Caravan
anhaengerkupplung

Mein Weg in den Kastenwagen 1, 2


lonsome am 10 Jun 2019 19:28:49

Hallo,

Da werfe ich noch eine andere Idee in den Ring: einen kurzen Alkoven unter 6m, z. B. Von Eura oder Knaus. Grund: Du musst nicht ständig ein Bett umbauen und hast wesentlich mehr Platz in Schränken oder Kühlschrank. Und wenn das Fahrerhaus abgetrennt ist, erhöht das die Winterfestigkeit.

Gruß
Klaus

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mercurius46 am 11 Jun 2019 08:36:11

teuchmc hat geschrieben:Oder ist das mal wieder die aktuell typische Unart, nach Beantworten von Fragen einfach zu verschwinden?


Ja klar! Wenn alles gesagt ist, dann ist alles gesagt...

abankor am 07 Sep 2019 18:19:04

Hallo in die Runde und an "12qm", sofern er noch aktiv in seinem Unterfangen unterwegs ist.

Ich bin neu hier im Forum, da ich mich ebenfalls mit dem Kastenwagen-Thema beschäftige, heisse Frank und bin leider nun schon Ü50 und doch relativ früh dran, mir einiges an Freiheit gönnen zu können ;-) In der Vergangenheit hatte ich bereits 2 VW-Busse und auch im WW habe ich schon längere Zeit gelebt (inkl Winter; aus freien Stücken ;-) ). Da sich nun auch bei mir die Wohnsitzsituation verändern wird (Eigenbedarf des Vermieters - er möchte nach 13 Jahren sein Haus wieder haben) und ich mich parallel aber schon länger mit dem Gedanken befasse unterwegs zu sein anstatt statisch zu wohnen, halte ich es nun für die gekommene Zeit, dieses Unterfangen in die Hand zu nehmen.

Die Grundsätzliche Idee von "12qm" ist ja nicht so verkehrt, doch für speziell seine Situation halte ich den Kastenwagen für den falschen Ansatz. Ich denke, dass sich ein Kastenwagen eben mehr für das Unterwegssein eignet, nicht aber fürs Pendeln, ob zur Arbeit oder nach Hause und monatelanges Wohnen in D.

Damals habe ich mir für schmalen Taler einen grossen WW, Tabbert, gegönnt und hatte ihn auf einem Stellplatz (nur bedingt CP, weil halbjährig versorgt und ich dadurch anders mit den Ressourcen umzugehen lernen musste). Zu Pendeln hatte ich ca 40km täglich und ich habe mich Tag für Tag wohler gefühlt, wenn ich in mein ultraruhiges "Häuschen" gefahren bin. Rückblickend wirklich eine sehr schöne Zeit. Die Investition hatte sich bald amortisiert und ich habe ihn dann nach wenigen Jahren viel zu schnell wieder verkauft, aber es war eine sehr schöne Erfahrung.
Diese Variante halte ich auch bei "12qm" für die geeignetere, da die Km, die er mit dem KW zurücklegt, unsinnig sind in Hinblick auf den KW.
Ich versetze mich nun in seine Lage, da ich mir auch den KW-Markt angeschaut habe. Es bleibt fast nur, einen neuen zu kaufen.

10-20t€ fast nur "alte Haufen" (entschuldigt,aber es bleiben alte Autos, in denen nur die Inneneinrichtung einigermassen erhalten bleibt); alles andre ist alt und evtl dem Ausfall/ Ersatz unterlegen. Es muss dann auch repariert werden, da es ja nach Möglichkeit zuverlässig fahren muss. Bisher habe ich einen einzigen gefunden, den ich für mich in Betracht ziehen könnte, wobei das Fzg auch schon über 400tkm hinter sich hat (und trotzdem knapp 20t€!). Und nein - ich möchte keinen alten Ducato aus den 80/90ern für 10t€...

20-30t€ ca 10 Jahre alte KW mit einigem an Km und unter umständen ähnliche Reparaturaufkommen, die einen idR heimsuchen, wenn man es nicht brauchen kann. Zahnriemen/ Kupplung etc...keine Garantien etc...Grundsätzlich kein Problem, aber nicht zu den Preisen!

30-40t€ junge Gebrauchte, gerade aus der Garantie 3-4Jahre alt...Hallo? Wer bitte gibt so viel Geld für ein solches Wagnis aus?

Ab 40t€ gibts jedoch schon neue KW mit stellenweise wirklich guten Angeboten und Preisvorteilen um 10t€, aber NEU mit Garantie und mit zeitgemässer Technik.

Ich persönlich bin ein wenig verwirrt, da ich dieses Preisgefüge bei Gebrauchten nicht nachvollziehen kann,und auch nicht bereit bin, soviel Geld DAFÜR auszugeben, insbesondere, weil ich nur noch Wohnmobile sehe. 1000e in der Vermietung oder Auslaufmodelle und sind trotzdem noch sackteuer...naja - es muss die Menschen geben, die das mitmachen, sonst würde es nicht funktionieren.

So viel zum KW und MEINER Überlegung. Wenn er wirklich so viel Km fährt, dann muss er sich mit all denen messen (beim Verkauf), die wesentlich weniger Km haben...(Bsp 2015, 200tkm) ein solches Modell ist mir noch nicht begegnet...und er müsste schon 10t€ unter den andren sein, damit ich ihn überhaupt in Erwägung ziehen würde...

Wäre ich in seiner Situation, so würde ich es machen wie damals ich; letztendlich hat mich damals das Wohnen ca 100-150€/ Monat gekostet (inkl Nebenkosten), aber ich war ausserhalb des Wohnens mit meinem normalen Pkw unterwegs. Wahrscheinlich auch zu günstig wieder verkauft (schwups war er weg), aber er hatte sich ja durch den Wohnersatz mehr als amortisiert und mich finanziell doch entspannt ;-)

Ergo: Ich bin FÜR! sein Vorhaben, aber mit einem WW und dann kann er sich immer noch geschmeidig überlegen, ob ein KW besser wäre und diese Aussteiger-Light-Version überhaupt etwas für ihn ist. Bis dahin hat er so viel gespart, dass ihn der Wertverlust das KW überhaupt nicht interessieren muss...

Ich selbst habe noch ein Weilchen Zeit, und stelle fest, dass es nicht einfach ist auf dem Weg zum idealen Gefährt. Grundsätzlich wäre es ein MOG oder LKW Allrad 4x4, was sich aber mit dem Weg in Richtung minimaoistischer zu werden nicht wirklich verträgt. Ich habe mittlerweile auch den Anspruch, dass mir das Gerät gefallen soll (vllt komme ich aber bis dahin auch noch darüber hinweg ;-) ).

Ob es letztendlich ein "60t€-Günstig-KW" (Discounterliga, aber mit der neusten Technik und allem, wie ich es möchte), ein Kompromiss bis 20t€ (Sprinter/ Crafter oä) oder doch ein Schweinehaufen U10t€ wird - ich weiss es nicht...ist aber auch egal, denn es wird auf jeden Fall irgendetwas, nur keine Wohnung ;-) ...UND: Ich möchte unterwegs sein...UND: kann minimalistisch...

Grüße an die Community

Frank

radimbad am 16 Nov 2019 19:01:32

Hi,
Kommt dein Nickname 12qm von einem KW mit 6m Länge? Weil da hast du keine 12qm :D

Ich kann mich Frank vor mir nur anschließen in allem, minus der Preisfindung. Die kann man sehr wohl verstehen. Aber das ist ja hier nicht das Thema.
Für mich käme auch jetzt nicht ein WW in Frage. Die Wohnung immer dabei haben ist mir zu wichtig. Wenn ich das mal nicht möchte, im Urlaub würde ich mich ein Auto dazu mieten.

- Wäre eine Dieselheizung ggü Gas zu bevorzugen?
Meiner Meinung nach nicht. Gas verbrennt super clean und ist ein allrounder. Im Notfall kannst du alles mit Gas betrieben. Und du hast einen zusätzlichen Tank den du beliebig erweitern kannst. Natürlich schreibt der Gesetzgeber jedes EU Landes Größen für die Tanks vor. Die Dieseltankgröße ist auch limitiert. Falls du eine Diesel Standheizung einbaust kann ich es noch nachvollziehen, allerdings bedenke dass du meist ja nicht Aufmerksamkeit möchtest. Also wenn du nur in der Stadt stehst, dann würde ich dir abraten. Gas ist sofort auf Betriebstemperatur, Dieselverbrennung nicht.
Zudem hast du Geräusche und Stromverbrauch. Gas wird geräuschlos durch den Eigendruck befördert. Der Preis ist ca. gleich. Das du mit Druck arbeitest bedeutet eine Investition von 250 Euro in einen Tank, ein 20l Dieselkanister kostet 10€.

- Sind die genannten Modelle grundsätzlich für mein Vorhaben geeignet?
Jedes normale KFZ ist für dein Vorhaben geeignet, und du kannst im Leben nur dazulernen. Ob du weiterkommst liegt an dir und guter weiterbildung und weiter planen.
Es ist ja nicht so als hättest du noch nie in einem Auto übernachtet.

- Ist es plausibel wenn ich mit einem Wertverlust von 200-250€ pro Monat ausgehe?
Ein Kastenwagen mit 40k hat nach 3 Jahren einen Wertverlust von NUR 5k beim Händler, und damit ca 8k bei dir. Klar kannst du Ihn mit nur 5k verkaufen. Aber dann bist du ja ein Idiot der den Markt nicht kapiert: Leute mit viel Zeit und wenig Geld vs Leute mit wenig Zeit und viel Geld. Die Zeit bekommst du besser in der IT kompensiert.
Wenn du arbeitslos bist ist die Situation natürlich anders, weil dann hast du ja viel Zeit und kannst deine Verkaufsskills trainieren.
Also ja 250*36 = 9000 Euro ist realistisch, und man sieht du hast schon viel Zeit in recherche gesteckt ;)

Bei dem Markt macht es IMHO nur Sinn Neu zu kaufen.

- Ist es plausibel wenn ich von Reparatur- und Wartungsosten von 100€ im Monat ausgehe?

Bei einem Neuwagen schon. Du hast immer Dinge die kaputt gehen. Du machst eine Mängelliste und lässt die von dem Händler reparieren. Sprich mit ihm dass du dein KFZ über die Nacht jeweils zur Verfügung haben möchtest.

- Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kauf? Diesen Herbst ein Auslaufmodell oder Anfang 2020 besser ein neues Euro 6 Temp Modell?
Im Winter und vorallem während dem Modellwechsel, also kurz vor Winteranfang.

- Tipps für die Finanzierung? Neu oder Gebrauchtfahrzeug?
Vollkommen egal, wenn es nur ca 3 Jahre alt ist. Du sparst dir eben kaum etwas im Vergleich, wenn du ohnehin nur vorhast alle 3 Jahre ein neues zu besorgen, da aktuell die Nachfrage absurd hoch ist und kein Ende in Sicht ist - europaweit.

- Ehemaliges Mietfahrzeug: Go oder NoGo?
Kannst du eh meist nicht unterscheiden. Auf jeden Fall würde ich nur über einen Händler kaufen. Die Privatverkäufer haben einen gewaltig an der Klatsche mit ihren Preisen. Oft haben die selbst vermietet. Normal angeboten in mobile.de als Privatverkäufer während die Tagesmietangebote des gleichen Wagen noch auf anderen Seiten geschaltet sind.

Gibt es sonst noch irgendetwas was ich noch nicht bedacht habe? Alternativvorschläge für geeignete Fahrzeuge (auch ältere!) sind natürlich willkommen! :-)


Du kannst in jedem Fahrzeug leben. Es gibt sogar einen Blog eines Smartcar campers der im Norden gelebt hat. Kleinere Fahrzeuge benötigen zumindest Einlagen zum Schlafen.
Die üblichen sind Stationwagons/Sedans und Hochdachkombis und Crossovers, SUVs. Du findest zu jedem Autotyp hunderte Leute die sich gerade dabei auf youtube filmen.

Auch wenn dir die Community was anderes erzählt und immer um den Winter herumreiert. Der Winter sind die angenehmen 6 Monate, sofern du nicht in einem heißen Land aufgewachsen bist! Und ich habe einen Winter durchgemacht auch bei bis -12 ohne Heizung. Das schlafen ist angenehm, das aufstehen ist tough!
Wenn das nicht ginge wäre die Menschheit ja auch nicht durch eine Eiszeit gekommen.

Die anderen 6 Monate sind das Problem: --> Link . bzw. 2 Monate in Deutschland :D

Zum Duschen kommen nicht viele Fitnessclubs in Frage für dich da du flexibel sein möchtest.

Duschen so geht gut im KW im Winter. So wie alles im Winter. Der Dampf kondensiert schnell aus und dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit kaum. Zuletzt 8% bei 20Grad bei mir. Und 1 Grad aussentemp. Hätte ich gewusst dass du den Truma Boiler gar nicht anwerfen musst wenn die Heizung an ist.. :)
Nasse Kleider kommen in die Dusche.

Zur Platzsuche sondiere via Google Maps und dann streetview und gucke dir dann auch wirklich am Tage die Plätze an. Plätze in der Stadt entwickeln eine andere Dynamik in der Nacht in ganz Europa. Das ist einerseits faszinierend als Tourist andererseits ärgerlich wenn du arbeitest und nur ruhen möchtest.
Zum Notfall, wenn du keine Zeit zum explorieren hast nimm einen Friedhofparkplatz. Die sind immer nahe zur Stadt, wunderschöne gepflegte Natur und nie was los.

Wenn du zulange drinnen wohnst hast du vergessen dass es so etwas wie Wohnungen gibt. Und das ist nicht nur gut. Ich warne dich vorab. Weil vermutlich fühlst du dich nicht so wohl wie in einer schönen Wohnung mit Balkontür auf einen riesigen Garten und ganz anderer Akkustik, und Beinfreiheit usw. Und schöne Wohnungen, bei der Infrastruktur gab es noch nie so günstig. Klar gibt's die Dauerjammerer, von "damals war alles so günstig". Aber du hast ja Hirn und bist jung. Guck dir das leben von damals und heute an und den Lebensstandard, Gesetze und Infrastruktur und damit verbundene Mehrkosten.

Also gönne dir ab und zu Urlaub mit Airbnb in ner schönen Wohnung.

Suche dir einen KW Mit Fahrzeug-Dinettenstühlen und nicht bloß Polster. Du wirst es sonst bereuen.

Mache dir einen Plan mit den must-have Kriterien:
z.B.
2x Panormadach
Fahrerhausverdunkelung (die brauchst du)
Automatik
Dinette als Zweitbett umbaubar
6m Länge
Winter od. Ganzjahresreifen

Schwarz Metallic Lackierung
Keine Becklebung
Rahmenfenster
Seitenfenster beim Bett.
Rückfahrscheinwerfer
Rückfahrkamera

PS: Günstige TI gibt's teilweise günstiger als KW. Für mich kam das damals nicht in Frage weil zu hässlich, zu peinlich und zu auffällig. Mittlerweile habe ich diese Hürde überwunden. Das fahren in der Stadt ist sicher stressiger mit 2,3m aber du musst bedenken dass die Gegenseite ja auch nicht darauf aus ist einen Unfall zu produzieren. Meistens! Leider sind zu viele Männer generell am Steuer von 300 PS Boliden, welche erwarten dass sie immer Vorrang haben gegenüber einem Pensionisten im TI. Und die meisten nicht Einbahn-Straßen in den Städten bergen Alternierenden Verkehr wo du mal rechts ranfahren musst, weil KFZ parken, oder in 2ter Spur halten.
Ist dann halt auch lustig die Blicke wenn kein Pensionist aussteigt.

Tja, und lass uns wissen wie es läuft. Wir schreiben ja nicht nur um zu geben ;)!

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