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Reisebericht - Von Thüringen zum Ostseestrand und


Säcker am 27 Jul 2019 20:15:55

... weiter bis nach Nederland Mai und Juni 2019

Der erste Teil unseres Reiseberichtes ist fertig. Wer will, kann hier --> Link in den Bericht einsteigen. Wie immer kommt jetzt eine Leseprobe. Viel mehr Text und Bilder gibt es bei dem Link.


Mit dieser Grundidee sind wir an den Wohnmobil-Urlaub heran gegangen. Fixpunkt und Auslöser war das Konzert von "Mark Knopfler (Ex-Dire Straits) und Band" am 15. Mai 2019 in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin. Später kam noch das Nordtreffen des Wohnmobilforum vom 30. Mai bis zum 02. Juni 2019 hinzu.

Vom 05. Mai bis 13. Juni 2019 erlebten wir zu Anfang viel Kultur und Natur, um die letzten zwei Wochen zu relaxen, und übernachteten fast ausschließlich auf Wohnmobil-Stellplätzen. Wichtige Eckpunkte für uns waren Dessau (100 Jahre Bauhaus), der Spreewald, Potsdam, Berlin und Umgebung, Neuruppin (200 Jahre Theodor Fontane) und die deutsche Ostseeküste. Letztendlich ließen wir uns einfach so noch über Hitzacker und Worpswede ins Emsland zu unserem Treffen treiben. Als ungeplante Zugabe fanden wir die holländischen Regionen Groningen und Friesland auch ganz schön.

Auf unserer Wohnmobil-Tour legten wir insgesamt 2.863 km zurück.


Sonntag, 05.05.2019

Nachdem der April uns schon so viele warme Tage beschert hat, erleben wir nun einen gewaltigen Temperaturumschwung - es schneit und friert. Nun gut, packen wir eben noch ein paar warme Pullover und Wollsocken (!) ins Wohnmobil.

Wir gönnen uns ein ausgiebiges Frühstück, und nach den letzten Erledigungen im Haus starten wir am späten Vormittag in Richtung Thüringen. Über Gießen erreichen wir die A5. Das Kirchheimer Dreieck ist am heutigen Sonntag gar kein Problem. Um die Mittagszeit sind wir schon auf der Umfahrung von Eisenach. Hier fahren wir den nächsten Rastplatz an, er ist leider ohne Bewirtschaftung. Aber wir haben vorgesorgt, nun kommt die legendäre Leberknödelsuppe eines Lebensmittel-Discounters zum Einsatz.

Wenige Kilometer später verlassen wir die Autobahn und fahren auf der Landstraße nach Bad Langensalza. Hier parke ich beim Sportplatz in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt. Bad Langensalza ist bekannt als Kur- und Rosenstadt im Unstrut-Hainich-Kreis. Viele wunderschöne und gut restaurierte Häuser sind schon ein Blickfang, der aber noch durch die "grüne Lunge" von Kurpark, Schloßpark, dem Japanischen Garten und einem Naturpark an der Stadtmauer getoppt wird. Bad Langensalza hatte schon früher eine sehr wichtige Position, lag diese Stadt doch auf dem Handelsweg zwischen Moskau und Amsterdam.



Da es noch zu früh zum Übernachten ist, verlassen wir Thüringen und fahren in die Rosenstadt  Sangerhausen, dass zu Sachsen-Anhalt gehört. Der kostenlose aber auch schmucklose Wohnmobil-Stellplatz ohne V+E liegt stadtnah zwischen Industrie und Schrebergärten.

Sangerhausen wirbt zwar mit seinen Rosen, die aber momentan noch nicht blühen. Auch mit der baulichen Substanz der Altstadt hinkt die Kreisstadt, trotz guter Vorausssetzungen, ein wenig hinterher.

Für heute Abend haben wir uns so was gut bürgerliches als Essen vorgestellt. Unsere Suche war vergeblich. Nicht mal einen Stand mit Thüringer Rostbratwurst konnten wir finden. Wir sind ja in Sachsen-Anhalt und was findet man dort - einen Döner-Imbiss. Manchmal hat man eben den Eindruck, dass sich die landestypische Küche ein wenig verändert hat.  Eventuell hätten wir in der Neustadt mehr Erfolg gehabt. Das war uns aber zu weit.

Auf dem Rückweg haben wir einen Bäcker ausfindig gemacht, damit ist der wichtigste Bestandteil für das morgige Frühstück schon gesichert.

Tagesstrecke: 339 km




Montag, 06.05.2019

Heute ist der Kyffhäuser unser erstes Ziel. Das hoch aufragende Monument ist weithin sichtbar.  In scheinbar unzähligen Kurven schrauben wir uns immer höher, dabei ist der Berg nur 474 m über NN hoch. Wir fahren bis zum P2 (Gebühr EUR 2,00 für 24 Std.). Von hier aus könnten wir auch einen Shuttlebus zur Hin- und Rückfahrt zum Denkmal nutzen. Wir entscheiden uns aber für den nicht anstrengenden Fußweg über die Unterburg nach oben.



Diese Wahl war deshalb gut, da es beim Aufstieg erkennen läßt, daß das 1896 errichtete Denkmal für Kaiser Wilhelm I. auf den Grundmauern einer großen mittelalterlichen Burganlage erbaut wurde. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage wurde diese Reichsburg während der Regierungszeit von Friedrich I. Barbarossa errichtet. Um ihn dreht sich sowieso die gesamte Sagenwelt des Kyffhäuser, deshalb ist er auch im unteren Ostteil des Denkmals mit verewigt.

Unterhalb des Denkmals gibt es am P1 einen großen Imbiss. Wir haben aber einen urigen Imbiss weiter unten ins Auge gefasst, den wir bereits bei der Hochfahrt gesehen haben. Dort gibt es Erbsensuppe und Thüringer Rostbratwurst. Vielleicht wäre es im Hinblick auf die Rostbratwurst an dem größeren Imbiss, mit mehr Umsatz besser gewesen. Es ist halt urig. Mittlerweile hat es zu dem kalten Wind auch noch angefangen zu regnen.

Auf der Weiterfahrt nach Dessau verfahren wir uns um Halle ein wenig. Um so besser klappt es aber mit der Anfahrt zum Dessauer Wohnmobil-Stellplatz am Leopoldshafen (Gebühr EUR 12,00 incl. V+E, Strom extra).

Für Besichtigungen ist es zwar schon zu spät, trotzdem schnappen wir uns die Fahrräder und fahren zur Bauhausschule, den Meisterhäusern und zum Kornhaus, einem Restaurant an der Elbe. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum stellplatz. Wir schaffen es gerade noch vor dem Regen.



Tagesstrecke: 176 km




Dienstag, 07.05.2019

Die Nacht war ruhig. Draußen ist es aber nass und kalt. Trotzdem machen wir uns frühzeitig auf, um die Bauhaus-Gebäude ausgiebig zu besichtigen. Das Gesamtticket Bauhaus Dessau für EUR 15,00 beinhaltet die Besichtigung aller Bauhausbauten mit allen Ausstellungen innerhalb von 3 Tagen. Die Fotoerlaubnis erhält man gegen eine Gebühr von EUR 5,00.

Bereits Ende des 19. Jhdt. wurden in Preussen Kunstgewerbeschulen nach englischem Vorbild installiert. Im Jahre 1902 übernahm Henry van de Velde in Weimar die Großherzoglich Sächsische Kunstgewerbeschule, die man ab 1919 unter Leitung von Walter Gropius überall nur als "Bauhaus Weimar" kannte. Hier unterrichteten Künstler aller Richtungen Männer und Frauen, womit völlig neue Wege mit Frauen und Kunst bzw. Handwerk beschritten wurden. Aufgrund veränderter politischer Strömungen musste 1925 das Bauhaus in Weimar geschlossen werden. Es erfolgte ein Umzug in das neugebaute Domizil in Dessau. Doch auch dort sollte die Möglichkeit dieser außergewöhnlichen Unterrichtsform nur bis 1932 möglich sein. Fast alle künstlerischen Lehrer emigrierten ins Ausland.

Der Bauhausbau mit seiner vorgehängten Glasfassade ist schon gewaltig. Die Planung des gesamten Gebäudekomplexes war ausschließlich zweckorientiert. Und das Konzept dieses Studiumexperimentes war die Implementierung der Kunst in die Bereiche der Architektur und die Herstellung unterschiedlichster Gebrauchsgegenstände. Dabei wurde größten Wert auf das gemeinsame Lernen und Leben unter einem gemeinsamen Dach gelegt. Ebenso gehörte gemeinsame Körperertüchtigung bis hin zur Freikörperkultur zum täglichen Ablauf. In dem Bau gab es eine Zentralheizung, fließendes Wasser, Gemeinschaftskaffeeküche und eine Toilette auf jedem Stockwerk.



Wie schon oben geschrieben. Den vollständigen Bericht mit viel mehr Bildern gibt es hier --> Link. Die Reise geht noch weiter in den Spreewald (Lübbenau, Lübben , Schlepzig), Halbinsel Werder und Potsdam.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

frankjasper8 am 27 Jul 2019 21:47:57

Hallo Hans-Werner,

das ist schon mal ein guter Anfang und ich bin gleich mal auf Eure Homepage gesprungen und habe Teil 1 des Berichtes verschlungen. Da kommen bei mir Erinnerungen ans Licht; Erinnerungen an das Kyffhäuser-Denkmal, an die Spreewald-Orte Lübbenau und Lübben und zu guter letzt an Werder. Überall dort war ich auch schon, meine Fotos ähneln denen in Eurem Bericht.

Ich sage ein herzliches "Dankeschön!" nach Limburg und bleibe auf jeden Fall als stiller Beifahrer bei den nächsten Teiletappen dabei. Danke für die schönen Bilder, und Deine Mühe, diesen Bericht zu erstellen.

Liebe Grüße nach Limburg

Petri40 am 28 Jul 2019 09:54:05

Hallo Hans Werner,
vorab vielen Dank für deinen tollen und ausführlichen Bericht. :daumen2:
Ich dachte immer, diese Orte und Gegenden ziemlich gut zu kennen, aber Du hast in deinem Bericht einige neue Perspektiven aufgezeigt. :dankeschoen:
Ich bleibe an Bord :womobus: und bin schon auf die nächsten Reiseabschnitte gespannt.

Lancelot am 28 Jul 2019 12:11:52

Ich sag auch schon mal ... :dankeschoen: ... für den ersten Teil, freu mich auf weitere :ja:

Wie immer bei Dir ist der richtige Mix aus kulturellen Highlights, lukullischen Genüssen (mal mehr, mal weniger) und eine flotte lockere Erzählweise sehr gut getroffen, macht Spaß zu lesen :gut: . Grinsen mußte ich bei dem Bild "Lena mit Döner" : man sieht ihr die wilde Entschlossenheit "das große Biest zu Tode zu beissen" förmlich an :D . Ich kann das nicht, muß sowas mal mindest in 2, besser noch mehr Teile zerlegen, sonst ist "Vollbad" angesagt.

Freu mich auf die nächsten Reiseabschnitte :)

haroba am 28 Jul 2019 14:48:49

Moin Lena! Moin Werner!

Ich bin auch wieder dabei, Euren Reisebericht zu genießen.
Vielan Dank! Macht sehr viel Laune!

Munterholln!
Hartmut

Säcker am 30 Jul 2019 10:55:00

Vielen Dank,

es freut mich, dass der Reisebericht wieder interessierte Leser gefunden hat. ;D Bis morgen ist auch bestimmt Teil 2 des Berichtes fertig. :ja:

birgit60 am 30 Jul 2019 19:54:55

Hallo Lena und Hans-Werner,

ich bin auch wieder dabei und habe gleich in die "Vollversion" gewechselt. Danke für euren netten, kurzweiligen Bericht und die tollen Fotos. Es ist wieder mal so, als wäre man live dabei. Dank eurer Impressionen könnte ich mich auch mit dem Gedanken anfreunden, mal Urlaub im Inland zu machen. Insbesondere der Spreewald hat es mir angetan. Schön, dass es euch und eure Reiseberichte gibt. Freue mich auf mehr :-)

LG

Birgit

Säcker am 31 Jul 2019 14:29:48

Es kommt, es kommt, Birgit :D

Säcker am 01 Aug 2019 16:34:42

Der zweite Teil unseres Reiseberichtes ist fertiggestellt. Bei Interesse findet ihr hier --> Link den Einstieg zu dem Reisebericht mit viel mehr Text und ganz vielen Bildern.

Wie immer gibt es jetzt eine kleine Leseprobe:


Von Thüringen zum Ostseestrand und weiter bis nach Nederland Mai und Juni 2019 Teil 2


13.05. bis 19.05. von der Halbinsel Werder nach Ahlbeck (Insel Usedom)

Montag, 13.05.2019

Über die A10 und A13 fahren wir völlig unproblematisch nach Berlin und auf den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E „Köpenicker Hof“ in Berlin-Köpenick (Gebühr nach Fahrzeuglänge inkl. 2 Personen zwischen EUR 14,00 und 22,00). Bei uns waren es EUR 16,00. Die vorbildliche Ausschilderung des Platzes erfolgt bereits ab der Stadtautobahn. Draußen ist es nicht so schön. Am Spätnachmittag machen wir uns trotzdem für einen Spaziergang nach Alt-Köpenick auf den Weg.

Wo Spree, Mügelspree und Dahme zusammentreffen, erreichen wir durch den „grünen Eingang“ über die Dammbrücke Alt-Köpenick. Der Baustil der Häuser kann nicht unterschiedlicher sein. Klassizismus, niedrige Kolonistenhäuser der ansässigen Hugenotten, aus dem Rokoko stammende herrschaftliche Häuser oder das barocke Wasserschloss für den Kronprinz und späteren König Friedrich I. von Preußen erbaut, zeigen ein buntes Stadtbild. Mitten drin liegt das Rathaus mit seinem „Publikumsmagneten“, Wilhelm Voigt, dem "Hauptmann von Köpenick".



Über eine Brücke erreichen wir die Schlossinsel, die erstmals vor 3.000 Jahren besiedelt wurde. Ab dem 7. Jhdt. gab es dort eine Slawenburg, im 13. Jhdt. residierten an der Stelle die askanischen Marktgrafen, bevor im 16. Jhdt. Kurfürst Joachim II. von Brandenburg ein Renaissanceschloss erbaute. Seit dem 17. Jhdt. beherrscht das noch heute zu sehende und aufwendig restaurierte Schloss im niederländischen Barock das Bild der Insel. Es war ein ansprechender Bau für den damaligen Kronprinzen Friedrich und späteren König Friedrich II. von Preußen.

Beim Biergarten „Freiheit fünfzehn“ befindet sich das Gefängnis, in dem Wilhelm Voigt arrestiert wurde. Der wieder auffrischende Wind läßt die Temperaturen noch kälter erscheinen. Uns zieht es ins warme Wohnmobil. Doch bleibt von Alt-Köpenick ein guter Eindruck haften.

Tagesstrecke: 91 km



Dienstag, 14.05.2019

Heute Morgen treibt es uns noch nicht so schnell raus. Es ist etwas feucht. Gegen Mittag gehen wir dann zur S-Bahn-Station. Sie ist nur ca. 400 m vom Stellplatz entfernt. Die Tageskarte „Berlin AB“ kostet EUR 7,00/Person. Wir steigen beim Ostbahnhof aus und gehen von dort bis zum „Alex“. Diesen Weg hätten wir uns sparen können. Wir haben auch kein Lokal gefunden, wo wir etwas passendes zu essen bekommen hätten. Wir suchen uns einen Bus und fahren bis zum Hackeschen Markt. Dort gibt es genügend Restaurants.

Jetzt kann unsere Berliner Besichtigungstour „Berlin und Mauer“ losgehen. Auf dem Weg zur Bernauer Straße landen wir schon mal in der falschen Straßenbahn. Nun stehen wir an der U-Bahn-Station Eberswalderstraße, also am Prenzlauer Berg, wo wir schon mal vor ein paar Jahren uns eingehend umgesehen haben. Kismet würde der neue Deutsche sagen.

Für uns heißt dies, etwas mehr laufen, so weit die Füße tragen. An dem Beginn des Mauerweges laufen wir auch vorbei, also noch mal zurück. Für die Menschen in den 60er und 70er Jahren war der Lauf ums Leben aber bestimmt schlimmer. In uns wächst mit jeder Hinweistafel eine beklemmendere Stimmung. Wenn man bedenkt, welche Tragödien sich dort abgespielt haben, und es wurde zugesehen. Aber auch heute wird noch zu oft gegafft und nicht geholfen oder eingegriffen. Aber im Straßenverkehr wird gehupt und anzügliche Handzeichen sehr schnell verteilt.


Gut, dass dies nur noch eine Gedenkstätte ist.

Wir wissen sehr oft nicht, ob wir uns jetzt westlich oder östlich der ehemaligen Mauer bewegen.

Gedenkkreuz der Sophiengemeinde und eine Bildergalerie. Nur um den Grenzstreifen breit zu gestalten wurden circa 1.000 Gräber umgebettet. Dabei wurden möglicherweise Sammelgräber für Bombenopfer des Zweiten Weltkrieges nicht exhumiert. Die Grenzanlagen wurden über sie hinweg gebaut, und ihnen wurde dadurch noch einmal Unrecht zugefügt.

Nicht weit entfernt ist das Brecht-Haus und der Dorotheenstädtische und französische Friedhof. Sie liegen nebeneinader. Das Brecht-Haus ist die letzte Berliner Wohnstätte von Bert Brecht und Helene Weigel, die sie 1953 bezogen haben. Brecht wohnte bis zu seinem Tod im 1. Stock der Chausseestraße 125 und Weigel erst im 2. Stock des Quergebäudes und später in Parterre des Hauses.

Bertolt Brecht schreibt in einem Brief an Peter Suhrkamp (1954) – Zitat aus Bertold Brecht, Briefe, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1981:

„Lieber Suhrkamp, ich wohne jetzt in der Chausseestraße, neben dem „französichen“ Friedhof, auf dem die Hugenottengeneräle und Hegel und Fichte liegen, meine Fenster gehen alle auf den Friedhofpark hinaus. Er ist nicht ohne Heiterkeit. …“.

Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ruhen viele Persönlichkeiten, u. a. auch die Politiker Egon Bahr und Johannes Rau, oder Wirtschaftsgröße Joh. Friedr. August Borsig, Baumeister Carl Friedrich Schinkel und noch viele Andere.

Ich weiß nicht mehr genau mit welchem Verkehrsmittel wir die kurze Strecke zum Bahnhof Friedrichstraße hinter uns gebracht haben. Auf jeden Fall sind wir nicht gelaufen, bzw. nur ein kleines Stück bis zum nächsten Murphy’s Irish Pub an der Ecke Schiffbauer Damm/Weidendammer Brücke. Das Guinness steht vor mir, auf dem Schaum ein gezapftes Kleeblatt. Das Guinness besteht die Schaumprobe mit Lena’s tupfenden Finger und schmeckt. Es ist ein Traum.

Am Bahnhof hole ich mir noch eine Berliner Currywurst bevor wir mit der S-Bahn wieder zurück fahren.

Tagesstrecke: 0 km



Mittwoch, 15.05.2019

Heute fahren wir schon etwas früher nach Berlin rein, und steigen an der Haltestelle Jannowitzbrücke aus. Es ist jetzt nicht mehr weit bis zum Alexanderplatz, wo wir einen Rundumblick machen. Mit den Bussen der Linie 100 und 200 starten wir hier unsere kleine Stadtrundfahrt . Mit der Tageskarte von EUR 7,00 ist das ja kein Problem.



Nicht nur der Berliner Flughafen ist eine Dauerbaustelle. An dem Stadtschloß wird gebaut, und gebaut, und gebaut, vor dem Kronprinzenpalais ist ebenfalls alles aufgerissen. Selbst Friedrich der Große muß sich seinen Weg durch die vielen Baustellen und Autos bahnen. Na ja, vor der Staatsoper Unter den Linden ist nur eine kleine Absperrung. Ist da vorne eine Demo, oder sind das nur Touristen? Auf jeden Fall ruht der Verkehr am Brandenburger Tor.

Am Kudamm steigen wir aus und gehen in die Ausstellung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

Wir nehmen wieder den Bus und fahren bis zur Friedrichstraße. Dort in der Nähe gibt es ein indisches Restaurant, welches ein Mittagsbüffet anbietet. In der indischen Küche sind wir nicht so firm, probieren möchten wir es aber schon. Vor lauter Probieren haben wir fast ganz das Fotografieren vergessen. Das Essen war aber gut, und authentisch muß es auch gewesen sein, denn mindestens dei Hälfte der Gäste waren Inder.

Da gab es aber auch noch Ständige Vertretungen und Republiken mit langen Speisekarten, ach ja einen Franzosen gab es auch noch.

Bei Brechts um die Ecke hat Essen sogar einen etwas anrüchigen Beigeschmack.

Werbung ist wichtig und soll jeden erreichen, ganz egal ob der Passant auf den Boden oder in die Luft schaut, dass wußte auch Brecht schon, oder ist das erst neu gemacht?

Zurück im Wohnmobil, ruhen wir uns noch ein wenig aus, damit wir fit für unser Abendprogramm sind.

Das Konzert mit „Mark Knopfler und Band“ ist in der Mercedes-Benz-Arena, die mit unserer S-Bahn ganz einfach zu erreichen ist (Haltestelle Warschauer Straße). Der folgende Fußweg ist in 10 Minuten zu bewältigen.

Das Drumherum sieht klasse aus. Das Konzert ist ausverkauft. Es kann los gehen, die Stimmung ist gut. In unserer heimischen Tageszeitung ist ein anderes Konzert Knopflers mit dem Titel überschrieben:“Der nette ältere Herr“.



Draußen die Wasserspiele sind tatsächlich etwas besonderes und es werden ab dem 13.04.2019 bis zum Herbst täglich um 19.00 und um 22.30 Uhr unter dem Thema „Fountains & Light“ eine tolle Inszenierung dargeboten.




Wie schon oben beschrieben, findet ihr den ausführlichen Bericht und ganz viele Bilder hier --> Link

Säcker am 06 Aug 2019 15:26:53

Ich habe soeben den Teil 3 unseres Reiseberichtes fertiggestellt. Er führt die Mitreisenden von Ahlbeck (Usedom) bis Wismar. Bei dem unbedingten Lesewunsch :D findet ihr den Einstieg hier --> Link. Dort gibt es auch viel mehr Text und Bilder.

Vorab gibt es hier eine kleine Leseprobe. Dieses Mal in etwas anderer Form:

Peenemünde

Unser nächstes Ziel ist Peenemünde, am westlichen Zipfel der Insel Usedom. Der Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 8,00 zuzügl. 2 x EUR 2,00 für die Peronen) in der Fährstraße (Hafen) ist wegen einer Großbaustelle etwas umständlich anzufahren. Es ist aber alles kein Problem und der Platz ist schön. Auch wenn der Ausblick uns ein ehemaliges Kraftwerk und ein U-Boot bietet.

Bei dem tollen Wetter machen wir mit unseren Rädern eine Tour, vorbei an den historischen Stätten der Peenemünder Raketen- und Luftfahrtentwicklung bis zum Strand nach Karlshagen. Wir umrunden den Haupthafen und passieren das russische U461, es ist das letzte noch existierende Boot dieser Klasse der größten jemals gebauten konventionellen Unterwasser-Raketenkreuzer. Das ehemalige Kohlekraftwerk versorgte alle Gebäude der deutschen Raketen- und Luftfahrtentwicklung mit Strom. Heute beherbergt die Anlage das Museum mit Schaustücken in den Außenanlagen, u. a. V-1 und V-2. Kurz hinter diesem Stück unberührter Natur lag das Werk West und der Flugplatz Peenemünde, der 1938 als Erprobungsstelle der Luftwaffe seine Tätigkeit aufnahm. Hier wurden Fernlenkwaffen, Raketenflugzeuge und Starthilfsraketen gestestet. Der Flugplatz und die Startrampen rundherum gelten nicht nur als Stätten der unsäglichen Vernichtungsmaschinerie im Zweiten Weltkrieg, sondern auch als Geburtstätte der Raumfahrt unter Mithilfe von Wernher von Braun.
Nach dem Rückbau jeglicher technischen Anlagen durch die Russen, wurde der Flugplatz von der NVA der DDR genutzt.


Walter-Schlitzohr-Schleuder mit V1

Die Natur holt sich ihr Land zurück. Trotzdem sieht man noch versteckt die Schienen, die zum Bahnhof für das Werk Ost und zum KZ-Außenlager Karlshagen 1 führten.


Für viele Menschenleben war unweit von dieser Rampe Ende.

Und in dem Moment wo wir den Wald verlassen, öffnet sich uns die heile Welt des Urlaubsortes Karlshagen.

Am nächsten Morgen ist es draußen wieder grau und leicht feucht, als hätten wir noch April. Deshalb besuchen wir ausgiebig das Historisch-Technische Museum, gibt es doch einen ausführlichen Rückblick auf die Arbeit und das Leben rund um Peenemünde vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (Eintritt EUR 9,00), und ergänzt sehr gut das Gesehene bei unserer Radtour. Anschließend essen wir noch was im Hafen.

Direkt beim Stellplatz liegt die Raketenkorvette 575 „Hans Beimler“ der DDR-Marine, 1986 in Betrieb genommen und 1990 außer Dienst gestellt. Auf der anderen Seite des Hafens betreten wir dann das Dokumentationszentrum im ehemaligen Kraftwerk. Der Dampferzeuger und Kolben der Walter-Schlitzohr-Schleuder, erzeugte durch ein Gemisch aus Wasserstoffsuperoxyd und Kaliumpermanganat, und dessen chemischer Reaktion, einen solchen Druck, dass die V1 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h die Rampe für einen selbständigen Gleitflug verlassen konnte.

Während meiner Schulzeit wurden wir auch in die Nutzung des Rechenschiebers in der Mathematik angeleitet. Ich habe nie verstanden, für was dieses Ding eigentlich zu gebrauchen ist. Hier wurde es bei der Berechnung ballistischer Flugbahnen genutzt. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges teilten sich die USA und Russland die Wissenschaftler dieses Projektes.




Greifswald

Heute Abend möchten wir in Greifswald auf dem Stellpltz mit V+E in der Marienstraße übernachten. Kurz vorher kommen wir aber noch an der Klosterruine Eldena vorbei, die wir uns anschauen. Die Klosterruine Eldena geht auf das um 1200 gegründete ehemalige Zisterzienserkloster Hilda zurück. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg verfiel das Kloster immer mehr, und erst aufgrund von Zeichnungen und Gemälden von dem in Greifswald geborenen Caspar David Friedrich erlangte die Klosterruine wieder Bekanntheit.

Das Dorf Greifswald hatte ein reiches Kloster, galt aber als arme Salzarbeitersiedlung. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das arme Dorf zu einer wichtigen Handelsstadt in Backsteingotik, und überlebte als Universitätsstadt der Barockzeit.

Der Stellplatz ist für 20 Fahrzeuge ausgelegt und kostet EUR 15,00 inkl. 2 Personen und Strom. Er wird super geführt.

Wir machen noch einen Spaziergang und ereichen in etwa 100 m die Ryck, wenden uns links in Richtung des Museumhafens und wieder links in Richtung Innenstadt. Hier ist es toll.



Und wieder haben wir einen Wetterumschwung. Sonne satt! Lena bestückt die Waschmaschine und den Wäschetrockner vom Stellplatz. Wir lassen für uns arbeiten und fahren in der Zwischenzeit mit den Rädern an der/dem Ryck entlang ins Fischerdorf Wieck.



Falls ihr noch mehr lesen wollt, findet ihr den bis jetzt fertiggestellten Reisebericht mit viel mehr Text und Bildern hier --> Link

bambiball am 06 Aug 2019 16:33:26

Hallo Hans-Werner und Lena :hallo: ,
vielen Dank das wir wieder mitreisen dürfen. Habe euren Reisebericht gerade erst gefunden und bin schnell noch aufgesprungen Bild.
Respekt. Da habt ihr ja etliche Kilometer Fußmarsch hinter euch gebracht. Wie immer sehr informativ und "lecker" der Reisebericht. :top:
Weiter so, in mir habt ihr einen treuen Fan. :D

iwoi am 06 Aug 2019 17:43:43

was für eine Arbeit steckt hinter diesem Reisebericht! Vielen Dank dafür!
Der 3. Teil hat mich besonders interessiert. In paar Tagen werde ich mich auch Richtung Ostsee aufmachen.
Bin schon auf den 4. Teil eurer Reise gespannt!

Säcker am 06 Aug 2019 17:57:11

Vielen Dank, ihr Zwei. Ich hoffe, das die kommenden zwei Berichte etwas schneller gehen :eek:

kampfzwerg am 06 Aug 2019 21:18:58

Da ich weiß, dass ich nicht heimlich zusteigen muss :), sage ich auch schon einmal Danke schön fürs Schreiben und die viele Mühe. Freue mich auf die Fortsetzung. Top und Danke.

frankjasper8 am 06 Aug 2019 21:42:24

Ich bin auch noch mit an Bord... :)

Und ich habe in Eurem Bericht ganz viele ähnliche Fotos gesehen, wie ich sie auch in der Erinnerung habe. Besonders Peenemünde oder auch die "Wieker Brücke" bei Greifswald, Zingst oder auch der Rostocker Stadthafen und nicht zuletzt die Kutter im Warnemünder Hafen und "Alten Strom". Und auch Wismar ist mir noch gut in Erinnerung.

Ich sehe, Ihr lasst es Euch auch in kulinarischer Sicht immer wieder gut gehen. Garnelen, Fischgerichte, Fleischgerichte, Fischbrötchen und die Currywurst mit Pommes... Ich krieg Hunger! :)

Ein ganz dickes Dankeschön für die bisherige Reise und ich bleibe auf jeden Fall weiterhin dabei. :)

Säcker am 07 Aug 2019 09:09:03

Ja Frank, die vielen Reiseberichte hier im Forum sind so schön, man erinnert sich oder findet Neues. Und wenn man selbst berichtet und so viele Mitfahrer hat, macht die Mühe noch mehr Spaß. :ja: Daß man sich die Arbeit auch für das eigene erinnern macht, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht wird es ja mal zum digitalen Fotoalbum für die eigenen Enkel. :D

Säcker am 09 Aug 2019 16:59:42

Gut, dass ich Rentner bin. :D Der Teil 4 des Reiseberichtes ist fertig. Die Reise geht von Wismar über Ludwigslust, Dömitz, Hitzacker, Fischerhude, Worpswede nach Rhede zum Nord-Treffen der Clubmitglieder aus dem Wohnmobilforum. Den Einstieg zu dem Reisebericht findet ihr hier --> Link.

Hier noch eine kleine Leseprobe:

Ludwigslust

Auf dem Weg nach Schwerin sehen wir schon wieder Schilder mit Durchfahrtssperrungen in der Innenstadt und Umleitungsanweisungen. Nee, uns reicht es an Baustellen. Wir nehmen die weitläufige Umfahrung von Schwerin und fahren direkt nach Ludwigslust. Eine sehr gute Entscheidung. Der Wohnmobil-Stellplatz mit V+E hinter dem Schloß (Gebühr EUR 7,00 für 24 Std./ Strom 2,5 kWh für EUR 1,00) ist toll angelegt, ruhig und trotzdem nahe bei der Altstadt. Wir beschließen, uns erst etwas Eigenes zu kochen, bevor wir uns umsehen.

Das vom Klassizismus geprägte Schloss hat montags geschlossen. Das ist für uns aber kein Problem, dafür machen wir einen Spaziergang durch den Schlosspark, der als Barockgarten angelegt wurde und sich heute im Stil eines englischen Landschaftsgarten präsentiert. Ich hätte nie gedacht, dass dieser Park so groß ist. Es ist auch nicht nur ein mit Liebe und Verstand angelegter Wald, sondern eine durchdachte Anlage mit weit verstreuten gestalterischen Elementen. Kurz ausgedrückt: ein Erlebnis!





Die dem Schloss gegenüberliegende Ev.-Luth. Stadtkirche ist auch zugesperrt. Mal schauen was wir morgen nachholen können. Als wir aber jetzt zu dem Brauhaus in unserer direkten Nachbarschaft wollen, und dieses ganz geschlossen hat, bin ich schon ein wenig geknickt. Zum Glück ist die Bar unseres Wohnmobils immer gut und ausreichend bestückt.



Bei der Weiterfahrt am nächsten Tag sehen wir, dass jetzt viele Geschäfte und Gaststätten in der Schlossstraße geöffnet haben. Gestern lag der gesamte Ort wie in einem „Dornröschenschlaf“.


Worpswede

Wir fahren weiter nach Worpswede, wo wir uns auf dem Parkplatz vom Sportzentrum einrichten. Hier machen wir noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang in den Ort und über den Weyerberg zum Barkenhoff. Auf unserem Weg finden wir beständige „Zeugen“ der „Worpsweder Künstlerkolonie“ (ab 1889). Die sich als Pentand zur französischen Künstlerkolonie von Barbizon (ab ca. 1830) ansah. Hier wie dort fanden sich Maler des Impressionismus und später auch Expressionisten, die mit ihrer Arbeit weg vom Atelier und raus in die Natur wollten.

Die Kunst zeigt sich aber auch noch heute in Worpswede in unterschiedlicher Ausprägung. Wir "gehen mit den Malern der Künstlerkolonie" über den Weyherberg zum Barkenhoff des Malers Heinrich Vogeler. Dies war der Treffpunkt für die Mitglieder der Worpsweder Künstlerkolonie.



Auf dem Rückweg finden wir auch das ehemalige Haus des Bauern Brünjes in dem sich Paula Modersohn-Becker eine Wohnung mit Atelier angemietet hatte, die sie trotz der Heirat mit Otto Modersohn als ihre eigene Wohnung und Atelier behielt.

Also, wie bereits oben geschrieben, könnt ihr den gesamten Reisebericht mit viel mehr Bildern hier --> Link finden.

haroba am 09 Aug 2019 21:30:17

Moin!

Schön! Danke für diesen neuen Teil Eurer Reise.
Das Gemälde in der Stadtkirche in Ludwigslust ist auf Pappen gemalt, wenn man genau hinschaut, kann man es (in echt) erkennen.
Und es ist so gestaltet, dass es sehr plastisch aussieht.
Beeindruckend.
--> Link

In Dömitz und Hitzacker waren wir neulich auch.
--> Link
Uns hat es gefallen.
Aber den Waldbrand konnten wir sehen - war nur 20 km weit entfernt.
Wir haben erst bei der Abreise erzählt bekommen, welch große Ausmaße der Brand hatte in Lübthen.

Nochmal: Danke für Eure Mühe für die schönen Reiseberichte.

Munterholln!
Hartmut

Lancelot am 10 Aug 2019 14:39:12

Hatte zwar schon die Einzelberichte gelesen, aber jetzt nochmal - in einem Zug durch .. :razz:

Sehr schöner Bericht, wieder einmal ... :dankeschoen:

Aretousa am 10 Aug 2019 14:44:08

Es kommt noch ein Teil :wink:

Lancelot am 10 Aug 2019 15:02:45

Aretousa hat geschrieben:Es kommt noch ein Teil :wink:

Ach ... :eek: ... dachte, es wären "nur" 4 Teile ..
jetzt 5 .. wann kommt denn der ... Bild
.. und was dauert denn da so lang .. :D

Aretousa am 10 Aug 2019 15:20:42

Man weißt doch Rentner haben einen vollen Terminkalender, kaum Freizeit :lol:

pipo am 10 Aug 2019 19:18:56

Uff, nehmt ihr mich auf die nächste Tour mit? Ich bin auch ganz ruhig, esse was auf den Tisch kommt und mache keinen Dreck ;D
Tolle Tour, tolle Locations, tolle Bilder und toller Reisebericht :yau: (also was ich bislang gelesen und gesehen habe)

gnarz18 am 10 Aug 2019 20:05:28

Vielen Dank für den tollen Reisebericht. Wir sitzen gerade bei andauerndem Regen in Nordirland. Da kommt die, wie gewohnt hervorragende Lektüre in Form von eurem Reisebericht gerade recht. :ja:
Vielen Dank und schöne Grüße
Michael

Säcker am 11 Aug 2019 14:18:00

Zu erst einmal vielen Dank an alle Leser.

Lancelot hat geschrieben:Hatte zwar schon die Einzelberichte gelesen, aber jetzt nochmal - in einem Zug durch .. :razz:


Da bist du etwas zu früh. :D Der letzte Teil kommt mit jedem Tag.

pipo hat geschrieben:Uff, nehmt ihr mich auf die nächste Tour mit? Ich bin auch ganz ruhig, esse was auf den Tisch kommt und mache keinen Dreck


Die nächste Tour die bald als Bericht kommt ist auch schon vorbei,Peter. Und was dann kommt muss erst noch mal warten. Es ist alles ein wenig durcheinander geworfen worden. :cry:

gnarz18 hat geschrieben: Wir sitzen gerade bei andauerndem Regen in Nordirland.


Ich glaube, wir sind gerade noch rechtzeitig vom abwanderungswilligen Großbritannien weg gekommen. Für euren Urlaub ist das natürlich schade.

Anne42 am 11 Aug 2019 15:25:21

Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht, habe ihn ganz auf HP verschlungen und freue mich sehr auf den nächsten Teil.

Säcker am 11 Aug 2019 16:45:05

Vielen Dank Anne. Er kommt bald. :D

Säcker am 12 Aug 2019 14:54:13

Es ist vollbracht! Der fünfte und letzte Teil unserer fast sechswöchigen Rundreise ist fertig und führt vom Emsland nach Holland, die Regionen Groningen und Friesland, und weiter zum Niederrhein in Deutschland. Den vollständigen Reisebericht mit viel mehr Bildern findet ihr hier --> Link.

Wie immer gibt es eine kleine Leseprobe:

Zoutkamp (Region Groningen)
Am frühen Morgen werden wir schon von der Sonne geweckt. Wir entschließen uns, noch einen weiteren Tag in Lauwersoog zu bleiben. Schifffahrt ist nicht mehr angesagt. Wir wollen mit den Fahrrädern nach Zoutkamp fahren. Bei heftigem Gegenwind strampeln wir ohne E-Bikes durch Wiesen und Weiden am Kanal entlang in das Fischerdorf Zoutkamp. Hier ist alles im Vorbereitungsstress für das Fest am Pfingst-Wochende. Bei der „Palingrokerij“ essen wir zu Mittag und schauen uns anschließend noch ein wenig im Hafen um. Dabei spricht uns ein älterer Herr an, und weißt uns auf die alten Fischerkaten hin, die noch etwas weiter hinten stehen, und erklärt uns noch einiges. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen.Auf dem Weg dorthin, ich habe heute mein schwarzes T-Shirt mit weißer „Earth“-Inschrift an, kommt uns ein Ehepaar entgegen und der Mann meint: „Da kommt ja ein Neil-Young-Fan!“ Wie sich im Gespräch herausstellt, war dies der Veranstalter für die holländischen Auftrittte von Neil Young, während dessen diesjähriger Welt-Tournee.



Auf der Rückfahrt haben wir tatsächlich Rückenwind und benötigen nur die halbe Zeit. Morgen wollen wir mit dem Wohnmobil nach Zoutkamp fahren. Am Wochenende ist dort „Flaggetjes-Fest“ der Krabbenfischer.

Heute geht gar nichts. Es stürmt, dass das Wohnmbil wackelt. Es schüttet wie aus Eimern. Wir können keinen Schritt vor die Tür gehen. Man kann den Tag eigentlich auch so beschreiben: aufstehen, essen, ins Bett gehen.

Wie sich das für Pfingstsonntag gehört, ist draußen das schönste Wetter. Wir entsorgen schnell und machen uns auf den Weg nach Zoutkamp zum „Flaggetjesdag“. Dort fahren wir auf den großen Platz, der als Parkplatz angeboten wird. Im Winter befindet sich hier die Eisbahn. Gestern bei dem Sturm sind bestimmt viele Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser gefallen“. Heute zeigen einige Handwerker ihre Fähigkeiten. Im Hafen sind die „Fischerboote“ mit Flaggen geschmückt, die im Wind flattern. Bei den Restaurants wird noch mal letzte Hand angelegt, damit man für den großen Besucheransturm gewappnet ist. Wir drehen noch eine Runde, schauen uns alles an, und landen zum Essen in der Pizzeria L’Ancora.
Nachmittags gibt es Unterhaltung durch die Blues-Band „Moondance“.



Der Höhepunkt des "Flaggetjesdag" ist aber am Pfingstmontag die Konvoifahrt der Krabbenfischer. Kurz vor 13.00 Uhr strömen sehr viele Besucher des Festes zu den Fischerbooten und gehen an Bord. „Afvaart garnelenvloot 13.30 Uhr“??? Was ist das? Wir fragen, und schon sind wir auf einem Fischerboot und werden von der Frau des Fischers mit Getränken und kleinen Happen versorgt. Im Konvoi fahren wir durch den Zoutkamperijl ins Lauwersmeer. Auf manchen Booten sind riesige Lautsprechertürme aufgebaut und es schallt die discomäßige House-Musik mit viel Gewumsche herüber. Nach einer Stunde wird gedreht, damit wir programmgerecht zur Verkündigung der neuen „Garnelenkönigin“ und der Preisverleihung für die schönsten Boote wieder im Hafen sind.






Inthronisation der neuen "Garnalenkoningin".

Es war ein toller Tag und wir haben so viel erlebt. Um 17.00 Uhr fahren wir nach Akkrum. Der Parkplatz hat sich etwas geleert und auf der Straße ist nicht mehr so viel Betrieb.

Nochmals der Hinweis, den gesamten Bericht mit viel mehr Bildern findet ihr hier --> Link

Lancelot am 12 Aug 2019 15:52:12

So - jetzt hab ich den letzten Teil auch .. :)
Ich wiederhol mich : vielen Dank :!:

:dankeschoen:

haroba am 12 Aug 2019 16:51:20

Moin Lena!
Moin Hans-Werner!

Vielen Dank für Euern tollen Reisebericht.
Hat viel Freude gemacht, mit Euch zu reisen.

Munterholln!
Hartmut und Rosi

Säcker am 12 Aug 2019 16:59:53

Es freut mich, dass es euch gefallen hat.

zeus am 12 Aug 2019 17:15:11

Einfach nur Klasse!
Vielen Dank, dass ich mitreisen durfte.

Petri40 am 12 Aug 2019 19:07:18

Super Berichte und danke für so viel Aufwand. :dankeschoen:

In der Nähe vom Kyffhaüser gibt es übrigens weitere zwei nennenswerte Reiseziele:

--> Link

--> Link

Vielleicht ein Ziel für‘ nächste Mal oder als Anregung für alle Mitreisende.

frankjasper8 am 12 Aug 2019 20:25:11

So, ich habe nun auch den kompletten Reisebericht gelesen und bei dem leckeren Essen gleich mal wieder ein paar Kilo zugenommen. :)

Ich sage Euch, Hans-Werner und Lena, ein ganz herzliches



für diese tolle Reise und den schönen Bericht. Danke fürs Mitnehmen! :)

Aretousa am 14 Aug 2019 07:55:49

Vielen Dank allen, die den Reisebericht gelesen haben, ihre Freude daran hatten und sich dann hier dazu auch noch lobend geäußert haben. Tut gut, das zu lesen. Die anderen Reiseberichtschreiber wissen wie das ist.
Ja Petri, wir haben gesehen, dass es in der Gegend noch Einiges Sehenswertes gibt. Diesmal waren wir dort ja quasi nur auf der Durchreise. Das Konzert in Berlin hatte einen festen Termin und wir konnten manche Gegenden auf dem Weg dahin nur mal kurz "anschnippeln".
Jedenfalls haben wir unheimlich viele Anregungen bekommen, wo wir noch mal hinfahren können.
Und was die Kulinarik betrifft, Frank, manches Mal war es uns doch ein wenig zu viel an Schmalzbroten, Matjes und Kibbeling etc.
Die Currywurst und dann der erstklassige Burger in Holland waren dann schon erfreuliche Alternativen.
Und ein nächster Urlaub in Frankreich, der leider gerade nicht in Sicht ist, wurde gelegentlich auch im Hinblick auf's Essen herbei geträumt. :mrgreen:
Was nicht heißt, dass wir diese 6 Wochen nicht in jeglicher Hinsicht genossen haben.
Deutschland ist so vielfältig und immer wieder eine Reise wert.

Julia10 am 14 Aug 2019 09:23:09

Auch von mir einen herzlichen Dank für den ausgesprochen interessanten und abwechslungreichen Reisebericht.
Finde es immer wieder schön, mitreisen zu können.
Immer wieder spannend, wie Reisende aus eigener Sicht das Erlebte beschreiben :)

Danke Euch dafür :!: :!: :!:

Stefan-Claudia am 14 Aug 2019 10:33:03

Säcker hat geschrieben:Die dem Schloss gegenüberliegende Ev.-Luth. Stadtkirche ist auch zugesperrt.


Hallo und vielen Dank für den schönen Bericht!!
Schade das die Kirche zu war, sie hat einen schönen bemalten Altar.


Aretousa am 14 Aug 2019 10:59:48

Hallo Stefan, am nächsten Tag waren wir drin. Ist ja nur montags Ruhetag. Die hätten wir uns nicht entgehen lassen.
Und sie hat uns sehr beeindruckt, es war dann auch ein netter Mann da, der uns auf das Eine oder Andere aufmerksam machte. Im Bericht stehts dann auch drin. :wink:

Säcker am 16 Aug 2019 17:32:37

Da mein innerer Motor in den letzten Tagen gesponnen hat, war ich leider ausser Gefecht gesetzt. Dankenswerter Weise hat in dieser Zeit meine Holde die Einträge ganz in meinem Sinne beantwortet. Da nun wieder alles ordnungsgemäß läuft, möchte ich mich aber auch ganz herzlich für die positiven Rückmeldungen auf den Reisebericht bedanken. :ja:

bonjourelfie am 16 Aug 2019 22:01:50

Erst einmal...wünsche ich dir gute Besserung!

Zweitens...möchte ich mich ganz herzlich für diesen wie immer hervorragenden Reisebericht bedanken. Vieles habe ich ja erkannt, aber ich war noch nie in Holland, außer auf der Durchreise.

LGElfie

Säcker am 17 Aug 2019 09:34:51

Vielen Dank, Elfie.

birgit60 am 28 Sep 2019 11:24:43

Hallo Lena und Hans-Werner,

ich bin's nochmal. Heute bei dem regnerischen Wetter habe ich den ganzen Bericht verschlungen und bin, wie immer, wieder völlig begeistert. Mir gefällt einfach alles: Die grandiosen Fotos, euer Schreibstil, tolle Infos. Vielen Dank dafür.

Lieben Gruß

Birgit

Julia10 am 28 Sep 2019 13:34:07

Bedanke mich auch noch mal für die schönen Reiseeindrücke und die vielen Erinnerungen, welche Deine Bilder hervorgerufen haben. Ich liebe diese Gegend und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Säcker am 30 Sep 2019 21:18:43

Vielen Dank Ihr Beiden. Ich kann die Komplimente nur zurück geben.

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