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Votronic VCC 1212-30 - Zusammenspiel mit Truma Ladeautomat


xj-inside am 12 Jul 2019 17:21:00

Hallo
ich hab mal eine Prinzipfrage, weil mir die von Votronic erteilte Auskunft "komisch" vorkommt.

Ausgangslage:
Bei mir ist ein Truma Ladeautomat BC630 verbaut. Das Fahrzeug ist Eigenbau des Vorbesitzers.
Die Verkabelung ist einfach, +/- von der Starterbatterie zum Ladeautomat und von dort +/- zur Aufbaubatterie. Der Ladeautomat ist D+ gesteuert.
Der Ladeautomat läd während der Fahrt die Aufbaubatterie und bei Landstrom erst die Aufbau- und dann die Starterbatterie.

Jetzt möchte ich einen Ladebooster VCC 1212-30 einbauen. Einbau wäre kurz vor der Aufbaubatterie.

Meine Frage an Votronic war: Lässt der Booster bei Landstrom den Strom zur Starterbatterie durch? Man sagte mir, daß da dann nur maximal 1A durchgeht.
Kann das sein? Und wenn ja, welche andere Lösung bietet sich mir? Den Booster per Schalter bei Landstrom umgehen?

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Ahorne7500 am 12 Jul 2019 18:10:25

Hallo,
Wir haben keinen Booster.
Nach meinem Verständnis über Booster.
Die Aufbaubatterie ist auf der Sekundär-Seite des Trafos hinter dem Gleichrichter.
... wie soll da (Gleich)Strom auf die Primärseite kommen.

Es ist nur meine subjektive Einschätzung mit meinem
NichtFachWissen über Booster.

Nix für Ungut.
.

Taunuscamper am 12 Jul 2019 18:48:02

Das Kabel vom Ladegerät zur Aufbaubatterie bleibt bestehen. Der Booster wird einfach parallel mit dem Ladegerät auf die Aufbauakkus geschaltet. Der Ladebooster der hat übrigens beidseitig Gleichspannung anliegen.

Hannus am 12 Jul 2019 19:23:36

Hallo

Der Booster läßt rückwärts nur max 1A als Ladeerhaltung durch. Das ist aber in deinem Fall nicht weiter schlimm.
Klemm den Booster einfach zwischen Startbatterie und Aufbaubatterie parallel zu deinem Ladeautomaten.

Wichtig!! Der D+ Anschluß deines Ladeautomaten muß abgeklemmt werden, der darf nur noch am Booster anliegen. Denn jetzt stellt ja der Booster die Verbindung zwischen den beiden Batterien her.

Bei Landstrom bleibt alles wie gehabt.

T4Wohnmobil am 12 Jul 2019 19:25:59

xj-inside hat geschrieben:
Jetzt möchte ich einen Ladebooster VCC 1212-30 einbauen. Einbau wäre kurz vor der Aufbaubatterie.

Für was soll ein 30A Ladebooster gut sein ? :D
Wenn die Ladeleistung der Lichtmaschine ungenügen ist, die Verkabelung optimieren, das bringt mehr Ladeleistung als ein 30A Ladebooster.

Gruß

Erik

Hannus am 12 Jul 2019 19:41:55

Für was soll ein 30A Ladebooster gut sein ?


Ich hätte da mehrere Gründe.

1. Wenn der Lichtmaschienenregler z.B. nur 14,2V liefert, helfen auch die dicksten Kabel nichts. Von 6temp ganz zu schweigen.
2. Durch die angepaste Ladekurve ein batterieschonenderes Laden.
3. Bei richtig leerer Wohnraumbatterie und dicken Kabeln sehr hohe Ladeströme, da diese durch die dünneren Kabel nicht mehr begrenzt werden. Auch nicht gerade Batterie schonend.

T4Wohnmobil am 12 Jul 2019 20:10:28

Hannus hat geschrieben:1. Wenn der Lichtmaschienenregler z.B. nur 14,2V liefert, helfen auch die dicksten Kabel nichts. Von 6temp ganz zu schweigen.


Selbst bei 14,2V Ladespannung hat man noch eine höhere Ladeleistung als mit einen Ladebooster der auf 30A begrenzt und dadurch die Ladespannung in der Boost-Phase herabsetzt.

Und nur die Boost-Phase ist beim Laden mit Lichtmaschine wichtig.

Die im Wohnmobilberch eingesetzten Euro 6 Fahrzeuge haben keine Lichtmaschine die abregelt.

Gruß

Erik

siusebem am 12 Jul 2019 20:18:58

Nur mal so dahingesagt, ohne Ladebooster kamen bei mir von der Lima so ca 18A Ladestrom ( schnell abwärts gehend) an der Aufbaubatterie an, mit 30A-Booster sind es gleichbleibend 30A Ladestrom.

T4Wohnmobil am 12 Jul 2019 20:27:59

Hannus hat geschrieben:1. Wenn der Lichtmaschienenregler z.B. nur 14,2V liefert




Rot= Boosterladespannug kleiner als Ladespannug mit Lichtmaschine 14,2V

Alles klar ?

Gruß

Erik

siusebem am 12 Jul 2019 20:40:57

Ach so, von der Lima kamen bei mir höchstens 14.1V an der Aufbaubatterie an , jetzt mit Booster die 14,4V die sie braucht.

T4Wohnmobil am 12 Jul 2019 20:57:21

siusebem hat geschrieben:Ach so, von der Lima kamen bei mir höchstens 14.1V an der Aufbaubatterie an , jetzt mit Booster die 14,4V die sie braucht.


14,4V aber nur in der U-Ladephase, die beim Laden mit Lichtmaschine mit oder ohne Ladebooster selten bis gar nicht erreicht wird.
In der I-Ladephase die für die hohe Ladeleistung bei Lichtmaschinenladung entscheidend ist, wird durch einen Ladebooster der Ladestrom durch die Abregelung der Ladespannung auf den Max. Ladestrom des Ladeboosters begrenzt.

Gruß

Erik

siusebem am 12 Jul 2019 21:27:02

Unterm Strich behauptest du pauschal, dass ein 30A Booster begrenzt, was auch immer, nur das entnehme ich deinen Beiträgen, wenn das nicht so ist, sorry.
Ich sage dir mit meinen zwei Beiträgen, dass meine Batterie in jedem Fall jetzt mit Booster schneller voll ist, und das aus meiner Erfahrung heraus.

T4Wohnmobil am 12 Jul 2019 21:54:21

siusebem hat geschrieben:Ich sage dir mit meinen zwei Beiträgen, dass meine Batterie in jedem Fall jetzt mit Booster schneller voll ist, und das aus meiner Erfahrung heraus.


Mit einen Ladebooster wird in den allermeisten Fällen bei zu geringerder Ladeleistung durch die Lichtmaschine die durch zu hohen Spannungsabfälle durch die Murx-Verkabelung und die Murx- Stecker am EBL verursacht wird, nur die Spannungsabfälle kompensiert.

Murx bleib Murx !

0.05 Ohm Leitungswiderstand ergeben bei 30A Ladestrom einen Spannungsabfall von 1,5V !

Gruß

Erik

siusebem am 12 Jul 2019 22:28:01

Ja, aber „in den allermeisten Fällen“ bedeutet eben nicht pauschal immer, das sollte man immer bedenken.
Ich denke, dass ich nicht einer unter wenigen bin, der mit einem Booster besser fährt, da das immer individuell gesehen werden muss.

Hannus am 12 Jul 2019 23:10:51

Hallo Eric

Du beziehst dich bei deiner Aussage immer auf eine tiefentladene Batterie. Wir wissen aber nicht mal welche Kapazität und welcher Typ. In dem Fall ist der mögliche Ladestrom ohne Booster natürlich höher. Du bekommst zwar kurzzeitig mehr Ladung in die Batterie, wirst sie aber nie vollbekommen.
Und einer tiefentladenen Batterie von 100Ah einfach mal 70A Ladestrom anzubieten ist nun wirklich nicht zu empfehlen.Da ist mir eine Strombegrenzung durch den Booster, und damit eine längere Lebensdauer meiner Batterie aber lieber.
Je voller die Batterie bei Ladebeginn und je geringer die Kapazität (Ah) ist, um so größer wird der Nutzen eines Boosters, weil ich damit die volle Kapazität der Batterie ausnutzen kann.
Und ich denke wir sprechen hier hauptsächlich von dem normalen Nutzer mit einer normalen Standart Batterie <200 Ah.

Aber bleib du nur bei deiner engen Sichtweise, sie ist in bestimmten Sonderfällen ja durchaus zutreffend, aber man sollte sie nicht mit aller Macht verallgemeinern wollen.

xj-inside am 13 Jul 2019 10:44:22

Na da hab ich aber eine Diskussion losgetreten.

Leider hat das Diagramm unten nur eine qualitative und keine Quantitative Aussage. Ist das jedem bewußt? Es sagt nix darüber aus wie lange die einzelnen Phasen dauern. Die Zeitachse ist nicht bemaßt!





Rot= Boosterladespannug kleiner als Ladespannug mit Lichtmaschine 14,2V

xj-inside am 13 Jul 2019 10:54:21

Um die Diskussion nocmal anzuregen folgende weitere Informationen:

- es handelt sich um ein Euro4 Fahrzeug.
- die Verkabelung ist ab Starterbatterie durchweg mit Fingerdicken Kabeln ausgeführt
- wir betreiben einen Kompressorkühlschrank von Kissmann KB100 mit Zyklenverbrauch 14W/h
- es ist eine 210Ah GEL Batterie von Exide, 6 Jahre alt
- 200 Watt Solar sind auf dem Dach montiert

In Kanada und Alaska hatten wir des öftern bedeckte Tage an denen wir nicht so viel gefahren sind oder wir standen auf Campgrounds, die meist im Wald sind wo auch wenig Sonne hin kommt. Die Batterie hat dann doch recht schnell geschwächelt.

T4Wohnmobil am 13 Jul 2019 11:30:48

xj-inside hat geschrieben:- es ist eine 210Ah GEL Batterie von Exide, 6 Jahre alt


Einfache Rechnung:

Batterie auf 35% entladen.
Ladung I-Phase geht bis ca. 85% der Batteriekapazität.
sind 50% der Batteriekapazität zu laden, entspricht 110Ah.

Mit einen Ladebooster mit 30A max. Ladestrom muß man 3,5 Stunden fahren um die 110Ah zu laden. :D

Laden mit Lichtmaschine ohne Ladebooster mit Konstant-Ladespannung 14,2V.
Eine GEL-Batterie nimmt ca. 30% der Kapazität als Ladestrom bei einer Ladespannung von 14,2V auf.
entspricht rund 60A

Bei einer Fahrt von ca. 2 Stunden werden die 110Ah nachgeladen ! :-o

Alles Klar ?

Gruß

Erik

Inselmann am 13 Jul 2019 11:53:22

Ich hab ja nicht DIE Ahnung, aber eine Batterie ist kein Tank. Je voller um so weniger Ladung geht rein.
Also einfach rechnen 30A Ladestrom dauert 2Stunden um meine verbrauchten 60Ah nachzuladen ist nicht, Oder? Booster Oder dicke Kabel.
Nur meine Meinung

Hannus am 13 Jul 2019 12:21:15

Eine GEL-Batterie nimmt ca. 30% der Kapazität als Ladestrom bei einer Ladespannung von 14,2V auf.
entspricht rund 60A

Bei einer Fahrt von ca. 2 Stunden werden die 110Ah nachgeladen ! :-o

Alles Klar ?


Nichts ist klar, du gehst bei deinen Berechnungen immer von einer "idealen" Batterie aus. Dummerweise steigt aber mit fortschreitender Ladung der Innenwiederstand der Batterie an. Und dann gibt es da noch das komische Ohmsche Gesetzt.

Das deine Batterie zu Ladebeginn 60A aufnimmt bestreitet ja niemand, aber das sie nach 1 Stunde nur noch höchstens 10A -20A aufnimmt, wird dir hier jeder mit seinen praktischen Erfahrungen und nach einem Blick auf den Batteriecomputer bestätigen.

jetzt du wieder

T4Wohnmobil am 13 Jul 2019 19:49:16

Hannus hat geschrieben:
Nichts ist klar, du gehst bei deinen Berechnungen immer von einer "idealen" Batterie aus. Dummerweise steigt aber mit fortschreitender Ladung der Innenwiederstand der Batterie an. Und dann gibt es da noch das komische Ohmsche Gesetzt.




Und beim Entladen einer Batterie steigt auch der Innenwiderstand an ? Oder wie ? :?:

Batterien fallen unter Elektro-Chemie. :( Da kann man die „normale“ E-Technik nicht so einfach anwenden. Berechnungen und Betrachtungen mit den „Innenwiderstand“ sind völliger Unfug. Die Vorgänge in einer Batterie sind viel komplexer ! Haupt- und Nebenreaktion u.s.w.

Das deine Batterie zu Ladebeginn 60A aufnimmt bestreitet ja niemand, aber das sie nach 1 Stunde nur noch höchstens 10A -20A aufnimmt, wird dir hier jeder mit seinen praktischen Erfahrungen und nach einem Blick auf den Batteriecomputer bestätigen.



Wenn beim Laden in der I-Phase (unter 80-85% Ladung) der Ladestrom schon nach kurzer Zeit stark zurückgeht hat die Batterie kaum noch Kapazität und muss ausgetauscht werden.

Gruß

Erik

Hannus am 14 Jul 2019 08:54:22

Batterien fallen unter Elektro-Chemie.

Und da gilt dann das Ohmsche Gesetz nicht mehr oder was? Ich seh schon teoretisch kommen wir hier nicht weiter. Wir machen das Ganze jetzt mal praktisch.

Wir nehmen eine 110Ah AGM Batterie, das ist daß was wohl die meisten Nutzer in etwa installiert haben, Füllstand 50%. die laden wir 2 Stunden, einmal mit konstant 14,2V begrenzt auf 60A oder auch mehr, und einmal mit einem 30A Booster (Einstellung AGM).
Ich wette mit dir um was du willst, das die Batterie mit Booster voller ist als die ohne. Ich würde es an deiner Stelle aber vorher ausprobieren.

andwein am 14 Jul 2019 14:30:53

Hannus hat geschrieben:.....Und da gilt dann das Ohmsche Gesetz nicht mehr oder was?

Doch es gilt! Es gilt immer, die Frage ist aber ob es ausschließlich gilt oder ob noch ander naturwissentschaftlichen Themen dazu kommen wi z.B. Sättigung von Batteriesäure in Abhängigkeit von der Temperatur, Erwärmung durch chem Reaktionen unabhängig von der Aussentemperatur etc, etc.
Wie "T4" schon angemerkt hat: Batterien fallen hauptsächlich unter Elektrochemie und das Thema "elektromotorische Kraft" bzw. das Thema "EMK" und weniger unter das Thema "Strom fließt abhängig vom Innenwiderstand"
Nur Physik/Chemie, nicht meine Auslegung, Gruß Andreas

Hannus am 14 Jul 2019 15:30:59

Für mich in der praktischen Anwendung ist aber doch nur wichtig zu wissen, daß der Ladestrom mit fortschreitender Ladung sinkt.
Und dem kann ich nur durch die Erhöhung der Ladespannung entgegen wirken. Und das kann nun mal nur ein Booster leisten.
Der außerdem noch das umständliche neuverlegen extrem dickerer Kabel erspart, vor dem viele zurückschrecken. Ich denke da halt eher praktisch.
Und man sollte damit aufhören den Booster zu verteufeln, für viele ist er einfach die beste Lösung.

T4Wohnmobil am 14 Jul 2019 21:23:39

Hannus hat geschrieben:
Wir nehmen eine 110Ah AGM Batterie, das ist daß was wohl die meisten Nutzer in etwa installiert haben, Füllstand 50%. die laden wir 2 Stunden, einmal mit konstant 14,2V begrenzt auf 60A oder auch mehr, und einmal mit einem 30A Booster (Einstellung AGM).


Einfache Rechnung:

Batterie auf 50% entladen.
Ladung I-Phase geht bis ca. 85% der Batteriekapazität.
sind 35% der Batteriekapazität zu laden, entspricht 38Ah.

I-Ladephase:

Mit einen Ladebooster mit 30A max. Ladestrom dauert die I-Ladephase ca. 1,25 Stunden

Laden mit Lichtmaschine ohne Ladebooster mit Konstant-Ladespannung 14,2V.
Eine AGM-Batterie nimmt ca. 35-40% der Kapazität als Ladestrom bei einer Ladespannung von 14,2V auf.
Mit der Lichtmaschine dauert die I-Ladephase ca.1 Stunde


U-Ladephase:

Ladebooster 0.75 Stunden zum Laden.
Lichtmaschine 1 Stunde zum Laden.

Da bei Ladung mit 14,7V ein höhere Ladestrom fließt wird nach Batteriecomputer etwa die gleiche Ladungsmenge mit oder ohne Ladebooster in den 2 Stunden Fahrt geladen.

Aber nicht in der Realität:

Der zusätzliche Ladestrom bei Ladespannung 14,7V wird überwiegend in Nebenreaktion ( Gasung) und nicht in Ladung (Hauptreaktion) umgesetzt.



Außerdem wird durch die Ladung mit 14,7V die Lebensdauer einer AGM Batterie reduziert.

Alles Klar ?

Gruß

Erik

andwein am 15 Jul 2019 10:06:37

Hannus hat geschrieben:Für mich in der praktischen Anwendung ist aber doch nur wichtig zu wissen, daß

Dann halt mal genau zu deinen Gedanken:
1. Für mich in der praktischen Anwendung ist aber doch nur wichtig zu wissen, daß der Ladestrom mit fortschreitender Ladung sinkt. Ja tut er, durch die steigende EMK!! Die Differenz zwischen Ladespannung und interner Batterispannung (EMK) verringert sich, nicht der ohmsche Innenwiderstand, der bleibt gleich!
2. Und dem kann ich nur durch die Erhöhung der Ladespannung entgegen wirken. Auch das ist richtig. Aber nur bis zur jeweiligen Gasungsgrenze der Chemie (Batteriesäure) und die liegt bei Nassbatterien bei maximal 14,1V, bei Gelbatterien bei maximal. 14,3V und bei AGM bei maximal 14,7V. Jenäher man an die maximale Ladespannung geht desto größer ist das Risiko, dass ein nicht sauber stabilisierter Lader über diese Spannung hinausschießt. Ein Batterielader in Womos ist kein Präzisions-Laborgerät!!
3. Und das kann nun mal nur ein Booster leisten. Nein, nicht nur, das kann auch eine gute Lichtmaschine. Und diese Lichtmaschinen mit 14,1 - 14,3V stabiler Ausgangsspannung werden in den letzten 8-10 Jahren in allen Transportern verbaut.
4. Der außerdem noch das umständliche neuverlegen extrem dickerer Kabel erspart, vor dem viele zurückschrecken. Ich denke da halt eher praktisch. Nein, er erspart die Verlegung dickerer Kabel nicht, denn dann wird durch die dünneren Kabel die Leistung an der Batterieklemme durch den Widerstand der Kabel begrenzt. Nur wenn du zusätzliche Plus/Minus Senseleitungen zu den Batteriepolen verlegst wird der Kabelwiderstand kompensiert. Das machen aber die wenigsten und nicht jeder Booster hat diese Möglichkeit.
5. Und man sollte damit aufhören den Booster zu verteufeln, für viele ist er einfach die beste Lösung. Ich habe hier noch keinen Beitrag gesehen, der einen Booster "verteufelt" hat. Aber es gibt viele, die für standardmässig ausgerüstete Womos (200Ah Blei, 130Ah Lima und 2-3h Fahrzeit pro Tag) absolut keinen zusätzlichen Ladebooster benötigen. Bei einem 400Ah LifePO4 Akku, entsprechenden Verbrauchern und 1h Fahrtzeit und/oder intelligentem Lima-Management bei Euro 6 sieht es natürlich anders aus.
Deshalb sollte man messen, eine Energiebilanz erstellen und dann entscheiden.
Gruß Andreas

T4Wohnmobil am 15 Jul 2019 10:52:36

Hannus hat geschrieben:Der außerdem noch das umständliche neuverlegen extrem dickerer Kabel erspart, vor dem viele zurückschrecken. Ich denke da halt eher praktisch.
Und man sollte damit aufhören den Booster zu verteufeln, für viele ist er einfach die beste Lösung.



Die umständliche neuverlegen extrem dickeren Kabel sind halt meistens robuster als mancher Ladebooster ! :roll:

--> Link

Gruß

Erik

Hannus am 15 Jul 2019 13:32:28

Nein, er erspart die Verlegung dickerer Kabel nicht, denn dann wird durch die dünneren Kabel die Leistung an der Batterieklemme durch den Widerstand der Kabel begrenzt.


Du hast natürlich Recht wenn Booster und Batterien weit auseinander liegen. Ich bin mal wieder von meinem Mobil ausgegangen, und da sind die Kabel nur 0,5m lang.
Außerdem kommt bei mir noch hinzu, das ich über den Booster auch die Ladung bei Landstrom regele, und dadurch die Kosten für ein teures Netzladegerät gespart habe.

Aber wie gesagt, die Lösungen sind halt doch auch immer sehr individuell.

michaelm am 15 Jul 2019 15:11:46

xj-inside hat geschrieben:Hallo
Jetzt möchte ich einen Ladebooster VCC 1212-30 einbauen. Einbau wäre kurz vor der Aufbaubatterie.

Meine Frage an Votronic war: Lässt der Booster bei Landstrom den Strom zur Starterbatterie durch? Man sagte mir, daß da dann nur maximal 1A durchgeht.


Servus,
also, wenn ich dich richtig verstehe, willst du den Ladebooster zwischen dem Truma BC630 und der Aufbaubatterie einbauen.

Ich wäre mir nicht sicher, ob das so sinnvoll ist.
der BC630 misst über eine Messleitung die Batteriespannung der Aufbaubatterie. Diese Messleitung wäre nicht mehr funktional. Bleibt die Messleitung an der Batterie, würde sie die Ausgangsspannung des Boosters messen, aber die eigene Ladekennlinie würde nicht sinnvoll funktionieren.
Wäre die Messleitung vor dem Booster, würde der BC630 die Batterie nicht messen können.

Das beantwortet nicht die Frage, die du gestellt hast. Zu der Frage wäre die Antwort: Ist eigentlich egal, da der Booster nicht zwischen dem BC630 und der Starterbatterie ist, braucht der Booster nichts durchlassen.
Bei Landstrom lädt der BC630 erst die Aufbaubatterie (bei deiner Verschaltung zusätzlich über den Booster), wenn diese voll ist, dann die Starterbatterie. Also geht der Ladestrom in die Starterbatterie nicht über den Booster.

In deinem Fall wäre es evtl. das sinnvollste den Booster parallel zu den Klemmen am BC630 anzuschließen, und das D+ Signal vom BC630 abzuklemmen.
Dann würde bei Solarbetrieb und Landbetrieb der Ladevorgang über den BC630 laufen, Booster wäre über D+ deaktiviert.
Bei Fahrbetrieb würde die Parallelschalung der Batterien im BC630 durch das fehlende D+ verhindert, und der Booster würde über D+ aktiv werden.

Ich übernehme aber keine Garantie.

Gruß,
Michael

michaelm am 15 Jul 2019 15:29:39

T4Wohnmobil hat geschrieben:Die umständliche neuverlegen extrem dickeren Kabel sind halt meistens robuster als mancher Ladebooster ! :roll:
Erik


Ihr habt schon den Kommentar gelesen, dass "fingerdicke" Kabel verlegt sind?
Was soll er denn verlegen?
Am BC630 kann 10mm² angeschlossen werden.

T4Wohnmobil hat geschrieben:Murx bleib Murx !

0.05 Ohm Leitungswiderstand ergeben bei 30A Ladestrom einen Spannungsabfall von 1,5V !


Wieso sprichst du von Murx, ohne zu wissen welche Kabel verbaut sind? Einfach pauschal antworten wenn eine Frage nach einem Booster kommt, dickere Kabel bringen mehr?
Ein 10mm² Kabel hat einen Widerstand von unter 2 Ohm/km, also müssten 25m verbaut sein, für deine 0,05 Ohm.

Ein Booster folgt einer Ladekurve, die LiMa nicht. Vom Pflegen der Batterie ist ein Booster definitiv Sinnvoll. sonst hast du bei langen fahrten evtl. das Problem, dass deine volle Batterie während der Erhaltungsladung immer noch die volle Spannung bekommt.
Wenn Ladekennlinien überbewertet werden, warum achten wir dann bei Solarregler und Ladegerät darauf?

Gruß,
Michael

andwein am 16 Jul 2019 10:29:23

michaelm hat geschrieben:......Ihr habt schon den Kommentar gelesen, dass "fingerdicke" Kabel verlegt sind?
Gruß, Michael

Hast ja recht, so kann man es sehen.
Meine Erfahrung ist: bei Vergleichen wird oft übertrieben und wenn meine Frau "fingerdick" sagt ist das die Hälfte von wenn ich "fingerdick" sage! Dafür haben wir halt das Masssystem eingeführt und dort sind 4 mm halt überall und bei jedem 4 mm.
Aber ohne Bilder kann man sowieso nichts zu einer guten, ausreichenden oder schwachen Verkabelung sagen.
Gruß Andreas

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