Zusatzluftfeder
cw

Parken am Hang, 1 Gang und Handbremse reichte nicht, x250 1, 2


goldfinger am 22 Jun 2019 21:49:13

Ich wollte heute an einem abschüssigen Parkplatz kurz anhalten um ein Foto zu machen, aber trotz eingelegtem 1. Gang und stark angezogener Handbremse war das Fahrzeug (Ducato 250 MJ 180) nicht zum sicheren Stillstand zu bringen. Nach 2 Metern vorwärts rollen habe ich es aufgegeben und bin weitergefahren. Meine Recherche im Internet hat aber nur Themen gefunden, wonach es grob fahrlässig ist, wenn nur mit Handbremse ohne eingelegten Gang geparkt wird. Irgendwo hat die Kombination Handbremse und eingelegter Gang natürlich ihre Grenze, aber wo sollte die mindestens liegen? Und nein, es gab keinen Kantstein zum Gegenrollen, nur einen Abhang zum Abstürzen.


Andreas

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villadsen am 22 Jun 2019 22:02:01

Hast du mit den Rückwärtsgang versucht? Wenn das Auto nach vorne rollst sollte man den Rückwärtsgang einlegen.
MfG
Thomas V.

goldfinger am 22 Jun 2019 22:11:34

Der 1. Vorwärtsgang und der Rückwärtsgang sind i.d.R. nahezu gleich übersetzt, daher macht es kaum einen Unterschied.


Andreas

macagi am 22 Jun 2019 22:15:50

Der Rückwärtsgang ist besser, klar.
Aber wenn es mit erstem Gang und Handbremse nicht hält benötigt die Bremse eine Werkstatt.

villadsen am 22 Jun 2019 22:29:48

goldfinger hat geschrieben:Der 1. Vorwärtsgang und der Rückwärtsgang sind i.d.R. nahezu gleich übersetzt, daher macht es kaum einen Unterschied.

Bei Saab konnte man den Schlüssel erst entfernen nachdem der Rückwertsgang eingelegt war. Das hatte einen Grund.
MfG
Thomas V.

tweiner am 22 Jun 2019 22:39:39

Moinsen,

Ja - der Grund war Diebstahlsicherung. Beim Saab gab es kein Zündschloss, da wurde diese Funktion mit dem festgeschlossenen Rückwärtsgang ausgeführt.
gruß
Thomas

WomoToureu am 22 Jun 2019 23:05:02

goldfinger hat geschrieben:Ich wollte heute an einem abschüssigen Parkplatz kurz anhalten um ein Foto zu machen, aber trotz eingelegtem 1. Gang und stark angezogener Handbremse war das Fahrzeug (Ducato 250 MJ 180) nicht zum sicheren Stillstand zu bringen.
Wir haben ein 251 mit 4,25 t, die Handbremse hält das Fahrzeug egal wie steil das Fahrzeug steht. Zusätzlich nutzen wir wenn ein Wegrollen gefährlich werden kann immer einen Keil den meine Frau Talwärts hinter ein Rad legt und ich lasse das Fahrzeug aufrollen ( damit niemand den Keil klauen kann :D )

Möglicherweise hilft es, wenn du mal einen Kolometer mit leicht angezogener Handbremse fährst, damit sich die Backen wieder entrosten. Muss ich immer machen bevor ich zur HU fahre, sonst gibt es da Ärger auf dem Bremsenprüfstand ( wenn die Räder nicht blockieren beim anziehen der Handbremse )

Zur Info, die Backenbremse hinten ist eine reine Feststellbremse, als Betriebsbremse sind vier Scheibenbremsen vorhanden.

Rockerbox am 22 Jun 2019 23:05:43

Also ich bin vorgestern über den Großglockner gefahren und hab das Mobil bei einigen Fotostops auch an abschüssigen Parkplätzen angehalten und nur mit der Handbremse ohne Probleme „fixieren“ können.

Eventuell ist die Spannung des Hebels der Handbremse nicht ausreichend bzw das Seil zu lange oder ausgeleiert. Das sollte sich die Werkstatt dringend ansehen!

rkopka am 22 Jun 2019 23:39:00

Rockerbox hat geschrieben:Eventuell ist die Spannung des Hebels der Handbremse nicht ausreichend bzw das Seil zu lange oder ausgeleiert. Das sollte sich die Werkstatt dringend ansehen!

Oder sie war noch nicht ganz angezogen. Ich hab festgestellt, man muß wirklich sehr stark anziehen, wenn es im Steilen halten soll. Dann hats das aber auch immer getan. Mit leichter/normaler Handbremse, so wie in der Ebene, fährt der ja einfach los, wenn auch klagend.

RK

Stocki333 am 23 Jun 2019 07:45:37

Hallo Andreas
Wenn ich das so lese, kommt mir der Verdacht, das deine hintere Bremse eine Bremsleistung hat die wahrscheinlich unter 50 % liegt. Bei deinem Hecklastigen Fzg ist die Bremslastverteilung 50 : 50.
Weis leider nicht was du für eine Bremsanlage hast, Trommel oder Scheibe.
Bei Scheibenbremse wirf mal einen Blick darauf. Achte auf Rost an den Bremscheiben an der Bremsfläche. Wächst gerne auf der oberen und unteren Seite hinein. Vor allem auf der Innenseite der Bremsscheibe.
Kann auch das Handbremsseil eingerostet sein. Und hier mußt du aufpassen.
Wenn du nähmlich die Handbremse Stark anziehst, kann es passieren das sich die bremsklötze nicht komplett von der Scheibe lösen. Die Bremse schleift. Und wird Heiss. Wenn die Bremsflüssigkeit schon älter ist. geht der Siedepunkt nach unten. Deine Bremse fällt aus, weil sich Dampfblasen im Hydrauliksystem bilden.
Mein Rat als Sofortmassnahme wenn du unterwegs sein solltest. Zieh die Handbremse mal am Stand stark an und öffnet sie wieder. Dann fährst du einen Kilometer und lässt das FZG ausrollen. Dann kontrollierst du die Hinteren Bremsen, ob die warm sind.
Wenn die Kalt sind bleibt dir die Handbremse nicht hängen. Oder sie bremst gar nicht.
ist in so einem Fall gar nicht wichtig. Sonst einfach die Handbremse nicht mehr benutzen.
Du kannst ja noch einen Test machen. 100 KM/h und das Fzg. mit der Handbremse zum Stehen bringen, Wirst wahrscheinlich ein Überraschung erleben. Und dann schaust du ob beide Hinterradbremsen Heiss sind.
Gruß Franz

Stocki333 am 23 Jun 2019 07:49:20

Der Test gilt auch wenn du hinten noch Trommelbremsen hast.

Tinduck am 23 Jun 2019 08:16:56

Werkstatt.

Wir hatten auch mal solche Probleme, da musste einfach nur das Handbremsseil nachgespannt werden, dann konnte man sie auch wieder richtig anknallen.

bis denn,

Uwe

Stocki333 am 23 Jun 2019 08:55:03

Tinduck hat geschrieben:Wir hatten auch mal solche Probleme, da musste einfach nur das Handbremsseil nachgespannt werden, dann konnte man sie auch wieder richtig anknallen.

Das ist aber die letzte Option. Zuerst musst du sicherstellen das bei der hinteren Bremsanlage alles in Ordnung ist. Sonst geht der Schuss nach hinten los.
Bei dem Alter und wenn es die erste Bremse noch ist, ist die vermutlich am Ende. Und Standschäden an Womos sind oft an der Tagesordnung.
Gruß Franz

goldfinger am 23 Jun 2019 08:58:11

Danke für die Ratschläge. Ich werde heute mal ein paar der Maßnahmen und Tests durchführen.

Bin gerade etwas in Eile, melde mich heute abend wieder.


Andreas

Tinduck am 23 Jun 2019 09:46:13

Stocki333 hat geschrieben:Das ist aber die letzte Option. Zuerst musst du sicherstellen das bei der hinteren Bremsanlage alles in Ordnung ist. Sonst geht der Schuss nach hinten los.
Bei dem Alter und wenn es die erste Bremse noch ist, ist die vermutlich am Ende. Und Standschäden an Womos sind oft an der Tagesordnung.
Gruß Franz


Das sollte die Werkstatt ja wohl merken? Ansonsten andere Werkstatt.

bis denn,

Uwe

Heimdall am 23 Jun 2019 11:11:40

goldfinger hat geschrieben:Der 1. Vorwärtsgang und der Rückwärtsgang sind i.d.R. nahezu gleich übersetzt, daher macht es kaum einen Unterschied.
Andreas

Der Unterschied liegt nicht in der Übersetzung. Wenn der 1. Gang eingelegt ist hält die Kompression das Fahrzeug zurück, diese lässt aber mit der Zeit nach da kein Motor vollkommen dicht ist und das WOMO rollt bergab wenn die Bremse es nicht hält.
Beim Retourgang kann das WOMO nicht rollen sondern höchstens die stehenden Reifen über den Asfalt schleifen! Bergauf kann es wohl nicht rollen. :) Das ist ein riesiger Unterschied.

VOBILU am 23 Jun 2019 11:36:13

egal ob hinten Scheibe oder Trommel,
im Laufe der Jahre tritt auch immer wieder gerne der Defekt "Handbremsseil gerissen" auf...

Sollte der Hebel bereits den Dachhimmel erreicht haben und das Fuhrwerk rollt, dann hilft auch ein Nachstellen der Hinterradbremse nichts mehr.
Durch mangelnde Betätigung und Pflege gammelt der Zug fest, Abriß dank Hebelwirkung auch für zierliche Fahrer problemlos möglich.

Knaus650MEG am 23 Jun 2019 13:20:01

Heimdall hat geschrieben: Wenn der 1. Gang eingelegt ist hält die Kompression das Fahrzeug zurück, diese lässt aber mit der Zeit nach da kein Motor vollkommen dicht ist und das WOMO rollt bergab wenn die Bremse es nicht hält.
Beim Retourgang kann das WOMO nicht rollen sondern höchstens die stehenden Reifen über den Asfalt schleifen! Bergauf kann es wohl nicht rollen.


Ist es nicht so, daß bei eingelegtem Rückwärtsgang und vorwärtsrollen des Fahrzeuges der Motor lediglich über den Antriebsstrang rückwärts gedreht wird und sich da auch in den Zylindern eine Kompression aufbaut die dann eine ähnliche Art von Motorbremse bewirkt wie beim eingelegten ersten Gang? Der Rückwärtsgang bewirkt doch keine Sperre der angetriebenen Räder.

Heimdall am 23 Jun 2019 13:48:39

Jürgen,
probiere doch mal folgendes aus wenn du Bergab stehst:
Motor aus > 1. Gang einlegen > Kupplung nicht drücken > Handbremse offen und dann dasselbe mit dem Retourgang. Du wirst sehen dass es mit dem 1. Gang schneller zu Rollen beginnt, wenn überhaupt. Allein schon wegen der Reibungswiderstände im Getriebe.
Aber das kann bei den vielen neuen Antriebstechniken die es heute gibt unterschiedlich sein. Ich würde aber trotzdem immer den Retourgang wählen. Einfach weil logischer.

Knaus650MEG am 23 Jun 2019 14:41:26

Heimdall hat geschrieben:Jürgen,

Motor aus > 1. Gang einlegen > Kupplung nicht drücken > Handbremse offen und dann dasselbe mit dem Retourgang. Du wirst sehen dass es mit dem 1. Gang schneller zu Rollen beginnt, wenn überhaupt.


Für mich liegt die Logik demnach doch in der Übersetzung. Je kleiner die Übersetzung ist, desto mehr Schubkraft muß aufgewandt werden um den Motor zu drehen. Es wäre dann einfach so dass der Rückwärtsgang eine noch kleinere Übersetzung hat als der erste Gang, was auch wieder für mich logisch erscheint. Ich vermute deshalb das deine Aussage: ....
Heimdall hat geschrieben:
Beim Retourgang kann das WOMO nicht rollen sondern höchstens die stehenden Reifen über den Asfalt schleifen!


..... durch die Übersetzung der Rückwärtsganges ihre Begründung findet. Die Haftung zwischen den Reifen der Antriebsräder reicht nicht aus um genügend Kraft über Getriebe auf den Motor auszuüben wodurch der Motor gedreht werden könnte. Was natürlich in der Praxis kaum vorkommen dürfte aber hier nur verdeutlichen soll wie sich die Getriebeübersetzung auswirkt.

Ingbilly am 23 Jun 2019 15:55:08

Heimdall hat geschrieben:Jürgen,
...Allein schon wegen der Reibungswiderstände im Getriebe.
Aber das kann bei den vielen neuen Antriebstechniken die es heute gibt unterschiedlich sein. Ich würde aber trotzdem immer den Retourgang wählen. Einfach weil logischer.


Hallo,

ich hatte mal einen Patienten hier, der hat immer den vierten oder zweiten Gang eingelegt.
Seine Begründung war: Die Drehrichtung des Schalthebels ist dabei genaus wie die Drehrichtung des Handbremshebels.

Klang genauso logisch.

Die Übersetzung des Rückwärtsgang liegt übicherweise zwischen der, des Ersten und Zweiten Gangs.
Das müsste man mal im Handbuch nachschauen, da stehts drin.

Gruß
Jürgen

altenrather am 23 Jun 2019 17:33:26

Heimdall hat geschrieben:Jürgen,
probiere doch mal folgendes aus wenn du Bergab stehst:
Motor aus > 1. Gang einlegen > Kupplung nicht drücken > Handbremse offen und dann dasselbe mit dem Retourgang.

Naja- ich würde es nicht riskieren, mit der Nase bergab stehend den Rückwärtsgang einlegen.
Schon mal drüber nachgedacht, das- wenn der Wagen sich doch etwas bewegt, unter Umständen der Motor entgegen der Laufrichtung dreht und der Spanner des Zahnriemens oder der Steuerkette die Spannung verändert und beim Neustart etwas zerlegen kann :lupe:

Stocki333 am 23 Jun 2019 17:40:56

Hallo
Bei einem Schaden an der Maschine ist aber auch das Ursprungsthema ( schlecht Bremswirkung Hinterachse) nicht mehr wichtig. Dann braucht der TE sowieso einen Abschlepper. So lösen sich alle Probleme in Wohlgefallen auf.
Grinsend Franz

Stocki333 am 23 Jun 2019 17:48:01

Hallo altenrather
Man könnte deinen Leitspruch auch ändern.
Bremse dein Leben so lange, so gut und so lange es geht,- es ändert sich genau dann, wenn du nicht damit nicht rechnest. :cry:

WomoToureu am 23 Jun 2019 18:28:43

altenrather hat geschrieben:Naja- ich würde es nicht riskieren, mit der Nase bergab stehend den Rückwärtsgang einlegen.
Schon mal drüber nachgedacht, das- wenn der Wagen sich doch etwas bewegt, unter Umständen der Motor entgegen der Laufrichtung dreht und der Spanner des Zahnriemens oder der Steuerkette die Spannung verändert und beim Neustart etwas zerlegen kann :lupe:


So muß es aber gemacht werden und es passiert auch nichts am Motor.

Ich gehe mal davon aus der TE hat z.b. diesen alten Beitrag gefunden in dem "alles" steht: --> Link

Auf die Sache mit dem Klotz ( Bremsklotz ) hatte ich bereits verwiesen, wenn es mal richtig steil oder gefährlich ist machen wir das immer.

Aber wie gesagt wir ziehen die Handbremse bei unserem 251 er ( Maxi ) der TE hat den etwas kleineren 250er an und dann bewegt sich absolut nichts mehr. Alles andere dient nur der "doppelten" Sicherung. Da wie hier zutreffend geschrieben wurde das einlegen eines Ganges keine "Sperre" ist sondern lediglich den Kompressionseffekt des Motors nutzt, nutzen wir im Zweifel einen Handfesten Bremskeil. ( Wozu wir übrigens da > 3,5 t verpflichtet sind )

goldfinger am 23 Jun 2019 18:35:50

So, ich musste heute weit fahren und habe ein wenig getestet. Ich habe hinten und vorne Scheibenbremsen und vermutlich hinten zus. Trommelbremsen. Nach 10 km ohne zu bremsen war alles kalt. Dann habe ich bei Tempo 80 für 30 Sek. die Handbremse erst leicht, dann kräftig angezogen. Der Wagen hält die Spur, daher gehe ich davon aus, dass bei Seiten gleichmäßig ziehen. Den Hebel kann ich schon recht weit hochziehen, bin aber noch nicht am Anschlag. Auf den ersten Blick lässt sich das auch nicht am Hebel nachstellen.

Wenn man weiß, dass die Bremse nicht viel hält, ist es auch nicht wirklich ein Problem solange ich nicht von den Keilen rolle. Wenn ich wieder zuhause bin habe ich schon einen Termin in der Werkstatt, vermutlich müssen die Bremsscheiben neu (75.000km). Dann kann bei der Gelegenheit auch nach den Trommelbremsen geschaut werden.

Danke
Andreas

Stocki333 am 23 Jun 2019 18:40:38

hallo Andreas
Super Nachricht. Was willst du mehr. Hauptsache und das wichtigste ist das die Bremse nicht hängenbleibt. Alles andere hat Zeit für später
Gute Reise Franz

WomoToureu am 23 Jun 2019 18:42:58

goldfinger hat geschrieben: Ich habe hinten und vorne Scheibenbremsen und vermutlich hinten zus. Trommelbremsen.

So hatte ich es auch beschrieben und so ist es bei dem 250 er auch. Nachgestellt wird nur unterm Fahrzeug.

Bei 75 tsd dürfte da noch kein Bedarf an Erneuerung der Bremsen bestehen, zumindest sind die bei unserem Max Fahrgestell ( hat etwas größere Bremsen ) noch 1/2 da ( die Bremsklötze )

Wie sich die Backenbremse abgenutzt haben sollte das muss mir erst jemand erklären, das ist eine reine Feststellbremse die du nun erstmalig als Betriebsbremse genutzt hast, was übrigens Fiat nur für den Notfall freigibt. ( Backenbremse ist reine Feststellbremse ohne Verschleiß wird nur über Handbremshebel betätigt )

Ich gehe mal fest davon aus das alles in Ordnung ist und du nicht in die Werkstatt brauchst, die Handbremsleistung des Light Fahrgestell 250 ist leider sehr bescheiden, kannst Du ergoogeln.

Viel Spaß und immer gute Fahrt, vieleicht denkst Du mal über die Anschaffung eines Bremskeil nach ? ( Etwa 10 € und den überrollt der nicht :D )

goldfinger am 23 Jun 2019 18:48:32

Von abgenutzter Backenbremse habe ich nichts geschrieben, aber es könnte sein dass die Trommel angerostet ist und daher die schlechte Bremswirkung kommt. Vielleicht sollte ich noch ein paar Kilometer mit angezogener Handbremse fahren um die Trommel auszuschleifen.


Andreas

Stocki333 am 23 Jun 2019 18:51:42

ja wenn der hinten für die handbremse Trommelbremsen hat. Da schadet es nicht die manchmal zu benutzen bei niedriger Geschwindigkeit. Sonst hast du mit der Zeit verostete Bremsen. Alte BMW Fahrer können ein Lied davon Singen.
Gruß Franz

Stocki333 am 23 Jun 2019 18:56:50

goldfinger hat geschrieben: Vielleicht sollte ich noch ein paar Kilometer mit angezogener Handbremse fahren um die Trommel auszuschleifen.

Das so nicht machen. du überhitzt die Bremse. Lieber mal aus 30 -4 0 Km/h das Fzg zum Stehen bringen. so Verhinderst du das verrosten und schleifst die Bremsbacken schön auf. Das Handbremsseil mußt du aber nachspannen lassen. Hat vermutlich keuíne automatische Nachstellung
Gruß Franz

WomoToureu am 23 Jun 2019 19:43:07

goldfinger hat geschrieben:Von abgenutzter Backenbremse habe ich nichts geschrieben, aber es könnte sein dass die Trommel angerostet ist und daher die schlechte Bremswirkung kommt. Vielleicht sollte ich noch ein paar Kilometer mit angezogener Handbremse fahren um die Trommel auszuschleifen.
Genau, so ist das leider auch immer bei uns wenn wir zur HU müssen. Dann gibt es Mecker wenn wir nicht vorher 2- 3 km die Bremse leicht schleifen lassen, damit sie innen wieder blank wird.

Danach sollte auch das Fahrzeug von der Handbremse gehalten werden, wobei wie gesagt wir zur Sicherheit beim Parken an steilen Streckenabschnitten einen Bremskeil vor einem Rad legen und das Rad auflaufen lassen. Würde ich jedem empfehlen der sein Wohnmobil nicht über einen Abhang verschwinden sehen will. :D

Die Trommelbremse hat eine automatische Nachstellung.

Ingbilly am 23 Jun 2019 23:09:19

goldfinger hat geschrieben:Von abgenutzter Backenbremse habe ich nichts geschrieben, aber es könnte sein dass die Trommel angerostet ist und daher die schlechte Bremswirkung kommt. Vielleicht sollte ich noch ein paar Kilometer mit angezogener Handbremse fahren um die Trommel auszuschleifen.

Andreas


Hallo,

glaub ich jetzt ehrlich gesagt nicht und wenn Du Dich nicht selbst damit auskennst, solltest Du das nachsehen lassen.
Wenn die Trommeln innen rostig wären, dann würde das keinen großartig negativen Effekt auf die Bremswirkung haben, sondern eher umgekehrt.

Die Handbremse sollte ein Auto immer brauchbar halten können.

Ich kenne jetzt Dein Auto nicht, aber wenn Dein Auto hinten die gleiche Trommelbremse für die Betriebsbremse und die Handbremse verwendet, dann ist dringend eine Prüfung angesagt.
Es sind zwar zwei getrennte Mechanismen für Betriebsbremse und Handbremse, auch wenn man die gleiche Trommel und die gleichen Backen verwendet, aber da würde ich schon mal nachschauen lassen.

Gruß
Jürgen

gespeert am 24 Jun 2019 04:54:47

Warum nur immer auf die Hinterachse schielen?
Di Bremsanlage besteht aus zwei Kreisen, bspw. v.l. , h.r. und h.l. mit v.r.

Bei Trommeln wird hinten der eine Belag ueber Hebel auch als Feststellbremse genutzt.
D.h. im Umkehrschluss ist ggf. der Belag am Ende, der Mechanismus klemmt oder weitere Ursachen fuehrten zur Abnutzung des Belags.
Natuerlich hofft man nur auf ein festgerostetes Seil. Trotzdem sollte man die gesamte Anlage pruefen wenn der Wagen sowieso schon auf der Buehne steht.

Stocki333 am 24 Jun 2019 07:59:33

Hallo gespeert
Der hat hinten beides. Scheibenbremse und Trommelbremse. Damit hat die Handbremse mit der Betriebsbremse nichts zu tun. die sind getrennt. Ich kenne das Prinzip vom BMW. War bei älteren Fzg immer ein Quell des Ärger.
Siehe auch den Beitrag von WomoToureu.
Aber zur Bremsanlage mal ein Interessantes Detail. War letzte Woche beim Pickerl. Das ist der österreichische TÜV.
An der Vorderachse erreicht ich gerade die gesetzlichen Vorgaben. Die Bremsanlage hat vor 65 000 Km 3,5 Jahre neue Scheiben und Klötze bekommen. Das lies mir keine Ruhe und zu Hause die Bremse zerlegt.
Bremsflüssigkeit 140 Grad.
Das Ergebniss:
Bremseklötze noch 7 mm Gleichmässige Abnützung.
Ca 3mm Rostrand von der Aussenseite rein.
Breimscheiben in einem sehr guten Zustand
Die Führungen und die Abdichtung des Schiebeschlitten in einem sehr guten Zustand.
Die Rückseite der Klötze komplett verrostet.
Der Rest um die Bremsklötze komplett verdreckt. die Klötze haben Halbrunde Anformungen an der Breitseite. die greifen in entsprechende Aussparungen ein.
Durchgeführte Arbeiten;
Bremscheiben Rost entfernt.
Rückseite der Klötze abgeschliffen und lackiert.
Alles sauber gereinigt, neu gefettet und zusammengebaut.
Bremsflüssigkeit erneuert
Wieder auf den selben Bremsenprüfstand gefahren.
Vorderachse 17 % mehr Bremsleistung
Und diese Steigerung war eine Überraschung. Das hatte ich so nicht erwartet. Den die Sichtkontrolle ergab keine Auffälligkeiten. Nur der Prüfstand zeigte ein anderes Bild. Der Prüfer meint nur die Werte sind normal für ein altes Fzg.
Resume: die Abnahme der Bremsleistung ist ein sehr langsamer Prozess. man gewöhnt sich daran weil es über Jahre geht.
jeder kann nun seine Schlüsse aus diesem Bericht ziehen
Gruß Franz

MountainBiker am 24 Jun 2019 08:01:11

Hallo,

bevor noch mehr geraten wird, der Ducato x250 hat hinten eine Scheibenbremse (zumindest laut Teilekatalog):
--> Link

MountainBiker am 24 Jun 2019 08:18:26

Wenn ich mir das Bild genauer anschaue, ist es zwar eine Scheibenbremse, aber die Handbremse könnte über eine Art "Hilfstrommelbremse arbeiten", die dahinter angebracht ist oder?

Stocki333 am 24 Jun 2019 08:26:04

Die Bremse ist in dem Teil eingebaut wo die Radbolzen rauskommen. Die ist prinzipbedingt klein. daher ist die Halteleistung nicht so tolle.
Gruß Franz

andreasnagel am 24 Jun 2019 09:04:29

Moin.

Ich hatte dasselbe Problem, als das WoMo nach zwei Jahren das erste mal bei der HU war. Unzureichende und ungleiche Bremsleistung der Feststellbremse (Handbremse).

Ich durfte in der Werkstatt dabei sein, als beidseitig die Trommeln/Scheiben , sowie die Bremsbeläge gewechselt wurden.

In dem oben verlinkten Bild ist das Teil 9 die Bremstrommel/Bremsscheibe. Für die Betriebsbremsse dient der überstehende Rand als Bremsscheibe, der Korpus ist für die Handbremse. Links oben im Bild ist die Mechanik mit den Handbremsbelägen zu sehen, darüber wird die Bremstrommel (Teil 9) gestülpt. Die Bremsbeläge werden durch den Handbremshebel, und die Bremszüge nach außen gegen die Innenseite der Trommel gedrückt.

Ein Problem dabei sind die langen Bremszüge, welche unter Belastung länger werden. Das passiert auch in den wenigen Minuten nach dem Anziehen der Handbremse. Daher ist es sinnvoll, an steilen Stellen die Handbremse nach einigen Minuten noch einmal einen Zacken weiter nachzuziehen.

Viele Grüße,
Andreas

thomas56 am 24 Jun 2019 09:22:02

Bremsen sollten natürlich 100% ok sein, aber warum legt man bei starken Gefälle nicht einfach den Bremskeil vor die Reifen? :gruebel:

rkopka am 24 Jun 2019 09:37:13

Stocki333 hat geschrieben: Resume: die Abnahme der Bremsleistung ist ein sehr langsamer Prozess. man gewöhnt sich daran weil es über Jahre geht.

Muß anscheinend nicht sein. Mein 2012er 250er hatte zum diesjährigen Pickerl 78.000km.
Bremsen vorne 4,89 (kN), 4,82 , hinten 4,17 3,87. Laut Techniker sehr gut. Er fragte, ob ich was dran gemacht habe. Vor einigen Jahren mal ein normales Service, sonst gar nichts.
Feststellbremse 3,73 2,45 , was wohl gereicht hat, obwohl er angemerkt hat, daß man da mal schauen sollte (was geschehen ist) !?

thomas56 hat geschrieben:Bremsen sollten natürlich 100% ok sein, aber warum legt man bei starken Gefälle nicht einfach den Bremskeil vor die Reifen? :gruebel:

Und wie machst du das, während der Wagen gerade wegrollt, weil er nicht genug gebremst ist ?

RK

WomoToureu am 24 Jun 2019 09:39:48

andreasnagel hat geschrieben:Ein Problem dabei sind die langen Bremszüge, welche unter Belastung länger werden. Das passiert auch in den wenigen Minuten nach dem Anziehen der Handbremse. Daher ist es sinnvoll, an steilen Stellen die Handbremse nach einigen Minuten noch einmal einen Zacken weiter nachzuziehen.
Grundsätzlich hat jedes Fahrzeug mit Seilzug das Problem, deshalb spannt man ja eine Feder aber trotzdem kann z.B. das Seil auch während des Parkvorgang reißen.

Wie der TE richtig schreibt und auch in meinem Link steht ist man deshalb verpflichtet eine zweite Maßnahme am Berg zutreffen. Ein einfacher Bremskeil löst das Problem nachhaltig, wie bereits mehrfach empfohlen.

An rkopka - also ich stehe auf der Betriebsbremse und meine Frau legt den Keil Talwärts vor ein Rad, dann lasse ich das Wohnmobil auf den Keil rollen ( damit ihn keiner klauen kann )

Eigendlich benötige ich dann keine Handbremse mehr, die ziehe ich dann nur ProForma an.

thomas56 am 24 Jun 2019 09:44:25

WomoToureu hat geschrieben: Frau legt den Keil Talwärts vor ein Rad, dann lasse ich das Wohnmobil auf den Keil rollen


könnte mir vorstellen, dass das Seil durch den Keil auch entlastet wird.

andreasnagel am 24 Jun 2019 10:00:03

WomoToureu hat geschrieben: Frau legt den Keil Talwärts vor ein Rad, dann lasse ich das Wohnmobil auf den Keil rollen


thomas56 hat geschrieben:könnte mir vorstellen, dass das Seil durch den Keil auch entlastet wird.


Wenn man die Handbremse nach dem Unterlegen des Keils wieder löst, wird das Handbremsseil ganz sicher entlastet :mrgreen:
Wenn nicht, dann nicht.

Viele Grüße,
Andreas

rkopka am 24 Jun 2019 10:28:32

WomoToureu hat geschrieben:An rkopka - also ich stehe auf der Betriebsbremse und meine Frau legt den Keil Talwärts vor ein Rad, dann lasse ich das Wohnmobil auf den Keil rollen ( damit ihn keiner klauen kann )

Ich reise alleine ! Allerdings hat meine Handbremse bisher gereicht.

RK

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