Zusatzluftfeder
motorradtraeger

LiFeYPO4 12 V Batterie Balancing durch Einzelzellenladung 1 ... 7, 8, 9, 10, 11


Hans Kroeger am 25 Nov 2019 07:49:51

Inzwischen ist auch Teil 2 meiner Tests beendet. Das Ergebnis lautet:
Nach der Tiefentladung der Zelle, und der vollständigen Ladung auf 100% wurde die 12 Ah Zelle mit konstant 1 A entladen. Dabei wurden wieder 12 Ah entnommen. Die Endspannung der Zelle nach 12 Stunden Entladung war mit 3,01 Volt marginal niedriger, im Vergleich zur entsprechenden Endspannung von 3,02 V beim Test vor der Tiefentladung. Dies liegt im Rahmen der Messgenauigkeit und soll noch durch einen zweiten Lade/Entladezyklus bestätigt werden.
Fazit: durch die Tiefentladung der Zelle wurde ihre aktuelle Kapazität SOH (state of health) gar nicht, oder nur marginal verringert.

Ich würde sagen, dass sich Eure Prognosen weitestgehend bestätigt haben:
1. kein Aufblähen der Zelle
2. Geringer (oder gar kein) Verlust der Zellkapazität.

Was das bedeutet in der Diskussion zum Thema Bottom Balancing werde ich später beschreiben.

Im dritten Teil meines Tests werde ich versuchen den Innenwiderstand der Zelle zu messen, um diesen dann mit einer Referenzzelle zu vergleichen, die nicht tiefentladen wurde.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

lisunenergy am 25 Nov 2019 09:06:47

Versuche mal die Zelle danach 2 Wochen liegen zu lassen und lade mit 0,5 bis 1 c. Ich habe gerade einen Hubschrauberakku wo die Zellen durch Tiefentladung keinen Strom mehr aufnehmen. Das blähen geht bei einer Rundzelle nicht. Dort öffnet das Ventil.Auch ein Versuch mit 4 Zellen wäre sehr interessant.

Stocki333 am 25 Nov 2019 09:34:15

Hallo Hans
Eigentlich habe ich das Ergebnis erwartet. Anders hätte die Sache ausgeschaut, wenn die Zelle Tiefentladen länger liegt. Das wäre vermutlich ihr Tod. Die Headway sind sehr robuste Zellen. Und mit dem geringen Entladestrom von 1 A habe ich das Ergebnis erwartet.
Bei höheren Strömen sieht das vielleicht anders aus.
Danke für die Arbeit die du dir antust. Solltest du das mit einer Prismatischen Zelle wiederholen wollen, so ab 40 Ah wie sie in Fertigaccus verwendung finden. Ich beteilige mich sofort an den Kosten. Werden ja Einzelzellen immer wieder angeboten. Hier wäre das laden in der Tiefkühltruhe intressant.
Mach weiter so.
Franz

Hans Kroeger am 25 Nov 2019 17:17:03

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Hans
Solltest du das mit einer Prismatischen Zelle wiederholen wollen,......Hier wäre das laden in der Tiefkühltruhe intressant.
Mach weiter so.
Franz

Danke Franz, ich tue mein bestes, aber zunächst mal nur mit den Headway Zellen, dann sehen wir weiter. Ja, laden in der Tiefkühltrue wäre interessant.....
Servus Hans

Hans Kroeger am 25 Nov 2019 17:38:40

Hallo zusammen. Der Teil 3, die Impedanzmessung ist fertig.
Ich habe zwei geladene Headway Zellen in Serie geschaltet und diese dann mit meinem elektronischen Lastsimulator verbunden. Diesen habe ich so eingestellt, dass er einen gepulsten Laststrom zieht, und zwar mit 1 A minimum und 3 A maximum, Duty Cycle 50 %, Pulsfrequenz etwa 1,4 kHz. Dabei sieht man weder beim DC Plateau noch beim Einschwingverhalten der Zellspannung irgend einen Unterschied im Verhalten der beiden Zellen. Die eine Zelle war die mit der Tiefentladung, die andere Zelle ist die unbenutzte Referenz.
Fazit: die Tiefentladung hat keinen messbaren Unterschied der Impedanz der Zellen ergeben.



Die X-Achse zeigt 0,1 msek, die Y-Achse zeigt 10 mVolt je Skaleneinheit. Die Kurve ist bei beiden Zellen identisch. Der DC Anteil von etwa 5 mV je 2 A Stromänderung ergibt etwa 2,5 milliOhm DC Impedanz der Zelle.
Im abschließenden Teil 4 des Test, werde ich beide Zellen initialisieren, und danach in Reihe geschaltet entladen. Dabei würde eine Unterschied in der Kapazität durch einen Spannungsunterschied am Ende der Entladung deutlich werden.
Servus Hans

Hans Kroeger am 27 Nov 2019 11:16:52

Jetzt habe ich nochmal den Innenwiderstand beider 12 Ah Zellen gemessen, nach Volladung, bei einem Lastsprung von 1 A auf 11 A. Dabei bricht die Spannung (gemessen an den Polen der Zellen) um 80 milliVolt ein, ohne Unterschied bei beiden Zellen.
Das entspräche einem ohmschen Innenwiderstand von 8 milliOhm. Ob das typisch ist für eine 12 Ah Headway Zelle kann ich nicht beurteilen.
Hat hier jemand diesbezüglich Erfahrungen?
Jedenfalls unterscheidet sich auch hier die vorher tiefentladene Zelle nicht von der Referenzzelle.
Servus Hans

lisunenergy am 27 Nov 2019 11:37:09

Wichtig wäre mal ein Test mit 14 Tage ohne Nachladen. Hier bin ich gespannt wie es sich chemisch verhält. Spricht schon mal sehr für diese Zelle.

George67 am 27 Nov 2019 16:33:30

Hans Kroeger hat geschrieben:Das entspräche einem ohmschen Innenwiderstand von 8 milliOhm. Ob das typisch ist für eine 12 Ah Headway Zelle kann ich nicht beurteilen.
Hat hier jemand diesbezüglich Erfahrungen?

Ich kann beitragen, daß Hochstromzellen als 18650 in der Gegend 10-20 mOhm liegen, wenn sie gut sind, mit der Lebensdauer steigt das an. Hochkapazitätszellen liegen etwas höher. Das liegt normiert zur Kapazität ähnlich zu deinen Messungen. Dein Messprinzip ist garnicht schlecht, nur würde ich bei der Kapazität die Messfrequenz etwas niedriger legen.

Eine Veränderung (Vergrößerung) des Innenwiderstands ist sehr gur korreliert zu fortgeschrittener Lebensdauer und auch zu Verschleissanzeichen. (Bei LiIon).

Wenn du es dir leisten kannst, kauf ein YR 1030 oder YR1035, damit kannst du Messungen machen, die andere mit eigenen vergleichen können, wenn sie das Ding auch haben. Gibts in der Alibucht um 30 bis 50 Euro. Nur zur Info, das Ding macht 4-Pol-Messungen bei ca 1 kHz und kann also solch niedrige (Innen)Widerstände messen. Mit dem Teil bekommst du auch für volle oder leere Zellen fast das gleiche Ergebnis.

Hans Kroeger am 27 Nov 2019 16:52:34

lisunenergy hat geschrieben:Wichtig wäre mal ein Test mit 14 Tage ohne Nachladen. Hier bin ich gespannt wie es sich chemisch verhält. Spricht schon mal sehr für diese Zelle.

Hallo Lars,
Du meinst wahrscheinlich 14 Tage im vollständig entladenen Zustand verweilen, oder?
Das könnte ich vielleicht als abschließenden Test machen, denn ich vermute, dass sich in dieser langen Zeit die Chemie so verändert, dass die Zelle erheblichen Schaden nimmt.
Servus Hans

Hans Kroeger am 02 Dez 2019 17:46:42

Heute morgen habe ich einen neuen Tiefentladungstest gestartet. Zunächst habe ich die entladene Zelle über einen 2 Ohm Widerstand kurzgeschlossen. Nach etwa 3 Stunden war die Zellenspannung bei 0,15 Volt. Danach habe ich den Widerstand entfernt und die Zelle sich selbst überlassen. Nach insgesamt 24 Stunden werde ich die Zelle wieder laden um zu sehen, welchen Schaden sie in dieser Zeit genommen hat.
Weitere Tiefentladungen mit längeren Standzeiten können dann folgen, wenn die Zelle das noch mitmacht.......
Servus Hans

Hans Kroeger am 05 Dez 2019 18:35:48

Inzwischen hat sich folgendes ergeben:
Bei der Ladung nach der Tiefentladung über 24 Stunden, hat die Zelle so, wie früher, etwa 12,3 Ah aufgenommen. Beim folgenden Entladetest hat sie ebenfalls 12,3 Ah wieder abgegeben.
Fazit: bisher kann ich keine Schädigung der Zelle durch die vorhergehende Tiefentladung feststellen.

Jetzt werde ich die entladene Zelle wieder mit einem 2 Ohm Widerstand kurzschließen. Diesmal lasse ich den 2 Ohm Widerstand für 24 Stunden angeschlossen, um danach wieder durch Laden und Entladen festzustellen, ob ich eine Schädigung feststellen kann.

Später werde ich dann die Zeitspanne der Tiefentladung schrittweise verlängern.......
Irgendwann werde ich die Zelle doch klein kriegen.
Servus Hans

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

LiFePo4 direkt über Lichtmaschine laden?
Liontron 150 Untersitz an Schaudt EBL 119
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt