Caravan
motorradtraeger

Womo zur Notstromversorgung


road-king am 18 Mai 2019 11:00:59

Gestern 22 Uhr .. Zack .. Stromausfall

paar Minuten dachte ich ..aber nein es wurden 2 Stunden
Romantisch ? .. nicht wenn im Wohnzimmer ein Meerwasseraquarium läuft , das voll ist mit Steinkorallen und tropischen Fischen
ja klar hab ich für diese Fälle und das Wintercamping einen unbenutzten Honda Generator in Original Verpackung in der Garage .. nur den habe ich 3 Stunden vorher eine Freundin geliehen die sich zZ auf dem Weg nach Griechenland befindet .

Hmm .. ein paar Minuten halten die Fische ohne Wasserbewegung und Eiweisabschäumer aus , aber bereits nach etwa einer Stunde beginnt dann das Sterben .. ( der Besatz eines vollen Riffaquariums kostet schnell einige tausend Euro )

also Womo vor die Tür gestellt , Wechselrichter an und.. Shit ... Kabel ist in der Garage , elektrisches Tor .. geht natürlich nicht , durch den Garten von hinten geht auch nicht weil alle Rolläden runter .. natürlich elektrisch .. habe dann aus einer Kette der zugänglichen Dreierstecker tatsächlich auf den cm das Aquarium erreicht :-)

nach 2 Stunden war Wieder Saft in der Hütte

Gott sei Dank

LG

Klaus

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Trashy am 18 Mai 2019 11:33:23

Klasse.

Jetzt hast du Zeit alles so vorzubereiten dass es beim nächsten Mal nur 5 Minuten dauert.

Nebeneffekt.....es passiert dann nie wieder.

Bei diesen Werten würde ich mir Gelakkus mit Ladegerät als USV unter das Aquarium bauen die eine Zeit lang das Notwendigste garantieren.

Bodimobil am 18 Mai 2019 11:55:38

Wie viel Watt benötigt denn so ein Aquarium?

road-king am 18 Mai 2019 12:09:26

Ohne Licht und Heizung max 50 w
Mein batteriecomputer zeigt 2 Tage Reserve an

jack17de am 18 Mai 2019 12:22:45

Warum das Rad neu erfinden?

[url]www.amazon.de/APC-Back-UPS-Unterbrechungsfreie-Stromversorgung-Überspannungsschutz/dp/B000GB7EVG/ref=sr_1_13?[/url]

Funktioniert auch, wenn niemand zuhause ist...

Gruss Andi

woslomo am 18 Mai 2019 15:18:25

Man könnte ja auch, wenn das Womo im Garten rumsteht, die Solarenergie des Womos in die Hausversorgung einspeisen.
Bis jetzt habe ich aber für die direkte Solareinspeisung nur recht kostenintensive Komplettsysteme (Balkonsysteme) mit Panelen, Regler usw. gefunden.
Eigentlich müßte man doch diese nicht genutzte Womo-Energiequelle immer nutzen können.
Irgendwie den Inverter des Womos mit dem Hausnetz synchronisieren und ins Hausnetz einspeisen.
Hat das schon jemand gemacht?

andreasnagel am 18 Mai 2019 15:39:29

Moin.

Diese Idee geht mir auch schon seit ein paar Wochen im Kopf rum. Gerade gestern habe ich diesen Microwechselrichter gefunden: --> Link

Ich denke ernsthaft darüber nach, das Ding im WoMo einzubauen und mit einem Umschalter alternativ zum Solarladeregler des WoMo anzuschließen. Vom Microwechselrichter dann direkt ans Hausnetz.

Die Anschaffungskosten von ca. 200 € (inklusive Montage- und Anschlussmaterial) sollten sich nach ca. 3 Jahren amortisieren. Oder bin ich da zu optimistisch? Wir haben 360 Wp auf dem Dach des WoMo.

Viele Grüße,
Andreas

rkopka am 18 Mai 2019 16:12:02

andreasnagel hat geschrieben:Die Anschaffungskosten von ca. 200 € (inklusive Montage- und Anschlussmaterial) sollten sich nach ca. 3 Jahren amortisieren. Oder bin ich da zu optimistisch? Wir haben 360 Wp auf dem Dach des WoMo.

Dabei gibts keinen Speicher, d.h. es geht nur am (schönen) Tag. Brauchst du da viel Strom ? Steht das Womo passend dafür ? Die Zeit, in der man unterwegs ist, muß abgezogen werden, aber da ist der Stromverbrauch sowieso geringer. Braucht die Batterie Erhaltung ? Steckst du dann jeweils um ?

Ich hab mal nachgerechnet, weil ich ein 100Wp Panel über habe. Die Idee: es am Balkon anbringen, mit einem Akku und dann am Abend die Wohnzimmerbeleuchtung betreiben. Ich habe ein 12V Seilsystem, da ginge das einfach. Die Ersparnisse wären aber nach meiner Abschätzung so bei €3,60 / Jahr. Wenn der Akku nur eine begrenzte Lebensdauer hat, reicht das kaum um einen neuen zu kaufen.

RK

andwein am 18 Mai 2019 16:17:17

woslomo hat geschrieben:....Irgendwie den Inverter des Womos mit dem Hausnetz synchronisieren und ins Hausnetz einspeisen.

Das "irgendwie ist das Problem!
a.) Wenn du ins Hausnetz und damit ins Netzt des EVUs etwas einspeisen möchtest benötigst du deren Einwilligung und musst einen Vertrag machen (Einspeisevergütung)
b.) Wenn du das EVU-Netz außen vor halten möchtest musst du das Hausnetz bei Einspeisung mit einer "Einspeisevorrangschaltung" vom EVU-Netz trennen. Das muss dann aber von einem Elektromeister abgesegnet werden.
c.) Die dritte (illegale) Möglichkeit ist ein "netzsynchronisierter WR". Da kannst du dessen Ausgang in eine beliebige Steckdose stecken. Vorher muss allerdings der Elektriker deine Hausverkabelung umbauen, sonst geht der WR sofort in die Knie, weil ja alle Hausverbraucher an der Leitung saugen. Außerdem kannst du den "netzsynchronisierten WR" nicht mehr stand alone, also ohne Netz im Womo betreiben weil im zur Funktion die Sychronisation fehlt.
d.) Alles was man im Web liest ist meist unvollständig, die negativen/illegalen Themen werden oft ausgeblendet.
Soweit mein Wissenstand, Gruß Andreas

andreasnagel am 18 Mai 2019 16:31:16

Moin Andreas,

zu dem oben verlinkten Microwechselrichter schreibt der Anbieter:

Microwechselrichter
Der Microwechselrichter wandelt den gewonnenen Solarstrom netzkonform um und speist ihn direkt ins Hausnetz ein, wo dieser dann sofort genutzt wird. [...]

- VDE AR-N 4105 konform
- Für den Außeneinsatz (min. IP65)
- 5 - 25 Jahre Herstellergarantie (je nach Hersteller)


Soweit ich weiß, dürfen solche Geräte ohne Genehmigung etc. an das Hausnetz angeschlossen werden, sofern sicher gestellt ist, dass kein Strom in das externe Netz eingespeist wird. Ggf. muss der Stromzähler dafür ausgetauscht werden.

Es kann also nicht mehr Strom produziert werden, als zum jeweiligen Zeitpunkt verbraucht wird.

Hier werden einige Fragen beantwortet: --> Link

Viele Grüße,
Andreas

andreasnagel am 18 Mai 2019 16:58:04

Hier gibt es auch interessante und teilweise von den FAQ des VDE abweichende FAQ: --> Link

woslomo am 18 Mai 2019 17:03:11

andreasnagel hat geschrieben:Moin.
Diese Idee geht mir auch schon seit ein paar Wochen im Kopf rum. Gerade gestern habe ich diesen Microwechselrichter gefunden: --> Link
Ich denke ernsthaft darüber nach, das Ding im WoMo einzubauen und mit einem Umschalter alternativ zum Solarladeregler des WoMo anzuschließen.
Viele Grüße,
Andreas

Hallo Andreas
Diesen Wechselrichter hatte ich auch zwischenzeitlich gefunden. Schaut brauchbar aus.
Warum willst Du einen Umschalter einbauen? Wenn man an die Solarleitung zwei Regler parallel anschließt, dann sollten doch die beiden Regler die angebotene Energie gemeinsam nutzen können. Da muß man dann nicht immer umschalten um die Womoakkus zu versorgen.

andreasnagel am 18 Mai 2019 17:14:30

woslomo hat geschrieben:Wenn man an die Solarleitung zwei Regler parallel anschließt, dann sollten doch die beiden Regler die angebotene Energie gemeinsam nutzen können.


Geht das wirklich? Welcher Wechselrichter/Solarladeregler hat Vorrang? Ist sicher gestellt, dass kein Rückstrom von den Aufbaubatterien über den Solarladeregler und dem Microwechselrichter ins Hausnetz gelangt? Oder wäre das nicht vielleicht sogar erwünscht, um den Solarstrom zu puffern?

Fragen über Fragen!

Viele Grüße,
Andreas

andreasnagel am 18 Mai 2019 17:20:47

andreasnagel hat geschrieben:Soweit ich weiß, dürfen solche Geräte ohne Genehmigung etc. an das Hausnetz angeschlossen werden, sofern sicher gestellt ist, dass kein Strom in das externe Netz eingespeist wird. Ggf. muss der Stromzähler dafür ausgetauscht werden.


Das ist wohl nicht richtig. Laut --> Link ist das wohl kein Problem, wenn man dafür keine Vergütung verlangt:

Zitat:
Ist es erlaubt Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen ohne ihn zu messen?

Ja, Stromerzeugungseinrichtungen unter 800 Watt sind nach EU Netzkodex 2016/631 und gemäß dem deutschen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende nicht signifikant. Ihr Strom muss nur gemessen werden, wenn EEG-Einspeisevergütung bezogen werden soll. (Dies wird gemäß VDE-AR-N 4105 genauso bei elektrischen Antrieben, wie Fahrstühlen, die zeitweise im Generatorbetrieb laufen gehandhabt.

und:

Welcher Stromzählertyp ist für den Betrieb eines steckbaren Solar-Gerätes erforderlich?

Wenn das Steckbare Solar-Geräte weniger als 800 Watt leistet und die Netzrückspeisung des Solar-Gerätes geringer als 4% des Jahresstrombezugs ausfällt, ist jeder Zähler geeignet. (Dies wird vom größten deutschen Netzbetreiber Westnetz genau so gehandhabt: erst bei Solar-Geräten über 300 Wp wird der Zähler getauscht)

Wenn das Steckbare Solar-Gerät weniger als 800 Watt leistet und die Netzrückspeisung des Solar-Gerätes höher als 4% des Jahresstrombezugs ausfällt, ist ein Zähler mit Rücklaufsperre für den rechtssicheren Betrieb nötig. (Die Umrüstung auf einen Zähler mit Rücklaufsperre zieht keine laufenden Kosten nach sich)

ACHTUNG: Für Leistungen über 600 Watt muss ein Elektriker ihre Elektroinstallation überprüfen!

Wenn das Steckbare Solar-Geräte mehr als 1000 Watt leistet, ist ein Zwei-Richtungs-Zähler für den rechtssicheren Betrieb nötig. (Ein Zwei-Richtungs-Zähler kann laufende Kosten verursachen)

ACHTUNG: Die geänderte DIN VDE 0100-551 macht es möglich, an reinen Einspeisestromkreisen bis zu 4600 Watt an einer speziellen Einspeissteckdose anzuschließen. Diese hohen Leistungen können aber nur angeschlossen werden, nachdem ein Elektriker die Leistungsreserve des Stromkreises ermittelt hat.

woslomo am 18 Mai 2019 18:22:49

andreasnagel hat geschrieben:Geht das wirklich? Welcher Wechselrichter/Solarladeregler hat Vorrang? Ist sicher gestellt, dass kein Rückstrom von den Aufbaubatterien über den Solarladeregler und dem Microwechselrichter ins Hausnetz gelangt? Oder wäre das nicht vielleicht sogar erwünscht, um den Solarstrom zu puffern?

Mein Gedanke ist dabei, dass ich mich dann nicht um die Ladungserhaltung der Bordakkus kümmern müßte. Deren Ladung wird erhalten und die restliche Solarenergie geht ins Hausnetz.
Ein Rückstrom ließe sich recht einfach mit einer dicken Diode ausbremsen.

Nögel am 18 Mai 2019 21:51:59

Solange kein Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird, darf man eine kleinst Anlage betreiben. Bei Einspeisung ohne Anmeldung macht man sich Strafbar „Steuerhinterziehung“.

Technisch braucht man einen zweiten Inverter, der Netzssynchron betrieben wird, wird direkt an PV parallel zu vorhanden Solarregler angeschlossen. Damit der Akku nicht leergesaugt wird kommt eine Diode dazwischen, der Solarregel liefert auch eine Rückspannung zu PV. Der kleine Spannungsverlust von 0,2V macht sich nicht bemerkbar. Der Netz-Inverter hat MPPt Steuerung, der Votronic Solarregler SR 330 nicht. Wenn beide mit MPPT betrieben werden, stören sie sich gegenseitig.

Meine PV Module arbeiten mit 18V, der SR 330 senkt die Modulspannung auf Akku-Spannung. Für den Netz Inverter bleibt kaum was überig, erst wenn Spannung weiter steigt „Akku voll wird“ nimmt der Solarregler kaum mehr Strom auf, steigt auch die PV Spannung auf 16,5V, jetzt liefert der Netz-Inverter bis 200Wh *h ins Hausnetz.
Der Tagesertrag beträgt bis 1,4Kw/h von meinen 330Wp Modulen, der theoretisch Jahresertrag liegt bei 200Kw/h. Die Anlage würde dann 60€ Stromkosten sparen, sie dient mir nur als Notstromversorgung.

Die beiden Wechselrichter dürfen nicht einer Netzleitung zusammen angeschlossen werden, solange die beiden an einer PV Leitung hängen. Das andere Problem wäre das Ladegerät bzw. der E-Block, das gibt mit Sicherheit einen Kurzschluss.
Ich müsste es abklemmen, und abgesichert anschließen, dazu fehlt mir die Zeit.

Der Insel-Wechselrichter darf nie ans Hausnetz angeschlossen, solange Netzspannung vorhanden ist. Nur der Betrieb einzelner Geräte wie Gefrierschrank oder Kühlschrank ist möglich, die Heizung läuft nicht mit meinen Sinus-Wechselrichter.

Mein Netz Inverter hat 400Wp bei 28V, gibt bei 16,5V ca. 200Wh ab.

rkopka am 18 Mai 2019 22:02:11

Sorry, aber die Buchstaben haben eine Bedeutung, auch ob groß oder klein. Wer solche Systeme betreibt, sollte die schon kennen.
Nögel hat geschrieben:jetzt liefert der Netz-Inverter bis 200Wh *h ins Hausnetz.

Das ist mal eine neue Einheit Wh2 ??? Oder meinst du einfach 200W ?

Der Tagesertrag beträgt bis 1,4Kw/h von meinen 330Wp Modulen, der theoretisch Jahresertrag liegt bei 200Kw/h.

1,4kWh ... 200kWh

Mein Netz Inverter hat 400Wp bei 28V, gibt bei 16,5V ca. 200Wh ab.

200W ?

RK

andwein am 19 Mai 2019 12:40:06

Bitte lest nicht nur die VDE, Es gibt auch die Bestimmungen der verschiedenen Enegieversorgungsunternehmen (EVU) da können die technischen Werke Hamburg andere Bestimmungen zum Netzgebrauch und Abnahme haben wie die Lechwerke. Wenn man eine saubere Recherche bezogen auf den Standort betreibt wird einem das Thema klarer was wer wann fordert. Netzbeiträge sind dafür nur auf VDE-Basis einigermassen aussagekräftig, aber immer noch interpretationsfähig. Das ist wie bei Gas und Gastankflasche.
Sonnige Grüße, Andreas

Nögel am 19 Mai 2019 12:57:19

Für alle die meine Beitrag nicht verstehen.

Dieser SOLAR POWER INVERTER GRID 16-28V, 400W 230VAC 50/60HZ für 12V PANEL SOLAR BATTERY wurde eingebaut.
Bei meinen Modulen werden maximal 16,5V erreicht, dabei werden 200Watt in das Hausnetz eingespeist.
So kommen 200Kwh im Jahr zusammen.

rkopka am 19 Mai 2019 13:40:05

Nögel hat geschrieben:Bei meinen Modulen werden maximal 16,5V erreicht, dabei werden 200Watt in das Hausnetz eingespeist.
So kommen 200Kwh im Jahr zusammen.

Mancher mag das für unwichtig halten, aber ich frage mich schon, warum du anscheinend mit den Einheiten umgehen kannst (W) und dann mit diesen Kwh (richtig kWh) daher kommst ? Weil die falsch sind und schon angesprochen wurden ?? Der nächste "Bastler" liest das und verwendet es vielleicht falsch weiter.

RK

dieter2 am 19 Mai 2019 17:12:28

rkopka hat geschrieben:Der nächste "Bastler" liest das und verwendet es vielleicht falsch weiter.

RK

Der nächste Bastler ist für sein Tun selbst verantwortlich 8)

KaeptnBlaubaer am 21 Mai 2019 07:47:42

So, mal zurück zum Thema:
Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man ein so sensibles und teures Teil wie dies Aquarium, das nach einer Stunde ohne Strom beginnt, massiv Schaden zu nehmen, ohne vernünftiges BackUp betreiben kann. Zumal, wenn man offensichtlich ab und an mal 'n paar Tage mit dem Wohnmobil unterwegs ist.
Darüberhinaus: Er kommt nicht in die Garage, wenn Stromausfall ist? Jedes anständig installierte Tor hat eine mechanische Notentriegelung.
Er kommt nicht aus dem Haus, wenn die Rollläden unten sind und der Strom ausfällt? Und wenn‘s brennt?

Oh Mann, da hat jemand nicht für 5 Pfennig von 12 bis mittags gedacht...

andwein am 21 Mai 2019 11:28:18

Eine faktisch richtige Zusammenstellung! Könnte man aber auch anders ausdrücken. Aber das wundert mich auch immer, Türen mit Zahlencode, noch besser mit App, etc, etc. alles nach dem Motto: Strom steht bei uns immer zur Verfügung. Ich habe bis heute in Städten zwei massive Stromausfälle mit über 6-8h und 3 massive Telefon/Internetausfälle mit über 2 Tagen erlebt. Und meine Erfahrung sagt mir: das kann immer wieder einmal passieren! Fazit: Entweder mit Backup-Lösungen vorsorgen oder wichtige Dinge immer zugängig halten.
Nur meine Ansicht, Gruß Andreas

andreasnagel am 20 Jun 2019 18:58:44

Moin.

Ich habe nun meine Solarzellen auf dem WoMo-Dach mit einem Umschalt-Relais auch an das Hausnetz angeschlossen. So habe ich die Schaltung realisiert:



Dies ist der angeschlossene Microwechselrichter:



Den Microwechselrichter wollte ich nicht parallel gleichzeitig zum Solarladeregler anschließen, daher habe ich ein Umschalt-Relais dazwischen geschaltet. Das Relais zieht an und schaltet vom Solarladeregler (WoMo) zum Microwechselrichter (Hausnetz) um, wenn der manuelle Schalter eingeschaltet wird und der Ausgang des Votronic-Batteriecomputers bei über 90 % Batterieladung eingeschaltet ist.

Der Microwechselrichter, Kabel, Relais, Stecker, Sicherungsautomat, Stromzähler etc. haben zusammen ca. 180 € gekostet. Ich bin schon sehr gespannt, wann ich die Ausgaben wieder drin habe. Viel wichtiger ist mir aber die Bastelei, die Machbarkeit und das gute Gefühl, Solarstrom zu produzieren.

Viele Grüße,
Andreas

Energiemacher am 20 Jun 2019 19:27:13

andreasnagel hat geschrieben:sofern sicher gestellt ist, dass kein Strom in das externe Netz eingespeist wird. Ggf. muss der Stromzähler dafür ausgetauscht werden.

Es kann also nicht mehr Strom produziert werden, als zum jeweiligen Zeitpunkt verbraucht wird.



Da ist viel falsches in dem Satz, Sorry!

Du kannst mit einem Stromzähler, auch mit einem "anderen" keine Einspeisung in das Ortsnetz unterbinden.

Das Problem mit solchen Guerilla-Solaranlagen und alten Ferrariszählern ist, das diese keine Rücklaufsperre besitzen.
Das ganze kann man ja selbst testen. Alle Verbraucher, bei bester Solarernte, abschalten.
Digitale Zähler wie sie eben nun nach und nach eingebaut werden, können nicht rückwärts laufen.

Der Zähler bestimmt ja auch nicht wie viel "Strom produziert" wird.
Es wird soviel eingespeist, wie das Modul bzw. der WR kann.
Wenn du also 200W einspeisen kannst, aber nur 100W benötigst, werden 100W dem EVU zur Verfügung gestellt.

Dieses Grundlegende Verständnis ist m.E. deutlich wichtiger ob man Kwh oder kwH tippt. ;D


Auch wenn viele Shops diese Guerilla-Anlagen als harmlos darstellen, man sollte schon wissen was man tut.


Grüße von einem 500WP Guerilla-Solar-Betreiber mit einem jährlichen Ertrag von ca. 490kWh

andreasnagel am 20 Jun 2019 20:10:59

Moin.

Mir ist nicht klar, was an den Sätzen falsch sein soll. Mal anders formuliert:

Damit kein Strom in das Netz eingespeist werden kann, muss ein Stromzähler mit Rücklaufsperre installiert sein. Ist das noch nicht der Fall, muss der vorhandene Stromzähler gegen einen mit Rücklaufsperre ausgetauscht werden.

Energiemacher hat geschrieben:Du kannst mit einem Stromzähler, auch mit einem "anderen" keine Einspeisung in das Ortsnetz unterbinden.


Doch, das kann ich. Genau das ist die Aufgabe der Rücklaufsperre.

Energiemacher hat geschrieben:Der Zähler bestimmt ja auch nicht wie viel "Strom produziert" wird.
Es wird soviel eingespeist, wie das Modul bzw. der WR kann.


Ich bin nicht sicher, wie es sich mit der Rücklaufsperre des Stromzählers verhält, aber mein Solarladeregler im Womo macht, zusammen mit dem Innenwiderstand der Aufbaubatterie, genau dieses: Wenn die Batterie voll ist, wird weniger Strom produziert, als die Solarpanels eigentlich produzieren könnten.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Rücklaufsperre des Stromzählers den Widerstand erhöht, so dass der Microwechselrichter die Leistung zurück fährt.

Viele Grüße,
Andreas

Energiemacher am 20 Jun 2019 20:20:09

andreasnagel hat geschrieben:
Damit kein Strom in das Netz eingespeist werden kann, muss ein Stromzähler mit Rücklaufsperre installiert sein. Ist das noch nicht der Fall, muss der vorhandene Stromzähler gegen einen mit Rücklaufsperre ausgetauscht werden.


Nein, eben nicht!

Die Rücklaufsperre, verhindert wie der Name schon sagt den Rücklauf des Zählers.....jedoch nicht den Rückfluss!

Siehe z.B. --> Link
Code: --> Link
Zweirichtungszähler und Einrichtungszähler

Ein Zweirichtungszähler kann aus dem Netz bezogene und in das Netz eingespeiste Energiemengen getrennt erfassen. Dies ist z. B. nötig, wenn von einer eigenen Photovoltaikanlage des Konsumenten Einspeisungen erfolgen und die Einspeisevergütung anders ist (für neue Anlagen in der Regel geringer) als der Preis für bezogenen Strom. Der Zweirichtungszähler übernimmt dann die Funktionen eines Einspeisezählers und eines Bezugszählers.

Ein technisches Detail ist hierbei wichtig. Es gibt phasenbezogene Zweirichtungszähler, die für jede der drei Drehstrom-Phasen getrennt die Energieflüsse für beide Richtungen erfassen. Dies ist unter Umständen nachteilig für den Betreiber: Es kann nämlich sein, dass eine Photovoltaik-Anlage nur in eine Phase einspeist, der Bezug aber gleichzeitig zumindest zum Teil über andere Phasen erfolgt. Dann wird vom Betreiber für zumindest für einen Teil des Strombezugs der Bezugspreis bezahlt, während er gleichzeitig für eingespeiste Energie nur die niedrigere Einspeisevergütung erhält. Effektiv wird der Eigenverbrauch niedriger angesetzt, als er tatsächlich ist. Diese Situation wird vermieden durch Verwendung eines saldierenden Zweirichtungszählers, der die Summe der Energieflüsse aller drei Phasen ermittelt (wie es sonst auch ein gewöhnlicher Ferraris-Zähler tut) und dann diese Summe je nach Richtung des Energieflusses registriert. Es gibt auch Zähler, die je nach Einstellung phasenbezogen oder saldierend arbeiten. Der saldierende Modus kann auch mit “Ferraris-Modus” gekennzeichnet sein.

Von einem Einrichtungszähler würde man normalerweise erwarten, dass er nur Energieflüsse in einer Richtung registriert. Tatsächlich gibt es Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre, bei denen dies so ist. (Es gibt Ferraris-Zähler, bei denen die Mechanik das Rückwärtslaufen verhindert, und elektronische Zähler, die konstruktionsgemäß ebenfalls nie rückwärts zählen.) Es gibt jedoch auch Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre, die also bei Energiefluss in der anderen Richtung rückwärts laufen; so verhält sich ein gewöhnlicher Ferraris-Zähler.



Du kannst deinen Netzanschluss nicht mit einer Insel (eben dein Womo) vergleichen.

In einer Insel funktionieren diese Modulwechselrichter sowieso nicht, da die syncronisierende Netzfrequenz fehlt.

Die "Sperre" betrifft tatsächlich nur das Zählwerk.
Ansonsten müssten ja große Dioden im Zähler sein.


Grüße

yellowmellow am 20 Jun 2019 20:37:13

Kauf dir einen Mitsubishi-Hybriden, der kann seinen Batteriestrom an das Haus abgeben...

--> Link

andreasnagel am 20 Jun 2019 20:37:37

Okay, das habe ich jetzt verstanden.

Wenn ich also mehr Strom produziere als ich gerade verbrauche, geht der Überschuss ins Stromnetz. Ich bekomme dafür kein Geld (was mir egal wäre), ich habe kein Problem mit Steuerhinterziehung und mein Stromversorger freut sich über den kostenlosen Strom.

Da meine Grundlast zwischen 150 und 200 W liegt, wird das bei 360 Wp liegend auf dem WoMo-Dach auch eher selten vorkommen.

Viele Grüße,
Andreas

Energiemacher am 20 Jun 2019 20:43:50

Ja, jetzt hast du es. :-)

Deswegen sollte man eine Guerilla-Anlage auch an die Grundlast anpassen.
Oder es wird schon etwas aufwendiger.

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