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Caravan Salon 2019 - erster Eindruck vom E-Wohnmobil Iridium 1, 2


LowCostDriver am 01 Sep 2019 09:50:33

Guten Morgen zusammen,

schon am Freitag hatten wir die Gelegenheit, auf dem CARAVAN SALON nach den neuesten Trends und Innovationen zu schauen. Neben Konzeptstudien wie ein komplett gasloser Wohnwagen von LMC, ein Hybrid- Camper wie den globevan von Dethleffs, ein Hersteller wie Adria, der sich künftig allein in der Luxusklasse sieht und den früher bedienten Einsteigermarkt nun der Tochter Sun Living überlässt oder der EHome Coco von Dethleffs, der als Wohnanhänger über einen unterstützenden Elektroantrieb verfügt, ist aus wohnmobiler Sicht sicherlich das erste vollelektrisch angetriebene Wohnmobil ein Besuchermagnet! Aus unserem großen Messe- Besuchsbericht habe ich mal unsere kompletten Gedanken, Skepsis und Meinung mitgebracht, um diese auch gerne zur Diskussion zu stellen:

Das Iridium E-Wohnmobil vom Hersteller EMR.


Serienreif, fahrbereit und für etwa 160.000 Euro in der Einstiegsversion bereits zu bestellen und somit zu kaufen! Keine Studie, sondern handfest für auf die Straße?!
Respekt! Sollte ein kleiner Hersteller wie EMR Campers plötzlich den Großen vormachen, wie man ein serienreifes Elektro- Wohnmobil auf den Händlerhof stellt? Thomas (hier im Forum toli0269) und ich wurden neugierig, das mussten wir uns ansehen!
Am eher überschaubaren Stand von EMR, ein ja eher kleiner Hersteller / Händler mit Stammsitz im Großraum Stuttgart, steht neben den Fahrzeugen von BELA / Mooveo dann tatsächlich, etwas unscheinbar, das vollelektrisch angetriebene Wohnmobil!
Wow!
Zu unserer Überraschung herrscht, für einen Fachbesuchertag ungewöhnlich, ganz schön reges Treiben! Das Novum eines auf dem Markt verfügbaren rein elektrisch angetriebenen Wohnmobils hat sich offenbar ganz ohne Pressekonferenz wie ein Lauffeuer herumgesprochen und so ist das Interesse an diesem Fahrzeug, dieses kleinen David im riesigen Wohnmobilmarkt voller Goliaths, groß!
Wir möchten uns nicht vorstellen, wie voll es hier erst werden wird, wenn der CARAVAN SALON erst für Normalbesucher geöffnet sein wird! Ich meine der CARAVAN SALON hat 600 Aussteller und es stehen auf etwa 215.000qm über 2000 Campingfahrzeuge zur Besichtigung bereit. Und aus diesem riesigen Angebot ist genau EIN Wohnmobil dabei, welches als rein elektrisch betriebenes Wohnmobil fertig marktreif ist und ganz normal beim Händler bestellt werden kann?!

Das rege Kommen und Gehen am Stand lässt die Situation unübersichtlich erscheinen. Wer ist Berater, wer hat Zeit? Im Wohnmobil selbst ist ein Berater im Gespräch und sein Gesicht ist genau da, welches auch auf einem bereitstehenden Werbe- Bildschirm in Endlosschleife das Fahrzeug bewirbt. Wir entscheiden uns vor dem Fahrzeug zu warten, denn natürlich interessiert uns die Technik näher und es wäre super, wenn man mal einen Blick drauf werfen dürfte!
In der Zwischenzeit schauen Thomas und ich durch den bereitliegenden Prospekt, hier können wir schon ein paar Eckdaten zu den zwei verfügbaren Modellen Iridium 70 EB Generation 1 und Generation 2 abgreifen:
Modell: Iridium 70EB Gen. 1 // Iridium 70EB Gen. 2
Batteriekapazität: 86,4 kwh // 108 kwh
Motor: beide Synchron 650Nm
Reichweite: ca. 300km // ca. 400 km
Leistung: 105kw / 143 PS // 140kw / 190 PS
Höchstgeschwindigkeit: beide bei 100 km/h abgeregelt
Länge: 699 cm
Breite: 230 cm
Leergewicht: 3605 kg // 3640 kg
Zul. Gesamtmasse: 4.000 – 4.800 kg
Schon beim ersten Blick auf die Zahlen wird Thomas skeptisch. Er als typischer Zeeland- Fahrer rechnet Urlaube und Touren gerne in „Zeeland“- Ambivalent um. Bedeutet: Um für Thomas wirklich reisetauglich zu sein, muss er sein Lieblingsziel an der niederländischen Küste ohne Zwischenübernachtung erreichen können. Wäre diese jeweils einmal für die An- und Abreise zum Nachladen erforderlich, könnte er nicht mehr fürs Wochenende Freitag bis Sonntag ans Meer fahren.
Mit der Reichweite im Modell Gen. 1 käme er so gerade bis an den Brouwersdamm und die Wohnmobilstell- und Campingplätze dort an der See. Dann aber geht es los! Denn wenn man auf der wirklich letzten Rille und mit dem letzten aus der Batterie gelutschten Kilowatt ankommt, muss das Fahrzeug natürlich nachgeladen werden! Jetzt könnte man meinen, dass man das Fahrzeug dann halt bequem über Nacht auf dem Campingplatz nachladen kann. Und am nächsten Morgen fährt man mit voller Batterie dann bequem an den Strand. Doch das würde nur klappen, wenn der Campingplatz auch die passende Schnell- Ladesäule bereitstellen würde! Müsste das Stromer- Wohnmobil an der normalen Steckdose aufgeladen werden, dauert allein der Ladevorgang etwa 30 (!) Stunden!
Wie gesagt, bei einer Reichweite von ca. 300km ist die Batterie eben nach Ankunft restlos leergelutscht! Und jetzt? Das Wohnmobil muss ja aufgeladen werden! Folglich muss unser elektrisches Wohnmobil am tröpfelnden Strom einer haushaltsüblichen Steckdose bzw. Ladestation (welcher Campingplatz verfügt denn bitte über Schnellladesäulen?) wie an einer Kette stehen bleiben und kann nicht mit seinen Annehmlichkeiten einen Tag am Damm mit Blick aufs Meer ermöglichen! Soll man sich für seinen Ausflug einen Mietwagen nehmen, während das eigene Wohnmobil lädt?!

Der Berater kommt und fast als hätte er unsere Skepsis in Bezug auf Reichweite und Ladedauer geahnt, geht er sofort in die Gegenoffensive! Mehr als 400km Reichweite und mit dem Schnelllader in nur 2 Stunden aufgeladen! Das sei wirklich praxistauglich meint er. Und an einem Schnelllader nachladen, das könne man ja heutzutage praktisch an jedem Autohof! Oha! Das ist mutig und entweder naiv, oder bewusst berechnet verharmlost ausgedrückt! Testberichte in den großen Zeitschriften aber auch in der allgemeinen Presse berichten nicht selten, dass es gerade bei den Schnellladesäulen ein viel zu knappes Netz mit viel zu verschiedenen Steckern und leider auch viel zu hohen Preisen gibt, wenn man unterwegs „fremd“ und nicht bei seinem Hausanbieter seinen Strom nachtankt. Einzig dem flächendeckenden System von Tesla spricht die Branche übergreifend eine befriedigende Versorgung aus.
Aber gut, die Ursachen der Ladesäulenthematik kann man kaum dem Hersteller des Wohnmobils ankreiden. Wohl aber wäre eine etwas nüchterne, realistischere Betrachtungsweise fair! Denn so einfach, wie es uns am Stand von EMR suggeriert wurde, ist es derzeit nicht!
Kommen wir zum Fahrzeug selbst, jetzt will ich die Batterien und besonders den Antrieb aber auch sehen!
Der Verkäufer druckst ein wenig herum, dann gibt er zu, dass das Wohnmobil hier am Stand nur so beklebt wäre, als sei es ein Elektro- Wohnmobil!
Unter der Haube werkele hingegen nach wie vor ein Standard- Diesel- Triebwerk des Fiat Ducato!

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OK, jetzt könnte man sich ein wenig vergackeiert fühlen! Von außen hui, aber von innen pfui? Buchstäblich? Eine Mogelpackung?
Zur Ehrenrettung teilt uns der Verkäufer mit, dass man das echte elektrische Wohnmobil draußen am P1 anschauen und dort sogar probefahren könnte! Allerdings, so schränkt er ebenfalls gleich ein, sei die Nachfrage immens und es gäbe auch eine Warteliste für Probefahrten. Wir sollten mal beim P1 Festzelt schauen, ob wir dort jemanden für einen Blick auf die Technik und eine Probefahrt finden. Er selber könne hier am Stand nichts mehr für uns tun. Hmm.

Später am Nachmittag werden wir tatsächlich das Wohnmobil am P1 suchen – und auch finden! Gleich vorne am Eingang, wo auch der Komplex der Sanitärcontainer ist! Das Fahrzeug wäre selbst ohne die auffällige Werbebeklebung sofort als rein elektrisch angetriebenes Wohnmobil zu erkennen gewesen, immerhin prangt das charakteristische „E“ als letzte Ziffer auf dem Nummernschild!
Aber Technik anschauen oder gar eine Probefahrt?
Nicht möglich!
Das Fahrzeug ist verwaist, ein daumendickes wie optisch in greller Warnfarbe auffällig verlegtes Kabel führt aus den hinteren elektrischen Versorgungskästen für die Servicecontainer zum Wohnmobil und deutet an, dass wohl derzeit nix mit Probefahrt ist.

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Bild

Niemand ist hier, um Fragen zu beantworten. Niemand, der uns mal die Technik zeigen könnte. Oder wie die elektrische Anlage in die Bordelektronik eingebunden ist. Ich meine das Basisfahrzeug ist ja noch immer ein Fiat Ducato! Da kann man wohl kaum einfach den Motor aus- und einen Riege Batterien einbauen und es läuft?! (Später finden wir bei der Nachrecherche übrigens heraus, dass der Umbau des Fahrzeugs zum Elektrofahrzeug von der Firma efa-s in Stuttgart umgebaut wurde.
Dennoch bleibt es merkwürdig!
Ich meine wenn ich doch als einziger nichts Geringeres, wie ein serienreifes und sofort bestellbares vollelektrisches Wohnmobil auf den Markt bringe, dann stehe ich doch einem verständlicherweise interessierten wie großen Fachbesucherkreis Rede und Antworten?! Dann habe ich doch hier die Türe auf nebst drei Beratern am Start und erwarte die interessierten Camper, die sich, auch wenn sie keine Fachbesucher sind, schon zu Hunderten auf dem CARAVAN SALON Stellplatz P1 tummeln und sich mit Sicherheit ebenfalls für dieses Fahrzeug interessieren könnten!
Man gewinnt stattdessen den Eindruck, dass man bei EMR gerne „möchte“, aber dich dann so RICHTIG nicht traut. Was hat man zu verbergen? Die Tatsache, dass das als elektrisch beklebte Wohnmobil in der Ausstellungshalle 12 eben doch mit einem normalen Dieselmotor funktioniert? Hat man Sorge, dass ein elektrisches Wohnmobil den weiten Weg von Stuttgart nach Düsseldorf nicht durchhält und am Frankfurter Kreuz derzeit noch immer nachlädt? Ich meine das Teil steht doch hier! Es wird doch wohl (hoffentlich) auf eigenen Rädern und nicht mit dem Tieflader hiergefahren sein. Und dann wird es nicht angemessen präsentiert?!
Da bleiben in jedem Fall fragende Gesichter zurück. Besonders, wenn man auf den Preis von knapp 160.000 Euro für den Einsteiger schaut.

Unser persönliches Fazit zum Iridium: Viel Show, aber wenig wirklich Nachprüfbares. Ist es fehlender Mut? Wir sind vorsichtig mit einer Wertung, denn der Weg eines E- Wohnmobils ist ein steiniger wie schwerer. Hersteller wie mögliche Käufer leisten Pionierarbeit. Das muss man anerkennen. Aber es muss auch fair und transparent sein, die Probleme muss man ansprechen können und darf sie nicht im Verkäuferjargon klein reden. Sonst wird man unglaubwürdig.


Wir hatten ja schon gleich zwei Diskussionen im Forum zum Thema Iridium. Daher frage ich mal nicht sofort (nochmals) nach eurer Meinung hierzu, auch wenn wir diese gerne natürlich nochmals austauschen können. Mich würde aber jetzt viel mehr interessieren, wie er sich fährt! Und damit meine ich nicht den Fahrbericht in der P/M, sondern ob es von euch jemanden gelungen ist, mal eine Probefahrt zu machen! Ob jemand von euch es schafft, das Fahrzeug wirklich mal einem kritischeren Blick zu unterziehen.
Denn das ist, was mir irgendwie abschließend für eine wirklich ehrliche Meinung echter Camper zum Fahrzeug fehlt, die wirklich mal drin gesessen haben und damit auch gefahren sind.
Wer hatte schon dieses Glück?

Ja und ansonsten wie gesagt: Viele Wohnmobile, Altbekanntes, ein paar mutige Pioniere und ein "Sondermodell Björn" von Euramobil, die offenbar mir zu Ehren ein Wohnmobil nach mir benannt haben. Das wäre doch nicht nötig gewesen! *Schnüff*

Bild

Immer wieder schön der CARAVAN SALON!
Wir werden noch einige Male in dieser Woche zum Caravan Salon fahren. Vielleicht trifft man sich ja!
Und wer nicht hinfahren kann oder wer sich für seinen noch ausstehenden Besuch etwas Inspiration holen möchte: Hier findet ihr unseren Messe- Besuchsbericht mit vielen weiteren (allerdings auch Nicht- Wohnmobilthemen) Bildern, Meinungen und Eindrücken vom Caravan Salon 2019:
--> Link

Gruß
Björn

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Administrator am 01 Sep 2019 10:16:10

Danke Björn, (wie immer) ein toller Bericht von Dir! :daumen2:

biauwe am 01 Sep 2019 10:25:22

Batteriekapazität: 86,4 kwh // 108 kwh mal Stromkosten auf dem CP oder SP.
Oder bis zu 30 Stunden "frei stehen" an der Ladesäule.

RichyG am 01 Sep 2019 10:48:24

In zehn Jahren wahrscheinlich Normalität :wink:

meier923 am 01 Sep 2019 11:19:11

Oh, ein Bekanntes Gesicht :lol:
Danke für den Bericht ... :daumen2:

pipo am 01 Sep 2019 11:27:52

Toller Bericht :yau:

Lancelot am 01 Sep 2019 12:00:30

Ja, finde ich auch : schöner und informativer Bericht .. :dankeschoen:


LowCostDriver hat geschrieben: Mich würde aber jetzt viel mehr interessieren, wie er sich fährt!

Einen YT-Clip von einer Probefahrt gibt´s auch schon ... --> Link

tztz2000 am 01 Sep 2019 12:57:41

Guter Bericht, danke Björn.... spart mir wie jedes Jahr den Besuch! :ja:


RichyG hat geschrieben:In zehn Jahren wahrscheinlich Normalität :wink:

Kann ich mir nicht vorstellen.... unabhängig von ökologischen Gesichtspunkten....

.... wer gibt 160k aus (oder wer kann soviel ausgeben?)....

.... um mit einer Kiste rumzufahren, die wie 40k aussieht? :nixweiss:


Und 400 km Reichweite.... stell Dir vor.... bis Du da in Portugal bist! :D

RichyG am 01 Sep 2019 13:02:18

Ich denke mal, hier wird sich in den nächsten Jahren sehr viel ändern. Vor allem auch am Preis. Ob das alles dann auch ökologischer ist, wäre die nächste Frage :roll:
Der Druck auf die gesamte Automobilindustrie wächst. Und zwar von vielen Seiten.

andwein am 01 Sep 2019 13:22:10

Hallo Björn,
Danke, objektiv und die aufdrängenden Fragen auf den Punkt gebracht, dafür natürlich einen Punkt!
Meine Meinung: E-Mobil im Pkw Bereich werden kommen, Im Fernverkehr-Lkw Bereich wird es zu Brennstoffzellen oder Oberleitung kommen, der Zeitraum ist offen. Aber im Womo Bereich?? Wozu soll das im Individuallurlaub gut sein?
Aber Forschung muss sein und der Versuch ein Diesel- und ein E-Mobil gleichgestellt auszustellen ist schon mal mutig.
Gruß Andreas

dieter2 am 01 Sep 2019 13:28:45

als Hybrid mit so einen sauberen Diesel --> Link
könnte ich mir das eher vorstellen.

wird aber warscheinlich wieder in die Versenkung gehen,weil unbezahlbar :mrgreen:

Gruss Dieter

mafrige am 01 Sep 2019 13:29:16

Hallo Björn, lange nicht mehr gelesen ... :ja:

Wie immer toll geschrieben, leider kann ich dieses Jahr nicht zur Messe ... mach weiter so. :lol:

Elgeba am 01 Sep 2019 16:25:55

Hallo, Björn
Toller Bericht,dieses E-Mobil wird nie in Serie gehen,dieser Elektrohype ist nur in Deutschland so ausgeprägt,Ladestationen im Ausland wird es in absehbarer Zeit nicht geben und 30 Stunden an einer "normalen" Steckdose?Wenn ich an die Absicherung von Steckdosen auf vielen CP denke dürfte sich das Thema bereits erledigt haben.Ich fahre ein Wohnmobil mit einer soliden Dieselmaschine oder lasse es,basta.


Gruß Bernd

mantishrimp am 01 Sep 2019 21:16:21

Hallo,
Elgeba hat geschrieben:dieser Elektrohype ist nur in Deutschland so ausgeprägt


bezogen auf Nutzfahrzeuge oder auf PKW?
Schau dir mal die aktuellen PKW Zulassungszahlen --> Link an, die Norweger haben wir überholt aber die Niederländer geben zur Zeit richtig Gas äh Strom.

Elgeba hat geschrieben:Ladestationen im Ausland wird es in absehbarer Zeit nicht geben


die gibt es schon lange, z.B. in den Niederlanden finde ich fast in jedem Ort eine Ladesäule, viele kostenlos und oft auch mit der Ladekarte unseres Stromversorgers nutzbar.

rkopka am 01 Sep 2019 22:47:05

Elgeba hat geschrieben:dieser Elektrohype ist nur in Deutschland so ausgeprägt,Ladestationen im Ausland wird es in absehbarer Zeit nicht geben

So einzigartig ist D auch nicht. In A gibts ein Menge davon. Bei uns fahren einige Teslas in der Stadt. Hier in Schottland gerade auch an allen Ecken. Bei anderen Ländern habe ich kein aktuelles Wissen.

RK

launcher20 am 01 Sep 2019 23:05:50

Ich fahr meine Dieselkarre, bis sie auseinanderfällt. Danach nix mehr Camping, weil nicht mehr praktikabel und unbezahlbar! Wer glaubt, ne e-Karre sei umweltfreundlich, glaubt auch an den Klapperstorch!

tztz2000 am 01 Sep 2019 23:16:49

rkopka hat geschrieben:So einzigartig ist D auch nicht. In A gibts ein Menge davon. Bei uns fahren einige Teslas in der Stadt. Hier in Schottland gerade auch an allen Ecken. Bei anderen Ländern habe ich kein aktuelles Wissen.

Hier in der Schweiz fahren auch reichlich Teslas rum, bei uns in der Nähe ist eine Supercharger-Station mit 16 "Zapfsäulen"!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das fast ausschliesslich Geschäftswagen sind.

Tinduck am 02 Sep 2019 06:39:38

Richtig, wer leistet sich schon privat nen Tesla?

Gilt aber auch für sämtliche anderen Oberklasse-Karren, da liegt der Anteil der privat betriebenen Fahrzeuge unter 20% ... wird Zeit für eine Begrenzung der Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit von Dienstwagen :D

Zum Thema Iridium ... ich hab das Ding auch beim Brötchenholen auf dem P1 gesehen, und es hat sich sogar bewegt (Einparken)! Ich dachte erst, es wäre ein Schummelfahrzeug mit Diesel, weil die Lüfter vorn volles Rohr liefen und es deshalb von vorn sehr laut erschien. Beim dran Vorbeigehen erschien es dann aber deutlich leiser und das e-Mobil-typische Surren war wahrnehmbar.

Ist natürlich schon ein Ding, auf den Messestand ne Mogelpackung zu stellen. So wird das nix...

Die 400 km wären uns auch zu wenig. Und 30 h Ladedauer an einer 16-A-Steckdose ist auch eher problematisch... bei so ner schönen 6-A-Absicherung wie am Mittelmeer durchaus üblich braucht man dann drei bis vier Tage, bis das Ding wieder voll ist. Vielleicht gleich 1,2 kW Solar aufs Dach packen...

Aber wer weiss, für Leute mit viel Zeit und wenig Strecke pro Tag vielleicht nen Gedanken wert. Wenn sich der Preis halbiert...

bis denn,

Uwe

BadHunter am 02 Sep 2019 07:33:56

Ich werde nie verstehen, warum man statt dieses E-Auto-Hypes nicht viel mehr auf Wasserstoff setzt, mit entsprechendem Tankstellennetz wäre das auf Dauer eine viel praktikablere und umweltfreundlichere Alternative...

SvenZ am 02 Sep 2019 08:13:16

Wir sind hier in Deutschland die letzten Dinosaurier, die irgendwann aufwachen und merken, dass die Verbrenner keine Zukunft haben.
Der Elektroantrieb ist zum Glück nicht mehr aufzuhalten.
Ob da die deutlich weniger effektive Brennstoffzelle eine wirkliche Rolle spielen kann wird sich zeigen.

Für mich ist das eine Evolution wie von der Kutsche zum Auto, jetzt von lärmendem Stinker hin zu alternativen Antrieben.
Ich freue mich darauf und bin gespannt, was noch so alles kommt! :ja:

mafrige am 02 Sep 2019 08:16:38

BadHunter hat geschrieben:Ich werde nie verstehen, warum man statt dieses E-Auto-Hypes nicht viel mehr auf Wasserstoff setzt, mit entsprechendem Tankstellennetz wäre das auf Dauer eine viel praktikablere und umweltfreundlichere Alternative...


Das Problem ist der Wasserstoffspeicher. Dazu kommt, das Wasserstoff nur mit einer Brennstoffzelle rentabel ist. Bei der Verbrennung im Motor, mit 30 - 40 % Wirkungsgrad, zu teuer.

babenhausen am 02 Sep 2019 08:35:13

Einfach Wasserstoff...als Energie
Wo kommt der Wasserstoff her?
--> Link
Dazu noch das Speicherproblem für Wasserstoff in Fahrzeugen und die nicht ganz so triviale Technik und auch die Wartung.
Wer als kleine Werkstatt kann und will sich entsprechende Ausrüstung,Umbau und Ausbildung leisten um Wasserstoffantriebe zu warten?
Es hakt ja jetzt schon bei dem Verkauf von E Autos bei kleineren Werkstätten einfach an der Tatsache dass kein entsprechendes Wartungspersonal vorhanden ist und daher gerne beim Verkauf von E Fahrzeugen abgeraten wird um den Kunden zu behalten zu können.

Elgeba am 02 Sep 2019 14:42:33

Hallo, Frank

Mit Ladestationen im Ausland habe ich solche auf SP und CP gemeint,ob da wohl groß in Hochleistungsstationen investiert wird wage ich zu bezweifeln eben so wie die Aussage das der Verbrenner keine Zukunft hat.Für mich kommt kein Fahrzeug in frage das mich für Stunden von einer Steckdose abhängig macht und meine Freiheit durch seine begrenzte Reichweite einschränkt.Wenn das wirklich kommt ist schluß mit der Wohnmobilfahrerei,dann wird wieder geflogen.


Gruß Bernd

nuvamic am 02 Sep 2019 15:10:44

Tinduck hat geschrieben:Vielleicht gleich 1,2 kW Solar aufs Dach packen...

Wurde von dieser Idee am Iridium-Stand nix gesprochen?

Wobei bisher die Solarpanele ja wohl eher an die Aufbau-Batterie liefern, oder? Ich schätz mal, die Zufuhr an die "Motor-Batterie" (wie heißt das Teil richtig?) wäre wohl ne komplett neue Schiene...

andwein am 02 Sep 2019 16:08:45

SvenZ hat geschrieben:Wir sind hier in Deutschland die letzten Dinosaurier, die irgendwann aufwachen und merken, dass die Verbrenner keine Zukunft haben.

Ich fände es gut wenn nicht jeder den "Verbrenner" verteufeln würde. Das ist einfach zu allgemein für eine solche Diskussion! Warum immer so unpräzise maulfaul??? Weil es ein "Schlag-tot-Wort" ist??
Benzin, Diesel Verbrenner ? LPG-Verbrenner, fossile Trebstoff-Verbrenner, Wasserstoff-Verbrenner, Methan-Verbrenner, Erdgas-Verbrenner, etc?? Welche sind denn gemeint? Wasserstoff und Methan können wohl nicht gemeint sein und Erdgas wohl auch nicht obwohl fossil. Das wird übrigens als Abfallstoff abgefackelt (verbrannt) und die Abfackelung wird anscheinend nicht verboten
Die Grünen wollen ein Gesetz, dass "Verbrennungsmotoren" ab 2030 verboten werden! Die meisten wissen noch nicht einmal was alles "verbrannt" werden kann.
Sorry, aber das musste mal raus, Gruß Andreas

pipo am 02 Sep 2019 16:23:40

Schade das dieser Tröd nun deutlich vom Ursprungsthema abdriftet..

Ich finde den Ansatz vorbildlich, im Campingbereich elektrifizierte Fahrzeuge zu konzeptionieren. Wenn ich mir die Erfahrungsberichte anschaue, ist dieses Fahrzeug aber noch soweit vom Massenmarkt entfernt, wie der Mond von der Erde. Und wenn, wird man die nächsten 50 Jahre nur in Westeuropa Urlaub machen können. Aber wenigstens ein Anfang.

mantishrimp am 02 Sep 2019 22:30:57

Hallo,
Elgeba hat geschrieben:Mit Ladestationen im Ausland habe ich solche auf SP und CP gemeint, ob da wohl groß in Hochleistungsstationen investiert wird wage ich zu bezweifeln

auf dem SP oder CP braucht man eigentlich keinen vollen Fahrakku, den kann man bequem unterwegs an einer Ladesäule mit bis zu 150 kW laden.

pipo hat geschrieben:Ich finde den Ansatz vorbildlich, im Campingbereich elektrifizierte Fahrzeuge zu konzeptionieren.

wenn man die Kilometerleistungen von Wohnmobilen und LKW vergleicht gibt es eigentlich wichtigere Baustellen.

pipo hat geschrieben:Und wenn, wird man die nächsten 50 Jahre nur in Westeuropa Urlaub machen können. Aber wenigstens ein Anfang.

vielleicht fahren wir als "betroffene" (PKW) mit einem anderen Blick durch die Welt aber selbst jetzt im Osten (Baltikum) haben wir jede Menge Ladestationen gesehen.

Egal um welches E Fahrzeug es geht, es muss zum Nutzungsprofil passen. Wenn ich jeden Freitag für 2 Nächte über 400 km ans Meer fahren möchte passt ein E Womo einfach nicht. Bin ich länger unterwegs und kann mich mal treiben lassen geht es evtl aber dagegen sprechen immer noch die wesentlich höheren Anschaffungskosten.

felix52 am 03 Sep 2019 02:40:14

Ich freue mich zunächst einmal, dass Björn sich wieder mal gemeldet hat.

Moin Björn und meine besten Grüsse an Dich.

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Bzgl. solcher wohl eher gefühlsbesteuerten Aversion bin ich platt und ehrlich erschüttert.
Na klar läuft die Wärmepumpe schadststofffrei zur Klimatisierung im Sommer bei Höchsttemperaturen an.
Jeder E-Auto Besitzer kennt das, Kälter im Sommer. Eisfrei im Winter an den Scheiben und mollig warm.
Und dann gibts da noch das Geräusch bis 30 km/h , damit die Fussgänger das Auto hören können.

Und jetzt zu dem allgemeinen Geschwurbel hier bzgl. der Reichweiten und der Ladedauer.
Das vorgestellte Modell Iridium ist ein erfolgversprechender Anfang.
Ladestrom wird aus regenerativer Energie von den allermeisten Stromanbietern dazu verwendet.
Die Reichweite wird leider nicht mit anerkannten Grössen wie NEFZ alt oder WLTP (neu) verifiziert.
Die tatsächliche Reichweite wird deshalb wohl eher bei 250 km liegen. Im Winter also eher bei 180 km.
Und wenn der Akku dann nur noch 10kW (400 V )übrig hat , kann man noch lange elektrisch kochen, Heizen odersonst im bidirektionalem
Lademodus verscherbeln.

Zum Schnellladen, also CCS braucht es an einer entspechenden Säule von 20 bis 80 Kw etwa 30 Minuten bei geeigneten Batterien.
Ein ganz normaler AC Lader Typ2 etwa 3 Stunden. Steht dafür allerdings auch an jeder Ecke z.B. hier bei mir an der Nordsee.
Und ja, es ist eben deutlich nerviger und auch zunächst teurer Vorschlag. De facto auch klar: Eine Ansammlung von Solarpanes erhöht die Reichweite.
Gasflaschen entfallen entfallen sowieso. Auch deren Gewicht.

Bei mir ist es so, dass ich seit 06/2015 nen ncht stinkenden E-Roller befördere. Das macht auch meinen Schlaf angenehmer über der Heckgarage.
Und da klappt das mit der Ladung in der Heckgarage über Solar - Panels.Ist doch "goil", oder ? Seit 2015, selbst wenn das Wohnmobil hier "nutzlos" rumsteht.
Ohne Gestank.

Ich finde es S.s. einen guten Anfang.
War anfang 2015 auch skeptisch, aber meine betriebswirtschaftlichen Ergebnisse sind mehr als überzeugend. Die alten Fahrzeuge haben sich längst armotisiert.
.
Knacke gerade die 100 Tausend km Grenze. Schweinebillig und seit 5 Jahren ein neues Lebensgefühl: Überzeugt, umweltbewusst und aktiv tätig. :twisted: :ja:

Grüße an meinen Vorschreiber Frank.
:wink:









dass man ne

Tinduck am 03 Sep 2019 07:17:43

felix52 hat geschrieben:War anfang 2015 auch skeptisch, aber meine betriebswirtschaftlichen Ergebnisse sind mehr als überzeugend. Die alten Fahrzeuge haben sich längst armotisiert.

Knacke gerade die 100 Tausend km Grenze. Schweinebillig und seit 5 Jahren ein neues Lebensgefühl: Überzeugt, umweltbewusst und aktiv tätig. :twisted: :ja:



Das waren noch die guten alten Zeiten. Inzwischen wird Laden auch teurer, manch einer reibt sich an der Ladesäule schon die Augen, was eine Akkuladung kostet.
Und das mit dem Ökostrom an den Ladesäulen ist kompletter Tinnef, solange unser Energiemix so ist, wie er ist. Elektronen wissen nicht, welches Kraftwerk sie auf Potential gebracht hat! Das Ökostromkonzept ist bestenfalls eine Förderung für die Regenerativen, aber im Moment noch nicht per se umweltschonend.

Im ganzen Elektrobereich wird sehr viel mit Simplifizierungen und Halblogik gearbeitet, weils ja Öko ist und auch im Moment politisch gewollt. Für mich bleibt das ein Luxuskonzept, weil nicht massentauglich und viel zu teuer.

E-Roller, E-Bikes usw. halte ich für plausibel, damit lassen sich viele Kurzstreckenfahrten mit Diesel- oder Benzinverbrennern sparen. Allerdings auch nur bei Schönwetter...

bis denn,

Uwe

SvenZ am 03 Sep 2019 08:04:46

andwein hat geschrieben:Ich fände es gut wenn nicht jeder den "Verbrenner" verteufeln würde. Das ist einfach zu allgemein für eine solche Diskussion!

Ich habe mit damit schon auf die Internal Combustion Engines (ICE) Antriebe generell bezogen.
Ja, sehr allgemein.
Aber die Kritik, die ich zu Elektrofahrzeugen höre ist auch meistens pauschal und immer die gleiche Leier.
Nach dem Motto: Ich will KEINE Nachteile/Komfortverluste gegenüber heute haben. Ein paar Minuten laden, wenn man auf Tour ist geht auf keinen Fall und wo sollen all die Batterien herkommen und so weiter und so weiter – alles ohne Fakten.

Interessant ist, dass ich diese Ablehnung vor allem aus Deutschland höre. Spreche ich mit Kollegen aus meinem Arbeitsumfeld in Spanien, Polen, Schweden, Frankreich oder den USA, dann erkenne ich diese generelle Ablehnung nicht. Wenn ich Strecken über 400 km fahre, dann lade ich alle 2-3 Stunden für 15 – 20 min, so what!
Sicher wird es den viel genannten Antriebsmix geben, aber auch Elektrofahrzeuge (Busse, Leicht-LKWs, Kleinfahrzeuge) sind ein Schritt in die richtige Richtung. Bevor ich privat einen Billigflug für 80 Euro Stuttgart-Berlin buche, fahre ich lieber elektrisch. Nach dem Stand, den ich kenne, habe ich die Umwelt dann etwas weniger belastet.

Sven (der privat einen Tesla fährt, der bezahlbar ist und sich über jedes lokal emissionsfreie Fahrzeug auf der Straße freut)

pipo am 03 Sep 2019 08:35:13

mantishrimp hat geschrieben:vielleicht fahren wir als "betroffene" (PKW) mit einem anderen Blick durch die Welt aber selbst jetzt im Osten (Baltikum) haben wir jede Menge Ladestationen gesehen.

Dagegen spricht die Tatsache, dass zBsp. in Estland aktuell die meisten Diesel zugelassen werden. Auch hatte ich in Tallinn nicht den Eindruck, dass man hier mit der eMobilität weiter wie in Deutschland ist. Eher glaube ich, dass man die Fördermittel konsequenter ausgibt :ja:

Egal um welches E Fahrzeug es geht, es muss zum Nutzungsprofil passen.

Ich hätte mir so gerne im letztem Jahr einen Tesla statt einem Diesel gekauft. Lange habe ich recherchiert, lange habe ich nachgefragt ob mein Arbeitsgeber eine Ladesäule zu Verfügung stellt, aber letztendlich ist es so gekommen wie Du es angemerkt hast.

teuchmc am 03 Sep 2019 20:05:26

Moin Sven! Welcher Tesla ist denn bezahlbar? Zumindest für mein soziales Umfeld und meine Person, finde ich nix bezahlbares.
Moin Loide! Wie hier schon erwähnt wurde, sehe auch ich sinnvolle E-Antriebe eher bei Roller/E-Fahrrad/Lieferverkehr.
Ich sehe weiterhin ,den politisch gewollten Weg nur auf Batterieautos zusetzen, kritisch.
Bei den hier eingeworfenen möglichen Preis wird sich dieses Kfz wohl nur
die Tesla-Klientel leisten können. Dann wird es wohl nicht lange dauern,bis der "niedere" Stand mittels
Staatsmitteln geknebelt wird. Dann hat man auch endlich wieder Platz ufn SP/CP wenn dieser Stand wegbleiben muss.
Läuft in D........
Sonnigen weiterhin. Uwe

Bakerman am 04 Sep 2019 00:15:24

Hallo ,
sicher hat Uwe recht , wenn er schreibt ein E-Mobil ist privat kaum bezahlbar. Ich fahre geschäftlich auch einen TESLA und bin von daher völlig überzeugt , dass sich diese Antriebsart auch bei Wohnmobilen durchsetzen wird . Sicher werden noch andere Formen der Energiebereitstellung für die E-Motore dazu kommen , wie nur die Batterien.
Der Elektromotor wird ganz sicher die Verbrennungsmotoren ablösen und ich sehe das weniger aus der ökologischen Sicht . Mir fällt im Moment nichts ein was der E-Motor nicht besser kann wie der Verbrennungsmotor . Einzig und allein ist es die Reichweite wo ein Verbrennungsmotor vorne liegt . In meinem TESLA sind wesentlich weniger Teile verbaut , also können auch viel weniger Teile kaputt gehen. Man hat keinen Vergaser/Einspritztechnik , kein Getriebe , keinen Turbo , die Bremsen halten 4 bis 5 mal so lange und außer auf das Putzwasser für die Scheiben zu achten, braucht man sich um nichts kümmern .Die Wartungsintervalle sind wesentlich größer . Sicher rechtfertigen diese Einsparungen nicht den sehr hohen Anschaffungspreis , aber sie relativieren diesen zu mindestens. Die Reichweite ist nur ein Problem , wenn nicht die Ladeinfrastruktur vorhanden ist und hier ist TESLA um Jahre voraus , darum war es für mich im Juni auch kein Problem über 1000 km Non Stopp nach Norwegen zu fahren. Das Laden hat insgesamt so ca.höchstens 3h in Anspruch genommen, aber was sind schon 3 Stunden auf 1000 km und man kommt wesentlich entspannter am Ziel an. Für einmal Tanken , Essen und Pinkelpause braucht man ja auch Zeit !
Dennoch würde ich zum heutigen Zeitpunkt mir kein Elektro Wohnmobil kaufen , es sei denn das Basisfahrzeug würde von TESLA kommen und dies liegt hauptsächlich, aber nicht nur, an der vorhandenen Lade-Infrastruktur .
Gruß Frank

Tinduck am 04 Sep 2019 06:06:01

Bakerman hat geschrieben:Hallo ,
sicher hat Uwe recht , wenn er schreibt ein E-Mobil ist privat kaum bezahlbar. Ich fahre geschäftlich auch einen TESLA und bin von daher völlig überzeugt , dass sich diese Antriebsart auch bei Wohnmobilen durchsetzen wird .
Gruß Frank


Das ist aber ein schöner Widerspruch, oder sollen wir dann alle ein Gewerbe anmelden, damit andere Steuerzahler unsere Elektro-Womos so quersubventionieren, wie es im Moment mit den ganzen geschäftlich angemeldeten, aber auch privat genutzten Teslas läuft?

Jemanden, der sagt, S-Klasse und 7er BMW werden sich flächendeckend durchsetzen wegen der Sicherheits- und Komfortvorteile, würde man sicherlich nicht allzu ernst nehmen. Dennoch wird dies bei noch teureren Elektroautos propagiert. Ich kann es nur wiederholen, bei den bisherigen Anschaffungspreisen ist und bleibt das eine Nischentechnologie für Reiche und Geschäftsleute (die die hohen Kosten z. B. über voll absetzbares Leasing tw. auf die Allgemeinheit umlegen).

bis denn,

Uwe

SvenZ am 04 Sep 2019 08:47:06

Hat zwar nichts mit dem Iridium zu tun, aber es kam die Frage auf, was "bezahlbar" heißt.
Sicher bei jedem unterschiedlich. Aber ein Wohnmobil als Hobby ist ja auch kostenintensiver als ein Wohnwagen.

Zur Info:
Aktueller Preis Telsa Model 3 bei einer Lieferzeit von ca. 2 - 8 Wochen und Barkauf: 44.370 Euro
Leasing via Tesla möglich. Die Model 3 Fahrer, die ich aus dem tff-forum . de kenne, fahren ihn fast alle privat.

Gruß,
Sven

Bakerman am 04 Sep 2019 09:06:48

Entschuldige , dass ich darauf noch einmal reagieren muss , aber ich wollte mich wenigstens bei Dir und der Allgemeinheit dafür bedanken dass ich mir einen TESLA leisten durfte und stell Dir vor ich habe noch viel mehr Kosten , die ich von der Steuer absetzen kann . Jetzt suche ich noch jemanden der meine Abgaben ans FA übernimmt !
Damit hat sich das Thema für mich erledigt .
Gruß Frank

Bakerman am 04 Sep 2019 09:10:55

Entschuldige Sven , ich wollte mich in erster Linie bei Uwe bedanken, du bist mit Deinem Beitrag schneller gewesen .

fomo am 04 Sep 2019 10:02:21

Ich halte die Herangehensweise an das Thema Reichweite für ungeschickt.

Mein erstes Auto hatte vor ca. 35 Jahren auch eine Reichweite von nur gut 300 km. Das war aber überhaupt kein Thema, da an der nächsten Tankstelle nach ca. 5 Minuten wieder ein neues Reichweitenguthaben von 300 km zur Verfügung stand. Somit halte ich jede Reichweite ab ca. 200 km für akzeptabel, sofern diese in kurzer Zeit wieder zur Verfügung steht.

Was bringt ein Elektroauto mit einer tollen Reichweite von 1000 km, wenn die Aufladung dazu 75 Stunden oder mehr dauert?

dieter2 am 04 Sep 2019 10:17:09

Ich stelle mir gerade vor wie es ist wenn es nur noch Batterieautos gibt.

Auf der Autobahn im Sommer an der Tanke werden sich die Autofahrer um die letzte freie Steckdose prügeln.(bildlich gesehen ;D )

Jetzt fährt jeder nach ca.10 Minuten weiter,aber dann stehen diese Auto ca. 3 Stunden.

Gruss Dieter

Pechvogel am 04 Sep 2019 10:55:09

dieter2 hat geschrieben:Ich stelle mir gerade vor wie es ist wenn es nur noch Batterieautos gibt.

Auf der Autobahn im Sommer an der Tanke werden sich die Autofahrer um die letzte freie Steckdose prügeln.(bildlich gesehen ;D )

Jetzt fährt jeder nach ca.10 Minuten weiter,aber dann stehen diese Auto ca. 3 Stunden.

Gruss Dieter


Und dann gibt es noch zig Autos die, nicht nur abends, am Straßenrand parken. Wie werden die denn dann geladen? Das gleiche gilt letztlich auch für Womos: wo lädt man die bevor es auf Reise geht wenn man keine eigene Steckdose hat?
Über Nacht an einer Ladesäule parken?
Auch die vielen Handwerker die sich ja jetzt einen E-Lieferwagen kaufen sollen: zig Handwerker geben die, mit Werbung beklebten, Lieferwagen abends ihren Mitarbeitern mit die diese dann am Straßenrand vorm Haus parken. Aber bei nicht einmal 200km Reichweite müssten die jeden Abend geladen werden?

Was mir aufgefallen ist:
vor etwa 2 Jahren hatte ich mich mal für einen kleinen E-Lieferwagen interessiert. Sowas Richtung Citroen Berlingo, Fiat Doblo, ....
Inzwischen haben sowohl Citroen als auch Fiat die kleinen E-Lieferwagen wieder aus dem Programm genommen.



Grüße
Dirk

willi_chic am 04 Sep 2019 12:46:36

die Crux bei der Speicherung elektrischer Energie in Batterien ist die Tatsache daß ich 100% der benötigten Energie an Bord haben muß

klingt erst mal selbstverständlich

Fakt ist auch daß zur Verbrennung von 1 kg Diesel etwa 10 kg Luft benötigt werden, un die holt sich der Verbrenner aus der Umgebungsluft

was heißt daß nur 10% der benötigten Energie mitgeführt werden muß, was den Verbrenner unschlagbar macht

grüße klaus

babenhausen am 04 Sep 2019 13:00:52

Es ist nicht so dass der Strom umsonst aus der Leitung kommt
Inzwischen haben die Stromkonzerne die Fahrer der E Autos zum teil schon im Würgegriff indem sie nahezu Monopolartig die Ladesäulen in bestimmten Gebieten stellen und somit auch die Preise diktieren können.
Da werden zum Teil saftige Preise aufgerufen
Ich habe mich vor einiger Zeit auch für ein E Auto interessiert , doch als ich festgestellt habe die einzige Ladesäule ist 3 Stationen mit dem Bus vom Arbeitsplatz entfernt ist die Geschichte gestorben.


--> Link

wolfherm am 04 Sep 2019 14:20:31

Ich kenne jemanden, der hat sowohl am Haus als auch am Geschäft eine Ladestation. Der hat in den letzten Monaten nicht einmal eine dieser Stationen benötigt. Er konnte immer unterwegs an einer kostenlosen Säule laden. So kanns auch gehen.......

mantishrimp am 04 Sep 2019 14:34:23

Hallo,

schön das immer wieder ein Tesla ins Spiel gebracht wird, scheint für viele das einzige E Auto am Markt zu sein :D

Natürlich kommt der Strom nicht kostenlos aus der Steckdose, es ist aber auch nicht so das Benzin und Diesel kostenlos aus der Zapfsäule fließen, oder?
Den von Wolfgang erwähnten User kenne ich auch und noch einige mehr die relativ günstig unterwegs sind.
Wir nutzen eine Ladekarte von unserem örtlichen Stromanbieter, damit haben wir Zugriff auf über 5000 Ladestationen in Deutschland und noch einige mehr im Ausland. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter recht stark, mal gibt es wie bei uns eine Flatrate für XX € oder es wird nach kWh abgerechnet.

babenhausen am 04 Sep 2019 15:23:45

wolfherm hat geschrieben:Ich kenne jemanden, der hat sowohl am Haus als auch am Geschäft eine Ladestation. Der hat in den letzten Monaten nicht einmal eine dieser Stationen benötigt. Er konnte immer unterwegs an einer kostenlosen Säule laden. So kanns auch gehen.......

bis jetzt kann das auch noch!!
funktionieren, .
Die Frage ist wie lange der Strom aus der Steckdose noch für das Fahren ohne Steuerbelastung vergleichbar mit Diesel oder gar Benzin aus der Dose fließt.
Derzeit ist das noch ein geringes Löchlein im Staatssäckel sind aber 50 ,60 oder noch mehr % der Fahrzeuge auf Strom umgestellt wird sich das sehr schnell ändern
dann ist das ein riesen Loch.
Der Steuerausfall muss dann ersetzt werden.Das wird noch lange Diskussionen geben... Wohl dem der dann selbst Strom produziert, nur darf der dann diesen Strom auch selbst "tanken" und wie sind dann die Energiesteuern zu entrichten?
Analog dazu:
Ich habe zwar ein Brennrecht auf meiner Hütte aber Steuern muss ich auf jeden Liter Alk zahlen den ich selbst brenne und wehe wenn nicht gezahlt wird...

Das wird sicher noch lustig mit dem Strom und den Autos, egal wie wenn man mal in die Zukunft blickt

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