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LiFePO Batterie Montage?


15plus3 am 11 Aug 2019 19:05:02

Hallo
Bei meiner Umrüstung von AGM auf LiFePo4 geht's um die richtige Montage.

In meinem Knaus SunTI 650 habe ich ein geräumiges Batteriefach hinter einer Aussenklappe. Befestigen möchte ich die Batterie mittels zwei Zurrgurten die mehrfach mit einer Seitenwand und dem Boden verschraubt sind. Durchsteck Montage Edelstahl M5 mit U-Scheiben und Stopmuttern. Das sollte die 23kg Batterie sicher halten.
Bei Säurehaltigen Batterien wird oft ein Metalblech oder eine Kunstoffwanne als Unterlage genutzt.

Wie sieht das bei LiFePo4 aus? Braucht man da auch eine spezielle Unterlage oder ist eine tragfähiger Einbauort z.B. aus Sperrholz ausreichend?

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PDSoft am 11 Aug 2019 21:31:52

Für die LiFePo4 braucht es weniger Vorsichtsmaßnahmen als im Vergleich zu einer AGM oder Säurebatterie. Sie kann 1:1 am Platz der AGM montiert/fixiert werden, da sie weitaus weniger Gewicht.
Bei 23kg, wie du angibst, stellt sich die Frage was du an Batteriekapazität einsetzen willst?

15plus3 am 11 Aug 2019 22:18:55

Hallo Dirk
Danke für Deine Antwort. Die Gewichtsangabe war nicht ganz korrekt.
Die bisherige AGM (95Ah) hat 23kg, die neue Lithium (184Ah) bringt 21 kg auf die Waage. Damit verdreifache ich meine nutzbare Kapazität und bin immer noch etwas leichter, wenngleich auch nicht viel. Ich habe dir neue Batterie heute platziert muss aber neue Kabelenden machen oder gleich neue, kräftigere Kabel einziehen nachdem ich morgen nachschaue mit wieviel Aufwand das verbunden wäre.

Gruß

MountainBiker am 12 Aug 2019 07:26:44

Hallo,

LiFePo4 braucht es weniger Vorsichtsmaßnahmen


Tut mir leid wenn ich da widersprechen muß, die LiFePO4/LiFeYPO4 - Batterie benötigt die gleichen bzw. auch noch andere Vorsichtsmaßnahmen.

(1) mechanische Befestigung der gesamten Batterie - die LiFePO4/LiFeYPO4 - Batterie ist vielleich nicht ganz so schwer, aber die Folgen eines Verschieben/Lösens der Batterie sind schwerwiegender als bei Blei, da die Kurzschlußströme ungleich höher sind und länger anhalten -> Brandgefahr.
(2) mechanische Befestigung der Einzelzellen - ggf. sind hier weitere Maßnahmen notwendig (bei Selbstbau-Akkus), damit beim LiFePO4/LiFeYPO4 - Zellpack die einzelnen Zellen sich nicht verschieben oder lösen können, desweiteren gibt es auch noch Anforderungen für den Schutz vor Zellverformung.

Also nicht vergessen, Ihr "spielt" hier mit Batterien, die sehr hohe Ströme entwickeln können, deshalb nicht nur elektrischen sondern auch mechanischen "Schutz" vorsehen (Crash-Sicherheit).

Lediglich meine Meinung zum Thema!

silver34 am 12 Aug 2019 07:41:43

Wenn deine Batterie die Kabel-Standard anschlussart mit Schrauben hast würde ich als Absicherung CF 8-Sicherungen nehmen. Die können direkt auf den Pol geschraubt werden und darauf direkt das Kabel mit Kabelschuh.

Bei Blei-Standard Rundpolen : Rundpolklemme mit mini-ANL-Sicherungen und dort direkt das Kabel.

15plus3 am 12 Aug 2019 14:52:58

Hallo Mountainbiker
Danke für Deine Hinweise. Natürlich macht man sich Gedanken und "spielt" nicht mit der Materie. Ich werde grundsätzlich die ursprüngliche von Knaus für die AGM Befestigung verbaute Befestigung weiternutzen und mittel Anpassstuecken aus Siebdruckplatte weiter verstärken. Damit dürfte die Batterie unverrückbar feststehen. Im Moment werde ich die verbauten Kabel 10 mm2 weiternutzen da ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht tiefer in die Elektrik eingreifen möchte. Lediglich die Kabelschuhe zum Anschluss an die 8mm Posts der neuen Batterie müssen geändert werden. Bisher waren da 6mm Ring Kabelschuhe verbaut. Aufbohren auf 8mm ist für mich keine Option. Daher gute Kabelschuhe und eine hydraulische Handpresse bestellt die am Mittwoch eintreffen.
Ich weiss um die Leistungen und daraus potentiellen Gefahren dieser Batterien und werde entsprechend mit der Materie umgehen.
Nochmals meinen Dank für Deine Hinweise.

15plus3 am 12 Aug 2019 15:01:47

Hallo Silver34. Ja die neue Batterie hat 8mm Posts gegenüber Standard Rundpole bei der AGM. Ich werde im Moment die jetzige Verkabelung ohne jegliche Veränderungen übernehmen (auf der Verbraucher Seite ändert sich ja momentan nichts) und lediglich neue Kabelschuhe für 8mm aufcrimpen.
Wenn später Solar und Wechselrichter dazukommen werde ich mir das Gesamtkonzept nocheinmal anschauen und wenn nötig und sinnvoll auch die Batterieanschluss Kabel ändern. Die Sicherung der + Leitung liegt in der Verteilerbox (kein EBL) und nicht nahe der Batterie ( was meines Erachtens das bessere Konzept wäre). Wie gesagt im Moment möchte ich nicht weiter eingreifen und lasse das funktionierende System wie es ist, ersetze lediglich die Batterie. Natürlich wird das Ladegerät entsprechen umgestellt....
Vielen Dank für Deine Hinweise.

silver34 am 12 Aug 2019 15:57:29

Wenn du wirklich nur mit 10mm² von der Batterie weggehst, kann ich dir nur dringend raten eine CF 8 Sicherung von max. 50A zu verwenden.
Auch weil du da ein ganzen Stück Kabel noch hast bis zur ersten Absicherung, da gibt es viele Möglichkeiten für einen Kurzen!!
Bei einem Kurzen glühen deine 10mm² wie ein Aufblendlicht !!!
Da können bis zu 1000A fließen.

Bei der CF 8 must du gar nicht in die Elektrik eingreifen die wird einfach mit einer Isolierten Schraube zwischen Pluspol und Kabelschuh geschraubt.

15plus3 am 12 Aug 2019 16:18:10

Das ist demnächst mit einem Upgrade bedacht. Die vorhandene Installation ist mit Sicherheit zulässig und entspricht allen Vorschriften, sonst würde es ein Hersteller wie Knaus nicht so planen und ausführen. Natürlich operieren die Hersteller aus Kostengründen immer am möglichen unteren Ende der Skala.

Kann man (und werde ich es in der Zukunft) die besser machen? Sicherlich!

Aber leider ist heutzutage "Corporate Proft" das wichtigste und größte Leitmotiv, nicht nur im überhitzen Wohnmobilmarkt.

Mit Sicherheit wird es spannend für mich in nächster Zeit Stück für Stück mit der Materie bekannt zu werden.

DirkausOB am 19 Aug 2019 10:41:17

Hallo zusammmen,
habe an meinem 650MF mir die Installation letztens erst angesehen. Eine Absicherung mit 50 A ist vorhanden die Leitungslänge bis zur Sicherung beträgt ca 50cm.
Auf diesem Weg kann auch nichts scheuern quetschen oder Sonstiges daher die gefahr eines Kurzschlusses unwahrscheinlich.
Natürlich kann man den Querschnitt verbessern, dies kann man dann mitmachen wenn man einen Ladebooster oder Solar verbaut.
In der aktuellen Konstallation von Walter denke ich ist es so ok.
Gruß Dirk

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