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Reisebericht Entlang der Weser bis zur Mündung


margratete am 02 Nov 2019 23:55:38

Liebe Forumsleser,

nach längerer Abstinenz möchte ich mal wieder einen Reisebericht erstellen. Diesmal haben wir zwei Wochen Zeit und wollen die Weser besuchen von ihrem Beginn in Hann. Münden bis zur …, tja mal sehen, wie weit wir kommen.
Eingestellt haben wir uns auf Herbstwetter und auch unsere Kleidung entsprechend gewählt. Bekommen haben wir warmes Spätsommerwetter und unsere Kleidung war nicht dem Wetter entsprechend. Aber besser so als anders.

Am Freitag, 12.10.2019 geht es los. Mal sehen wie weit wir kommen. Angedacht ist, zunächst bis Göttingen zu fahren, dort 1 bis 2 Tage bleiben und dann über die B3 nach Hann. Münden.
Zwischen uns und unserem Ziel liegen die A7 und der Elbtunnel. Unser Startort ist jeden Freitag halbstündlich Bestandteil der Nachrichten: A7 Stau Richtung Süden vor dem Elbtunnel 18 km ab Quickborn, mindestens 1 Stunde Zeitverzögerung :evil: . Auch diesen Freitag war es so. Nach gefühlten 2 Stunden sind wir auf der anderen Seite der Elbe. Leider ging es danach nicht wirklich besser, Baustelle an Baustelle, Stau an Stau, rund 4 1/2 Stunden nach unserem Start sind wir endlich in Göttingen angekommen. Unser Ziel ist der Stellplatz Eiswiese, leider ist dieser komplett voll. Die Ausweichplätze auf dem Parkplatz ebenfalls voll bzw. von PKW zugeparkt. Es ist eine Veranstaltung (Street Food Festival). Mittels Stellplatz-App nach Alternativen in der Nähe gesucht - keine gefunden, alles zugeparkt. Also zurück zum Parkplatz an der Eiswiese, vielleicht... Wir haben Glück, können unser Womo einparken. Kurz 9 Euro Gebühr bezahlt an der Rezeption vom Badeparadies (der Automat nimmt nur Münzen) und dann was Essen und den Abend mit einem Glas Wein ausklingen lassen. Der Urlaub beginnt.
Fotos von diesem ersten Abend haben wir natürlich nicht, dafür war es viel zu dunkel.

Am nächsten Morgen beim Bäcker (ein paar Schritte entfernt) Brötchen geholt und ausgiebig gefrühstückt. Auch vom Parkplatz aus hat man eine schöne Aussicht auf die umliegenden bewaldeten Hügel. Dann ein ausgedehnter Stadtspaziergang, der Besuch vom Badeparadies muss sich ja verdient machen. Eine schöne Altstadt, nette Geschäfte, die Auslagen eines Schuhgeschäfts fielen mir besonders ins Auge.Nun ja, ein wenig Shopping muss auch sein. Ein Paar Schuhe und eine Handtasche später wieder zurück am Womo, dort die Sachen gepackt für das Badeparadies und dort den restlichen Nachmittag bis zum Abend verbracht. Ein sehr schönes Thermalbad, man kann dort nette Kleinigkeiten essen und trinken.
Am Sonntag dann nach dem Frühstück geht es weiter nach Hann. Münden. Auf der B3 eine entspannte Fahrt. Zwischendurch ein Foto übers Niemetal, dann geht's weiter.


In Hann.Münden wollten wir natürlich an den Weserstein. Der dortige Campingplatz schloss just an unserem Ankunftstag seine Pforten. Also sind wir auf den Parkplatz. Dieser war reichlich voll, wir waren halt nicht die einzigen, die auf Tour sind bei diesem Wetter. 6 Euro kostet die Übernachtung. Stromkosten weiß ich nicht, da wir keinen brauchten. Schön war der Platz nicht wirklich, viel PKW-Verkehr, aber was solls, er ist dicht am Stadtzentrum und wir wollten ja nicht den Tag im Womo verbringen.


Nach dem Parken sind wir erstmal in die Stadt gezogen. Wir waren dort noch nie, hatten aber bereits davon gehört. Nun wollten wir uns selbst von den schönen Fachwerkhäusern überzeugen. Die Stadt war voll von Touristen, bei dem Wetter kein Wunder. Schön ist die Stadt, dass kann man nicht abstreiten, aber nach einem zweistündigen Spaziergang wars das dann auch.

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Da wir dringend noch etwas Bewegung nötig hatten, haben wir dann noch mal die Wanderstiefel angezogen und sind zur Tillys Schanze gelaufen. Vom Stellplatz aus ging das nicht mehr über die Hängebrücke. Diese ist zur Zeit (bis auf weiteres) gesperrt. Also einmal Richtung Altstadt, dann über die Brücke und über die Kreuzung den Wanderweg hinauf. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch festgestellt, dass Wanderwege in der Region oft nicht besonders gut ausgeschildert sind. Eine Kreuzung, eine Weggabelung aber leider kein Wegweiser wie es weitergeht. Schade eigentlich. Der Aufstieg zur Tilly Schanze ist schon ganz ordentlich. Oben angekommen noch den Turm erklimmen, dann hat man eine tolle Weitsicht:



Dort oben gibt es eine Kuriosität: Am "Burggraben" ist auf der einen Seite Hessen und auf der anderen Seite Niedersachsen. Dort beginnen einige Wanderwege, auch der Weserberglandwanderweg. Ein wenig wollen wir dort die nächsten zwei Wochen wandern. Wir sind an diesem Tag jedoch zurückgegangen, weil es doch schon früh dunkel wird und wir nicht im Wald im Dunkeln zurück stolpern wollten.

Am Montag dann haben wir nach dem Frühstück unsere Wanderstiefel angezogen und sind losgezogen. In der Touristinformation haben wir uns zunächst eine aktuelle Wanderkarte gekauft, wobei aktuell :lol: . Bei Ansicht haben wir zusammen mit den dortigen sehr netten Mitarbeitern festgestellt, dass dort eine Brücke eingezeichnet ist, die es gar nicht gibt. Die beiden Mitarbeiter wollten dies dem Kartendienst melden.
Wir sind dann los. Eine Rundwanderung sollte es werden. Erst zur Tilly Schanze, von dort durch den Wald wieder runter zur Weser, diese überqueren und dann durch den Wald zur Weserliedanlage, weiter durch den Wald zurück nach Hann.Münden. Das sind rund 9 Kilometer, gut zu schaffen.
Also wieder hoch zur Tilly Schanze, weiter durch den schönen Reinhardswald. Auffallend ist, dass es dort doch recht laut ist, der Straßenverkehr ist bis hoch oben im Wald doch deutlich vernehmbar. Wir mussten dann wieder runter zur Straße über die vielbefahrene Brücke auf die andere Seite der Weser. Die kleinen Personenfähren in der Region hatten alle bereits ihre Winterpause angetreten, so dass wir diese leider nicht nutzen konnten. Auf der anderen Seite mussten wir trotz Karte den Wanderweg erst einmal suchen. Ist echt schade, dass die Beschilderung sehr schlecht ist, obwohl doch viele Wanderer unterwegs sind. Da könnte sich die Region mal ein Beispiel am Harz nehmen. Dort sind die Wanderwege wirklich gut ausgeschildert. Genug gemeckert. Weiter gehts zur Weserliedanlage



Danach abwärts Richtung Hann.Münden. immer durch den Kaufunger Wald.
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Zurück am Womo erstmal was trinken, dann gings noch einmal in die Altstadt. In einem der netten Straßencafes eine Kleinigkeit essen. Heute war die Altstadt auch belebter. Lag wohl auch daran, dass heute die Geschäfte geöffnet waren.


Am nächsten Tag sollte es weiter gehen Weserabwärts Richtung Bad Karlshafen. Entlang der B 80 ist das eine wirklich schöne Strecke. Wir hatten überlegt, die Sababurg zu besuchen. Da diese aber derzeit saniert wird, ist ein Besuch nicht bzw. nur am Wochenende möglich. Also sind wir daran vorbeigefahren, immer an der Weser entlang. Wir sind an mehreren Campingplätzen direkt an der Weser vorbeigekommen. Leider waren sie alle geschlossen.
Aber der Campingplatz in Bad Karlshafen nicht. Diesen sind wir dann angefahren. 13 Euro kostet die Übernachtung auf dem Stellplatz, Strom kostet extra, die Sanitäreinrichtungen auf dem Campingplatz können mitgenutzt werden; haben wir aber nicht, so dass wir dazu nicht viel sagen können. Der Campingplatz ist wirklich schön gelegen,

ebenso der Stellplatz, aber... Der Stellplatz liegt direkt neben der Weserbrücke und an dieser wird gearbeitet. Vom frühen Morgen bis abends richtig Lärm von Baumaschinen. Es wurden Steine bewegt, laut polternd. Also kein Spaß. Abends war es allerdings ruhig, auch die Straße war nur wenig befahren und ruhig. Da wir tagsüber unterwegs sein wollten, zwei Tage haben wir für Bad Karlshafen eingeplant, war der Lärm nur morgens unschön. Bad Karlshafen hat einen Hafen. Nun ja, wir haben uns mehr davon versprochen. Ein kleiner Spaziergang dann haben wir den Ort gesehen.


Wir wollten jedoch die Therme besuchen, weil wir davon gehört hatten und natürlich die Hannoverschen Klippen mit dem Weser-Skywalk.
Am Donnerstag ging es dann morgens zur Wanderung über die Hannoverschen Klippen zum Weser-Skywalk. War ein schöner Weg und ein schöner Aufstieg. Ging richtig steil hoch,

urige Bäume und Baumstümpfe:


das Bild ist das vom Schild am oberen Ende:


Dann endlich der Skywalk:

Die Hannoverschen Klippen:


Wir sind dann durch den Wald wieder ins Tal gewandert zurück an die Weser bei Würgassen/Herstelle. Leider war auch hier die Weserfähre außer Betrieb, so dass wir nicht übersetzen konnten. Wir sind dann unterhalb der Hannoverschen Klippen zurück spaziert nach Bad Karlshafen. Vorbei an Pferden



Alles sehr ruhig und idyllisch. Es waren viele Wanderer, auch Familien mit Kindern und Radwanderern unterwegs.

So sieht der Skywalk von unten aus:


Danach hatten wir uns den Besuch in der Therme redlich verdient. Der einzige Nachteil: man konnte nicht direkt an der Therme mit dem Wohnmobil parken, also zu Fuß hin und - später- im stockfinsteren zurück. Also dass es im Kurpark keine Beleuchtung gibt...
Die Therme an sich ist sehr empfehlenswert. Sehr angenehm, verschiedene Solebecken, auch Außenbecken, die Architektur interessant, sehr nettes Personal und der Preis mit 17 Euro pro Person für Therme und Sauna ok.

Am Freitag ging es dann weiter. Eine Woche waren wir bereits unterwegs, sehr erholsam. Die Region ist sehr unaufgeregt und entspannend. Der Indian-Summer immer wieder wunderschön anzusehen.
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Wir wollten zunächst nach Bodenwerder und dann weiter, die Hämelscheburg besichtigen. Höxter, Holzminden und Hameln wollten dieses Mal nicht besuchen, dort waren wir bereits einmal. Zunächst ging es flussabwärts ganz unaufgeregt. Immer wieder gab es Umleitungen aufgrund von Straßensperren/Baustellen. Irgendwann kam auch ein Schild, dass es Richtung Hameln nicht weiterginge und eine Umleitungsstrecke über eine Bundesstraße gefahren werden müsse. Wir wollten ja nicht nach Hameln, daher ignorierten wir diese Hinweise geflissentlich, fuhren immer weiter und weiter bis wir dann kurz hinter Brevörde vor dem Straßenschild standen, dass es nicht weitergeht eine Umleitung war freundlicherweise gleich ausgeschildert. Also links rauf auf die L428 Richtung Ottenstein. Dass es solche Serpentinen im Weserbergland gibt, hätten wir nicht gedacht. Eine schmale Straße, glücklicherweise kein Gegenverkehr bis fast nach oben, da kam uns der Bus entgegen. Also das war schon sportlich. Wir waren froh, als wir das hinter uns hatten. Runter mussten wir übrigens auch wieder. Das war über die L586 aber geradezu entspannt. In Bodenwerder angekommen, haben wir den dortigen Stellplatz an der Weser aufgesucht. Wir wollten eine Nacht bleiben und dann zur Hämelschenburg. Ein Spaziergang durch den Ort: wo sind die Menschen. Der Ort war vollkommen ausgestorben. Wir haben dann dort noch eine Runde gedreht



und sind weitergefahren. Hat uns nicht wirklich gefallen.

Leider sind wir zu spät an der Hämelschenburg angekommen. Die letzte Führung war gerade zu Ende. Die freundlichen Damen wiesen uns auf den Stellplatz im Grohnder Fährhaus hin. Dorthin sind wir dann gefahren um am nächsten Morgen die erste Führung bei der Hämelschenburg zu besuchen.
Am Grohnder Fährhaus - ca. 1 km entfernt vom AKW - waren wir angenehm überrascht. Für das Kernkraftwerk können die dort ja nichts, aber für den Stellplatz und die Gastronomie und die gesamte Anlage dort können die was, und die ist richtig schön. Wir sind dort noch spazieren gegangen. Die Sanitäreinrichtungen (Nutzung im Übernachtungspreis von EUR 13 enthalten) sind wirklich schön und sauber. Wir haben diese genutzt, weil wir vergessen hatten, Wasser zu tanken. So hatten wir morgens die Möglichkeit, vor dem Duschen erst Wasser tanken oder die Sanitäreinrichtungen zu nutzen. Wir waren faul und sind ins Waschhaus gegangen. Ein paar Impressionen:

mit Blick auf das AKW (und unsere stylische künstliche Kerze)


Diese Fähre ist übrigens im Betrieb gewesen und nimmt auch Fahrzeuge, sogar LKW mit. Gut zu wissen, wobei ich nicht behaupten will, dass unser Womo ein LKW sei

Am nächsten Morgen also dann zur Hämelschenburg. Die Führung war ganz interessant. Da die Burg bewohnt wird, können natürlich nicht alle Räume besichtigt werden. Wir fanden es schön, auch die Außenanlagen. Sind noch ein wenig spazieren gegangen bevor es weiterging. Hier auch noch Bilder von Hämelschenburg:


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Innen durften keine Fotos gemacht werden. Aber die Außenaufnahmen sind auch beeindruckend.
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Dann mal weiter.
Ab nach Bad Pyrmont. Der Kurpark mit dem Palmengarten soll sehr schön sein. Umleitungen begleiteten uns auch diesmal wieder. Es ging Bergauf und Bergab bis wir endlich dort waren. Der Stellplatz in den Emmerauen war unser Ziel. 11 Euro kostet die Übernachtung zzgl. Kurabgabe von 3,20 für de erste und 2,30 Euro für die 2. Person. Dafür bekommt man aber die Bad Pyrmont-Karte mit Vergünstigungen. Der Kurpark kostet Eintritt (oder eben diese besagte Bad Pyrmont-Karte wird vorgelegt. Der Palmengarten war bereits geräumt, auch dort hatte man nicht mit Spätsommer sondern mit Herbstwetter gerechnet. Aber dennoch war der Spaziergang durch den Park sehr schön. Natürlich haben wir in der Kurhalle noch die Wässerchen probiert, ganz kurmäßig. Wenn man sich einen Becher mitbringt sind die Wässerchen im Selbstausschank kostenfrei, ansonsten einen (Plastik-)Becher für 20 Cent ziehen und losschlürfen.
Natürlich sind wir auch hier durch den beschaulichen Ort spaziert. Auch die Alle hinauf Richtung Spelunkenturm. Da dieser jedoch derzeit nicht besteigbar ist, haben wir uns den Rest geschenkt. Diesmal war das Wetter leider nicht so schön. Genauer gesagt, waren die zwei Tage in Bad Pyrmont die einzigen Tage der Reise an denen es geregnet, am Sonntag sogar mit Dauerregen, hat. Da es wirklich dauerhaft geschüttet hat, sind wir am Sonntag in die Hufelandtherme. Mit unserer Bad Pyrmont-Karte hatten wir einen Aufenthalt von 1,5 Stunden frei. Für den Ganztagesaufenthalt mussten wir dann nur 7 Euro pro Nase nachentrichten. Das war mal günstig. Allerdings gefiel es uns hier nicht so gut, wie anderwo. Es ist schon sehr eng. Einige Saunen waren außer Betrieb. Der Bistro-Bereich nicht wirklich separiert. Also das haben wir schon besser gelöst gesehen.
Aber auch in Bad Pyrmont haben wir natürlich fotografiert:




Übrigens an der Hufelandtherme kann man auch mit dem Wohnmobil übernachten. Kostet 7 Euro zzgl. Kurabgabe.

Am nächsten Tag ging es dann weiter. Bad Salzuflen haben wir uns ausgeguckt. Da waren wir noch nie, das gucken wir uns an. Der Ort hat uns gut gefallen. Es war sehr belebt, viele Kurgäste und ein Geysir in der Fußgängerzone... Wir haben gelacht. Alle ca. 4 Minuten spritzt es einmal kurz. Bevor man sich versehen hat, ist der Spritzer schon vorbei. Aber ein Geysir...
Der Kurpark in Bad Salzuflen ist wirklich schön. Dieser geht in einen Landschaftspark über, der um diese Jahreszeit wirklich schön anzusehen ist. Der Stellplatz ist sehr ruhig gelegen, in ca. 15 Minuten ist man zu Fuß im Ortskern. Es gibt aber auch eine Busverbindung im Einstunden-Takt. Der Stellplatz kostet 7 Euro zzgl. Kurabgabe 3,20 Euro pro Person. Dafür erhält man die Gästekarte und kann den Bus kostenlos benutzen. Weitere Vergünstigungen und kostenlosen Eintritt in den Kurpark gibt es auch.
Auch dort gibt es ein Thermalbad. Dieses mal haben wir es aber nicht besucht. Der Preis von EUR 29,00 pro Person /Tag ist allerdings auch sportlich und der höchste auf unserer gesamten Tour.
Besucht haben wir hier auch das Kurhaus, haben auch hier das kostenlose Salzwässerchen getrunken. In Bad Salzuflen gibt es riesige Gradierwerke. Dort kann man sich hinsetzen oder herumwandern und die salzhaltige Luft einatmen. Dort haben sie allerdings auch ein begehbares Gradierwerk mit einer sog. Nebelhalle. Mit der Gästekarte kostet der Eintritt 1,50 (ansonsten 3 Euro). Das haben wir uns gegönnt. Und ich muss sagen, dass war richtig gut. Die Atemwege haben es sehr genossen.
Ein paar Impressionen aus Bad Salzuflen:

Gradierwerk von innen:

Nebelkammer von innen

wie man sieht, sieht man - nichts - :ja:

Aber auch unsere Tage in Bad Salzuflen waren gezählt, Es sollte weitergehen, wohin?? Zunächst dachten wir daran auch in Porta Westfalica und/oder Minden und/oder Bückeburg einen Stopp einzulegen. Nach Prüfung der Stellplatz-App haben wir dies jedoch verworfen. Die Stellplätze versprachen nach den Bewertungen nicht besonders schön zu sein. Porta Westfalica hatten wir bereits zu einem früheren Zeitpunkt einmal besucht. Also entschieden wir, durchzufahren nach Bremen. Immer schön der Landstraße nach, also auch doch noch einmal durch Porta Westfalica und dann in die norddeutsche Tiefebene. Der Durchbruch war schon interessant und richtig sichtbar, wie mit einem Male die Hügel endeten und das platte Land begann. Auf nach Bremen, da waren wir schon Ewigkeiten nicht mehr. Als Stellplatz hatten wir uns den "Kuhhirtenweg" ausgeguckt. Wir sind einigermaßen gut vorangekommen. Ein paar Mal hatten wir langsam fahrende Fahrzeuge vor uns, aber wir waren auch tiefenentspannt. Der Stellplatz (15 Euro/Nacht) war gut zu erreichen, nicht voll. Der füllte sich jedoch später, es war nämlich an diesem Wochenende Freimarkt angesagt. Auf dem Stellplatz stehen allerdings viele hohe Bäume, Eichen genauer gesagt. Mmh. Hört sich nicht so gut an, wenn die runterfallen aufs Dach. Es war windig, es fielen viele runter...
Angekommen dort ging es gleich los, mit der Fähre übergesetzt entlang der Weser ins Schnoorviertel und in die Böttcherstraße.



Ob daher der Spruch mit dem Bremern und dem Weserwasser, dass diese trinken, kommt


Wir haben dort was getrunken, es hat geschmeckt und haben uns dann im Womo lecker Gänsebrust an Feldsalat und Kartoffeln mit lecker Rotwein zubereitet:


Das wars dann auch schon in Bremen. Am Sonnabend ging es weiter nach Bremerhaven. Dort sollte das Klimahaus unser Ziel sein, das hatten wir uns schon länger vorgenommen.
Auch hier wieder die Bundesstraße/Landstraße gewählt. Sehr entspannt, na ja nicht immer, weil wenn das Fahrzeug vor uns nur ca. 30 km/h fährt... und nicht überholt werden kann.

Diesmal haben wir in Bremerhaven den Stellplatz an der Doppelschleuse gewählt (10 Euro/Nacht, Strom extra), weil wir nicht so weit laufen wollten (Fahrräder hatten wir diesmal nicht dabei).

Es war recht windig aber sehr sonnig (Sturm ist erst, wenn das Schaf keine Locken mehr hat, sagt man bei uns in Norddeutschland).
Am Freitagnachmittag haben wir einen Spaziergang am Deich und in die Stadt gemacht. Ein wenig shoppen musste auch sein (der Pullover sah so gut auch und passt so schön zu den neuen Schuhen)
Am Sonnabendmorgen dann ins Klimahaus. Man sollte dafür schon einen ganzen Tag einplanen, haben wir gemacht. War interessant, hätte mir für die eine oder andere Station mehr Zeit gewünscht, aber es war sehr voll, auch mit vielen (sehr kleinen) Kindern, für die das m.E. eigentlich noch nichts ist und die daher auch entsprechend reagierten. Für Schulkinder ist das bestimmt richtig gut. Eintritt 17 Euro/Person, es gibt Familienkarten, Preis :nixweiss: .

Tja und dann waren die zwei Wochen auch schon um. Sonntag ging es dann zurück nach Hause. Da wir wussten, dass an diesem Wochenende eine Vollsperrung der A 7 zwischen Eidelstedt und Schnelsen vorgesehen war, haben wir die Elbfähre Wischhafen /Glückstadt genommen.


Das ging ganz entspannt, kein Stau, so dass wir am frühen Nachmittag zu Hause waren.
Leider ist so ein Urlaub immer schnell zu Ende. Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub... Wir planen weiter.

Ich hoffe, dass der Bericht für den einen oder anderen interessant war. Es gibt so viel mehr in dieser Region zu entdecken, dafür reichen zwei Wochen bei weitem nicht aus. Wir waren also nicht das letzte Mal im Weserbergland.

Viele liebe Grüße
Margragete

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frankjasper8 am 03 Nov 2019 10:00:13

Wirklich ein schöner Reisebericht mit vielen Informationen zu den besuchten Orten und Plätzen, dazu herrliche Bebilderung und eine lockere, gern zu lesende Schreibweise. So wünsche ich mir gute Reiseberichte! :)

Ja, die ersten Kilometer Eurer Reise über die A 7 sind leider im Moment kein zuckerschlecken; Baustellen vor dem Elbtunnel und in der Gegend um Soltau herum, später dann auch in Südniedersachsen zwischen Hildesheim und Göttingen auf vielen Teilabschnitten. Wer da Zeit hat, sollte hier den Bereich wirklich umfahren. Beispielsweise über die B 3 Buxtehude - Soltau - Celle - Hannover oder die B 4 über Lüneburg - Uelzen. Auf der A 7 liegt leider sehr viel Schwerlastverkehr von Hamburg in den Süden der Republik und gerade der Bereich in Südniedersachsen ist da während des derzeit laufenden Ausbaus auf 6 Fahrspuren sehr überlastet.

Aber zurück zu Eurem Bericht. Da ich ja nicht weit vom Weserbergland zuhause bin, kenne ich natürlich einige von Euch besuchte Orte und dennoch habe ich im Bericht Dinge erfahren, die ich noch gar nicht kannte, habe Plätze gezeigt bekommen, die mal für einen Kurzurlaub oder Wochenendtrip empfehlenswert wären.

Vielen Dank für diese schöne Reisebeschreibung! :)

botego am 03 Nov 2019 10:18:04

Hallo Margratete,
sehr schöner Bericht. So etwas ließt man gerne.

iwoi am 03 Nov 2019 10:41:44

Danke für den interessanten Reisebericht. Gerade das richtige für den verregneten Sonntagmorgen!
Die Bilder und die Beschreibung eurer Tour - einfach klasse gemacht!

19grisu63 am 03 Nov 2019 10:53:42

Der Bericht zeigt mal wieder deutlich, was für schöne Ecken wir doch in Deutschland haben :top: Hann-Münden und den Weserstein habe ich ja neulich auch erst besucht und fand die Altstadt nicht so voll. Aber das war vielleicht auch keine Hauptreisezeit.

Vielen Dank für diesen wirklich schönen Reisebericht :top:

TiborF am 03 Nov 2019 11:54:38

Ssehr schöner Reisebericht und ja - auch hier in Deutschland kann man schöne Touren machen.

Danke für die Mühe und Arbeit damit.

Lancelot am 03 Nov 2019 12:13:43

Vielen Dank für den schönen Bericht ... :gut:
Das Wesertal und die vielen schönen Fachwerkstädtchen dort sind auch für uns ein immer wieder gern genommenes Reiseziel. Da gibt´s immer noch viel zu entdecken für uns ...

:dankeschoen:

TheWall am 03 Nov 2019 16:56:40

Schöner Bericht mit tollen Fotos :-)
habe doch so einiges wieder erkannt :ja:

haroba am 03 Nov 2019 18:52:11

Moin!

Vielen Dank auch aus Ostfriesland für den schönen Bericht.
"Nahziele sind die Fernziele der Zukunft!" sagte mal ein Freund zu uns.
Recht hat er.

Munterholln!
Hartmut

Bitte an einen Moderator, ob er/sie nicht so nett sein kann, die Hochkantbilder zu drehen.
Das wäre nett.

bonjourelfie am 03 Nov 2019 19:29:08

Auch Moin,

ich kenne die Weser nur aus Wassersportzeiten. Jetzt nach dem Lesen deines schönen Berichtes und Bilderschauen möchte ich am liebsten sofort dahin fahren. Danke für die Anregung.

LGElfie

trichter am 06 Nov 2019 09:51:46

Danke für den schönen Bericht, der sehr positive Eindruck den meine Heimatstadt Bad Salzuflen hinterlassen hat ist natürlich vollkommen richtig. :wink: :)

MiGu1418 am 06 Nov 2019 10:25:52

Hallo Magarete,

ein interessanter Reisebericht mit schönen Bildern, hab einiges von
unserer Reise wiedererkannt.

Gruß Guido

Julia10 am 06 Nov 2019 10:39:07

Ja, ja, die Wester, gar nicht so weit von uns entfernt und immer wieder ein paar Tage wert, sie wieder neu zu entdecken.

Viele Dank für den interessant geschriebenen Bericht und die schönen Fotos :)

margratete am 09 Nov 2019 19:14:25

Liebe LeserInnen,

vielen lieben Dank für die vielen positiven Rückmeldungen zu meinem Bericht. Ich hab mich wirklich gefreut. Dabei ist mit aufgefallen, dass ich euch ein Bild doppelt und dafür ein Bild vorenthalten habe. Meinen Entenbrust wollte ich euch nicht vorenthalten:

:grinsevil:
war sehr lecker :ja:

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