Caravan
anhaengerkupplung

Sunlight T67 - Ersatz einer 2 AufbauBatt durch LiIon 1, 2, 3, 4


Albrecht0803 am 13 Aug 2019 01:35:28

George67 hat geschrieben:Wie ? Die beiden Massen In und out sind nicht verbunden ??


So ist es. Bei dem anderen buck, der so aussieht wie Deiner, besteht diese Verbindung. Bei dem boost gibt es auch keine Verbindung. Habe inzwischen das Teil entsprechend Deinem Link nachbestellt, ist aber noch nicht da.

Die Messung unter Input-Spg. werde ich nachholen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Stocki333 am 13 Aug 2019 06:27:28

Hallo Albrecht und Georg
Jetzt habe ich mal ein schlau gemacht und einige überlegungungen angestellt.
Wenn ich das in Angriff nehme, gibt es ja mehrere Möglichkeiten:
Nach reiflicher Überlegung ist es vernünftiger von 24 V das zu realiesieren.
Hier hätte ich 2 Optionen. Die Bestandteile des Bike sind aus china. Also auch die Zellen. Der Fahrcontroller ist auf 30 V Abschaltspannung programmiert worden. Das Display verfügt über eine Voltanzeige. Sie hat mir berichtet das bei einer Spg von 33 V und auf Leistungsstufe 4, entspricht 7,5 Ampere, das System am Berg abgeschaltet hat. Den Rest kann man sich denken.
Es gibt daher die Überlegung diesen Accu zu tauschen. Muß den mal öffnen,um festzustellen was ist dort verbaut. War ja bis jetzt nicht die Priorietät.
Eventul bei diesen Accu das innenleben tauschen. auf Zellen mit hoher kapazität. Max des Controllers ist 14 A. Der Normalbetrieb ist Stufe 1 und 2. Entspricht 1,5 A und 2,5 A.
Den alten Accu umstricken auf 24 Volt und als Powwerbank benutzen.
Dein Vorschlag den mit kleinen Strom zu laden, hat was.
2 Möglichkeit:
Ich mache das von 12 V aus. Von CS gibts eine 20Ah batterie mit 20 Ah um 320 Taler.
Oder ich baue aus 4 Zellen mit Bms einene Powerbank. Soll ja gehen nach Studium dieses Forums :mrgreen:
So sind meine Überlegungen bis jetzt. Morgen fahre ich zu ihr und werde den Accu mal öffnen. So sehe ich wies dort ausschaut.
Variante 2 hat meiner Ansicht die bessere Lebensdauer. Dort könnte man ja noch einige Jahre das Grablicht betreiben. im Fall der Fälle.
Gruß Franz

George67 am 13 Aug 2019 09:46:06

Albrecht0803 hat geschrieben:
So ist es. Bei dem anderen buck, der so aussieht wie Deiner, besteht diese Verbindung. Bei dem boost gibt es auch keine Verbindung. Habe inzwischen das Teil entsprechend Deinem Link nachbestellt, ist aber noch nicht da.

Die Messung unter Input-Spg. werde ich nachholen.

Halt, Halt ! Die beiden dürften ähnlich sein, wenn ich mich recht erinnere. Nur dass ich keinen Lüfter habe.
Und meiner hat die fehlende Verbindung ja auch nicht.... wenn keine Eingangsspannung anliegt. Hatte ich gesagt, noch nicht erforscht.
Aber da liegt ein echter Monster-Fet unterm Kühlblech.
Dürfte mit Strombegrenzung oder UVP Abschaltung zu tun haben.

George67 am 13 Aug 2019 10:01:02

at Stocki:
Willst du sagen, dass der Akku im Bike zuwenig Kapazität hast ?

Ich würde das nicht von 12 Volt aus machen. Besser 24 Volt, und nimm den (5 €):
--> Link

Unterspannunsabschaltung machst du mit dem UVP vom BMS. Sollte gehen.

Und du hast KN.

Stocki333 am 13 Aug 2019 17:41:37

Hallo Georg
Den Booster den hole ich mir mal rein.
Werde mal wenn ich das Bike wieder hier habe, mal den Accu vermessen. Dann bin ich schlauer
Erstmal Danke für die Ideen und macht weiter so. Ist eine sehr lehreiche Unterhaltung die ihr beide hier führt. Danke dafür.
Gruß Franz

George67 am 13 Aug 2019 18:37:55

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Georg
Den Booster den hole ich mir mal rein.
Werde mal wenn ich das Bike wieder hier habe, mal den Accu vermessen. Dann bin ich schlauer
Erstmal Danke für die Ideen und macht weiter so. Ist eine sehr lehreiche Unterhaltung die ihr beide hier führt. Danke dafür.
Gruß Franz

Viel Erfolg!
:D

Albrecht0803 am 14 Aug 2019 00:31:21

Den Buck-Wandler habe ich nun unter Spannung massenseitig vermessen. Zwischen Masse in- und out ist keine Differenzspannung vorhanden. Eine Widerstandsmessung ergibt ca. 60 Ohm. Der Ausgang ist dabei unbelastet.

Danach die ganze Geschichte nach Georgs Vorschlag verdrahtet, allerdings noch nicht in Betrieb genommen. Werde zunächst die Spannungsgrenzen der Wandlerjustieren und das BMS weniger aggressiv einstellen.

George67 am 14 Aug 2019 09:03:02

Albrecht0803 hat geschrieben:Den Buck-Wandler habe ich nun unter Spannung massenseitig vermessen. Zwischen Masse in- und out ist keine Differenzspannung vorhanden. Eine Widerstandsmessung ergibt ca. 60 Ohm. Der Ausgang ist dabei unbelastet.

Milli-Ohm ? :D
Der Widerstand ist kleiner, dass ist der eine (oder zwei) grosse SMD. 020 heisst zum beispiel 20 mOhm. Der Rest ist dann verdrahtungswiderstand.

Albrecht0803 hat geschrieben:Danach die ganze Geschichte nach Georgs Vorschlag verdrahtet, allerdings noch nicht in Betrieb genommen. Werde zunächst die Spannungsgrenzen der Wandlerjustieren und das BMS weniger aggressiv einstellen.

Du musst die Spannungsgrenzen der beiden Wandler einzeln verdrahtet einstellen, dann erst zusammenschalten.
Zuerst den Boost. Finde heraus, was seine UNTERE Abschaltschwelle ist, die muss später eindeutig genug (ich habe 200 mV, damit kannst du mal rumprobieren. Sollte sicher sein, denn wenn beide Wandler gleichzeitig laufen gibts Ärger) über der Spannung des Buck liegen. Der Boost hat bei mir 250 mV Hysterese, schaltet also bei 13,20 ein, bei 13,0 wieder ab. Der Buck hat bei mir dann 12,8.

Albrecht0803 am 14 Aug 2019 21:26:35

Nun sind alle Einstellungen am buck und boost jeweils einzeln getätigt und die Schaltung insgesamt zusammengebaut.

Ein Netzgerät mit regelbarer Spannung am 12V-Block angeklemmt, um die Ladung durch die Lichtmaschine zu simulieren.

Im Prinzip funktionierte das, nur das volle Durchschalten des Boosters erfolgt erst bei ca. 13,6Volt, trotz der vorherigen Einstellung auf 13,2V. Abschalten des Boosts per Unterspannungschutz bei 12,8V. Alles in allem macht diese Spannungssteuerung einen irgendwie wackligen Eindruck. Mag sein, daß es mit den Georgs Originalteilen, die inzwischen eingetroffen, aber noch nicht verbaut sind, besser geht. So wie sich mein Aufbau verhält, würde ich zögern, das mit 100 Lithium-Zellen (heute eingetroffen) und einer kräftigen Bleibatterie in Verbindung mit der Lichtmaschine zu betreiben. Allenfalls mit wesentlich größer gewählter Unterspannungsabschaltgrenze des boosts.

Als Konsequenz wird eine simple Transistorschaltung gebastelt, die ab 13,2V über ein Relais den Minus-Output des Bucks von der 12V-Batterie trennt und stattdessen die Batterie mit dem Minus-Input des Boosts verbindet (Relais mit Wechselschalter). Führt man das so aus, daß das Relais im Ruhezustand den Buck-Minus-Ausgang mit der Batterie verbindet, spielt der Verbrauch des Relais keine Rolle, da beim Umschalten auf den Boost (Relais angezogen) ja eine externe Energiequelle (Lima oder Landstrom) zur Verfügung steht. Damit ist inhärent garantiert, daß nicht beide Wandler gleichzeitig aktiv sein können.

Albrecht0803 am 15 Aug 2019 04:45:11

Versehentlich. Kein Beitrag. Wie kann ich ihn löschen?

George67 am 15 Aug 2019 08:49:33

Gerade läuft im gleichen Ordner ein sehr interessantes und wichtiges Thema
--> Link
über Vorgänge und Notwendigkeiten nach UVP (under voltage protection) bei LiFexx Akkus.
Wieder eine lästige Eigenschaft der flachen Kennlinie dieser Akkuchemie. Wenn man am beginnenden deutlichen Abfalll der Kennlinie bemerkt, dass er leer ist, dann ist er LEER. Und das sollte sich am besten nicht voch verschlimmern (durch scleichende Stromverbraucher wie Relais, BMS oder Elektronik), denn der Gefahrenbereich für den Akku ist nah. Deswegen kann man auch nicht einfach mit normalem Laden beginnen, sondern das Laden (der Ladestrom) müsste nicht nur auf die Akkutemperatur Rücksicht nehmen (-> geregelt werden) sondern auch auf die aktuelle Spannung.
Ein Grund mehr, die gewohnheitsmäßige Kopplung von Blei zu LiFe Akku aufzugeben, und dazwischen das BMS und den Lader zu verkoppeln und zusammenarbeiten zu lassen.
Auch ein kleiner Pluspunkt für LiIon-Anwendung, hier lässt die Spannung viel deutlicher Rückschlüsse auf den Ladungszustand zu, und eine frühe UVP ist nicht nur leicht möglich, sondern wegen Lebensdauervorteilen sogar empfehlenswert.
Beispiel, meine LiIon Akkus dürfen nach Datenblatt bis herunter zu 2,7 V/Zelle entladen werden. Mein UVP Ziel ist 3,3 Volt. Das macht einen Unterschied im SOC von 10 %. Heisst also, wenn meine UVP kommt (und die kommt da zuvelässig), sind noch 10 % Kapazität drin. Das gibt deutlich mehr Raum für Situationen und Maßnahmen, um die Zeit bis zum nächsten Laden zu überbrücken.

George67 am 15 Aug 2019 10:11:39

Albrecht0803 hat geschrieben:Ein Netzgerät mit regelbarer Spannung am 12V-Block angeklemmt, um die Ladung durch die Lichtmaschine zu simulieren.

Das ist schonmal der richtige Weg. Ohne Akku hast du ganz andere Eigenschaften.

Albrecht0803 hat geschrieben:Im Prinzip funktionierte das, nur das volle Durchschalten des Boosters erfolgt erst bei ca. 13,6Volt, trotz der vorherigen Einstellung auf 13,2V. Abschalten des Boosts per Unterspannungschutz bei 12,8V.

Das ist etwas mehr als bei mir, aber insgesamt habe ich ein ähnliches Verhalten.

Die Ursache dafür ist grundsätzlicher Natur.
Die Kopplung von Boost und Unterspannungsabschaltung gibt die Möglichkeit zum "Pumpen", zu einer Regelschwingung:
Die Spannung erreicht 13,2. Der Wandler schaltet ein. Er haut mit 20 A Impulsen (doppelter Nennstrom) auf seine Quelle ein. Wegen Innenwiderstand Quelle und Leitungswiderstand fällt die Spannung unter die Ausschaltschwelle, und der Wandler schaltet ab. Also steigt die Spannung wieder, begrenzt durch die schon ordentlichen Kondensatoren im Eingang, und die Spannung steigt über 13,2, und der Wandler schaltet wieder ein. Wichtig ist also, dass die Summe aller Spannungsabfälle bei Einschalten nicht größer ist als die Hysterese. Spannungsabfälle kommen durch Leitungswiderstand, Innenwiderstand Akku und natürlich durch den Strom.
Geht die Spannung höher und höher, 13,4, 13,6... kommst du irgendwann dazu, dass der Wandler durchläuft. So ists bei mir auch, das ist normal und stört nicht. EBL und Solarregler fangen erst ab ca 14 Volt an, den Strom gezielt zu verringern, also was solls.

Ich befürchte, dass du mit höherem Strom drangehst als ich. Probiers mal mit 5 A oder weniger, dann müsste es sich anders verhalten.

Dieses Pumpen würde sich genauso ergeben, wenn du mit einem Spannungsschalter den Wandler im Eingang komplett schaltest. Weil nämlich die Spannungseinbrüche genauso kommen. Verhindern kannst du das entweder nur, indem du an der Pb mit Senseleitungen die Istspannungabnimmst und rückführst - das kannst bei selbstgebasteltem leichter machen - oder indem du mit einem intelligenten selbsgebasteltem Hystereseschalter die Auswirkungen des Stromes einrechnest, oder einfach indem du den Strom misst und einberechnest. Für mich alles Zukunft, das was ich habe reicht mir als Funktionstest.


Bei mir liegt 8,5 bis 9 A Strom, das ist eingestelltes Max, auch erst bei 13,5 bis 13,6 an. Allerdings ist die Auschaltschwell 13 und nicht 12,8.
Der messbare Spannungsabfall zwischen Batteriepolen und Wandler liegt bei etwa 200 mV bei 8 A. (Kabel). Geht bei mir übers EBL.

Albrecht0803 hat geschrieben:Alles in allem macht diese Spannungssteuerung einen irgendwie wackligen Eindruck. Mag sein, daß es mit den Georgs Originalteilen, die inzwischen eingetroffen, aber noch nicht verbaut sind, besser geht.

Ich glaube nicht, das das an den Bauteilen liegt.

Albrecht0803 hat geschrieben:So wie sich mein Aufbau verhält, würde ich zögern, das mit 100 Lithium-Zellen (heute eingetroffen) und einer kräftigen Bleibatterie in Verbindung mit der Lichtmaschine zu betreiben. Allenfalls mit wesentlich größer gewählter Unterspannungsabschaltgrenze des boosts.

Ja, der Abstand zwischen den beiden Wandlerschwellen ist wichtig.

Albrecht0803 hat geschrieben:Als Konsequenz wird eine simple Transistorschaltung gebastelt, die ab 13,2V über ein Relais den Minus-Output des Bucks von der 12V-Batterie trennt und stattdessen die Batterie mit dem Minus-Input des Boosts verbindet (Relais mit Wechselschalter).

Das hab ich oben kommentiert.

Ich würde auch nicht mit Relais, sondern mit Mosfets arbeiten, aber das ist kein wichtiger Unterschied, weil es am Prinzip nichts ändert.

Albrecht0803 am 15 Aug 2019 11:24:08

Danke für die wie immer sehr aufschlussreichen Anmerkungen!

Meine Tests laufen an einer 10s Lithium Reihe mit 3,5Ah und dem kleinen versiegelten Panasonic Bleiakku mit 7,2 Ah. Die Ladeströme bei halbwegs stabilen Einstellungen liegen dabei im Bereich zwischen 0,7 und 1,4A, d.h. Strombegrenzungen der Wandler dürften aktuell nicht greifen. Erst wenn ich die Ladespannung mit dem Netzteil in Richtung 14V hochstelle, steigen die Ströme stark an. Das Netzteil selbst steigt aber schon bei 3A aus.

Bei 13,6Volt kann man das langsame Ansteigen der Lithiumspannung sehen. Der Wandler ist zwar auf 40V eingestellt, tatsächlich scheint irgendetwas den Stromfluß zu hemmen, so dass die Akkus am Anschluss bei langsam steigenden 36V liegen. Parallel zum Spannungsanstieg nimmt der dem Netzteil entnommene Strom langsam ab.

Die Strombegrenzung des Boost ist es aber nicht. Das sieht man daran, daß das Hochdrehen der Eingangsspannung (nicht der Unterspannungsabschaltung) sehr wohl zu höheren Strömen führt.

Werde meinen ersten Versuch mit dem Relais machen. Hat natürlich den Nachteil, dass es keine Hysterese hat. (Oder man nimmt zwei, mit entsprechend unterschiedlich eingestellten Ansteuerspannungen). Einige Mosfets, und 2 Stück SSR- Fertigrelais, um damit mal zu experimentieren, habe ich aber vorsorglich schon in die Vorratskiste gelegt.

George67 am 15 Aug 2019 12:45:46

Albrecht0803 hat geschrieben:Bei 13,6Volt kann man das langsame Ansteigen der Lithiumspannung sehen. Der Wandler ist zwar auf 40V eingestellt, tatsächlich scheint irgendetwas den Stromfluß zu hemmen, so dass die Akkus am Anschluss bei langsam steigenden 36V liegen. Parallel zum Spannungsanstieg nimmt der dem Netzteil entnommene Strom langsam ab.


Auf die schnelle, die Strombegrenzung des Boost MUSS greifen. Es gibt keinen Betriebszusatnd, wo sie das nicht tut (ausser der Akku läuft in die CV-Spanung rein): Sie muss nämlich von den geplant 40 Volt Ausgangsspannung auf den aktuellen Akkuwert runterregeln. Daraus ergibt sich der maximale Eingangsstrom, der überhaupt gezogen werden kann. Das geht indirekt.

Der tatsächliche Eingangstrom regelt sich über die periodischen Unterspannungsabschaltungen davon weiter runter, weil ja praktisch die Eingangsleistung vom maximal möglichen weiter ausgebremst wird. Das ist das UVP-Schwellen-Hysterese-Spiel.

Der Boost hat praktisch 2 Stromdrosseln, oben den CC und unter die UVP.

Albrecht0803 am 15 Aug 2019 17:17:50

Ja, dann greift wohl die UVP-Schwelle. Ich kann den Strom mit dem CC-Regler zwar abwürgen, aber nicht beliebig steigern. Zu dem Bild passt, daß höhere Ströme mit höheren Eingangsspannungen, also auch größerem Abstand zur UVP-Spannung ohne weiteres möglich sind.

Alternativ müsste eine Absenkung der UVP bei gleicher Eingangsspannung auch höhere Ströme ermöglichen. Muss ich ausprobieren.

Ich erwarte von der externen Schaltung des Boosts Abhilfe, da kann ich die UVP des Wandlers dann beliebig absenken, ohne in Konflikt mit dem buck zu geraten. Ob sich das dann aufschwingt, ohne Hysterese, wird man sehen.

George67 am 16 Aug 2019 09:11:11

Albrecht0803 hat geschrieben:Ja, dann greift wohl die UVP-Schwelle. Ich kann den Strom mit dem CC-Regler zwar abwürgen, aber nicht beliebig steigern. Zu dem Bild passt, daß höhere Ströme mit höheren Eingangsspannungen, also auch größerem Abstand zur UVP-Spannung ohne weiteres möglich sind.

Lass mich noch ein paar Gedanken dazu sagen.
In der letzten Post habe ich den Vorgang des "Pumpen" beschrieben, der dadurch entsteht, dass der Wandler die "Mess"Spannung, mit der er entscheidet, ob er arbeiten soll (seine Eingangspannung) durch den Strom, den er zieht, verfälscht. Ein klassischer Fall : Man misst Spannung nicht unter Strom. (dann misst man besser über Sense-Leitungen)

Es gibt aber noch eine weitere Mögliche Ursache fürs Pumpen.
Das Konzept beruht ja darauf, dass ich ab 13,2 V annehme, dass der Akku geladen wird. Auch soweit richtig.
Aber, mit wieviel Strom wird er geladen ? Lichtmaschine ? Kein Problem. Die liefert bei jeder Spannung mehr Strom (Leistung) als das, was du zum Hochwandeln "klauen" willst.
Was aber ist, wenns die Solaranlage ist, die bei bedecktem Himmel mühselig - und brav - 1,8 A zusammenkratzt und an die AGM liefert? Sobald die Spannung über 13,2 steigt, würde dein Schalter den Booster einschalten, der bedient sich mit vollen 10A (oder was nimmst du ?) vor allem bei der AGM, die daraufhin in der Spannung fällt, bis deine Abschaltschwelle unterschritten ist. Und dann muss Solar die AGM wieder auf 13,2 aufbauen. So geht dann die meisten Ladung auch noch "durch" die AGM, mit entsprechenden Ladeverlusten. Das wär dann ein zusätzliches "Sägen" zusätzlich zum Pumpen.

So, wie es jetzt bei mir ist, und bei dir ganz ähnlich, ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Spannung, Eingangsspannungsverlusten und Hysterese aus einer Schaltschwelle (was nur ein Zweipunktregler ist) eine kleine feine lineare Kennlinie, bei der der Boosterstrom von 13,3V bis 13,6V auf 6 A steigt, und dann irgendwann bei 14V den (bei mir) irgendwo bei 10 A eingestellten Maxstrom zu erreicht.
Das ist, eigentlich, das Beste, was ich mir gewünscht habe, und ich bin sehr froh damit.

Warum willst du denn überhaupt "sofort" vollen Strom haben? Du weisst doch garnicht, ob soviel Angebot an die AGM da ist.
Ist das nur haben wollen oder hast du einen Grund ?

Albrecht0803 hat geschrieben:Ich erwarte von der externen Schaltung des Boosts Abhilfe, da kann ich die UVP des Wandlers dann beliebig absenken, ohne in Konflikt mit dem buck zu geraten. Ob sich das dann aufschwingt, ohne Hysterese, wird man sehen.

Ein Vorteil deiner externen Schaltung wäre zusätzliche Sicherheit: Da du den Wandler abschaltest, must du auf eine Spannungsüberschneidung zwischen Boosterabschaltespannung und Buck-Ausgangsspannung keine Rücksicht nehmen. Wobei ich da hauptsächlich einen Sicherheitsaspekt sehe - eine Abschaltung bei 12,6 und eine Buckspannung bei 12,8 ( also eine deutliche Überschneidung) würde über die AGM auch sofort zum "Sägen" führen.

Ich habe schon eine zweiten Satz Wandler für die nächste Anlage liegen, und ich werde deine Idee, die Abschaltung (aus Sicherheitsgründen) übernehmen, vielleicht sogar einfach aus dem Boost abgreifen. Oder es wird doch ein Arduino mit Sense-Leitungen.

Albrecht0803 am 17 Aug 2019 01:11:48

An die Möglichkeit, nicht genug Ladeleistung zu haben, habe ich überhaupt nicht gedacht, weil ich selbst keine Solaranlage habe...

Meine Batteriespannungen, die ich mit diesem chinesischen Einfachmodul verfolge, zeigen, wie Du beschreibst, sehr deutlich an, wenn Ladestrom anliegt, egal ob von außen oder von der Lichtmaschine. Vermutlich ist es tatsächlich nicht so wichtig, ob man gleich den vollen Ladestrom bekommt.

Mich störte aber schon das irgendwie “unscharfe“ Abschalten per UVP, einfach aus Gründen der Sicherheit. Mit der Umschaltung per Relais kann man hier klare Verhältnisse schaffen.

Habe jetzt erstmal einen analogen Spannungssensor gestrickt. Ein Zenerdiode 12V+ eine normale Diode mit 0,7V von Minus mit einem Widerstand von 50k gegen plus. Den Übergang zwischen Diode und Zenerstrecke an die Basis eines PNP BC327. Im Moment noch ohne Relais, stattdessen mit einem 150 Ohm Widerstand am Kollektor nach minus, um daran zu messen.

Im Prinzip tut die Schaltung was sie soll. Bei 12,8V ist der Transistor klar gesperrt, bei 13,2V eindeutig durchgeschaltet. Aber er wird warm dabei und bei Spannungen irgendwo bei 13V verändert sich die am Widerstand gemessene Spannung instationär nach oben. Würde mit dem Relais noch schlimmer, da dieses nur ca. 100 Ohm Spulenwiderstand hat.

Gibt es eine Empfehlung für einen stärkeren Transistor mit geringen Basis- und Sperrströmen? Die Schaltung soll ja permanent an der AGM liegen und diese nicht per Eigenverbrauch belasten. Oder statt des Relais einen kleinen Mosfet mit dem Transistorausgang ansteuern und damit das Relais schalten? Auch nicht grade elegant, dann kann man gleich mit einem richtigen Mosfet den Boost verbinden und per Relais-Öffner den Buck abtrennen.

Ziel fürs Wochenende ist somit klar: Die externe Umschaltmimik soll bis Sonntag Abend funktionieren. Und 100 Zellen warten auf 200 Einsteckhalter, die auch noch zusammengestöpselt werden müssen. Ziemliche Strafarbeit, das letztere.

George67 am 17 Aug 2019 13:45:58

Bitte Male die Schaltung Mal auf.
Ich schicke dir morgen auch eine.

George67 am 17 Aug 2019 16:50:33

George67 hat geschrieben:Bitte Male die Schaltung Mal auf.
Ich schicke dir morgen auch eine.

Kannst deine per KN Schicken.

Albrecht0803 am 17 Aug 2019 18:05:30

Wie schickt man eine Nachricht?

Ich blende meine Supersparschaltung mal hier ein: geht bestimmt besser. Für einen Maschinenbauer im Bereich der numerischen Struktursimulation gehört Elektronik eher weniger zur Kernkompetenz.

Die Schaltung habe ich bereits zusammengelötet. Sie funktioniert so, kann aber keines der kräftigeren Relais ansteuern. Der Umschaltpunkt wird reproduzierbar getroffen, die Ein- und Ausschaltspannungen haben praktisch keine Hysterese.

Wenn man nur eine Stufe nimmt, geht es auch, aber mit den zwei Stufen bekommt man einen sehr kleinen Zwischenbereich der Schaltspannung. Eine Änderung der Spannung von weniger als einem Zehntel Volt schaltet den zweiten Transistor vollständig durch. Mit nur einer Stufe erstreckt sich dieser Bereich über gut 3/10 Volt.

Hier die Schaltung, bitte nicht Lachen!



George67 am 17 Aug 2019 19:06:27

Lass die einfache Diode weg. Nimm ne 5 bis 7 V zener. Deren Kennlinie ist steiler.
Ergänze eine Mittkopplung Widerstand von Kollektor 337 zum Basis Eingangstransistor. Der macht Hysterese, dann ist die Erwärmung weg.

George67 am 17 Aug 2019 20:01:34

Ich kriege vom Handy das mit dem Bild nicht hin.

Albrecht0803 am 17 Aug 2019 22:07:44

Ich mach das vom ipad aus.

Datei hochladen anklicken, dann Fotomediathek auswählen, dann „alle“ Fotos, oder halt den Ort wo es sich befindet. Dann muss man eine Bildbeschreibung eingeben (irgendetwas, ein Wort genügt).

Schliesslich erscheint ein Html-code, oder link in einem Feld. Diesen kopieren und in den Text des Beitrags einsetzen.

Statt des eingesetzten Texts erscheint in der Vorschau und im abgesandten Beitrag dann das Foto.

Ich glaube aber, dass ich Deinen Tipp verstanden habe. Wie groß sollte der Mitkopplungswiderstand in etwa sein? Kann man dann mit dem BC337 ein Relais schalten, das nur 100 oder bestenfalls 150 Ohm Spulenwiderstand hat?

Montag oder Dienstag kriege ich ein paar mehr Werte von Zenerdioden. Heute musste ich mich mit dem behelfen, was die Bastelkiste noch so hergab.

Das Poti ist optimalerweise am Anschlag, nur für Feinkorrekturen gedacht. Man kann damit die Umschaltspannung etwas anheben, falls es mit der Diodenstrecke nicht so ganz passt.

Danke für den Tipp. Wird morgen direkt eingebaut. Schicke dann auch ein Foto des Aufbaus.

George67 am 18 Aug 2019 05:02:32



Geschafft.
Der 516 ist ein Darlington. Hohe Stromverstärkung. Wenn du einen normalen PNP nehmen willst, musst du die Widerstände anpassen. Geht auch. Vielleicht sogar besser.
Die Diode soll eine Zener sein, etwa 5 bis 7 V. Kannst die Basis Emitter Strecke eines NPN Transistor nehmen, in Sperrrichtung.
Schaltung hat sehr geringen Eigenverbrauch. Das Poti kannst du natürlich aus einer Kette aufbauen, um die feine Einstellung zu spreizen. Etwa 10 k, 20 k Pot, 20 k.
Grüße G.

Albrecht0803 am 18 Aug 2019 07:40:23

Danke Georg.

das kann ich probieren. Noch reichen meine Bauteilvorräte, abgesehen von den vorgeschlagenen Transistortypen. Was ist das mit H gekennzeichnete Teil?

Allerdings sind meine handwerklichen Fähigkeiten nicht so toll. Bis meine Schaltung von gestern funktionierte, hat das trotz der wenigen Bauteile drei der Transistoren BC327 gekostet:

Einer ging in Rauch auf, den nächsten hat‘s tatsächlich von innen gesprengt und ein dritter ist ohne äußere Mißhandlungsanzeichen friedlich entschlafen....

Da die Fehlermöglichkeiten mit der Anzahl der Bauteile wächst, kann man sich vorstellen, was für eine Herausforderung Deine Schaltung für einen bekennenden Theoretiker darstellt!

Stocki333 am 18 Aug 2019 09:23:14

Hallo Albrecht
Sieh das ganze Positiv.
Wenn aus einer Schaltung Rauchsignale aufsteigen, ist die Stromversorgung in Ordnung. :mrgreen:
Gruß Franz

Albrecht0803 am 18 Aug 2019 15:41:37

An der Stromversorgung hat es nicht gelegen! Ähem.

Hier das inzwischen funktionierende Exemplar des Spannungssensors nach meiner Schaltung. Eine weitere Generation von Transistoren mußte sich opfern...

Gegenüber der Schaltung ist zwischen dem Poti und der Basis des BC327 noch ein 100k Widerstand gekommen, um die Strombelastung der Diodenstrecke über die Basis und den Emitter zu minimieren.

Weitere Widerstände sind 6Stück 1M Widerstände in Reihe vom Kollektor des BC337. Diese können nach Bedarf mit der Basis des BC327 per Drahtbrücke auf der Rückseite verbunden werden, gemäß Georgs Vorschlag zur Mitkopplung. Aktuell nicht verbunden. Ein Test ergab, dass bei 1M die Abschaltspannung schon um einige Volt absinkt, daher die Möglichkeit mit höheren Werten ins Rennen zu gehen.

Das Meisterwerk der Lötkunst ist wegen der gelegentlichen Transistorwechsel ein wenig provisorisch geworden. Habe die defekten Transistoren abgeschnitten und den Ersatz auf die oben rausstehenden Stummel gebraten.


George67 am 18 Aug 2019 18:58:15

Dann wirst du tatsächlich deine R3eihenschaltun von mehreren megohms ausprobieren müssen. Viel Erfolg.

George67 am 18 Aug 2019 19:52:07

Und du solltest den Widerstand deines potis so verkleinern, dass etwa ein halbes milliamp drüber fließt. Musst du mit deiner zenerdiode und 13 Volt berechnen. Soviel Strom braucht die , um stabil zu sein. Und dann ist die Wirkung von 1 megohm Mittkopplung auch nicht mehr so heftig. Kann aber Trotzdem sein, dass du mehrere megohm machen musst. Kleiner als 200 mV würde ich die aber auch nicht machen.

Albrecht0803 am 19 Aug 2019 00:53:11

Ok, werde ich bei der finalen Version des Spannungssensors dahingehend verändern.

Es stellt sich die Frage, wozu man die Hysterese braucht? Oberhalb 13,2Volt kann man sicher davon ausgehen, daß Ladestrom anliegt.

Fällt die Spannung tiefer, wird die Li-Batterie halt nicht geladen. Und bei 12,8Volt setzt die Stützung der AGM über den Boost ein. Man hat dann ein Fenster zwischen 12,8 und 13,2 Volt, in dem keiner der Wandler arbeitet oder benötigt wird.

Nur wenn die Ladespannung infolge der einsetzenden Belastung durch den Boost absinken sollte, käme es zum periodischen Ein- und Ausschalten der Booststrecke.

In meinem Mobil habe ich einen Ladebooster verbaut, von dem ich annehme, daß er die doch relativ schwachen Zusatzbelastungen durch den Li-Ladestrom ohne Einbrüche verkraftet. Wenn nicht, kann ich ja die Mega-Ohm-Reihe in Anspruch nehmen.

Den boost werde ich, wenn keine Li-Ladung erfolgt, also unterhalb von 13,2V, beidseitig von den Akkus trennen. Dann braucht der im Standby überhaupt keinen Strom.

Für den Buck ist ähnliches nicht so einfach. Hier bleibt wohl nur, eine Trennung, auch zu beiden Akkus hin, zu verwirklichen, wenn der Panel-Hauptschalter des Aufbaus ausgeschaltet ist.

Das stört ein bißchen das Plug&Play-Prinzip, da man neben den Plus- und Minus-Leitungen zusätzlich die Information über die Hauptschalterstellung auf der Zusatzbatterie-Seite benötigt.

Zudem verbieten sich Relais-Lösungen wegen des damit verbundenen Eigenbedarfs. Also wahrscheinlich die Sache mit Mosfets in Verbindung mit einer Hauptsschalter-Sense-Leitung angehen. Oder es fällt uns noch etwas eleganteres ein....

George67 am 21 Aug 2019 11:13:16

Albrecht0803 hat geschrieben:Ok, werde ich bei der finalen Version des Spannungssensors dahingehend verändern.

Es stellt sich die Frage, wozu man die Hysterese braucht? Oberhalb 13,2Volt kann man sicher davon ausgehen, daß Ladestrom anliegt.


Ganz kurze Antwort, der Rest kommt später:
Die Hysterese brauchst du schon alleine deshalb, damit dein Relais "Klack !!" umschaltet, und sein Strom eben nicht langsam an der linearen Verstärkungskennlinie hochgefahren wird, sond schnell kommt oder geht.
Speziell das Abschalten kann sonst für den Kontakt ziemlich übel enden....

George67 am 21 Aug 2019 14:52:42

Albrecht0803 hat geschrieben:
Für den Buck ist ähnliches nicht so einfach. Hier bleibt wohl nur, eine Trennung, auch zu beiden Akkus hin, zu verwirklichen, wenn der Panel-Hauptschalter des Aufbaus ausgeschaltet ist.

Das ist richtig. Soweit ich mich erinnere, hat auch dieser Buck eine Sicherheitsdiode, mit der sich die Elektronik zur Not aus dem Ausgang versorgt. Ist bei integrierten meistens (auch) so, dass die das brauchen.
Update: Jetzt sehe ich es erst. Den Panel-Kauptschalter bekommt man natürlich nicht mit, wenn man direkt an der Batterie hängt.
Würde ich sogar so lassen. Dann bringt der Block die AGM bei 12,8 V heil über den Winter.
Also, meine Version wäre momentan, den Block nicht abzuschalten, und wenn notwendig, dann über die APP im BMS.

Albrecht0803 hat geschrieben:Das stört ein bißchen das Plug&Play-Prinzip, da man neben den Plus- und Minus-Leitungen zusätzlich die Information über die Hauptschalterstellung auf der Zusatzbatterie-Seite benötigt.

Das verstehe ich nicht... (siehe oben)
Meinst du eine Komplettabschaltung des Systems? Dann kann man doch das Fehlen der 36 Volt in der Schaltlogik dazu benutzen, den Buck beidseitig zu trennen. Kannst sogar eine Schwellenschaltung, die gleiche wie für den boost, dazu benutzen um die <12,8V zu erkennen, und nen Zusatzeingang dranmachen, der die 36 Volt überprüft.
Brauchst du einen Schaltungsvorschlag?

Albrecht0803 hat geschrieben:Zudem verbieten sich Relais-Lösungen wegen des damit verbundenen Eigenbedarfs. Also wahrscheinlich die Sache mit Mosfets in Verbindung mit einer Hauptsschalter-Sense-Leitung angehen. Oder es fällt uns noch etwas eleganteres ein....

Relais sind natürlich eine akzeptable Lösung für Testversionen, weil damit nicht Prinzipielles verändert wird. Das kann man später leicht mit Mosfets aufpeppen.

Also, dieses Abschaltungskonzept habe ich momentan nur manuell. Das wäre sonst auch widersprüchlich.

Albrecht0803 am 22 Aug 2019 15:36:41

Moin Georg,

ja, die ursprüngliche Absicht war, alle Wandler stillzulegen, wenn der Panel-Hauptschalter auf „aus“ steht.

Wenn der buck nicht soviel Strom zieht, wie die Selbstentladung der Bleibatterie, kann man darauf natürlich verzichten und bekommt trotzdem eine längere Ruhestandzeit hin.

Werde es wahrscheinlich erst mal so machen.
In den letzten Tagen habe ich mich ein wenig mit Schaltungseditoren und Simulationen beschäftigt, um nicht so viel mit Hardware experimentieren zu müssen.

Auf dem PC habe ich LTSpice ans Laufen gekriegt, auf dem ipad ein Programm namens icircuit.

Dann will ich noch target3001 testen. Die intuitivste Bedienung zeigt das ipad-Programm, ist aber noch immer Lichtjahre vom eigentlich normalen Apple-Standard entfernt. Leider zeigt es Schwächen in der Simulation. Mein primitiv-Spannungssensor ließ sich zwar abbilden und auch zum Umschalten des Relais bringen, aber die Mitkopplungswiderstände wirken sich bei weitem nicht so aus, wie in Wirklichkeit. An einem hochohmigen Relais lässt sich immerhin ein merkliche Hysterese erzielen.

LtSpice scheint viel mächtiger zu sein, ist aber von der Handhabung eine rechte Zumutung, zumindest für Hobby-Gelegenheitsanwender. Da kann man auch reale Transistoren zuordnen, während icircuit stumpf nur PNP und NPN kennt.

Hast Du vielleicht einen Tip? Ich brauche etwas einfaches für gelegentliche niederfrequente Gleichstromgeschichten, wie unser Wandlerprojekt. Am liebsten auf dem Ipad.

George67 am 22 Aug 2019 16:48:00

Sorry, sowas kenne ich nicht. Ich mach das alles im Kopf....

Btw, Panel aus: warum willst du die Wandler trennen? Lass sie weiter laufen. Dann stützen sie den Agm, notfalls durch den Winter. Und die Verbraucher vom AGM sind doch aus, also?

Albrecht0803 am 22 Aug 2019 22:00:45

Naja, die Wandler haben ja einen Eigenbedarf. Wenn der nicht zu hoch ist, kann man sie dran lassen, ansonsten eher nicht.

Ganz belastungsfrei ist mein AGM-Block übrigens auch im abgeschalteten Zustand nicht. Es hängt eine Internet-Mobilfunk-Box dran, mit der man u.a. auch die AGM-Spannung aus der Ferne abfragen kann. Das Ding läuft im Moment am Hauptschalter vorbei, kann aber separat ausgeschaltet werden.

Den Boost komplett zu trennen, ist kein Problem. Ob der gebraucht wird, entscheidet ja die AGM-Spannung. Und wenn nicht, wird er zusätzlich vom Li-Block getrennt.

Nach meinen Simulationsversuchen habe ich die Primitivschaltung etwas modifiziert und auch die Mitkopplung für eine Hysterese von 0,2V eingebaut.

Mit dem Programm iCircuit kann man sich doch anfreunden. Sofern irgendwas einer auch noch unfertigen Schaltung so etwas wie Stromkreise enthält, rechnet es in Echtzeit die Zustände an allen Verbindungen und Knoten aus. Hätte wahrscheinlich den Verdachts- und Vorratskauf aller möglicher Halbleiter erspart... Man macht die Versuche nicht mehr mit dem Lötkolben, sondern am Rechner!

Hier eine Bildschirmkopie der Schaltung. Die Zustandsgößen werden angezeigt, wenn man mit dem Cursor über eine Leitung, einen Knoten oder ein Bauteil fährt.


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Solarregeler mit 2 PV Eingängen
Lifepo4 Umrüstung Tips
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt