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Nach Klage nimmt KNAUS Händler Wohnmobil zurück 1, 2, 3


bigben24 am 09 Sep 2019 14:08:32

dieter2 hat geschrieben:
Ich kann nur von meinen Womo ausgehen.
Da wurden alle Extras die im Werk an Sonderausstattung eingebaut wurden im Leergewicht in der COC berücksichtigt.

Was der Händler nachträglich eingebaut hat natürlich nicht.

Gruss Dieter


OK, dann bekommt also jedes Fahrzeug seine eigene individuelle COC mit dem tatsächlichen Leergewicht, wenn auch gerechnet und nicht gewogen (sh. Sonnenscheinfahrer)

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:[...........]

Ein unvollständiges Fahrzeug ist z.B. dein Chassis + Fahrerkabine, Motor, Tank und den Extras die dies beinhalten können - von Fiat/Mercedes ... - wie es der Hersteller deines WoMo eingekauft hat - "unvollständig" da dem nacktem Chassis + ... der WoMo-spezifische Auf- und Ausbau fehlt. Fiat/Merceder ... muss für dieses "unvollständige Fahrzeug" (da es ja so nicht zugelassen wird/werden kann) ein COC ausstellen.[.............]


Klingt logisch - Besten Dank

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

dieter2 am 09 Sep 2019 14:20:19

bigben24 hat geschrieben:OK, dann bekommt also jedes Fahrzeug seine eigene individuelle COC mit dem tatsächlichen Leergewicht, wenn auch gerechnet und nicht gewogen (sh. Sonnenscheinfahrer)



Das dürfte doch kein Problem sein.
Schon bei der Bestellung hat das Werk das vollständige Gewicht im Rechner.
Das geht doch alles Rechnergestützt,da muß doch keiner extra was rechnen.

Selbst im Konfigurator habe ich oben neben den Endpreis das Endgewicht stehen.

Gruss Dieter

sonnenscheinfahrer am 09 Sep 2019 15:06:17

dieter2 hat geschrieben:
Das dürfte doch kein Problem sein.
Schon bei der Bestellung hat das Werk das vollständige Gewicht im Rechner.
Das geht doch alles Rechnergestützt,da muß doch keiner extra was rechnen.

Selbst im Konfigurator habe ich oben neben den Endpreis das Endgewicht stehen.

Gruss Dieter


KNAUS selbst hat keinen Online-Konfigurator - jedenfalls ist mir bisher keiner bekannt.

Im Werk hatte der Rechner bei meinem KNAUS SUN TI wohl einen Softwarefehler!


KNAUS verkauft/bietet gerade ein PLATINIUM SELECTION mit einer Preisersparnis von größer 20.000,- € an.

--> Link

20.000,- Euro werden angegeben - kein Gewicht, das dem entspricht - ich habe jedenfalls hierzu nichts gefunden

ABER als Fußnote:

"Die enthaltene Sonderausstattung erhöht die Masse des Serienfahrzeugs. Bitte lassen Sie sich diesbzgl. von Ihrem Händler beraten."

Also, geh zum Händler - der weiß alles - da bist du doch bestens aufgehoben - was kann schon passieren? --> Link

:? :? :?

.

duca250 am 09 Sep 2019 16:07:57

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:20.000,- Euro werden angegeben - kein Gewicht, das dem entspricht - ich habe jedenfalls hierzu nichts gefunden


... :roll:

sonnenscheinfahrer am 09 Sep 2019 16:52:44

durca250!

... was willst du damit beitragen?

Die Gewichtsangabe für das Paket PLATINUM SELECTION wird von KNAUS nicht angegeben und wird auch in deinem Post nicht angegeben - oder habe ich das übersehen?

Der Hinweis auf DUCATO mit 4.000 kg zul.GM ist nur bei EINEM von drei KNAUS Modellen gegeben

- wenn man bei SUN TI sich hier beschränkt

- das PLATINUM SELECTION wird für/mit 3.500 zul. GM verkauft

KNAUS SUN TI PLATINUM SELECTION 650 MEG Sondermodell --> Link

KNAUS SUN TI PLATINUM SELECTION 650 MF Sondermodell --> Link

wo bitte ist die PLATINUM SELECTION mit Gewicht benannt - im Prospekt?

Würde viele hier sicherlich interessieren - bitte klär uns auf! :nixweiss:

.

geralds am 09 Sep 2019 17:20:37

dieter2 hat geschrieben:Da wurden alle Extras die im Werk an Sonderausstattung eingebaut wurden im Leergewicht in der COC berücksichtigt.

Was der Händler nachträglich eingebaut hat natürlich nicht.

Gruss Dieter


Hallo,

bei mir verhält es sich auch wie Dieter beschrieben hat.


Gehe ich von den Gewichtsangaben in der Preisliste, inkl. Zubehör aus, kommt rechnerisch ein Gewicht von 3532kg
heraus. Das sind nur ca. 1% Abweichung. Ich nehme an, der Hersteller hat das Fahrzeug gewogen. Ist ja auch kein großer Aufwand über eine Waage zu fahren.

Nachträgliche Einbauten (Solar, 2. Gasflasche, E+P Hubstützen, usw.) schlagen nochmal mit ca. 100kg zu. Damit verbleiben, ohne Berücksichtigung der Achslasten, ca. 830 kg Zulademöglichkeit. Das reicht mir.

Im übrigen bin ich der Meinung, bei der Fahrzeugkonfiguration beim Händler sollte dieser beim Zubehör nicht nur die Preise addieren, sondern auch die Gewichte. Ich zumindest erwarte das von einem Fachverkäufer. Wenn ich alles schon vorher im Internet recherchieren muss, brauche ich ja keinen Fachverkäufer mehr, dann kann ich gleich zum Inhaber / Geschäftsführer gehen und nur noch über den Preis verhandeln.

Ich habe mich auf der Messe spontan entschlossen nicht nur die Fahrzeuge zu besichtigen, sondern auch gleich eines zu kaufen.
Da war für mich keine Möglichkeit mehr im Internet zu recherchieren. In dem Fall war ich also auf eine kompetente Beratung angewiesen.
Nach der Meinung einiger hier war das ein dummes Vorgehen. Oder war es einfach nur Glück bei den beiden letzten Fahrzeugen (das vorherige Fahrzeug habe ich auch spontan auf der Messe gekauft) auf Fachverkäufer zu treffen, die den Namen auch verdienen.
(Wenn ich den Eindruck gewonnen hätte, die Beratung entspricht nicht meinen Ansprüchen, hätte ich mich an eine andere Person gewendet oder auf den Kauf verzichtet.)

Gruß Gerald

dieter2 am 09 Sep 2019 17:31:50

So sieht ein richtger Konfigurator aus.
Oben das Grundgewicht und der Grundpreis.

Mit jeden Extra anklicken erhöht sich sofort das Gewicht und der Preis in der Anzeige.


Tinduck am 09 Sep 2019 17:38:33

Das wird bestimmt von irgend einem

Moderation:Entsprechend unserer Nutzungsbedingungen sind die Mitglieder gehalten, einen respektvollen Umgang mit anderen Mitgliedern, Firmen oder Moderatoren zu pflegen und in ihren Postings auf Beleidigungen oder Unterstellungen zu verzichten.
Der Inhalt dieses Beitrages wurde daher gegen diesen Hinweis ersetzt. Bitte beachte den Absatz 4 unserer --> Link

bei Knaus als ‚verkaufshemmend‘ angesehen, sonst hätten sie es ja auch schon. Ist ja nun wahrlich kein Rocket Science.

Dann müssen sie eben ab und an mal vor Gericht. Ob das besser fürs Image ist?

bis denn,

Uwe

hmarburg am 10 Sep 2019 12:21:13

Hallo Sonnenscheinfahrer,

ich habe mich mal durch deinen ganzen Threads gefressen und bin an zwei deiner Aussagen hängen geblieben:

Kunde will aber 3.0 Ltr. Motor ... Händler ... Maxi-Fahrwerk ... auf 3,5 to ...ablasten kann!
Kunde sagt nein, ...


und

Es wird Zusatzausrüstung aufgeschrieben ... - "das könnte >> eng << werden" ...Kunde sagt: "Ich brauche die Anhängerkupplung...


Du hat in deinem Verkaufsgespräch zwei mal den Händler, als er auf das Gewicht und das Fahrgestell zum Sprechen kam, nicht hinterfragt und gelöchert.
Nein, du hast mit deinen Argumenten den Händler mundtot gemacht.

Wenn das Gericht diese Aussagen gehabt hätte, hätten sie dich gleich heimgeschickt, egal ob das Womo nun rechtmäßig als 3,5t laufen darf oder nicht.
Auch Knaus hätte einem Vergleich nicht zugestimmt.
Du hast eigentlich Glück gehabt.

Gruß, Holger

PS.: Informativ ist dein Beitrag trotzdem, weil es Licht in die Problematik mit den Gewichten bringt. Hierfür ein Danke!

bischof70 am 10 Sep 2019 12:50:37

Hallo Sonnenscheinfahrer,

schließe mich hier hmarburg an, sehr informativ... nur ich grübel ein bisschen... was einem das alles gebracht hat. Hast Du die ganze Zeit ( gut 3 Jahre) kein WoMo gehabt bzw. genutzt? 3 Jahre Ärger und vergangene Urlaube & Lebensfreude nur damit man Recht bekommt. Klar hat der Händler nicht der Hit... war er bei mir auch nicht - ging hier aber mehr um die Qualität - aber bevor ich wegen jedem Problem immer zum Händler fahre nehme ich den Schraubenzieher oder tausche was selbst weil ich Unterwegs sein will und nicht nur Unterwegs zum und vom Händler

Aber wie immer, Du hast Dein Recht bekommen und gut ist? - Machste denn weiter mit WoMo fahren? und was gibt es jetzt?

Grüße aus Franken

Uwe

dieter2 am 10 Sep 2019 12:56:14

hmarburg hat geschrieben:Wenn das Gericht diese Aussagen gehabt hätte, hätten sie dich gleich heimgeschickt, egal ob das Womo nun rechtmäßig als 3,5t laufen darf oder nicht.
Auch Knaus hätte einem Vergleich nicht zugestimmt.


Ich denke das Gericht hat dieser Rückabwickelung zugestimmt weil Knaus ein nicht zulassungsfähiges Womo ausgeliefert hat.
Nicht weil irgent welche Aussagen gemacht oder nicht gemacht wurden.

BestiaNegra am 10 Sep 2019 19:50:23

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:
Die Gewichtsangabe für das Paket PLATINUM SELECTION wird von KNAUS nicht angegeben und wird auch in deinem Post nicht angegeben - oder habe ich das übersehen?

wo bitte ist die PLATINUM SELECTION mit Gewicht benannt - im Prospekt?
.


´n Abend,

ja.

In allen mir vorliegenden Papierprospekten von Knaus sind die Einzelgewichte der Zusatzausstattungen angegeben.

Was mir beim Sonnenscheinfahrer fehlt, ist ein wenig Selbstkritik. Mit ein bisschen Nachdenken bei der Bestellung hätte er das Desaster nicht nur erkennen können, sondern müssen.

hmarburg am 10 Sep 2019 20:01:04

BestiaNegra hat geschrieben:...Was mir beim Sonnenscheinfahrer fehlt, ist ein wenig Selbstkritik. Mit ein bisschen Nachdenken bei der Bestellung hätte er das Desaster nicht nur erkennen können, sondern müssen.


Hallo,

wie ich oben schon schrieb hat Sonnenscheinfahrer während des Verkaufsgesprächs, sogar zwei Hinweise seitens des Verkäufers übergangen und nicht nachgebohrt sondern sogar seine eigenen Forderungen durchgesetzt.
Er trägt also meiner Meinung nach eine Mitschuld an dem Drama.
Auf der anderen Seite hat er, um seinen Teil der Schuld zu minimieren, ein Manko bei den Herstellern - ich denke Knaus ist da kein Einzelfall - aufgedeckt, der auf großes Interesse in der Womo-Fahrer-Welt gestoßen ist.

Gruß, Holger

wolfherm am 10 Sep 2019 20:42:27

Moderation:Vielleicht noch einmal der Hinweis: Es geht hier um die Rücknahme eines Wohnmobils nach einem Vergleich wegen fehlender Eigenschaften. Ihr braucht jetzt nicht spekulieren, was wäre wenn und wie gewesen. Ich habe oben schon mal einige Anmerkungen gemacht. Haltet euch doch bitte daran. Vielen Dank.


babenhausen am 10 Sep 2019 20:43:57

hmarburg hat geschrieben:Hallo,

wie ich oben schon schrieb hat Sonnenscheinfahrer während des Verkaufsgesprächs, sogar zwei Hinweise seitens des Verkäufers übergangen und nicht nachgebohrt sondern sogar seine eigenen Forderungen durchgesetzt.
Er trägt also meiner Meinung nach eine Mitschuld an dem Drama.

Gruß, Holger


Da baut eine Firma ein Fahrzeug welches nicht zulassungsfähig ist und stellt um aber eine Zulassung zu erreichen Papiere aus mit zweifelhaftem Inhalt.
Und nur weil ein Verkäufer sagt es könne eng werden soll nun der Besteller Mitschuld tragen. :roll:
Richtig gehandelt hätte der Verkäufer die Bestellung so nicht aufnehmen dürfen und spätesten bei der Auftragsannahme beim Hersteller hätten nochmals die Alarmglocken laut schrillen müssen mit Zurückweisung des Auftrags zum Verkäufer zwecks Änderung oder sogar Stornierung .

hmarburg am 11 Sep 2019 07:36:58

wolfherm hat geschrieben:[mod]Vielleicht noch einmal der Hinweis: Es geht hier um die Rücknahme eines Wohnmobils nach einem Vergleich wegen fehlender Eigenschaften. Ihr braucht jetzt nicht spekulieren, was wäre wenn und wie gewesen. Ich habe oben schon mal einige Anmerkungen gemacht. Haltet euch doch bitte daran. Vielen Dank.[/mod]


Hallo,

es geht eben nicht nur um einen Vergleich, in dessen Rahmen ein Wohnmobil auf Grund der fehlenden Eigenschaften zurück genommen wurde, es geht um mehr, schließlich hat der TE sogar mit Unterstützug von dir - du hast die dazugehörigen Threads verlinkt - seine gesamte Storry hier dargelegt.

Daher muss es auch erlaubt sein darüber zu diskutieren wie es zum Kauf eines solchen Wohnmobils kam.
Sicher ist die Gewichtsthematik und wie ein Händler/Hersteller damit umgeht - ob die anderen das besser machen steht in den Sternen - ein interessantes Thema und wurde vom TE sehr gut aufbereitet.

Doch sollte so ein Thread mit seinen ganzen Vorgeschichte auch dazu dienen Kaufinteressenten zu sensibilisieren während der Vertragsverhandlung auf die Gewichte zu achten und nicht erst, wenn es zu spät ist und Gerichte entscheiden müssen was mit so einem gekauften Fahrzeug nun passiert.

Gruß, Holger

pipo am 11 Sep 2019 07:55:02

hmarburg hat geschrieben:Daher muss es auch erlaubt sein darüber zu diskutieren wie es zum Kauf eines solchen Wohnmobils kam.

Sieht man das Ergebnis der Rückabwicklung und vorallem die Gründe, die zur Rückabwicklung geführt haben, dann möchte ich gerne den User sehen, der all diese Ding vor der Unterschrift unter dem Kaufvertrag sorgfältig geprüft hat. 99,99% der Käufer vertrauen doch den Unterlagen, die der Hersteller mitliefert.
Ich lese aus dem was der TE geschrieben hat, dass die eigentliche Nutzung des Fahrzeuges unter der Berücksichtung der zulassungsrelevanten Mängel nicht möglich war und es zur Rückabwirklung kam. Händler, Herstellung und das Gericht haben dies letztendlich wohl genauso gesehen.

Wie schon geschrieben, vielen Wohnmobilbesitzern ist es egal, ob 200Kg zu viel an Board sind. Hier haben wir jemanden, dem es nicht egal war.

mv4 am 11 Sep 2019 08:10:10

babenhausen hat geschrieben:Richtig gehandelt hätte der Verkäufer die Bestellung so nicht aufnehmen dürfen und spätesten bei der Auftragsannahme beim Hersteller hätten nochmals die Alarmglocken laut schrillen müssen mit Zurückweisung des Auftrags zum Verkäufer zwecks Änderung oder sogar Stornierung .


genauso sehe ich das auch...spätestens im Werk müsste das zu einen Stopp führen.

Das der Käufer aus welchen Gründen auch immer später das Fahrzeug nicht mehr haben wollte ?? Das ist seine Entscheidung, zu mal es mit Sicherheit bei anderen Herstellern bei einen Vergleichbaren Fahrzeug zu der selben Problemmatik mit dem überschreiten der 3,5t Grenze kommt.

Ein weiterverkauf des Fahrzeuges (mit erfolgter Auflastung) wäre vermutlich Nerven und Zeitschonender gewesen. Den finanziellen Aspekt lasse ich mal außen vor...das Fahrzeug stand 2 Jahre rum und die laufenden Kosten kenne ich nicht. Bei einen Vergleich zahlt üblicherweise jeder die hälfte von den Gerichtskosten und seine eigenen Auslagen. Bei einer Rechtsschutzversicherung hat man die gezahlten Beiträge.

BestiaNegra am 11 Sep 2019 08:22:12

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:

KNAUS SUN TI PLATINUM SELECTION 650 MEG Sondermodell --> Link

wo bitte ist die PLATINUM SELECTION mit Gewicht benannt - im Prospekt?


Moin,

gleich auf der ersten Seite der Verlinkung steht:

Allgemeine Zusatzinformationen

* Abbildungen ähnlich. Sparvorteil gegenüber Einzelbezug. Alle Preise in Euro und inkl. 19% MwSt.

Beachten Sie bitte die allgemeinen Informationen, technischen Daten, sowie die Angaben zur Serienausstattung und die Angaben zu der im Sondermodell enthaltenen Sonderausstattung (inkl. Gewichtsangaben). (Vergleichsmodelle SUN TI 650 MEG, 650 MF, 700 MEG). Die enthaltene Sonderausstattung erhöht die Masse des Serienfahrzeugs. Bitte lassen Sie sich diesbzgl. von Ihrem Händler beraten.

Inselmann am 11 Sep 2019 09:01:58

BestiaNegra hat geschrieben:
gleich auf der ersten Seite der Verlinkung steht:
Die enthaltene Sonderausstattung erhöht die Masse des Serienfahrzeugs. Bitte lassen Sie sich diesbzgl. von Ihrem Händler beraten.


Am Anfang ist das Fahrzeug eindeutig mit 3500kg Gesamtmasse angegeben.
Die Sonderausstattung ist ohne Gewichte gelistet.
Wie soll jemand der nicht mit der Materie voll vetraut ist daraus sehen können das es zu einen illegalen Fahrzeug führt wenn er seinen Geldbeutel aufmacht und sich all den Luxus gönnt?

Schont dort sollte ein Hinweiss stehen das nicht alle Kombinationen möglich sind ODER das zulässige Gesamtgewicht von 3500kg erhöht werden kann/muss.

crossover0480 am 11 Sep 2019 09:04:31

Nachdem ich mir die Links, die Story und auch den Vorgang durchgelesen habe und darueber nachgedacht habe moechte ich auch einmal meine 2 Cents dazugeben.

Erstmal spielt es bei der Betrachtung dieses Falles ueberhaupt keine Rolle wer der Kaeufer ist. Es hat keinerlei Bedeutung ob er Neuling im Wohnmobilbereich ist oder 30 Jahre Erfahrung. Das muessen wir einfach mal aussen vor lassen. Damit erledigen sich schonmal die (Schein-)Argumente derer welche Moral- und "Logik"bezogen den Finger heben und eine Teilschuld beim Kaeufer sehen, wonach er genauer auf die Gewichtsthematik haette achten muessen. Kurz gesagt: Nein, muss er nicht. Denn waere es eine Voraussetzung, haette der Einzelhandel leichtes Spiel mit den Kaeufern. Das muesste unisono also auch fuer KFZ gelten. Oder andere Produkte. Hab ich geprueft ob mein PC wirklich einen Octacore-Prozessor hat? Nein! Ich kann (und will) ja nicht alles wissen, also muss ich mich (guten Glaubens) darauf verlassen das die Spezifikationen eingehalten werden.

Der Haendler/Hersteller bietet ein Produkt an. Dieses ist in zahlreichen Varianten zu haben. Der Kunde ist interessiert, legt dem (langjaehrig erfahrenen) Haendler seine Vorstellungen dar und der Haendler geht darauf ein. Der Kunde ist zufrieden, erhaelt er doch ein Produkt welches seinen Vorstellungen entspricht. Der Kunde ist erfreut, nimmt das Fahrzeug an und zahlt. Und stellt dann fest das dieses Fahrzeug so nicht in den Umlauf haette gebracht werden duerfen.

Es gab also Angebote zum Auflasten. Welche aber andere Nebeneffekte mit sich bringt, welche der Kunde aber nicht eingehen moechte.

Es hat NULL mit Vollkaskomentalitaet zu tun oder Faulheit/Arroganz/Naivitaet wenn ein Kunde nunmal das einfordert was notwendig ist! Den ordnungsgemaessen Gebrauch einer Sache.

Zudem hat der Kunde auf eine Problematik aufmerksam gemacht und diese rechtlich gefestigt, denn es gibt zwar jede Menge Normen, Vorschriften, Gesetze, Regulierungen (KBA, TUEV etc.) aber der Wohnmobilmarkt ist profitabel und graubereiche werden gerne genutzt und das Resultat dann dem Kunden zu lasten aufgebuerdet (klar wird ggf fuer die Auflastung bezahlt, das ist n Eintrag im Brief ohne Aenderung der Achslasten, aber die Einschraenkungen >3.5to wurden hinreichend diskutiert). Und wenn nichtmal Gutachter und Fachleute der Hersteller aus diesem Dschungel an Genehmigungen/Zulassungen etc durchblicken...wie soll es dann der Kunde?

Es gibt eine Redewendung welche ich bei einem Mediziner gehoert habe: "Das Wissen um das, was passieren koennte ist eine Last und ein Fluch." In diesem Fall ist das geballte Forenwissen zwar gut in der Betrachtung, aber hinderlich in der Objektivitaet gegenueber dieses Falles.

Ich bin dankbar fuer diese Informationen, hatte ich doch eine Rueckabwicklung frueher mit nem Wasserschaden. Und solche Infos helfen jedem der einmal vor dieser Problematik stehen wird. Und das werden wohl mehr und mehr.

So long,

Crossover0480

crossover0480 am 11 Sep 2019 09:14:57

Und das dann die Hersteller auf Ihrer Website lediglich eine Fussnote anbringen mit dem Hinweis das es wohl schwerer werden kann sichert zwar rechtlich ab, aber es ist nicht sehr transparent. Denn es kommt ja immer auf die Kombination verschiedener Faktoren an (Basisfahrzeug, Motor, Getriebe, Aufbau, Optionen etc.).

Ich lese mir bei weitem nicht alle Fussnoten durch. Wer macht das? Sowas gehoert meiner Meinung nach rot und dick an den Anfang. Unterstrichen. Und der Haendler MUSS das Thema Gewicht immer zu Sprache bringen, und eine Balance finden zwischen Preis/Anspruch/Realisierung und somit dem Kunden ein Produkt liefern was sowohl zulassungsfertig, verkehrssicher ist und dem Vertrag entspricht.

Leider habe ich herausgefunden das viele Verkaeufer lediglich den Konfigurator bedienen und schnell verkaufen moechten, aber eine umfassende Beratung ausbleibt.

So long,

Crossover0480

Inselmann am 11 Sep 2019 09:22:56

Will keinen in Schutz nehmen, aber die Verkäufer haben irgendwo auch kein leichtes Leben wenn sie Produkte verkaufen müssen bei dem der Hersteller schon alles falsch macht.

Ja ja moralische Verpflichtung, aber was kann ein Vertragshändler machen wenn ihm die Bank im Nacken sitzt und er Löhne bezahlen muss.

Ich will das nicht rechtfertigen, keinesfalls. Aber das ist auch eine Seite dieser Entwicklung.

Jorel am 11 Sep 2019 10:12:17

Rechtlich:
Kunde hat einen Fehler gefunden, den er rechtlich erfolgreich ausgeschlachtet hat.
Das zeigt, wie stümperhaft in der Branche mit diesem Thema z.T. umgegangen wird.

Menschlich:
Kunde hätte sich selbst mit der Materie frühzeitig auseinandersetzen sollen.
Die Möglichkeiten sind ja gegeben.
Die Begeisterung und Kaufeuphorie haben ihn das wohl unter den Tisch kehren lassen.
Das böse Erwachen kam dann mit Einsetzen der Kaufreue (vermutlich ein paar Wochen später, wie üblich).
Nun muß ein Schuldiger gesucht werden, damit der Schaden begrenzt werden kann.

Mein Fazit:
Glück gehabt.
Durch die offene Flanke des WoMo-Herstellers konnte der Kunde seinen Fehler auf Kosten des Herstellers glattbügeln.
Von dieser Warte aus gesehen, hat der Kunde alles richtig gemacht, denn Inkompetenz ist die Einfallschneise für Schadenersatz.
Allgemein habe ich in der Wohnmobilbranche wenig Kompetenz erlebt, weder im Bau noch im Vertragswesen.
Dafür können Wohnmobilverkäufer unfreundlich sein und, dank des Wachstumsmarktes, mit ihrem Gewurschtel durchkommen.
Das ist natürlich rein subjektiv und nicht zu verallgemeinern.
In solch einem Wachstumsmarkt ist Kompetenz zur Zeit nicht gefragt, sondern Abverkauf - siehe E-Bike Markt, da ist es das Gleiche.

pipo am 11 Sep 2019 10:22:17

Jorel hat geschrieben:Glück gehabt.
Durch die offene Flanke des WoMo-Herstellers konnte der Kunde seinen Fehler auf Kosten des Herstellers glattbügeln.

Welchen Fehler? Ich sehe keinen Fehler, wenn der Hersteller/Händler ein 3.5t Fahrzeug verkauft, welches als solches nicht nutzbar ist :gruebel:
Nur weil der Käufer eine Unterschrift geleistet hat, muss ihm noch lange keine Mitschuld zugewiesen werden. Auch wenn der Käufer Bedenken gehabt hätte, so muss er sich auf die Rechtmässigkeit der vom Hersteller zugesagten StVZO vertrauen.

Jorel am 11 Sep 2019 10:25:32

Peter, Du hast aber schon meinen ganzen Post gelesen, oder?

wolfherm am 11 Sep 2019 10:28:54

Jorel hat geschrieben:Peter, Du hast aber schon meinen ganzen Post gelesen, oder?



--> Link

Ist das so schwer zu verstehen?

Jorel am 11 Sep 2019 11:23:07

wolfherm hat geschrieben:Ist das so schwer zu verstehen?

Lieber Wolfgang, mein erster Post in diesem Fred ist um Welten themenbezogener als manch anderer Post.
Wenn man über ein Fahrrad spricht, dann darf man auch über eine Speiche im Rad reden und über den Helm des Fahrers.
Gehört alles dazu.
Sehe ich so.

geralds am 11 Sep 2019 11:30:33

Hallo,

ich verstehe nicht so ganz, wieso hier immer wieder Veröffentlichungen des Herstellers im Internet (die z.T. auch noch missverständlich sind) zitiert werden.
Die sind nicht automatisch Vertragsbestandteil!
Wenn ich zum Händler gehe und mich beraten lasse, sind außer dem Kaufvertrag noch alle übergebenen Dokumente Vertragsbestandteil. Nur wenn in den übergebenen Dokumenten ein Verweis auf bestimmte Veröffentlichungen des Herstellers enthalten sind, sind diese auch Vertragsbestandteil.

Trägt der Käufer im vorliegenden Fall eine Mitschuld, hat er fahrlässig gehandelt - vielleicht, Ansichtssache. Ganz sicher hat er nicht grob fahrlässig gehandelt. Fachkundig ist doch wohl in erster Linie Hersteller und Händler und nicht der Kunde!
Ich bin doch als Kunde nicht verpflichtet mich im Internet kundig zu machen! (Geht ja noch nicht mal überall in D) :twisted:

Darf der Händler / Hersteller ein nicht zulassungsfähiges Fahrzeug verkaufen? Ganz sicher nicht.
Und so sah es auch das Gericht.

Ich frage mich, warum hat der Händler das Fahrzeug nicht gleich zurück genommen, aufgelastet und versucht das Fahrzeug dann an einen anderen Interessenten zu verkaufen?

Gruß Gerald

rkopka am 11 Sep 2019 12:06:20

Jorel hat geschrieben:Durch die offene Flanke des WoMo-Herstellers konnte der Kunde seinen Fehler auf Kosten des Herstellers glattbügeln.
Von dieser Warte aus gesehen, hat der Kunde alles richtig gemacht, denn Inkompetenz ist die Einfallschneise für Schadenersatz.

Glaubst du, das hat ihm Spaß gemacht ? Am Ende wird er sicher neben dem ganzen Ärger auch noch was draufgezahlt haben, egal, wie die Rückzahlung nun aussieht.

Der Kunde wollte etwas, das wohl nicht geht. Der Händler merkt zwar an, daß es "schwierig" werden kann, verkauft ihm aber etwas falsches und sogar unzulässiges (unzulassbares). Dann erwartet er, daß der Kunde die Nachteile (>3,5t oder illegal) inkauf nimmt, weil er ja sein Womo haben will. Nur daß dieser Kunde stur blieb. Ob der Händler das wußte oder nicht, ist eigentlich egal. Er muß hier als besser informiert als der Kunde angesehen werden. Vom Werk ganz zu schweigen.
Wäre schön, wenn das diesem und auch anderen Händlern eine Lektion erteilt, die diese lernen.

Die Diskussion hatten wir ja schon öfter, aber hier gehts um Fachhandel und Fachleute. Wenn ich alles selber recherchieren und rechnen soll, wozu dann noch der Fachhändler ? Dann könnte ich auch (wenn es denn ginge) direkt beim Hersteller bestellen. Wenn ich ein Haus von einer Firma bauen lasse und die dann alle möglichen gesetzlichen und technischen Vorgaben nicht einhält, wodurch das Haus nicht beziehbar ist, kann man auch nicht mich dafür verantwortlich machen, weil ich die ganzen Vorschriften hätte studieren sollen.

RK

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