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luftfederung

EBL101 und MPP250 und LifePo4 1, 2


Bodyworks am 12 Jul 2019 04:06:09

Hallo liebe Community,

ich habe gegenwärtig 2x Varta LFD95 VRLM Blei-Säure Batterien verbaut und überlege nun, ob ich auf LifePo4 umsteigen soll. Unter dem Stichwort EBL101 und LifePo4 habe ich in der Suche nichts gefunden.

Grund für die Überlegung ist in erster Linie das deutlich geringere Gewicht, die längere Lebensdauer und die deutlich höhere Stromentnahme. Ist es richtig, dass ich mit einer LifePo4 mit 100Ah quasi die identische Stromausbeute habe, die ich nun mit 2x95Ah habe, weil man LifePo4 bis zu 90% entladen kann/darf?

Verbaut ist ein EBL101, bei dem ich bei der Batteriewahl über einen Schiebeschalter lediglich Blei-Säure oder Gel auswählen kann.
Einige LifePo4 100Ah Batterien, die ich mal im Netz recherchiert habe, lagen ca. bei 900-1000 EUR. Die Ladeschlußspannung wurde mit 14,6 Volt angegeben. Dabei habe ich auch welche mit 12,8V gefunden. Ist das sinnvoll?
Neben dem EBL habe ich zusätzlich 200WP Solar auf dem Dach und einen Votronic MPP 250 angeschlossen. Beim Solarregler kann ich das Ladeprogramm für LifePo4 mit 14,6V einstellen, beim EBL nicht.

Da ich mich mit Strom & Co. nicht sonderlich auskenne, frage ich mich nun, ob die LifePo4 Batterien mit dem EBL101 überhaupt vollgeladen werden, wenn "nur" Blei-Säure oder Gel eingestellt werden kann und eine Ladeprogramm für LifePo4 gar nicht zur Verfügung steht.

Übernimmt der Solarregler (der direkt mit den Batteriepolen und nicht über den EBL verbunden ist) dann den "Rest" und sorgt er dann für eine vorgeschriebene Ladeschlussspannung von 14,6V oder braucht man zusätzlich einen Ladebooster der das kann?
Ist es ratsam statt 1 LifePo4 100Ah lieber 2x LifePo 55Ah zu verwenden oder ist das Unfug? Im Moment sind beide Vartas unter dem Beifahrersitz (Dethleffs Magic Edition auf Ducato 250 Basis). Dort soll auch die LifePo4 wieder untergebracht werden. Sind die Abmessungen einer LifePo4 100Ah so dass sie da hineinpassen? Gibt es eine Kaufempfehlung?

Wir möchten auch mal 2-3 Tage frei stehen, Laptop (120W) für 1-2 Std. täglich betreiben und Kameraakkus laden, über einen Wechselrichter max. 4 Tassen Kaffee aus der Senseo pro Tag ziehen und 1-2 Std. pro Tag in die Glotze schauen. :-)
Nach 2-3 Tagen geht's dann mal wieder auf einen CP mit Landstrom.

Ich hoffe, dass ich Euch mit meinen vielen Fragen nicht überstrapaziere.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Liebe Grüße
Frank

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MountainBiker am 12 Jul 2019 07:08:03

Hallo,

vielleicht für Dich interessant:

Umrüstung Hymer Tramp SL588 (EBL30) auf LiFeYPO4+190W Solar/MPP250/Wechselrichter:
--> Link

Bodyworks am 12 Jul 2019 12:44:26

MountainBiker hat geschrieben:Umrüstung Hymer Tramp SL588 (EBL30) auf LiFeYPO4+190W Solar/MPP250/Wechselrichter:
--> Link


Hallo Mountainbiker, Dein "Kraftwerk" war ja wohl eine etwas größere Aktion. In meinem Fall sollen die Einbauplätze dort bleiben, wo sie sind.
Aber Hut ab. Toll dokumentiert.
Liebe Grüße
Frank

Stocki333 am 13 Jul 2019 08:34:22

Hallo Frank
Du hast dich ja schon ein bischen eingelesen in die Materie.
Du schreibst von LiFePO4. Bist du dir über die Temperaturgrenzen dieser Accu im klaren. Dies betrifft vor allem das Laden unter 0 Grad.
Ein Lithium-Accu gilt so ab 13,65 Volt als voll. Dein Ebl auf auf Blei-Säure. Fertig. Damit kommt jede Accutype klar.
>Einen Lithium hat keine Kennlinie wie du sie von Pb kennst. Wenn Voll, auf Erhaltungsladung, oder abschalten. Also hier zebrich dir nicht den Kopf.
Du schreibst immer von !4,6 Volt.
Die 90 % Prozent sind ok. Allerdings bedingt es auch eines Bordcomputers.Sonst weist du ja nicht über den Ladezustand Bescheid.
Ein BMV 7xx ist die Bessere Wahl. Der lässt dich perfekt auf die Li programmieren.
Welchen Typ hast du dir ausgesucht bei deiner Suche.
Welchen WR verwendest du. Bei deiner Wahl must du auf die Max Stromabgabe des Accus aufpassen.
Booster ist immer ein heisses Thema. Ob du einen brauchst hängt von Verschiedenen Faktoren ab. Der kostet nicht die Welt. lass dieses Thema mal noch aussen vor. Wenn du weist was du verbauen willst, kann man mehr dazu sagen.
Gruß Franz

Bodyworks am 13 Jul 2019 12:31:59

Hallo Franz,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
Temperaturgrenzen waren mir bei Lipo nicht bekannt. Sollte die Batterie im Winter ausgebaut werden, bzw. ab welchen Minusgraden wird es kritisch?
Neben dem EBL habe ich noch 200W Solar auf dem Dach, die von einem Votronic MMP 250 geregelt werden. Dort kann man unterschiedliche Ladeprogramme für LifePo4 einstellen.
Die Range geht dabei von 14,2 bis 14,8, was man über Dipschalter einstellen kann. Das finde ich recht verwirrend. LifePo4 scheint also nicht gleich LifePo4 zu sein.


Wenn ich das richtig verstanden habe, übernimmt der EBL die "grundsätzliche Ladung" und der Solarregler quasi "die letzte Meile"? Ist das so richtig und ist es unerheblich, ob der EBL beim Batterietyp auf Pb oder Gel steht?
Als Bordcomputer bzw. Batteriecomputer habe ich einen Victron BMV 702. Das ist mittlerweile mein Lieblingsinstrument, weil es alle Verbräuche, Ladeaktivitäten, und den gegenwärtigen Zustand, sowie die Restkapazität der Batterien haargenau anzeigt.
Einen konkreten Batterietyp (Marke, Hersteller, etc...) habe ich noch nicht ins Auge gefasst. Hier wäre ein Tip sehr willkommen. Was die Dimensionierung in Ah angeht bin ich ebenfalls noch unsicher.
Gegenwärtig sorgen 2x 95AH Varta LFD für den Strom. Würde dann eine LifePo4 mit 100Ah in etwa die gleiche Stromausbeute liefern?
Scheinbar gibt es ja auch Probleme bei einigen Lipos durch das interne BMS, wenn man einen Wechselrichter betreiben möchte. Ich hatte einen WAECO 8200 012VS mit modifiziertem Sinus, der jedoch bei meiner Senseo nicht funktioniert hat. Daher habe ich den verkauft und mir gerade gestern einen Ective SI-TS 152 mit 1500-3000W eingebaut. Da es schon dunkel war habe ich erstmal nur testweise einen Fön mit 800W - 1600W angeschlossen. Das hat auf allen Leistungsstufen schon mal problemlos funktioniert. Die Senseo will ich heute testen.

Von einer maximalen Stromabgabe der Lipos habe ich keinen Dunst. Gibt es da Regeln, wie bei Pb (max. 50%) oder ist damit etwas anderes gemeint? Ich habe gelesen, dass man LiFePo4 bis max. 90% entladen kann. Verglichen mit den beiden 95Ah Vartas, wäre das ja dann ungefähr die identische Stromausbeute, die real nutzbar wäre.
Mal wieder Fragen ohne Ende :-)
Lieben Dank vorab.
Grüßle, Frank

basste315 am 13 Jul 2019 17:09:42

Hallo Frank,
ich steig mal ein, da ich interessiert bin und ähnliche Anforderungen habe wie Du ……

Und bei Franz "Stocki333" bist du in besten Händen :ja:

Helmut

Bodyworks am 13 Jul 2019 19:13:59

Mal ein kurzer Zwischenstand zur Senseo und dem Wechselrichter. Was soll ich sagen, funktioniert einwandfrei. 4 volle Tassen lassen kurz das Gebläse des WR summen. Danach ist sofort wieder Ruhe.
Während des Aufheizvorgangs werden ca. 11.5 A verbraten. Beim Zapfen nur noch ca. 6A. Nach den 4 Tassen und 3 Minuten Wartezeit hat der BMV 702 eine Restkapazität von 95% angezeigt. Die noch verbauten Vartas (jetzt 5 Jahre alt) scheinen noch ganz fit zu sein.
LG Frank

Rockerbox am 13 Jul 2019 19:24:06

Du meinst aber eher 115A und nicht 11,5A oder? :ja:

Bodyworks am 13 Jul 2019 19:36:48

Rockerbox hat geschrieben:Du meinst aber eher 115A und nicht 11,5A oder? :ja:


Da hast Du natürlich Recht. 115A ist korrekt.

egocogito am 13 Jul 2019 21:15:47

Nur ein paar kleine Zwischenbemerkungen, Franz macht das schon gut und wie bereits bemerkt, bist du bei ihm auch in guten Händen.

Wenn du bisher mit deinen 2 x 92Ah-Akkus dein Auslangen gefunden hast, dann würde grundsätzlich ein 100Ah-Li-Akku reichen, das Problem dabei ist, dass der Li-Akku ausreichend Strom zur Verfügung stellt und man daher sehr locker damit umgeht, was genau heißt, dein Verbrauch wird mit Sicherheit steigen :-). Es ist daher besser, zumindest eine Stufe höher zu gehen, bei dir eventuell 200Ah. Die Erstellung einer tatsächlichen Energiebilanz ist sicher zweckmäßig und dazu ein paar Prozentpunkte dazuschlagen (mach mal 2 :-)).

Das Temperaturproblem wird von manchen Usern als gar keines bezeichnet - es kommt darauf, wann und wie du dein Wohnmobil nutzt, ob und wie die Erhaltungsladung im Winter passiert, oder ob der Akku über die Wintermonate ausgebaut wird. Es gibt Li-Akku mit und ohne Yttrium, die ohne können, wenn überhaupt, bei Minustemperaturen nur bedingt geladen werden. Hier gibt es Akkus, die regeln das elektronisch, das heißt, sie sperren die Ladefunktion und es gibt Akkus, da steht nur die Warnung dabei, dass sie unter 0 Grad nicht geladen werden dürfen.

Es gibt auch Akkus, die können bis -10 Grad bedingt und mit ganz kleinem Strom geladen werden und es gibt welche, die können bedenkenlos geladen werden - die mit Yttrium.

Bei der Einstellung des Solarreglers kommt es darauf, welche Zellen und welches BMS im jeweiligen Akku verbaut sind, die Ladeschlussspannung ist zumeist bei den Akkus angegeben, da solltest du dich beim Akku-Händler deiner Wahl beraten lassen.

Zumeist ist es so, dass User von LiFePo4-Akkus fast nie am Landstrom hängen, sondern, so vorhanden, im Sommer das meiste über Solar beziehen und den Rest über den Generator des Motors.....einige lassen sogar das Ladekabel zu Hause :-).

Der Rest kommt sicher von Franz.

Bodyworks am 13 Jul 2019 22:47:25

Erst mal wieder vielen Dank für die Infos.
Das WoMo steht ab Herbst in einem Carport am Haus. Ein Erdkabel, das ich vom Haus zum Carport gezogen habe, versorgt es permanent mit Strom, so dass dauerhaft eine Erhaltungsladung anliegt, wenn es nicht bewegt wird.
Über dem WoMo befindet sich ein lichtundurchlässiges Dach vom Carport, daher kommt im Winter dort kein Licht bzw. Sonne an die Solarpanels. Deshalb die Versorgung mit Landstrom aus heimischer Steckdose.

Das Thema LiFePo4 ist ja offensichtlich nicht so trivial. Von Yttrium habe ich jetzt zum ersten Mal gehört. Es wäre schon blöd, wenn ich die Akkus jeweils im Winter komplett ausbauen müsste, damit sie keinen Schaden nehmen.
Je mehr ich über LiFePo4 im Netz recherchiere, um so mehr Fragen tauchen auf. Hier und dort liest man immer etwas anderes. Einerseits wird von Plug and Play Batterien abgeraten, weil sie schon ab ca. 8 Grad nicht mehr geladen werden können oder die billigsten BMS verbaut werden, andererseits wird der "Zusammenbau" von sog. "Winston" Zellen favorisiert. Wieder andere berichten, dass man über einen Ladebooster nicht herum kommt, usw....

Ganz schön schwierig.

Während ich mich mit der Thematik Strom beschäftige, frage ich mich, ob ich statt Lipo evtl. noch 100W Solar auf's Dach packe (hätte dann 300Wp), den MMP 250 gegen den MMP 300 tausche und wenn die alten Batterien den Geist aufgeben, 2 baugleichgroße 100Ah AGM einzubauen, die auch unter den Beifahrersitz passen. Mein gegenwärtiges Problem ist, dass ich nicht genau weiß, wieviel Ah ich tatsächlich täglich benötige, wenn ich mal ein paar Tage frei stehen möchte, weil ich in der Vergangenheit meistens auf dem CP am Landstrom hing.

Bin nun mehr unschlüssig als vorher :-)
LG Frank

Stocki333 am 13 Jul 2019 23:19:42

Danke egocogito
Hast mir einiges an Schreibarbeit abgenommen. Ich bin ja noch 2 Wochen in Norwegen unterwegs.
Hallo Frank
Das dein WR funktioniert war mir klar. Nach meiner ersten Post habe ich bei deinen Beiträgen geschmöckert. Dein Nick kam mir bekannt vor. So wußte ich von deiner Wahl.
Würde dann eine LifePo4 mit 100Ah in etwa die gleiche Stromausbeute liefern?

Du kannst nahezu 100 % entnehmen. Aus einer 100 Ah Lithium. Aus Sicherheitsgründen sagt man 90 %. Es gibt eigentlich keinen Accutyp der Freude hat, wenn man das letzte aus ihn rauskitzelt.Ausnahmen sind Winston Zellen. Die betreiben Understatement bei der Kapazität.
Damit du verstehst; von was ich hier schreibe:
Das gibts alle Jahre wieder.--> Link

Das ist der eine Punkt der dir noch Kopfzerbrechen macht. Der 2. wie schon angeschnitten. Das Laden unter 0 Grad.
Das gilt für sogenannte LiFePO4 Zellen:
Es gibt Zellen die kannst du mit geringen Strom bis -10 Grad Laden. Es gibt 2-3 Hersteller die das können und dürfen.
Andere wiederum gibt der Hersteller nur bis 0 Grad frei.
Und die meisten Batterieverklopfer geben nicht bekannt, welche Zellen verbaut sind. Bei einigen hat man schon Erfahrungswerte.
Alle diese Fertigaccus bis auf 2 unterbinden das laden nicht unter der Temperaturgrenze. Oder anders ausgedrückt. Irgendwann vergisst man diesen Punkt des unter 0 Grag Laden. Und wenn du nur zum Umstellen dein Womo im Winter startest, Hast du wenn dein 2 Vorname Pech ist, hast du den teuren Accu geschrottet.
Das ist nur ein mögliches Szenario. Aber nicht unrealiestisch. Vom Prinzip her heißt es nicht anderes, du als Anwender bist verantwortlich für die Einhaltung der Grenzen. Ob durch Aufpassen, oder durch Schaltungstricks bei deiner Installation des Accu. solche Fehlladungen unterbinden.
Dieses Thema zieht sich auch durch den test einer Fachzeitschrift dieser Accuvertreiber wie ein roter Faden.
--> Link
Du hast dir eigentlich einen guten Zeitpunkt für deinen Umbau ausgesucht. endlich sind auch andere auf das Temp- Verhalten aufgesprungen.
Aber lass dich nicht zu sehr verwirren. Wenn du LiFeYPO4 Zellen nimmst ist alles was über das Temperaturverhalten geschrieben Wurde, Hinfällig. die kannst du bis -35 Grad Laden. Solltest du vorhaben, im Winter nach Sibirien zu fahren, würde ich das nochmal überdenken. :mrgreen: ;D
Ich Weiß, habe dir jetzt viel zum Nachdenken gegeben. Aber lass dich nicht verwirren. Es soll dir nur eine Hilfe bei deiner Entscheidung sein. Ganz gleich für welche Art von Accu du dich entscheidest, Der Einbau ist das geringste Problem.
Gruß Franz

Stocki333 am 13 Jul 2019 23:25:32

Das WoMo steht ab Herbst in einem Carport am Haus. Ein Erdkabel, das ich vom Haus zum Carport gezogen habe, versorgt es permanent mit Strom, so dass dauerhaft eine Erhaltungsladung anliegt, wenn es nicht bewegt wird.

Die Selbstentladungsrate einer Li. liegt bei 5 % im Jahr. Du brauchst das nur für die Starterbatterie. die Erhaltungsladung.
Bis Morgen Franz

basste315 am 14 Jul 2019 10:28:55

Hallo Frank, lass Dich nicht von den "Sicherheitsbeauftragten" verwirren,

auch Franz (Stocki333) will Dir Mut machen! "Schwierig" ist nur, dass manche Verkaufsprospekte Plug+Play versprechen, aber nur das Datenblatt sagt (hoffentlich) die Wahrheit.
Probleme hat derjenige, der auf Prospekte hereinfällt - einfach tauscht, ohne sich zu informieren. Ich sehe für mich (=interessierter Laie) und auch für Dich keine wirklichen Probleme, da wir uns informieren und beraten lassen.

Batterienvergleich lt. Homepage greenakku --> Link



Ungewollte Ladung bei Minusgraden:
Laut Datenblatt reduziert bzw. verhindert das BMS eine Ladung bei Temperaturen unter 0 Grad automatisch bei der LITRION (2. von links) und bei der EPSILON (ganz rechts).

Eine LitiumBatt braucht eigentlich aufgrund der geringen Selbstentladung im Winter keine Stromversorgung. Damit die Starterbatterie überlebt würde ich das Fahrzeug im Carport im Winter nur 1x im Monat für 24 Stunden an das Stromnetz hängen. Frage an Stocki: Verträgt das auch die Li-Batt problemlos, wenn bei Minustemperaturen eine automatische Abschaltung durch das BMS gegeben ist?
Andernfalls könnte man a) die Starterbatterie ausbauen und extern laden oder b) im Winter die LI-Batt vom Ladegerät trennen.

Ausbauen der Li-Batt im Winter sollte nicht notwendig sein --> Temperaturbereich (Lagerung) -20°C .. +60°C .

Die Frage nach der Notwendigkeit (oder auch Sinnhaftigkeit) eines Ladeboosters bleibt offen (bei Euro 6 Fahrzeugen offenbar obligatrorisch) und hängt von der Verkabelung ab und der Absicherung im EBL (50 A bei Schaudt 101). Dies sollte man von einem Fachmann prüfen lassen - die Kosten einer Nachrüstung sind überschaubar …

Die Y-Päpste mit Winston Zellen haben sicherlich das bessere Produkt, es stellt sich mir nur die Frage, ob ich auch die gleichen (hohen) Anforderungen habe (Ganzjahresbetrieb) und daher auch so tief in die Brieftasche greifen muss.

Für meine Anforderungen (und offenbar auch Deine) stellt die LiFePO4 lediglich eine bessere Alternative zur Bleibatterie dar aufgrund der Gewichtseinsparung und besseren Hochstromfestigkeit sowie schnellerer Nachladezeit über Solar = eventuell "Landstrombefreiung" .

Falls ich hier "Unsinn" geschrieben haben sollte, bitte ich um entsprechende objektive Klarstellung durch jene, die sich besser auskennen :roll:

Helmut

Stocki333 am 14 Jul 2019 11:36:16

Hallo
Frage an Stocki: Verträgt das auch die Li-Batt problemlos, wenn bei Minustemperaturen eine automatische Abschaltung durch das BMS gegeben ist?

Jetzt adhock eine Antwort, ohne es bis zum Ende durchgedacht zu haben.
Wenn ich eine normale LiFePO4 einbauen würde. Gehört eine externe Schaltung eingebaut, die verhindert das der Accu nicht unter der Freigegebenen Temp. Geladen wird. Das bedingt aber auch ein Kräftiges Relais. den darüber laufen Booster EBL- Ladegerät, Solar und vieleicht noch ein externes Ladegerät. Welches der Verkäufer noch empfiehlt trotz 1 : 1 Tausch. Der Nächste Punkt ist die Plazierung des Temperatursensor mit eventueller Nachlaufzeit.
Denn eines sollte man nicht vergessen. Eine LithiumBatterie ist eine Langzeitinvestition. Die nimmt man ins nächste WOMO mit. Schaut euch den Test von Lars an nach 7 Jahren mit nicht optimierter Technik.
Aber auch eine Normale LiFePO4 hat eine hohe Lebensdauer. Und hier sehe ich die Krux:
Wer denkt nach 5 oder 8 Jahren noch an das <Temperaturverhalten der Zellen. Das ist doch schon im Hintergrund des Hirns verschwunden. Und dann schlägt Murphiys Gesetz zu. Meistens unabsichtlich passiert so etwas. Weil irgendetwas in diesem Winter anders war. Es hat ja auch schon mal im August geschneit.
Das zum Nachdenken Franz

basste315 am 14 Jul 2019 11:49:29

Franz - jetzt verunsicherst Du mich aber!

Wie kann es denn Probleme geben, wenn doch das BMS automatisch bei tiefen Temperaturen die Ladung reduziert bzw. abschaltet :?: :?: :?: Da sollte man doch die Frostproblematik vergessen können - auch auf Dauer …. :?: Oder :?:

Helmut

Stocki333 am 14 Jul 2019 12:16:29

Hallo Helmut
Das ist nur die letzte.
Bei Büttner geht das nicht so ohne Weitere Schaltung. Ist soweit mein Wissenstand.
Genaugenommen muss es das Verbaute BMS händeln.
Ohne WENN und ABER
Und es muß Sichergestellt sein, wenn ein Kräftiger Booster auf eine Abgeschaltete Batterie geht. das BMS auch aushält. Hier werden wir noch manche Überraschung erleben.
Darum meine Meinung die Batterie gehört extern gesichert gegen Falschbehandlung. Solange der Hersteller mir nicht garantiert. das mein 50 A Booster keinen Schaden verursacht, ist es ok.
die einzigen Zellen ohne Y sind A123 Zellen. die können was vertragen. Auch kleine Ströme bis -10 Grad. dort sind meine Risiken viel geringer. Das Thema hatten wir beide schon mal. dort passt auch das Preis Leistungsverhältnis. Und mehr Risiko füe das Geld ist nicht mehr vertretbar. Bei dem Preis kann man noch ein Überlegen. Darüber ist es besser noch ein bischen zu Sparen. und ihn Winston zu investieren.
Und eines darf man nicht vergessen. Je mehr Systeme auf den Markt kommen. desto mehr bekommen wir mit wo die Accu-Zusammenbauer Schwachstellen haben.
gruß Franz

basste315 am 14 Jul 2019 17:33:30

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Helmut
Das ist nur die letzte.
Bei Büttner geht das nicht so ohne Weitere Schaltung. Ist soweit mein Wissenstand.
Genaugenommen muss es das Verbaute BMS händeln. ……….

gruß Franz


Hallo Franz,
laut Datenblatt kann es auch die Zweite: Liontron 100Ah LX Smart - siehe letzte Zeile:

Laden bei Minus-Temperaturen möglich? 
bis -10°C * - * Automatische Verringerung der Ladeleistung bei Temperaturen unter 0°C im Inneren der Batterie.

Grüße ins kalte Norwegen und gute Reise!

Helmut

Stocki333 am 15 Jul 2019 08:23:40

Hallo Helmut
Danke für die Wissenserweiterung. War mir noch nicht bekannt. Aber deckt sich mit meiner Einschätzung wie man es machen sollte. Von Interresse wären die verbauten Zellen.
Die haben aber aus der Vergangenheit einiges gelernt. Das wäre ja jetzt innerhalb kurzer Zeit die 3 Version die auf den Markt kommt. Bin schon neugierig auf die ersten die ihre Erfahrungen mitteilen. Und wie ich dich kenne, wartest du auch. :roll: :mrgreen:
Gruß aus Bergen Franz

Stocki333 am 15 Jul 2019 08:51:23

Hallo Frank
Jetzt hast du auf die schnelle einen Crashkurs über die Unterschiede bei den Beiden Arten von Li. bekommen. Daraus siehst du auch wie schwer es ist, einen vernünftigen Rat zu geben. Und du willst sicher nicht der "Testpilot" sein.
den MMP 250 gegen den MMP 300 tausche

Wenn du den Tauschst. Nimm einen Victron mit Smart. Der hat den Vorteil der freien programmierbarkeit der Einstellungen. Ganz gleich wie du dich entscheidest. Der ist am Flexibelsten in der Zukunft.
Gruß Franz

basste315 am 15 Jul 2019 10:12:38

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Helmut
Bin schon neugierig auf die ersten die ihre Erfahrungen mitteilen. Und wie ich dich kenne, wartest du auch. :roll: :mrgreen:
Gruß aus Bergen Franz


Richtig, abwarten und im Forum lesen, solange meine Gel-Batts funktionieren habe ich keine Eile.
Entgegen der Meinung der Spezialisten haben die Gels die Tortur durch meinen 1500/3000 W Sinus WR seit 1 Jahr ohne erkennbare Probleme vertragen

Helmut

Bodyworks am 15 Jul 2019 10:56:38

In der Tat ist das Thema LiFePo4 ein gigantischer Dschungel mit vielen Fragezeichen.
NIcht zuletzt spielen auch die Anschaffungskosten eine gewisse Rolle. Mal eben fast 2k für eine 90Ah für z.B. eine Super B Epsilon --> Link zu investieren ist schon recht happig. Andere berichten, dass sie mit einer 100Ah Fraron --> Link auch sehr zufrieden sind, die nur die Hälfte kostet. Wieder andere haben sich einen Liontron Block mit 120Ah --> Link oder 180Ah --> Link unter den Sitz gebaut und jubeln ebenfalls.

Ziemlich schwierig, wie man sich da entscheiden soll.

basste315 am 15 Jul 2019 15:58:25

Derzeit in meiner engeren Auswahl:

LIONTRON Lithium Batterie LiFePO4 Smart BMS 12,8V 100Ah --> Link - nach unten scrollen bis zum Datenblatt!

Problem: Die Version für iPhone / iOS Geräte wird erst in kürze verfübar sein, voraussichtlich in wenigen Tagen. Die Version für Android Smartphones ist sofort verfügbar. -----> Dieser Hinweis steht seit längerer Zeit - leider nix mit "wenigen Tagen"

Interessanterweise wurde das Datenblatt mehrmals geändert, Dauerentladestrom neu von 100 auf 150 A, Ladung früher bis O Grad, jetzt neu " -10°C .. +45°C Automatische Verringerung der Ladeleistung bei Temperaturen unter 0°C im Inneren der Batterie" -

Ob das BMS entsprechend neu programmiert wurde oder ob es nur Werbeversprechen sind ??? -

Ich hoffe, jemand kann positiv berichten und warte ab ….. :roll:

Helmut

basste315 am 15 Jul 2019 16:15:28

Bodyworks hat geschrieben: Andere berichten, dass sie mit einer 100Ah Fraron --> Link auch sehr zufrieden sind, die nur die Hälfte kostet.

Laut Datenblatt: FRARON

•Betriebstemperaturbereich: Entladen -20°C bis +45°C, Laden: 0°C bis 45°C
(Laden bei Batterietemperatur unter 0°C nicht möglich, Schutzschaltung integriert) Rückschaltung bei +2°C

Also wenn die Angaben stimmen, dann gibt es schon eine größere Auswahl LiFePo4 100AH unter € 1000,-- :lol:, bei der Fraron ist aber noch extra ein Batteriecomputer empfohlen, bei der Liontron gibt's die App und Bluetooth (dzt. nur Android)

Helmut

Bodyworks am 15 Jul 2019 17:19:49

Also es verdichtet sich bei mir momentan eine Entscheidung zwischen Fraron --> Link und Greenakku --> Link
Welche davon tatsächlich besser ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ein Batteriecomputer BMV 702 wäre mal vorhanden. Die Überwachung per App ist auch ganz schick.

Hat jemand Erfahrung mit einer der beiden Batterien?
Was mich noch interessieren würde: Gegenwärtig habe ich 2x 90AH, die ich ja mit nur einer LiFePo4 100Ah "erschlagen" würde. D.h. ich hätte ungefähr die gleiche Stromausbeute bei deutlich reduziertem Gewicht. Ist es bei Lifepo4 möglich, im Nachhinein eine weitere dranzuhängen oder gelten die gleichen Gesetze wie bei Blei (immer 2 neue)?

Liebe Grüße
Frank

Bodyworks am 16 Jul 2019 04:56:14

Wenn eine neue Lifepo4 herkommt, soll sie auch unter den Duc Beifahrersitz kommen, wo die beiden jetzigen Batterien auch untergebracht sind.
Ich habe daher mal bei Greenakku per email angefragt, ob die 150Ah Variante --> Link, (die etwas höher ist als die Standardmaße 353 x 175 x 190 mm) auch liegend verbaut werden kann.
Mal sehen, wie schnell der pre-sales Support funktioniert und wie schnell geantwortet wird.

hmarburg am 16 Jul 2019 05:54:38

Hallo,

ich habe den Thread im Stillen mitgelesen, da ich mich auch mit dem Thema beschäftige. Die Einbaulage ist eine interessante Frage und ich bin gespannt auf die Antwort.

Gruß, Holger

basste315 am 16 Jul 2019 08:32:58

Bodyworks hat geschrieben:.. die neue Lifepo4 .. soll ..auch unter den Duc Beifahrersitz kommen, ….bei Greenakku angefragt, ob die 150Ah Variante --> Link, auch liegend verbaut werden kann.
.


Achtung - bei den schwarzen Batterien funktioniert die Bluetooth-App angeblich noch nicht mit IOS (IPhone) - siehe Beschreibung!

Beachte den Unterschied betreffend BMS zwischen den grauen (alt, nur 100 Ah - da geht auch die App = Smart BMS) und schwarzen Batterien (neu div. Ah-Varianten) : siehe Datenblatt ! anderes -->> LX SMART-BMS!

Unter dem DUC-Sitz würde ich diese --> Link verbauen (+Batt-Computer gesondert).

Helmut

hmarburg am 16 Jul 2019 09:15:27

basste315 hat geschrieben:...Unter dem DUC-Sitz würde ich diese --> Link verbauen (+Batt-Computer gesondert)...


Noch interresant sind diese --> Link. Die sind "smart", also mit bluetooth.

Leider habe ich sie noch bei keinem Händler entdeckt und ich habe dem Hersteller diesbezüglich angefragt.
Mal sehen, was dabei raus kommt.

Gruß, Holger

Bodyworks am 16 Jul 2019 13:05:25

Heute habe ich eine sehr interessante Information direkt von Liontron (nicht Greenakku) erhalten.
Hatte einen Mitarbeiter am Telefon, der sehr auskunftsfreudig war. Es geht um eine neue Untersitzbatterie für Ducato, die es nur noch in 2 Ausführungen, nämlich 150Ah und 200Ah geben wird.
--> Link

Die Batterie wird von Liontron selbst hergestellt (so die Aussage des Mitarbeiters) und soll bereits bei Obelink verfügbar sein. Die Batterie ist zwar noch nicht im Onlinekatalog von Obelink gelistet aber O'Ton: "Die haben die schon".
Der Preis für die 150Ah Variante wird bei über 1.800 EUR EUR liegen. Dies wird mit dem neuen quadratischen Formfaktor begründet.

Die bisherigen Untersitzvarianten mit 120 und 180Ah, die es bei Greenakku gibt, laufen aus und werden künftig nicht mehr produziert.
Die spannendste Information für mich war, dass die 150Ah Batterie mit normalem Formfaktor --> Link absolut identische technische Daten aufweist. Eine Ladetemperatur bis -10 Grad wurde explizit bestätigt und als problemlos geschildert, weil die Innenraumtemperatur in dieser Größenordnungen ja so gut wie nie erreicht würde.

Bei der neuen Variante wurde tatsächlich nur der Untersitz-Formfaktor geändert. Die normale Variante kostet jedoch nur 1.386 EUR.
D.h. für den neuen Formfaktor muss man 500,- EUR mehr bezahlen.

Die Garantiezeit auf alle Liontron Batterien beträgt 5 Jahre und alle Batterien (insbesondere die mit dem normalen Formfaktor) können problemlos liegend verbaut werden.
D.h., dass die 150Ah 12,8V 150Ah Smart BMS Bluetooth für 1.386,- EUR (bei Greenakku) wohl meine nächste Batterie sein wird.
Werde auch mal beim großen O nachfragen, ob sie die vorrätig haben.

Bodyworks am 16 Jul 2019 13:51:44

Nachtrag: Obelink hat heute eine neue Lieferung von Liontron erhalten. Vermutlich (nicht bestätigt) sollen darin die neuen Untersitzbatterien mit Kunststoffgehäuse enthalten sein.
--> Link
Falls das der Fall ist, was der Wareneingang noch nicht bestätigen konnte, wird das in Kürze auf der Homepage gelistet sein.
Interessant, wie auskunftsfreudig die Menschen sind, wenn man freundlich fragt.

Mal sehen was daraus wird.

hmarburg am 16 Jul 2019 14:05:04

Hallo Zusammen,

ich kann die Angaben von Frank bezüglich des neuen Untersitzakkus von Liontron bestätigen.

Davon ab hat mir ein Mitarbeitet von Liontron schriftlich bestätigt, dass der 150Ah-Akku in Normalbauform auch liegend betrieben werden kann.

Gruß, Holger

Bodyworks am 16 Jul 2019 14:06:49

Habe direkt mit Liontron telefoniert. Die neue Untersitzvariante wird es mit 150 und 200Ah geben.
Beide haben neuestes BMS und Bluetooth

Wird von Obelink vertrieben.
Ich schätze mal, dass sich Obelink nicht leisten kann, Müll zu verkaufen.

Das komplette Sortiment sieht man hier:
--> Link

Die bisherigen Blechvarianten für Untersitz sowie die graue 100er, die es noch bei Greenakku gibt werden nicht mehr produziert.

Bodyworks am 16 Jul 2019 14:14:07

Hier mal das Datenblatt von der Liontron 150Ah:

--> Link
Der QR-Code führt direkt zum Download der App. Die App heißt Liontron LX Smart BMS App und ist sowohl für Android als auch iOS verfügbar. :-)

Sicherheits Deklaration:
--> Link

EU Konformitätsdeklaration
--> Link

Bodyworks am 16 Jul 2019 16:05:19

Wieder eine neue Erkenntnis gewonnen.
Wie hängen greenakku.de (Bosswerk GmbH) und liontron.de zusammen, wenn beide unter der gleichen Anschrift firmieren ?
greenakku ist die Vertriebscompany und bedient sich bzgl. der Akkus direkt aus dem Regal von Liontron. :-) Telefonieren macht schlau. :-)
Daher ist alles, was Liontron produziert auch direkt bei greenakku verfügbar.

Habe mir jetzt die 150Ah Liontron mit konventionellem Formfaktor --> Link
bestellt.
Werde berichten wie Lieferdauer, Einbau, Inbetriebnahme usw. verlaufen ist.

hmarburg am 16 Jul 2019 21:09:49

Bodyworks hat geschrieben:...Habe mir jetzt die 150Ah Liontron mit konventionellem Formfaktor bestellt.
Werde berichten wie Lieferdauer, Einbau, Inbetriebnahme usw. verlaufen ist.


Hallo Frank,

vielen Dank für deinen Thread und die Infos, die du darin erarbeitet und zur Verfügung gestellt hast.
Du hast mich in meiner Entscheidungsfindung für meinen Umbau und Erweiterung der Elektrokapazität in unserem Womo einen großen Schritt weiter gebracht.

Danke auch an die fleißigen Mitstreiter hier.

Holger

basste315 am 16 Jul 2019 21:44:54

Bodyworks hat geschrieben:Habe mir jetzt die 150Ah Liontron mit konventionellem Formfaktor --> Link
bestellt.
Werde berichten wie Lieferdauer, Einbau, Inbetriebnahme usw. verlaufen ist.


Gratuliere Frank! Ich freue mich schon jetzt über Deine Berichte! Die meisten Bedenken der diversen Ratgeber scheinen bei dieser Batterie ins Leere zu gehen, da Liontron offenbar Lösungen mit dem BMS gefunden hat.

Offen ist für mich, wie man im Fahrbetrieb bei leerer Batterie zu hohe Ströme :?: :?: :?: über die Lichtmaschine vermeidet - verträgt das der Schaudt EBL 101 (max. 50A) bzw. ist die Verkabelung richtig dimensioniert oder muss doch ein LADEBOOSTER für entsprechende Begrenzung sorgen?
Es wurde behauptet :roll: , die Platine des EBL könnte in Rauch aufgehen :explodieren: oder die Kabel könnten schmoren, da ein leerer Li-Akku sehr stromhungrig sein kann ………….
Helmut

hmarburg am 16 Jul 2019 22:05:15

basste315 hat geschrieben:...
Offen ist für mich, wie man im Fahrbetrieb bei leerer Batterie zu hohe Ströme :?: :?: :?: über die Lichtmaschine vermeidet - verträgt das der Schaudt EBL 101 (max. 50A) bzw. ist die Verkabelung richtig dimensioniert oder muss doch ein LADEBOOSTER für entsprechende Begrenzung sorgen?...


Hallo Helmut,

bei mir kommt in jedem Fall ein Booster dazwischen.

Gruß, Holger

Rockerbox am 17 Jul 2019 08:06:18

Moin Moin,

ich habe bei meinem 300 Ah LiFeYPO4 Akku noch immer die Originalverkabelung zwischen Lichtmaschine, EBL und Akku. Selbst bei SOC kleiner 50% bekomme ich etwa 30A Ladestrom von der LiMa und bei bis dato etwa 7.000 gefahrenen Kilometern in dieser Konfiguration ist noch nix abgeraucht.

Ich hab daher bis heute noch keinen Booster im Einsatz.

Kann aber in anderen Konfigurationen durchaus Sinn machen!

Bodyworks am 17 Jul 2019 11:02:58

Ich werde das auch zunächst mal ohne Booster im Livebetrieb testen.
Nicht umsonst habe ich ja einen BMV 702, der mir die Ladeströme genau anzeigt. Irgendwofür muss das Ding ja gut sein. :-)
Wenn sich der Ladestrom auch bei leerer Lipo in den Grenzen der Spezifikationen des Schaudt befindet, gibt es keine Veranlassung sich über einen Booster Gedanken zu machen.
Zumal beim Duc die Batterien und EBL ja quasi direkt beieinander sind und es keine langen Leitungswege wie bei anderen Aufbauten gibt.

Rockerbox am 17 Jul 2019 15:07:59

Ich hab meinem Li-Block aufgrund der Größe in den Seitensitz des T447 eingebaut, aber der eine Meter mehr macht das Kraut auch nicht fett. Außerdem übernehmen die 400 Wp Solar immer einen wesentlichen Anteil der Ladung, meistens ist der Akku gegen Mittag eh schon wieder voll!

Das muss die LiMa nicht mehr sooooo viel nachliefern :D

basste315 am 18 Jul 2019 11:01:36

Rockerbox hat geschrieben:Das muss die LiMa nicht mehr sooooo viel nachliefern :D

So sehe ich das auch. Ich möchte auch gerne nach Möglichkeit auf einen Booster verzichten, da genügend Solar vorhanden ist und ich im Winter eher kaum unterwegs bin.

Aber was ist, wenn der AKKU doch einmal leer ist?
Ich habe jedenfalls (in einem anderen Thread) die Hinweise von Franz (Stocki333) als "Warnung" verstanden.

Bist Du sicher, dass das dann gut geht? Ich würde jedenfalls testweise den AKKU einmal auf 20% Restkapazität leeren, den Motor starten und MESSEN, was sich dann tut. Dann weißt Du Bescheid.

Vielleicht machst Du das und teilst uns mit, wieviel A da ankommen. Wahrscheinlich hilft ja schon die Leitungslänge von 1m …….
Helmut

Rockerbox am 18 Jul 2019 11:16:45

Ich hab es auch in anderen Threads schon mehrfach geschrieben:

Selbst bei SOC von 35% bekomme ich nicht mehr als 33A Ladestrom von der LiMa. Es ist übrigens ziemlich egal ob 35% oder 80% SOC, der Ladestrom liegt immer im Bereich von 30 A bis der Akku nahezu voll ist. Das ist ja gerade der Charme vom Lifeypo4 Akku!

Ich checke regelmäßig den Ladestrom nach dem Starten, geht bequem per Bluetooth am Handy am Armaturenbrett, deswegen weiß ich genau, was von der LiMa geladen wird.

Wie gesagt, das sind Messwerte bei meiner Konfiguration mit der originalen Verkabelung und mit dem originalen unmodifizierten EBL. Ob das bei anderen auch so passt kann ich natürlich nicht sagen. Aber bei mir funktioniert es eben seit knapp 2 Jahren und seit über 7.000 km ohne Probleme.

basste315 am 18 Jul 2019 11:48:26

Danke ADI,

freut mich für Dich und macht mir Mut, ebenfalls ohne Booster auszukommen.

An anderer Stelle (in einem anderen Thread) hast Du wohl den Hinweis gegeben, dass der Solarregler direkt auf die Batts und nicht über den EBL geht. Ich finde, dieser Hinweis kann wichtig sein (z.B. Schaudt EBL 101 max. 50A Ladestrom).

Helmut

Rockerbox am 18 Jul 2019 12:09:54

Hallo Helmut,

ungeachtet der Booster-Diskussion halte ich persönlich es immer besser, den Solarregler direkt an die Batterie anzuschließen:

* keine unnötige oder umständliche Verlängerung der Ladeleitung
* keine zusätzlichen Steckverbindungen mit ev später auftretenden Kontaktproblemen
* keine Gefahr der Überlastung des EBL mit anderen Ladequellen

Da der Solarstrom aber trotzdem über den Shunt läuft kann ich den Ertrag problemlos am Handy per Bluetooth über mein REC BMS ablesen.

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