bisher bin ich immer ohne Ersatzrad unterwegs gewesen und habe lediglich das typische Reifenpannenset sowie die Notrufnummer meines Automobilclubs dabei gehabt. Nach dem kürzlichen Speichenbruch der hinteren linken Felge bin ich da ein wenig sensibler geworden. Ich möchte z.B. in der schwedischen Pampa nicht stundenlang auf den Pannendienst warten, nur weil mir das Reifenpannenset nicht mehr weiterhelfen kann. Ich fahre auf ORC-Felgen und habe mir mittlerweile mit etwas Glück ein gebrauchtes ORC-Ersatzrad kaufen können. Die Anleitung gilt aber natürlich für alle Rad-/Reifenkombinationen!
Natürlich könnte ich das Ersatzrad auch in der Heckgarage mitnehmen. Bauartbedingt (Queensbett) ist die Heckgarage aber wesentlich kleiner als in der Längsbettvariante, so dass das Ersatzrad wertvollen Platz einnehmen würde. Auch auf dem Dach könnte ich es problemlos transportieren, ich bräuchte nur zwei zusätzliche Längsträger und ein paar Schrauben. Aber mit meinen fast 60 Jahren ein fast 30 kg schweres Rad rauf und runter zu wuchten, nein, das muss ich mir nicht mehr antun.
Also blieb nur der AHK-Fahrradträger. Ja, das funktioniert nur, wenn die Fahrräder zu Hause bleiben. Aber bei den Touren nach Nord-Skandinavien oder z.B. Rund Pelepones nehmen wir die Dinger eh nicht mit!
Für das Sichern des Ersatzrads verwende ich ganz normale 3 Stück 25mm-Ratschengurte (hier welche vom Discounter), 6 Stück 25mm-Gurtschlaufen (kann man verwenden, muss man aber nicht) sowie einen Reifenschoner aus Kunststoff vom holländischen Campingversand (eine Holzplatte mit ähnlichen Abmessungen tut es auch). Den auf dem Foto ersichtlichen Niroring brauchte ich nicht. Das Ersatzrad soll später mittels zweier Schutzhüllen kpl. eingepackt werden, diese Schutzhüllen muss ich mir noch besorgen.
Die ganzen Sachen vor dem Ersatzrad liegend. Links die Schlaufen, rechts die Ratschengurte und in der Mitte die Reifenschoner (einer reicht)

Vorzugsweise eignen sich Fahrradträger mit einer ebenen bzw. flachen Transportfläche. Ich fahre seit vielen Jahren einen Träger des Herstellers MFT und bin sehr zufrieden.

Ansichten des MFT-Trägers, gut zu erkennen die ebene Transportfläche

Mit Hilfe von Kabelbindern sicherte ich den Reifenschoner gegen verrutschen



Sinn und Zweck des Reifenschoners (oder alternativ einer Holzplatte) ist, dass der Reifen durch den Druck des verspannens durch das Trägergestänge nicht beschädigt wird.
Sichern des Ersatzrads mittels der Gurtschlaufen und Ratschengurte


Und das Ergebnis meines ersten Versuchs




Das Ganze muss dann noch in hübsch gemacht werden, also Gurte auf die passende Länge kürzen, Fahrrad-Haltearme abmontieren etc. Grundsätzlich funktioniert das perfekt, das Ersatzrad bewegt sich nicht einen Millimeter und sitzt bombenfest. Die Schutzhüllen werden aus schwarzem Kunstleder bestehen und ich kann mir vorstellen noch schwarze Ratschengurte anzuschaffen :D
Wenn ich unseren Anhänger ziehe, könnte das Ersatzrad auf dem auf der Anhängerdeichsel montierten Thule Superb-Fahrradträger stehen. Dieser Träger hat zwar mittels der drei Fahrradschienen/U-Profile für die Fahrräder eine ebene Transportfläche, allerdings kann der Reifenschoner aufgrund der Abstände der U-Profile nicht verwendet werden. Eine Alternative wäre eine wasserfeste Siebdruckplatte :)
Wenn Fragen sind, immer her damit!
Grüße
der Duc







