Caravan
luftfederung

Nach Klage nimmt KNAUS Händler Wohnmobil zurück 1, 2, 3


sonnenscheinfahrer am 06 Sep 2019 17:03:17

Warum nimmt ein Händler, nach 3 Jahren juristischer Auseinandersetzung, ein Wohnmobil doch noch zurück?

a) weil der Kunde vor 3 Jahren so blöd war und falsch bestellt hat!

b) weil der Händler sich nach 3 Jahren doch noch als Dienstleister versteht und dem Kundenwunsch entspricht!

c) weil der Händler und der Hersteller die gesetzlichen Vorschriften, sagen wir es mal etwas untertrieben, "übersehen" und sich nicht daran gehalten haben.

Hm, :gruebel:
.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Tinduck am 06 Sep 2019 17:34:57

Genau das ist der Punkt. Knaus war blöd genug, ein Mobil auszuliefern, das vom eigenen COC nicht mehr gedeckt war, weil ab Werk mehr Zusatzausstattung verbaut wurde, als das COC erlaubte.

Allein deshalb wurde der Kaufvertrag rückabgewickelt, nicht aufgrund mangelhafter Beratung oder sonstwas.

Insofern ist dieser Fall nicht unbedingt auf jedes Gewichtsproblemchen übertragbar, es kommt immer drauf an, was im COC-Papier steht.

Jeder Autohersteller hat einen Konfigurator im Netz, mit dem man minutiös sein zukünftiges Vehikel planen kann. Es wäre ein leichtes, sowas auch für Womo-Hersteller zu machen und zu warnen, wenn das zGG mit der gewählten Austtattung und Normbeladung (Anzahl Sitzplätze x 75 Kg, Länge in Meter x 10 Kg...) überschritten wird.
Aber leider gingen die meisten Womo-Hersteller wahrscheinlich pleite, wenn nur noch Mobile verkauft würden, die ihr zGG nicht so schnell überschreiten. Mangels Absatz, weil es ja unbedingt immer unter 3,5 Tonnen sein muss, trotz Whirlpool und Billiardtisch an Bord.

bis denn,

Uwe

duca250 am 06 Sep 2019 17:48:08

...bei Frankia gibts bereits einen Konfigurator mit Preis und Gewicht.

pipo am 06 Sep 2019 17:49:44

Phoenix auch..

kapewo am 06 Sep 2019 18:18:39

Eura auch.

sonnenscheinfahrer am 06 Sep 2019 18:39:23

Liegt es also daran, dass der KNAUS Händler noch alles handschriftlich aufgeschrieben hat aber nur die Preise zusammenzählen konnte :roll:

WomoToureu am 06 Sep 2019 18:40:20

Tinduck hat geschrieben:......deshalb wurde der Kaufvertrag rückabgewickelt ....
Falls ich nicht falsch gelesen habe, war davon nicht die Rede.

Es hieß lediglich, dass es ein Vergleichsangebot gegeben habe, man sich geeinigt habe und das Wohnmobil schlussendlich nach Zahlungseingang direkt vom Hersteller KNAUS abgeholt wurde.

Über die Höhe des "Zahlungseingang" wurden leider keinerlei Angaben gemacht. Das kann ich verstehen und der Thread Ersteller muss dies auch nicht tun, allerdings habe zumindest ich keine Möglichkeit mir ein "Bild" zu machen.

Denn Rücknehmen wird ein Händler oder Hersteller ein Wohnmobil immer, allerdings zu einem Preis bei dem sich an dem Fahrzeug Geld verdienen läßt. Wie das hier der Fall war, wie gesagt ist mir nicht bekannt.

sonnenscheinfahrer am 06 Sep 2019 19:57:55

wolfherm hat geschrieben:Hier weitere Themen des TE in diesem Zusammenhang:

--> Link
--> Link
--> Link



Wolfgang, lieben Dank dass du hier für etwas Überblick sorgst - ich habe deine Liste nochmals ergänzt, für diejenigen, die das Thema technisch interessiert.



Knaus Sun TI 700 MX - Fahrbefüllung 10 Ltr
--> Link

Tatsächliche Masse des Fahrzeugs - richtig oder falsch? <<<< DAS IST DAS WICHTIGSTE THEMA, alle anderen Themen tragen zu einem Gesamtbild bei.
--> Link

Fahrbefüllung i S d VO EU 1230 2012
--> Link

alternative Wortwahl bei Masse in fahrbereiten Zustand
--> Link

Zuladung im Sinne der StVO
--> Link

442 BGB Kenntnis des Käufers
--> Link

Teilintegrierter 7,5 m - Gewichtsverteilung richtig?
--> Link

.

selbstschrauber am 06 Sep 2019 21:15:31

Ulrich, ich gratuliere Dir zum Erfolg und beglückwünsche Dich zu deinen Nerven und Durchhaltevermögen.
Zudem danke ich sehr herzlich, dass Du uns vom Ergebnis berichtet hast.

Manche der Kommentare kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, also die die den Fehler bei Dir suchen, oder meinen Du seiest ein "geldgieriger Krorinthenkacker, vermulich ein Anwalt"
Fakt ist, dass Händler den Kunden auf die Problematik hinzuweisen haben, sie sind die Fachleute und nicht der Käufer. Wenn zudem Autos auf die Straße gebracht werden, die schon die eigenen Voraussetzungen zur Zulassung nicht einhalten, grenzt das m.E. an Betrug.
Über einige der Forenmitglieder kann ich nur den Kopf schütteln. Ich erinnere mich noch an den Treat wo ein User sich beschwerte dass sein Bett im Neufahrzeug immer wieder zusammenbrach. Dem wurde auch unterstellt, dass er zu übergewichtig sei, oder unmögliche Dinge im Bett veranstalten würde. Zudem solle er den armen Händler nicht nerven, sondern sein Wohnmobil gefälligst selbst umbauen.Bei so einer Kundenmeinung können sich die Hersteller wirklich alles erlauben....

LG

Selbstschrauber

sonnenscheinfahrer am 06 Sep 2019 23:31:53

selbstschrauber hat geschrieben:Ulrich, ich gratuliere Dir zum Erfolg und beglückwünsche Dich zu deinen Nerven und Durchhaltevermögen.
Zudem danke ich sehr herzlich, dass Du uns vom Ergebnis berichtet hast.

LG

Selbstschrauber



Vielen Dank an ALLE hier, die mich unterstützt und mir Mut und Hoffnung gemacht haben – der Erfolg entschädigt.

Für alle anderen:

Wie Leute dich behandeln ist deren Karma. Wie du darauf reagierst ist dein Karma.

.

Leberkas am 06 Sep 2019 23:42:13

Ulrich, wie ich schon geschrieben habe finde ich deine Aktion auch super. Aber es wäre nett, wenn du hier auf ein paar Fragen eingehen würdest. Auch andere können mal in so eine Situation kommen und es würde ihnen helfen.

Was hast du mit dem WoMo während des Rechtsstreites gemacht?
Wie sah die Entschädigung aus? Eine % Zahl würde schon ausreichen.

Vielen Dank im Voraus :)

pipo am 07 Sep 2019 08:54:26

sonnenscheinfahrer hat geschrieben: Wie Leute dich behandeln ist deren Karma. Wie du darauf reagierst ist dein Karma.

Netter Spruch :mrgreen:
Grundsätzlich begrüße ich den Ausgang für Dich. Das Vorgehen so vieler Händler/Hersteller ist angesichts der 3.5t Diskussion in der Tat nicht tollerierbar.
Allerdings frag ich mich immer noch, wie Du als wohnmobilerfahrener Kunde überhaupt in die Situation kommen konntest und was daraus resultierend Deine wirkliche Motivation zur Rückabwicklung war. Auch in den anderen Themen, die Du gestartet hast, wurden sachlich kritische Nachfragen nie von Dir beantwortet.

Energiemacher am 07 Sep 2019 09:26:18

pipo hat geschrieben:Auch in den anderen Themen, die Du gestartet hast, wurden sachlich kritische Nachfragen nie von Dir beantwortet.


Er schrieb doch schon: Das ist sein Karma!

sonnenscheinfahrer am 07 Sep 2019 10:16:07

pipo hat geschrieben: ... Auch in den anderen Themen, die Du gestartet hast, wurden sachlich kritische Nachfragen nie von Dir beantwortet.


Hallo Peter,
hallo Klaus,

eure Beiträge haben eine Schnittmenge - die Beantwortung konkreter Fragen, die dem Fragenden wirklich am Herzen liegen und partout nicht beantwortet werden.

Nun kommt es immer wieder vor, dass der TE sich in der Richtigstellung von Falschbehauptungen, und „Abwehr“ von Beleidigungen sowie Unsachlichkeiten verliert. Das Resultat ist dann, dass so manche themabezogene Frage liegen bleibt - weil sie auch schon einige Posts zurückliegt.

Eine PN des wirklich fachlich Interessierten würde hier zur Beantwortung führen - der TE wird dadurch an das erinnert, was dem fragenden wirklich am Herzen liegt. Die Antwort kann dann im Forum als Post gegeben werden.

Ich befürchte, dass mancher, dessen Frage untergeht oder nicht gleich beantwortet wird, es persönlich nimmt und dies abwertend empfindet - leider kommt das vor, mancher hat nur eine begrenzte Onlinezeit, Absicht ist es keineswegs.


… und noch etwas zu jedermanns persönlichem Karma:

„Karma is a bitch“ - Du bekommst, was du gibst“ :gruebel:

und "Karma hat kein Verfallsdatum" :?

... also immer positiv und freundlich ... ;D

.

WomoToureu am 07 Sep 2019 10:36:36

Ich bin nicht der Ansicht das es sein "Karma" ist, denn ich übersetze Karma mit Schicksal, Handlung, Tat usw.

Das er offene und angemessene Fragen nicht beantwortet und auch nicht einmal Ansatzweise darauf eingeht liegt sicherlich in der Persönlichkeit.

Engel sind wir alle nicht, selbstverständlich auch ich nicht. Auch wenn ich es anerkenne das der Kollege sich so viel Arbeit gemacht hat und uns informiert, sehe ich auch eine gezielte Desinformation, sowie eine nicht kritikfähige Persönlichkeit.

Wie "Pipo" zutreffend heute um 8:54 Uhr fragt, wie konnte der TE überhaupt in eine solche Situation kommen, ein Fahrzeug zu erwerben von dem er wissen musste, das es als 3,5 t nicht geht. Wollte er die Situation bewusst und den Rechtsstreit ? So fragt sich nicht nur Pipo sicherlich.

Der TE schreibt am 7.Sept. um 23:31 Uhr... "Der Erfolg entschädigt ... Ehrlich gesagt vermag ich keinen "Erfolg" zu erkennen. Wo ( worin ) soll nun ein Erfolg gesehen werden ?

Wenn ich nun lese das der Händler den TE als Kunden schon darauf hingewiesen hat und gesagt hat, "das wird aber eng", sehe ich die Schuld keineswegs nur beim Händler / Hersteller. Es ist typisch das der Kunde "auf Biegen und Brechen" ein "7.5m Wohnmobil mit viel Zubehör, Anhängekupplung usw" verlangt, sich wundert das die notwendige Zuladung realistisch betrachtet auf der Strecke bleibt.

Ich für meinen Teil nehme einen verunglückten Rechtsstreit der mit einem Vergleich schloß zur Kenntnis und sehe ein Mitglied, das doch sehr sensibel auf Kritik und Fragen reagiert, seine Ansicht und seine Meinung und nichts anderes akseptiert.

Leberkas am 07 Sep 2019 10:50:11

Ulrich, du hättest mit zwei Sätzen meine Fragen beantworten können. Stattdessen schreibst du wieder einen Roman und weichst nur aus. Schade! Aber es wird vermutlich Gründe dafür geben.
Ich bin dann raus und verzichte darauf. Vielleicht arbeitest du ja mal an deinem Karma :D

sonnenscheinfahrer am 07 Sep 2019 10:59:19

Mein Karma ist momentan - Garage aufräumen :|

Geduldet euch - es kann dauern - aber es kommt noch so manche Antwort - und lasst diese blödsinnigen Unterstellungen - schlussendlich setzt mann voraus, dass ein Händler und ein Hersteller mehr Detailwissen über ihre Produkte haben müssen, als ein Privatkunde.

Letztendlich gibt es gesetzliche TECHNISCHE Vorgaben - hält man sich nicht daran, hat man die Konsequenzen zu tragen - so einfach ist es.

Ich habe keinen Händler und keinen Hersteller gezwungen, dieses Fahrzeug zu verkaufen noch so zu produzieren - es hätte jeder NEIN sagen können - nein, eigentlich sagen MÜSSEN.

.

pipo am 07 Sep 2019 11:31:00

Ulrich, ich habe nicht die Absicht Dich zu beleidigen oder Dir was zu unterstellen. Selbstverständnis obligt es Dir, Fragen die aus Deiner Sicht unbequem sind nicht zu beantworten. Alles ok, aber mit der Taktik ist man in einer Kneipe oder halt in einem Forum falsch. Das ruft nur all Die auf den Plan, die Dir Grundsätzlich nicht gut gesonnen sind.

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:Ich habe keinen Händler und keinen Hersteller gezwungen, dieses Fahrzeug zu verkaufen noch so zu produzieren - es hätte jeder NEIN sagen können - nein, eigentlich sagen MÜSSEN.

Hatte ich bereits geschrieben, dass ich da vollkommen bei Dir bin. Aber Dir war doch klar, dass dieses Fahrzeug Aufgrund der Zubehörliste die 3,5t Grenze (deutlich) sprengen wird. Du bist doch kein investigativer Journalist, der die Zubehörliste rauf und runter bestellt, um illegale "Machenschaften" in der Wohnmobilbranche aufdeckt. Wie heisst es so schön, Unwissenheit schützt (Dich) nicht vor Strafe..

kapewo am 07 Sep 2019 12:17:41

" Was kann ich dafür, dass ich kalte Hände habe? Warum kauft mein Vater mir keine Handschuhe?"
So meine Gedanken in dieser Sache.

wolfherm am 07 Sep 2019 12:17:59

Moderation:Vielleicht noch einmal für die, die die Hinwiese nicht gelesen haben: Hier geht es um die Rücknahme des Fahrzeuges. Das wie und warum es passiert ist, steht in den vielen anderen Themen hierzu. Auch die inquisitorischen Fragen zum wiederholten Male sind überflüssig. Der TE hat das, was er bis jetzt schreiben wollte, geschrieben. Und das war es dann auch für den Moment. Das etwas unschöne Verhalten und die penetrante Nachhakerei bitte ich zu unterlassen. Wer sich nicht daran hält, wird hier ausgeschlossen.

Ein schönes Wochenende noch.


wolfherm am 07 Sep 2019 12:48:34

Moderation:Einen Beitrag entfernt, der nichts mit dem Thema zu tun hat.


dieter2 am 07 Sep 2019 16:46:09

Ich sehe das so,wenn ein Kunde sein Womo konfiguriert und bestellt muß der Hersteller/Händler
abwinken wenn es den gesetzlichen Vorgaben nicht entspricht.

Der Hersteller kann den Kunden sagen was als Zubehör nicht drinn ist bei den zulässigen Gesamtgewicht.

Aber einen Kunden ins Messer laufen lassen geht nicht.

Es gibt auch Kunden die von dieses Gewichtsproblem keine Ahnung,die verlassen sich auf den Händler oder Hersteller.

Gruss Dieter

babenhausen am 07 Sep 2019 17:25:13

Fakt ist einfach dass ein Fahrzeug die Werkstore verlassen hat welches so mit diesen dazu gelieferten Papieren schlicht nicht zulassungsfähig war.
Damit ist das Fahrzeug für den Käufer nicht akzeptabel.
Für den Hersteller ist die Vorgehensweise gegenüber dem Kunden erschreckend,wenn bei solch offensichtlichen Fehlern erst ein Gericht angerufen werden muss.

lonsome am 07 Sep 2019 21:32:00

Hallo,

für mich stecken da merhere Probleme drin:

Wenn ich mir ein WOmo kaufe, vor allem mit der Länge, dann schaue ich schon auch darauf: Passt das so? Kann das rausgehen, vor allem mir Zusatzausstattung? Eigenes Nachdenken ist da ja nicht verboten, warum müssen immer andere uns alles aufbereiteiten?

Wenn die Fa. Petz darauf hingewiesen hat, dass das aber eng wird, dann sollte man doch auch selber überlegen und rechnen?

Für mich sollte aber auch eine Firma nichts verkaufen, was nicht tatsöchlich nutzbar ist. Wie weit da hingewiesen wurde, das entzieht sich meiner Kenntnis, ebenos, wie empfänglich der Käufer für diese Hinweise war.

Ich habe selber meine Womos bei der Fa. Petz gekauft. Ich habe allerdings mit einem der Söhne, mit Joachim Petz, die jetzt das Geschäft leiten, auch schon sehr negative Erfahrungen gemacht, mir wurde sogar absichtlich böswilliges Verhalten unterstellt. Ebenso wurde ich auch schon falsch beraten mit der Reifengröße der großen Felgen, die für die Knaus in der Zwischenzeit häufiger Verwendung finden, falsch beraten beim Kauf von Winterreifen. Erst durch mich hat die Fa. Petz erfahren, dass sie vorher schon einige Womos mit falscher und nicht zugelassener Winterbereifung losgeschickt hat. Meinen Hinweis hat man dankend zur Kenntnis genommen ...

Insgesamt ist es für mich schwer, da zu sagen, was wirklich war. Aber es ist ja gut, wenn sich alle letztlich doch noch einigen können.

Was mir auch nicht klar ist, und was auch nicht richtig beantwortet wurde (außer ich habe es nicht gelesen): Das zog sich ja Jahre hin. Wurde das Womo genutzt, wie wurde das abgerechnet?

Gruß
Klaus

Labrador am 07 Sep 2019 23:03:55

lonsome hat geschrieben:Für mich sollte aber auch eine Firma nichts verkaufen, was nicht tatsöchlich nutzbar ist........


und vor allem dann nicht , wenn das Wohnmobil nicht einmal zulassungsfähig ist !


lonsome hat geschrieben:....falsch beraten beim Kauf von Winterreifen. Erst durch mich hat die Fa. Petz erfahren, dass sie vorher schon einige Womos mit falscher und nicht zugelassener Winterbereifung losgeschickt hat. Meinen Hinweis hat man dankend zur Kenntnis genommen ...


Das macht ja einen besonders guten Eindruck von dieser Firma :roll:

Leberkas am 07 Sep 2019 23:38:38

lonsome hat geschrieben:
Was mir auch nicht klar ist, und was auch nicht richtig beantwortet wurde (außer ich habe es nicht gelesen): Das zog sich ja Jahre hin. Wurde das Womo genutzt, wie wurde das abgerechnet?

Gruß
Klaus


Klaus, das darfst du doch nicht fragen. Der Zorn Gottes wird dich treffen :lol:
Aber du warst nicht der Einzige. Inzwischen ist es mir egal, das Ganze ist nur noch kindisch

pipo am 08 Sep 2019 08:28:49

Leberkas hat geschrieben:Klaus, das darfst du doch nicht fragen. Der Zorn Gottes wird dich treffen :lol:
Aber du warst nicht der Einzige. Inzwischen ist es mir egal, das Ganze ist nur noch kindisch

Einzig Deine Postings sind kindisch :!:
Hoffentlich reicht das jetzt für eine Threadsperre :roll:

sonnenscheinfahrer am 08 Sep 2019 09:46:11

babenhausen hat geschrieben:Fakt ist einfach dass ein Fahrzeug die Werkstore verlassen hat welches so mit diesen dazu gelieferten Papieren schlicht nicht zulassungsfähig war.
Damit ist das Fahrzeug für den Käufer nicht akzeptabel.


Ich greif mal dein Post auf und beschreibe den Verlauf zur Rücknahme.

Das Blatt mit der Überschrift „Kaufvertrag“ ist handschriftlich ausgefüllt, mit der Auflistung aller Zusatzausrüstung, getrennt durch Kommatas und einem Gesamtpreis, über ein 3,5 to KNAUS Wohnmobil.
8 Monate Lieferzeit - die Fahrzeug-Papiere wurden vorab direkt zugeschickt.
Das COC Papier/Übereinstimmungserklärung wiesen unter Punkt 13.2 Tatsächliche Masse des Fahrzeugs (also mit der GESAMTEN ZUSATZAUSRÜSTUNG) 3.160 kg
Man rechnet: 3.500 kg - 3.160 kg = 340 kg zur Verfügung stehende Nutzlast - und die will man nur mit zwei Personen nutzen - was will man mehr!
Also zahlen, Fahrzeug abholen und am nächsten Tag auf die Waage, um die rechnerischen und im COC-Papier dokumentierten 340 kg zu überprüfen.
Waage zeigte mit Fahrer (85 kg) 3.460 kg!
340 kg SOLL ./. 40 kg IST
Da sind doch 4 Sitzplätze eingetragen und etwas Gepäck und Ausrüstung sollte doch auch sein!
Jedes Auto das man kauft kann das - ein WoMo sollte mehr - hier aber ???
Frage an KNAUS Händler wie das sein kann - Antwort: Wir wussten beide dass das ein knappe Kiste sein wird! Lasten Sie auf - wer ein so teures Wohnmobil sich leisten kann, kann auch die Maut in Österreich zahlen!
Anwalt will Rückabwicklung wegen Mangel an Zuladung.
KNAUS Händler bewegt sich keinen Millimeter - hat er doch genau das geliefert was Kunde wollte.
Klage eingereicht - ca. 1 Jahr nach Fahrzeugübernahme erster Gerichtstermin! (ist halt so in München!) - der ist ja nur zum warmwerden und ein zweiter mit Zeugenbefragung wurde anberaumt.

Aufgepasst: In der Zwischenzeit forscht man nach, nachvollzieht die Zusammensetzung der Gewichte. Bekommt ein KNAUS Wiegeprotokoll vorgelegt, das genau so wenig die realen Zahlen widerspiegelt wie die COC-Papiere - auch der Gegenanwalt kann das nicht nachvollziehen und erhält auch keine Erklärung von KNAUS.
Man geht ins Detail, klärt Begriffe wie „Tatsächliche Masse“ - deren Zusammensetzung, Zusatzausrüstung, „Masse im fahrbereiten Zustand“ UND man fängt an damit zu rechnen.
Freunde und Bekannte werden aktiviert - bei TÜV, DEKRA und Zulassungsstellen bekommt man weitere Informationen - Internet und Foren helfen auch sehr viel weiter.
So wird man aufgeklärt dass jeder Hersteller einen EG-Typengenehmigungsbogen beim Kraftfahrt-Bundesamt für jedes Modell hinterlegt in dem er jede Fahrzeugvariante technisch beschreibt und die Massen in jeder Hinsicht festlegt.
So auch die „Max. Zusatzausrüstung“ (kg) => hier 40 kg

Warum NUR 40 kg Zusatzausrüstung?

Die VO EU 1230/2012 definiert alle Begriffe wie auch die Zulassungsvoraussetzung selbst:
Ein Wohnmobil mit 3,5 to zul. GM, mit 4 eingetragenen Sitzplätzen muss somit 75 kg / Sitzplatz,
10 kg Gepäck/Sitzplatz sowie 10 kg/lfm Fahrzeuglänge haben = PM Mindest-Nutzlast muss jedes Wohnmobil haben (Achtung: 1 Sitzplatz ist schon in der Berechnung der „Masse im fahrbereiten Zustand“ eingeflossen, somit sind hier nur 3 Sitzplätze zu berücksichtigen).
Das gekaufte Wohnmobil muss somit mind. 340 kg Zuladung aufweisen um zulassungsfähig zu sein.

Mit dieser PM-Mindest-Nutzlast Berechnung, man muss nur die entsprechende Länge berücksichtigen, kann somit JEDER hier nachvollziehen, ob sein Fahrzeug zulassungsfähig ist/war!

Das war die erste Berechnung, von „oben“ ausgehend, von 3,5 to abzgl. 340 und wir sind bei 3.160 kg.
Jetzt kommt die zweite Berechnung, von „unten2 ausgehend, dem LEERGEWICHT.
Leergewicht + 90 % Dieseltank + 75 kg Fahrer + gefüllte Aulugasflasche 18 kg + 10 Ltr. Fahrbefüllung + 8 Ltr. Boiler = „Masse im fahrbereitem Zustand“ = 3.120 kg lt. COC

Zum Vergleich, mit 3.320 kg hat der Gerichtsgutachter das „Leergewicht“ gewogen.

Also wir haben von „oben“ 3.160 kg und von „unten“ 3.120 kg es bleiben als Differenz 40 kg und BINGO auch nur diese 40 kg dürfen lt. Typengenehmigung verbaut werden und sind laut KNAUS COC auch NUR verbaut worden.

Mancher hier wird sagen, 3.120 kg „Masse im fahrbereitem Zustand“ sind aber bei einem 3,5 to sehr hoch - kann das stimmen?
Ja, berücksichtigt man den 3,0 Ltr. Motor und ein Automatikgetriebe.

Ganz nebenbei wurde noch folgendes festgestellt: Durch den Einbau des 120 Ltr. Tanks erhöht sich die „Masse im fahrbereitem Zustand“ entsprechend. Originaltank hat 60 Ltr. - eine Erhöhung um 60 Ltr. bedeutet eine Gewichtserhöhung um 45 kg! (wir dürfen ja nur 90 % berücksichtigen)
Diese Variante mit 120 Ltr. Tank ist aber in der Typengenehmigung NICHT berücksichtigt - das Wohnmobil ist damit schon um 5 kg rein rechnerisch überladen - das Wohnmobil weist nicht die geforderte Mindest-Nutzlast PM auf - damit ist das Fahrzeug nicht zulassungsfähig - rein rechnerisch - so rechnerisch, wie auch die Typengenehmigung und alles andere gerechnet wird und auch gerechnet werden darf.

Schlussfolgern wir daraus, dass KNAUS bei FIAT Ducato ein Chassis ordert, mit einem 3,0 Ltr. Motor, Automatikgetriebe und einem 120 Ltr. Tank und damit schon eine Gewichtskonfiguration hat, die eine 3,5 to Zulassung nicht erlauben. „Beschwert“ wird die Berechnung noch bei der Berücksichtigung von FIAT Paket 26 kg und FIAT Stylingpaket 10 kg - alles Pakete die schon bei FIAT eingebaut wurden und natürlich im Auftrag geschrieben wurden.

Also, die KNAUS Konfiguration lässt zu, dass bereits mit Motorwahl, Tankgröße und zwei FIAT Paketen das Wohnmobil nicht mehr zulassungsfähig ist - bestellt das Chassis mit den Einbauten - setzt den „serienmäßigen“ Aufbau drauf - bringt die Zusatzausrüstung an - stellt „zulassungsfähige“ Papiere dazu aus - bringt das Wohnmobil in den öffentlichen Verkehr - obwohl sich KNAUS nicht an die Zulassungsbedingungen hält.

Dieses Ergebnis legt man dem Kraftfahrtbundesamt vor, spricht sogar genau mit dem Techniker der die Typengenehmigung für dieses Modell ausgestellt hat. : Das Gesprächsergebnis: „Ja, ich habe mit KNAUS telefoniert, der Mitarbeiter hat mir versichert, dass alles in Ordnung sei. Wir können Ihnen hier nicht weiterhelfen. Sie müssen das Fahrzeug offiziell wiegen lassen.“

Die Berechnungen an KNAUS geschickt - außer großes Stillschweigen - NICHTS!

Auf mein Drängen hin, wurde die Klage auf die Nichtzulassungsfähigkeit des Wohnmobils erweitert , 40 kg Zusatzausrüstung hätten nur verbaut werden dürfen und ein Gutachter wurde kurzfristig vom Gericht zur Bewertung dieser These bestellt.

Der zweite Gerichtstermin mit vom Gericht bestellten Gutachter war ein Desaster. Der Gutachter sollte die nicht gegebene Zulassungsfähigkeit feststellen - hatte vom Gericht nur einen Teil der Unterlagen für sein Gutachten bekommen - den Teil der Typengenehmigung vom KFB mit der Beschränkung von max. 40 kg der Zusatzausrüstung hat er NIE gesehen - rechnete alles mögliche aber falsch - zumindest die eingebaute Zusatzausrüstung durch die Fa. Petz konnte er mit 50 kg ermitteln und die Leermasse mit 3.320 kg mit seiner geeichten Waage.
Im Gutachten steht: „Das Fahrzeug war somit nicht als das in der Zulassungbescheinigung COC beschriebene Fahrzeug zulassungsfähig.“ Und einen Absatz weiter: „Das Fahrzeug ist laut Zulassungsbescheinigung zwischenzeitlich auf 3.850 kg aufgelastet, EINE NUTZUNG MIT DIESEM ZULÄSSIGEN GEWICHT IST PROBLEMLOS MÖGLICH.“

Leider waren die Ansätze und Berechnungen, die zu diesem Ergebnis führten alles andere als richtig - somit war das Ergebnis, wenn auch erfreulich für uns, nicht brauchbar und weiterführend in der Beweisführung - das erkannte auch der Gegenanwalt.
Zudem gab der Gutachter eine Erklärung über die Nutzbarkeit mit 3.85 to ab, die grundsätzlich falsch ist und die auch nicht gefragt wurde.


Noch zu diesem Termin meinte Herr Christian Petz mir gegenüber: „Ich weiss nicht was Sie wollen, Sie haben doch genau das Wohnmobil bekommen, das sie wollten!“

Mein Anwalt frage den KNAUS-Händler mit 30 jähriger KNAUS-Erfahrung ob jemals ein Auftrag vom Werk KNAUS nicht angenommen wurde, weil die Konfiguration eine Zulassung nicht zulasse - großes Erstaunen und Kopfschütteln war die Antwort.

Zum Zeitpunkt der zweiten Verhandlung standen meine Erkenntnisse und Berechnungen fest - die Gegenseite war jedoch damit noch nicht konfrontiert. Somit lässt sich auch die verständnisvolle Frage des Herrn Christian Petz erklären - Herr Petz hatte keine Ahnung was für ein Fahrzeug er da verkauft hatte - auch nach über 2 Jahren noch nicht.

Im darauffolgenden Schriftsatz wurden die Berechnungen von meinem Anwalt der Gegenseite dargelegt und es erfolgte überraschender Weise der erste Vergleichsvorschlag mit Stillschweigeabkommen für mich inkl. Anwalt.

Alles weitere wurde schon geschrieben - bzgl. Rückabwicklung und zu welchen Bedingungen werde ich noch etwas ausführliches schreiben - tut mir leid, aber wer das noch erfahren will muss wohl noch was warten und dann „weiteres“ lesen.

.

dieter2 am 08 Sep 2019 10:42:18

Jetzt kommt Licht ins Dunkle :mrgreen:

Bin auf die Fortsetzung gespannt.
Wenn man das liest kann man das alles gut nachvollziehen.

Gruss Dieter

marl am 08 Sep 2019 11:28:25

Hallo Ullrich, bin auch der Meinung, daß es die Aufgabe des Händlers/Verkäufers ist, auf das Gewicht zu achten. Er ist der Fachmann/Fachfau und mit der Materie vertraut. Gut gemacht.

WomoToureu am 08 Sep 2019 15:01:33

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:.. mir gegenüber: „Ich weiss nicht was Sie wollen, Sie haben doch genau das Wohnmobil bekommen, das sie wollten!“....
Zunächst einmal vielen lieben Dank für den Bericht.

Im Forum sind einige, zu denen auch ich gehöre, die sich nach wie vor wundern wie es dazu kam das ein 54 Jahre alter Wohnmobilerfahrender Dipl. Ing ein Wohnmobil kauft und wusste das es als 3,5 t nicht legal nutzbar ist. Es wurde ja auch bereits gefragt ob Du Reporter bist oder im Auftrag einer Redaktion gehandelt hast usw.

Auch Dein zum Verkauf stehendes 3,5 t Kastenwohnmobil irritiert den einen oder anderen ...

Daher freue ich mich darauf Deine Fortsetzung zu lesen und warte ungeduldig !

Tinduck am 08 Sep 2019 15:25:53

WomoToureu hat geschrieben:Im Forum sind einige, zu denen auch ich gehöre, die sich nach wie vor wundern wie es dazu kam das ein 54 Jahre alter Wohnmobilerfahrender Dipl. Ing ein Wohnmobil kauft und wusste das es als 3,5 t nicht legal nutzbar ist.


So wie ich den bisherigen Bericht verstanden habe, war das tatsächliche Gewicht des bestellten Fahrzeugs nie als Zahl auf dem Tisch gewesen, bevor es gewogen wurde.

Ob man das durch einfache Addition der bestellten Pakete und Sonderaustattung hätte ermitteln können? Das kann uns nur der TE beantworten. Funktioniert natürlich nur, wenn vom Hersteller vernünftige Daten vorliegen.

bis denn,

Uwe

Rentner05 am 08 Sep 2019 17:22:47

Nun ja, wir haben einen Boxstar 540 Modell 2018. Hat vier Sitzplätze. Warum frage ich mich? Die Vorderachse ist bei vier Personen überlastet. Knaus hat nur das kleinste 3.0 Chassis genommen und es durch verstärkte Federn hinten auf auf 3.3 t aufgelastet. Will ich das Fahrzeug richtig nutzen können, muss ich auflasten. Kostenpunkt € 1200 oder hinten Luftfederung €2500 (Angebot Stäbler). Den Händler und Knaus interessiert das alles nicht. Wenn wir zu zweit fahren und den Tank halbvoll haben, Urlaubstrimm, d.h. auch 30 l Wasser dabei, hat die Vorderachse 30kg Luft bis zur Überlastung. Ist alles schon ganz schön frech. Ein Bekannter hat deswegen seinen neuen Knaus zurückgegeben und kauft sich nun einen Pössl.

Pechvogel am 08 Sep 2019 18:25:32

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:Frage an KNAUS Händler wie das sein kann - Antwort: Wir wussten beide dass das ein knappe Kiste sein wird! Lasten Sie auf - wer ein so teures Wohnmobil sich leisten kann, kann auch die Maut in Österreich zahlen!
.


Offensichtlich wurde die Gewichtsproblematik ja erörtert?!?
Was hätte der Händler, außer das im Kaufvertrag zu vermerken, noch machen sollen?
"Ein solches Womo verkaufe ich Ihnen nicht! Gehen Sie bitte zur Konkurrenz!"?



Grüße
Dirk

bigben24 am 08 Sep 2019 18:37:37

Lange Geschichte und sehr konfus das Ganze und ich kann nur nochmal wiederholen, was ich weiter vorne schon mal geschrieben hat. Ein 7,5m Wohnmobil plus unbenannte Extras plus 3.0l Motor plus Automatik plus 120l Tank - Alle Achtung - Ich weiß nicht wie "naiv" (mir fällt da einfach nichts anderes ein) man sein muß um sich so ein Fahrzeug zu bestellen und zu glauben , es würde in die 3,5t Klasse passen.

Gruß

wolfherm am 08 Sep 2019 19:11:24

Bigben,

Du hast anscheinend nicht alles richtig gelesen. Der Kernpunkt ist doch ein ganz anderer: Knaus hat ein Fahrzeug produziert, das nicht den eingereichten Zulassungspapieren entsprach.

Außerdem habe ich schon oben öfter in rot geschrieben, dass das Wundern, Spekulieren und Verunglimpfen hier keinen Platz mehr hat. Also bitte.....

Trollo am 08 Sep 2019 19:13:35

WomoToureu hat geschrieben:

Auch Dein zum Verkauf stehendes 3,5 t Kastenwohnmobil irritiert den einen oder anderen ...

!



Wirklich, sehr irritierend :lol: .....und dann noch in 2016

Interessant, was hier alles zusammengedichtet wird :eek: :D

Gruß

Michael

mv4 am 08 Sep 2019 20:15:52

Knaus als Hersteller hat es einfach versäumt bei der Annahme der Bestellung (durch die Zusatzausstattungen) sofort darauf hinzuweisen das dieses Fahrzeug nicht mit einer 3,5t Zulassung genutzt werden kann, und aufgelistet werden muss !!
Das hat er nicht getan, das war sein Fehler.

bigben24 am 09 Sep 2019 10:02:06

Mal eine Grundsatzfrage zu COC, für die ich im Netz keine Antwort gefunden habe.

Für Fahrzeuge muß der Hersteller ja eine COC herausgeben
Hersteller von Fahrzeugen, die Inhaber einer Fahrzeug-Typgenehmigung sind, legen gem. Artikel 18 der Richtlinie 2007/46/EG jedem entsprechend dem genehmigten Typ hergestellten vollständigen oder unvollständigen Fahrzeug eine EG-Übereinstimmungsbescheinigung (engl. COC) nach einem der Muster des Anhangs IX der Richtlinie bei.
:
Ich würde das so interpretieren, das der Hersteller für ein Fahrzeug in einer "Standard Konfiguration sh. Zitat
vollständigen oder unvollständigen Fahrzeug
eine COC ausstellt, bzw. beantragt. In dieser würden ja dann auch Lasten und Gewichte der Standard Konfiguration eingetragen sein. Ich konnte nirgendwo finden daß eine COC für das jeweils speziell konfigurierte Fahrzeug erstellt werden müsste. Ist das so, ansonsten müsste ein Fahrzeug , das mit Extras beim Hersteller ausgestattet wurde ja immer gewogen werden bevor eine COC ausgestellt werden kann, oder?

Was bedeutet das für die Personenzahl?
Ich kenne das vom Hymer Konfigurator, da wird jedes Extra kilomäßig aufaddiert und ab einem bestimmten Gewicht poppt dann eben auf " in dieser Konfig können nur 3 oder 2 Personen zugelassen werden. Für mich hat da der Verkäufer versagt, dem sein Umsatz wichtiger war als alles andere. Ich erinnere mich noch an meine Anfrage an einen Carthago Händler nach einem Chic C-Line und ein 3,5t Zulassung. Die Antwort war knapp und bündig. " Den verkaufe ich nicht als 3,5t" (Leergewicht waren 2.950kg!)

Gruß

pipo am 09 Sep 2019 10:16:07

bigben24 hat geschrieben:Für mich hat da der Verkäufer versagt, dem sein Umsatz wichtiger war als alles andere. Ich erinnere mich noch an meine Anfrage an einen Carthago Händler nach einem Chic C-Line und ein 3,5t Zulassung. Die Antwort war knapp und bündig. " Den verkaufe ich nicht als 3,5t" (Leergewicht waren 2.950kg!)

Dieser Fall und dessen Ausgang könnte zwei Gründe haben:
Ein Hersteller wollte einfach nur seine Ruhe haben und negativer Presse aus dem Weg gehen oder es werden Fahrzeuge verkauft, die Tatsächlich nicht den StVZO Vorgaben entsprechen.
Viele Hersteller sind sich dessen wohl bewusst. Leider aber die Händler wohl noch nicht..

dieter2 am 09 Sep 2019 10:44:30

bigben24 hat geschrieben:Ich konnte nirgendwo finden daß eine COC für das jeweils speziell konfigurierte Fahrzeug erstellt werden müsste. Ist das so, ansonsten müsste ein Fahrzeug , das mit Extras beim Hersteller ausgestattet wurde ja immer gewogen werden bevor eine COC ausgestellt werden kann, oder?


Ich kann nur von meinen Womo ausgehen.
Da wurden alle Extras die im Werk an Sonderausstattung eingebaut wurden im Leergewicht in der COC berücksichtigt.

Was der Händler nachträglich eingebaut hat natürlich nicht.

Gruss Dieter

Jonah am 09 Sep 2019 10:56:32

aber wer das noch erfahren will muss wohl noch was warten und dann „weiteres“ lesen.


Gerne. Interessanter Bericht, finde ich gut, dass du den Ablauf so genau beschrieben hast, vielen Dank.

sonnenscheinfahrer am 09 Sep 2019 12:23:13

bigben24 hat geschrieben:Mal eine Grundsatzfrage zu COC, für die ich im Netz keine Antwort gefunden habe.
Ich würde das so interpretieren, das der Hersteller für ein Fahrzeug in einer "Standard Konfiguration sh. Zitat - vollständigen oder unvollständigen Fahrzeug - eine COC ausstellt, bzw. beantragt.


Bigben, auf konstruktive und weiterführende Posts, für die Teilnehmer hier, nehme ich gerne Stellung :mrgreen:

Deine Frage und Schlussfolgerung ist interessant und könnten von einem Kreativeam erarbeitet worden sein. Alternative Fakten, darüber sollte man nachdenken - interessant!

Ein vollständiges Fahrzeug ist z.B. dein WoMo wie es der Hersteller verkauft - mit COC - mit dem Eintrag der "tatsächlichen Masse" darin - was sollte "tatsächlich" sonst bedeuten? "Tatsächlich" ist nicht gleich "es könnte evtl. sein".

Ein unvollständiges Fahrzeug ist z.B. dein Chassis + Fahrerkabine, Motor, Tank und den Extras die dies beinhalten können - von Fiat/Mercedes ... - wie es der Hersteller deines WoMo eingekauft hat - "unvollständig" da dem nacktem Chassis + ... der WoMo-spezifische Auf- und Ausbau fehlt. Fiat/Merceder ... muss für dieses "unvollständige Fahrzeug" (da es ja so nicht zugelassen wird/werden kann) ein COC ausstellen.

Auf dem COC-Papier ist auch fett gedruckt EG-ÜBEREINSTIMMUNGSBESCHEINIGUNG - der/ein Geschäftsführer unterschreibt diese Urkunde und bestätigt damit, dass DIESES - das ausgelieferte Fahrzeug - mit genau der Ident-Nr ... und mit allen anderen Daten darauf übereinstimmt. Zusätzlich erklärt er auch die Übereinstimmung mit seiner, beim KFB hinterlegten Typengenehmigung, ohne die er nicht in Serie fertigen könnte - er müßte sonst für jedes Fahrzeug eine Einzelabnahme machen.


bigben24 hat geschrieben:... Ist das so, ansonsten müsste ein Fahrzeug , das mit Extras beim Hersteller ausgestattet wurde ja immer gewogen werden bevor eine COC ausgestellt werden kann, oder?


Das KFB erlaubt dem Hersteller die Endgewichte + alle anderen Daten in den Dokumenten rein rechnerisch und nach der Produktion geschuldeten Erfahrungen einzutragen - es wird keiner in Endkontrolle mit einem Massband die Länge des WoMos nochmals nachmessen! - das entbindet ihn jedoch nicht

a) sich an die Gesetze zu halten

b) entgegen seiner Angaben in den Typengenehmigungen, die zur Zulassung Voraussetzung sind, zu produzieren. Tut es das doch, so muss er eine Einzelabnahme für die Zulassung machen - oder bekommt sein Fahrzeug wie in meinem Fall zurück.

.

.

IchBinsWieder am 09 Sep 2019 12:34:45

selbstschrauber hat geschrieben:..
Über einige der Forenmitglieder kann ich nur den Kopf schütteln. ...... Bei so einer Kundenmeinung können sich die Hersteller wirklich alles erlauben..


Oh wie recht du hast :ja:

Den TE möchte ich beglückwünschen.
Ganz nach dem Motto: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
Mir ist es völlig schleierhaft warum nicht öfter so gegen den Handel/Hersteller vorgegangen wird.

andreasnagel am 09 Sep 2019 12:52:24

Moin.

Ich kenne mich mit den Vorschriften, Gesetzen und Verordnungen nicht aus, allerdings kann ich sagen, dass ich für mein WoMo vier COC habe. Von Fiat (Triebkopf), AL-KO (Rahmen und Hinterachse), VB (Vollluftfederung hinten) und Carthago (Aufbau).

In allen diesen COC stehen Gewichtsangaben. Die letztendlich verbindlichen Angaben dürften die Angaben von Carthago, dem Aufbauhersteller, sein.

Viele Grüße,
Andreas

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Parkverbot für Wohnmobile auf der B1 Wieso?
Versicherung? WoMo gekauft, still bis April, ab Juli H-Kennz
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt