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Carado A366 - unsere Gewichts- und Auflastungsgeschichte


AndiObb am 10 Mai 2019 13:57:34

Hallo zusammen,

zum Thema zGG und dessen Einhaltung bei 3,5t wurde und wird ja viel geschrieben. Mit meinem Beitrag möchte ich nun nicht den Finger in die eine oder andere Richtung heben, sondern lediglich berichten wie das Thema bei uns (bisher) abgelaufen ist. An manchen Stellen hole ich ein bisschen weiter aus, vielleicht ist der ein oder andere der das liest ja in einer ähnlichen Situation und tut sich dann leichter die Lage für sich zu beurteilen.

Es ging los in 2017, da hatten wir zum ersten mal überhaupt Kontakt mit einem Wohnmobil. In diesem Falle hatten wir eines für zwei Wochen gemietet – in Schottland. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung von all den Dingen die man zum Thema Gewicht beachten kann/soll/muss. Für uns war klar, dass uns der Vermieter (grosse Kette) schon informieren würde wenns da was zu wissen gäbe. Beim Auto macht man ja den Kofferraum auch bis Anschlag voll und schnallt sich ggf. sogar noch eine Dachbox drauf. Und im Wohnmobil gäbe es ja sooooo viel Platz/Stauraum… Da wir per Flugzeug ankamen war unser Gepäck tatsächlich auf das Nötigste reduziert und die Hunde waren auch nicht dabei, also kein Problem (nachträglich betrachtet).

Der Urlaub und die Reiseform gefiel uns allen in der Familie so gut, dass wir zwei Monate später selbst ein gebrauchtes Wohnmobil kauften. Zwei Monate klingt kurz, aber da ich vom Typ „ganz oder gar nicht“ bin, habe ich mich sehr sehr umfassend informiert worauf man achten muss, was man braucht usw. Tja und da war es nun: das Thema Gewicht. Meine Frau sah das von Anfang an etwas entspannter als ich. Wir haben beide noch den alten Führerschein, das hatte also keinen Einfluss auf die Entscheidung < oder > 3,5t. Durchaus zu berücksichtigen galt es aber, dass wir mit zwei Kindern und zwei großen Hunden unterwegs sein werden! Dafür war klar dass wir keine Radlerfamilie sind, die können also daheim bleiben. Da wir wegen der Kinder (keinesfalls in einem Bett, ohne Umbau also Stockbetten) und der Hunde (sichere und halbwegs bequeme Unterbringung) sehr spezielle Grundrissanforderungen hatten, stach schnell ein bestimmtes Alkovenmodell von Carado ins Auge – wir wollten nämlich auch nicht unbedingt über 7m Fzg-Länge kommen. Dabei sind die Carados ja auch noch sehr leicht im Vergleich zu anderen Anbietern. Damit hatten wir dann letztlich beschlossen: jetzt probieren wir das mit den 3,5t halt mal aus und schauen dann weiter. Beim Kauf unserer Ausrüstung hatte ich auch immer einen Blick auf die Gewichtsangabe der Ware, was uns bei der Auswahl aber letztlich nicht wirklich eingeschränkt hatte und teurer wurde es dadurch auch nicht.

Das erste was ich nach dem Kauf des gebrauchten Womos machte, war den Fahrradträger abzubauen. Obwohl der Stauraum insgesamt durch den Grundriss und die Nutzungsart im Vergleich zu anderen Womos sehr limitiert ist, haben wir eigentlich immer noch den ein oder anderen Hängeschrank frei und auch in die Garage passte immer noch was rein. Tatsächlich war es dann so, dass wir „in vollem Gerödel“ (allerdings mit nur wenig Wasser) auf die Waage sind: mit 3.560kg waren wir im für mich noch vertretbaren Bereich. Dummerweise hatte ich die Achsen nicht einzeln gewogen – auch hier ist meine Einschätzung jedoch, dass wir das Gewicht ungewöhnlich weit vorne haben im Vergleich zu anderen. Damit sollten wir gut dastehen, idR ist ja die Hinterachse das Problem.

Natürlich nutzen wir unser Womo so oft es geht. Beim Packen achten wir (also letztlich ich) sehr auf das Gewicht, bislang hat uns auf der Reise aber letztlich noch nie irgendwas gefehlt, das wir aus Gewichtsgründen nicht dabei gehabt hätten. Dennoch, die (bis heute regelmäßige) Diskussion mit meiner Frau dazu verläuft bei fast jeder Beladung idR ungefähr so:
Ich: Nein Schatz, das brauchen wir nicht, das Gewicht können wir uns sparen.
Sie: Aber es könnte ja sein dass wir es vielleicht doch brauchen. Jetzt tu halt nicht wegen jedem Gramm rum, fast alle anderen fahren ja auch auf 3,5t und sparen bestimmt nicht beim Einladen.
Ich: Und wenn alle anderen aus dem Fenster springen, tun wir das auch? (Ich glaube diesen abgedroschenen Spruch kennt wohl jeder)
Letztlich werden wir uns aber immer einig. Und was ich auch sonst sage: wenn ich alles wie daheim haben will, dann kann ich ja gleich dort bleiben.

Zuletzt nervten mich diese Gespräche aber immer mehr und ich hatte auch keine Lust mehr über jede Flasche Bier im Kühlschrank eine gedankliche Wiegebescheinigung zu erstellen. Darüber hinaus habe ich mich für die Zukunft in ein Modell verguckt, das etwas „luxuriöser“ ist – gleichzeitig natürlich auch schwerer. Darüber hinaus informiere ich mich über vieles zwar gerne ausführlich, mache dann aber auch meine eigenen Schlüsse bzw. Erfahrungen. Also habe ich mich bezüglich der für uns zu erwartenden Einschränkungen vertraut gemacht die uns erwarten wenn wir über 3,5t gehen würden.

Zunächst einmal ging es darum, wie wir auf welches zGG bei unserem Carado kommen und was dafür zu tun ist. Wie bei den meisten („nicht ganz so alten“) Ducatos auf light-Fahrwerk (welches ja leider meist üblich ist), ist eine Auflastung bei uns auf 3,85t mit einer „Herstellerbescheinigung“ ohne technischer Änderung möglich. Darüber hinaus benötigt an Eingriffe am Fahrwerk etc, das schied für uns dadurch schonmal aus. Ferner die Idee, dass wir ja wenns uns nicht taugt leicht wieder ablasten können bzw. fahren wir das Wohnmobil absehbar eh nicht bis zur Rente.

Gleichzeitig habe ich mir auch mal angeschaut, was die Auflastung ansonsten für Folgen hat und habe das für mich/uns individuell bewertet:
- an der Hinterachse gewinnt man nicht wirklich Gewichtsreserven = für uns ok, im Zweifel (wie oben beschrieben sind wir eh ungewöhnlich „frontlastig“) zahlen wir ggf. etwas Bußgeld, können aber nach vorne umladen.
- Autobahn DE 100km/h = stört mich nicht, bisher Tempomat bei Tacho 115, künftig bei Tacho 109
- Landstraße DE 80km/h = stört mich auch nicht, da zwei meiner Mitfahrer schnell einen sensiblen Magen bekommen, bin ich mit dem Schiff eh nicht so flott wenn hier und da eine Kurve auftaucht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßen wird mMn dadurch kaum geringer.
- Autobahn für uns relevantes Ausland meist 80km/h = DAS wird spannend, da habe ich durchaus Sorge dass mir die Füße einschlafen.
- Warnlampe mitführen = stört mich nicht, kann man auch so ggf. mal brauchen
- Ab dem 7. Jahr (bei uns der Fall) jährlich TÜV/HU = stört mich bedingt. Nur teilweise wegen dem Geld, sondern vielmehr weil es jedes Jahr aufs Neue organisatorischen Aufwand bedeutet
- Überholverbot = wer dem >3,5t-Thema nicht in irgendeiner Form im täglichen Leben ausgesetzt ist, der wird (als PKW-Fahrer) die Überholverbotsschilder auf Autobahnen nicht so wahrnehmen. Ich habe mal darauf geachtet, davon gibt’s doch ziemlich viel. Das kann also ggf. mancherorts störend werden in Deutschland, ist aber auch eine Frage wie man damit umgeht. Abgesehen ist die Geschwindigkeitsbeschränkung im Ausland eh auf Lkw-Niveau, daher erübrigt sich das im fließenden Verkehr weitestgehend.
- Durch- und Zufahrtsverbote = bis zuletzt hätte ich ja behauptet dass es sowas kaum gibt, bzw. nur für „echte“ Lkw, also > 7,5t. Tatsächlich habe ich beim letzten Österreichtrip aber einige Straßen gesehen, die für >3,5t nicht zugelassen waren. Natürlich fragt sich wie oft man solch einer Einschränkung begegnet bzw. gehe ich davon aus dass es dafür dann in der Praxis auch eine Lösung gibt.

Das für uns wesentlichste Thema ist die Maut. In Deutschland fällt ja auch aufgelastet keine an, allerdings benötigt man beispielsweise in Österreich und Slowenien ja entsprechende Boxen und wird bemautet. Da wir südlich von München wohnen, ist der Preis durch Österreich für uns dadurch um ein Vielfaches teurer. Wenn wir innerhalb Österreichs Urlaub machen, zählt die Strecke natürlich schon zur Freizeit und Landstraße sowie gelegentliche Autobahn sind kein Thema. Im Juni fahren wir aber z.B. für eine Woche nach Kroatien. Da wir Arbeitnehmer mit bedingtem Urlaubsanspruch sind, können wir leider nicht ganz so entspannt über Tage anreisen, sondern ziehen den Weg auf einen Rutsch durch. Auch zusätzliche Stunden sind schon zu viel, das wollen wir Kindern und Hunden nicht antun. Also geht’s auf der Autobahn durch. Da wird’s dann schon happig. Die nächsten Ziele liegen aber in Schweden und Deutschland, von daher verteilt sich der Mehraufwand dann aufs Jahr gesehen.

Natürlich hatte ich über die Vorgehensweise zur Auflastung schon viel gelesen. Dennoch bin ich der Typ, der Dinge dann auch gerne selbst probiert, damit ich mir ein eigenes Bild aus der Erfahrung heraus machen kann und dann auch „fundiert mitreden“ kann.

Zunächst schrieb ich also den Hersteller des Womos an (Carado = Capron) um „naiv nachzufragen“, ob ich von dort die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Auflastung bekäme. Mit zwei Arbeitstagen fiel die Antwortzeit erstaunlich schnell aus. Die Antwort fiel inhaltlich allerding wie erwartet aus: bitte über den nächsten Händler bestellen. Also habe ich an jenen eine Email geschrieben und bekam ebenfalls am zweiten Werktag die Info, dass die Unterlagen nebst Typenschild bestellt wurden – der Preis: schlappe 250,- EUR.

Während der Wartezeit habe ich meine Versicherung angeschrieben, was sich denn hier durch die Auflastung auf 3,85t ohne technischer Änderung verändert. Antwort: können wir so nicht sagen, bitte reichen Sie die entsprechenden Unterlagen ein.

Weil´s grad so schön war, habe ich auch eine Email an die hiesige Zulassungsstelle geschickt, dass ich auflasten will ohne technischer Änderung und ob ich mit der Bescheinigung direkt zur Zulassungsstelle kommen kann oder ob ich wirklich vorher zur Prüfstelle (TÜV oÄ) muss. Die Antwort kam noch am selben Tag (!!!): um eine Aussage treffen zu können bräuchte man vorher die Herstellerbescheinigung.

Na dann mal weiter mit den Vorbereitungen dachte ich mir und bin los um mir eine Go Box für Österreich zu besorgen. Wir wohnen ja südlich von München und zur Autobahnraststätte mit Vertrieb kann ich entspannt zu Fuß gehen ohne mich zu überanstrengen. Dem Herrn hinterm Tresen fiel immerhin auf, dass der Fzg-Schein ja auf 3,5t lautet und wissend winkte er ab, dass ich mit einer normalen Vignette auskomme. Den Begriff der Auflastung kannte er nicht, aber ich konnte ihm letztlich klar machen, dass ich einfach diese Box will und er sich keine Sorgen machen muss. Dann wollte er wissen wo ich hin fahre – damit ich ihm den Betrag zur Aufladung geben kann der für diese Strecke anfällt. Daraufhin gab ich nochmals den Erklärbär, dass ich noch kein konkretes Ziel habe, sondern einfach diese Box brauche um dann in Österreich wann auch immer, wo auch immer, auf der Autobahn fahren zu können. Letztlich habe ich es dann geschafft: ich habe gefragt was der initiale Mindestaufladebetrag ist. Eben jenen (75,- EUR) habe ich dann gezahlt, mir die Box und Unterlagen geben lassen – zusammen mit dem Hinweis dass ich noch den Nachweis zur Emissionsklasse bei der Asfinag einrichen muss – und zog nach einer gefühlten Ewigkeit von dannen. Daheim habe ich dann online ein Konto im Asfinagportal eingerichtet und den Kfz-Schein hochgeladen – mit dem Hinweis, dass ich demnächst auflaste. Im Anschluss wollte ich dann von pre-paid auf post-pay per Kreditkarte umstellen. Dafür habe ich nach einigem Suchen im Portal online auch ein Formular gefunden und dieses entsprechend ausgefüllt eingereicht. Die Antwort kam nach wenigen Tagen: das geht nur für Österreichische Karten, ich muss bei pre-paid bleiben.

Gut drei Wochen nach Bestellung erhielt ich vom Händler die Nachricht, dass die Unterlagen von Capron eingetroffen sind. Noch in der gleichen Woche holte ich diese ab. Was man für 250,- Euro geboten bekommt ist dabei eher enttäuschend: einen DIN A4 Zettel mit der Aussage dass das eigene Fahrzeug mit entsprechender Fahrgestellnr. ohne technischer Änderung auf 3,85t aufgelastet werden kann und einen Aufkleber mit den geänderten Gewichten. Aber gut, immerhin hatte ich was ich wollte.

Soweit ich mich inzwischen belesen hatte, Da ohnehin in zwei Wochen u.A. TÜV- und Gasprüfung anstand und wir dafür schon einen Termin in der Werkstatt hatten, habe ich den Auftrag einfach erweitert um das Thema Auflastung. Gleichzeitig habe ich schonmal online einen Termin bei der Zulassungsstelle für die Eintragung reserviert.

Da wir im Juni durch Slowenien fahren, habe ich inzwischen auch schonmal online ein Konto bei DARS eingerichtet und eine Box bestellt. Auch hier musste ich die ZLB I (Fzg-Schein) hochladen. Die Reaktion aus Slowenien kam binnen zwei Arbeitstage per email: das Womo ist <3,5t und daher brauche ich keine Box. Auf meinen Hinweis zur Auflastung nächste Woche und dass wir im Folgemonat durch Slowenien fahren war die Antwort, dass mir die Box schonmal zugeschickt wird, ich aber bitte die aktualisierte ZLB I nachreichen soll (in der Folgewoche erhielt ich am Donnerstag eine persönliche Erinnerung dass ich das noch nicht gemacht habe – Termin auf der Zulassungsstelle war aber erst am Folgetag). Auch hier muss die Box mit Guthaben aufgeladen werden, was ich online per Kreditkarte machen wollte. Egal wie schnell oder langsam ich war, immer wieder erhielt ich eine timeout-Fehlermeldung. Also habe ich mich an DARS gewandt was ich nun tun soll. Die Antwort: Wir wissen dass das mit InternetExplorer oft nicht funktioniert, bitte verwenden sie Firefox oder Chrome. Dass ich auf meinem Rechner mit der aktuellen Firefoxversion im Netz bin habe ich nicht geantwortet… stattdessen ging ich dann mit dem Tablet via Chrome rein und dann klappte es.

Mittlerweile war dann auch der Tag des „TÜV-Termins“ erreicht, die Werkstatt macht das mit der GTÜ. Die Bestätigung für die Auflastung ist letztlich nur ein Standardausdruck wo das was der Hersteller bestätigt wiederum bestätigt wird. Dies kostet dann nochmals 30,- Euro.

Nachdem die TÜV-Plakette natürlich nochmal auf 2 Jahre ausgestellt wurde, aufgrund des Womo-Alters und der Auflastung dann aber nur noch 1 Jahr relevant wären, habe ich neben den Unterlagen auch das Nummernschild mit Plakette mit zur Zulassungsstelle genommen. Dass ich sicherheitshalber die ZLB II (Kfz-Brief) dabei hatte war mein Glück. Da dort keine Gewichte eingetragen sind hätte ich nicht gedacht dass man diesen benötigt. Allerdings änderte sich Punkt 17 von „K“ auf „A“ und somit musste ein neuer ausgestellt werden. Die nette Dame am Schalter stellte mir indes die ZLB I mit dem zuletzt erworbenen TÜV-Prüftermin in zwei Jahren aus. Die Kosten der Zulassungsstelle lagen bei 15,50 EUR, Zeitaufwand für mich dort keine 10 Minuten.

Die Gesamtkosten für die Auflastung beliefen sich in unserem Fall also auf 250,- + 30,- + 15,50 = 295,50 Euro (die Mautboxen sind hierbei natürlich nicht berücksichtigt).

So, das war nun doch so einiges an Text, vielleicht hat´s dem ein oder anderen was gebracht. Wie unsere Erfahrungen mit der Auflastung sind werde ich bestimmt mal an anderer Stelle berichten. Nur 5 Stunden nach Auflastung geht’s nun auch bald los zum ersten Test nach Österreich (diesen Ausflug hatten wir aber eh geplant).

Viele Grüße

Andi

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Tinduck am 10 Mai 2019 14:48:01

Danke für die Schilderung.

Wir haben übrigens eine in Deutschland erhaltene Go-Box und machen trotzdem Post-Pay mit Abbuchung, da scheinst Du einer Fehlinformation aufgesessen zu sein. Vielleicht ein Problemchen wegen der zu frühen Beantragung (noch mit 3,5 T)?

bis denn,

Uwe

hmarburg am 10 Mai 2019 14:50:42

Hi Andi,

vielen Dank für den lesenswerten Beitrag. Leider kann ich dir kein "posiv" dafür geben, die Forenregeln lassen es nicht zu.

Gut zu wissen, was mit den Boxen in Österreich und Slowenien auf mich zukommt. Die Auflastung auf 3,85 to haben wir bei unserem ab Werk/Händler dazu bestellt.

Gruß, Holger

AndiObb am 10 Mai 2019 14:53:07

Hallo Uwe,

ich hab nochmal in meinen Schriftverkehr gesehen.
Ich:
"...Nunmehr möchte ich auf post-pay umstellen, das entsprechend ausgefüllte Formblatt finden Sie anbei...."
Asfinag:
"Für die Bezahlung der Maut in Österreich werden derzeit nur in Österreich ausgestellte VISA und Master Card bzw. international ausgestellte AmericanExpress und Diners Club Kreditkarten akzeptiert.
Alternativ dazu können Sie die Maut mit einer Tankkarte (UTA, DKV, Routex, LogPay) oder mit GO Direkt, dem hauseigenen Zahlungsmittel der ASFINAG, abrechnen. ..."

Ist aber letztlich nicht wild. Jetzt hab ich erstmal aufgeladen, werde vor der nächsten Reise nochmal nachladen und dann schau ich mir das nochmal in Ruhe an - für den Moment funktionierts ja. Vielleicht ist es auch nur ein Missverständnis - auch bei mir.

VG
Andi

AndiObb am 10 Mai 2019 14:54:20

Hallo Holger,

das ist alles nicht wirklich schlimm, nur halt lästig. Aber man organisiert sich die Boxen ja idR nur einmal, dann läuft der Laden :wink:
VG
Andi

19grisu63 am 10 Mai 2019 15:21:35

Ich habe die Asfinag angeschrieben und um Unterstützung gebeten, weil ich auch vom Aufladen der Karte weg wollte und das über das Konto laufen sollte. Da kam postwendend die Antwort mit dem Link zum Formular. Das habe ich ausgefüllt und vorab zur Asfinag gesendet. Die haben dann mein Kundenkonto umgestellt und mir eine entsprechende Bescheinigung geschickt.Damit bin ich dann bei der nächsten Fahrt nach Österreich an eine Tankstelle mit Go-Vertrieb gefahren, dort wurde die Box getauscht und mein Guthaben ausgezahlt.

Das ging alles vollkommen problemlos. Die Damen und Herren von der Asfinag helfen wirklich gern :ja:

AndiObb am 27 Jun 2019 22:50:14

Hallo zusammen,

dann mal an dieser Stelle ein paar persönliche Erfahrungen.

Unser erster Ausflug mit >3,5t ging über ein WE auf die Österreichische Seite des Bodensees. Die Benutzung der AB war dabei letztlich mit go-box sogar billiger als wenn ich eine Vignette hätte kaufen müssen. AB Deutschland war mit Tempomat Tacho 110 kein merklicher Unterschied zu vorher 115. Was aber enorm nervt sind die LKW-Überholverbote. Zweispurige AB und ewig Überholverbot. Wenn man sich daran sklavisch hält, kann einem der Spaß vergehen – die erlaubten 100 und das Überholverbot passen einfach nicht zusammen.

Als vergleichsrelevante Strecke möchte ich jedoch unseren letzten Urlaub in Kroatien heranziehen. Die Strecken fuhr ich früher schon mit Auto und Motorrad, letztes Jahr noch mit <3,5t und nun mit >3,5t – insofern habe ich da also ein recht gutes Gefühl. Meine faktischen Messungen habe ich mit ein paar Excelkalkulationen abgeglichen und dann nochmal mit den „gefühlten Werten“ verglichen. Wir wohnen südlich von München und fuhren auf Krk. Die Strecke verteilt sich bei einfach insgesamt 560km etwa so:
Strecke Typ km
DE AB 100
DE Landstr. 0
AT AB 210
AT Landstr. 0
SLO AB 115
SLO Landstr. 40
HR AB 45
HR Landstr. 50

Die Fahrtkosten konnte ich faktisch messen, bei realistisch insgesamt 12 Reisetagen lagen diese für > 3,5t um ca. 62,- höher als bei <3,5t. Dabei berücksichtig war, dass der Durchschnittsverbrauch mit unserem Alkoven um 1,8 L/100km niedriger lag wegen der niedrigeren Geschwindigkeit, nicht berücksichtig wurden die einmaligen (niedrigen) Anschaffungskosten für die Boxen AT und SLO. Für beide Länder kostete uns die Durchfahrt (hin und zurück) ziemlich genau das Doppelte im Vergleich zur Vignette – die Zusatzgebühren für die Tunnel sind dabei jeweils berücksichtigt.

Interessant war das Rechnen mit den Durchschnittsgeschwindigkeiten. Um ausserhalb DE auf den AB mit den LKWs mitschwimmen zu können, war der Tempomat idR auf ca. 92 eingestellt. Da ich üblicherweise ein eher zügiger Fahrer bin, war das gefühlter Schlaftablettenmodus. Meiner Frau ging es übrigens ganz ähnlich, sowohl auf der Fahrer- als auch Beifahrerseite. Faktisch ist es allerdings so, dass sich die realen Durchschnittsgeschwindigkeiten nur wenig unterscheiden – zumindest auf dieser Strecke. Die Landstrassenverbindung SLO – HR ist kurvig, da nimmt sich das mit dem Gewicht nicht wirklich viel. Auch weil es viele Ortsdurchfahrten gibt, die den Durschnitt ohnehin drücken. Die reine Fahrtzeit netto lag für die 560km mit >3,5t somit bei ca. 45 Min. mehr. Was dabei nicht berücksichtigt ist: mit den Boxen kann man an den Mautstellen schön entspannt rechts durchziehen, während alle anderen Urlauber sich durch die Einzelzahldurchfahrten quetschen. Beispiel Rückfahrt am Karawanken: ca. 8 Minuten nur an dieser Durchfahrt (die erst sehr spät auffächert) eingespart, was in der Kalkulation nicht berücksichtigt ist.

Mein bisheriges Fazit:
Als Arbeitnehmer und Eltern schulpflichtiger Kinder sind wir leider gezwungen, uns öfters in den Hauptreisezeiten auf Hauptreiserouten zu bewegen. Mit Reisetagen und –uhrzeit kann man das beeinflussen, dennoch haben wir Urlaube wo eben nicht der Weg das Ziel ist – und wir möglichst schnell den Weg zum Ziel hinter uns bringen wollen. Damit benötigen wir die Autobahnen. Das kostet mit >3,5t mehr, das ist so. Dafür gibt’s im Urlaub 1x Nudeln im Womo statt Essen gehen, dann hat sich das aber schon wieder ausgeglichen. Der tatsächliche Zeitverlust mit >3,5t fällt deutlich geringer aus als der gefühlte, ist aber natürlich vorhanden. Dafür hatte ich für die Kids erstmals die Fahrräder dabei, das hatte sich wirklich bewährt. Unser nächster Urlaub ist ein „heute hier, morgen da“, da werden wir aber wieder keine Räder mitnehmen.

Das Leben besteht aus Kompromissen – ich habe die Kompromisse nicht bereut, die ich für <3,5t eingehen musste… und ich bereue die Kompromisse nicht, die ich für >3,5t eingehen muss. Man sollte sich nur immer dessen bewusst sein, was man will, kann und darf.

VG

Andi

tiroler am 28 Jun 2019 05:51:25

AndiObb hat geschrieben:Hallo zusammen,


Strecke Typ km
DE AB 100
DE Landstr. 0
AT AB 210
AT Landstr. 0
SLO AB 115
SLO Landstr. 40
HR AB 45
HR Landstr. 50

Andi


Du meinst sicher AT AB 120 und nicht 210 :lol:

AndiObb am 28 Jun 2019 08:13:56

Hallo Tiroler,
die Angaben km sind nicht km/h sondern gefahrene Kilometer. Ich bin Walserberg rein und Karawanken raus aus AT, dazwischen dürften es 210km sein :D
VG
Andi

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