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Reisebericht Bretagne Sept 2019


Winni540 am 22 Sep 2019 17:17:14

Am Freitag bin ich aus der Bretagne zurückgekommen und habe einige schöne Fotos und Eindrücke für Euch gesammelt:

Wir schreiben den 04.09.2019. Frauchen fängt schon wieder an zu packen und faselt etwas von Urlaub. In die Bretagne soll es gehen, da wäre es schön meint sie….Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Warte nur, ich verstecke mich einfach unter dem Schrank und dann kann mir Frankreich mal den Buckel runter rutschen. Ich weiß ja, was sie tut wenn Sie nach Hause kommt. Erst gibt Sie mir was zu futtern und so tut als wäre alles wie immer um mich dann in die Tasche zu stecken. Davon werde ich mich diesmal nicht täuschen lassen. Sobald wir oben sind, verstecke ich mich einfach.Abends kommt sie nach Hause, nimmt mich auf den Arm- kuscheln – schön! und trägt mich nach oben. Doch was ist das???? Sie stopft mich sofort in meine Tasche! Meint was von nur noch die Milch aus dem Kühlschrank und dann kann es losgehen. Was soll das? Du kannst doch nicht einfach so Deine Abläufe ändern!So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Wir wandern ins Wohnmobil, Frauchen startet gut gelaunt den Motor und kündigt an, dass wir heute nur 2,5Std. fahren und dann erst einmal übernachten. Wenigstens steht frisches Futter bereit.

Tja Dobby, das unterscheidet Dich von mir. Aber lass mich weiter erzählen.
Wir starten um 18:00 Uhr mit dem 1.Zwischenziel an der belgisch/französischen Grenze. Dobby trägt es mit Fassung und rollt sich auf dem Beifahrersitz zusammen.


Pünktlich nach 2,5 Stunden treffen wir in Bernissart auf einem freien Stellplatz am Wasser ein. Außer mir, steht noch ein Schweizer Camper dort, ansonsten noch ein paar Angler. Ich gönne mir noch ein Feierabendbier und gehe dann auch bald schlafen.
Unser Ziel Morgen, liegt schon in der Normandie am Phare d’Antifer. Das sind ca. 340km, also auch überschaubar.



05.09.2019


In der Nacht ist es empfindlich kühl, so mache ich morgens – ganz Weichei – mal kurz die Heizung an. Dobby hat keine Meinung zum rausgehen, so trinke ich meinen Pott Kaffee, mache mir einen Tee und Büttercken für die Fahrt und dann geht es weiter.
Ich war lange nicht mehr auf französischen Autobahnen unterwegs und bin so doch ein wenig überrascht über die Preise. Hier mal 12,60€, dort 9,10€ dann 10,70€, das läppert sich und ich verstehe auch nicht ganz, wieso mein kleiner Wingamm mal in Fahrzeugklasse 2 und mal in 3 eingestuft wird. Das muss ich bei Gelegenheit mal googeln.
Apropos googeln: Wenn ich in Schottland dachte, Frau Google spricht schlechtes Englisch, dann solltet Ihr sie mal französisch sprechen hören! Ohne Rückversicherung durch lesen der Routenanweisung, wüßte ich nicht, was sie meint. – Das üben wir aber nochmal.

Um 13:30 Uhr treffen wir bei Sonnenschein am Phare d’Antifer ein und finden noch ein nettes Plätzchen unter dem Leuchtturm mit Blick aufs Meer. So hatte ich das bestellt. Lady Dobby reckt mal kurz die Nase aus dem Mobil, findet es für eine deutsche Wohnungskatze zu windig und legt sich schlafen.

Also ziehe ich mir meine Wanderschuhe an, packe die Kamera und ziehe los. Wunderschöne weiße Kreidefelsen und hellblaues Wasser ziehen mich in ihren Bann. Ich klettere und steige auf den Felsen herum : Famous last Pic

Aber alles geht gut und die Ausbeute erfreulich.

Zurück am Mobil mache ich mir einen Kaffee und setze mich mit Dobby in die Sonne. Am Abend gehe ich noch auf die Jagd nach Sonnenuntergangsbildern und dann ist es auch schon wieder Zeit für mein Buch und das Kopfkissen.







06.09.2019

Aufbruch nach Mont St.Michel. Ich überlege erst, ob ich mir heute die Kosten für die Autobahn spare und über Land fahre, entscheide mich aber zu Gunsten Dobbys dagegen. Die Autobahnen sind zwar teuer, aber auch sehr gut in Schuss, sodass die Prinzessin während der Fahrt in Ruhe schlafen kann, ohne durch Kurven oder Schlaglöcher gestört zu werden. Hinzu kommt, dass man mir heute auch nicht so viel Geld abnimmt. 7,20€ für die Pont de Normandie – eine Brücke, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. So hoch geht es dort hinauf. Aber der Blick ist toll. Auch wenn man ihn als Fahrer nicht zu ausgiebig geniessen sollte. Dann muss ich noch einmal was um die 6,–€ für die Autobahn zahlen und das war’s. Am Mont St. Michel finde ich einen Parkplatz hinter einem Cidreladen, für umsonst, bzw. für den freiwilligen Kauf von 2 Flaschen Cidre Aus dem Badfenster kann ich den Mont St. Michel sehen. Es ist zwar nur ein einfacher enger Parkplatz, aber ich habe Glück und stehe direkt am Rand mit Blick auf den Kanal. Mit dem Rad und zu Fuß geht’s dann zum heiligen Berg, der ursprüngliche einmal eine wirkliche Insel war, die jedoch durch den Bau einen Gezeitenkraftwerks und der ehemaligen Brücke versandet ist. Dies versucht man zurzeit wieder rückgängig zu machen. Wie erwartet tummeln sich Menschenmassen auf dem Berg. Dennoch ist es ein imposantes Bauwerk und absolut sehenswert. Den Eintritt von 10,–€ in die Abtei habe ich mir jedoch aufgrund der anstehenden Touristengruppen gespart.





07.09. – 08.09.2019 St. Malo

Wir fahren auf den Campingplatz --> Link Der Platz liegt direkt in St. Malo auf einer der Halbinseln, ist einfach, aber schön gelegen mit Blick auf die Altstadt (Intra Moros) . Kosten: 12,–€/Tag incl. Strom ohne sanitäre Einrichtungen. Vorher machen wir noch einen kurzen Stopp in Canale.



In St. Malo muss Dobby erst mal Schläfchen machen. So mache ich mich zu Fuß auf Erkundungstour auf der Cite d’Aleth, die sich prima zu Fuß umrunden lässt. Blaues Wasser, kleine Buchten und Strände, Cafés und Restaurants und überall Relikte aus er Vergangenheit

Den Nachmittag und Abend verbringe ich mit einem Schläfchen und Reparaturarbeiten an Kleidung und Frauchen.

Am nächsten Morgen scheint die Sonne, wie bestellt und ich kann draußen frühstücken. Dobby hält immer noch nichts von frischer Luft. So mache ich mich zeitig auf in die Stadt.

Hier riecht es eindeutig nach Seeräuber! Die Altstadt ist komplett von einer Stadtmauer umgeben. Dies und die vorgelagerten Felsen und Inselchen mit kleinen Festungen machen die Vorstellung leicht, dass die Stadt im Mittelalter schier uneinnehmbar gewesen sein muss und dass es hier sicherlich von Piraten gewimmelt hat ;-). Da Ebbe ist, umrunde ich die Stadtmauer erst einmal von unten und mache einen kurzen Abstecher auf die Insel Grand Bré, muss aber bald wieder zurück, da die Flut einsetzt und dass Wasser mir auf dem Rückweg schon bis zu den Kien reicht. Anschließend lasse ich mich durch die Gassen treiben, entdecke in einem Klamottenladen meine Nachbarn vom Campingplatz, kaufe du Beurre salé, trinke ein Käffchen und esse zu guter letzt Moules Frittes mit Blick auf die Insel mit dem Fort National. St. Malo ist sehr sehenswert!

Weiter geht es mit schönen Bildern auf : --> Link

Viel Spaß !

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Heraline am 23 Sep 2019 20:57:16

Superschöner Bericht und tolle Bilder! Vielen Dank dafür!

Connie

birgit60 am 28 Sep 2019 14:22:50

Hallo Ellen,

ich habe gleich zum Blog gewechselt und konnte mich nicht trennen. Dein Bericht ist wirklich Klasse gemacht. In der nördlichen Bretagne waren wir letztes Jahr auch und nun hoffe ich, auch bald den südlichen Teil kennenzulernen. Schade, dass am Ende des Urlaubs immer noch soviele Ziele offen bleiben.

Nette Grüße

Birgit

Roman am 28 Sep 2019 15:43:59

Hallo,

tolle Fotos und ein mindestens ebenso toller Reisebereich von "euch beiden".... :)
Köstlich geschgrieben... :wink:

Wir sind auch gerade am Packen und moegen geht es los, aber das Thema "Katze und Wohnmobil - Geht doch !" würde ich, wenn wir zurück sind, gern vertiefen, entweder in einem eigenen Faden oder per PN...

LG
Roman

janoschpaul am 28 Sep 2019 18:57:18

Auch ich bedank mich für den Bericht und die tollen Bilder, klasse wie Du die Stimmungen eingefangen hast.
Unser Womo ist 7m lang und wird immer mit Fahrzeugklasse 2 abgerechnet. Die Länge des Mobils ist nicht das Problem. Wir sind 2,68 cm hoch. :wink:
Bretagne wäre auch mal wieder ein Ziel.

schuga am 29 Sep 2019 16:06:16

Toller Bericht. Das weckt viele schöne Erinnerungen :)

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