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Reisebericht Spanien Juni 2019


birgit60 am 11 Jul 2019 20:05:16

Mittwoch 29.5.2019

Die Urlaubsplanung ist seit langem abgeschlossen. Das Ziel: Italien. Und seit einigen Wochen ist sie da. Die Vorfreude. Diese gilt im Allgemeinen als die schönste Freude, vor allem, wenn es um den eigenen Urlaub geht. Nächtelang bei Kerzenlicht (Deckenfluter) über vergilbten Karten (Google) ferner Länder (Italien) gebeugt, nach Routen (mautfreie Autobahnen) schauen, die zuvor noch kein Wohnmobilist befahren hat und natürlich von exotischen Gaumenfreuden (Pizza, Ravioli) träumen. Ja, dann ist es wieder soweit. Endlich Sommer. Endlich Urlaub. Endlich wieder mit dem Womo reisen, ungebunden sein, draußen sein, Wind und Wetter trotzen … apropos Wetter … kurz vor der Abfahrt löst ein Blick auf die Wetter-App im Zielgebiet (kalt, bewölkt) bei Birgit akute Schnappatmung aus und mir ist klar – die Routenneuberechnung läuft bereits – aus einem lang geplanten Italien- wird ein spontaner Spanienurlaub. Ab jetzt wird uns das Wetter-App-Sonnensymbol die Fahrtrichtung weisen. :lol:

Ein wenig später …

… gut gelaunt und auf Staus aller Art und Länge eingestellt starten wir um 15.00 Uhr. Wir haben diesmal nichts vergessen, alles ist an Bord: Das Bier sowie die obligatorischen Würstchen und der Kartoffelsalat für den ersten Abend stehen im Kühlschrank und im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren kommen wir zügig voran.



Vorbei an Karlsruhe und Mühlhausen rollen wir 500 Kilometer gen Süden und stoppen erst gegen 20 Uhr, rund 10 Kilometer von der Autobahn entfernt auf dem Parkplatz des Bio-Supermarktes Croc Nature, Rue de la Gare 25, 25770 Serre les Sapins, in der Nähe von Besancon. Dieser Parkplatz ist sogar als Womo-Stellplatz ausgewiesen, mit Entsorgung. Kostenlos und, besonders schön: Wir sind mutterseelenallein!



Das Wurstwasser köchelt wenig später mitten auf dem Parkplatz, ein kaltes Flens ploppt ungehört auf … und bevor es dunkel wird spazieren wir noch ein paar Meter durch diesen unbelebten Ort, dessen Namen wir am nächsten Morgen schon wieder vergessen haben.


Donnerstag 30.5.2019

Was wir bisher nur vermuteten ist seit 08:00 Uhr nun gewiss. Christi Himmelfahrt ist auch in Frankreich gesetzlicher Feiertag. Der immer noch leere Parkplatz am Morgen und der geschlossene Supermarkt ist der Beweis. Keine Menschenseele weit und breit. Während des Frühstückmachens entdeckt Birgit ein rotes Blinken am Kühlschrank-Panel. Wir wissen nicht genau was es verheißt, aber sicherlich nichts Gutes. Das hat noch nie geblinkt. Und die Aufbaubatterieanzeige meldet 2/3 voll. Als elektrische Analphabeten sprechen wir uns gegenseitig Mut zu: „Erst mal abwarten, wenn der Motor wieder läuft“. Und tatsächlich, kaum dieselt der Ducato vom Stellplatz, erlischt das Blinken und die Womo-Welt ist wieder in Ordnung. Also zumindest für mich. Birgit dagegen lässt das eben Erlebte keine Ruhe und sie tippt das Problem in ein Womo-Forum, was von mir im Stillen mit einem verächtlichen Lächeln begleitet wird, wohl wissend, dass dabei sowieso nichts rauskommt. Ja, ich gebe zu, ich halte nicht viel von Foren; jeder weiß was beizutragen, und das meistens besser als der, der sich zuvor dazu geäußert hat, viel Geschwätz, Geblubber, blablabla. :roll:

200 Kilometer später …

… OK, ich bin geneigt, meine Meinung über Foren zu überdenken – unglaublich. Nach wenigen Stunden – ich frage mich, was machen diese Menschen morgens an einem Feiertag nur – haben wir diverse Antworten. Es sind nicht nur Antworten, es sind fachlich fundierte Ausführungen mit verständlichen Lösungsansätzen, beginnend mit „wenn so und so … dann so und so“. Kurz um: Das Problem ist wohl unsere in die Jahre gekommene Aufbaubatterie, die von dem etwas zu klein dimensionierten Solarpanel (75Watt) nicht mehr ausreichend gespeist wird, um den Kompressorkühlschrank über mehrere Stunden autark zu versorgen. Sobald wir Landstrom haben oder uns fahrend fortbewegen, wäre alles kein Problem. Einleuchtend. Birgits stolzes Grinsen über Qualität und Zuverlässigkeit der „Kastenwagenfreunde“ ignoriere ich elegant. Ich muss mich auf die Straße konzentrieren. :ja:

Es folgt eine staureiche Fahrt Richtung Süden. Komisch, die Jahre zuvor war es meist anders herum – es stockte in Deutschland und in Frankreich war freie Fahrt. Nun stehen wir. Erst auf der Landstraße, dann auf der A 6 im Stau bis Valence.



Während einer Pause im französischen Irgendwo begutachte ich den Fahrradträger und stelle einen Reifenschaden an meinem Fahrrad fest. Skandal. Wieso habe ich nicht zu Hause nachgeschaut? Ich brauche einen neuen Reifen. Das fehlende Stück Lauffläche ist zu groß um es zu ignorieren, vor allem weil ich ein paar längere Touren machen möchte. Also umdisponieren und Zwischenübernachtung in Les Bacarès nähe Perpignan. Dort gibt es einen Décathlon.

Stellplatz-App-sei-Dank finden wir unweit des Déclathlons einen Platz für die Nacht. Den zu finden, ist auch nicht schwer, denn das Areal ist schon von Weitem zu erkennen. Es bietet laut App-Info Platz für 200 Mobile. Und es scheint, er ist nur zur Hälfte belegt, wie man vor der Schranke stehend erkennen kann. Schwieriger hingegen ist es, überhaupt reinzukommen. Denn da steht er wieder. Unser Freund, der Schranken-Automat.
Immerhin haben wir seit letztem Jahr eine für diesen Betreiber passende Scheck-Karte – ich steige aus, halte sie ihm direkt vor’s Display. Nix passiert. Ich schaue zu Birgit, die nervös vom Beifahrersitz aus mein Treiben beobachtet. Ich zucke mit den Schultern und registriere beiläufig die Wohnmobilschlange, die sich mittlerweile hinter uns bildet. Ich probiere diverse Varianten, dem Automaten das Lesen der Karte zu ermöglichen. Nix passiert. Gut, wir haben ja Zeit … also, ins Menü geklickt, Deutsch ausgewählt aber alles, was ich zu Lesen bekomme hilft mir nicht weiter. Die Notfallnummer ignoriere ich genauso, wie die immer länger werdende Wohnmobilschlange. OK. Blöd kann man sein, man muss sich nur zu helfen wissen. :roll:
Hinter uns steht ein Belgier, der noch einen recht entspannten Eindruck macht – ich spreche ihn mit peinlich schlechtem Französisch an und wedel dabei mit der Karte. Der Belgier ist ein Mann der Tat. Er begleitet mich und probiert all das, woran ich kurz zuvor gescheitert bin, ebenfalls vergeblich. Er fackelt nicht lange, greift sein Handy und wählt die Nummer die auf dem Automaten steht, und erklärt einer fremden Person, weil der Sprache mächtig, in nullkommanichts die Problematik. Er geht zwei, drei Schritte auf die Schranke zu, dreht sich um, schaut auf unser Mobil, geht wieder zum Automaten hält die Karte hin, nix passiert. Die Stimme am anderen Ende des Mobiltelefons scheint den alles entscheidenden Tipp zu geben.
Er reicht mir die Karte und fordert mich auf, einen Meter näher an die Schranke zu fahren und DANN die Karte vor das Display zu halten …. Das Wort „Merci“ spreche ich nach hundertfacher Wiederholung seither akzentfrei aus! Es lag wirklich nur daran, nicht nah genug vor der Schranke gestanden zu haben … unglaublich. 8)

Wir suchen uns einen ebenen Platz und schließen den Strom an. Es dauert eine Weile bis die Womo-Schlange vor der Schranke sich auflöst und wir beschließen, einen schönen Abendspaziergang durch den Ort zu machen. Von schön kann allerdings nicht die Rede sein. Der Ort, zumindest das, was wir zu sehen bekommen, ist ziemlich schrecklich. Hässliche Gebäude, größtenteils verlassen, viel Beton. Vieles wirkt vergammelt. An einer einsamen Eisdiele hole ich mir mein Standard-Eis: Zwei Kugeln, Vanille und Erdbeer. Es schmeckt passend zum Ort.





Freitag 31.5.2019

Relativ früh machen wir uns auf den kurzen Weg nach Perpignan zu Décathlon. Während ich das Auto bewache, besorgt Gert schnell einen neuen Mantel. Das Navi ist programmiert auf Cadaqués unter Vermeidung von mautpflichtigen Straßen.



Der Weg ist uns vertraut und doch erschließen sich uns immer wieder andere, neue Eindrücke. An vielen Stellen wurde die Straße, die sich in Serpentinen zwischen Küste und Bergen hinauf und hinunter schlängelt, neu ausgebaut. Wir nehmen die Abbiegung nach Cadaqués und folgen auf der schmalen und kurvenreichen Strecke einem Teilintegrierten aus Deutschland. Nicht, dass uns der Behäbige am Ende noch den letzten freien Platz auf CP Cadaqués wegschnappt. In der Tat: Er hat dasselbe Ziel. Platz ist auf dem CP Cadaqués, der zwischen Cadaqués und Port Lligat liegt, genug. Hier gibt’s sogar ein schönes Schwimmbad – leider noch nicht in Betrieb. Die Vorbereitungen laufen aber auf Hochtouren. Wir suchen uns eine Parzelle, während der „Behäbige“ noch am Suchen ist. Kurz darauf steht er neben uns.



Und wie das so ist auf Plätzen, wo die Parzellen nicht durch hohe Hecken voneinander getrennt sind, kommen wir gleich ins Gespräch. Der Besitzer des „Behäbigen“ meint, wie sehr er uns beim Durchfahren der engen Gassen um unseren Kastenwagen beneidet hätte und dass er sich immer mehr mit dem Gedanken beschäftige, seinen „Dicken“ gegen einen wendigen Kastenwagen einzutauschen. Während Gert noch mit dem Nachbarn die Vorteile eines Kastenwagens erörtert, habe ich bereits für Strom gesorgt. Das Kaffeewasser kocht. Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns zu Fuß auf den kurzen Weg nach Port Lligat. Schnell haben wir die kleine Bucht erreicht.







Vor Dalis Haus warten Dutzende auf Einlass, sodass wir die Besichtigung auf später verschieben. Wir wandern ein Stück Richtung Cap d’en Roig, kehren um und ergattern den letzen freien Tisch in der Strandbar Es Racó d'en Dani. Tolle Sicht auf’s Meer, nette Bedienung, gutes Essen, guter Wein, nur die wummernde Planierraupe, die vor dem Lokal auf und ab dröhnt, stört ein wenig das romantischen Flair. Die Besichtigung des Casa Dali fällt leider aus, da sich der Besucherandrang nicht reduzieren will. Aber wir kommen irgendwann wieder. Gut gestärkt geht es in die andere Richtung, nach Cadaqués. Dort genehmigen wir uns ein leckeres Eis, das Beste des gesamten Urlaubs, wie sich am Ende herausstellen wird.







Gegen Abend sind wir um viele schöne Eindrücke bereichert zurück auf dem CP. Wir machen Bekanntschaft mit Gaby und Martin, die ebenfalls im Kastenwagen unterwegs sind. Es folgt eine gegenseitige Besichtigung der Fahrzeuginneren. Nachdem ich die Sanitäranlegen besucht und für ordentlich befunden habe, gehe ich duschen. Das Wasser ist kalt. Ich wechsle die Kabine und stelle beim Schließen der Tür fest, dass meine Tür einen blauen Punkt hat, den ich zuvor übersehen hatte. Die übrigen Duschkabinen haben rote Punkte. Hinter der Tür mit dem roten Punkt beginnt es über mir sogleich schön warm zu plätschern.
Am späten Abend fahren wir nochmal mit den Rädern in eine andere Bucht.






Samstag 1.6.2019

Gert bricht nach dem Frühstück zu einer größeren Radtour auf. Ich nutze die Zeit und plane unseren weiteren Reiseverlauf. Morgen soll es weiter Richtung Süden gehen.
Während ich so sitze und eine Route plane, verfolge ich die Entsorgungstechniken anderer Wohnmobilisten. Unweit der Einfahrt befindet sich ein Bodeneinlass mit blauem Deckel. Dort kommt alles rein, was raus muss: Grauwasser und Chemietoilette.
Blöd ist nur, dass es keinen Wasseranschluss gibt, wo man den Fäkaltank nachspülen könnte. In unmittelbarer Nähe zu besagtem Bodeneinlass befindet sich ein Brunnen mit Trinkwasserhahn. Es wird doch hoffentlich niemand den Trinkwasserhahn zweckentfremden?
Nein, alles bestens: Einige entleeren nur und laufen wieder zurück. Andere haben einen Wasserkanister dabei und spülen damit nach. Doch dann kommt einer, der schüttet seinen Kloinhalt in den Bodeneinlass, schreitet zur Trinkwasserzapfstelle, stellt den Klotank DIREKT unter den Trinkwasserhahn und dreht den Hand auf, schwenkt den Tank und kippt alles wieder in den Bodeneinlass. Zweimal! Wie widerlich.
Gert ist inzwischen an der französischen Grenze angelangt und schickt Fotos zum Beweis, dass mit ihm alles ok ist.

Nachmittags machen wir einen Spaziergang nach Cadaqués und erkunden den Ort, diesmal in die andere Richtung.







Beim Abendessen beschließen wir, morgen nach Cambrils zu fahren.

birgit60 am 11 Jul 2019 20:21:22

Sonntag 2.6.2019

Bis Cambrils sind es ca. 300 km. Weil wir auf der kurzen Strecke bis Figueres, bedingt durch einen Sonntagsfahrer, schon viel Zeit verloren haben, nehmen wir nach Cambrils die Autobahn.



Der CP Oasis Mar nähe Cambrils ist eine wahre Oase. Wir bekommen die letzte freie Parzelle direkt am Strand und fühlen uns wie in der Karibik. Dank ACSI zahlen wir nur 18 € die Nacht.





Die Sanitäranlagen sind picobello sauber, der ganze Platz sehr gepflegt, das Personal überdurchschnittlich freundlich. Ich stelle den Wasserkocher an und stelle fest, dass mir dieser gerade die Zusammenarbeit verweigert. Ich kontrolliere die Stromzufuhr, alles ok. Während ich Gert mein Leid klage, stelle ich fest, dass der Kocher nicht auf sondern neben dem Strom spendenden Untersatz steht. So kann das nicht funktionieren.
Nachdem wir mit unseren Nachbarn ein paar Worte gewechselt haben, erkunden wir mit den Rädern die nähere Umgebung.


Montag 3.6.2019

Nur zwei Parzellen in der ersten Reihe – wir stehen auf einer davon – haben Schatten spendende hohe Bäume. In diesen sitzen in luftiger Höhe satte Tauben und verdauen. Wir haben die Wahl: Markise ausfahren oder besser nicht. Wir beschließen, die Markise bleibt drin, Tisch und Stühle sind leichter zu reinigen, falls nichts Gutes von oben kommt.



Wir machen eine Radtour nach Cambrils. Der Ort an sich hat außer Souvenirläden nicht sonderlich Reizvolles zu bieten. Foto haben wir vergessen.








Dienstag 4.6.2019

Nach dem Frühstück bricht Gert zu einer längeren Fahrradtour auf.
Nachdem der Abwasch erledigt und der Kastenwagen ausgefegt und aufgeräumt ist, beschäftige ich mich mit unserem nächsten Ziel: Montserrat. Man kann auf dem großen Parkplatz übernachten und zahlt für 24 Stunden 6,50 €. Hört sich gut an. Beim Nachmittagskaffee beschließen wir, noch heute zum Montserrat aufzubrechen, dann sind wir abends schon vor Ort und am nächsten Morgen bei den ersten Besuchern.

Gegen 16 Uhr melden wir uns an der Rezeption ab. Die Mitarbeiter sind nicht nur freundlich, sie sind auch äußerst kulant, denn wir müssen nur 2 Nächte bezahlen, obwohl wir den Platz erst nach 12 Uhr verlassen. Für unsere Nachbarn, die abends gegen 18 Uhr ankamen, war die erste Nacht kostenlos.

Vor uns liegen ca. 100 km zum Montserrat.



Am Fuße des heiligen Bergs, in Monistrol, kaufen wir in einem mongolischen Supermarkt das Not-wendigste (mehr ist auch nicht zu haben) ein.



Beim Anblick der Felsnadeln, die sich bis auf eine Höhe von 1236 Metern erheben, kann man in den bizarren Gesteinsformationen versteinerte Tiere wie z.B. ein Kamel, einen Elefantenrüssel und vieles mehr ausmachen. Richard Wagner soll sich für die Szenerie seiner Oper "Parsifal" an den Felsen des katalanischen Berges orientiert haben. Montserrat heißt übersetzt "zersägter Berg".





Nach jeder Serpentine bieten sich neue, unbeschreiblich schöne Ausblicke sowohl hinauf zum Berg als auch hinunter ins Tal. Den uns entgegen kommenden Reisebussen, Wohnmobilen und PKWs nach zu urteilen, scheint es auf Montserrat langsam ruhiger zu werden. Der große Parkplatz leert sich. Wir parken neben einem VW Bus aus Freiburg.



Später gesellt sich ein PKW mit einem Herrn aus Australien dazu. Er startete seine Europareise Ende April in Rom und fuhr im Mietwagen die Küste entlang von Italien über Frankreich nach Spanien. Anschließend führt ihn seine Route weiter über Portugal, Frankreich, Belgien, Holland und Deutschland, bis er Ende Mai von Frankfurt aus wieder zurück fliegt.
Nach unserem Nudelessen machen wir in der Abenddämmerung einen Spaziergang rund um das Kloster.











Mittwoch 5.6.2019

Nach einer ruhigen Nacht werden wir durch Hubschraubergeräusche geweckt. Der birgt aber keinen abgestürzten Freeclimber sondern transportiert Findlinge an schlecht zugängliche Stellen.



Nach dem Frühstück marschieren wir –in angemessener Kleidung- in das christliche Heiligtum, das um 880 nach Christus entstanden sein soll.
Der Legende nach sollen Hirten in einer Grotte eine schwarze Madonnenstatue gefunden haben, die der Evangelist Lukas geschnitzt haben soll. Beim Abtransport der Figur sei diese dann so schwer ge-worden, dass die Hirten sie nicht mehr tragen konnten. Die Madonna wollte offensichtlich nicht mehr bewegt werden.
Also entstand genau an der Stelle, wo sie zu schwer wurde, die erste Andachtsstätte am Montserrat. Die schwarze Madonna, die "Moreneta", ist heute immer noch im Kloster zu bewundern. Inzwischen ist sie sogar zur Schutzpatronin Kataloniens erhoben worden, auch wenn Wissenschaftler ihre Entstehung auf das Ende des 12. Jahrhunderts datieren.
Im Jahre 1025 errichten Benediktinermönche an dieser Stelle eine erste Marienkapelle. Die schwarze Madonna zieht so viele Gläubige an, dass man sich im 12. Jahrhundert entschließt, ein Kloster im romanischen Stil anzuschließen.
Der Klosterbau wird in den folgenden Jahrhunderten stetig erweitert, doch die Scharen an Pilgern nehmen immer mehr zu. 1560 beginnen die Mönche erneut mit dem Bau einer größeren Kirche, die 32 Jahre später feierlich eingeweiht wird.

















Nach Santiago de Compostela ist Montserrat das zweitwichtigste Wallfahrtsziel Spaniens. Ruhe und Andacht im Kloster Montserrat findet man am besten in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Zu diesen Tageszeiten sind die meisten Besucher noch nicht da oder bereits wieder weg.
Bevor wir zum Creu de Sant Miquel aufbrechen, zünden wir für Mutti und Anny zwei Kerzen an.











Unten bei den Parkplätzen füllt es sich langsam. Die Touristenbusse spucken ihre Fahrgäste aus und der Weg vom Parkplatz zum Kloster gleicht von hier oben aus betrachtet einer Ameisenstraße.



Die steile Zahnradbahn lassen wir aus und gehen zu Fuß.















Nach drei Stunden sind wir zurück am Parkplatz. Oh Schreck. Der Parkautomat möchte 52,50 €. Auf Nachfrage erfahren wir, dass Campingcars für 24 Stunden nur 6,50 € zahlen müssen. Das ist aber nur am manuellen Schalter an der Parkplatzausfahrt möglich.
Bereichert um viele schöne Eindrücke machen wir uns auf den Weg nach Blanes zum CP El Pinar.

birgit60 am 11 Jul 2019 20:36:05

Bereichert um viele schöne Eindrücke machen wir uns auf den Weg nach Blanes zum CP El Pinar.



Der liegt etwas außerhalb von Blanes und hat direkten Zugang zum Strand. Platz ist hier noch jede Menge, nur die ACSI Parzellen sind klein und nicht sonderlich schön gelegen. Wir gönnen uns eine sonnige Premiumparzelle ohne Bäume und ohne Tauben für über 30 € pro Nacht. Die Sanitäranlagen sind vorbildlich, die Duschen verfügen über Einhebelmischer. Das Wasser zum Geschirrspülen ist ordentlich heiß, alles in allem perfekt.










Donnerstag 6.6.2019

Ich bin – wie so oft – früh wach und mache mich mit dem Rad auf den Weg nach Blanes. Im Ort duftet es nach frischem Brot, der Bäcker kann nicht weit entfernt sein. Nach einem ausgiebigen Frühstück radeln wir durch Blanes den Berg hinauf und laufen zu Fuß hinunter in eine wunderschöne Bucht. Wir wandern den Cami de Ronda entlang und lassen die schönen Eindrücke auf uns wirken.















Anschließend geht’s mit den Rädern zurück in den Ort. Die Marktstände bauen gerade ab. Nach der Ortsbesichtigung genehmigen wir uns in einer Bar auf dem Marktplatz Bocadillos mit Weißwein. Anschließend gibt’s noch für jeden ein Eis an der Eisdiele und auf dem Nachhauseweg auf der Strand-promenade noch Cappuccino.


Freitag 7.6.2019

Gert bricht zu einer Radtour auf, und ich fahre mit dem Rad nach Blanes zum Einkaufen auf den Markt. Nachmittags kehrt Gert schlecht gelaunt zurück. Sein Radnavi hatte ihn doch tatsächlich auf etliche unbefestigte Wege und sogar auf eine neue Autobahn gelotst – obwohl genau das im Navi unter „Vermeiden“ angeklickt war. Maut brauchte er immerhin keine zahlen. Beim abendlichen Grillen und einem Schlückchen Rotwein ist der Ärger des Tages jedoch schnell wieder vergessen.



Samstag 8.6.2019

Ich bin um 6 Uhr wach und schleiche mich aus dem Kastenwagen um den tollen Sonnenaufgang zu fotografieren. Gert kennt sowas Schönes leider nur von Fotos :(







Nach dem Frühstück packen wir unsere Siebensachen zusammen. Während ich das Geschirr spüle, erledigt Gert die Formalitäten an der Rezeption.



Keine Ahnung, wie er das schafft, ob es sein Charme ist oder seine Überzeugungskraft. Er spricht die Rezeptionistin einfach nochmal auf ACSI an und siehe da, es funktioniert. Statt 36 € zahlen wir für die Nacht nur 21 €. Fragen lohnt sich :)
Heute möchten wir Girona besichtigen.



Gut vorbereitet finden wir den großen Parkplatz aus dem „Schulz“ sofort. Der ist leider voll belegt und eine Alternative hatten wir nicht rausgesucht. Wir halten auf einer Busspur und gucken etwas ratlos aus der Wäsche. An der Ecke stehen fünf Polizisten. Kurzerhand laufe ich zu ihnen und frage sie in einem Mischmasch aus Englisch und Spanisch, ob sie einen Parkplatz kennen, auf dem wir das Campingcar während unserer Stadtbesichtigung abstellen können. Sie beraten sich angeregt, dann folgen uns zwei zum WoMo. Nachdem der Versuch, die Koordinaten ins Navi einzugeben scheitert, meinen sie ganz unkompliziert: „Follow us“.



Und so folgen wir dem Seat der Guardia Civil durch Girona zum Parcheggio Gratuito Girona, einem zentral gelegenen, kostenlosen Parkplatz. Mit einem herzlichen „Muchas gracias“ verabschieden wir uns von den dunkelblauen Helfern aus der Not, die uns ihrerseits ein ebenso nettes: „De nada" bzw. „you’re welcome“ mit auf den Weg geben.





Ein kurzer Fußweg über die Brücke des Rio Ter, ein paar Schritte durch einen Park und wir stehen vor der Kathedrale Santa Maria, welche vom 11. bis 17. Jahrhundert erbaut wurde und beeindruckend über der Stadt thront. Sie zählt zu den schönsten Kirchen in ganz Spanien.



Um zu ihrem gewaltigen eisernen Portal zu gelangen, steigen wir 90 steinerne Stufen empor.



Weiter geht’s zur Stadtmauer, von wo aus man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat, durch deren Treppen- und Gängegewirr wir uns gleich treiben lassen.























Wir essen Tapas und anschließend ein köstliches Eis. Wir beide wählen dunkle Schokolade, ich dazu Creme Catalan, Gert, wie immer, Erdbeer. Und dann liegt er vor uns, der Onyar, der die historische Altstadt Barri Vell von dem modernen Teil Mercadal trennt.







Die Ufer sind gesäumt von bunten Häuserfassaden. Mehrere Brücken verbinden die beiden Stadtteile miteinander.





Besonders markant ist die rote Pont de les Peixeteries, auch Eiffel Bridge genannt, die von Gustave Eiffel designt wurde und bei genauerem Hinsehen an den Eiffelturm erinnert.







Wir begeben uns zurück zum Parkplatz und machen uns auf den Weg nach Púbol, einem kleinen Ort mit mittelalterlichem Flair und einer Burg, die Dali 1968 kaufte und seiner Frau Gala schenkte.





Púbol hat einen gepflegten kostenlosen Parkplatz, auf dem man auch übernachten könnte mit sauberen öffentlichen Toiletten.



Wir besichtigen die Burg, deren Erscheinungsbild Dali nach langen Renovierungsarbeiten vollständig verändert hat: Den Garten dekorierte er mit Elefanten, die auf immens langen Beinen stehen. Er baute ein Schwimmbecken mit Büsten von Richard Wagner. 1982 wurde Gala im Schloss begraben. Die Gruft neben ihr blieb leer. Dali fand seine letze Ruhestätte in seinem Museum in Figueres.























Unsere Reise führt uns weiter nach Peratallada. Wir parken auf einem großen Parkplatz vor der Stadtmauer. Ein kurzer Fußweg und wir stehen inmitten eines der schönsten Dörfer Spaniens. Hier ist alles aus Stein: Die den Ort umgebende Mauer, die Häuser, die Gassen. Unbeschreiblich, man muss es gesehen haben.

















Statt Nepp und blöden Souvenirläden gibt’s hier Kunstgewerbe und nette kleine Boutiquen mit Kleidung und Schuhen. Ich kaufe Geschenke für meine Geburtstagskinder, Gert ersteht zwei Rennradmotiv-T-Shirts und „vegane“ Sommerschuhe aus Biobaumwolle. Bummeln macht hungrig. Die Lokale öffnen allerdings erst um 20.30. Wir bringen unsere Einkäufe zurück zum WoMo und machen uns um 20.15, noch hungriger, erneut auf den Weg in den Ort.









Nachdem wir (relativ) gut gegessen haben, spazieren wir zurück zu unserem Schlafwagen.

Spooky am 11 Jul 2019 20:40:46

Danke für den informativen und gut bebilderten Bericht!!!
Freue mich auf mehr!
Andreas

birgit60 am 11 Jul 2019 20:51:46

Sonntag 9.6.2019

Gut ausgeschlafen und gefrühstückt fahren wir ins nahegelegene Ullastret.



Hier herrscht mittelalterliches Treiben. Die Stände bieten allerlei spanische Köstlichkeiten und so probieren wir uns durch Tapas und Tortillas, Hühnchen und Fleisch. An einem anderen Stand kaufen wir Propolisbalsam und, nach ausgiebigem Probieren, Honig.













Anschließend geht es weiter nach L’Estartit. Der CP El Molino 2 wirkt auf mich „zu einfach“ und die Umgebung nicht gerade einladend. Wobei der Strand mit dem Felsen davor eigentlich sehr schön ist. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir dort bleiben sollen. Schöner Strand direkt vorm CP, nette Betreiber und die Übernachtung 16 €. Aber wir fahren weiter zum nächsten CP La Sirena, am anderen Ende von L’Estartit. Dieser sieht völlig anders aus, als auf der Internetseite beschrieben, ein endloser Weg zieht sich Richtung Strand, den wir nach einem viertelstündigen Fußmarsch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Wir sind uns überdurchschnittlich schnell einig, dass wir hier nicht bleiben wollen und programmieren das Navi auf „Camping Resort Illa Mateua“ in Montgo, einem Vorort von L’Escala.

Wir haben keine Wahl, bekommen eine Parzelle zugeteilt und buchen wagemutig, ohne den Platz in Augenschein genommen zu haben, für 2 Nächte. Es herrscht reges Treiben auf dem naturbelassenen aber doch gepflegten Platz. Der Reiseführer würde es mit: „Geprägt von Dauercampern“ beschreiben.



Hier scheinen die Spanier ihre Wochenenden und Ferien zu verbringen. Nun stehen wir auf unserer schattigen Parzelle unter hohen Bäumen. Null Sonne. Kein Meer in Sichtweite. Eine Horde Kinder auf klapprigen Fahrrädern umrunden johlend unser „Viertel“ auf der Jagd nach der Bestzeit.



Schön und ruhig ist anders. Etwas frustriert machen wir eine Wanderung auf dem Küstenwanderweg bis kurz vor L’Escala.











Auf dem Rückweg kaufen wir im nahegelegenen Supermarkt ein und besichtigen nach dem Abendessen den Platz. Der tolle Pool hoch über den Klippen hat noch geschlossen. Er wird erst nächste Woche in Betrieb genommen.


Montag10.6.2019

Über Nacht wird es überraschend ruhig. Offensichtlich sind alle „Dauercamper“ entweder spät abends oder früh morgens aufgebrochen. Nach dem Frühstück machen wir uns mit den Rädern auf den beschwerlichen Weg zu den Ruinen d’Empuries und stellen fest: Auf dem Ruinenparkplatz hätte man für 10 € auch herrlich übernachten können. Meerblick und Strand inclusive.



Die Ruinen von Empúries zählen zu den ältesten und beeindruckendsten Kulturdenkmälern Kataloniens. Im 6. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Griechen die Handelsniederlassung Emporion, die später der Region Empordà ihren Namen geben sollte. Sie war ein Umschlagplatz für Importprodukte wie Metall- und Tonwaren, die hier gegen landwirtschaftliche Produkte und Erze aus dem Binnenland getauscht wurden. Neben dem Handel mit der einheimischen Bevölkerung, wie zum Beispiel den Iberern im nahegelegenen Ullastret, war Emporion damals auch ein Knotenpunkt für den Handel mit den Balearen und den weiter südlich gelegenen Regionen der Iberischen Halbinsel.



Zum Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. erkannten die Römer die strategische Position Emporions im Kampf gegen Karthago. Emporion wurde Ausgangspunkt der römischen Eroberung der Iberischen Halbinsel. Unter Julius Caesar wurde die nun Emporiae genannte Stadt weiter vergrößert. Oberhalb der griechischen Siedlung entstand ab 49 v. Chr eine neue, römische Planstadt, die etwa zehnmal so groß war wie ihre Vorgängerin. In der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) verlor Emporiae gegenüber Großstädten wie Barcino (Barcelona) und Tarraco (Tarragona) an Bedeutung, da die Stadt abseits der bedeutenden Handelsrouten lag, auf denen zum Beispiel Wein aus Tarraco oder Olivenöl aus Südspanien nach Italien verschifft wurden. Im 3. Jahrhundert n. Chr. wurde das römische Emporiae verlassen. Reste einer frühchristlichen Basilika legen nahe, dass das Gelände ab dem 4. Jahrhundert als Friedhof genutzt wurde.
Mit dem Audioguide stiefeln wir bei gefühlten 40°C durch das riesige Areal. Etwas erhöht auf der linken Seite liegt der heilige Bezirk der Stadt. Eine Asklepios-Statue markiert heute den Ort, an dem der Tempel des berühmten antiken Gottes der Heilkunst stand. Das Original der Statue ist in dem dem Park angeschlossenen Museum zu besichtigen.
















Hungrig und durstig steuern wir nach soviel Kultur eine schön am Strand gelegene Bar an und nehmen an einem freien Zweier-Tisch Platz. Eine nette Bedienung bringt uns die Speisekarte.



Kurz drauf werden wir von einer anderen, eher arrogant wirkenden Kollegin gebeten, den Tisch zu wechseln, da unserer reserviert sei. Wir ziehen etwas angefressen um und warten darauf, dass sie unsere Bestellung entgegennimmt. Tut sie aber nicht. Sie kommt einfach nicht. Nach 15 Minuten verlassen wir die Strandbar unverrichteter Dinge und sitzen kurz darauf vor einem netten kleinen Lokal auf dem Dorfplatz am Dorfstrand, werden nett bedient und schlemmen uns durch die Tapaskarte.



Zurück auf dem CP packen wir alles zusammen. Für die Nacht ist Regen vorhergesagt und ein Tem-peratursturz auf 16°C.


Dienstag 11.6.2019

Es ist wahrlich frisch heute früh und der Regen prasselt auf’s Blechdach. Wir starten nach dem Frühstück und stoppen in Sant Pere Pescador bei Mas Guso, machen eine kleine Weinprobe und decken uns mit Rot- und Roséwein ein, kaufen noch Gemüse und andere Köstlichkeiten und fahren weiter bei Regen und 12 °C über die Autobahn nach Frankreich.







Das Wetter bessert sich im Laufe des Tages. Wir steuern den CP Les Tamaris in Frontignan Plage an, der leider komplett belegt ist. Ein weiterer Versuch auf dem CP Les Palavas in Palavas-les-Flots scheitert ebenfalls. Eigentlich wollten wir einen netten CP ausfindig machen, auf dem Klaudia und Hartmut, unsere Kastenwagenfreunde, morgen zu uns stoßen wollen. Nun sitzen wir in einem kleinen Café in Palavas, telefonieren mit den beiden und kommen überein, dass wir zu Ihnen auf La Brise in Saintes-Maries-de-la Mer kommen werden. Eine Stunde später stehen wir auf einer Parzelle hinter Klaudia und Hartmut eingemummelt in Regenjacken unter unserer Markise. Morgen soll es aber wieder schön und warm werden.




Mittwoch, 12.6.2019

Der Tag beginnt freundlich. Die Sonne scheint. Nach dem Frühstück machen Klaudia, Hartmut und ich einen Spaziergang am Meer.









Gert startet zu einer, wie sich später rausstellt, für ihn langweiligen Radtour durch die Camarque. 90 Kilometer, meist nur geradeaus und Höhenmeter Fehlanzeige. Dafür weiße Pferde links und rechts des Asphalts.





Diese sollte man auf keinen Fall während der Fahrt anfangen zu zählen. Zu gefährlich. Nachmittags bummeln wir durch den Ort und abends machen wir Pläne für den nächsten Tag.



Schnell kommen wir überein. Es geht nach Uzès auf CP Mas de Rey.


Donnerstag, 13.6.2019

Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Rad in den Ort, ein Geschenk für Klaudia besorgen, die heute Geburtstag hat. Gert kümmert sich in der Zwischenzeit um Ver- und Entsorgung, macht den Abwasch und packt zusammen. Dann fahren wir nach Uzès.



Genau zur Mittagsruhe treffen wir dort ein. Wir verbringen die 1,5 Stunden mit Kaffee trinken und den Platz begutachten. Die Rezeption öffnet. Bevor sich zwei Hamburger vordrängeln können, schießt Hartmut entschlossen vor und klärt sie auf, dass wir bereits seit 13.15 Uhr hier warten würden. Die Dame am Empfang ist sehr nett und führt uns zu einer Parzelle, die (nicht sonderlich groß) für 2 Kästen und einen Motorradanhänger reichen muss, denn ansonsten ist alles belegt. Passt, und ist kuschelig. Kosten: Eine Parzelle, 2 Kästen, 1 Anhänger, 4 Personen 35,00 €. Da kann man nicht meckern :)



Nachdem wir eingeparkt und ausgepackt haben, starten wir nach Uzès. Gert und ich mit den Rädern, Klaudia und Hartmut mit dem Motorrad.

Uzes, nördlich von Nimes gelegen, ist eines der reizvollsten Städtchen des Languedoc, dessen Ge-schichte bis in die Römerzeit zurück reicht. Wir schlendern durch die mittelalterliche Altstadt vorbei am herzoglichen Schloß Le Douché, am 43 Meter hohen Bergfried Tour Bermonde, über den Place aux Herbes mit seinen schönen Arkaden. Über kopfsteingepflasterte Gassen streunen Katzen, in den Stadtpalästen aus Renaissance und Klassizismus verkaufen Aussteiger, Antiquitätenhändler, Künstler und Kunsthandwerker das Lebensgefühl des Südens – Schmuck, Mode und Ambiente im Flair des Midi.





























Abends grillen wir und lassen den Tag gemütlich bei einem unbeschreiblichen Sonnenuntergang ausklingen.




Freitag 14.6.2019

Heute heißt es Abschied nehmen. Klaudia und Hartmut fahren nach Millau, wir machen uns auf den Heimweg.



Vorher statten wir dem Winzer Domaine Saint Firmin noch einen Besuch ab und kaufen Weißwein und Rosé. Anschließend erstehen wir in der Moulin d’Uzès feinstes Olivenöl aus schwarzen Oliven und begeben uns über Landstraßen endgültig auf den Heimweg.



Gegen Abend erreichen wir einen kleinen Ort namens Saint Amour mit kostenlosem Stellplatz. Nach dem Abendessen erkunden wir den Ort zu Fuß. Zum Einschlafen geben die Frösche ein Konzert.












Samstag 15.6.2019

Die Reise neigt sich dem Ende. Nach dem Frühstück fahren wir wieder über Landstraßen bis zur deutschen Grenze.



Anschließend geht es über die A5 gut erholt, staufrei und somit zügig nachhause.

Gefahrene Km: 3366
Ø-Verbrauch: 8,4 Liter
ÜN Stell- und Campingplätze: € 287,00
Maut: 158,45
Tanken: 391,80
Verpflegung, Eintritte, Essen gehen: 465,00

Anne42 am 11 Jul 2019 21:52:27

ein wirklich schöner und interessanter Bericht mit klasse Fotos, ganz herzlichen Dank!!!

Tipsel am 12 Jul 2019 06:55:02

... :daumen2:

tztz2000 am 12 Jul 2019 07:25:08

Danke Birgit für die vielen Déjà-Vues in Deinem tollen Bericht.

Die Wanderung auf den Gipfel oberhalb von Montserrat haben wir dieses Frühjahr gemacht, die Aussicht auf die Landschaft ist einfach traumhaft!

TheWall am 12 Jul 2019 08:13:31

Sehr schöner Bericht mit tollen Fotos, Danke dafür :ja:

Carado04 am 12 Jul 2019 11:41:06

Sehr toller Bericht mit sehr schönen Bildern. Weiter so :daumen2:

kedi3001 am 12 Jul 2019 17:07:45

Liebe Birgit,

vielen Dank für den wunderschönen Reisebericht, der mir sehr viel Spaß beim Lesen gemacht hat.
Es sind tolle Anregungungen für unseren nächsten Besuch in dieser Region dabei!!
Übrigens plane ich auch immer mit sehr viel Enthusiamus unsere Reisen - und meist geht es dann doch wetterbedingt ganz woanders hin :D :D

LG
Conny

HUGOSTRATZ am 12 Jul 2019 17:14:13

Vielen Dank für diesen tollen Bericht!


G.H.

HaMo19 am 12 Jul 2019 18:05:26

Danke für den wunderschön geschriebenen Bericht mit Bildern. Man fährt förmlich mit.

fr-camper am 12 Jul 2019 18:34:55

Hallo,
ich möchte mich den Vorschreibern anschließen, sehr schöner Bericht der Lust macht aufzubrechen. Wir haben eine ähnliche Reise gemacht vor einigen Jahren, das weckt Erinnerungen. DANKE!
LG Peter

PietroMobil am 13 Jul 2019 00:37:17

Hallo,
ein toller Bericht mit ganz tollen Bildern! Vielen Dank dafür! Müssen wir uns merken, da sind tolle Anregungen für eine Tour irgendwann in den nächsten Jahren drin. Danke!

Beduin am 13 Jul 2019 07:25:37

Haste klasse gemacht. Vieles bekanntes gesehen und neue Ziele festgelegt :)

Lancelot am 13 Jul 2019 10:49:48

Sehr schöner Bericht mit tollen Fotos ... vielen Dank !

:dankeschoen:

Antarena am 14 Jul 2019 18:19:12

Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder, unsere To-Do-Liste in Spanien und Frankreich wird immer länger :-)

Aretousa am 14 Jul 2019 19:20:17

So ein schöner Bericht mit herrlichen Bildern.
Euer Schreibstil gefällt mir immer wieder. Vielen Dank.

birgit60 am 14 Jul 2019 19:26:25

Danke, Lena, das freut mich. Gibt's denn von euch aus 2019 noch nichts zu berichten? Ich warte sehnsüchtig darauf :-)

Lieben Gruß

Birgit

TiborF am 14 Jul 2019 19:54:51

Ein sehr schöner Reisebericht liebe Birgit ............ und so viele schöne Bilder - vielen Dank für die Mühe.

Aretousa am 14 Jul 2019 19:57:52

Ja, Birgit irgendwann demnächst gibt es auch von uns wieder einen bzw. zwei Berichte. Aber ein bisschen musst du dich noch gedulden. Nachdem wir im Mai/ Juni vor allem in Deutschlands Osten unterwegs waren, sind wir auch im Moment wieder ein paar Tage auf Reisen.

19grisu63 am 14 Jul 2019 20:31:53

Nach dem Lesen dieses sehr schönen und gut bebilderten Berichtes habe ich direkt Lust, gleich wieder nach Spanien zu fahren :D Vielen Dank dafür. Einen Teil habe ich wiedererkannt, vieles war mir aber neu.

birgit60 am 14 Jul 2019 20:35:12

ja, Steffen, genauso ergeht es mir auch immer wieder, wenn ich andere Reiseberichte lese. Bei deiner Tour gefiel mir Cambrils eigentlich ganz gut. In unserem Juniurlaub bestand der gesamte Ort offensichtlich nur aus Souvenirläden.

Nette Grüße

Birgit

Elgeba am 14 Jul 2019 21:08:56

Toller, sehr informativer Bericht,Danke dafür.


Gruß Bernd

Hesu am 14 Jul 2019 22:19:22

Vielen Dank für den super geschriebenen Bericht und die wunderschönen inspirierenden Bilder.

Lg

Susanne

19grisu63 am 14 Jul 2019 22:43:28

birgit60 hat geschrieben:ja, Steffen, genauso ergeht es mir auch immer wieder, wenn ich andere Reiseberichte lese. Bei deiner Tour gefiel mir Cambrils eigentlich ganz gut. In unserem Juniurlaub bestand der gesamte Ort offensichtlich nur aus Souvenirläden.

Nette Grüße

Birgit

Das wird wohl daran liegen, dass in meiner Reisezeit (Jan/Feb) kaum Touristen unterwegs waren, für die sich Souvenirläden gelohnt hätten. Also waren alle geschlossen und die Stadt (eigentlich alle Touristenorte) ziemlich ausgestorben 8)

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