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Ersatzrad Reserverad auf AHK - Fahrradträger


duca250 am 13 Okt 2019 12:46:23

Moin,
bisher bin ich immer ohne Ersatzrad unterwegs gewesen und habe lediglich das typische Reifenpannenset sowie die Notrufnummer meines Automobilclubs dabei gehabt. Nach dem kürzlichen Speichenbruch der hinteren linken Felge bin ich da ein wenig sensibler geworden. Ich möchte z.B. in der schwedischen Pampa nicht stundenlang auf den Pannendienst warten, nur weil mir das Reifenpannenset nicht mehr weiterhelfen kann. Ich fahre auf ORC-Felgen und habe mir mittlerweile mit etwas Glück ein gebrauchtes ORC-Ersatzrad kaufen können. Die Anleitung gilt aber natürlich für alle Rad-/Reifenkombinationen!

Natürlich könnte ich das Ersatzrad auch in der Heckgarage mitnehmen. Bauartbedingt (Queensbett) ist die Heckgarage aber wesentlich kleiner als in der Längsbettvariante, so dass das Ersatzrad wertvollen Platz einnehmen würde. Auch auf dem Dach könnte ich es problemlos transportieren, ich bräuchte nur zwei zusätzliche Längsträger und ein paar Schrauben. Aber mit meinen fast 60 Jahren ein fast 30 kg schweres Rad rauf und runter zu wuchten, nein, das muss ich mir nicht mehr antun.

Also blieb nur der AHK-Fahrradträger. Ja, das funktioniert nur, wenn die Fahrräder zu Hause bleiben. Aber bei den Touren nach Nord-Skandinavien oder z.B. Rund Pelepones nehmen wir die Dinger eh nicht mit!

Für das Sichern des Ersatzrads verwende ich ganz normale 3 Stück 25mm-Ratschengurte (hier welche vom Discounter), 6 Stück 25mm-Gurtschlaufen (kann man verwenden, muss man aber nicht) sowie einen Reifenschoner aus Kunststoff vom holländischen Campingversand (eine Holzplatte mit ähnlichen Abmessungen tut es auch). Den auf dem Foto ersichtlichen Niroring brauchte ich nicht. Das Ersatzrad soll später mittels zweier Schutzhüllen kpl. eingepackt werden, diese Schutzhüllen muss ich mir noch besorgen.

Die ganzen Sachen vor dem Ersatzrad liegend. Links die Schlaufen, rechts die Ratschengurte und in der Mitte die Reifenschoner (einer reicht)


Vorzugsweise eignen sich Fahrradträger mit einer ebenen bzw. flachen Transportfläche. Ich fahre seit vielen Jahren einen Träger des Herstellers MFT und bin sehr zufrieden.


Ansichten des MFT-Trägers, gut zu erkennen die ebene Transportfläche


Mit Hilfe von Kabelbindern sicherte ich den Reifenschoner gegen verrutschen





Sinn und Zweck des Reifenschoners (oder alternativ einer Holzplatte) ist, dass der Reifen durch den Druck des verspannens durch das Trägergestänge nicht beschädigt wird.

Sichern des Ersatzrads mittels der Gurtschlaufen und Ratschengurte




Und das Ergebnis meines ersten Versuchs








Das Ganze muss dann noch in hübsch gemacht werden, also Gurte auf die passende Länge kürzen, Fahrrad-Haltearme abmontieren etc. Grundsätzlich funktioniert das perfekt, das Ersatzrad bewegt sich nicht einen Millimeter und sitzt bombenfest. Die Schutzhüllen werden aus schwarzem Kunstleder bestehen und ich kann mir vorstellen noch schwarze Ratschengurte anzuschaffen :D

Wenn ich unseren Anhänger ziehe, könnte das Ersatzrad auf dem auf der Anhängerdeichsel montierten Thule Superb-Fahrradträger stehen. Dieser Träger hat zwar mittels der drei Fahrradschienen/U-Profile für die Fahrräder eine ebene Transportfläche, allerdings kann der Reifenschoner aufgrund der Abstände der U-Profile nicht verwendet werden. Eine Alternative wäre eine wasserfeste Siebdruckplatte :)

Wenn Fragen sind, immer her damit!
Grüße
der Duc

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7xy am 13 Okt 2019 13:42:18

Hallo Duc,

erst Mal mein Respekt für die ausführliche Beschreibung Deiner Lösung! Wenn ich schon bewerten könnte, hättest Du von mir dafür in Plus bekommen. Ich habe derzeit ähnliche Überlegungen, wie ich ein Ersatzrad mitnehmen könnte. So wie Du es machst, kommt man sehr einfach und leicht an das Rad. Ich bin am Überlegen ob eine Unterbringung unter dem Fahrzeugboden nicht einfacher ist, auch weil ich in den 30 Jahren mit verschiedenen Wohnmobilen bisher Gott sei Dank nur einmal das Ersatzrad gebraucht habe.

Gruß Hannes

duca250 am 13 Okt 2019 13:52:30

Hi Hannes,
danke :)
Ich wollte nicht soviel investieren, bis auf die Reifenschoner hatte ich alles liegen. Da ich keinen Ersatzradträger unterm Womo habe, müsste ich diesen für viel Geld (?) anschaffen, im Fall der Fälle im Dreck kniend den Reifen hervor holen und den Alten wieder unterschieben. Dem gegenüber stehen max. € 50,00 für die Gurte, Reifenschoner, Schutzhüllen etc. Und ich habe noch in einen Profi-Drehmomentschlüssel von Gedore investiert.
Grüße
der Duc

AntonCoeln am 13 Okt 2019 13:55:04

Wenn Du damit beim richtigen blauen Mann landest ist die Fahrt erstmal vorbei, denn die StVzo (§36a) stellt für außen an Fahrzeugen transportierten Ersatzräder besondere Vorschriften auf, und diese sind zu beachten. Das ein Fahrradträger für den Transport von Ersatzräder gedacht ist, ist mir neu. Oder ist es in der ABE des Fahrradträgers aufgeführt

RichyG am 13 Okt 2019 14:28:14

Hallo Duc,
habe meinen Ersatzreifen auch auf dem Heckfahrradträger montiert und durch halb Europa gekarrt. Das wurde selbst in einer Verkehrskontrolle in die ich geraten bin, nicht moniert. Kannst Du in meinem Albanienreisebericht ansehen. Kann hier leider keinen Link einfügen.
Bedenkenträger gibt es immer und bei nahezu jeder Lösung die hier jemand vorstellt. Mach Dir also keine Gedanken. Die Idee ist gut! Ich werde so wie gehabt auch nächstes Jahr nach Marokko fahren. Habe nämlich keine Lust bei einer Reifenpanne in den Dreck zu kriechen um das Rad hervorzuholen.

duca250 am 13 Okt 2019 14:38:54

Moinsen,
ich habe den Oberlehrer schon auf ignorieren gesetzt. Mehrere AHK-, Heck- oder Deichselträger habe ich in meinem Leben schon gekauft, aber eine ABE oder gar ein Gutachten war nie dabei! Warum? Weil es Ladung ist. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an die Dehler, die T3 mit ihren Heckdachträgern oder die T4 mit der Heckverlängerung und den in den Längsträgern verbolzten Fahrradträgern. Da gab es nix, auch keine Eintragung in den Papieren. Warum? Weil es Ladung ist! Und Ladung braucht keine ABE!

Und dann wäre da noch das Ding mit der Nettikette, Anrede und Gruß und so was. Habe den Knopf gedrückt und jetzt nervt der mich nicht mehr.
Grüße
der Duc

Legionaer am 13 Okt 2019 16:10:36

Moin Duc,

super gelöst warum bin ich noch nicht drauf gekommen.
:top:

Gruß John

Palmyra am 13 Okt 2019 16:45:30

Super Idee - genial gelöst ! Respekt darauf muss man erst mal darauf kommen ....

Hab meist meinen Roller hinten drauf - wenn nicht das Boot dran - aber das mit dem Fahrradträger
ist wirklich eine Super Idee ... :D :D :D




duca250 am 15 Okt 2019 10:19:45

Palmyra hat geschrieben: - wenn nicht das Boot dran -


Hi,
für Deinen Bootstrailer gibt es Ersatzradträger für die Deichselmontage (Ersatzrad seitlich, oben oder unten). Das wäre ja eine interessante Alternative, wenn das Boot mitkommt. Diese Träger gibt es in zwei Varianten. Einmal wird mittels einer Zentralschraube gesichert und die andere Variante gibt es mit der Befestigung über die Felgenbolzen. Bei Letzterem muss man nur auf den korrekten Lochkreis achten!
Grüße
der Duc

duca250 am 23 Okt 2019 16:57:18

duca250 hat geschrieben:Die Schutzhüllen werden aus schwarzem Kunstleder bestehen...


Moin,
heute sind die beiden Schutzhüllen aus China eingetroffen. Sie passen sehr gut und sind auch recht gut verarbeitet. Der Schwachpunkt wird die UV-Verträglichkeit sein, schaun mer mal. Das Ersatzrad soll kpl. vor Dreck geschützt sein, daher habe ich zwei Hüllen gekauft.

Zuerst wird die hintere Hülle aufgezogen


Danach die vordere Hülle


Und das kpl. verhüllte Ersatzrad noch einmal von hinten


Ab 01.04. nächsten Jahres dann Fotos in der fertigen Version auf dem Heckträger.
Grüße
der Duc

MiGu1418 am 23 Okt 2019 17:40:00

Hallo Duc,

gute Idee, wenn ich meins nicht unterm KaWa hätte wüsste ich jetzt wohin damit.

Gruß Guido

RichyG am 23 Okt 2019 18:02:28

Hallo Duc,
ich nehme die Verschmutzung in Kauf und habe nur einen Überzug über dem Rad. Der Vorteil: Ich befestige das Ersatzrad durch die Felgenlöcher am Fahrradträger. Sieht dann nicht so hingeschnürt und provisorisch aus und hält ebenso bombenfest.

Da ich fand, dass das Kennzeichen nicht mehr optimal zu lesen war, befestigte ich ein zweites und das in Italien vorgeschriebene Warnschild am Ersatzrad

Hat bei einer Verkehrskontrolle bei Garmisch keinen interessiert.
So werde ich das auch auf der Reise nach Marokko handhaben. Das Ersatzrad war übrigens auch mit einem massive Motorradringschloss am Träger befestigt.

duca250 am 23 Okt 2019 18:08:42

Hi Richy,
ja, Dein Ersatzrad ist wesentlich weiter oben und vor allen Dingen viel dichter an der Heckwand befestigt. Das kann gar nicht so stark verdrecken :) Ist ähnlich wie beim Ersatzrad meines Anhängers.



Grüße
der Duc

RichyG am 23 Okt 2019 18:14:23

duca250 hat geschrieben:...ja, Dein Ersatzrad ist wesentlich weiter oben und vor allen Dingen viel dichter an der Heckwand befestigt. Das kann gar nicht so stark verdrecken :) Ist ähnlich wie beim Ersatzrad meines Anhängers.

Die Verschmutzung iss mir aber auch pups :wink: Ist doch nur ein Ersatzrad! Wichtiger scheint mir, das es weniger provisorisch aussieht und somit evtl. nicht so schnell zur Kontrolle provoziert :idea: .

hampshire am 23 Okt 2019 18:40:12

Klasse Idee und gut umgesetzt.
Habe mich gefragt wie man beim Bimobil Unimog das nicht gerade leichte Ersatzrad von der Fahrerkabine bekommen würde. Abgesehen davon ist das Dach auch ein guter Ort.
--> Link

RichyG am 23 Okt 2019 18:52:16

hampshire hat geschrieben:Abgesehen davon ist das Dach auch ein guter Ort.

Aber nur mit entsprechendem Kran!

duca250 am 23 Okt 2019 19:07:00

...also auf den Foto ist ein Kranausleger zu sehen. Ansonsten null Chance! So ein Unimog-Rad wiegt mit Sicherheit nicht unter bummelig 70 kg :eek:
Grüße
der Duc

thomas56 am 23 Okt 2019 19:16:42

habe es zum Glück nie gebraucht, aber wenn hätte ich das Rad auf einer Wolldecke am Tampen an der Seiten-oder Rückwand abgelassen.
Rauf hätte es vertragsbedingt der Reifenhändler bringen müssen. :ja:
Aber heute opfert ja keiner mehr Solarfläche für Reifen?

Tinduck am 24 Okt 2019 06:10:38

Na ja, Solar auf‘m Fahrerhaus sieht man ja eher selten. Und da das Fahrerhaus meist niedriger ist als der Aufbau, könnte das Ersatzrad sogar unter die Solarzellen :)

Nach einem kleinen Intermezzo am letzten WE überlege ich, ob ich unseren Bimobil-Schwenkheckträger wieder dranbaue und da das Ersatzrad montiere. Hab 40 min. unterm Womo verbracht, mit der festgerosteten Arretierschraube des Ersatzrades... der Radwechsel selber hat dann nur 20 min. gedauert.
Doof wäre nur, dass das dann ab muss, wenn wir die Fahrräder auf Heckbühne mitnehmen. Ohne Ersatzrad fahr ich aber ungern, nach diesem WE noch ungerner...

277572775827759

bis denn,

Uwe

babenhausen am 24 Okt 2019 07:24:15

duca250 hat geschrieben:...also auf den Foto ist ein Kranausleger zu sehen. Ansonsten null Chance! So ein Unimog-Rad wiegt mit Sicherheit nicht unter bummelig 70 kg :eek:
Grüße
der Duc


und das ohne Felge....

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