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Ford Transit Euramobil Bj93 neu Abdichten und Teile erneuern


10erla am 06 Nov 2019 22:19:39

Hallo erstmal, ich benötige dringend einen Rat der Instandsetzungprofis.
Da es für wenig Budget eigentlich nur Ü-Eier zu kaufen gibt, steh ich vor der Frage ob ich den alten Ford eine Chance geben soll oder weg damit.
Hatte mir gedacht alle Leisten Fenster und sonstige Öffnungen neu abzudichten.
Mein größtes Problem ist aber die ca. 25cm breiten Leisten die auch den Radkasten abbilden. Diese müssten komplett neu gemacht werden. Der Plan ist Leiste ringsum entfernen von Boden trennen und aus Siebdruckplatten neu anfertigen. Soweit ich es beurteilen kann ist alles andere trocken.
Machbar oder eher Wahnsinn.
Freu mich über eure Einschätzung.

Gruß Marc

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Stocki333 am 07 Nov 2019 12:21:42

hallo Marc
beschreibe mal dein Ford mit Aufbau.
Und ein paar Foto dazu. So kann man sich mehr vorstellen.
So ist es einfach schwer sich ein Bild zu machen.
Gruß Franz

10erla am 07 Nov 2019 16:43:58

Hier mal ein Bild, hoffe es funzt.
Die Leiste mit dem roten Strich muss auf beiden Seiten erneuert werden.Diese geht so wie es ausschaut bis zur ersten Leiste und der kompletten Aufbaulänge
Die Leiste ist ca 25mm dick

url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Stocki333 am 07 Nov 2019 17:15:25

Mein größtes Problem ist aber die ca. 25cm breiten Leisten die auch den Radkasten abbilden

Ist das ein Schreibfehler mit den 25 cm.
Was meinst du genau.
Die untere Aluleiste die den abschluss nach unten bildet inkl. Radkasten.
Oder den Unterboden hinter der RandLeiste.
beim rechten Rücklicht an der Eckleiste habt ihr dort schon repariert.
Der sieht aber auf dem Foto noch schön aus. Also wenn du damit noch zufrieden bist, und nicht zuviel Geld für ein Höherwertiges Fzg übrig hast, das mußt du dir Überlegen.
Die Eckleisten neu abdichten, ist kein hexenwerk. Du brauchst nur neue Gummidichtung und einige Tuben Dekalin. Und neue Kederleisten. Auch die Schrauben kannst du erneuern.
Bei den Fenstern wenn du den Innenrahmen abschraubst. siehst du sofort ob dort Handlungsbedarf besteht. Bei der Gelegenheit auch die Rollos wieder leichtgängig machen.
Aber beschreib nochmal genau wo du ein Problem hast. Tipps wie du das lösen kannst gibt es immer.
gruß Franz

10erla am 07 Nov 2019 19:00:58

Nein ist kein Schreibfehler nur schlecht zu erklären.

Wenn ich von unten also letzte Leiste (Abschlussleiste) nach oben Richtung Boden greife, sind es ca. 25cm bis der Boden anfängt.
Ziemlich genau bis zur ersten Kederleiste, dort ist auch das Blech getrennt. Wie eine Schürtze quasi.
Meine Vermutung ist, dass es bei dieser Leiste rein kommt und am Brett runter läuft.
Ich versuch mal ein besseres Bild zu finden.

Stocki333 am 07 Nov 2019 19:40:26

Kontollier den Unterboden ob der nicht defekt ist. Also den Übergang Boden zur Seitenwand. Wenn dort die Abdichtung nicht mehr in Ordnung war, ist dort der vermutlich alles Schwarz und Torfig. Ist dort wo die Sevicklappe ist ein Stauraum oder der Gasflaschenraum. Kontrollier im Inneraum hinten rechts ob du dort weiche Stellen findest. Oder Flecken von Feuchtigkeit.
Mach mal Fotos von Unten auf die deiner Meinung defekten Stellen.
Hinten rechts neben dem Rücklicht. Hält dort die Eckleiste noch. Sieht man Schwarzes.Oder ist das nurSchmutz.
Franz

10erla am 07 Nov 2019 19:48:53

Ok, am Wochenende mach ich mal Bilder.

Auf der einen Seite ist der Gaskasten und auf der anderen ein Staufach, diese sind beide trocken. Von unten ist der Boden ebenfalls trocken. Innen bin ich den Boden überprüft wo es ging konnte nichts nasses finden.

felix52 am 07 Nov 2019 20:20:49

Moin 10erla, (seh ich da ein wenig Gips an der Tür :eek: )

Franz hat ja schon Alles gesagt.
Genauso würde ich es auch machen.

Bei Deinem Schatz hast du doch sonst nichts an Feuchtigkeit feststellen können. Also lass ihn dort so, wie er ist, nämlich trocken
seit Jahrzehnten.
Bzgl. der Fenster?
Stell das Fenster auf, ziehe von aussen unten die Gummilippe ab und schau einfach mal rein. Ist der untere Holzrahmen trocken?

Wenn UNTEN (RIMOR ist z.B. so dämlich) ein Trennungsspalt ist,
einfach die Gummilippen so weit wie möglich abziehen und satt mit Dekalin vorbeugend beschmieren.

Liebe Grüße
:)

10erla am 07 Nov 2019 20:45:42

Hallo Felix52

Nein Gips wurde nirgendwo verwendet. Werde mir bis Samstag überlegen ob ich es verkauf, hab sowas auch selbst noch nicht gemacht.

felix52 am 07 Nov 2019 21:09:38

Sorry, dann ist das wohl n Hundeschwanz. Dachte, es sei ein Gipsfuss..... :oops:

10erla am 07 Nov 2019 21:11:35

Achso ne des ist der Turnschuh meiner Frau.

turbokurtla am 08 Nov 2019 08:29:09

Tag
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe meinst du den 25 cm Überstand der Seitenwand nach unten.
Das haben früher viele Hersteller so gebaut.
Das ist die (verlängerte) Seitenwand.
Ca. 25 cm von unten wurde diese an den waagerechten Fußboden geschraubt. Diese Schrauben sollten eigentlich unter der Aluleiste zu sehen sein und die sorgen auch für ev. Undichtheiten.
Wenns nur die Seitenwand ist geht's noch, meist aber zieht die Fäulnis in den waagerechten Fußboden,
das ist dann nicht mehr lustig.
Schwer das anständig zu reparieren.
Gruß Kurt

10erla am 08 Nov 2019 11:17:58

Turbokurtla,

ja genau so hab ich das auch vermutet. Mein Plan war, beide Holzleisen weg und neue aus Siebdruckplatten anbringen. Das einzige was mir Kopfzerbrechen bereitet sind die Rundungen zum Führerhaus.
Welchen Kleber und Dichtsoff nehm ich da am besten, gibts ja mehrere.

turbokurtla am 08 Nov 2019 12:04:34

Versteh ich nicht.
Was genau meinst mit Leisten, die Seitenwand ?
So einfach geht das nicht. Das ist eine durchgängige Sandwichwand bis oben.
Wie willst da eine Siebdruckplatte damit verbinden. Kleber für Siebdruckplatte ??????
Meine Arbeitsschritte wären :
Aluleiste ab und die Schrauben in den Fußboden entfernen. Wand vom Boden wegdrücken und von hinten mit stehendem Blech erneuern. Da muss eine Verbindung zum Fußboden und zur Seitenwand darüber entstehen sonst bricht alles zusammen wenns verfault ist.
Das geht nicht zackzack.

turbokurtla am 08 Nov 2019 12:05:15

... und erstmal kommts drauf an was da alles faul ist

10erla am 08 Nov 2019 13:48:17

Ich mache am Samstag mal Bilder.

mogman am 09 Nov 2019 15:49:02

Hallo,

restauriere selbst u.a. einen Eura auf Mitsubishi und soweit ich weiß ist die Bauweise zu Deinem auf Transit weitgehend gleich, also Holzlattenkonstruktion mit Isolierung dazwischen und Innenverkleidungsplatten, außen natürlich noch das Blech, alles miteinander verleimt, in meinen Augen eine Art „Sandwichkonstruktion, wenngleich man heute darunter was anderes versteht.

Wie Kurt schon schrieb ist die unterhalb des Bodens darüber hinaus weitergehende Schürze ein Teil der Wände.

Die Fotos von meinem 90er Eura auf L 30 zeigen`s sicher recht anschaulich.

Man müßte sich mal den Gesamtzustand des Autos ansehen und versuchen diesen einzuschätzen, wobei der Aufbau sicherlich mit zum wichtigsten gehört, andererseits aber auch reparabel ist, meist aber wohl nur gepfuscht wird.

Die Wände sind in Höhe der Bodenplatte mit diesem verschraubt, das aber unter dem Blech; man kommt also an diese Schrauben nur dran, wenn man die Bleche entfernt, was an sich kein großes Problem ist, allerdings dann wohl meist eine unübersehbare Baustelle offenbart, muss aber nicht.
Da ich aber schon einige Eura`s gesehen habe würde ich sagen, dass es wohl nicht wenige gibt, die unter dem Blech halt nicht mehr in Ordnung sind.
Teilreparaturen halte ich zum Teil für nicht ordentlich machbar, z.B. Reparaturen wie Holzersatz „von innen“, also ohne Entfernen der Bleche.
Ist ein Thema, was wohl seltenst richtig angegangen wird.

Und wie Du schon richtig schreibst ist ein altes Wohnmobil oft ein „Ü-Ei“, weshalb man sicher gut überlegen sollte, was man macht, also ob man sein altes Auto, bei dem man bestenfalls weiß was man hat, instandsetzen sollte, ich meine ja, oder ob man ein anderes Auto kauft, wo man eben das nicht weiß.
Natürlich muss auch der technische Zustand des Basisfahrzeuges beachtet werden, und ob der 93er Transit bereits die elektronische Einspritzpumpe (??) hat, die als nicht reparabel bzw. deren Fehler als nicht mehr diagnostizierbar gelten (kenne das aus eigener Erfahrung).
Dafür gibt`s allerdings Lösungen, wenn auch nicht ganz billig, aber bei einem Womo sicher lohnend (wenn nur nicht diese bescheuerten Umweltplaketten wären....).

Viel Erfolg!
Matthias

Der Eura vorher:


Hier die "Schürze" (unteres Ende der Seitenwand):


Und ein weiteres Foto dazu:


Hier die linke Seitenwand ohne Bleche:


Und die rechte:

10erla am 09 Nov 2019 16:03:42

Super Beschreibungen,

Wie bekommt man die Bleche ab, sind doch sicherlich verklebt.

Vielleicht kommt jemand aus den Raum Bamberg der sich sowas mal anschauen kann.

mogman am 09 Nov 2019 16:12:10

Ergänzend vielleicht noch folgendes dazu:

Die unteren „Schürzen“ sind eigentlich nicht von großem Belang und dürfen auch ähnlich bescheiden aussehen wie die an meinem (s.Fotos), denn sie haben zumindest keine hohe tragende Funktion.
Die Probleme der Wände liegen weiter oben (s.Fotos), sehr oft im Alkoven, was aber auch immer Bezug zu den Wänden haben dürfte.

Eine Erklärung für das oft nicht allzu gute Aussehen der „Schürzen“ dürfte sein, dass man die Wände auf der gesamten Höhe, also auch bis ganz unten, mit den Innenverkleidungsplatten versehen hat, die im Freien natürlich nicht ganz so gut halten.
Wenn die (Latten-)Konstruktion noch in Ordnung sein sollte, könnte man die Schürzen (innen) neu verkleiden, also alte gegen neue Verkleidungsplatten (vielleicht 3mm Siebdruck) ersetzen, ist aber sicher nicht so einfach, die alten abzubekommen.

10erla am 09 Nov 2019 16:28:53

So ähnlich wollte ich es machen aber langsam bin ich mir nicht sicher ob ich anfangen soll.

mogman am 09 Nov 2019 18:34:48

Deshalb würde ich mal jemanden mir Ahnung von diesem Auto vorher ranlassen um eine Einschätzung zu bekommen.
Bei meinem L 300 war der äußere Zustand augenscheinlich gar nicht so schlecht, aber es gab deutliche Anzeichen auf erhebliche Wasserschäden, vor allem am Alkoven.
Diese sieht man hauptsächlich von innen an den Verkleidungen etc.
Sollten diese nicht mehr original sein, kann man von bereits gemachten, in der Regel wohl gepfuschten "Reparaturen" ausgehen.
Aber wie gesagt, bei einem anderen wird man vermutlich genau so wenig ein perfektes Fahrzeug vorfinden.
Mitentscheidend ist der gesamte Zustand und in meinen Augen auch die Originalität, ein z.B. innen "aufgehübschtes" Exemplar würde ich definitiv nicht kaufen und/oder erhalten wollen, denn da wäre es wohl oft vergebliche Mühe.
Denn "aufgehübscht" ist in der Regel Pfusch, nur wenig ist besser als original, und die Eura`s sind doch recht gut und wertig gebaut.
Von der nötigen Originalität einmal abgesehen, die später für ein "H-Kennzeichen" von Belang sein könnte.

mogman am 09 Nov 2019 18:48:43

Achso vergessen:

Bei meinem gingen die Bleche ziemlich problemlos ab, da der Kleber größtenteils seiner Funktion nicht mehr nachkam...., insofern also kein Problem.
Habe aber auch schon Bleche von einem Eriba WW, der nach deren "PUAL"-Bauweise gebaut ist, abbekommen, dto. von einem 80er Jahre Hymermobil.
Ob das bei Deinem Auto der Fall ist weiß ich natürlich nicht, denke aber schon, da die verwendeten Kleber wohl nicht ewig halten und die Bleche ja zudem nicht mit der Wand verpresst wurden, sondern nachher angebaut wurden.

Matthias

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