Caravan
hubstuetzen

Reisegewohnheiten, ändern sie sich mit den Jahren?


Julia10 am 14 Aug 2019 11:42:10

Schreibe gerade an einem neuen Reisebericht und merke, dass ich in der Nachbetrachtung anders Reise und schaue, als noch vor 2 Jahren.
Ich lasse mir Zeit, bin gerne in der Natur, abseits vom Trubel, bereise auch Gegenden, in denen ich schon häufiger war und finde immer wieder neues sehenswertes.

Nehme mir Zeit beim Reisen, mal 30 km am Tag, mal 200. Bin Neugierig auch auf neue Reiseziele, die ich eher in Ruhe erkunde.

Sogenannte Hot Spots sind interessant, aber lieber zu Zeiten, in denen weniger Touris unterwes sind.

Anhand meiner Fotos erkenne ich, dass sich mein Blickwinkel oft auf „kleinere Dinge“ fokussiert.



Ich habe mehr Zeit als früher und nehme mir die Zeit, Dinge auf mich wirken zu lassen.




Wie geht es Euch??? Haben sie Eure Reisegewohnheiten verändert? Bin gespannt auf Eure Antworten.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

gembrasil am 14 Aug 2019 12:24:26

Früher, noch solo, bin ich zum Tauchen und quer durch Länder gefahren, PKW, Zelt, Hotel, Flieger, alles querbeet. Mit Kindern dann 2-3 mal Pauschalurlaub gemacht, gruselig gefunden, dann Wohnwagenurlaub. Zuerst ein paarmal nach Spanien - Tauchen - das war nicht das Richtige mit kleinen Kindern. Dann viele Jahre lang Nordsseküste in den Niederlanden, immer schön im Januar für den Sommer gebucht. Jetzt sind die Kinder aus dem Haus, mit dem Kastenwagen-Womo wird nur grob geplant in welche Richtung es gehen soll und dann vor Ort möglichst in kleinen Schritten von Städtchen zu Städtchen.

rkopka am 14 Aug 2019 12:27:40

Das tun sie. Wobei das nicht immer aktiv gesteuert ist, sondern sich auch durch andere Entscheidungen und Einflüsse ändert.
Früher war Windsurfen und nachher Tauchen das bestimmende Thema. Besichtigungen gab es nur rund um den CP (damals noch Wowa). Nach einem Totalschaden kam dann das erste Wohnmobil, dann das zweite. Immer noch fast ausschließlich auf CP. Der Sport nahm immer mehr ab, teils weil man es schon länger gemacht hat, teils weil ich nicht genug trainiere, damit es funktioniert (Windsurfen). Die Besichtigungen nahmen zu. Mit dem aktuellen Womo bin ich (für mich) ausreichend autark um nur selten einen CP zu benötigen (je nach Land). Daher sind SP und Freistehen eher ein Thema, das sich auch auf die Länderwahl auswirkt.
Da ich nicht soviel Urlaub habe, wird auch die Vorbereitung immer intensiver, d.h. Sehenswürdigkeiten, CP, SP raussuchen. Eine Route finden, die die Zeit möglichst gut ausnutzt - ist aber nicht fix, nur ein Rahmen, mit dem man arbeiten kann. Erholsam ist so ein Urlaub nicht unbedingt :? . Einfach zwei Wochen zuhause zu sein und nur kurze Ausflüge (nicht mit dem Womo) zu machen, gewinnt an Reiz. Inzwischen möchte ich auch das Wandern verstärken, das lange Jahre kein Thema war.

Derzeit wechsle ich nach Möglichkeit (und Wünschen) jedes Jahr zwischen Nord und Süd ab. Und da ich noch nicht soviel gesehen habe und nicht risikofreudig bin, nichts exotisches, sondern die üblichen Verdächtigen (F,I,HR,GB,N,S). Mit diesen Änderungen (meine Mutter fährt nicht mehr mit, weniger Sportsachen) keimt auch der Wunsch nach einem anderen, kürzeren Womo (wird aber nicht so schnell was werden).

RK

Tinduck am 14 Aug 2019 18:03:47

Bei uns war mit kleinen Kindern öfter CP angesagt, das ändert sich gerade hin zu mehr Freistehen und nur noch alle paar Tage für eine Nacht CP, wenn man mal V/E machen oder Wäsche waschen will. Zumindest im Haupturlaub, der immer aus viel Herumfahren besteht. Aktuell in Schottland, nächstes Jahr Norwegen.

Wir stehen inzwischen auch lieber allein als im Rudel auf‘m Stellplatz :D

bis denn,

Uwe

mercurius46 am 14 Aug 2019 18:19:51

Lebe Julia,

ja, Reisegewohnheiten ändern sich mit der Zeit! Während es früher noch Nordkap und/oder Sizilien sein mussten, reicht mir heute schon Rügen, Eifel, Schwarzwald oder Allgäu. Von den kulturell interessanten Städtetouren (Wien, Paris, Berlin, Hamburg et al) ganz zu schweigen....

Was soll's?

pamichamo am 16 Aug 2019 10:41:21

Reisegewohnheiten ändern sich mit dem Alter definitiv.
Früher mit den Kindern waren wir zwar immer an einem Ort, aber man hat praktisch jeden Tag etwas unternommen ist hierhin und dorthin gefahren, hat sich stundenlang beschäftigt.
Als wir vor 11 Jahren unser erstes Wohnmobil gekauft haben haben wir selten länger als 2 Tage irgendwo gestanden. Man hat ja schließlich ein Wohnmobil und muss rumfahren und viel sehen.
Jetzt ist mein Mann in Rente, wir können fahren wann wir wollen. Am liebsten fahren wir außerhalb der Ferienzeiten, wenn weniger Trubel ist oder wenn doch in der Ferienzeit dann irgendwohin wo es für Familien mit Kindern nicht so interessant ist. Wir sind nicht kinderfeindlich :D , haben selbst 4 Kinder und inzwischen 5 Enkelkinder. Aber wir wissen doch unsere Ruhe zu schätzen.
Ein- bis zweimal im Jahr machen wir mit allen Kindern und Enkelkindern zusammen Urlaub auf Campingplätzen. Das genießen wir natürlich auch. Aber wenn sich der Urlaub dem Ende neigt freuen wir uns auch wieder auf ein paar Tage alleine :) Dann wieder nur Wohnmobilstellplätze, Campingplatz nur mit Familie.
Im letzten Urlaub alleine ist es uns gar nicht schwer gefallen auch 3, 4 oder 5 Tage auf einem Platz zu stehen. Das war vor 2 Jahren noch undenkbar.
Wir fahren viel Fahrrad, große Besichtigungen oder Stadtbummel brauche ich nicht. Und mit dem Hund bin ich viel unterwegs, einfach er und ich alleine in der Natur. Etwas schöneres gibt es nicht.

Jobelix am 16 Aug 2019 10:59:30

Gewohnheiten will erst gar nicht aufkommen lassen. ;-)
Es ändert sich ständig - auch innerhalb eines Jahres. Mal Roadtrip, mal das Nachbarbundesland, mal Videos, mal nur Fotos, mal Campingplatz, mal frei, mal Strand, mal Berge, mal alte Steine, mal Städte dann wieder einfach nur Wald und Ruhe.
Alles Situations- und Zeitabhängig. Planung ist was für Feiglinge ;-)

DonCarlos1962 am 16 Aug 2019 11:20:05

Ja, es ändert sie viel mit den Jahren. Nicht nur, weil sich die Umstände ändern:

- Erst jung und dynamisch - die Welt vor der Haustür ist nicht genug! Ferne Länder sehen ist chic und romantisch.

- Mit den Kindern kommen die Einschränkungen. Pauschal oder Campingurlaub, weil der Geldbeutel, neben dem Hausbau, nicht mehr hergibt und die Ferienzeiten einschränken.

- Wenn die Kinder aus dem jetzt bezahltem Haus sind, geht es wieder in die Ferne. Bis man das Glück auch in einem Löwenzahn am Rande des Weges sehen kann.

Langsam beginnt die Entschleunigung. Der Genuß an jedem neuen Tag und Ort. Egal ob dieser nun tausende Kilometer entfernt, oder fast vor der Haustüre liegt.

Anstatt ständig auf der linken Spur der Autobahn, findet man sein Glück auf der wenig befahrenen Landstraße und beginnt das Leben anders zu sehen. Frühjahr und Herbst werden zu den interessantesten Reisezeiten für uns.

Wahrscheinlich finden sich gerade aus diesen genannten Gründen so viele ältere Wohnmobilbesitzer?

Ich freue mich auf den Renteneintritt meiner Frau in ein paar wenigen Jahren, dann kommt die nächste Änderung: Überwintern mit dem WoMo im Süden.

LG Carsten

reisemobil.online.cx am 16 Aug 2019 11:49:55

Ja, definitiv haben sich unsere Reisegewohnheiten geändert. Jetzt, in Rente, Reisen wir mehr. Dafür aber nicht mehr so weit mit dem Reisemobil. Früher war uns kein Ziel zu weit und wir sind viel und weite Stecken gefahren. Heute bevorzugen wir Deutschland und die Nachbarländer und versuchen möglichst täglich nur kurze Entfernungen zu überbrücken (max. 100-200km).


Auch gehen wir viel öfter mal Essen und lassen uns verwöhnen.



Essen und verwöhnen, das lassen wir uns inzwischen auch auf unseren Reisen mit dem Schiff, die wir zusätzlich unternehmen. Es ist ja ganz ähnlich, nur braucht man nicht selbst fahren und wird verwöhnt. Die Ausflüge, genau wie beim Reisen mit dem Mobil, unternehmen wir aber immer auf eigene Faust. Eine Ausnahme gab es dieses Jahr bei den 3 Tagen in St. Petersburg, Wo wir in einer kleinen Gruppe einen privaten Guide hatten.


So, nun genug privates geplaudert. Ob es überhaupt viele hier interessiert?

Gruß Michael

tztz2000 am 16 Aug 2019 12:08:40

Jobelix hat geschrieben:Planung ist was für Feiglinge ;-)

Jein! :D

Das haben wir bis vor zwei oder drei Jahren auch so gehandhabt, bis wir mehrfach an irgendwelchen Sehenswürdigkeiten vorbei gefahren sind, weil wir‘s gar nicht wussten.

Jetzt fertige ich mir vor der Reise eine Google Maps Karte mit den Sehenswürdigkeiten des Reisegebiets an. Nur so als Anhaltspunkt dafür, dass wir wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung unseres Standorts sind. Wenn wir jetzt irgendwo daran vorbei fahren, dann bewusst! :lach: :lach:

Petri40 am 16 Aug 2019 13:42:00

… bis wir mehrfach an irgendwelchen Sehenswürdigkeiten vorbei gefahren sind, weil wir‘s gar nicht wussten.



Genau so ist es und genau so passiert es mir immer wieder, oft sehr ärgerlich mitunter aber auch ein Grund, das Ziel später einmal erneut zu planen.
Allerdings kommt es immer seltener vor, weil ich mich genauso vorbereite wie Thomas es beschreibt.

Außerdem halte ich es mit dem berühmten Goethe Zitat: „Man sieht nur, was man weiß.“


Ziele notiere ich nicht nur im Zusammenhang mit einer speziellen Tourenplanung sondern, sobald ich darauf aufmerksam werde, bzw. mein Interesse geweckt wird.
Sehr oft sind das Hinweise hier aus dem Forum aber auch FS- Berichte und andere Lektüre.

Um auf das ursprüngliche Thema von Julia zurückzukommen, ja, zumindest der Aktionsradius schränkt sich von Jahr zu Jahr ein.
Ziele über 1000 km Entfernung waren noch nie unser Ding, nun eher noch viel weniger.
Selbst bei Radtouren oder Wanderungen halten sich die Entfernungen inzwischen in Grenzen.
Wir verweilen auch mal mehrere Tage an einem Ort aus, wohingegen wir früher immer auf der Flucht waren, um ja viel zu sehen.
Hatte ich sonst immer eine Kamera (Ich - Amateurfotograf) dabei, so kann ich mich heute schon mal ganz entspannt auf Tour begeben, muss nicht mehr unbedingt alles dokumentieren.

Schon gar nicht alle Tankquittungen, die Belege für SP– Gebühren, Restaurantbelege usw., usw.
Vorrangig genießen wir jeder Tour, ob um sie um den Kirchturm oder in die Ferne führt.
Hoffe sehr, es bleibt noch lange so.

Julia10 am 25 Aug 2019 15:45:04

Reiseziele plane ich schon aber nicht akkurat und kleineräumig.

Plane eher großzügig meine Fahrtroute, so pi mal Daumen und schaue dann vor Ort, obs etwas interessantes zu sehen gibt.
Soll ja Spaß machen und nicht zu eng getaktet sein. Kann aber auch gut sein, das ich unterwegs die Route ändere (z.b. wetterbedingt).

Dank Google und Co findet man immer sehenswertes vor Ort und wenn ich mal etwas verpaßt habe :gruebel: :nixweiss: :confused: , dann gibts gute Gründe, noch einmal dorthin zu reisen.

BadHunter am 26 Aug 2019 13:20:27

Das Reisen hat sich im Laufe meiner Wohnmobil-Karriere von nun mittlerweile fast 28 Jahren schon mehrmals geändert.
Angefangen im Alter von 22 Jahren mit einem Kastenwagen ging es fast ausschließlich zu Surfspots, z.B. Fehmarn, Südfrankreich, Tarifa/Südspanien. Etwas später, schon mit Alkovenmobil, kamen dann Ziele mit Angelmöglichkeiten dazu, alles meist mit Freistehmöglichkeiten.
Später, mit meiner ersten Frau, gab es entweder Ziele verbunden mit Familienbesuchen, oder spontane Kurztouren. 1-2 Mal im Jahr auch Campingplätze für Urlaube, meist am Wasser (Rügen, Usedom, Nordseeküste).
Als unser Sohn geboren war wurden die Wochenendtouren weniger, dafür dann 1-2 wöchige Urlaube mehrmals im Jahr irgendwo hin, wo der Kleine auch was davon hatte, meist auch Campingplätze.
Die Planung dafür, also wohin es gehen sollte und wo wir stehen wollen, wurde meist mit Hilfe des Bordatlas gemacht.

Nun, seit ca. 10 Jahren, werden für längere Touren, Urlaube, die Ziele nach Lust und Laune ausgesucht, fast immer irgendwo hin, wo wir noch nicht waren. Im Internet werden dann Ziele und Aktivitäten vor Ort mit Hilfe es Internets ausgesucht, aber nie festgelegt, es kann spontan auch ganz anders werden. Man hat ja heute immer und überall das Internet zum Recherchieren, Wetter-Apps für die Entscheidung, irgendwo länger zu bleiben oder weiter zu fahren, Stellplatz-Apps für die spontane Platzsuche, ich finde, das hat Vieles vereinfacht! Auch ist es dadurch für uns einfacher, spontan weiter zu fahren und trotzdem zu wissen, wo wir dann übernachten können.

In 10 Jahren, wenn wir das Arbeitsleben hinter uns lassen und bis dahin alles gesundheitlich auch noch gut aussieht, werden wir noch viel mehr unterwegs sein, im Sommer im Norden, ab Herbst dann Richtung Süden, so ist es geplant. Skandinavien, Britische Inseln, Baltikum, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, wir werden sehen, wohin es uns dann treiben wird.
Dazu wird aber auch in 10 Jahren das Fahrzeug gewechselt, bis dahin noch mit dem jetzigen Concorde Alkoven, der in 6 Jahren das H-Kennzeichen bekommt, danach dann mal sehen, wie unsere Ansprüche sein werden. Im Moment tendieren wir zu einem Integrierten mit Festbett, nicht zu groß, damit man überall hin kommt, aber geräumig genug, dass man sich auf längeren Reisen wohl fühlt.

leoline am 26 Aug 2019 20:45:52

Ja, ein wenig ändern sich unsere Reisegewohnheiten. Früher haben wir davon geträumt, mölichst weit weg zu fahren und "angesagte" Regionen zu bereisen. Haben wir dann z. T. auch gemacht - aber inzwischen haben wir festgestellt, dass wir in Deutschland so viele schöne Ecken haben, die wir noch nicht kennen.
Und es ist einfach stressfreier im eigenen Land umherzureisen (Urlauben können wir ja nicht mehr sagen, haben ja immer Urlaub). Für uns paßt das so.

Parkhotel am 26 Aug 2019 22:47:11

Meine Reisegewohnheiten haben sich im Laufe der letzten fast 40 Jahre immer wieder meinen Lebensumständen angepasst. Mit 15 Zelt und Mofa, Anfang 20 das erste selbst ausgebaute Wohnmobil (T3 Hochdach), anschließend viele Jahre Wohnwagen mit Pausen dazwischen und heute meine Blechdose.

Als es meine Familie noch gab ging es lange mit Doppelachser Wohnwagen und Zugesel davor quer durch Europa. Oft lange vor Ort an einer Stelle verweilt, Vorsaisonplatz in Zeeland, die gesamten Sommerferien in F oder HR usw.. Gerne auch weitere Ziele angesteuert. Am Zielort dann mit dem Zugfahrzeug gezielt die Umgebung erkundet.

Heute stehe ich nicht mehr gerne lange an einem Ort. Mich treibt dabei die Neugierde und eine innere Unruhe etwas zu verpassen und ich habe keine Lust mehr auf das ganze Gerödel mit einem Wohnwagen. Wenn ich Zeit habe gerne auch weitere Ziele bzw. Rundreisen. Städtetouren, Konzertbesuche und Reisen zu Veranstaltungen mag ich ebenso. Deutschland als Reiseland entdecke ich gerade neu für mich, ein Kurztripp für ein Wochenende ist auch spannend, da geht es dann oft nach NL/Zeeland.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Erfahrungen mit Autohaus Frey Minfeld
Gasverbrauch vom Boiler
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt