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Bitte um Tips bei Wohnmobilanschaffung


jeany55 am 10 Mai 2019 10:49:13

Hallo Zusammen, mein Name ist Jeannette. Ich bin 55 Jahre alt und plane vom Eigenheim ins Wohnmobil umzuziehen, um ganzjährlich dort zu wohnen und zu reisen.
In einem halben bis einem Jahr soll es so weit sein. Es ist ein großer Schritt und man muss vernünftig planen.
Nachdem die Finanzierung steht , geht es jetzt um den Erwerb eines Wohnmobils. Meine Campingerfahrungen beschränken sich auf jahrzehntelangen Urlaub im Wohnwagen ( alsobin ich nur ein bisschen? blauäugig)
Welches Platzangebot ist wohl realitisch? Mein Lebensgefährte und mein Hund ziehen mit um. Also zwei Personen samt Hund. Ich habe mich hier schon ein wenig belesen , die Isolierung ist wohl wichtig, ebenso die Energieversorgung und und und.... ( Es gibt so viel zu bedenken) Schön wäre es ab und an auch mal autark stehen zu können. Mein Budget für die Anschaffung eines gebrauchten Wohnmobils liegt zwischen 30000 und 35000 Euro. Und es wäre genial keine Fehlanschaffung zu tätigen. Von daher bin ich über jeden Tip hier dankbar!!
Einen lieben Gruß an alle , Jeannette

VS1400 am 10 Mai 2019 11:12:04

Hallo Jeannette,

2 Personen + Hund (wie groß ist er denn?) kann schon (je nach Hundegröße) viel Platz benötigen.
Kaufe so groß wie möglich.
Du möchtest ja auch bei schlechtem Wetter mal durch das Wohnmobil laufen können ohne über Hindernisse zu klettern. Oder dich mal zurück ziehen können.
Euer Führerschein sollte ja bis mindestens 7,49 to reichen.
Also, mein Tip: So viel wie möglich Fahrzeuge anschauen und feststellen welcher Typ WoMo für euch passt ( Vi/Ti/Alkoven).
Vor dem Kauf jemanden mit Fachkenntnis mitnehmen oder, wenn möglich, zu einem TÜV/Dekra/Sachverständigen und die Kiste checken lassen.

Viel Spaß bei der Suche.

Viele Grüße
Volker

jeany55 am 10 Mai 2019 11:24:42

Hallo Volker, vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Hund ist ein Labrador Mix. Also schon etwas größer. Das mit dem Führerschein ist ein kleines Problem.
Ich darf durchaus mehr als 3,5 t bewegen. Mein Lebensgefährte jedoch nicht. Meinst du es ist unrealistisch, ein Wohnmobil bis 3,5 t zu erwerben? Sonst müsste mein Lebensgefährte gegebenenfalls noch aufstocken......
lieben Gruß

skartakh am 10 Mai 2019 11:32:18

Also das dauerhafte Wohnen im Wohnmobil ist noch mal eine ganz andere Liga, als wenn man, sagen wir mal so max. 2-3 Monate am Stück unterwegs ist.
Will heißen:

- man braucht ausreichend Platz, um sich auch mal zurückziehen zu können,
- man hat mehr Hausrat dabei, als bei bspw. einer Urlaubsreise,
- Ganzjährig darin zu leben heißt, dass auch im Winter ein angenehmes Klima im Womo vorherrschen muss (gute Isolierung ein Muss, ausreichend Gasvorräte, Stromkapazitäten; wenn man abseits von SP oder CP sein möchte)
- das führt wiederum zu der Frage, ob man mit Gasflaschen zurechtkommt oder "betankbare" Lösungen bevorzugt, usw. usf.

Mit 3,5t und 35.000 euro Budget? Kann ich mir nur schwer vorstellen.

hmarburg am 10 Mai 2019 11:36:08

Hallo Jeannette,

meine Empfehlung an euch ist, dass ihr euch mal das ein oder andere Fahrzeug für eine Tour ausleiht, damit ihr mal seht mit welchem Fahrzeug ihr euch identifizieren könnt.
Da könnt ihr dann auch ausprobieren ob ein 3,5 Tonner für euch ausreichend ist, wobei ich das bezweifle, da ihr ja darin leben wollt und da nimmt man das ein oder Stück mehr an Bord.

Gruß, Holger

VS1400 am 10 Mai 2019 11:47:48

jeany55 hat geschrieben:…... Hund ist ein Labrador Mix. Also schon etwas größer. Das mit dem Führerschein ist ein kleines Problem.
Ich darf durchaus mehr als 3,5 t bewegen. Mein Lebensgefährte jedoch nicht. Meinst du es ist unrealistisch, ein Wohnmobil bis 3,5 t zu erwerben? Sonst müsste mein Lebensgefährte gegebenenfalls noch aufstocken......
lieben Gruß


Hallo Jeannette,

für "dauerhaftes" Wohnen wird das bis 3,5 to zu eng. Habt ihr die Möglichkeit euch mal verschiedene Modelle für ein Wochenende zu mieten? Am Besten dann bei schlechtem Wetter.
Das gibt es leider auch sehr oft und daher sollte das WoMo ausreichend groß sein (auch wegen dem Hund).
Bei schönem Wetter findet ja das Meiste "draußen" statt und alles ist schön.

Daher vorher testen und bei Bedarf muss beim Führerschein nachgerüstet werden.
Dann muss auch das Budget noch zum gewünschten Objekt passen. Also unbedingt ausprobieren, vielleicht ist ein großer Wohnwagen (mit Vorzelt) ja die bessere Alternative.

Viele Grüße aus Ostwestfalen
Volker

schnecke0815 am 10 Mai 2019 11:56:00

Hallo Jeannette,

um ganzjährig und evtl. zeitweise freistehend in einem Wohnmobil zu wohnen würden auf meiner Agenda folgende Punkte stehen:

Größe des Wohnmobil, also über 3,5to. - ihr habt Sommer-/Wintersachen, kompl. Koch- und Geschirrausrüstung, große Batteriekapazität,
Auflademöglichkeit (z.B. Notstromaggregat oder/und Solaranlage, Booster, Efoy).
Ferner braucht ihr Frisch- und Abwasser, je mehr desto besser. Evtl. Festtank- oder Trockentoilette.
Dazu kommen sicher Fahrräder oder ein Scooter. Dies bedingt eine entsprechende Garage oder einen Heckträger.
Fernsehen wollt ihr auch? Bequem mit Satanlage?
Markise für schattige Stunden?
Hundefutter für ein/zwei Wochen, ein Labrador verwehrtet ja einiges.

Also das mit unter 3,5to. ließe sich dann nur noch mit einem Anhänger, am besten ein Koffer, realisieren.
Bekannte von uns leben seit mehr als 2 Jahren im Wohnmobil und ziehen einen Anhänger hinterher. Dort sind Scooter, Fahrräder,
Klamotten und weiterer Krimkrams untergebracht. Traut ihr euch das zu mit Anhänger?
Ansonsten bleibt für deinen Lebensgefährten nur die Erweiterung des Führerscheins.

Vorher solltet ihr euch, wie Volker schon riet, darüber klar werden welche Art von Fahrzeug für euch in Frage kommt.
Bevor ihr euch entscheidet fragt einfach hier weiter nach, zu den einzelnen Typen können sicher genügend Forumler was sagen.
Das Angebot ist unendlich, angefangen von amerikanischen Modellen mit Slide-out, Voll- oder Teilintregierten oder halt Alkoven.
Einzig die Kastenwagen werden sicher ausscheiden.

jeany55 am 10 Mai 2019 12:11:42

Vielen Dank für die Antworten. Lieber Skartakh, ja du hast recht, ich habe da auch so meine Bedenken. Das Budget ist sicherlich noch ein wenig dehnbar und auch die Überlegung ob mein Lebensgefährte seinen Führerschein aufstockt. Als Ansatzpunkt für die Energieversorgung habe ich darüber nachgedacht gegebenfalls einen Gastank von 55l installieren zu lassen und natürlich paraell an eine Solaranlage ( diesbezüglich muss ich mich noch belesen). Das Platzangebot bei einem Wohnmobil mit Alkoven wäre alternativ auch deutlich höher. Aber die Dinger sind ganz schöne Spritfresser denke ich? Vielleicht ist jedoch auch zu überlegen irgendwo noch ein Winzmietwohnung zu halten. Ich bin auf jeden Fall dankbar für Erfahrungswerte!
Lieber Holger, auch die Überlegung vorher das zu erwerbend Mobil im Mietgebrauch zu testen ist sehr gut. Vielen Dank!

backspin am 10 Mai 2019 13:03:30

natürlich paraell an eine Solaranlage

Die Solaranlage wird relativ groß sein müssen, wenn ihr damit im Winter den nötigen Strom erwirtschaften wollt. Dann, wenn man den meisten Strom benötigt, ist der Solarertrag eher gering bis nicht vorhanden. Heizung, Licht, TV, Computer etc nutzt man im Winter vermutlich deutlich mehr als im Sommer...

Hier kannst Du den zu erwartenden Strombedarf und die dafür in etwa beötigte Leistung der Solaranlage (unter Berücksichtigung von Jahreszeit und Standort) berechnen --> Link

Bodimobil am 10 Mai 2019 13:07:00

jeany55 hat geschrieben:Das Platzangebot bei einem Wohnmobil mit Alkoven wäre alternativ auch deutlich höher. Aber die Dinger sind ganz schöne Spritfresser denke ich?


Das ist alles relativ. Wer im Wohnmobil leben will, fährt nicht so viel sondern steht viel mehr - zumindest relativ zur Nutzungsdauer. Wenn wir 3 Wochen unterwegs sind stehen wir fasst jeden Tag woanders. Wenn du im Wohnmobil lebst ist das Verhältniss von Stehtagen zu Fahrtagen sehr schnell anders. Deshalb ist es auch wichtig, dass du bei der Auswahl viel stärker auf die Eignung zum Wohnen achtest und die Fahreigenschaften in der Priorität hinten anstellst.
Ein Alkoven bietet nicht nur den meisten Platz bei vorgegebener Fahrzeuglänge, er ist im Winter auch am besten zu isolieren wenn du das Führerhaus abtrennen kannst. Wenn du nun 14 statt 12 Liter/100km verbrauchst interessiert dich das dann kaum noch. Bei 500km im Monat macht das gerade 10Liter oder 15€/Monat aus. Aber wenn du im Winter 15€ statt 25€/Woche für Gas ausgiebst (40€ Mehrkosten im Monat) spielt das eine viel größere Rolle.

Gruß Andreas

skartakh am 10 Mai 2019 13:11:20

Völlig richtig was Andreas da schreibt. Allerdings sollte man auch mit einkalkulieren (zumindest wenn das Womo langfristig behalten wird), dass ein Alkovenbett für Menschen im gesetzteren Alter (ich denke da an körperliche Gebrechen, die leider nicht auszuschließen sind) möglicherweise nicht ganz so optimal zu erklimmen sind??
gerade nachts, wenn man vielleicht öfter mal raus muss und es beim "Absteigen" dann doch in den Gelenken zwickt....

Bodimobil am 10 Mai 2019 13:16:33

Mit starken körperlichen Einschränkungen sollte man sich die Sache sowieso nochmal überlegen.

skartakh am 10 Mai 2019 13:22:50

Ich mein ja nur....Ich bin 40 und noch fit- aber dennoch dankbar, dass ich quasi nur "1x aus dem Queensbett fallen" muss, um zum Örtchen zu gelangen. Wie das bei mir mit 70 sein wird- darüber mag ich noch nicht nachdenken xD

camper-pr am 10 Mai 2019 13:38:00

Da sind ja schon viele gute Gedanken geäußert worden.
Seit kurzer Zeit fahren wir ein Wohnmobil mit Rundsitzgruppe im Heck. Da ist aussreichend Platz für Fahrer und Beifahrer (und Hund). Es ist einfach gemütlicher als vorher auf dem umgedrehten Sitz. Da war das Verhältnis von Schlafraum (8 Stunden Nutzung) zu Wohnraum (12 Stundennutzung) einfach unglücklich. Das galt sowohl für integrierte als auch teilintegrierte bei einer Länge unter 7,5m und 3,5t.

Ein Alkoven mit Treppenzugang (nicht Leiter) und Längsbetten und einer Heckrundsitzgruppe ist jetzt für uns die beste Lösung geworden. Und für eine längere Reise wesentlich günstiger, neben all den technischen Dingen, die bei einer ständigen Nutzung zu beachten wären.



Gruß Rupert

Tinduck am 10 Mai 2019 14:05:23

Beim Budget sehe ich eigentlich kein Problem. Wir haben es so gemacht, dass wir einen etwas älteren Jahrgang (13 Jahre alt zum Kaufzeitpunkt) eines soliden Herstellers gekauft haben. Wir leben zwar nicht drin, aber dafür wäre unser Mobil schon geeignet, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind.

Nehmt euch Zeit und schaut euch nach älteren Fahrzeugen z. B. der Marken Niesmann&Bischoff, Concode, Carthago, Bimobil, Woelcke, Robler usw. um. Die glänzen oft mit Doppelboden, grossen Tanks, guter Isolierung und solidem Möbelbau, alles Punkte, die man als Dauerbewohner gut gebrauchen kann.

Von moderneren, massengefertigten Womos würde ich eher die Finger lassen, die fallen tw. schon nach einer Woche auf der Messe innen auseinander. Die sind von der Haltbarkeit eher auf 4-6 Wochen Nutzung im Jahr ausgelegt.

Ein Problem bei solchen älteren Fahrzeugen sind halt Fahrverbote, aber wenn man genug Zeit hat und auch mal ‚draussen‘ parken kann, sollte das ja kein Problem sein, bei uns gehts ja auch.

Wichtig ist, sich auf die für die eigenen Bedürfnisse passenden Grundriss bzw. Bauform festzulegen, also besichtigen und ausprobieren.

bis denn,

Uwe

quax1968 am 10 Mai 2019 14:25:58

Hallo,
da ich das gleiche vorhabe bzw. schon angefangen habe zu praktizieren möchte ich Dir folgenden Tipp geben.
Es gibt Facebookgruppen die sich genau mit diesen Themen beschäftigen. Dort findest Du auch mehr Leute die das wirklich auch schon machen.

Manche kommen mit total wenig aus und es gibt sogar Leute die schaffen es in einem Kombi um die Welt zu tingeln. Viele von denen merken plötzlich wie wenig man zu Leben braucht...

Was ich damit sagen will, jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Und eigentlich verbringt man gerade bei der Wohnform "Wohnmobil viel in der Natur statt"

Schau mal in Facebook unter Leben m Wohnmobil oder Camper-Nomads

schnecke0815 am 17 Mai 2019 05:32:41

PassportDiary hat geschrieben:Hey,
wenn Ihr Interesse am Ausbau eures eigenen Wohnmobil habt, dann schaut euch mal diese Website an, sie ist von "Paul Nitschke". Der Typ ist genial!


Mag sein das der "Typ" genial ist und das Buch helfen kann aber wenn "Paul Nitschke" verkaufen möchte gehört das in den Anzeigenmarkt, Impressum des Links:

Angaben gemäß § 5 TMG

Passport Media LLC
30 N Gould St Ste R
Sheridan, WY 82801
United States

Vertreten durch:
Paul Nitzschke

E-Mail: paul.........

TomCamp am 17 Mai 2019 06:08:30

Ich vermute mal das ist ein und die selbe Person und wurde 9 mal im Bereich Kaufberatung gepostet.

Ob ein Käufer der ein günstiges WoMo sucht, nun ein Buch zum Selbstausbau braucht ? :roll:

Beduin am 17 Mai 2019 07:31:26

jeany55 hat geschrieben:Vielleicht ist jedoch auch zu überlegen irgendwo noch ein Winzmietwohnung zu halten.!


Das ist eine der besten Ideen!
Bekannte von mir meinte im letzten Jahr auch "Toll, das mach ich, das bin ich, das bringts" die hat sich durch nichts überzeugen lassen. Erste Mobil, ein Vollintegrierter war ein voller Fehlkauf, sich dann von Männlichen Beratern zu einem gebrauchten Phönix überreden lassen, nur Theater mit der Karre. Nach fast einem Jahr wirds langsam was, sind die Mängel in Ordnung gebracht.
Die ganzen Geschichten von wegen autark, die braucht Sie nicht weil sie meistens eh auf CP steht.Sie hat Unmengen an Geld verbrannt und stellt sich jetzt die Frage ob das alles so richtig war und überlegt sich wieder ins Haus zu ziehen, das GsD noch nicht verkauft ist.
Das Eingeständnis das es die falsche Entscheidung war, die trauen sich viele nicht in der Öffentlichkeit
Lassts langsam angehen, mietet und sammelt erst mal Erfahrungen bevor ihr alles abbrecht

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