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Instandsetzung Bordelektronik Rimor Europeo 78


ruesie am 29 Sep 2019 22:38:00

Hallo in die Runde,
ich bin schon seit geraumer Zeit mit einem Wohnmobil Ford Transit 2,5 TD mit einem Rimor Europeo 78
Aufbau unterwegs. Nachdem ich jetzt den Motor überholt habe macht mir die Bordelektronik Probleme.
Die Pumpe konnte ich bislang über das Bedienpanel ein und ausschalten. Jetzt kann ich die Pumpe nicht mehr einschalten.
Außerdem hat der Laderegler keine Funktion mehr.
Ich möchte nun das alte Bedienpanel und den Laderegler durch den EBL 211 von Schaudt und das Bedienpanel von Schaudt ersetzen.
Ich benötige für den Umbau etwas Unterstützung. Kann ich die vorhandenen Leitungen für das Ladegerät verwenden oder sollte ich diese neu verlegen.
Vielleicht hat jemand einen ähnlichen Umbau durchgeführt und kann mit Tipps geben?

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felix52 am 30 Sep 2019 00:27:18

Vielleicht, nein wahrscheinlich aus meiner Sicht, liegt eher beim Wiederabschluss des Motors an die Elektrik
ein Fehler vor Etwa im Bereich der D+ 15 Klemme?

Erzähl mal genauer. :)

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

gespeert am 30 Sep 2019 04:32:52

Ein Bedienpanel mit Reihenklemmen und Sicherungsautomaten ist robuster als ein Stück Elektronikplatine mit Hohlsteckern!!
Ich würde das Alte drinlassen
Was hast Du beim Motor jetzt anders wie vorher?? Lima falsch angeschlossen bzw. dabei ne Sicherung geschossen??
Alle Details sind jetzt wichtig!!

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ruesie am 30 Sep 2019 08:02:00

Moin,
bei der Motorinstandsetzung habe ich eine neue, generalüberholte Einspritzpumpe, Epic eingebaut.
Die Injektoren wurden erneuert. Zylinderkopf und die Ventilsitze geschliffen. Ventilschaftgummis, Zahnriemen, Wasserpumpe erneuert. Die Dieselvorpumpe, Dieselfilter mit Gehäuse erneuert.
Ach ja, aus dem Tank eine Strumpfhose entfernt. Wer und oder warum die im Tank war, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Diese Fehlersuche hat sehr lange gedauert.
Ok, aber an der Elektrik habe ich nichts verändert. Sämtliche Sicherungen und Steckverbindungen habe ich geprüft. Auch die vom Laderegler.
Beim Rimor wird mit einem sogenannten Knotenpunkt im Bussystem gearbeitet. Ich vermute, dass hier der Fehler liegt. Die Platine und die Lötverbindungen sehen sehr mitgenommen aus. Sie liegt ohne Gehäuse hinter der Holzverkleidung. Die Pumpe läuft, wenn ich sie an 12 V anschließe. Dann funktioniert nur die Spülung der Toilette nicht mehr. Über das Bussystem wird die Pumpe, Sensor des Wassertanks und WC-Spülung gesteuert.
Es gibt bei Rimor leider keinen Ersatz für den Knotenpunkt. Deswegen war mein Ansatz die EBL 211 und das passende Bedienpanel von Schaudt einzubauen.

TMoersch am 30 Sep 2019 16:46:03

ruesie hat geschrieben: Ach ja, aus dem Tank eine Strumpfhose entfernt.


Hi, da hat wohl einer Sprit aus einem alten Kanister/nicht vertauenswürdigen Quelle getankt und wollte die Strumfhose als Filter verwenden, ist dann mit dem ersten Schluck im Tank verschwunden. Mich wundert, dass die sich nicht aufgelöst hat, oder waren die Injektoren das halb hin...

Traust Du es Dir zu die SV in Deinem Aufbau komplett zu erneuren, wenn ja mach es.
Ganz alte Technik ist zwar robust, aber die Elektronik der ersten Jahr ist es nicht. Viele unserer aktuellen Fahrzeuge werden auch nicht mehr zum Oldtimer da kein Mensch vergossene Steuergeräte die 30 Jahre alt sind mehr reparieren will oder Du das nicht bezahlen kannst/willst.

Wenn Du so viel retten willst wie möglich muss Du leider in den saueren Apfel beissen und erstmal einen Schaltplan suchen, dann ganz viele Verbindungen auf Durchgang und Wiederstand messen und am Ende dann die Defekte immer weiter einkreisen. Du lernst alle Ecken in der Kiste kennen.....Du brauchst auf jeden Fall ein vernünftiges Mulitmeter und gute Messkabel, Prüfspitzen usw.

Im Grunde muss man eigentlich alle Verbraucherkabel und die SV Zuführungen weiterverwenden können, wenn diese schadenfrei sind. Es müssen alle Klemmstellen besichtigt werden.

Thomas
Pumpe kann auch am Microschalter der Armatur hängen, ich würde da anfangen zu testen.

ruesie am 30 Sep 2019 18:11:02

Hi,
die Injektoren habe ich erneuert, um dies nicht später noch machen zu müssen. Drei gingen einfach beim Ziehen. Die vom vierten Zylinder musste mit brachialer Gewalt heraus operiert werden. Dafür musste auch der Kopf runter.
Die Erneuerung der Stromversorgung für den Aufbau muss ich angehen. Ich habe schon versucht einen Schaltplan zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.
Vielleicht gibt es hier jemanden, der seine Stromversorgung instandgesetzt hat und mir mit einem Schaltplan helfen kann.

gespeert am 30 Sep 2019 19:48:59

Welches Bussystem??
Mach bitte mal ein Foto des Knotens.
Wenn Du da eingreifst und keine Ahnung hast, geht hinterher überhaupt nix mehr!!!

Wenn Du ein Powerplex System von e-t-a hast, hast Du Glück, das war und ist noch Standardware.

felix52 am 01 Okt 2019 17:33:53

ruesie hat geschrieben:......
Beim Rimor wird mit einem sogenannten Knotenpunkt im Bussystem gearbeitet. Die Pumpe läuft, wenn ich sie an 12 V anschließe. Dann funktioniert nur die Spülung der Toilette nicht mehr. Über das Bussystem wird die Pumpe, Sensor des Wassertanks und WC-Spülung gesteuert..........


Das ist so korrekt. Der Knotenpunkt befindet sich am LIN-System.

ruesie hat geschrieben: Es gibt bei Rimor leider keinen Ersatz für den Knotenpunkt. Deswegen war mein Ansatz die EBL 211 und das passende Bedienpanel von Schaudt einzubauen.


Gib mir die Ersatzteilnummer. Dann kann ich Dir evtl. helfen. :)

tiroler am 02 Okt 2019 06:42:05

Das ist der Hersteller der Elektronik für den Rimor oder war es --> Link oder --> Link

gespeert am 02 Okt 2019 20:42:20

Wenn Du da versuchst, ein EBL einzubauen, läuft gar nix mehr!!!

Du hast hier eine Stromversorgung in Bustechnologie, d.h. wahrsch. ne RIngleitung wo die einzelnen Knoten angeschlossen sind.
Sämtliche "Absicherung" dürfte über programmierte Logik erfolgen, d.h. es gibt die klassische Absicherung nur im Bereich der Stromversorgung als Fallback wenn das Logikmodul durchlegieren würde. Alle Sensoren und Aktoren sind an Busmodule gekoppelt, die Verknüpfung erfolgt logisch und nicht mehr physisch über Leitungen, außer den Bus!!! Wenn man nen Knoten auswechselt, kann es sein, daß dieser beim 1. Start die Daten der Nachbarn übernimmt und sich so selbst konfigurieren kann!!

Nur als Hinweis zur Funktion gedacht (so kannst Du Dir ungefähr ne Vorstellung machen):
Die Pumpe kann bspw. 10A ziehen was programmiert wird, und hängt als Beispiel am Knoten 1.
Die Wasserhahnmikroschalter an 2, 5, 8, 13 und 15. Die Tankkontrolle an 3 für den Schwimmer und 7 für Abwasserkapazität.
Drehst Du den Badhahn auf, kommt ein High SIgnal an 5 an. Darauf sagt die Tankkontrolle an 3 daß Wasser vorhanden ist, 7 der Abwassertank noch nicht voll ist.
Voila, Wasser fließt, die Pumpe läuft.
Läuft die Pumpe nicht, kann 7 voll melden, 3 leer, 5 kein Signal oder defekt, 1 Überstromabschaltung da Pumpe fest.

Du siehst, es wird etwas komplexer ne Störung zu suchen. Ggf. brauchst Du ne Software zum Prüfen.

ruesie am 07 Okt 2019 16:03:23

So, es hat etwas länger gedauert, um die Teile ausbauen zu können.
Es folgen nun ein paar Bilder.

ruesie am 08 Okt 2019 16:27:34

Knotenpunkt, Hersteller Arscilicii



Laderegler, Hersteller Arsilicii

Laderegler, Anschlüsse



ruesie am 08 Okt 2019 16:49:04

Die Geräte habe ich heute zum Löten der Platinen gebracht. Vielleicht hilft das schon weiter. Die Lötstellen sehen teilweise nicht gut aus.
Vom Bedienpanel habe ich jetzt kein Foto gemacht, da es anscheinend funktioniert.
Der Laderegler hat die Modell-Nr.: AL300-MOD98/99, SMESP-120-13,5 und der Knotenpunkt Mode ver. 5.31-1298.

gespeert am 09 Okt 2019 12:43:03

Das quadratische Bauteil auf der Oberseite (Bestückungsseite) mit dem Schriftzug PV3P ist eine Polysicherung.
Prüfe mal ob die Funktion hat. Das ist sozusagen die Hauptsicherung der gesamten Schaltung. Diese sollte normalerweise selbstrückstellend sein (Strom abschalten und einige Zeit warten).

Auf der Lötseite sind zwei Bauteile mit M4 beschriftet.
Das dürften zwei SMD Sicherungen sein. Wahrscheinlich mittelträge, 4A.
Prüfe auch hier mal ob diese noch funktionieren.
In diesem Zusammenhang ist entscheidend, was da mittels Stromdieben mit aufgeklemmt wurde. Evtl. führte dieses Gerät zum Ausfall des Ausgangs.
Im worst case sind die beiden Schalttransistoren ebenfalls betroffen.

gespeert am 09 Okt 2019 12:55:27

Auf dem Ladeteil steht was von Einstellungen eines Inputschalters der vor dem Anlegen von Spannung in einer bestimmten Position sein muß (wahrsch. off wegen Spannungsspitzen beim Hochlaufen von Schaltungen). Das sollte im Manual stehen.

tiroler am 09 Okt 2019 12:56:11

ruesie

beim Modell-Nr.: AL300-MOD98/99 war bei meinen auch die Lötstellen, neu verlötet und es war wieder ok. die Knotenpunkte hatten nichts.

ruesie am 09 Okt 2019 16:59:11

Erstmal besten dank für die schnellen Antworten.
Ich habe die gereinigten und gelöteten Platinen zurückbekommen. Direkt eingebaut und keine Veränderungen festgestellt.
Die Wasserpumpe lässt sich nicht einschalten.
Das Laderegler zeigt am Bedienpanel keine Spannungen für die Aufbau - bzw. Fahrzeugbatterie an.


Die Sicherung "PV3P" scheint ok zu sein. Beim Prüfen der beiden SMD Sicherungen "M4" bekomme ich kein Signal.
Können die SMD Sicherungen erneuert werden?

gespeert am 09 Okt 2019 21:12:39

Ja, auslöten und ersetzen!

Zum Prüfen müssen die wahrsch. auch raus.
In dem Fall sehe zu, daß Du in Abstimmung mit einem Elektroniker einen SMD Sicherungssockel einbaust, wo die Sicherungen gesteckt sind. So kannst Du die austauschen.

Warum sind die Stromdiebe vorhanden?? Evtl. bereits ein Ausgang ausgefallen und man klemmte den freien Ausgang dann parallel auf den 2. Ausgang???

gespeert am 09 Okt 2019 21:16:43

Dein "Laderegler" kann auch als Netzgerät genutzt sein??
Schau mal nach, ob die Busmodule 12V seitig da dranhängen.
Evtl. bekommt das System schlicht keinen Saft oder im Bedienteil liegt auch noch ein Fehler vor

ruesie am 10 Okt 2019 13:23:31

Was sollen denn die Stromdiebe sein? Ich kann mir unter dem Begriff nichts vorstellen.

andwein am 11 Okt 2019 13:00:25

ruesie hat geschrieben:Was sollen denn die Stromdiebe sein? Ich kann mir unter dem Begriff nichts vorstellen.

Stomdiebe sind Schneidverbinder, die in irgendeine Leitung eingekniffen werden und daraus Strom in eine 2. Leitung abzapfen/klauen/abzweigen usw. Ist wie Äpfel klauen/stehlen. Alles klar
Gruß Andreas

rkopka am 11 Okt 2019 13:11:05

andwein hat geschrieben:Stomdiebe sind Schneidverbinder, die in irgendeine Leitung eingekniffen werden und daraus Strom in eine 2. Leitung abzapfen/klauen/abzweigen usw.

Man könnte noch ergänzen, daß sie keinen guten Ruf haben. Die Anwendung ist einfach, aber sie können das Kabel mechanisch beschädigen und sie öffnen die Isolierung, was zu Korrosion führen kann. Außerdem kann das Kabel zu dünn sein und man handelt sich einen Wackelkontakt ein.
Ich hab sie früher öfter verwendet, aber nach Problemen und einigen Beiträgen hier nehme ich jetzt lieber die Wagoklemmen und schneide das Kabel durch. Das hat auch noch den Vorteil, daß man das ganze viel leichter rückbauen oder erweitern kann.

RK

andwein am 11 Okt 2019 18:01:13

Du hast vollkommen recht, der Zusatz fehlte!!! Ich verwende sie auch nicht mehr
Gruß Andreas

ManfredK am 11 Okt 2019 18:25:17

rkopka hat geschrieben:..... sie öffnen die Isolierung, was zu Korrosion führen kann....
RK


Die Isolation ist auch bei Wago-Klemmen offen... auch da hast du u.U. im Fahrzeug die gleichen Probleme wie mit dem guten alten "Stromdieb" oder der noch älteren Lüsterklemme (mit Aderendhülse).
Will ich das vermeiden, muss ich zu einer wasserdichten Steckverbindung oder einer festen Lötverbindung mit verschweißendem Schrumpfschlauch greifen.

Wago ist in der Hausinstallation kaum noch weg zu denken.... schnell, klein, easy in der Anwendung. Aber für Fahrzeuge ist das nicht gedacht (gerne als Reparaturmittel wenn es unterwegs schnell etwas zu "flicken" gilt)

ruesie am 11 Okt 2019 22:17:55

Jetzt habe ich wieder etwas dazu gelernt.
Danke!
Ich werde mir die entsprechenden Stellen mit den Stromdieben genauer ansehen. Ich habe noch Wagoklemmen, die ich dann verwenden werde.

gespeert am 11 Okt 2019 22:27:49

DIe Stromdiebe siehst Du auf deinem Bild 1, die roten Teile wo der zweite Kabelbaum angeklemmt ist!

Warum wurde der Kabelbaum dort angeklemmt?? Auf deinem Busmodul befinden sich zwei Ausgänge, aber nur einer ist beschalten.
Was ist der Grund?? Ausfall Nr. 1, darauf einfaches Parallelklemmen auf Nr. 2 und dadurch Totalausfall???
Prüfe wohin der parallele Anschluß führt

ruesie am 15 Okt 2019 20:05:12

Ich habe jetzt sämtliche Stromdiebe, die ich gefunden habe, ausgebaut und durch Wagoklemmen ersetzt. Keine Änderungen in der Stromversorgung.
Der auf Bild 1 sichtbare, Parallele Anschluss geht direkt zur Pumpe.
An dem Busmodul steht eine Versorgungsspannung von 12 V an. Die Busleitungen (grau und orange) habe eine Spannung von 1,45 V.
An der Pumpe kommt jedoch keine Spannung an. Somit kann ich davon ausgehen, dass ein Defekt beim Busmodul liegt.
Am Bedienpanel kann ich jedoch immer noch keine Elektrischen Angaben ablesen.
Ich habe jetzt erstmal die Pumpe und die WC-Spülung direkt mit 12 V und einem Schalter versorgt, um das Wohnmobil in den nächsten Tagen nutzten zu können.

ruesie am 15 Okt 2019 20:09:40

Übrigens!
Der freie zweite Anschluss am Busmodul ist für den Anschluss von Füllstandssensoren der Abwassertanks, die ich nicht habe.
Nur der Frischwassertank hat einen Sensor. Die Anzeige funktioniert über das Busmodul einwandfrei.

gespeert am 16 Okt 2019 05:03:23

Ich rede vom Lastausgang!!!
Nicht vom Input!!!

Der Stromdieb an der 2. Ausgangsleitung welche vermutlich mit M4 abgesichert war!!
Hast Du die SIcherungen geprüft??? (Auslöten!!)

ruesie am 16 Okt 2019 09:33:09

Die Sicherungen werde ich demnächst prüfen. Jetzt machen wir noch ein paar Tage Ferien.
Bis bald und Dankeschön für die Unterstützung.


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