Mai 2019 11:24:42

Hallo Volker, vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Hund ist ein Labrador Mix. Also schon etwas größer. Das mit dem Führerschein ist ein kleines Problem.
Ich darf durchaus mehr als 3,5 t bewegen. Mein Lebensgefährte jedoch nicht. Meinst du es ist unrealistisch, ein Wohnmobil bis 3,5 t zu erwerben? Sonst müsste mein Lebensgefährte gegebenenfalls noch aufstocken......
lieben Gruß

skartakh am 10 Mai 2019 11:32:18

Also das dauerhafte Wohnen im Wohnmobil ist noch mal eine ganz andere Liga, als wenn man, sagen wir mal so max. 2-3 Monate am Stück unterwegs ist.
Will heißen:

- man braucht ausreichend Platz, um sich auch mal zurückziehen zu können,
- man hat mehr Hausrat dabei, als bei bspw. einer Urlaubsreise,
- Ganzjährig darin zu leben heißt, dass auch im Winter ein angenehmes Klima im Womo vorherrschen muss (gute Isolierung ein Muss, ausreichend Gasvorräte, Stromkapazitäten; wenn man abseits von SP oder CP sein möchte)
- das führt wiederum zu der Frage, ob man mit Gasflaschen zurechtkommt oder "betankbare" Lösungen bevorzugt, usw. usf.

Mit 3,5t und 35.000 euro Budget? Kann ich mir nur schwer vorstellen.

hmarburg am 10 Mai 2019 11:36:08

Hallo Jeannette,

meine Empfehlung an euch ist, dass ihr euch mal das ein oder andere Fahrzeug für eine Tour ausleiht, damit ihr mal seht mit welchem Fahrzeug ihr euch identifizieren könnt.
Da könnt ihr dann auch ausprobieren ob ein 3,5 Tonner für euch ausreichend ist, wobei ich das bezweifle, da ihr ja darin leben wollt und da nimmt man das ein oder Stück mehr an Bord.

Gruß, Holger

VS1400 am 10 Mai 2019 11:47:48

jeany55 hat geschrieben:…... Hund ist ein Labrador Mix. Also schon etwas größer. Das mit dem Führerschein ist ein kleines Problem.
Ich darf durchaus mehr als 3,5 t bewegen. Mein Lebensgefährte jedoch nicht. Meinst du es ist unrealistisch, ein Wohnmobil bis 3,5 t zu erwerben? Sonst müsste mein Lebensgefährte gegebenenfalls noch aufstocken......
lieben Gruß


Hallo Jeannette,

für "dauerhaftes" Wohnen wird das bis 3,5 to zu eng. Habt ihr die Möglichkeit euch mal verschiedene Modelle für ein Wochenende zu mieten? Am Besten dann bei schlechtem Wetter.
Das gibt es leider auch sehr oft und daher sollte das WoMo ausreichend groß sein (auch wegen dem Hund).
Bei schönem Wetter findet ja das Meiste "draußen" statt und alles ist schön.

Daher vorher testen und bei Bedarf muss beim Führerschein nachgerüstet werden.
Dann muss auch das Budget noch zum gewünschten Objekt passen. Also unbedingt ausprobieren, vielleicht ist ein großer Wohnwagen (mit Vorzelt) ja die bessere Alternative.

Viele Grüße aus Ostwestfalen
Volker

schnecke0815 am 10 Mai 2019 11:56:00

Hallo Jeannette,

um ganzjährig und evtl. zeitweise freistehend in einem Wohnmobil zu wohnen würden auf meiner Agenda folgende Punkte stehen:

Größe des Wohnmobil, also über 3,5to. - ihr habt Sommer-/Wintersachen, kompl. Koch- und Geschirrausrüstung, große Batteriekapazität,
Auflademöglichkeit (z.B. Notstromaggregat oder/und Solaranlage, Booster, Efoy).
Ferner braucht ihr Frisch- und Abwasser, je mehr desto besser. Evtl. Festtank- oder Trockentoilette.
Dazu kommen sicher Fahrräder oder ein Scooter. Dies bedingt eine entsprechende Garage oder einen Heckträger.
Fernsehen wollt ihr auch? Bequem mit Satanlage?
Markise für schattige Stunden?
Hundefutter für ein/zwei Wochen, ein Labrador verwehrtet ja einiges.

Also das mit unter 3,5to. ließe sich dann nur noch mit einem Anhänger, am besten ein Koffer, realisieren.
Bekannte von uns leben seit mehr als 2 Jahren im Wohnmobil und ziehen einen Anhänger hinterher. Dort sind Scooter, Fahrräder,
Klamotten und weiterer Krimkrams untergebracht. Traut ihr euch das zu mit Anhänger?
Ansonsten bleibt für deinen Lebensgefährten nur die Erweiterung des Führerscheins.

Vorher solltet ihr euch, wie Volker schon riet, darüber klar werden welche Art von Fahrzeug für euch in Frage kommt.
Bevor ihr euch entscheidet fragt einfach hier weiter nach, zu den einzelnen Typen können sicher genügend Forumler was sagen.
Das Angebot ist unendlich, angefangen von amerikanischen Modellen mit Slide-out, Voll- oder Teilintregierten oder halt Alkoven.
Einzig die Kastenwagen werden sicher ausscheiden.

jeany55 am 10 Mai 2019 12:11:42

Vielen Dank für die Antworten. Lieber Skartakh, ja du hast recht, ich habe da auch so meine Bedenken. Das Budget ist sicherlich noch ein wenig dehnbar und auch die Überlegung ob mein Lebensgefährte seinen Führerschein aufstockt. Als Ansatzpunkt für die Energieversorgung habe ich darüber nachgedacht gegebenfalls einen Gastank von 55l installieren zu lassen und natürlich paraell an eine Solaranlage ( diesbezüglich muss ich mich noch belesen). Das Platzangebot bei einem Wohnmobil mit Alkoven wäre alternativ auch deutlich höher. Aber die Dinger sind ganz schöne Spritfresser denke ich? Vielleicht ist jedoch auch zu überlegen irgendwo noch ein Winzmietwohnung zu halten. Ich bin auf jeden Fall dankbar für Erfahrungswerte!
Lieber Holger, auch die Überlegung vorher das zu erwerbend Mobil im Mietgebrauch zu testen ist sehr gut. Vielen Dank!

backspin am 10 Mai 2019 13:03:30

natürlich paraell an eine Solaranlage

Die Solaranlage wird relativ groß sein müssen, wenn ihr damit im Winter den nötigen Strom erwirtschaften wollt. Dann, wenn man den meisten Strom benötigt, ist der Solarertrag eher gering bis nicht vorhanden. Heizung, Licht, TV, Computer etc nutzt man im Winter vermutlich deutlich mehr als im Sommer...

Hier kannst Du den zu erwartenden Strombedarf und die dafür in etwa beötigte Leistung der Solaranlage (unter Berücksichtigung von Jahreszeit und Standort) berechnen --> Link

Bodimobil am 10 Mai 2019 13:07:00

jeany55 hat geschrieben:Das Platzangebot bei einem Wohnmobil mit Alkoven wäre alternativ auch deutlich höher. Aber die Dinger sind ganz schöne Spritfresser denke ich?


Das ist alles relativ. Wer im Wohnmobil leben will, fährt nicht so viel sondern steht viel mehr - zumindest relativ zur Nutzungsdauer. Wenn wir 3 Wochen unterwegs sind stehen wir fasst jeden Tag woanders. Wenn du im Wohnmobil lebst ist das Verhältniss von Stehtagen zu Fahrtagen sehr schnell anders. Deshalb ist es auch wichtig, dass du bei der Auswahl viel stärker auf die Eignung zum Wohnen achtest und die Fahreigenschaften in der Priorität hinten anstellst.
Ein Alkoven bietet nicht nur den meisten Platz bei vorgegebener Fahrzeuglänge, er ist im Winter auch am besten zu isolieren wenn du das Führerhaus abtrennen kannst. Wenn du nun 14 statt 12 Liter/100km verbrauchst interessiert dich das dann kaum noch. Bei 500km im Monat macht das gerade 10Liter oder 15€/Monat aus. Aber wenn du im Winter 15€ statt 25€/Woche für Gas ausgiebst (40€ Mehrkosten im Monat) spielt das eine viel größere Rolle.

Gruß Andreas

skartakh am 10 Mai 2019 13:11:20

Völlig richtig was Andreas da schreibt. Allerdings sollte man auch mit einkalkulieren (zumindest wenn das Womo langfristig behalten wird), dass ein Alkovenbett für Menschen im gesetzteren Alter (ich denke da an körperliche Gebrechen, die leider nicht auszuschließen sind) möglicherweise nicht ganz so optimal zu erklimmen sind??
gerade nachts, wenn man vielleicht öfter mal raus muss und es beim "Absteigen" dann doch in den Gelenken zwickt....

Bodimobil am 10 Mai 2019 13:16:33

Mit starken körperlichen Einschränkungen sollte man sich die Sache sowieso nochmal überlegen.

skartakh am 10 Mai 2019 13:22:50

Ich mein ja nur....Ich bin 40 und noch fit- aber dennoch dankbar, dass ich quasi nur "1x aus dem Queensbett fallen" muss, um zum Örtchen zu gelangen. Wie das bei mir mit 70 sein wird- darüber mag ich noch nicht nachdenken xD

camper-pr am 10 Mai 2019 13:38:00

Da sind ja schon viele gute Gedanken geäußert worden.
Seit kurzer Zeit fahren wir ein Wohnmobil mit Rundsitzgruppe im Heck. Da ist aussreichend Platz für Fahrer und Beifahrer (und Hund). Es ist einfach gemütlicher als vorher auf dem umgedrehten Sitz. Da war das Verhältnis von Schlafraum (8 Stunden Nutzung) zu Wohnraum (12 Stundennutzung) einfach unglücklich. Das galt sowohl für integrierte als auch teilintegrierte bei einer Länge unter 7,5m und 3,5t.

Ein Alkoven mit Treppenzugang (nicht Leiter) und Längsbetten und einer Heckrundsitzgruppe ist jetzt für uns die beste Lösung geworden. Und für eine längere Reise wesentlich günstiger, neben all den technischen Dingen, die bei einer ständigen Nutzung zu beachten wären.



Gruß Rupert

Tinduck am 10 Mai 2019 14:05:23

Beim Budget sehe ich eigentlich kein Problem. Wir haben es so gemacht, dass wir einen etwas älteren Jahrgang (13 Jahre alt zum Kaufzeitpunkt) eines soliden Herstellers gekauft haben. Wir leben zwar nicht drin, aber dafür wäre unser Mobil schon geeignet, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind.

Nehmt euch Zeit und schaut euch nach älteren Fahrzeugen z. B. der Marken Niesmann&Bischoff, Concode, Carthago, Bimobil, Woelcke, Robler usw. um. Die glänzen oft mit Doppelboden, grossen Tanks, guter Isolierung und solidem Möbelbau, alles Punkte, die man als Dauerbewohner gut gebrauchen kann.

Von moderneren, massengefertigten Womos würde ich eher die Finger lassen, die fallen tw. schon nach einer Woche auf der Messe innen auseinander. Die sind von der Haltbarkeit eher auf 4-6 Wochen Nutzung im Jahr ausgelegt.

Ein Problem bei solchen älteren Fahrzeugen sind halt Fahrverbote, aber wenn man genug Zeit hat und auch mal ‚draussen‘ parken kann, sollte das ja kein Problem sein, bei uns gehts ja auch.

Wichtig ist, sich auf die für die eigenen Bedürfnisse passenden Grundriss bzw. Bauform festzulegen, also besichtigen und ausprobieren.

bis denn,

Uwe

quax1968 am 10 Mai 2019 14:25:58

Hallo,
da ich das gleiche vorhabe bzw. schon angefangen habe zu praktizieren möchte ich Dir folgenden Tipp geben.
Es gibt Facebookgruppen die sich genau mit diesen Themen beschäftigen. Dort findest Du auch mehr Leute die das wirklich auch schon machen.

Manche kommen mit total wenig aus und es gibt sogar Leute die schaffen es in einem Kombi um die Welt zu tingeln. Viele von denen merken plötzlich wie wenig man zu Leben braucht...

Was ich damit sagen will, jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Und eigentlich verbringt man gerade bei der Wohnform "Wohnmobil viel in der Natur statt"

Schau mal in Facebook unter Leben m Wohnmobil oder Camper-Nomads

schnecke0815 am 17 Mai 2019 05:32:41

PassportDiary hat geschrieben:Hey,
wenn Ihr Interesse am Ausbau eures eigenen Wohnmobil habt, dann schaut euch mal diese Website an, sie ist von "Paul Nitschke". Der Typ ist genial!


Mag sein das der "Typ" genial ist und das Buch helfen kann aber wenn "Paul Nitschke" verkaufen möchte gehört das in den Anzeigenmarkt, Impressum des Links:

Angaben gemäß § 5 TMG

Passport Media LLC
30 N Gould St Ste R
Sheridan, WY 82801
United States

Vertreten durch:
Paul Nitzschke

E-Mail: paul.........

TomCamp am 17 Mai 2019 06:08:30

Ich vermute mal das ist ein und die selbe Person und wurde 9 mal im Bereich Kaufberatung gepostet.

Ob ein Käufer der ein günstiges WoMo sucht, nun ein Buch zum Selbstausbau braucht ? :roll:

Beduin am 17 Mai 2019 07:31:26

jeany55 hat geschrieben:Vielleicht ist jedoch auch zu überlegen irgendwo noch ein Winzmietwohnung zu halten.!


Das ist eine der besten Ideen!
Bekannte von mir meinte im letzten Jahr auch "Toll, das mach ich, das bin ich, das bringts" die hat sich durch nichts überzeugen lassen. Erste Mobil, ein Vollintegrierter war ein voller Fehlkauf, sich dann von Männlichen Beratern zu einem gebrauchten Phönix überreden lassen, nur Theater mit der Karre. Nach fast einem Jahr wirds langsam was, sind die Mängel in Ordnung gebracht.
Die ganzen Geschichten von wegen autark, die braucht Sie nicht weil sie meistens eh auf CP steht.Sie hat Unmengen an Geld verbrannt und stellt sich jetzt die Frage ob das alles so richtig war und überlegt sich wieder ins Haus zu ziehen, das GsD noch nicht verkauft ist.
Das Eingeständnis das es die falsche Entscheidung war, die trauen sich viele nicht in der Öffentlichkeit
Lassts langsam angehen, mietet und sammelt erst mal Erfahrungen bevor ihr alles abbrecht

oldi45 am 21 Mai 2019 09:36:26

Hallo Janette,
dieser Schritt muss wirklich gut geplant werden. Unterwegs sehe ich immer mehr Wohnmobilisten, die diesen Schritt bereits gemacht haben und sehr gut zurecht kommen. Dein Budget solltest Du aber auf 40-45 T€ erweitern. In diesem Preissegment findest Du geeignete gebrauchte Alkoven z.B von Phönix oder Concorde aus den Jahren 2000 – 2006.
Hier mal so eine Minimalanforderung für Ganzjahresnutzung:
• Alkoven oder auch voll integriertes Wohnmobil. Beim Alkoven lässt sich im Winter das kältebelastete Fahrerhaus abtrennen.
• Bei Alkoven Tisch mit gegenüberliegenden festen Sitzen (längs oder quer), damit im Winter das Fahrerhaus abgetrennt werden kann.
• Doppelter Boden für Frischwasser-/ Abwasssertank (min. je 200 Ltr.) und warmen Fußboden im Winter
• Solar ab 300Watt und Akku ab 250 Ah
• LPG- Gastank oder wenigstens eine Tankflasche
• Alde- Warmwasserheizung mit Gas/ Elektro.
• Länge sollte mind. 7 - 8 m sein.
• Zul. Gesamtgewicht 5 – 7t.
• AHK ist sinnvoll.
• Markise kann mit Zusatzteilen zum Vorzelt für die Sommernutzung ergänzen.
• Für Ihre Nutzung ist die Euro-Norm untergeordnet. Bei einem Top geeigneten Wohnmobil wäre sogar Euro3 akzeptabel.
• Garage unter den Heckbetten.

Nach oben gibt es keine Begrenzung der Wünsche.
Gruß Hajo

DieselMitch am 21 Mai 2019 10:42:26

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der TE'in im Laufe des Threads die Augen aufgegangen sind, was ein dauerhaftes Leben in einem WoMo in Real bedeutet! :eek:

Sieht im ersten Moment alles so toll und frei und ungebunden aus - auf den zweiten Blick ohne rosarote Brille nüchtern betrachtet werden dann aus Träumen Schäume.

(Ich wollte auch mal nach Gran Canaria auswandern ... die KKH hier in D sind einfach besser :roll: )

markgraefin am 21 Mai 2019 15:58:30

Hallo Jeannette,
aus unseren, leider schlechten und ebenso teuren Irrtümern, kann man vielleicht lernen :

Wir haben zweimal das falsche Wohnmobil gekauft.

Das erste war ein ADRIA Alkoven aus der Vermietung.
Ein ganz tolles Auto, leider habe ich unser Alter nicht bedacht und musste feststellen, dass ein Querbett
für denjenigen, der hinten schläft, bedeutet, dass er über den Vorderen krabbeln muss.
Kommt nicht so gut, wenn man unterschiedliche Schlafbedürfnisse hat.
Mit Verlust wieder verkauft.

Großer Fehler: Einen neuen Sunlight mit Einzelbetten und abschottbarem Schlaf/Bad-bereich.
Sehr schön, wirklich, aber das Auto hat mehr in der Werkstatt gestanden, als dass es fuhr.
Ständig ging irgendetwas kaputt.
Irgendwie hat das Fahren damit auch überhaupt keinen Spaß gemacht, weil es irgendwie "steif" war.

Nach einem Jahr (natürlich mit heftigem Verlust) wieder verkauft.

Jetzt fahren wir einen integrierten Detleffs Advantage mit 6,50 m und sind zufrieden.
Glücklich ist anders, aber die Jahre, die wir noch fahren werden, wird er bleiben.

Was ich damit sagen will : Mietet euch unbedingt für einige Zeit immer mal wieder ein anderes Wohnmobil.
Nur so habt ihr die Chance, eine halbwegs passende Wohngelegenheit zu finden.
Die eierlegende Wollmilchsau findet man wahrscheinlich eher nicht.
Viel Erfolg.

Micha1958 am 21 Mai 2019 16:31:37

Jeannette, mach Dich nicht verrückt !
Mit der Wohnwagenerfahrung hast Du doch schon einiges Wissen und weißt worauf es ankommt.

Wie standen vor der Entscheidung einen Kawa oder ein TI oder Alkoven.
Wir haben uns für den Kawa entschieden.
Es gibt Tage da guck ich bissel neidvoll auf andere und es gibt (mehr) Tage da sind wir überglücklich über unsere luftige Dose,
wo ich die frische Luft und das Licht pur fühle. Da tun mir die mit den kleinen Türen leid. :)
Wir haben die Entscheidung nie wirklich bereut.
Man muß immer irgendwelche Kompromisse eingehen.

Ein Kawa ist nix für Dein Vorhaben, sollte nur ein Bsp. sein.

Was ich sagen möchte:
wenn Du so beschaffen bist daß Du Dich leicht an die Gegebenheiten anpassen kannst ist es viel leichter und befreiender als wenn Du
immer nach "was anderem, besseren" schielst.
Und wenn Du nicht so bist glaub ich nicht daß "dauercampen" Dich glücklich machen würde.

Pass Dich soweit es geht an Dein künftiges Womo an und nicht umgekehrt...dann kommt auch die Zufriedenheit.
Was ja nicht heißt daß Du nicht vorher genau überlegst und wählst was Dir wichtig ist.

Ich kann Dir nicht raten was für Dich richtig ist, deshalb würd ich mir 2-3 verschiedene Mobile mal mieten.
Tipps bekommst Du hier im tröt auch schon viele.
Im Internet lesen und lernen von anderen die dauerhaft im Womo leben, es gibt einige.
Dann kaufen was möglichst wenig Vorschädigungen wie Rost ect. hat.
Ob Du mit Solar 3-4 Ah mehr oder weniger am Tag bekommst ist nicht wichtig, ebenso ob die Heizung 5 Min. früher warm macht.
Ob es wirklich passt das merkst Du eh erst nach paar Monaten.

Gruß Micha

Elgeba am 21 Mai 2019 17:54:29

Und ich würde Dir raten Dein Eigenheim zu behalten und so pflegeleicht wie irgend möglich(vor allem evtl.Aussenanlagen) zu gestalten und von dort aus möglichst oft unterwegs zu sein.So hast Du immer ein "Hauptquartier" als Rückzugspunkt vor allem wenn gesundheitlich mal was schief läuft und bei einem Totalverlust des Fahrzeugs durch Unfall etc.bist Du nicht obdachlos.


Gruß Bernd

Deo am 22 Mai 2019 19:17:04

Hallo Jeannette,

bitte verzeihe mir die folgenden sehr offenen Worte. Ich halte euer Vorhaben für zum Scheitern verurteilt. Wir (meine Frau und ich) inzwischen 60 Jahre alt, sind seit vielen vielen Jahren Wohnmobilisten. Wir nutzen das Wohnmobil in der Weise für das es gemacht ist. Wir fahren spätestens alle drei Tage woanders hin. Wenn du darin wohnen willst bis zum Rollator-Alter, muss das Teil absolut Winter fest und qualitativ robust gebaut sein. Das bezieht sich nicht nur auf die Möbel, sondern auch auf das Chassis. Damit bist du bei über 3,5 Tonnen und weit über 40.000 Euro in der Anschaffung. Für euren Traum kommt m.E. nur ein Wohnwagen in Frage. Vergiss Wohnmobile. Trotzdem hoffe ich und wünsche euch, das der Traum in Erfüllung geht.
Liebe Grüße
Axel

oldi45 am 23 Mai 2019 09:33:49

Hallo Jeannette,
bist Du eigentlich noch dabei?
Gruß Hajo

brina1510 am 27 Mai 2019 13:35:14

Ich glaube leider auch, dass mit dem Budget das Vorhaben nicht umzusetzen ist....außer du kaufst dir irgendein günstiges Basisfahrzeug und baust das dann komplett selber aus, wobei auch das teurer wird...

Unter 3,5t hast aber in meinen Augen keine Chance, du brauchst große Batterien, ne Solaranlage, und der ganze Krimskrams den man so mitnimmt wiegen doch einiges....

...und bevor ihr kauft:
Mietet euch mehrere verschiedene Wohnmobile!!!!!
Wir haben auch erst einige Jahre gemietet, bevor wir unseren Chausson gekauft haben und wir haben unsere Wahl nicht bereut! Hätten wir nicht von Anfang an gesagt, dass es nur ein Übergangswohnmobil ist, hätte ich den zwar noch minimal angepasst (größere Solaranlage, größere Batterie und so Kleinigkeiten), aber die Aufteilung hat uns zugesagt und wir haben viel dazugelernt, was wir brauchen und was nicht...

Die Wahrscheinlichkeit ohne Erfahrung gleich das richtige zu erwischen geht in meinen Augen gegen null...

quax1968 am 27 Mai 2019 21:41:10

Jeanette, lass dich nicht verunsichern.
Mir wurde damals gesagt ein Kastenwagen mit 3 Hunden geht nicht. Ich stelle gerade das Gegenteil fest.
Wenn man sich gut organisiert gibt es bei uns nie ein Platzproblem.
Wir können uns sogar wenn es sein muss gut aus dem Weg gehen.

Beispiel:
Ich schaue heute Fussball in der Dinette. Meine Freundin liegt hinten im Kastenwagen im Bett.
Darunter schnarcht unsere Bulldogge im offenen Kasten unterhalb des Bettes.
Ein Hund schläft gerade am Boden unter dem Tisch. Und der Dritte befindet sich auf der Sitzbank in der Dinette.
Platz für Kleidung etc. haben wir genug. Trotz großem Kühlschrank. Bei uns ist es eher so, dass wir den Platz gar nicht nutzen können wegen 3,5 t.

Zugegeben das Bad ist sehr klein. Aber zum Duschen, Waschen, Toilette reicht es.

Lass Dir also niemals sagen, das klappt nicht, ohne es selbst ausprobiert und für Euch optimiert zu haben.

Wir haben uns bewusst für den Kasten entschieden:
- besserer Fahrkomfort
- flexibler zu Reisen
- Auch mal dort stehen wo es keinen Stellplatz gibt
...
Hier eines aus Frankreich direkt aus dem Bett im Kastenwagen fotografiert und dort den ganzen Tag und Nacht gestanden



Bodimobil am 27 Mai 2019 22:11:23

quax1968 hat geschrieben:Jeanette, lass dich nicht verunsichern. ....


Du hast aber gelesen, dass es nicht um Urlaub geht sondern darum darin zu leben?
Gruß Andreas

quax1968 am 27 Mai 2019 22:12:55

Mache ich auch!
Habe aber auch noch eine Basis, was mir persönlich wichtig ist. Ich wollte nur sagen: Machen und selbst ausprobieren und dann entscheiden.

Bodimobil am 27 Mai 2019 22:21:46

Deine Erfahrung besteht bisher aber erst aus wenigen Wochen, und ohne Winter. Berichte noch einmal wenn du 365 Tagen nahezu ununterbrochen im Kasten gelebt hast.
Gruß Andreas

eaglesandhorses am 27 Mai 2019 22:39:01

Mit drei Wauzieees...


Wir nutzen unsere Kiste auch öfters als andere, sprich um am Wochenende zu arbeiten oder unter der Woche wenns mal spät wird auch im Büro zu bleiben. Natürlich machen wir auch Urlaub drin. Berufsbedingt meist länger im Winter. Und dann machen sich gut isolierte Wände, ne vernünftige Heizung und ein bisschen Platz ganz gut. Zum dauerhaften Wohnen würde ich zu einem Alkoven mit Doppelboden raten.

Tinduck am 28 Mai 2019 06:33:53

quax1968 hat geschrieben:Wir haben uns bewusst für den Kasten entschieden:
- besserer Fahrkomfort


Warum? Alkoven und TI haben das gleiche Fahrerhaus, und im VI ‚residiert‘ man je nach Modell noch ganz anders...

- flexibler zu Reisen


Definiere flexibel?

- Auch mal dort stehen wo es keinen Stellplatz gibt


Das kann ja nun wirklich jedes Womo, oder? Und die grösseren eher besser wegen längerer Autarkzeit.

Jeder legt sich seine Argumente so zurecht, wie es ihm passt. Jemandem das Leben in einer Sardinenbüchse vorzuschlagen, nur weil es bei einem selbst schon ein paar Wochen klappt, halte ich für fahrlässig. Warte mal ab, wenn im Winter der Lagerkoller kommt, dann fühlt sich das da drinnen sicher schon etwas enger an.

bis denn,

Uwe

quax1968 am 28 Mai 2019 21:23:05

Bitte ein wenig zwischen den Zeilen lesen.
Ich sagte: Selbst ausprobieren und machen, anstatt hadern und sich Meinungen aufzwängen zu lassen.
Wenn ich dauerhaft im Womo leben will würde ich den Winter auch nicht in Deutschland verbringen. Aber das sind meine eigenen Präferenzen. Ich bin die letzten Tage an Stellen gestanden, da wäre ich nicht mit dem Womo hingekommen. Stichwort: Breite / Länge und oft zu große Überhänge/Böschungswinkel. Mit 6 m Länge stehe ich halt auch mal auf öffentlichen Parkplätzen ohne andere Verkehrsteilnehmer zu begindern.

Besserer Fahrkomfort: Ich bin bisher einen Carthago gefahren und jetzt einen Kasten. Ich kann für mich sagen, der Fahrkomfort im Kasten hier deutlich besser ist. Beim Carthago hat es doch recht oft gepoltert... Mag sein, dass es mit richtig guten Fahrwerken und Luftfederungen auch gut ist.

Aber nochmals: Man muss es selbst für sich selbst testen. Ich bin mitllerweile überzeugter Kastenwagenfahrer. Vorher war ich überzeugter Wohnmobilfahrer. Hat alles seine Vor/Nachteile. Aber die kriegt man nur dür sich selber heraus. Der eine braucht viel Komfort, der andere braucht Flexibilität.

Beduin am 28 Mai 2019 21:30:21

quax1968 hat geschrieben:Aber die kriegt man nur für sich selber heraus. Der eine braucht viel Komfort, der andere braucht Flexibilität.

Eben und "gut" meinen wie es wohl alle und die Erfahrungen sich auch unterschiedlich
Kenne genügend Menschen die Dauerfahrer in kleineren Mobilen sind, eben weil die lieber flexibel und unauffällig unterwegs sind. Aber es macht keinen Spaß mehr solche Hinweise zu geben, wenn dann die "Luxusfraktion" und meint ihr "Ei des Kolumbus" sei das beste und alles andere nix und nicht ausreichend.

WoMoJoe2018 am 01 Jun 2019 16:39:24

wir haben gerade einen Knaus Sun-Traveller 605 erworben, gebraucht 6,30m lang 3.5 to, den mit der Sitzecke hinten, die brauchen wir für unsere 6 Jack-Russels.
Guck Dir mal Bilder an, hinten hättest du eine Ecke für den Hund und vorn könnt Ihr nach Belieben residieren.
nur eins muß dir auch klar sein, mit einem Menschen (Partner ) auf so engem Raum zu leben, ist auch nicht jedermanns Sache.
Die Alternative wäre z.B. auch in Renessse oder Port Grimaud auf dem Campingplatz einen Wohncontainer zu kaufen und dort immer hinzufahren
und von dort aus Ausflüge zu machen.
Aber ich glaube, das Wichtigste ist hier schon durchgeschimmert:
Du musst ausprobieren!!!! und dir klar werden, was du wirklich brauchst und wie ihr zurechtkommt, auch mit dem Platzangebot, und dann.....

solltest du das Auto deiner Wahl suchen, nicht andersrum

Elgeba am 01 Jun 2019 17:17:52

Und ich glaube das die TE die Sache aufgegeben hat,macht zumindest den Eindruck.


Gruß Bernd

volley97 am 02 Jun 2019 08:22:32

ich sehe das wie Bernd und Andreas geschrieben haben ebenso, es ist mit 3,5 to eigentlich nur möglich, wenn ich einen Kofferanhänger dabei habe - sah ich bereits 2-3x in jüngster Vergangenheit - gar nicht schlecht; wert legen auf den Bereich Wohnen - Leben - Isolierung; Den Kastenanhänger kann man auch mit Solar versehen und Steckdose rein machen, das kann z.B. helfen unterwegs Akkus zu laden, die Idee fand ich gar nicht so verkehrt. Natürlich ist es auf 3,5 to schon ein wenig Minimalismus, aber jeder darf dies für sich entscheiden :ja:

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Wohnmobil Center Köln
Bezahlung Tips und Erfahrung
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt