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Dänemark-Rundfahrt-Ostsee-Skagen-Nordsee bis zum NOK


Kistenmann am 15 Okt 2019 14:35:45

Nach über 9 Jahren als Festcamper auf einem Campingplatz in DK hatten wir uns im August ein Wohnmobil gekauft. Wir wollten einfach noch mehr sehen und nicht immer auf die langen Wochenenden warten, damit es sich auch lohnt, nach DK auf den Platz zu fahren.
Nun stand sie also an, unsere erste längere Fahrt. Nun muss ich gestehen, dass ich eher nicht so der spontane Typ bin, was man ja als Wohnmobilist sein kann, und so habe ich halt viel vorgeplant. Mit Hilfe des Internets und Youtube habe ich ein paar „Highlights“ gefunden, die wir uns angucken wollten. Die Route wurde auch kleinteilig vorgeplant, was gar nicht so schlecht war, allerdings auch Großteils verworfen wurde, insbesondere was die Stellplätze anging.
Auch dank des Forums wurden einige Fragen im Vorwege geklärt: Brauche ich eine Kreditkarte? Brauche ich eine Campingkarte? Beide Fragen kann ich mit Nein beantworten
Wir wollten über die Ostseeseite nach Grenen hoch und dann an der Nordseeseite wieder zurück. Gestartet sind wir am 2.10. und wollten uns am 11.10. mit Freunden in SPO treffen. So ging die wilde Fahrt dann am Mittwoch los, da wir südlich von Hamburg wohnen, natürlich erstmal mit Stau vorm Elbtunnel. In Schleswig auf dem Autohof wurde aufgetankt, da wir das aus Zeitgründen in HH nicht mehr hinbekommen hatten. Über die Grenze ging es dann weiter bis Aabenraa zum Segler-Club direkt an den Strand. Ein toller Platz, wobei bei P-M schon klage geführt wurde, dass es am Strand zu lauten Partys kommen kann. Kann es… aber nicht im Oktober und so hatten wir unseren ersten Stellplatz für 140DKK mit Strom, WiFi und WC gefunden. Ein wunderschöner Sonnenuntergang über Aabenraa belohnte uns für diesen Platz.

Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter zum ersten „Herzensziel“: Langeland, die Insel meiner Frau, wo sie einen Großteil ihrer Kindheit in den Ferien und Wochenenden verbrachte, da meine Schwiegereltern dort lange Zeit Festcamper waren. Auch ich war hier das erste Mal auf einem Campingplatz. Den Campingplatz gibt es schon seit ewiger Zeit nicht mehr, es stehen dort Ferienhäuser, aber nochmal am Strand lang laufen war super. Da es Mittagszeit war, haben wir uns an dem kleinen unscheinbaren Parkplatz hingestellt und gespeist mit Blick auf die Ostsee, einfach schön.

Über Lohals sollte es auf einen Stellplatz bei Tranekaer gehen. Der gefiel uns aber nicht und so wurde P/M und Park4night befragt, was es denn für Alternativen gibt. Rudköbing war die nächste Wahl, der Platz am Hafen war aber, wie auch in Svendborg ne Katastrophe (aus unserer Sicht) und so sind wir in der Nähe von Odense in Blommemslyst auf einem urigen Campingplatz gelandet, schön am See mit Eisvogel gucken .

Auch da gab es nix zu meckern und am nächsten Tag ging es nach Jelling, wo die „Geburtssteine“ Dänemarks stehen. Leider goß es wie aus Eimern, aber es gibt ja Schirme. Unser Hund fand das nur nicht so gut, aber da musste sie durch.

Weiter ging die Fahrt zum geplanten Stellplatz, der aber bei Blick auf die Wetter-App ausgelassen wurde und wir entschlossen uns, nach Aarhus weiterzufahren. Der dortige Campingplatz war super. Weiter im Touristenmodus verschlug es uns am nächsten Tag an den Yachthafen von Aarhus, bei bestem Wetter. Sehr schön dort auf der Landzunge zu stehen und ein Käffchen zu trinken.
Danach durch Aarhus auf die andere Seite, damit wir uns das Gräberfeld Lindholm Hoje angucken konnten. Beeindruckend.
Nach einem Spaziergang über das Gräberfeld fuhren wir den Stellplatz in Saeby direkt am Hafen an. Der war vorgeplant und wunderschön.

Am nächsten Tag ging es dann an die Nordspitze Dänemarks, nach Grenen. Wir hatten an den vorherigen Tagen schon bemerkt, dass es sich lohnt, früh an den „Örtlichkeiten“ zu sein, weil dann noch nicht so viele Menschen da sind, ok, es sind ja auch gerade Herbstferien . Auf dem Parkplatz von Grenen hatten wir Glück, dass wir noch einen Parkplatz bekommen haben, man war das da voll. Und so sind wir der Karawane gefolgt und haben uns letztlich glücklich ins Wasser gestellt, da wo sich Nord- und Ostsee treffen. Ich hatte das ja vorher schon auf Videos gesehen und ja, es sieht in echt genau so aus .

Von jetzt an ging es südlich weiter und die Landschaft änderte sich. Der nächste Haltepunkt war Rabjerg Mile, die größte Wanderdüne Dänemarks. Leider kommt das ja auf Fotos nicht immer so rüber… aber das ist schon viel Sand aufm Haufen Weiter nach Lökken, zum Stellplatz, festgestellt, dass das so gar nicht unserem Geschmack entspricht und dann mal wieder die Apps befragt… es sollte sich lohnen. Wir sind nach Haverslev an den kleinen Hafen gefahren. Für 100DKK, mit Strom, WC/Dusche und WLAN standen wir ganz alleine am Hafen im Niemandsland mit traumhafter Kulisse abends und noch viel schöner morgens mit einem super Sonnenaufgang und Frost aufm WoMo.

Von dort ging es weiter nach Hanstholm zum Bunkermuseum, welches man mit Hund nicht besuchen kann, aber drumherum gibt es ja ganz viel anzusehen und das Museumsgelände mit der 38cm-Kanone in Beton gibt es draußen auch nochmal, nur alt nicht so in hübsch. Also mit der Taschenlampe bewaffnet durch Gelände. Schön

Eine kleine Enttäuschung war dann Klitmöller, das „Cold Hawaii“ Europas. Was wir da auch immer erwartet hatten, der Strand war mit mittelgroßen weißen Steinen übersäht, was aussah, wie Dreck und auch sonst war da relativ wenig los. Wie gesagt….wir fanden es nicht schön.

Weiter ging es dann nach Struer in den Yachthafen. Ein super Platz. Die Strom Säule war jetzt nicht so einfach zu bedienen oder ich war wohl zu blöd… nach einem Telefonat schaute ich mir das nochmal genauer an und dann lief es letztlich. Der Trick war, die Säule auf zu bekommen…. dann konnte man auch die PIN eingeben und schwups, war der Strom an

Am nächsten Tag ging die Fahrt zum Sneglehuset in Thyboron, einem Haus, wo die Fassade üb ersäht mit Muscheln ist. Dazu könnte man da noch das „Museum“ besuchen und ein Café gibt es da auch noch. Aber wie auch schon die Tage zuvor waren wir so zeitig unterwegs, dass das Haus noch geschlossen war. Wir nutzten unsere Zeit dann noch für einen ausgiebigen Strandspaziergang. Vorbei an den zahlreichen Festungsanlagen des Atlantikwalls aus dem 2. Weltkrieg. Beeindruckend und erschreckend zugleich. Waren wir bei der Ankunft noch ganz alleine mussten wir bei der Abfahrt von dem kleinen Parkplatz ganz ordentlich rangieren, weil es ganz schön zugeparkt war.


Danach ging es noch zum Leuchtturm nach Bovbjerg, der an einer Steilküste steht. Auch hier war wieder viel los und das Café, welches leckeren Teigduft versprühte, war noch nicht geöffnet.

Zudem war das Wetter auch gerade nicht so dolle und wir fuhren weiter in Richtung Ringköbing Fjord. Da war es dann mal wieder soweit. Der ausgeguckte Stellplatz sprach uns nicht an und wir sind mal wieder auf einem Campingplatz gelandet, Henne Strand 5-Sterne . Bei bestem Wetter haben wir einen schönen Platz bekommen und ich bin noch eine Runde am Strand gelaufen. In kurzer Hose und T-Shirt, geht doch . Abends sind wir dann noch gemeinsam an den Strand und wollten den Sonnenuntergang anschauen. Leider war vor der Sonne eine große Wolkenformation und so gab es nix zu gucken.

Der nächste Tag hatte wieder einiges im Angebot. Zuerst nach Vejers, an den Strand. Den Hund freut das ja immer so und so sind wir da ne große Runde spazieren gegangen. Danach haben wir in Blavand noch Freunde besucht, waren am Strand und am Leuchtturm. Hier gab es den x-ten HotDog und eine klare Empfehlung: Der HotDog-Stand am Schlachter….sehr lecker.

Weiter ging die Fahrt nach Esbjerg auf einen kurzen Zwischenstopp bei der Skulpturengruppe „Mensch am Meer“

um danach dann nach Römö weiter zu fahren. Auch hier sind wir an den Strand bei Lakolk gefahren, allerdings war ganz schön viel Wasser auf der Piste. Nach einem kurzen Bummel in Lakolk ging es dann zum Stellplatz Römö Oasen. Herrlich und einen Platz direkt an dem künstlichen See. Am nächsten Tag sind wir dann noch zum Südstrand gefahren, hier war ich vor fast 20 Jahren als Kitebuggyfahrer mit meinem T4 regelmäßig am Strand. Aber auch hier viel Wasser und so sind wir bei den Strandseglern spazieren gegangen. Danach dann nochmal etwas ausgiebiger geshoppt in Lakolk und danach noch in dem kleinen Hundezubehörshop in Kongsmark an der Hauptstraße.

Die Fahrt ging weiter Richtung Deutschland und sollte uns nach Nordstrand führen. Allerdings sind wir in Süderlügum noch bei Gas Teschke gewesen, weil eine 11kg-Flasche leer war. Ralf Teschke kennen wir von unserem Campingplatz, weil er dort regelmäßig zur Gasprüfung und so wurde nach der Auffüllung noch ein bißchen geplauscht. Auf sein Anraten hin sind wir dann nach Friedrichstadt gefahren. Sein Argument war: 1. Tolle Altstadt (stimmt) und 2. Toller Stellplatz am Halbmond (stimmt auch).

Es ging weiter über Husum und den Leuchtturm Westerhever


Das vorletzte Ziel lag nun vor uns. St. Peter Ording. Hier trafen wir uns auf eine Nacht mit Freunden auf dem Campingplatz Olsdorf um dann am nächsten Tag zum Nord-Ostsee-Kanal zu fahren. Der Stellplatz am Kanal Café wurde ausgeguckt und so blieben wir dort, ungeplant, für 2 Nächste, weil uns das Schiffe gucken einfach so viel Spaß gemacht hat.

Ergebnis der Tour ist, dass ein bisschen Vorplanung gar nicht so schlecht ist, einen aber die Realität vor Ort schnell einholt. Aber dafür ist so ein WoMo ja super, da fahren wir einfach weiter. So freuen wir uns schon aufs nächste Jahr, wenn es an den Wolfgangsee geht

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duca250 am 15 Okt 2019 14:58:09

Klasse, herzlichen Dank fürs Mitnehmen! Es erinnert mich vieles an meine Zeit als aktiver Segler.

Das Gegenstück der "Hanstholm-Kanone" steht südwestlich von Kristiansand. Heißt dort Møvik fort. Dort ist u.a. die kpl. Kanone, also einschl., Laffette und Ladestation erhalten. Mit den Dingern wurde der Skagerrak komplett kontrolliert! Im Ernstfall wurde nie geschossen, aber Probeschüsse wurden abgegeben. Davor wurden die Bewohner in einem nicht gerade kleinen Umkreis gebeten die Fenster zu öffnen, sonst hätte die Druckwelle das Glas zerstört :eek:
Mit Grüßen und der 2. positiven Bewertung von mir
der Duc

HaJo55 am 15 Okt 2019 15:40:10

Danke für den schönen Reisebericht und die tollen Bilder. Eine gute Anregung um die Tour auch mal in Angriff zu nehmen.
Weiterhin tolle Fahrten und schöne Erlebnisse.

LG aus Dithmarschen

Henri1 am 15 Okt 2019 15:59:19

Moin
Schöner Bericht, super Bilder und zackig geschrieben. Viel Spaß weiterhin.

Kistenmann am 15 Okt 2019 16:10:08

Danke Euch für das Feedback.
Was mir noch einfiel, die Tour war 2061km lang und unser T58 hat im Schnitt 8,9L/100km geschluckt :-)

frankjasper8 am 15 Okt 2019 20:52:16

Wow, was für eine schöne Reise! Dankeschön für diesen netten Bericht und die schönen Fotos. :daumen2:

Und zum Ende Eurer Reise habe ich sogar noch zwei, drei bekannte Orte entdeckt. :)
Friedrichstadt ist ein wirklich schöner Ort, der SP war zur Zeit meines Besuchs gerade neu angelegt.
Husum, die Theodor-Storm-Stadt ist auch nett anzusehen und
am NOK am Kanal-Cafe in Osterrönfeld war ich diesen Sommer auch. Schöner Platz zum Schiffegucken. :)

Danke für´s Mitnehmen! :)

pipo am 16 Okt 2019 08:11:43

Toller Bericht mit klasse Bildern :ja:
In Dänemark waren wir schon lange nicht mehr. Wird wohl mal wieder Zeit :mrgreen:

leoline am 16 Okt 2019 17:22:07

Danke für den netten Bericht! Wir haben eine ähnlich Tour vor längerer Zeit gemacht und nun habe ich die Erinnerungen aufgefrischt. Daumen hoch und eine positive Bewertung war mir das wert. :D

Kistenmann am 17 Okt 2019 11:12:02

pipo hat geschrieben:Toller Bericht mit klasse Bildern :ja:
In Dänemark waren wir schon lange nicht mehr. Wird wohl mal wieder Zeit :mrgreen:

Danke :-) Ja, dann mal rein nach DK, wobei man ja sagen muss, dass es landschaftlich sicher interessantere Gegenden gibt, gerade auf längeren Touren. Aber als Hamburger liegt DK ja nah dran und es ist für uns immer sehr schnell der Urlaubsmodus erreicht. So ein Grenzübertritt bewirkt schon eine Menge, gerade was das Fahrgefühl angeht. Da geht sofort der ganze Druck raus :-)

leoline hat geschrieben:Danke für den netten Bericht! Wir haben eine ähnlich Tour vor längerer Zeit gemacht und nun habe ich die Erinnerungen aufgefrischt. Daumen hoch und eine positive Bewertung war mir das wert. :D
Lieben Dank dafür :-)

Julia10 am 17 Okt 2019 12:42:49

Danke für den gut bebilderten und interessanten Reisebericht :lach: :top: :!:

Habe viele Stationen wiedererkannt und es wurden Erinnerungen an einen Urlaub bei traumhaft schönem Wetter vor einigen Jahren wach.

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