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Wohnmobiltour Rhön, Vogelsberg, Weser


Susebesitzer am 31 Mai 2019 19:09:51

Rhön, Vogelsberg, ein bisschen Fachwerk und die Weser - Teil 1

1. Tag - Montag, 13.05.2019

Km-Stand zu Beginn: 102 976 - Km-Stand am Ende: 104 275 = ca . 1300 km


Auf der Autobahn das Übliche: viele Baustellen, viele LKW … Ich bin ansonsten die A 7 entlang gezuckelt (Hamburg, Hannover, Göttingen). Kurz hinter Göttingen fuhr ich ein kurzes Stück auf der A 38, die nach Halle und Leipzig führt, bog dann aber auf Landstraßen nach Eschwege und Bad Hersfeld ab (B 27). Man fährt bei Bad Hersfeld auf die A 4, die von Erfurt kommt, und ist beim Kirchheimer Dreieck wieder auf der A 7. Dann ging es bis Fulda und von dort noch einmal ca. 15 km nach Osten auf den SP Poppenhausen unterhalb der Wasserkuppe (6 € + 2 € Strom). Der Platz macht einen ruhigen und ordentlichen Eindruck.
Morgen nehmen wir die Wasserkuppe in Angriff.

2. Tag - Dienstag, 14.05.2019

Gegen 10 Uhr ging es los. Von Abtsroda führt die gut ausgebaute Straße direkt auf die Wasserkuppe und auf der anderen Seite wieder hinunter. Oben gibt es ein modernes Parkplatzgebiet, auch für Wohnmobile. Ich warf 2 € in den Automaten und hätte dann bis Mitternacht dort stehen dürfen.
Die erste Sehenswürdigkeit war der Flugplatz für Segelflieger.

Die Wasserkuppe rühmt sich, der Geburtsort des Segelflugs zu sein, und ist sozusagen der Nabel der Segelfliegerwelt. Die thermischen Verhältnisse scheinen extrem gut zu sein. Es herrschte auch ein reges Starten und Landen auf der kleinen Bahn unterhalb des Flugplatzgebäudes. Es wurde mit Winden und mit Schleppflugzeugen gestartet. Sehr interessant, dem Treiben zuzuschauen.
Anschließend fand ich die Touristeninformation gegenüber und bekam Pläne und Infos. Die Wasserkuppe wurde schon im ganzen 20. Jahrhundert genutzt, hauptsächlich fliegertechnisch.

Auf dem Gipfel steht das/die/der Random, eine gewaltige Kugel mit Aussichtsplattform, vermutlich zur Überwachung und Ausspähung der damaligen DDR. Inzwischen ist der Bau aber geschlossen. Von dort kommt man, ein wenig bergab, zum Fliegerdenkmal, das die Pioniere des Segelfliegens ehrt, die Anfang des letzten Jahrhunderts ihr Leben ließen. Von dort führte mich der Wanderweg Nr. 4 stetig und teilweise recht steil bergab bis zum Guckaisee (dort hätte man auch parken können). Da das dort eingezeichnete Restaurant zurzeit geschlossen ist, ging es von dem, See aus wieder bergauf, allerdings auf einer anderen Strecke, die mich heftig zum Keuchen brachte. Sie führt sehr steil durch den Wald bergan, teilweise mit Stufen versehen. Heftig schnaufend und schwitzend erreichte ich schließlich den Pferdskopf, einen recht steil aufragenden, markanten Berg, den man überqueren musste.
Das ganze Gebiet hier, so wurde es auf anschaulichen Tafeln erklärt, ist vulkanischen Ursprungs. Mit letzten Kräften kam ich nach etwa 3 Stunden und 8 ½ km wieder auf der Wasserkuppe an.
Inzwischen war ich durch den stetigen kalten Wind richtig durchgefroren und so machte ich mich auf den Weg zum WoMo, in dem ich, als ich losfuhr, die Heizung auf volle Pulle stellte.
Vorher hatte ich mir aber noch einen SP ausgesucht, damit ich ein Ziel eingeben konnte. Die Entscheidung war gar nicht so leicht, aber letztlich fiel die Wahl auf den SP in Steinau an der Straße. Von dort ist es noch ein Stück zum Vogelsberg, aber der Platz ist zentrumsnah, hat Stromanschlüsse, ist aber ansonsten kostenlos. Auch der Ort, die Brüder-Grimm-Stadt, hat einiges zu bieten, wovon ich mich auf einem Orientierungsgang überzeugen konnte:

Schloss, Theater, Rathaus, Markt mit Märchenbrunnen, viele Fachwerkhäuser, Stadtmauer und eben

Grimm- und Stadtmuseum. Der Ort hat seinen Namen von der Handelsstraße zwischen Frankfurt und Leipzig, auf der er eine wichtige Station bildete.
Jetzt ist es Viertel nach sechs, und ich denke, ich kann so langsam den Abend einläuten. Ich bin eigentlich ziemlich fertig. In der Stadt gibt es einen Türken … wäre ja nicht weit …

3. Tag - Mittwoch, 15.05.2019

Ich bin nicht noch einmal losgezogen, ich war schlicht zu müde und eben auch erschöpft …
Die Nacht war wieder ruhig und recht kühl. Morgens strahlte die Sonne, aber bei 8 Grad konnte man auch nicht gerade von sommerlichen Temperaturen sprechen. Es sind eben die Eisheiligen.
Dafür war ich aber noch einmal in der Stadt und habe mir diese und jene Sehenswürdigkeit (siehe oben) angeschaut, auf die Museen habe ich aber verzichtet.
Dann ging es auch schon los. Ich wollte zum Parkplatz an der Taufstein-Hütte unterhalb des Taufsteins (höchster Berg am Vogelsberg und dritthöchster in Hessen). Es war gar nicht so weit, aber das Hinkommen gestaltete sich als schwierig, denn es ging über die Dörfer, enge Straßen, wilde Steigungen usw. Aber schließlich war ich da, drückte 3 € Parkgebühr ab und machte mich auf die Suche nach dem Wanderweg H. Die erste H-Markierung fand ich auf dem Hoherodskopf, ...

... von dem man eine sehr schöne Aussicht hat. Auf dem Berg befindet sich eine Art Fernsehturm. Ansonsten sieht man ähnliche Einrichtungen wie auf der Wasserkuppe, nur alles in klein und ohne Segelfliegerei.
Ab da war es dann relativ einfach, dem grünen H zu folgen. Das ganze Gebiet ist vulkanischen Ursprungs, die herausragenden Höhen sind ehemalige Vulkanschlote. Das Gebiet ist auch sehr gut erschlossen, überall gibt es Straßen und zahlreiche (kostenlose) Parkplätze. Der etwa 8 km lange Rundwanderweg verläuft ohne wesentliche oder gar anstrengende Gefälleunterschiede. Auf den Hoherodskopf kann man sogar mit dem Auto fahren.
Vom Hoherodskopf (763 m hoch) führt der Weg zum Taufstein (773 m hoch), auf dem sich der 28 m hohe Bismarckturm befindet, von dessen Aussichtsplattform man einen weit reichenden Blick in die umliegende Gegend hat, bis zur Röhn und den Thüringer Wald. Von dort führte der Weg dann weiter zum Geiselstein, einem weiteren Vulkanschlot. Dort allerdings war es sehr steil und felsig, so dass man fast klettern musste, und auf der kleinen Spitze angekommen, konnte man nichts sehen, da alles von Büschen und Bäumen zugewachsen war. Der weitere Weg brachte mich zur Nidda-Quelle und den Forellenteichen und dann war ich auch schon bald wieder an der Taufstein-Hütte, wo das WoMo parkte. – Für mich war der Weg wieder anstrengend, vielleicht auch wegen gestern, und so richtig spektakulär war er nicht. Kurz vor 16 Uhr war ich wieder am Auto.
Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, in die Fachwerkstadt Grünberg zu fahren. Der SP ist wie in Steinau kostenlos und hat trotzdem Stromanschlüsse. Allerdings liegt er nicht so schön und ist auch ein wenig abschüssig.
Die Fahrt dorthin ging flott und war letztlich der Anfahrt zum Taufstein nicht unähnlich.
Hier auf dem Platz stehen zurzeit mit meinem 3 Mobile.
Es ist jetzt knapp 18 Uhr und ich werde mich wohl gleich auf den Weg in die Innenstadt machen (angeblich 300 m) und mal schauen, vielleicht auch etwas essen.
Ich hab einen Blick in die wunderschöne Fachwerkstatt Grünberg geworfen, z. B. der Marktplatz mit dem Rathaus: sehr lohnend.


4. Tag - Donnerstag, 16.05.2019

Auch diese Nacht war sehr ruhig und recht kühl. Morgens war es bedeckt und eben hat es sogar leicht getröpfelt.
Am späten Vormittag ging ich in die Stadt und machte dort den im Prospekt vorgeschlagenen Rundgang. Ich erfuhr doch einiges über den Diebesturm in der Stadtmauer, der einen tropfenförmigen Grundriss hat und früher u. a. als Gefängnis diente, über das von den Franziskanern gegründete und 1528 säkularisierte Barfüßerkloster, das Antoniterkloster mit prächtigem Innenhof, …

… das Stammlersche Haus (Universitätsbau), Oberhessens höchsten Fachwerkbau, das Lutherhaus (hier hat er vielleicht 1 x übernachtet), das 1891 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, ebenso wie die Burg, von der nichts mehr zu sehen ist, …

über das Brauhaus, in dem heute Trauungen stattfinden, über die Marienkirche, die 1816 einstürzte, und deren Nachfolgerin, die heutige Stadtkirche, deren Kirchensaal sich im ersten Stock befindet, über das Haus der Zünfte in der Judengasse und weiteren Sehenswürdigkeiten. Grünberg hat schon was zu bieten.
Vielleicht bleibe ich ja hier, kostet ja nichts.


5. Tag - Freitag, 17.05.2019

Es war bewölkt und hin und wieder schaute auch die Sonne durch. Es wirkte alles auch nicht so kühl wie gestern.
Langsam kam ich in die Gänge. Trotzdem fühlte ich mich nicht so erschlagen wie in den letzten Tagen. Und so fiel dann auch bald die Entscheidung: Heute soll es nach Homberg/Ohm gehen! Also alles aufgeräumt (war wirklich nicht viel!), abgewaschen (war wirklich nicht viel!), abgekoppelt, Keile eingepackt, Klo entsorgt (war wirklich nicht viel!), was übrigens auch kostenlos war, ich hätte auch Wasser für lau tanken können, und los.
Die Strecke führte bis zur A5, diese ein kurzes Stück entlang und dann kam schon die Ausfahrt Homberg. Von dort waren es noch 11 km.
Der SP von Homberg (Ohm) liegt ziemlich stadtnah, abgetrennt von dem Stadthallenparkplatz. Vom Platz aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Ohmtal. Der Platz ist kostenlos, es gibt 4 Stromstecker und eine V/E-Anlage gegen Gebühr. Im Gebäude der Stadthalle gibt es einen freien Zugang zu einer Toilettenlage.

Homberg liegt tatsächlich auf einem Berg. In der Stadt geht es bergauf und bergab. Auch dies ist eine sehr schöne Stadt mit viel Fachwerkarchitektur, gekrönt von einem „Schloss“. Auf einem historischen Altstadtrundgang lässt sich die Stadt gut erforschen. Man sieht das Rathaus, den Markt mit Löwenbrunnen, …


…das Steinerne Haus, das Brauhaus, die Homberger Apotheke, das Stadtwirtshaus, die ehemalige Synagoge, Kirchen und …

… die erhaltenen Gebäude des Schlosses. Alles sehr schön und nicht weit voneinander entfernt.
In der Umgebung kann man verschiedene Wanderungen unternehmen.

6. Tag - Sonnabend, 18.05.2019

Heute begann ein Tag mit allerbestem Wetter. Der Hauptinhalt sollte die Schächerbach-Tour werden, eine Wanderung über gut 9 Kilometer.
Nachdem die morgendlichen Rituale vollzogen waren, ging es so gegen 12 Uhr los: in kurzen Hosen!
Der Schächerbach mündet in die oder den Ohm, den kleinen Fluss, der das ganze Tal um Homberg gebildet hat. Und dieser Wanderweg ist zertifiziert mit dem Deutschen Wandersiegel und er erhielt 2016 die besten Bewertungen von allen 86 prämierten Wanderwegen in Hessen. – Das sind doch mal Vorschusslorbeeren. Und der Weg beginnt nahezu am WoMo-Stellplatz.

Und der Weg wurde dem durchaus gerecht.

Er war sehr abwechslungsreich, ging durch Wiesen, Wälder mit wenig Höhenunterschieden und dennoch tollen Ausblicken, manche Bachübergänge musste man auf Trittsteinen bewältigen. Dazu gab es eine ganze Menge Informationen, auch über Sagen, die mit bestimmten Orten in Verbindung stehen. Nichts ist richtig spektakulär und trotzdem nett und sehenswert.



Nach gut 3 ½ Stunden hatte ich die Strecke bewältigt. Und für mich als alten Menschen war das durchaus kein Spaziergang. Ich war – na klar – ziemlich erschöpft.
Heute Abend findet in der Stadthalle ein Konzert statt mit Blaskapelle und Gesang, aber wohl auch modernerer Musik. Man konnte schon die Proben hier draußen sehr gut verfolgen. Aber das Spektakel wird ja wohl zur Schlafenszeit beendet sein. Morgen werde ich meine Zelte hier abbrechen, zu einer Stelle fahren, von wo aus man eine weitere Wanderung („Geo Tour Felsenmeer“) unternehmen kann.

7. Tag - Sonntag, 19.05.2019

Die Bläser (Feuerwehrkapelle Homberg/Eintritt 12 €) waren gut besucht, das Stadthallenklo (völlig verdreckt vorher) war gereinigt worden und die Bläser hörten auch rechtzeitig wieder auf, so dass die Nachtruhe gesichert war.
Morgens in Ruhe alles erledigt. Das Wetter war noch besser als gestern, allerdings mit Verschlechterungsaussichten für den Nachmittag. Gegen 12 Uhr brach ich die Zelte auf dem SP in Homberg mit einer gewissen Wehmut ab, denn ich glaube, dieser Platz wird nicht getoppt werden (Preis und Ausstattung, Lage, Aussicht, Parzellengröße, Toilette, Döner- und Asienmann in der Nähe mit viel und günstig Essen und natürlich der schöne Ort).
Ich fuhr zu der Stelle, wo ich den Einstieg in die „Geo Tour Felsenmeer“ vermutete, verfuhr mich ein wenig, fand dann aber den entscheidenden Parkplatz. Diese Wanderung führt auf einfacher Strecke um und über den Hohenberg bei Homberg. Sie ist fast sieben Kilometer lang und hat wenig Höhenunterschiede, dabei trotzdem interessant und abwechslungsreich.

Es beginnt mit einem Bergwerk, der Grube „Gute Hoffnung“, in dem man versucht hat, Braunkohle und/oder andere Bodenschätze abzubauen. Es erwies sich aber als nicht rentabel und wurde geschlossen. Sehen kann man von dem Bergwerk nichts mehr. Dann führt der Weg zu einer richtig interessanten Angelegenheit: Man kommt an den Rand von Europas größtem Basaltsteinbruch. Die Anlage ist relativ gigantisch und beeindruckend mit unterschiedlichen Abbauetagen. An einer Stelle dort gibt es auch einen Kieselgurflöz (Kieselgur = pulverartiges Ablagerungsmaterial von Kieselalgen, als Trägermaterial für Nitroglyzerin verwendet).


Durch schöne Wiesenlandschaft mit teilweise herrlichen Ausblicken führt der Weg weiter zur Schafstränke, den Dicken Steinen, der Sandgrube und durchs Felsenmeer. Alles wird mit Tafeln erklärt, die letzteren Punkte beziehen sich auf die geologische Entstehungsgeschichte des Gebietes. Weiter über Wiesen- und Schotterwege gelangt man zum Wasserhochbehälter, einem Speicher für die Gemeinde.
Danach kommt man zur Flugwache. Das ist ein kleiner Aussichtsturm, der im letzten Krieg als Beobachtungspunkt genutzt wurde, aber auch schon vorher als Wanderziel von Bedeutung war.


Am „Insektenhotel“ (überwiegend für verschiedene Bienenarten) vorbei kommt man dann wieder an den Ursprungsort zurück und kann aus den verqualmten Wanderstiefeln steigen.
Ich fand die Wanderung landschaftlich sehr schön und inhaltlich sehr interessant. Ich war gut 2 ½ Stunden unterwegs.
Nachdem ich mich ein wenig verschnauft hatte, machte ich mich auf den Weg zum nächsten Übernachtungsort. Dazu ging es quer durch die Botanik etwa 50 Kilometer nach Norden, über Kirchhain, Gemünden, Haina und Hundsdorf kam ich nach Reinhardshausen auf den SP Frekot. Nach dem, was ich vorher gelesen hatte, bin ich ein wenig enttäuscht. Ich war von 6 € ausgegangen, muss nun aber 7,50 € zahlen. Immerhin ist im Preis eine Dusche, na ja, und die Aussicht ist auch ganz schön. Und für eine Nacht wird es schon gehen. Übrigens gibt es einen Raum mit Dusche und Klo, klingt danach, als könne es mal eng werden. Aber der Platz ist gut belegt.

Teil 2 folgt umgehend

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anne-liese am 31 Mai 2019 20:57:42

Hallo susebesitzer,

danke für deinen kurzweiligen Reisebericht.
Immer wieder schön zu sehen, dass Deutschland Ecken hat, die Reise wert sind.

CU Anne-Liese

Anne42 am 31 Mai 2019 21:56:50

freue mich schon auf Teil zwei, für mich alles Neuland.

19grisu63 am 31 Mai 2019 22:03:48

Ja, Deutschland hat schöne Ecken. Das habe ich inzwischen schon in mehreren Reiseberichten feststellen dürfen.

Vielen Dank für den schönen Bericht :top:

Susebesitzer am 01 Jun 2019 00:10:44

Jetzt kommt der zweite Teil

8. Tag - Montag, 20.05.2019

Eine Woche ist vorbei.
Nach einem Gespräch mit dem Platznachbarn, der einen baugleichen Twin von 2012 fährt, und nach dem Bezahlen (7,50 + 2x0,40 für 2 kw Strom = 8 €) war mein nächstes Ziel der Eder Stausee. Der ist gar nicht so weit von Reinhardshausen entfernt und schlängelt sich ab der Staumauer recht verzweigt durchs Edertal und in einzelne Seitentäler hinein. Viele Straßen, die am Seeufer beginnen, entpuppen sich als Sackgassen, so auch die, die ich befahren wollte. Bringhausen war das Ziel, aber ab da ging es nicht weiter. Also: wenden und wieder zurück. Irgendwann habe ich – der Ausschilderung folgend – die Staumauer gefunden, eingeparkt und mir das Ganze angeschaut, übrigens bei meist sonnigem Wetter.


Die Staumauer ist schon beeindruckend. Sie wurde 1908 bis 14 errichtet, dient/e der Stromgewinnung, sollte aber auch Wasserstandsschwankungen auf Kanälen ausgleichen. Im Krieg wurde sie durch Luftangriffe stark beschädigt und von 2000 Zwangsarbeitern wieder instand gesetzt. Um die Mauer herum hat sich einige touristische Infrastruktur angesiedelt, Hotels, Cafés, Kioske, Bootsverleihe … Es gibt auch ein Museum und noch andere Einrichtungen.

Es ging weiter über Bergheim, an Fritzlar vorbei, ebenso an Gudensberg nach Kassel, das im Westen vom Habichtswald eingeschlossen ist. Dort befindet sich die Wilhelmshöhe mit Schloss, Burg und natürlich dem Herkules – Standbild, das man von der Autobahn aus schon sehen kann. Das Standbild ist Teil einer beeindruckenden Anlage, die bis zum Schloss Wilhelmshöhe reicht und im Wesentlichen aus Wasserspielen besteht. Es war aber nichts in Betrieb; die ganze Anlage wird seit Längerem renoviert, ist aber betretbar.


Jetzt fing es langsam an zu tröpfeln und so fuhr ich weiter und war bald in Hann. Münden auf dem SP am Weserstein. Ich ergatterte gerade noch so ein Plätzchen und einen Stromanschluss, Löste das Ticket (6 €/24 Stunden).

Der Platz gehört zu einem Großparkplatz. Die WoMos stehen mehr oder weniger kreuz und quer. Da ist es doch schöner, wenn man seine ordentlich abgetrennte Stellfläche hat. Immerhin gibt es am Rande des Platzes eine Toilette (mit Papier) und der Weg in den Ort, der über eine schöne Holzbrücke über einen Flussarm führt, ist auch nicht weit. Im Ort hat mich dann die Fülle der Fachwerkbauten umgehauen, auch das Rathaus ist schwer beeindruckend. Das schaue ich mir morgen alles genauer an. In der Touristeninformation fand ich ein bisschen Material (Stadtrundgang) und bei Penny konnte ich Vorräte auffrischen, zum Platz zurückkehren und den Weserstein und den Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser fotografieren.



Jetzt, wo ich zurück bin und dies schreibe, hat es angefangen heftig zu regnen und ein Mal hat es auch geblitzt und gedonnert. Die Aussichten für morgen sind ja trübe.

9. Tag - Dienstag, 21.05.2019

In der Nacht hat es aber so was von geregnet, immer mal wieder, und morgens war rundherum alles nass, Fulda wie Werra aufgewühlt und braun mit starker Strömung, einige Teile des Ufers standen unter Wasser.

Meine Parkzeit ging noch bis 17 Uhr, ich hatte also noch genug Zeit.
Nach dem Frühstück und ein bisschen Aufräumen ging ich bei wechselndem Wetter, aber überwiegend stark bedecktem Himmel in die Stadt, um meinen Rundgang zu absolvieren. Und der Eindruck war wie gestern: extrem beeindruckend.
Ich schaute mir zunächst den Bereich der historischen Werrabrücke an.

Die Brücke von 1250 ist eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken Norddeutschlands. Bis 1849 durften die Mündener Zöllner Brückengeld für die Überquerung kassieren. Nicht weit davon liegt das Mündener Welfenschloss an der Werra. Heute enthält es auch das Städtische Museum. Herzogin Elisabeth von Brandenburg, die eng mit der Reformation verknüpft war, verbrachte hier einen Großteil ihres Lebens (an der Seite ihres katholischen Gatten).

Der Weg führt dann in die Innenstadt mit dem wunderschönen Renaissance-Rathaus

und der evangelischen St. Blasius Kirche, zum Sterbehaus von Johann Andreas Eisenbart und zu seinem Grabstein an der Ägidienkirche.

Dann kam ich noch am Fährenpfortenturm, früher ein Teil der Stadtbefestigung, später – auf 40 m erhöht – Teil eines Industriebetriebes, der u. a. Schrot herstellte. Dazu wurde das Metall oben im Turm geschmolzen, nach unten durch Metallnetze gegossen und nach dem freien Fall in Wasserbecken aufgefangen. Turm und das dazu gehörige Museum waren leider geschlossen. Von dort ging es zurück zum SP, der sich übrigens geleert hatte, allerdings kamen auch schon wieder neue Fahrzeuge an.
Von den Städten, die ich bisher auf dieser Tour gesehen habe, hat mir Hann. Münden am besten gefallen. Die Innenstadt besteht fast ausschließlich aus Fachwerkhäusern, eines schöner als das andere.


Ich gab den Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen ein, denn das war mein nächstes Ziel. Es ging am linken Weserufer entlang, immer wieder mit schönen Ausblicken auf die schnell fließende braune Brühe der teilweise über die Ufer getretenen Weser. Aber in Bad Karlshafen, wo ich eigentlich übernachten wollte, ergab sich leider ein Problem. SP und auch Sky-Walk sind am rechten Weserufer, Karlshafen am linken, dazwischen eine Brücke, und die war wegen Bauarbeiten gesperrt. Es gab natürlich eine Umleitungsstrecke über eine andere Brücke, aber die war etwa 10 km lang, ich hätte vom SP nicht direkt in den Ort kommen können. Das war mir zu blöd. Gleichwohl fuhr ich die Umleitungsstrecke bis zum Sky-Walk. Und der war allerdings klasse. Erst muss man ein paar 100 m bergab am Hang entlang laufen und dann steht man vor den Metallgitterplattformen, die waagerecht vom Berg wegführen und einem ein ganz eigenartiges Gefühl vermitteln. Hinzu kommt die enorme Aussicht aus etwa 80 m Höhe

entweder auf Bad Karlshafen links

oder flussabwärts rechts. Trotz des heute ja schlechten Wetters konnte man gut sehen.

Bad Karlshafen war nun für mich gestorben und ich suchte mir das nächste Ziel aus: Höxter mit dem Kloster Corvey. Das war nicht mehr weit und nun stehe ich auf dem SP Wohnmobilhafen am Floßplatz. Der ist gar nicht mal so klein, aber die etwa 20 Plätze direkt am Weserufer waren natürlich alle besetzt. So stehe ich halt in der zweiten Reihe. Der Platz ist der teuerste bisher (9 € für 24 Stunden), hinzu kommt der Strom. Und alles, was man sonst noch will, kostet extra. Aber besser als gestern ist es allemal.

10. Tag - Mittwoch, 22.05.2019

Sehr ruhig und angenehm auf dem SP. Man konnte blendend lange schlafen.
Nach dem Frühstück ging es (noch mit Jacke) zur Höxter-Besichtigung. Nur über die Weserbrücke und schon ist man mitten drin. Das ehemalige Rathaus – jetzt Touristeninformation – ist schon mal ein Prachtbau,

daneben das Küsterhaus und die St. Kilianikirche mit den unterschiedlich hohen Türmen. Im Zentrum der Fußgängerzone steht die St. Nicolai Kirche und gegenüber davon die Dechanei und das Schäferhaus, reichlich fotografierte Fachwerkjuwele am Markt.

Dann haben wir noch das Amtsgericht,

das Tilly-Haus, das Forum Jacob Pins, das Haus Horstkotte und das Adam und Eva Haus, alles Fachwerkhäuser mit herausragender Schönheit. Aber damit hat es sich dann schon in Höxter. Es gibt noch ein Hoffmann von Fallersleben-Denkmal und die Marienkirche, aber dort bin ich nicht gewesen.
Höxter hat einige schöne Häuser, der Rest besteht aber aus normalen Stadthäusern, während in Hann. Münden fast die gesamte Innenstadt nur aus Fachwerkhäusern besteht.
Gegen 14 Uhr war ich wieder auf dem SP, baute ab und fuhr zum 3 km entfernten Corvey. Dort kann man kostenlos parken, muss dann aber 9,50 € Eintritt zahlen. Eine Führung gab es während der Woche nicht.
822 entwickelte sich das erste Mönchskloster im sächsischen Raum und bekam bald überregionale Bedeutung. Im 9. und 10. Jahrhundert wurde es zu einem Zentrum für die Christianisierung des Nordens, man denke nur an Ansgar, den Apostel des Nordens. Man kann bei Corvey auch von einer Kaiserpfalz sprechen, die insgesamt 24 mal von deutschen Kaisern besucht wurde. Das, was als Weltkulturerbe deklariert wurde, ist das sogenannte Westwerk, ein kleiner (aber der älteste) Teil des Gesamtensembles, in das auch ein Schloss integriert ist, das noch privat genutzt wird. Das ist der Teil mit den Türmen im Hintergrund.

Für die 9,50 € kommt man zunächst in das Westwerk, deren obere Etagen leider wegen Renovierung geschlossen waren. Von dort geht es direkt in eine Barock-Kirche, ...

... die aber, weil viel jünger, mit der karolingischen Westwerks-Geschichte nichts zu tun hat. Dennoch ist die Kirche sehr eindrucksvoll, ebenso die dazu gehörige Orgel.

Auf dem Friedhof dieser Kirche befindet sich das Grab Hoffmanns von Fallerleben und seiner Frau. Hoffmann - der Verfasser des Textes unserer Nationalhymne - war längere Zeit Bibliothekar auf Corvey.
Nach dem Friedhof geht es durch einige Teile des Schlosses, dabei ist am eindrucksvollsten die Bibliothek, die über eine ganze Reihe von Räumen verteilt ist ...


... und der Arbeitsplatz von Hoffmann von Fallersleben in der Bibliothek.
Im Jahre 1803 verliert Corvey seine religiöse Bedeutung vollends und ging in weltliche Hände über.
Das war ein lohnender Ausflug!

Mein nächstes Ziel sollte Holzminden sein (nur etwa 10 km entfernt), aber als ich auf dem SP Mobilcamping Stahler Ufer (9,50 + Strom) eintraf, war ich doch entsetzt: ein Campingplatz für WoMos, groß und abstoßend.
So fuhr ich weiter und peilte das nächste Ziel an: Bodenwerder. Der SP Bodenwerder ist eigentlich ganz schön (8,50 € inkl. Strom), Teile waren aber überschwemmt.

Erstmal schaute ich mir das Städtchen an. Das ist so hässlich nicht, hat auch viel Fachwerk und eine Fußgängerzone. Alles wird natürlich durch Münchhausen geprägt. Geburtshaus, Grotte, Museum, Standbilder, Brunnen, Apotheke … Aber man kann schon mal durch den Ort laufen.

Münchhausens Geburtshaus

Münchhausen-Brunnen

Teil 3 folgt

iwoi am 01 Jun 2019 09:08:30

toller Reisebericht! Die Anregungen kann ich gut gebrauchen, für eine Tour in diese Ecke von D.
Bin gespannt auf Teil 3

Susebesitzer am 01 Jun 2019 13:14:03

Dritter und letzter Teil

11. Tag - Donnerstag, 23.05.2019

Nachdem sich einige Autoraser beruhigt hatten, wurde es eine ruhige Nacht. Am Morgen war das Wetter schon ganz gut und es blieb so den ganzen Tag über.
Ich schaute mich noch ein wenig an der über ihre Ufer getretenen Weser um ...

... und dann ging es so gegen 12 Uhr los. Ich gab Grossenwieden ins Navi ein. Dort gibt es einen SP ohne alles mit ziemlich guter Bewertung direkt an der Weser. Da wollte ich einfach mal gucken und ne Pause machen. Dazu musste ich aber durch Hameln, aber dann kam der Ort bald, der auch eine Fähre über die Weser aufweisen kann (allerdings wegen Hochwassers außer Betrieb). Wirklich ein schönes Plätzchen dort, und das bei dem Wetter.


Von dort war es dann auch nicht mehr weit bis nach Bückeburg, meinem heutigen Etappenziel. Auf dem SP am Schloss (7 € + Strom) konnte ich mich noch in eine Parklücke quetschen und Strom hatte ich auch. Da war es so 14 Uhr.

Der Platz liegt wirklich fast vis à vis zum Schloss (1) und zu Fuß ist man auch in 5 Minuten in der Fußgängerzone.
Bückeburg gehört nicht zu den Fachwerkstädten. Das Schloss besteht aus mehreren Flügeln aus unterschiedlichen Zeiten, ...


... die Kirche (6), das Rathaus (4) ...

... ist alles mehr Barock oder später und solide aus Stein. Die ganze Schlossanlage hat schon was. Sie geht dann über in den Marktplatz mit Rathaus und ehemaliger Hofapotheke und von Markt geht dann die Fußgängerzone nach rechts weg (Lange Straße), die aber sehr überschaubar ist und an der Stadtkirche schon wieder endet.
Neben dem Schloss ist wohl das Hubschraubermuseum (5) (steht auch am Markt) der Bringer für die Stadt.

Es ist recht weitläufig, nicht nur der abgebildete Glaskasten-Blickfang, sehr informativ und es gibt über 50 echte komplette Hubschrauber zu bestaunen, vom kleinen Einmannding bis zu gewaltigen Transportern. Dazu wird die Geschichte des Hubschraubers erläutert, angefangen bei Da Vicis Schraube. Sehr viele Modelle, Zeichnungen, Details beschreiben geglückte und misslungene Versuche, anders als ein Flugzeug oder Ballon vom Erdboden abzuheben. Und es gab zahlreiche Vorreiter dieser Form der Luftfahrt.



Ich war fast 2 Stunden im Museum (9 €) und habe den Besuch nicht bereut.
Danach gab es einen Amaretto-Becher in der Fußgängerzone, noch ein bisschen hier und da geguckt und dann ging ich zurück zum SP.

12. Tag - Freitag, 24.05.2019

Minden ist ja nur 10 km entfernt, aber so manches Ziel, das man an der Weser anstrebt, ist durch Baustellen nur mit weiten Umwegen – wenn überhaupt – zu erreichen. So ging es mir mit dem Mindener Wasserkreuz, dem Punkt, wo der Mittellandkanal mit einer Brücke über die Weser hinweggeführt wird. Zum Schluss sollte ich verbotenes Terrain befahren („Durchfahrt verboten“), da bin ich das letzte Stück lieber zu Fuß gegangen..
Das Kreuz besteht inzwischen aus 2 Brücken. (Das Bild habe ich in der Ausstellung im Pavillon fotografiert.)

Die erste, 1911-14 erbaut, war für mondernere Verhältnisse zu schmal und so wurde parallel dazu 1997 eine zweite Brücke (breiter und vor allem tiefer) in Betrieb genommen. Man kann die Brücken erklettern und, wenn eins kommt, neben dem Schiff herlaufen. Gegen Ende des Krieges wurde die erste Brücke von Bomben getroffen, das Wasser stürzte heraus. Dabei kamen 70 Menschen ums Leben, die sich in einer Fabrik nebenan im Keller versteckt hatten, darunter 10 polnische Zwangsarbeiterinnen.
Kanal:

Weser:

Zum Schluss sah ich noch einen Ausflugsdampfer, der auf der Weser fuhr und die beiden Brücken unterquerte.
Die Schachtschleuse ist eine weitere Attraktion in Minden, wieder (wegen Bauarbeiten) schwer zu erreichen.
Weser und Mittellandkanal kreuzen sich nicht nur, sie sind auch miteinander verbunden. Und dazu gab/gibt es die Schachtschleuse, die den Höhenunterschied zwischen Weser und Kanal überwindet (so ca. 13 m). Die Schleuse wurde wie der Kanal 1911-14 erbaut, ist nett anzusehen und vergeudet wenig Kanalwasser. Das ist ja eines der Hauptprobleme des Mittellandkanals: den Pegel zu halten, ohne rechte Zuflüsse zu haben. Aus diesem Grund war ja die Edertalsperre errichtet worden.

In die Schleusen sind Vorratsbecken integriert, die das Wasser aus den Schleusenkammern aufnehmen, wenn abwärts geschleust wird, und wieder verwenden, wenn es aufwärts geht. Nur etwa35 % des Wassers (immerhin 4000 m³) gehen dabei verloren und müssen jeweils aus der Werra und dem Kanal nachgefüllt werden. – Weil auch diese Schleuse den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird, hat man 2014 daneben eine neuere, längere, breitere und tiefere Schleuse in Betrieb genommen, die aber nach dem gleichen Prinzip arbeitet.


Zum Komplex dieser Schleusen und überhaupt zum Thema Binnenwasserstraßen gibt es einen Pavillon mit einer sehenswerten Ausstellung (Eintritt: Schleusen + Pavillon = 2 €).
Jetzt wurde es aber Zeit, mich auf des Kanzlers Weide zu begeben. Der SP Kanzlers Weide (5 € + Strom) liegt direkt an der Weser und gegenüber von Minden. Man geht über eine futuristische Fußgängerbrücke, und schon ist man fast im Herzen der Stadt.
In Minden gibt es wenig Älteres und ganz wenig ganz Altes. Vermutlich ist im Krieg viel zerstört und dann nicht restauriert, sondern neu gebaut worden. Deswegen gibt es ein paar Highlights, den Dom, das Rathaus, das Haus Schmieding, die Löwenapotheke, das Proviantmagazin, das Haus Hagemeyer und das Haus Bäckerstr. 45 sowie einige Kirchen und Museen. Der Rest aber ist ein verwirrendes Konglomerat unterschiedlichster neuerer Baustile und die Fußgängerzone ist durch diese Ladenketten von New Yorker bis dm nahezu austauschbar mit jeder durchschnittlichen anderen Stadt.
Mit anderen Worten: Minden bekommt von mir kein Sternchen, wohl aber die Namensgebungssage für die erstmals 798 urkundlich erwähnte Stadt Minden:
Im Zuge der Sachsenkriege ließ sich Widukind, der Sachse, zum Christentum bekehren. Karl der Große und er schlossen in seiner Burg am Weserufer Frieden und Widukind bot Karl an: Diese Burg soll nun min und din sein, worauf Karl erwiderte: So trage sie auch den Namen Min-din.


13. Tag - Sonnabend, 25.05.2019
Dieser Tag war zum Vergessen und wurde das Ende der Fahrt. Und das gestaltete sich so:
1. Abfahrt vom SP Kanzlers Weide in Minden mit dem ersten Ziel: OBI. Der Versuch, einen Verschlussstöpsel für die Küchenspüle zu kaufen, war sehr erfolgreich. Statt 18,95 € wie bei dem Campingausstatter kurz vor Bodenwerder zahlte ich jetzt 1,50 €.
2. Fahrt nach Petershagen zum dortigen kostenlosen SP. Ergebnis: alle Buchten belegt.
3. Fahrt nach Vlotho (also quasi zurück durch Minden) zum kostenlosen SP direkt an der Weser. Ergebnis: alles belegt.
4. Weiterfahrt weserabwärts nach Stolzenau zum dortigen SP (4 €). Ergebnis: alles belegt.
5. Weiterfahrt weserabwärts nach Nienburg zum dortigen SP. Ergebnis: alles belegt.
6. Weiterfahrt über Verden nach Ottersberg zum dortigen kostenlosen SP. Ergebnis: alles belegt.

Da hat es mir dann gereicht. Die letzten Kilometer nach Hause bin ich dann in einem Rutsch durchgefahren. Ich konnte noch ausräumen und danach sogar noch das Pokal-Finale sehen.

Nochmal zu den Stellplätzen:
Mein Anspruch war schon hoch. Ich wollte einen möglichst markierten Platz mit Stromanschluss. Alle angelaufenen Plätze haben Stromanschluss. Auf einigen (in Vlotho und Stolzenau) hätte ich ohne Strom stehen können, aber das wollte ich nicht (war vielleicht ein Fehler). - Jeder Wohnmobilfahrer kennt das wahrscheinlich: Man kommt voller Hoffnung auf einem Platz an, sieht viele andere Fahrer, die zufrieden auf ihren Stühlen sitzen und die Aussicht oder die Sonne genießen oder die Neuankömmlinge beobachten und wahrscheinlich froh sind, selbst einen Platz ergattert zu haben, und man muss feststellen, nein, es ist nichts frei, am Stromkasten schon gar nicht, und dampft enttäuscht wieder ab.
Jedenfalls ging für mich diese bis dahin sehr vielfältige und interessante Tour sehr enttäuschend zu Ende.

Stefan-Claudia am 01 Jun 2019 13:30:54

Susebesitzer hat geschrieben:... ging für mich diese ... sehr vielfältige und interessante Tour zu Ende.


So sollte es wohl heißen, und ich stimme Dir dann voll und ganz zu! :ja:

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