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Panorama-Fenster bei Leihmobil weggeweht Haftung? 1, 2, 3


rkopka am 24 Mai 2019 11:21:46

TomCamp hat geschrieben:Aber was macht man denn als erstes wenn man sein Haus verlässt ?
Schauen ob alle Fenster dicht sind.

Du hast im Sommer immer alle Fenster im Haus geschlossen, wenn du weggehst ? Kommt vielleicht auf das entsprechende Objekt an. Bei mir sind immer einige Fenster auf, ohne daß was passieren kann. Auch im Womo ist zumindest das Klofenster immer auf im Stand. Meistens auch mindestens eine der Dachluken, wenn das Wetter halbwegs stabil aussieht.

Was wäre denn gewesen wenn es zwischenzeitlich geregnet hätte, wer wäre dann Schuld ?

Regen ist was anderes. Wobei ein leichtes Aufstellen bei normalem Regen nicht gleich eine Katastrophe ist. Aber das mit der Anwesenheit hätte bei einem plötzlichen Windstoß gar nichts geändert. Zumal die Einweisung ja anscheinend nichts darüber gesagt hat.

Wie umfangreich soll denn eine Einweisung sein und was soll da alles behandelt werden ?
Da ist ja der Urlaub vorher zu Ende.

Stimmt, aber andererseits soll man mit allen möglichen für einen vielleicht neuen Vorgängen korrekt umgehen. Das sollte auch erklärt werden. Immerhin soll man ja am Ende meist unterschreiben, daß man jetzt alles weiß. Wie soll das gehen bei einer miesen Einführung, weil noch 2 andere Mieter da sind und ungeduldig werden und der Angestellte, der kaum Ahnung hat vom entsprechenden Womo, es nur schnell hinter sich bringen will, nachdem er gnädigerweise nach einiger Wartezeit endlich zur Einweisung kommt, obwohl die Kunden schon längst weg sein wollen. Soll und Ist kollidieren da schnell mal. Hab ich selber erlebt an einem Freitag als ich mein (gekauftes) Womo abgeholt habe und alle im Streß waren.

Anleitungen lesen ist ein anderes Problem. Ich mach das selbst bei einem neuen PKW und entdecke da teils interessantes :-). Aber es ist wohl nicht sehr beliebt.

RK

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Gast am 24 Mai 2019 12:47:48

Anscheinend setze ich zu viel voraus. :roll:

Ich weiss nicht, aber ich habe den Eindruck das wir langsam aber sicher Amerikanische Verhältnisse bekommen, wo alle möglichen und unmöglichen Konstellationen via Aufkleber oder Listen beschrieben werden müssen.

Wenn ich schon bei Fenstern, also wann und ob man sie nun auflässt oder wie man sie korrekt bedient explizit einweisen muss, wird es bei anderen Themen dann ja richtig komplex.

Da werden dann die Vermieter ellenlange Checklisten mit Hinweisen haben, die einzeln gegengezeichnet werden müssen, nur um sich abzusichern das sich ein Kunde nicht später seiner Verantwortung entzieht.

Also ich muss ehrlich sagen das ich Vermieter nicht beneide.

bjoernkrueger am 24 Mai 2019 13:06:16

Moin!

Ich glaube nicht, dass Du begriffsstutzig bist.
Es geht ja auch nicht darum, dass ich mich vor dem Schaden drücken will.
Aber es muss ja erlaubt sein, den Schaden möglichst zu minimieren, sofern man natürlich bei der Wahrheit bleibt, und nicht irgendetwas erfindet.

Und die Erfahrungen mit dem Verleihshop waren derartig schlecht, und das Wohnmobil hatte noch zahlreiche darüber hinaus gehende Mängel (kurbelt Ihr mal 5 Tage lang das elektrische Hubbett mit einer Kurbel manuell hoch und runter...), dass ich mich einfach sehr ärgere, dass ich jetzt knapp 600€ draufzahlen soll. Und dazu noch einen ganzen Tag verloren zu haben, an dem ich mit meiner Familie stattdessen eine schöne Zeit im Disneyland zu verbringen.

Aber wie gesagt, immer schon bei der Wahrheit bleiben, aber trotzdem Möglichkeiten suchen, den Schaden zu reduzieren, finde ich nicht anstößig.

Viele Grüße,

Björn

bjoernkrueger am 24 Mai 2019 13:19:24

Oh, da gab es in der Zwischenzeit noch weitere Posting.
Das mit den amerkanischen Verhältnissen sehe ich bei manchen Dingen auch.
Z.B. hatte ich einen Gasgrill mit, und dessen Bedienungsanleitung habe ich gelesen. Da standen solche absurden Sachen drin wie "den Grill zur Reinigung nicht in den Geschirrspüler stellen", oder besonders lustig, "Undichtigkeiten an den Gasleitungen nicht mit einer offenen Flamme suchen", und noch mehr solcher absurden Hinweise.

Aber eine kurze Erklärung bei der Übergabe, wie die Verriegelungshebel funktionieren, oder dass die Teleskopverstell-Teile nicht dazu da sind, ein Überklappen zu verhindern, fallen nach meiner Ansicht nicht in diese Kategorie.
Wofür sind denn die Teleskop-Dinger sonst? Klar, dass man das Fenster variabel aufstellen kann. Aber wenn eine heftige Böe kommt, und das Fenster trotz festgedrehter Schrauben überklappen kann, und man dafür die Schuld bekommt, ist das doch unlogisch.
Sobald man das Panoramafenster mehr als einen Spalt weit öffnet, lässt es sich außer über die Schrauben an den Teleskop-Dingern ja gar nicht feststellen.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr finde ich, dass die mindestens einen Teil des Schadens übernehmen müssten.

peter1956 am 24 Mai 2019 13:39:20

"Große Diskussion" :razz: :roll:

Wenn ich etwas Ausleihe und mir geht etwas kaputt, dann stehe ich für den Schaden gerade und ersetze diesen. Egal ob mit oder ohne Versicherung.

bjoernkrueger am 24 Mai 2019 13:52:03

Demnach müsste ich ja auch das defekte Hubbett ersetzen, denn das hat ja vor der Übergabe auch funktioniert.

Tinduck am 24 Mai 2019 14:06:42

pssst, der Vermieter könnte mitlesen :D

bis denn,

Uwe

herrhausk am 24 Mai 2019 14:33:31

Da unterscheidet das BGB

die Leihe § 598 - 606 BGB "Der Entleiher hat die gewöhnlichen Kosten der Erhaltung der geliehenen Sache zu tragen"
--> Link

und die Miete § 535 ff. DBG "Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten."
--> Link

Ein Leihen bedeutet ein kostenfreies überlassen einer Sache. Bezahle ich was für die Überlassung des Womo´s, handelt es sich um eine Miete.

Darüber hinaus sind natürlich die AGB´s der Vermieters und der Mietvetrag zu prüfen. Da kann natürlich alles Mögliche drin stehen - ob das auch rechtlich haltbar ist, kann dir jemand beantworten, der das min. 9 Semester studiert hat.

WomoToureu am 24 Mai 2019 15:36:04

Du hast selbstverständlich Recht, allerdings bezweifele ich das es Sinnvoll ist das Wort "Leihen" juristisch zu bewerten. Gemeint ist auch hier offenbar die "Miete" gegen Entgeld.

Bei einem Mietfahrzeug sind normale Abnutzung und normale Defekte selbstverständlich nicht vom Mieter zu ersetzen. Bei einem nicht verschlossenen Fenster bzw. Hubdach jedoch handelt es sich eben nicht um ein normalen Defekt sondern offensichtlich um ein Bedienungsfehler der zu Lasten des Mieters geht. Dieser hätte vor Verlassen des Fahrzeugs alle Fenster und Dachluken schließen müssen, was er nicht getan hat.

bjoernkrueger am 24 Mai 2019 15:38:16

Und wenn der Schaden passiert wäre, wenn ich vor dem Wohnmobil gegrillt hätte? Also gar nicht weggegangen wäre?

wolfherm am 24 Mai 2019 15:45:32

Vorschlag: Bevor jetzt hier weiter mit semi-juristischen Kenntnissen um sich geworfen wird, sollten wir vielleicht abwarten, wie dieser konkrete Fall zwischen unserem User und dem Vermieter weiter geht oder aber abschließend geregelt wird.


Wenn gewünscht, kann ich hier derweil schließen und wieder öffnen, wenn es neue Informationen gibt.

andwein am 25 Mai 2019 11:44:22

bjoernkrueger hat geschrieben: oder besonders lustig, "Undichtigkeiten an den Gasleitungen nicht mit einer offenen Flamme suchen", .

Du solltest auch andere Beiträge im Forum lesen. Da gibt es einige die Gaslecks mit dem Feuerzeug suchen!!
Gruß Andreas

Gast am 25 Mai 2019 12:04:28

Also nach der Methode ... ?
... wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her

schaetzelein am 25 Mai 2019 18:32:18

wenn ich Zeit hätte, würd ich Chips und ein alkfreies Bier holen :D

eigentlich ist es ganz einfach. Das Fahrzeug ist Kasko versichert. In der Teilkasko sind die Fenster versichert, egal wie sie kaputt gegangen sind. Ob es ein Sturmschaden war oder einfach nur falsche Bedienung, das Fenster ist kaputt und kann über die Teilkasko Versicherung abgewickelt werden.
Es wird ein ausgemachter Selbstbehalt abgerechnet und den hast du, wie ich es verstanden habe, über eine zusätzliche Versicherung abgedeckt. Wie der Händler das Fenster abrechnen lässt ist nicht dein Problem. Er trägt auf alle Fälle den SB, ob er sich abfinden lässt oder die komplette Rechnung einreicht.
Anders siehts bei der Mwst. aus, die bekommt er als Umsatzsteuerpflichtiger nicht erstattet, weil er sie als Vorsteuer beim Finanzamt wieder geltend machen kann.
Du bist am Ende nur für den SB zuständig, egal was das Fenster kostet.

mithrandir am 26 Mai 2019 10:45:11

schaetzelein hat geschrieben:Du bist am Ende nur für den SB zuständig, egal was das Fenster kostet.

So sehe ich das auch. Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht.
Schaden beim Vermieter melden, abwarten, wascdie Teilkasko sagt und wenn sie zahlt, SB bei der zweiten Versicherung einreichen. Das ist sicher weniger Aufwand als die Diskussionsbeiträge hier.
Wenn die Teilkasko sich quer stellt, wird es tatsächlich doof, aber dann kann man ja immer noch die großen Geschütze rausholen.

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 08:31:42

OK, so hatte ich das anfangs ja auch gesehen, und mich gefragt, warum die sich so quer stellen.
Die haben gesagt, es sei kein Kaskoschaden, denn es wäre Selbstverschulden gewesen.

Ich erinnere mich, mein Bruder hatte mal einen schweren Unfall, bei dem er sich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit überschlagen hatte, und sein Auto komplett zu Schrott gefahren hat. Es war ein Totalschaden, aber damit er wenigstens ein Bisschen Geld bekommt (er hatte keine Vollkasko), hatte er damals die Glasschäden seiner Teil-Kaskoversicherung in Rechnung gestellt, und auch bezahlt bekommen.
Und bei ihm war das ja nun auch eindeutig Eigenverschulden.

Ich bin ja auch gar nicht der Versicherungsnehmer, sondern der Halter, und damit die Vermietstation.
Im Grunde kann ich ja gar nichts tun, außer dem Vermieter sagen, er soll den Schaden über die Kaskoversicherung abrechnen, und mir dann die SB in Rechnung stellen.

Was aber, wenn er sich weigert (das tut er)? Ich habe den Schaden ja auch bereits bezahlt (allerdings unter Vorbehalt).

Mir liegt ja auch keine Rechnung vor, sondern nur der Kostenvoranschlag, der Basis für die Schadenhöhe war.

Wie soll ich denn jetzt vorgehen? Ich kann den Vermieter ja nicht zwingen, den Schaden bei seiner Versicherung zu melden.

Ist zwar im Prinzip alles einfach, aber leider nur im Prinzip.

Viele Grüße,

Björn

herrhausk am 27 Mai 2019 08:49:53

Hallo Björn,

hast du eine Rechtsschutzversicherung?

Wenn ja, dann geh zum Anwalt. Wenn du keine abgeschlossen hast, könnte der Weg zur Verbraucherzentrale sinnvoll sein.

VG HerrHausK

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 10:23:56

Moin!

Ja, hab ich. Bevor ich das Fass aufmache, habe ich jetzt erstmal bei der Vermietstation nochmal nachgehackt, und deutlich gemacht, dass ich der Ansicht bin, dass die TK eintreten muss.

Parallel habe ich den Vorgang bei der Rechtsberatung vom ADAC geschildert, und um Rat gebeten.

Bin schon gespannt, wie es sich entwickelt.

Viele Grüße,

Björn

FWB Group am 27 Mai 2019 10:45:04

Nun, ich sehe das etwas anders!

Für 70 € zum Anwalt, der, sollte es vor Gericht gehen, da ein Vielfaches von dem kostet, was der wirkliche Schaden war?
Verliert der User vor Gericht, kommen zum eigenen Schaden auch noch die Kosten des generischen RA.

Im Übrigen, nicht jeder, der neun Semester studiert hat, kennt sich mit Wohnmobilen aus.
Verbraucherschutz Zentrale dito.

Ich würde als 1. das direkte Gespräch mit dem Vermieter suchen, bevor ich mich auf Halbgewalktes ala RA oder auf eine unbedarfte Verbraucherschutztante einlasse.
Höflich und nett, aber bestimmt ist schon mal ein Ansatz. Wobei "bestimmt" sich nicht darauf beziehen sollte, Fehler beim Vermieter zu suchen.

Zum TE: Wie weit muss man als Vermieter gehen, damit der Mieter etwas als Kulanz erkennt.
Macht ein Vermieter dies zu seinem Geschäftsmodel, ist dieser irgend wann Pleite.

Aus unser täglichen Erfahrung kann ich nur sagen..... Ich habe es in 10 Jahren Vermiet - und Werkstattalltag gelernt, das man
selbst bei nagelneuen Vermietfahrzeugen bei der Rückgabe ganz genau hinschauen muss.

Dabei muss man 4 Dinge auseinander halten.

1. Schäden, die dritte am Fahrzeug gemacht haben könnten ( Parkrempler am Supermarkt ).
2. Schäden, die eindeutig der Mieter gemacht hat. ( Fenster in einem Wohnmobil sind nun mal etwas anders als zu Hause ).
Hier kann man sich als Mieter schon aus Eigeninteresse, nämlich um seine Kaution zu behalten, ausführlich vorab im Internet erkundigen, wie so was funktioniert.
3. Dinge, die einfach aus Konstruktionsfehlern des Herstellers oder durch bedingungsgemäßen Gebrauch kaputt gegangen sind. ( defekte Tauchpumpe zum Beispiel )
4. Schäden, der der Mieter gemacht hat und dies bewusst verheimlicht! (nebenbei bemerkt --> die grösste Gruppe inzwischen ).

Letzteres beginnt damit, das man für die Rückgabe viel zu spät angekommen ist und nun leider nur 30 Minuten als Mieter für die Rückgabe hat,
da dann ja das Pokalspiel beginnt.
Bis hin zu einem Quiz, wo Mieter mit uns ein Frage - und Antwortspiel machen möchten, ob ich den die neue Macke finde.......
Das ist alles für Mieter kontraproduktiv, dann dauert die Übergabe halt 3 Stunden und gut.

Abschließend, wo soll da noch eine Kulanz für einen Mieter herkommen, der nett und höflich, aber bestimmt nach Kulanz fragt,
obwohl der Mieter weis, das er den Schaden verschuldet hat?

Amerikanische Verhältnisse?
Das muss so sein. Es gibt nichts, was es im Vermietalltag nicht gibt...........

Durch den Boom in der Branche bilden wir jedes Jahr fast 100 Neucamper aus, die, von wenigen Ausnahmen mal abgesehen,
überhaupt keine Lust haben, sich mit den Dingen vorab zu befassen. Viele davon denken sich bei Anmietung ein Wohnmobil zu mieten,
ist genau so einfach, wie ein Auto bei Sixt zu mieten.

Dem ist nicht so.

AntonCoeln am 27 Mai 2019 10:53:36

Ich würde den Vermieter gleich noch fragen wann die letzte Legonellen Prüfung bei dem Fahrzeug war und ob diese auch von einer Staatlichen Stelle durchgeführt wurde, und waren alle für die Trinkwasserversorgung sich im Fahrzeug befindliches Zubehör überhaupt für Trinkwasser geeignet?

Es könnte sein das der Vermieter dann einlenkt

andwein am 27 Mai 2019 11:03:07

bjoernkrueger hat geschrieben:.....Mir liegt ja auch keine Rechnung vor, sondern nur der Kostenvoranschlag, der Basis für die Schadenhöhe war. Björn

Dir liegt von einem gewerblichen Vermieter keine Rechnung vor, aber du hast bezahlt. Also Schwarzgeld!!
Melde das dem Finanzamt, dass der Vermieter Geld kassiert ohne Rechnung. Das Geld ist zwar immer noch fort, aber der Vermieter wird über sein Geschäftsgebahren nachdenken müssen.
Fies, aber korrekt, Gruß Andreas

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 11:45:36

Wow, das mit den Legionellen und dem Schwarzgeld ist ja eine coole Sache :D
Das ist dann die Munition, die man rausholt, wenn alles andere nicht wirkt...

Aber mal ehrlich, so weit würde ich nicht gehen.

Das mit der fehlenden Rechnung ist bestimmt auch den mangelnden Fähigkeiten des Mitarbeiters geschuldet, der die Übergabe und Rücknahme gemacht hat. Vermutlich versteht er (auch) davon nichts...
Wirklich eine unglaubliche Person. Sehr nett aber komplett inkompetent.

Ich werde aber trotzdem gleich noch nach der Rechnung fragen, das ist ja nichts Ungewöhnliches, dass man für etwas, was man bezahlt hat, auch eine Rechnung haben will.

Viele Grüße,

Viele Grüße,

Björn

FWB Group am 27 Mai 2019 11:57:03

Aufgepasst...... :wink:

1. Legionellen.
Die dt. Trinkwsserverordnung sagt nichts davon, das eine Prüfung bei Vermietfahrzeugen diesbezüglich von einer amtlichen Stelle gemacht werden muss.
Richtig ist, das gewerbliche Vermieter die Tankdesinfektion usw. jährlich schriftlich dokumentieren müssen, mehr nicht.

Im Übrigen, was will ein Vermieter dagegen tun, wenn Mieter entgegen der Anweisung aus dem Übergabeprotokoll
Bachwasser an einer öffentlich zugänglichen Wasserstelle, zum Beispiel in Griechenland, tankt ?

2. Einen Kostenvoranschlag weiter zu reichen, (geht auch extrem teurer - Gutachten auf Gutachterbasis) ist gängige Praxis und hat nichts mit Schwarzgeld zu tun.
Wir sind in der Saison und jedes kleines Kind weis, das die Werkstätten derzeit an der Kapazitätsgrenze arbeiten.

Ich bekomme von meinem Handelspartner ( Renault ) den Hinweis, mein defektes Womo ist das 19. in der Schlange.
Reparaturtermin dafür, Stand letzten Freitag, 24.07.2019.
Erst wenn die Reparatur erfolgt ist, gibt es eine Rechnung. Bis dahin ist die Aussage "Schwarzgeld" völliger Nonsen!

spinnerei am 27 Mai 2019 12:12:08

Hallo,

bei der Diskussion kommt bei mir die Frage auf, was passiert eigentlich, wenn sich der Vermieter weigert, einen Schaden an seine Versicherung zu melden. Mal extrem gesagt, ich schmeisse das gemietete Fahrzeug durch meinen Fehler den Hang hinunter und die Kasse ist Schrott.

Kann jetzt der Vermieter sagen, Pech gehabt, ich melde es der Teilkasko oder Vollkasko nicht, sondern halte mich an den Mieter, der soll den vollen Schaden zahlen?

Elgeba am 27 Mai 2019 12:14:34

Man kann aber auch auch auf das ganze Brimborium incl.ellenlanger Threats verzichten,den verursachten Schaden bezahlen und damit ist die Sache durch.


Gruß Bernd

Elgeba am 27 Mai 2019 12:17:20

FWB Group hat geschrieben:Nun Björn.
Ich sehe das ähnlich, du hast noch Anstand.
Die meisten haben den leider nicht mehr, wir können davon ein Lied singen.

Kein Problem, etwas teuer die Sache, aber es ist halt so wie es ist.
Rechnung einreichen bei deiner Selbstbehalt Reduzierungsversicherung und gut.

Private Haftpflicht wird sehr wahrscheinlich für die Restsumme nicht aufkommen.
Hier einfach die Versicherungsbedingungen lesen.

Nach meinen Erfahrungen zahlen Versicherungen immer nur das, was ich versichert habe, nicht das was ich versichert haben sollte! :wink:


Frank,Deinen Job möchte ich nicht haben,nicht für Geld und gute Worte.

Gruß Bernd

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 12:25:54

Man kann aber auch auch auf das ganze Brimborium incl.ellenlanger Threats verzichten,den verursachten Schaden bezahlen und damit ist die Sache durch.


ja, kann man, wenn man einen Dukatenesel im Keller hat, und Beträge von 600€ einem vierspurig am A..... vorbeigehen.

Beides ist bei mir leider nicht der Fall, und ich fühle mich nicht, oder zumindest nicht voll verantwortlich für den Schaden.

Und da werde ich mich ja wohl erkundigen dürfen, wie die Voraussetzungen sind, damit ich die mir nach meiner Ansicht zustehende Erstattung bekommen kann.

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 12:30:51

bei der Diskussion kommt bei mir die Frage auf, was passiert eigentlich, wenn sich der Vermieter weigert, einen Schaden an seine Versicherung zu melden.


Genau. Die Frage hatte ich ja auch gestellt, weil genau das ja bei mir der Fall ist. Ich sage, der Schaden soll bei der Versicherung eingereicht werden, und die sagen, ätschbätsch, machen wir nicht, Sie haben den Schaden selbst verursacht, Pech gehabt.

Und nun?

Aber das müssen wir jetzt nicht nochmal durchkauen, ich habe denen nochmal geschrieben, beim ADAC nachgefragt, und wenn das alles nichts bringt, kann ich über weitere Schritte nachdenken. Eine Option ist dann sicher auch, den Schaden zu bezahlen (wenn z.B. der Anwalt vom ADAC sagt, dass es aussichtslos ist).

Viele Grüße,

Björn

Tinduck am 27 Mai 2019 12:52:23

Das dürfte den Mieter eigentlich nicht interessieren, wo oder wie der Vermieter den Schaden abwickelt. Das Fahrzeug ist versichert, und der Mieter haftet maximal mit dem Selbstbehalt. Wenn die Versicherung grobe Fahrlässigkeit vermutet, kann sie sich den Schaden vom Mieter bezahlen lassen (oder es zumindest versuchen), aber der Vermieter hat damit nix zu tun.

So habe ich zumindest die Funktion von Versicherungen bei Vermietung verstanden.

Wenn der Vermieter nicht die Versicherung in Anspruch nimmt, gibt ihm das nicht das Recht, den Schaden komplett vom Mieter begleichen zu lassen! Er kann ihn natürlich selber tragen, aber mehr als den vertraglich festgeschriebenen Selbstbehalt (oder die Kaution) aus dem Mietvertrag kann er in keinem Fall fordern, ohne vor Gericht zu klagen. Und damit das Erfolg hat, müssen schon besondere Umstände vorliegen, nicht so eine ‚popelige‘ Nachlässigkeit wie das hier betroffene Fenster.

bis denn,

Uwe

Trashy am 27 Mai 2019 13:08:25

Sind denn die Selbstbehalte bei Mietfahrzeugen so hoch bzw. können so hoch abgeschlossen werden??
Dann wären die 600 Piepen u.U. kein Versicherungsfall und würden tatsächlich rein aus der Kaution heraus bezahlt werden.
Also kommt der Mieter hier zu 100% für den Schaden auf, es sei denn er hat eine CDW Ausschluss Versicherung.

spinnerei am 27 Mai 2019 13:11:37

Hallo Uwe,

so hätte ich das auch verstanden, aber ist es auch so? Vielleicht kann man Frank (FWB Group) was dazu sagen, er hat sicherlich dazu Erfahrung.

Ich kenn es bisher nur aus Australien, wo vorher eindeutig gesagt wurde, daß Single Rollover auf Gravelroads nicht versichert ist und man damit als Mieter den Schaden voll zahlen muss. Und das dann auch bei Zusatz-Cover, also Selbstbehaltverzicht. Aber das sinds halt auch andere Länder und damit andere Sitten.

Viele Grüsse
Alwin

Trollo am 27 Mai 2019 13:34:20

Moin

Wenn ein Schaden durch unsachgemäße Handhabung entsteht, muss der Mieter ihn übernehmen soweit die Versicherung den Schaden nicht deckt.

Das ist doch klar und logisch, warum sollte der Vermieter dafür grade stehen, wenn der Mieter ein Fenster auflässt und dadurch bei Wind eine Beschädigung aufweist?

Ich verstehe nicht, was es da zu diskutieren gibt. Bei meinem Wohnmobil müsste ich den Schaden ja auch selbst übernehmen.

Gruß

Michael

rkopka am 27 Mai 2019 14:08:19

Trollo hat geschrieben:Wenn ein Schaden durch unsachgemäße Handhabung entsteht, muss der Mieter ihn übernehmen soweit die Versicherung den Schaden nicht deckt.

Zuletzt war die Frage aber, was ist, wenn der Vermieter es gar nicht erst einreicht ? Der Mieter ist ja kein Kunde, mit dem redet die Versicherung nicht. Also kann es schwierig sein, hier weiterzukommen, wenn der Vermieter blockt. Und was macht dann die SB Versicherung ? Geht die nur bei einem Versicherungsfall ?

RK

FWB Group am 27 Mai 2019 16:10:56

Hi
Ich schreib weiter oben bereits, das es gängige Praxis in der Branche ist ( hängt von der Versicherung ab ),
das die fällige Kaution in der Höhe des SB Betrages der Teil- und Vollkaskoversicherung eines Selbstfahrvermietfahrzeuges festlegt.

Ich tat das an einem Beispiel der Kaution in Höhe von 1.500 €.

Ein Selbstfahrvermietfahrzeug ( also das Fahrzeug , das ausschliesslich ein Mieter fährt ) unterliegt ob der Anzahl von mehreren Mietern anderen Versicherungsbedingungen,
als ein ausschließlich privat genutztes Fahrzeug ( Womo ), das nicht als Selbstfahrvermietfahrzeug zugelassen ist.

Beispiel ( nagelneuer AHORN / Baujahr 19 ) zugelassen auf privat mit 25 % SF Betrag kostet mich 368 € pro Jahr, mit 150 SB bei Teilkasko und 300 € SB bei Vollkasko.
Das gleiche Auto in der Vermietung kostet mich 1.404 € mit jeweils 500 € SB Teilkasko und 1000€ SB Vollkasko, inklusive Unterschlagungsschutz (zugelassen als Selbstfahr - Vermietfahrzeug).

Ein kleiner, aber nicht unerheblicher Unterschied, auch vom Kostenaufwand her.

Und es gibt noch ein drittes Modell, im privaten Carsharing.
Hier sind die Fahrzeuge nicht als Selbstfahrvermietfahrzeuge zugelassen, sondern privat.

Demzufolge zahlt der Vermieter nur eine eigentlich private Versicherung. Im Falle einer eventuellen Vermietung gegen Entgeld schliesst der
Vermieter tag genau eine Zusatzversicherung für die Vermietung ab.

Hier gibt es immer wieder Ärger für Mieter, weil häufig die vormals privat abgeschlossene Versicherung nicht über das "vermieten wollen" durch den Hobby Vermieter informiert wurde
und daher im Leistungsfall die Regulierung verweigert.

Potentielle Mieter sollten sich also vorab schriftlich bestätigen lassen, das es sich bei dem "Objekt der Begierde"
wirklich um ein ordentlich zugelassenes "Selbstfahrvermietfahrzeug" handelt .

Was mir in der Debatte hier irgend wie an Zusammenhang fehlt und das ist leider immer so, weil man die betreffenden Unterlagen etc nicht einsehen kann,
ist, das der TE sagt, er hat 600 € bezahlt.
Ich nahm an, das der Vermieter 1500 € Kaution genommen hat und nun nur die Differenzsumme, nämlich 900 € Restkaution ausbezahlt hat.
Nun schrieb der TE, das er nur 500 Kaution ( oder meinte der TE hier nur die SB Summe aus der Teilkasko ??) gezahlt hat.

Daher die Fragen:
Hat der Vermieter nur 500 € Kaution genommen, diese nun einbehalten und der TE hat die restlichen 100 € extra zusätzlich bezahlt ?
Welcher Art Vermieter war der Vermieter vom TE ? Selbstfahrvermietfahrzeug oder nicht ? Was stand in der Zulassung ?
Wie waren die SB Dinge der Teil u. Vollkaskoversicherung in der Vermietung?
Selbstbehalt Reduzierungsversicherung abgeschlossen oder nicht und wenn ja in welcher Höhe ?
Wie wurde dann bei der Rückgabe vom Vermieter agiert? Gibt es ein Rückgabeprotokoll, in dem der Schaden aufgenommen wurde.
Gab es ein Abtretungserklärung.
usw. usw. usw.


Ich denke nicht, das es daran liegt, das der Vermieter seine Versicherung von Hause aus nicht in Anspruch nehmen will.
Hier wäre hilfreich von TE zu erfahren, was der Vermieter diesbezüglich sagt?

Gut wäre es also, das man alle Infos hat, sonst kann man dem TE nur ungenau antworten.

Und an Elgeba ( Bernd) -- > halb so schlimm.

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 16:18:52

Moin!


Also nochmal der Sachverhalt:
    - WoMo hatte eine TK-Versicherung mit 500€ Selbstbeteiligung
    Ich habe den Schaden von unterwegs an die Vermietstation gemeldet

    - Bei der Rückgabe hat man den kompletten Schaden (~570€, Basis ist ein Kostenvoranschlag) von der Kaution einbehalten, ich habe unter Vorbehalt zugestimmt

    - Einreichen bei der Versicherung wollte man den Schaden nicht, da von mir nach Ansicht der Vermietstation selbstverschuldet.

    - Rechnung habe ich nicht bekommen, habe sie aber heute angefordert, und zugesagt bekommen, dass ich sie zugeschickt bekomme

    - Damit ist die Sache für die Vermietstation offenbar erledigt (für mich aber nicht...)

Für mich hier "merkwürdig":
Die Beurteilung, ob der Schaden von der TK übernommen wird, wurde hier von der Station getroffen.
Eigentlich müsste doch der Versicherungsnehmer (der Vermieter) den Sachverhalt der Versicherung schildern, und die sollte dann beurteilen, ob sie zahlt oder nicht.

Dann gibt es 2 Möglichkeiten:
Sie zahlt
=> Vermieter stellt mir die SB in Rechnung, ich zahle das, und reiche die Rechnung bei meiner Zusatzversicherung ein
Sie zahlt nicht
=> Vermieter stellt mir die kompletten Kosten in Rechnung
Frage in dem Fall: wer würde dann mit der Versicherung in die Diskussion einsteigen, warum nicht bezahlt wurde? Ob Selbstverschulden vorliegt oder nicht? Oder (grobe) Fahrlässigkeit?
Ich selbst habe ja eigentlich gar keinen Berührungspunkt mit der Versicherung, und der Vermieter hat sicherlich keine Lust zu diskutieren.

Auf jeden Fall kann es doch nicht richtig sein, dass das Ganze so komplett an der Versicherung vorbei abgewickelt wird.

Alles Mist.

Viele Grüße,

Björn

PS: wie macht man denn hier ordentliche Listen mit Aufzählungszeichen?? Mit "List" geht's nicht...

bjoernkrueger am 27 Mai 2019 16:29:35

Kleiner Nachtrag:
-Die Kaution betrug 1.200€, einbehalten wurden entsprechend die ~570€
-SB bei Teilkasko: 500€
-SB bei Vollkasko: 1.500€
-Art des Vermieters: Kein privater vermieter, sondern eine großer, kommerzieller Vermieter von Wohnmobilen, der Bundesweit Filialen hat (darf ich den Namen hier nennen??).
-Selbstbehalt Reduzierungsversicherung habe ich. Höhe: kann ich jetzt gerade nicht sage, weil ich die Unterlagen nicht dabei habe. Ich war aber davon ausgegangen, dass sich die SB auf 0€ reduziert
-Der Schaden wurde im Rückgabeprotokoll aufgenommen

Viele Grüße,

Björn

hampshire am 27 Mai 2019 17:15:22

Danke für die Info. Bin gespannt wie es ausgeht.

taps am 27 Mai 2019 17:30:21

Hallo Björn,
wenn ich das alles so lese, beschleicht mich der Eindruck, dass Du dort mit Leuten zu tun hast, die keine Ahnung haben oder Du hast mit den falschen Leuten gesprochen.
Hattest Du ja schon angedeutet.
Da Du aber nun unter Vorbehalt bezahlt hast, ist es für die einfacher.
Sie sparen sich den Scheiss Papierkram mit der Versicherung...
Gruß
Andreas

FWB Group am 27 Mai 2019 17:41:46

Hi Björn
Nun kommt langsam ein wenig Licht in das Ganze.

Da die TK Versicherung nur 500 € SB vorsieht, müsste hier der Schaden an die Versicherung weitergeleitet werden.
Eine Einschätzung darüber hat nicht die Vermietstation, sondern die Versicherung in der Hand.

Im Grunde genommen wärst du mit 500 € ohne Selbstbehaltreduzierung dabei.
Das es nun 70 € mehr sind, macht das Kraut nicht fett.

Im Grunde genommen kannst du dich dabei ganz entspannt zurücklehnen. Geht ohne Anwalt und ohne Verbraucherschutz.
Warum.......? Na ganz einfach.

Sobald du die Rechnung über die Reparatur hast und diese bei deiner CDW Versicherung einreichst, wird der Vermieter von deiner CDW Versicherung gefragt,
ob er ( der Vermieter) diesen Schaden über seine Teilkasko abgerechnet hat?

Wenn er dies bejaht, hat seine Teilkasko Versicherung die 70 € ihm gegenüber bezahlt.
Danach muss der Vermieter dir eine Kautionsabrechnung aufmachen, die da besagt:
500 € SB Mieter durch Vermieter von der Kaution einbehalten + 70 € von Teilkasko des Vermieter etc....

Der Vermieter muss dann dir, die von dir von der Kaution eingehaltenen 70 € zurück überweisen.
Das geht aber erst, nachdem die Versicherung reguliert hat. Das wiederum geht erst wenn es über die Reparatur eine Rechnung gibt.

Dazu muss man einen Termin zwecks Reparatur bei einem Fachbetrieb haben.
Eine fiktive Abrechnung über einen Kostenvoranschlag wird in der Branche zwar angestrebt, hat aber nur Nachteile für den Vermieter.

Diese Abrechnung reichst du bei bei deiner CDW Versicherung ein.
Wenn der Selbstbehalt auf Null gerechnet wurde, bekommst du also die 500 €, die der Vermieter einbehalten hat, von deiner CDW Versicherung zurück.
Konkret, ein Vermieter kann also eine Schadensmeldung nicht einfach bei seiner Versicherung unterlassen.

Wenn der Vermieter den Schaden nicht gemeldet hat, muss also der Vermieter gegenüber deiner CDW Versicherung erklären, warum nicht.
Da bleibt deine CDW Versicherung mit Sicherheit dran! Sprich mit deiner CDW Versicherung. Die wollen von dir eine Kautionsabrechnung des Vermieters.

Da deine CDW Versicherung sich in der Materie auskennt, wird die wissen, ob dein Verhalten grob fahrlässig war und es zum Beispiel dadurch sein kann
das die Teilkaskoversicherung des Vermieters die Regulierung ablehnen kann...

Abschliessend!
Da du sagtest, es handelt sich um eine große Vermietkette würde ich mal bei Trustpilot etc. nach Bewertungen der Vermietstation googlen.
Vielleicht wirst du fündig. Eventuell könnte neben einer "angedrohten schlechten Bewertung" auch eine Vorstandsbeschwerde helfen.

Mit den Bewertungen aber Obacht.
Die Grossen in der Branche haben ganze Juristen Abteilungen, die sich auf üble Nachrede / Unterlassung usw. spezialisiert haben.
Das kann dann richtig teuer werden!!

WomoToureu am 27 Mai 2019 18:17:14

bjoernkrueger hat geschrieben:.... Oder (grobe) Fahrlässigkeit? Ich selbst habe ja eigentlich gar keinen Berührungspunkt mit der Versicherung, und der Vermieter hat sicherlich keine Lust zu diskutieren.

Auf jeden Fall kann es doch nicht richtig sein, dass das Ganze so komplett an der Versicherung vorbei abgewickelt wird...


Auf der ersten Seite hatte ich Dir geschrieben:

... alle Fenster auch Dachhauben die beim verlassen des Fahrzeugs verriegelt werden müssen..... verliert man den Versicherungsschutz.

Soviel ich weiß sind die Fahrzeugversicherungen auf den Vermieter geschrieben und dieser entscheidet ob diese in Anspruch genommen werden oder nicht. Für ihn hat das möglicherweise den Nachteil, das die Versicherung ihm eine Preiserhöhung zu kommen läßt oder ihn gar kündigt. Allein diese Möglichkeit läßt viele Vermieter bei "Vertragswidrigem Verhalten" dazu neigen, dass sie sich weigern die Versicherung in Anspruch zu nehmen und der Mieter zahlt den Schaden aus eigener Tasche.


Eingegangen bist Du auf den Beitrag nicht, fragtst etliche Beiträge immer noch, ob das denn grob Fahrlässig war und das Du nicht einsiehst das der Vermieter seine ! ! ! Versicherung nicht in Anspruch nehmen will.

Jeder weiß wenn er seine Haustür in seinem Haus nicht abschließt zahlt die Versicherung nicht, wenn Fenster auf Kipp sind auch nicht usw.

Gleiches gilt meines Erachtens ( und da haben mir ja auch mehrere zugestimmt ) dies analog auch für Kfz Fenster wobei es sogar entsprechende gesetzliche Reglung gibt ( die ebenfalls benannt wurde )

Der Vermieter würde zu seinem Nachteil handeln nun trotzdem dies der Versicherung zum melden, dazu hat er weder einen Grund, noch erscheint dies sinnvoll. Es macht ihm viel Arbeit und wenn er Pech hat kündigt ihn seine Versicherung was er sicherlich nicht will. Es gibt auch keine Rechtsgrundlage das der Vermieter seine Versicherung in Anspruch nehmen muss.

Wenn jemand diese sieht, möge er schreiben auf welcher Rechtsgrundlage der Vermieter verpflichtet sein sollte, eine grob fahrlässige Handlung mit Schadensfolge eines Mieters über seine Versicherung versuchen sollte abzuwickeln.

FWB Group am 27 Mai 2019 19:52:57

Na ganz einfach,
wenn der TE seine CDW Versicherung in Anspruch nehmen will, fragt diese zuerst den Vermieter und dessen Versicherung ab, ob diese geleistet hat.
Hat die Versicherung das nicht, muss diese das schriftlich begründen und dann leistet die CDW Versicherung auch nicht.

dieter2 am 27 Mai 2019 21:33:39

Den ganzen Ärger hat man nur wenn man Ehrlich ist.

Hättest sagen sollen in der Nacht kam eine Böe,Fenster war offen weil es zu warm war,punkt Ende.

Trollo am 27 Mai 2019 21:39:43

Toller Tipp :nein: :nein: , ändert nur leider nix am Sachverhalt

Gruß

Michael

WomoToureu am 27 Mai 2019 23:12:17

dieter2 hat geschrieben:Den ganzen Ärger hat man nur wenn man Ehrlich ist.....Hättest sagen sollen in der Nacht kam eine Böe,Fenster war offen weil es zu warm war,punkt Ende.


Nichts für ungut, aber das ist schon Hammerharte Aufforderung zum Betrug.

Ich zitiere mal aus einem Vermieterportal den Text:

Die Teilkaskoversicherung greift bei Schäden, die z.B. durch Diebstahl, Brand, Hagel/ Sturm entstehen, oder das Zerbrechen einer Fensterscheibe. Die Vollkaskoversicherung deckt darüber hinaus auch Unfallschäden, sowie Schäden durch Vandalismus ab. Die Versicherung zahlt nicht bei grob fahrlässigem oder vorsätzlichem Handeln.

Viele Mieter denken, ich bin doch rundum versichert.

Das ist leider nicht so, überfahren einer roten Ampel usw. wird in der Regel als grob Fahrlässig angesehen ( nicht immer ). Auch da zahlt die Vollkaskoversicherung nicht oder nur reduziert.

Wenn der TE den Sachverhalt so vorgetragen hat, das die große Panoramascheibe beim Parken während eines Freizeitparkaufenthalt offen war, so das der Wind diese abreißen konnte, dann ist das grob fahrlässig gewesen. Nur darum geht es alles andere, insbesondere Aufforderung zu Betrug oder Nötigungsversuche "mit schlechten Bewertungen" sollte unterlassen werden.

Letztlich kann es dem TE meines Erachtens passieren wenn er sich mit dem Vermieter rumstreitet, dass dieser eine wesentlich höhere Rechnung präsentiert und Stillstandzeiten des Fahrzeugs berechnet. Ich will es für den TE nicht hoffen, aber aus unserer Mietzeit haben wir von Kollegen einiges hören müssen. Streiterei um ( angebliche ) grob fahrlässig verursachte Schäden sind leider nicht selten, normale Abnutzung oder technische Defekt sind stets unstrittig.

Ob der Vermieter mit seiner TK Vesicherung sich abgestimmt hat oder selbstständig entschieden hat, dass dieser Schaden nicht zu Lasten SEINER Versicherung gehen soll wissen wir nicht. Aus meiner Sicht jedoch ist der Vermieter absolut im Recht, denn der Mieter ist seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen.

So etwas verbucht man unter Erfahrungen und redet sich nicht um "Kopf und Kragen" behauptet etwas anderes. Einige Ratschläge, nehmt es mir bitte nicht übel finde ich absolut nicht ok.

spinnerei am 27 Mai 2019 23:30:59

WomoToureu hat geschrieben:Wenn der TE den Sachverhalt so vorgetragen hat, das die große Panoramascheibe beim Parken während eines Freizeitparkaufenthalt offen war, so das der Wind diese abreißen konnte, dann ist das grob fahrlässig gewesen..


Woher bist Du so sicher, daß das als grob fahrlässig zu werten und nicht nur als fahrlässig? Besonders bei einem Wohnmobilneuling.

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