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Überwintern in Spanien und Portugal 2019


Elsas am 01 Okt 2019 15:09:42

Januar bis einschließlich April 2019
Mein Mann und ich sind dem kalten Deutschland entflohen. Wir haben uns - wie auch im letzten Jahr -wieder dafür entschieden, den Winter in Spanien und Portugal zu verbringen. Viele neue Eindrücke haben wir gewonnen, eine tolle Zeit gehabt und daran wollen wir euch gerne teilhaben lassen.
Gesamtüberblick über den zweiten Teil des Reiseverlaufs

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Elsas am 01 Okt 2019 17:09:03





04. Januar – 14. Januar 2019
Wir verlassen nach dem Jahreswechsel Torre del Mar und fahren weiter die Küste hinunter Richtung Portugal. Wir haben als nächstes Ziel Marbella avisiert, wir können den Stellplatz auch sehen, gelangen aber nicht dort hin. Stattdessen bewegen wir uns auf sehr schmalen Straßen Richtung Strand, das Ziel - wie gesagt - vor Augen. Wir geben auf und fahren weiter nach Manilva. Dort das gleiche: wir landen schon wieder nur in die Nähe des Campingplatzes La Bella Vista, aber nicht AUF ihn. Da fragt man sich ja, wie sinnvoll das Navigieren mit Koordinaten ist. Wir nehmen mein Navigationssystem zur Hilfe und finden ihn dann auch. Allerdings muss ich auch sagen, dass auf dem ersten Teil der Reise – also von Norddeutschland bis nach Torre del Mar – immer alles geklappt hat. (Diesen Reisebericht findet ihr hier im Wohnmobilforum / Spanienforum unter „Überwintern in Spanien 2018 Teil 2“)

Elsas am 09 Okt 2019 15:59:53



Der Campingplatz in Manilva liegt direkt am Wasser, hier ein Blick auf den kleinen Leuchtturm.



Der Hafen macht einen gemütlichen Eindruck mit vielen Restaurants, Cafés und einem für mich als Stern und -Spiegel Fan ganz wichtigen Zeitungshändler!

Elsas am 09 Okt 2019 17:09:08



Hier am Yachthafen zeigt jemand, was man so haben kann und alle Touristen bleiben stehen und machen Fotos.



Sehr schön gestaltete Bänke zieren den Weg zum Hafen von Manilva. Na gut, könnte mal wieder etwas aufgehübscht werden.



Hier – wie fast überall an der Küste – gibt es auch viele Straßenverkäufer. Manche sind auch recht aufdringlich, diese Dame hier allerdings ist es nicht.



Die vielen Hochhäuser, die bislang oft die Städte und Orte geprägt haben, sind verschwunden, stattdessen finden sich hier diese Hotels und Appartements, die noch so halbwegs in die Gegend passen. Und da wir hier in Andalusien sind, ist die bevorzugte Farbe natürlich weiß.
Camping La Bella Vista, Crtra Nacional 340 km, 142.8m 29692 Alcorrin, Manilva, 31€ (trotz Acsi)

15. Januar - 03. Februar
Wir fahren weiter in die Sherry Gegend. Unser Ziel dort ist El Puerto de Santa Maria. Da wir schon mal in der Gegend sind, machen wir gleich am nächsten Tag eine Führung in die Osborne Bodega. Telefonische Anmeldung ist allerdings Pflicht.



In klimatisierten Räumen wird der Sherry aufbewahrt. Die Bodega ist nur zum kleinen Teil ein Museum, überwiegend wird hier Sherry gelagert– wohl zum Teil über 30 Jahre lang.



Fast alle Fässer sind unterschrieben von Monarchen, Politikern, Stars und sonstigen VIPs, die hier zu Besuch waren.



Alle vertriebenen Sorten sind hier aufgereiht. Vom trockenen Fino bis zum rosinenartigen sehr süßen roten Sherry. Wir durften am Ende der Führung alles kosten, wurden mit den vielen Flaschen alleine gelassen und hätten uns gut und gerne einen Rausch antrinken können. Allerdings war die Führung um 12 Uhr mittags. Na, dann lieber doch nur Kostproben. Führung und Verkostung 14 €.



Hier eine Grafik über die Verteilung der Osborne Stiere an den Autobahnen und Landstraßen. Unten links ist Andalusien erleuchtet. Auffallend ist, dass in Katalonien keine Stiere zu finden sind – aber die fühlen sich ja auch nicht so wirklich als echte Spanier.



Ein Teil der Bodega ist als Museum eingerichtet.



Auf dem Weg zum Hafen, mit dem schönen Namen Sherry Port, finden wir zur blauen Stunde – wie es bei den Fotografen so schön heißt – dieses zum Himmel und zum Wasser passende Schiff.



Es gibt viele Naturpfade und auch Naturschutzgebiete in der Gegend. Ich mag ja die Pinien sehr.



Der Sandstrand ist ausgesprochen schön und durch Palmen aufgelockert.
Insgesamt fand ich den Ort El Puerto de Santa Maria sehr schön, für Fahrradfahrer wie wir es sind, aber auch recht stressig. Die Straßen waren sehr schmal in der Stadt und die Autofahrer kamen oft nicht an uns vorbei. Der Strand war recht breit und das Wasser weit weg. An einem Sonntag sind wir durch die ganze Stadt gefahren auf der Suche nach einem Restaurant. Alle Restaurants waren geschlossen, denn es war 17.Uhr. Das kann doch nicht sein, es wird doch wohl irgendwo ein Restaurant, eine Pizzeria oder irgendetwas geben! Wir finden nichts und gehen hungrig ins Bett.
Camping Las Dunas, El Puerto de Santa Maria, Paseo Maritimo de la Puntilla, 0, 11500, El Puerto de Santa Maria, Cádiz, 18 € (mit Acsi)
04. Februar – 18. Februar
Ein neu errichteter Stellplatz in Isla Cristina ist unser nächstes Ziel. Der Stellplatz liegt wunderschön auf einem Hügel und erlaubt uns einen freien Blick auf Sonnenauf- und -untergang. Wir sind begeistert. Rund um uns herum befindet sich ein großer Naturschutzpark.



Diese Art der Sonnenuntergänge hatten wir jeden (!) Abend.



Diese beiden Graugänse fühlten sich auch sehr wohl in der Nähe des Stellplatzes.



Hier ein Blick auf den weiträumigen Naturschutzpark. Leider haben wir keine Flamingos gesehen, die sich hier ja angeblich zuhauf befinden. Vielleicht war es noch zu früh in der Jahreszeit.



Auch hier wieder seht ihr die weitausladenden Kiefernbäume in der nächsten Umgebung vom Stellplatz.
Suchbild: Finde das Pferd und den Storch!



Oben stehen wir und unten wandert eine Ziegen- und Schafherde vorbei.

Der Betreiber des Stellplatzes ist sehr um seine Gäste bemüht. Für uns organisiert er drei Touren, die jeweils nur 10 € gekostet haben. Selbstverständlich wurden wir vom Platz abgeholt. Service first class. Als erstes machen wir eine einstündige Rundfahrt im Hafen von Isla Cristina.





Die Sardinen werden nachts mit Licht angelockt. Deswegen diese aufwändigen Lichtinstallationen auf den Schiffen.



Auch die Seenotrettung ist aktiv und braust mit großer Geschwindigkeit und folglich hohem Wellenschlag heran.
Unterwegs wurde während unserer Hafenrundfahrt an einer Muschelbank festgemacht und es gab Gambas und Weißwein.
Die zweite Tour war eine Fahrt mit einem TukTuk. Das ist die Originalbezeichnung für die in China hergestellten dreirädrigen Fahrzeuge. Hier werden sie genutzt, um Touristen durch die Gegend mit den schmalen Gassen und Wegen zu fahren.



Aus der geplanten einen Stunde wurden locker zwei. Wir werden durch das Naturschutzgebiet, die Salinen und durch die Stadt Isla Cristina kutschiert. Auch hier gab es einen Stopp mit kostenlosen Tapas und Wein in der Nähe des Hafens.



Die dritte Fahrt haben wir mit Pferd und Kutsche bewältigt.



Das Ziel war ein Erdbeerfeld mit der Möglichkeit selbst ein wenig zu ernten.



Das Zentrum von Isla Cristina.



Isla Cristina ist ein kleiner überschaubarer Ort mit zwei netten Fußgängerzonen. Auch der Strand ist nicht weit entfernt.





Vom Stellplatz aus gesehen sind es bis zum Wasser ca. 3 km. Es gibt zwar einen schmalen Fahrradweg, der aber ist sehr ungepflegt und zum Teil auch recht holprig.



Mit dem Fahrrad fahren wir ins nächstgelegene Örtchen La Antilla. Einige Fischer haben dort sehr kleine Bötchen, scheinen aber trotzdem überwiegend vom Fischfang zu leben.





Von diesem Platz und der hervorragenden Betreuung durch den Betreiber Patricio, haben wir uns sehr ungern getrennt. Aber wir wollen ja weiter nach Portugal.
Camper Park Playa de Luz, Barriada La Estacion s/n. 21400 Ayamonte, 11 € incl. Strom


19. Februar – 05. März

In der Mitte des großen Flusses Rio Guadiana verläuft die Grenze zwischen Spanien und Portugal. Nach etwas drei Kilometern sehen wir ein großes Schild auf der Autobahn mit der Aufschrift „Foreigners“. Ob die uns auch meinen? Wir wissen es nicht so recht und fahren erst einmal weiter. Unser neues Ziel ist ein Stellplatz in der Nähe von Santa Luzia. Dort angekommen erfahren wir, dass für bestimmte Autobahnen in Portugal eine Gebühr fällig wird, die man aber nicht mit einer Kreditkarte oder mit Bargeld bezahlen kann. Man muss sich entweder an der Grenze direkt oder aber bei einem Postamt registrieren lassen. Auf so eine Idee wäre ich nie gekommen, hatte auch noch nie etwas davon gehört.
Nachdem Norbert drei Tage lang über Karten gesessen und versucht hat, die entsprechenden Autobahnabschnitte herauszufinden, die wir besser nicht befahren sollten, schlage ich vor, noch einmal zurück nach Spanien zu fahren, dann noch einmal über die Grenze nach Portugal und uns bei dem besagten Schild „Foreigners“ registrieren zu lassen. Nach der Registrierung erhalten wir eine Quittung und bekommen eine Registrierung für vier Wochen. Nach Ablauf der vier Wochen müssen wir dann zur Post gehen und eine Verlängerung beantragen. Wie blöd ist das denn??? Was soll der Quatsch? Ich dachte wir sind in der EU!
Die Beträge, die man bei Gebrauch dieser Autobahnen zu zahlen hat, sind zwar minimal, aber wenn man nicht bezahlt, erhält man nette Post nach Deutschland und darf dann 200 € Strafe zahlen.

Der uns von Freunden empfohlene Stellplatz in der Nähe von Santa Luzia liegt am Rande eines Naturschutzgebietes. Man kann die Wellen zwar hören, sieht sie aber nicht. Um an den Strand Praia de Barril zu gelangen, bedarf es eines ca. 20 minütigen Fußmarsches oder man nimmt die Bimmel Bahn, die ab und an fährt. Einen Zeitplan für die Bahn habe ich nicht gefunden.

Elsas am 10 Okt 2019 13:29:07



Die Bimmelbahn fährt auch zum Strand als Alternative zum Fußweg.



Fußweg zum Strand.





Einmal am Strand von Praia do Barril angelangt, wird man mit diesen tollen Wellen belohnt.



Am Strand findet sich auch dieser liebevoll angelegt Ankerfriedhof. Auf so eine Idee muss man auch erst einmal kommen.



Santa Luzia selbst liegt ca. 2 km vom Stellplatz entfernt. Es ist ein gemütliches kleines Fischerdorf.



Auf einer etwas ausgedehnteren Fahrradtour finden wir im Örtchen Cacela Velha diesen netten Platz vor der Dorfkirche. Man hat hier einen atemberaubenden Blick auf den Naturpark Rio Formosa und seinen vorgelagerten kleinen Inseln. Es mutet schon sehr karibisch an.



Einige Häuser sind noch erhalten und sehr nett restauriert.



Diese Wiese hier erinnert doch sehr an einen Frühling, wie er fast auch in Deutschland sein könnte.



Frühlingsgefühle wecken auch diese Mandelbäumchen - dabei haben wir noch Februar.

Parque das Pedra del Rei, Cabanas de Tavira. Ca. 5- 7 €, es gibt keinen Strom. Zahlbar am Automaten. (Kann den Beleg leider nicht mehr finden.) Wasser gibt es im nahe gelegenen Hafen. Die Gebühr für das Wasser ist im Postamt zu bezahlen.

05. – 09. März

Im P-M Stellplatzführer finden wir zwei enthusiastische Beschreibungen eines Stellplatzes in der Nähe von Vilamoura. Den wollen wir uns ansehen und stellen fest, dass diese beiden Beurteilungen wohl Fake sind. Es ist niemals ein 5 Sterne Platz, wie dort behauptet wird. Nicht nur, dass der Platz direkt an der N 125 liegt, er ist auch noch mit zwei Toren abgeriegelt, so dass wir ihn trotz gezielter Suche kaum gefunden haben. Die Tore waren zu und es fand sich auch nur ein klitzekleines Campingschild an dem äußeren Tor. Der Besitzer will wohl die Gäste vor dem Straßenlärm schützen. Das Ergebnis ist, dass er so gut wie keine Gäste hat. Eigentlich ist es nicht anderes als ein etwas größeres Hinterhof. Wenn wir von dem Platz sprechen, nennen wir ihn den „Verhau“.



Alles hier ist abgewirtschaftet und nicht sehr einladend. Auch gibt es nur streckenweise einen Fahrradweg ins 5 km entfernte Vilamoura.
Vilamoura selbst hat einen ganz schicken und mondänen Yachthafen mit vielen edlen und daher auch recht teuren Restaurants. Ein Besuch lohnt sich hier allemal.



Eines der schicken Restaurants im Hafen von Vilamoura.

Vilamoura Rustic Motorhome Aire, Vale Judeu, 12 €, Strom extra.

09. – 12. März

Wir fahren weiter nach Albufeira.



Der Hafen dort ist noch recht neu, die Häuser drum herum in allen möglichen Farben. Von hier aus unternehmen wir eine Fahrt mit einem Touristenschiff zu den Strandhöhlen nach Benagil.



Der Kapitän gibt ordentlich Gas um ins offene Meer zu kommen. Angeblich gibt es dort Delphine, die wir selbstredend nicht gesehen haben. War ja klar.



Die Kalksandsteinhöhlen in Benagil.



Es war eine schöne Fahrt, wenn auch sehr touristisch angehaucht – so wie vieles in Albufeira.



Etwas individueller gestaltet sich eine Fahrt mit dem TukTuk. Der Fahrer gibt sich wirklich sehr viel Mühe uns die Gegend zu erklären und zudem erfahren wir auch, wo die bekannten Sänger Bonnie Taylor und Cliff Richards wohnen…



…nämlich hier um die Ecke.



Sandsteingebilde am Strand von Albufeira.

Der Stellplatz ist recht voll und auch nicht sehr attraktiv. Zum Strand sind es ca. 2 km. Das wäre ja alles in Ordnung, wenn es nur nicht so furchtbar steil wäre.

Parque de Palmeira, Rua Jose Carlos Ary dos Sandos, Albufeira, 9 € incl. Strom.

13. – 30. März

Also suchen wir uns einen Stellplatz der etwas direkter am Strand liegt und werden in Alvor fündig. Der Platz ist geräumig, die Entfernung zum Strand beträgt 200 m und bis zum Stadtzentrum sind es 300 m.



Wenn Norbert die Ostfrieslandflagge hisst, bedeutet das: alles in Ordnung.

Direkt am Strand finden leider Baggerarbeiten statt, deswegen bevorzugen wir den Strand in ca. 2 km Entfernung und sind begeistert. Seht selbst:







In dieses Restaurant gelangt man vom Strand über eine Treppe oder von oben kommend auch mittels eines Fahrstuhls.



So langsam trauen sich auch die Menschen wieder ins Wasser, es ist aber noch immer recht frisch. Mehr als 17 Grad hat es sicherlich nicht. Da legt man sich doch lieber platt in den Sand, so wie der Herr hier links im Bild.

31. März – 01. April 2019


Wir bewegen uns Richtung Atlantik und verlassen so langsam die Algarve. Den letzten Zipfel ganz am unteren südwestlichen Ende Portugals wollen wir aber noch mitnehmen und fahren zum Cap de Sao Vicente.

Elsas am 10 Okt 2019 17:10:36



Der Leuchtturm ragt erhaben über die See hinaus. Das Museum innen drin ist nicht unbedingt einen Besuch wert, kostet allerdings auch nur einen Euro.



Mit uns verbringen noch drei andere Wohnmobile die Nacht auf diesem einsamen Platz. Tagsüber ist dort allerdings recht viel los.



Es geht recht steil abwärts und mir wird immer etwas mulmig, wenn Norbert sich zu dicht an die Kanten wagt um zu fotografieren.





Ein Fischerboot zieht langsam seine Kreise vor der steilen Küste.



Als Gag für die Touristen und sehr häufig fotografiert ist diese Imbissbude. Da hatte ja wohl jemand eine gute Idee. Ich ergattere die letzte Bratwurst des Tages bevor sie um 17.30 Uhr schließen. Alle Buden, die dort tagsüber Waren und sonstiges verkaufen, werden über Nacht abgebaut. Wir beobachten aber, da wir ja dort übernachtet haben, dass ab 11 Uhr am nächsten Morgen alle wieder dort stehen.



Na, passt doch nicht so recht. Für so einen dicken Schädel einen passenden Hut zu finden ist ja auch nicht so ganz einfach.

01.– 03. April

Wir fahren die Atlantikküste hoch Richtung Lissabon. Drei Wohnmobile zuckeln über 30 km gemächlich hintereinander her, ansonsten fahren hier so gut wie keine Autos. Die Straße ist auch nicht im allerbesten Zustand, aber ich finde die Strecke urgemütlich – eine der schönsten auf unserer Reise bisher. Mal sieht es aus wie in Tirol, dann wieder wie in Ostfriesland, so ruhig, so friedlich ist das hier alles. Häufig wird vor freilaufenden Kühen gewarnt. Erste Eukalyptusbäume tauchen am Straßenrand auf.
Unseren ersten Halt machen wir auf dem Campingplatz in Zambujeira do Mar. Der Ort ist klein, hat nur 900 Einwohner, einige wenige Touristen sind zu sehen. Mir wird auch klar warum hier nichts los ist, denn die Küste ist zu steil. Es finden sich zwar einige sehr schöne Buchten, aber man muss Treppen und Steigungen überwinden, um dort hin zu gelangen.



Camping Villa Park Zambujeira do Mar, 14,20 €.

03. – 05. April

Fast genauso gemütlich zuckeln wir weiter die N 120 hoch. Immer noch ist die Landschaft urig, fast unberührt. Der nächste Ort – Porto Covo – ähnelt doch sehr dem vorherigen. Auch hier gibt es nur 900 Einwohner, sind die Touristen spärlich. Wer aber gerne wandert, oder auch einmal eine Bucht für sich allein haben will, ist hier genau richtig.



Die Touristenmeile in Porto Covo. Ihr seht schon, hier ist es auch sehr ruhig.

Parque de Campismo de Porto Covo, 7520-437 Porto Covo, 16,50 €.

05. – 07. April

Nach all der Ruhe und Beschaulichkeit sind wir jetzt vorbereitet auf Lissabon. Es gibt dort nur einen einzigen Campingplatz, dieser liegt in einem recht großen Park und ist – zu unserer Überraschung – sehr gut ausgeschildert und leicht zu finden. Ich habe ja Respekt vor großen Städten und war vorher auch ein wenig skeptisch. Diese Sorge war unbegründet.



Wir fahren mit dem Bus in die Stadt. Der Bus war nicht gefedert und der Fahrer donnerte so durch die Straßen, dass die Leute entsetzt den Wasserspritzern auswichen. Leider ist das Wetter schlechter geworden, wir haben so um die 16 Grad und es regnet auch immer mal wieder. Es gibt also im Moment keine Bilder mit blauem Himmel, davon haben wir ja auch schon genug.
Lissabon insgesamt zeichnet sich durch sehr liebevoll gepflasterte Straßen aus. Da lohnt auch ruhig mal ein zweiter Blick.



Im Stadtzentrum.



Am Ufer des Tejo am Rande des Stadtzentrums.

Nachdem wir festgestellt haben, dass das Busfahren doch nicht so gut ist, lassen wir uns am nächsten Tag mit dem Taxi in die Stadt fahren. Eine Fahrt kostet ca. 8 – 10 €. Das größere Maß an Bequemlichkeit ist uns das wert.



Hier das Kloster Hieronymus in Belem, einem beliebten Stadtteil von Lissabon.



Als Alternative zur offiziellen Stadtrundfahrt mit den Touristenbussen, die gerne auch ca. 30 € für ca. 2 Stunden kosten, kann man auch die Tram 28 nehmen. Damit kommt man auch rum und sieht die ganze Stadt.



Streng bewacht wird das Regierungsgebäude des Außenministeriums im Stadtzentrum.

Wir sind nur zwei Tage in Lissabon geblieben. Am ersten Tag sind wir mit dem Bus gefahren, haben uns einen ersten Eindruck verschafft und haben mit diesen Hopp on – hopp off Bussen eine ca. zweistündige Stadtrundfahrt unternommen. Am zweiten Tag haben wir das Hieronymus Kloster in Belem besichtigt. Die Füße taten weh, mehr Eindrücke gingen nicht in unseren Kopf. Und überhaupt….
Auf dem Campingplatz war es recht ruhig, man hört ein Rauschen des vorbeifahrendes Verkehrs und ab und zu auch Fluglärm. Aber alles sehr moderat.

Parque Campismo de Lisboa, 34,20 €.

07. – 11. April

Es geht weiter nach Norden, das Wetter ist auch dementsprechend. Es regnet des Öfteren und die Temperaturen haben sich auf 16 – 17 Grad eingependelt. Wir haben einen sehr netten Stellplatz in der Nähe von Obidos gefunden. Dieser Ort ist für die Portugiesen das, was für uns in Deutschland Rothenburg ob der Tauber ist. Umgeben von hohen Stadtmauern hat sich im Zentrum des kleinen Örtchens eine recht rege Tourismusindustrie entwickelt – und fast alle verkaufen sie Kirschlikör. Dieser wird aus Schokoladentassen getrunken, die man danach verzehrt.



Dieses Aquädukt hat früher den Ort Obidos mit Wasser versorgt.



Erster Blick auf den Ort Obidos mit Blick auf die Stadtmauer.




Hier am Haus und auch in vielen Ecken und an Hauswänden finden sich herrlich bemalte Fliesen.








Im Vordergrund gibt es eine recht gut ausgestattete Bibliothek und im Hintergrund findet sich ein Gemüseladen. Geht doch.



Wenn an Bord die Literatur ausgeht, kann man hier nach Ersatz suchen und wird sicher fündig.



Für mich eines der schönsten Bilder dieser Fahrt. Jacaranda – allerdings schon ein wenig verblüht.




Diese Frau sieht nicht die schönen Jacaranda. Aber wenn man schon mal als Tourist unterwegs ist und alles fotografiert, hält auch die Katze für ein Bild her.



Wie früher wird auch heute noch der Eingang zur Stadt von Rittern bewacht. Die Touristen wollen ja auch was zum Fotografieren haben.



Auf dem nahegelegenen Stellplatz fanden wir eine sehr liebevolle familiäre Betreuung und ausgesprochen guten Service. Lob für euren Einsatz hier auf dem Stellplatz.

Caza Azurra: Campismo, Rural Obidos, 10 €, Stromkosten extra.

11.- 12. April

Wir fahren den Fjord entlang um noch einmal einen Blick auf den Atlantik zu werfen. Die Straßen waren recht schmal und sehr hügelig, aber es ging.



Blick auf den Fjord und den Stellplatz. Alles ist ein bisschen ungepflegt, für eine Übernachtung aber völlig ok.



Foz de Alhero, Parque de Autocaravans, Foz de Alhero.6,50 € incl. Strom.

12. – 13. April

Wir wollen weiter ins Surfer Paradies Nazare.

Nazare ist bekannt für die extrem hohen Wellen, die sich an der Küste auftürmen. Stellenweise sollen sie mehr als 20 m hoch sein. Als wir dort eintreffen, ist die See relativ ruhig und es sind auch keine Surfer zu sehen. Wie schade!

Elsas am 17 Okt 2019 13:01:29



Nazare ist zweigeteilt. Es gibt einen unteren Stadtteil und die Oberstadt, die u.a. mit einer Bahn zu erreichen ist. Wie steil ist das denn! Mir rutscht schon wieder das Herz in die Hose und ich will eigentlich gar nicht mitfahren in die Oberstadt. Norbert merkt mein Zögern an der Verlangsamung meiner Schritte. Aber dann sehe ich die Bahn und denke, dass das doch irgendwie zu schaffen sein muss.





Der Blick ist schon einmal phänomenal. Das hat sich doch gelohnt.



Auch gibt es noch traditionelle Handwerkskunst, wie die von dieser alten Dame….



…oder diesem Herrn hier, der die an der Küste im Ort liegenden Fischerboote nachbaut.



Dieses handsignierte Exemplar erwerben wir für 25 €.

Der Stellplatz ist eigentlich ein Parkplatz auf dem auch PKW stehen und liegt mitten in der Stadt. Er ist kostenlos und etwas chaotisch. Es gibt keinen Strom.


Parking Nazare, Avenida do Municipio, 2450 Nazare

Wir verlassen die Küste und fahren zum Wallfahrtsort Fatima. Schon von weitem sieht man die kleine Wallfahrtskirche.







Die Heilige Maria findet sich außerhalb der alten Wallfahrtskirche. Viele Menschen kaufen bis zu 1 m lange Kerzen, die dort vor Ort verbrannt werden.


Verlässt man die alte Kirche gelangt man auf diesen großen Pilgerplatz.



Der weiße Streifen rechts oben im Bild ist der vorgezeichnete Bußweg….



… den manche auf Knien zurücklegen. Wir sind doch sehr beeindruckt…



… auch von dem modernen Altar in der neuen Kirche.

Die Wohnmobile findet man überall verteilt auf den sechs Parkplätzen. Wir aber übernachten hier nicht.
Richtung Heimat fahren wir quer durch das Landesinnere. Wir übernachten auf einem Stellplatz vor dem Ort Viseu, kurz vor der Stadt. Dieser Platz ist kostenlos. Auch unsere zweite Übernachtung auf unserer Fahrt quer durch das Land ist kostenlos. Der Ort heißt Briviesca und liegt kurz hinter Burgos.



Area de Briviesca, Calle la Senda, 09240 Briviesca, kostenlos, keinen Strom.


Die Anfahrt ist sehr gut ausgeschildert, wir finden den Platz mühelos.


Unsere Probleme mit der Bezahlung der Autobahngebühren in Portugal habe ich ja am Anfang des Reiseberichtes schon erwähnt. Auch auf der Fahrt hierhin gibt es immer wieder Hinweise über die zu zahlenden Gebühren. Dann, ca. 40 km vor der Grenze nach Portugal, steht auf einem Autobahnschild in perfektem Portugiesisch: Informationen über die Preise in 8 km.


Wir fahren auf die Raststätte in 8 km Entfernung und erfahren, dass wir 15 € Gebühr zahlen müssen. Diese Informationen erhalten wir in einem kleinen unauffälligen Häuschen an einer Tankstelle. Wir erhalten zwei Tickets und jeweils einen Code. Diesen muss man freirubbeln und per SMS an die zuständige Behörde senden. Mich laust der Affe! Dieses Schild habe ich ganz zufällig gesehen! Es gibt keinen Hinweis wie Pay Here, Maut oder sonst irgendetwas.


Die Fahrt durch das Landesinnere war insofern schön, als dass es mal wieder flach war und man weit gucken konnte. Alle Dörfer, die wir so im Vorbeifahren gesehen haben, hatten große beeindruckende Kirchen.


Nach Briviesca geht es allerdings wieder in die Berge. Richtung Orio gibt es sehr viele Tunnel und das Wohnmobil quält sich. Ich stelle fest, dass die Sprache sich ändert. Die Ortsnamen haben viele X und I und die Kombination ist für mein Sprachempfinden recht ungewöhnlich. Erst im Nachhinein stelle ich fest, dass wir im Baskenland sind und die Basken die älteste der romanischen Sprachen sprechen und diese Sprache auch unbedingt bewahren wollen. Auch die Flora ändert sich und erinnert an Zuhause. Wir sehen Gänseblümchen, Butterblumen, Flieder und grünes, sattes Gras. Ach, das ist doch schön.



In allen baskischen Kneipen findet man diese leckeren Tapas, auf Baskisch heißen sie Pintxos.



Und sonst so??

Im Großen und Ganzen haben wir uns recht gut verstanden. Besonders am Anfang der Reise gab es aber einige Verständigungsschwierigkeiten. Insbesondere dann, wenn es um den richtigen Platz auf einem Stell – oder Campingplatz geht. Man muss so vieles beachten: Wie stellen wir uns am besten hin? Wann haben wir nachmittags die beste Sonne? Woher kommt der Wind? Wie stehen wir am besten ohne dem Nachbarn zu sehr auf die Pelle zu rücken? Mein Mann bleibt dann einfach am Eingang eines Stell- oder Campingplatzes stehen und lässt mich den geeigneten Platz suchen. Manche Dinge sehen Männer einfach nicht so schnell!?!

Das inzwischen 18 Jahre alte Wohnmobil hat uns diesmal nicht im Stich gelassen, es gab aber immer wieder einige kleinere Schäden. So krachte eines Tages die Herdabdeckung in sich zusammen. Die Splitter verteilten sich im ganzen Wohnmobil. Einen Grund außer Alterserscheinung gab es für uns nicht. Der Regen tropft durch die Dachluke. Gestern hatten wir plötzlich einen feuchten Teppich, weil die Heizungspumpe defekt war. Wir werden alles wieder richten und im nächsten Winter fröhlich weiter fahren.

Wir hoffen, euch ein wenig unterhalten und einige Tipps gegeben zu haben. Danke, dass ihr uns begleitet habt.

Den ersten Teil dieser Reise findet ihr unter: Überwintern in Spanien 2018 –Teil 2. Den Reisebericht vom letzten Jahr findet ihr auch in diesem Spanienforum. Er heißt: Überwintern in Spanien 2018.

Ganz liebe Grüße an euch, die ihr euren Spanien – Portugalurlaub plant und auch an die 16.000 Leserinnen und Leser, die unsere Berichte inzwischen gelesen haben.

Elsa und Norbert

Guenni3967 am 17 Okt 2019 15:45:09

Moin,
danke für diesen schönen Reisebericht der uns noch mehr animiert das auch zu planen.

Beduin am 17 Okt 2019 18:37:46

Hast wieder sehr schön gemacht :) bedankt

Elsas am 17 Okt 2019 19:10:03

Aber gerne doch.

HaMo19 am 17 Okt 2019 19:30:43

Danke für die vielen schönen Bilder und Eindrücke.

klink_bks am 17 Okt 2019 20:58:58

:) Klasse Bericht und super geschrieben :)

Lesen hat Lust und Neid erweckt,
dafür mal ein Positiv

Gruss
Achim

PeterSabineSina am 17 Okt 2019 21:29:32

Hallo,

wir scharren schon mit den Hufen und wollen uns Anfang November auf den Weg machen Richtung tiefen Süden Spanien.
Euer wunderschöner Bericht und die vielen Bilder haben uns viele Tipps gegeben und erst recht noch mehr Freude
auf die Reise.

Viele Grüße

Sabine

kedi3001 am 18 Okt 2019 07:22:51

Vielen Dank für den wunderschönen Bericht und weiterhin tolle Reisen :D :D

LG
Conny

peter59 am 21 Nov 2019 10:35:39

Servus ,
vielen Dank für diesen sehr schönen Bericht und die vielen eindrucksvollen Fotos.
Leider haben wir noch nicht die notwendige Zeit solche Reisen zu unternehmen. Es macht trotzdem mächtig Spaß dabei sein zu dürfen.
Wir hoffen auf weitere so spannende Reiseberichte.

Gruß Peter

RolWi am 21 Nov 2019 13:13:57

Vielen Dank fürs Teilhabenlassen.

Wirklich schöne Eindrücke eines für mich noch unbekannten Reiseziels. Aber das wird sicherlich noch.

LG
Roland

Jan234 am 22 Nov 2019 11:27:38

Hallo zusammen! So schöne Bilder :) Ich will so schnell wie möglich nach Portugal zu fliegen.. Es bleibt noch nur eine Woche :D Wir werden in Algarve sein. Was denkt ihr über dieses Gebiet? MfG Jan

Elsas am 22 Nov 2019 11:34:07

Portugal ist wunderschön. Vor allem die Algarve. Nur zu. Viel Spaß.
LG Elsa

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