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elektrische Aufrüstung , CBE


DirkGT am 11 Nov 2019 14:26:47

Moin zusammen, sorry für den langen Text und schon mal vielen Dank für Eure Hilfe!

Ich würde gerne unser WoMo elektrisch aufrüsten, dazu habe ich ein paar Fragen, die ich trotz aller Recherche bis dato nicht klären konnte.

Ist-Zustand: Carthago auf X290 Basis, MJ 2018. DS 300 Verteilung mit CBE 516 Netzlader, 2x85Ah Gel Batterien.

Wir stehen max. 1-2 Tage ohne Strom, Kühlschrank läuft in der Zeit dann auf Gas, lediglich Abends dann etwas 12V-Strom für Licht + Fernseher. Bis dato reichte das eigentlich.
Allerdings wünscht die Dame des Hauses einen Wechselrichter, um sich morgens mal die Haare fönen zu können, ich würde mich über eine Kaffeemaschine freuen. D.h., es kämen für den Fön 5 Minuten á 1000 W = 417 Wh = 35 Ah bei 12 V an Verbrauch dazu, für die Kaffeemaschine noch etwas mehr. Dies würde bedeuten, dass unsere Batterien, aus denen ja ungefähr die Hälfte der Nennkapazität entnehmbar ist, schon recht leer wären

Erster Schritt wäre Solar auf dem Dach, um die o.a. Entnahme wieder beim Freistehen etwas zu kompensieren.


1) Macht es Sinn, das CBE 516 (=16A Ladestrom) entweder mit einem zweiten (Kombi-)Netzladegerät zu unterstützen oder komplett zu ersetzen?
Wenn wir also mit recht leeren Batterien ans Netz gehen, gehen von den jetzigen 16A Ladestrom schätzungsweise 4-5 A für den laufenden Verbrauch ab, so dass netto gut 10A in die Batterien gespeist werden. Also ca. 10 Stunden Ladezeit. Das wäre m.E. ok, oder haltet ihr das für zu lang?

2) Wenn ich ein zweites Netzladegerät dazusetze um auf den empfohlenen Ladestrom von 30-40A zu kommen, wie verhält es sich mit den Ladekurven? Das CBE hat eine IUoU Ladekennlinie, das avisierte Votronic Ladegerät eine IU1oU2oU3 Kennlinie. Meines Verständnisses nach misst doch das Ladegerät die Spannung der Bordbatterie und passt dann entsprechend die Ladung an. Wenn also z.B. das CBE einen Bruchteil einer Sekunde eher einschaltet, liegen an der Batterie beispielsweise bereits 14 Volt an. Was macht dann das zweite Ladegerät? „Denkt“ es sich: Oh, die ist ja schon voll, da gehe ich nur auf Erhaltungsladung? Oder fahren beide Batterien „stumpf“ ihre Ladekennlinie ab? Dies würd dann ja bedeuten, dass sich die Ladekennlinien grafisch addieren, da sie ja aber sicher einen anderen – auch zeitlichen – Verlauf haben, würde in Summe eine sehr merkwürdige Kennlinie an der Batterie ankommen, oder nicht?

3) Es soll auch ein B2B booster eingebaut werden, der Ducato hat Euro 6 und die Aufbaubatterien sind auch nach langen Fahrten nicht randvoll. Hierzu muss ich an dem vorhandenen „Elektroblock“ CBE DS300 ja das Trennrelais deaktivieren. Laut Bedienungsanleitung geschieht dies durch Entfernen eine Widerstandes. So weit, so gut. Allerdings heißt es in der Bedienungsanleitung auch: „Eine elektronische Einrichtung, die über die Zündung gesteuert wird, schaltet den Batterieparallelbetrieb bei Fahrzeugbatterie-Spannung > 13.5V ein und schaltet den Batterieparallelbetrieb bei Zündung aus oder bei Spannung < 12.5V ab. Diese Einrichtung funktioniert erst wenn die Verbraucherbatterie angeklemmt ist. [i]Außerdem steuert diese elektronische Einrichtung die Verbraucherrelais des Ausgangs OUT D+ (simuliertesD+). Darunter fallen z.B. der AES-Kühlschrank, die Vorzeltleuchte, die Antenne-Einfahrt, usw.[/i]“ Dies verstehe ich nicht ganz.
a) Ist es bei der DS300 tatsächlich so, dass bei deaktivierten Trennrelais kein D+ mehr simuliert erzeugt wird?
b) Da der Ducato bekanntermaßen ja kein richtiges D+ hat, sondern nur ein Signal, das auf Masse bei laufenden Motor schaltet, muss ich wirklich aus dem Signal mittels eines Relais ein D+ erzeugen und damit an den Umschalteingang des Kühlschrankes gehen?
c) Wenn ich einen Solarregler einbaue oder ein o.a. zweites Netzladeteil, so haben diese einen Nebenausgang zur Erhaltungsladung der Starterbatterie. „denkt“ dann die DS300 nicht: “Oh, erhöhte Spannung, das heißt Motor läuft, dann schalte ich den AES Kühlschrank mal auf 12V“?

4) Welche Solarpanele könnt ihr empfehlen und wie schalten? Ich möchte gerne welcher mit hoher Spannung haben, die Standardpanele mit 20-22V fallen bei leichter Verschattung doch bereits derart mit der Spannung runter, das kein oder kaum laden möglich ist. Ich bin z.B. bei Büttner verwirrt, die „Powerline“ von denen haben 26V Ausgangsspannung, sollten als nicht so empfindlich gegen Teilverschattung sein. Die als extra schattenresident beworbene „Black line“ hat nur die Standard Ausgangsspannung von 21-22 Volt… Also die Black line in Reihe schalten, um auf gut 40V zu kommen? Oder spricht da etwas gegen?

Fragen über Fragen…

Danke und viele Grüße, Dirk

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thomker am 11 Nov 2019 16:43:31

Hallo Dirk,
leider kenne ich die CBE's nicht und kann dazu nicht viel sagen, da gibt's hier bessere Spezies.
Aber eine kleine Anmerkung: Deine Gelbatterien sind normalerweise sehr langlebig bei kleinen Strömen und temperaturkompensierter Ladung. Nachteil ist leider, dass die keine hohen Entladeströme mögen wie z.B. WR mit Fön und Kaffeemaschine. Liegt einfach gesagt daran, dass die Elektronen mehr Zeit zum Wandern durch das Gelelektrolyt brauchen, also nicht so schnell sind.
Damit kostet die hohe Stromentnahme deutlich Lebenszeit (natürlich nicht Deine). Vor der Litium Ära hatte ich immer Gelakkus, dafür aber keinen Wechselrichter und war mit den Akkupacks meist 10 Jahre glücklich. Nasse Blei-Säure oder AGM-Akkus kamen da nicht ansatzweise ran.

Gruß
Thomas

geralds am 11 Nov 2019 16:50:56

Hallo Dirk,
zunächst einmal, warum stellst Du in 2 Threads die fast gleiche Frage?

--> Link

Aber ich will mal hier Schritt für Schritt antworten.

DirkGT hat geschrieben:
Allerdings wünscht die Dame des Hauses einen Wechselrichter, um sich morgens mal die Haare fönen zu können, ich würde mich über eine Kaffeemaschine freuen. D.h., es kämen für den Fön 5 Minuten á 1000 W = 417 Wh = 35 Ah bei 12 V an Verbrauch dazu, für die Kaffeemaschine noch etwas mehr.

1000W/12V=83,3A
Mit Verlusten ca. 100A. Die fließen aber nur 5min. 5min entspricht 1/12 einer Stunde
100A /(5/60) entspricht 8,3Ah und keine 35Ah für den Fön
Ähnlich für die Kaffeemaschine. Nimmt man hier auch die 5min a vielleicht 150A Stromaufnahme würde das 12-13Ah bedeuten.
DirkGT hat geschrieben:
Erster Schritt wäre Solar auf dem Dach, um die o.a. Entnahme wieder beim Freistehen etwas zu kompensieren.

Macht Sinn
DirkGT hat geschrieben:
1) Macht es Sinn, das CBE 516 (=16A Ladestrom) entweder mit einem zweiten (Kombi-)Netzladegerät zu unterstützen oder komplett zu ersetzen?

DirkGT hat geschrieben:
Wenn wir also mit recht leeren Batterien ans Netz gehen, gehen von den jetzigen 16A Ladestrom schätzungsweise 4-5 A für den laufenden Verbrauch ab, so dass netto gut 10A in die Batterien gespeist werden. Also ca. 10 Stunden Ladezeit. Das wäre m.E. ok, oder haltet ihr das für zu lang?

Ich habe ja keine Ahnung welchen Kühlschrank Du hast.
Mein Dometic 8555 braucht im Tagesschnitt ca. 12A, (ca. 3800Wh) für die Batterieladung blieben da also nur 4-5A Ladestrom für die Batterie übrig. Das ist etwas wenig.

Die Fragen zu 2) habe ich Dir bereits versucht zu beantworten
--> Link
Da Du da offensichtlich nicht verstanden hast, versuche ich das mal anders zu erklären.
Wenn eine Batterie genügend leer ist, dass sie den Strom aufnehmen kann, passiert bei 2 parallelen Ladegeräten folgendes:
Ladegerät 1: Ladeendspannung 14,4V, 16A max. Ladestrom
Ladegerät 2: Ladeendspannung 14,2A, 30A max. Ladestrom
Beide Ladegeräte versuchen ihre Ladeendspannung an die Batterie anzulegen. Da die Batterie aber noch in der Lage ist, mehr Strom aufzunehmen, als die Ladegeräte liefern können, begrenzen beide Ladegeräte ihren Strom auf den jeweils maximal zulässigen Wert. Also fließen 16A + 30A = 46A. Durch die Strombegrenzung haben die Ladegeräte nicht ihre Ladeendspannung sondern einen geringeren Wert, der vom Ladezustand der Batteriespannung abhängig ist. Mit der Dauer der Ladung steigt die Spannung an der Batterie. Die Kennlinie in der I-Phase (Konstantstromphase) wird also von der Batterie und nicht von den Ladegeräten gebildet.
Erreichen die Ladegeräte ihre jeweilige Ladeendspannung, nimmt der Strom des Ladegerätes ab, bei dem Ladegerät das 14,2V Ladeendspannung hat, fließt ab 14,2V kein Strom mehr, das Ladegerät mit 14,4V Ladeendspannung lädt die Batterie weiter. Vielleicht will das Ladegerät 2 nach einer gewissen Zeit auch schon auf Ladeerhaltung von 13,8V umschalten, das hat aber keinen Effekt, da das andere noch bis 14,4V weit lädt.
DirkGT hat geschrieben:
Wenn ich ein zweites Netzladegerät dazusetze um auf den empfohlenen Ladestrom von 30-40A zu kommen, wie verhält es sich mit den Ladekurven? Das CBE hat eine IUoU Ladekennlinie, das avisierte Votronic Ladegerät eine IU1oU2oU3 Kennlinie.

IUoU Ladekennlinie könnte man auch so schreiben: IU1oU2
D.h. Das Votronic Ladegerät wird U3 (Lagerhaltungsspannung) nicht erreichen, da die Spannung U2 vom CBE höher ist. Es bleibt also bei IUoU.
Hier ist beim CBE jedoch eine besondere Eigenschaft zu beachten. Das CBE schaltet nach einer gewissen Dauer von der Ladeerhaltungsspannung U2 völlig ab und schaltet erst wieder zu wenn ein unterer Wert der Batteriespannung erreicht wurde. Ist U3 des Votronic Ladegerätes höher als der untere Schwellwert des CBE, schaltet dieses nicht mehr zu, es sei denn die Netzspannung wurde mal unterbrochen. Siehe Bedienungshandbuch des CBE.
DirkGT hat geschrieben:
Meines Verständnisses nach misst doch das Ladegerät die Spannung der Bordbatterie und passt dann entsprechend die Ladung an. Wenn also z.B. das CBE einen Bruchteil einer Sekunde eher einschaltet, liegen an der Batterie beispielsweise bereits 14 Volt an.

Diese Vorstellung ist völlig falsch. Siehe oben Konstantstromphase. Daran ändert auch die Einschaltreihenfolge nichts.
DirkGT hat geschrieben:
3) Es soll auch ein B2B booster eingebaut werden, der Ducato hat Euro 6 und die Aufbaubatterien sind auch nach langen Fahrten nicht randvoll. Hierzu muss ich an dem vorhandenen „Elektroblock“ CBE DS300 ja das Trennrelais deaktivieren. Laut Bedienungsanleitung geschieht dies durch Entfernen eine Widerstandes. So weit, so gut.

Das kommt auf die Schaltungsvariante an. Wird der Booster zwischen die Anschlüsse des DS300 für Starter- und Aufbaubatterie (B1 und B2) angeschlossen, stimmt das. Vorteil: Die Mitladeeinrichtung (der Starterbatterie) des funktioniert. Eventuell werden die Leitungen zwischen Starterbatterie - Booster und Ds300 - Aufbaubatterie etwas lang.
Wird der Booster zwischen Starterbatterie und Eingang des DS300 (B1) geschaltet, kann das Trennrelais bleiben, da alle bisher an B1 angeschlossenen Kabel auf den Eingang des Boosters müssen. Der Ausgang des Boosters kommt dann auf B1 des DS300. Die Mitladeeinrichtung (der Starterbatterie) des funktioniert dann aber nicht mehr.
Auch wenn der Booster direkt zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie geschaltet wird (unter Umgehung des DS300) muss das Trennrelais deaktiviert werden. Der Eingang B1 des DS 300 ist dann parallel zum Eingang des Boosters. Ich würde diese Variante wählen, die Kabel können kurz bleiben und die Mitladeeinrichtung funktioniert auch noch.

DirkGT hat geschrieben:
Allerdings heißt es in der Bedienungsanleitung auch: „Eine elektronische Einrichtung, die über die Zündung gesteuert wird, schaltet den Batterieparallelbetrieb bei Fahrzeugbatterie-Spannung > 13.5V ein und schaltet den Batterieparallelbetrieb bei Zündung aus oder bei Spannung < 12.5V ab.

In der von mir vorgeschlagen Variante bleibt das so.
DirkGT hat geschrieben:
Diese Einrichtung funktioniert erst wenn die Verbraucherbatterie angeklemmt ist. [i]Außerdem steuert diese elektronische Einrichtung die Verbraucherrelais des Ausgangs OUT D+ (simuliertesD+). Darunter fallen z.B. der AES-Kühlschrank, die Vorzeltleuchte, die Antenne-Einfahrt, usw.[/i]“ Dies verstehe ich nicht ganz.

Das müsste doch heute schon so sein, dass z.B. die Sat-Antenne automatisch bei Motorstart eingefahren wird.
DirkGT hat geschrieben:
a) Ist es bei der DS300 tatsächlich so, dass bei deaktivierten Trennrelais kein D+ mehr simuliert erzeugt wird?

Da ich kein DS300 habe, kann ich das nicht mit Sicherheit beantworten. Mach die von mir vorgeschlagene Variante und alles funktioniert wie bisher.
gilt auch für Deinen Punkt b)
DirkGT hat geschrieben:
c) Wenn ich einen Solarregler einbaue oder ein o.a. zweites Netzladeteil, so haben diese einen Nebenausgang zur Erhaltungsladung der Starterbatterie. „denkt“ dann die DS300 nicht: “Oh, erhöhte Spannung, das heißt Motor läuft, dann schalte ich den AES Kühlschrank mal auf 12V“?

Nein, für das Signal "Motor läuft" muss auch die Zündung an sein.
DirkGT hat geschrieben:
4) Welche Solarpanele könnt ihr empfehlen und wie schalten?

Da gehen die Meinungen hier im Forum auseinander. Ich kann meine Module (Module mit je 36 Zellen) über einen Schalter sowohl parallel wie auch seriell betreiben. Meine Erfahrung: Wesentliche Vorteile bietet keine Variante. Man liest manches richtiges aber auch viel "Meinung" hier im Forum.
Wenn Du dem aus dem Weg gehen willst, nimm Module für 24V (z.B. mit 72Zellen) und schalte die parallel. Dann hast Du beides, eine höhere Spannung und die Vorteile bei Teilverschattung.
Bei den Büttner Powerline bekommst Du 2 Dinge mit Sicherheit - viel Werbung und hohe Preise. Aber jeder wie er will.

Viele Grüße
Gerald

geralds am 11 Nov 2019 17:28:13

Hallo Dirk,

vielleicht noch eine Ergänzung zum Netzladegerät und Kühlschrankbetrieb.
Wenn Du den Kühlschrank nicht manuell auf 12V Betrieb geschaltet hast und der Kühlschrank AES hat und dies auch eingeschaltet ist, schaltet der Kühlschrank auf 230V um und der Ladestrom des Netzgerätes steht komplett der Batterie und anderen Verbrauchern zur Verfügung. Dann sollte auch das CBE mit 16A Ladestrom ausreichend sein.

Gruß Gerald

Stocki333 am 11 Nov 2019 19:19:33

Hallo Dirk
Eigentlich dreht sich deine Überlegung bezüglich Ladequellen ein bischen im Kreis. Einfach akzeptieren, das es funktioniert, wenn verschiedene Ladequellen auf die Batterien gehen.Wird millionenfach so gemacht und funktioniert.
Macht es Sinn, das CBE 516 (=16A Ladestrom) entweder mit einem zweiten (Kombi-)Netzladegerät zu unterstützen oder komplett zu ersetzen?

Warum. Stehst du nur auf einem Stellplatz mit Stromanschluss so kann das CBE in einer Nacht deine leeren Batt. vollladen.
Und im Womo hast du ja auch noch noch die 230 volt zur verfügung für Föhn und Kaffeemaschine. Also belastet du deine Batterien nicht.
Es soll auch ein B2B booster eingebaut werden, der Ducato hat Euro 6 und die Aufbaubatterien sind auch nach langen Fahrten nicht randvoll.

Woher weißt du das. Du schreibst nichts von einem BC. Das deiner bereits eine geregegelt Lichtmaschine mit Smarttechnik hat. Bist du dir sicher. ?
Welche Solarpanele könnt ihr empfehlen und wie schalten?

Eher wichtig ist wieviel Leistung du verbauen willst. Also mindesten 300 Watt besser mehr. Ist das auf einer vernünftigen Basis, Erübrigt sich wahrscheinlich der Kauf eines Zusatzladegerätes.
Eigentlich reicht dir eine Vernünftige Solaranlage. Weiters brauchtst du einen WR mit Minimum 1500Watt Sinus.
Und in Naher Zukunft neue Batterien.
Ausser du machst Nägel mit Köpfen. und rüstest die auch um. Aber das ist deine Entscheidung.
Also nicht zu kompliziert denken. sonst verwirrst du mich auch noch. :mrgreen:
Gruß Franz

DirkGT am 12 Nov 2019 10:13:53

Hallo Franz,
vielen Dank!
Stocki333 hat geschrieben:
Einfach akzeptieren, das es funktioniert, wenn verschiedene Ladequellen auf die Batterien gehen.Wird millionenfach so gemacht und funktioniert.

Ne, einfach akzeptieren kann und will ich nicht. Ich will das verstehen!

Woher weißt du das. Du schreibst nichts von einem BC. Das deiner bereits eine geregegelt Lichtmaschine mit Smarttechnik hat. Bist du dir sicher. ?

BC kommt natürlich auch, aktuell ist nur die Spannungsanzeige mittels 10 LEDs drin. Es ist aber auffällig, das, wenn ich mit vollen Aufbaubatterien losfahre, nach ein paar Stunden Fahrt die Anzeige nur noch auf dreiviertel ist, darunter fällt sie nicht, höher geht sie auch nicht. Dies bedeutet für mich, dass mein während der Fahrt auf 12V laufender Kühlschrank die Aufbaubatterien entlädt, die Lima aber keine Vollladung schafft, ob Smarttechnik (eher nein) oder nicht.

Eher wichtig ist wieviel Leistung du verbauen willst. Also mindesten 300 Watt besser mehr.

Na ja, es sollte m.E. nicht China Schrott aus der Bucht sein. vernünftige, wirklich dichte Anschlussdose, halbwegs gute Verarbeitung halte ich schon für wichtig.

Und in Naher Zukunft neue Batterien.

Warum? Gewicht ist kein Problem. Natürlich sind Lipo leichter und haben eine höhere Stromentnahmemöglichkeit, aber solange die beiden Gel funktionieren, werde ich die nicht prophylaktisch rauswerfen

Viele Grüße, Dirk

DirkGT am 12 Nov 2019 10:31:47

Hallo Gerald

danke für die ausführliche Antwort!!!
geralds hat geschrieben:Hallo Dirk,
zunächst einmal, warum stellst Du in 2 Threads die fast gleiche Frage?

Weil ich zum einem deine Antwort nicht verstanden habe (jetzt langsam dämmert es mir, danke!) und zum Anderen, weil da doch noch einige Fragen dazu gekommen sind ;-)

geralds hat geschrieben:
1000W/12V=83,3A
Mit Verlusten ca. 100A. Die fließen aber nur 5min. 5min entspricht 1/12 einer Stunde
100A /(5/60) entspricht 8,3Ah und keine 35Ah für den Fön

Ja, natürlich. Weiss auch nicht, was ich da gerechnet habe...

geralds hat geschrieben:
Ich habe ja keine Ahnung welchen Kühlschrank Du hast.
Mein Dometic 8555 braucht im Tagesschnitt ca. 12A, (ca. 3800Wh) für die Batterieladung blieben da also nur 4-5A Ladestrom für die Batterie übrig. Das ist etwas wenig.

Wenn wir die Batterie übers Netz laden, läuft der Kühlschrank auch über 230V, von den 16A Ladestrom sollten also einige A über sein.
geralds hat geschrieben:
Da Du da offensichtlich nicht verstanden hast, versuche ich das mal anders zu erklären.

Danke, jetzt habe sogar ich es verstanden! :-)

geralds hat geschrieben:
Auch wenn der Booster direkt zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie geschaltet wird (unter Umgehung des DS300) muss das Trennrelais deaktiviert werden. Der Eingang B1 des DS 300 ist dann parallel zum Eingang des Boosters. Ich würde diese Variante wählen, die Kabel können kurz bleiben und die Mitladeeinrichtung funktioniert auch noch.

Genau die letzte Variante werde ich realsieren, da meine Aufbaubatterie direkt vorne links im Aufbau sitzt und somit Starter- und Aufbaubatterie keinen Meter voneinander entfernt sind, alle notwendigen Kabel gut erreichbar und leicht zu verlegen sind.


geralds hat geschrieben:
4) Welche Solarpanele könnt ihr empfehlen und wie schalten?
Bei den Büttner Powerline bekommst Du 2 Dinge mit Sicherheit - viel Werbung und hohe Preise. Aber jeder wie er will.


Büttner war nur ein Beispiel, ich glaube ich frage mal in dem entsprechenden Unterforum nach Empfehlungen für Panel, oder hast Du einen guten Tipp?

Danke und viele Grüße,
Dirk

DirkGT am 12 Nov 2019 12:01:19

Nochmals danke an alle, es ist toll, wie schnell und kompetent einem hier geholfen wird!

So langsam kristalliert sich für mich heraus, dass ich ein neues Netzladegerät nicht benötige, ein Triple Gerät hat natürlich den Vorteil, dass der Platzbedarf gering ist, aber wenn es kaputt ist, geht nichts mehr, ein m.E. nicht zu unterschätzender Nachteil.
Ich tendiere jetzt also doch zu Einzelgeräten...und jetzt stellt sich die Frage, welche....

Votronic, Victron oder Büttner, oder....

Preislich liegt Büttner am oberen Ende der Skala, kann dafür- so wie ich das gesehen habe- aber kein bluetooth
Votronic und Victron geben sich preislich nicht viel, wobei ich hier im Forum gelesen habe, dass der kleine B2B 1212-30 von Votronic Probleme bereiten kann?

Wenn Victron, würde ich zu folgenden Geräten tendieren:
Batteriecomputer BMV 712 Smart
Solarregler MPPT 100/30
Ladebooster Orion 12/12-30
Wechselrichter Phoenix 12/1200 (hat allerdings keine NVS, die käme noch dazu)

Wäre das eine vernünftige Kombination (ich meine, die können alle auch bluetooth) oder empfehlt ihr andere Geräte / Hersteller?

Herzliche Grüße, Dirk

geralds am 12 Nov 2019 12:25:58

Hallo
DirkGT hat geschrieben:Ne, einfach akzeptieren kann und will ich nicht. Ich will das verstehen!



Dann arbeite Dich etwas besser in das Thema Batterien und Ladegeräte / Ladekurven ein.
Alle Deine Ausführungen zeigen das Du das nicht (oder nicht ausreichend) getan hast.

Mangelndes Wissen durch eigene Theorien ersetzten führt nicht zum Ziel.
Klingt hart, aber alle Deine Ausführungen lassen den Schluss zu.

Beispiel: Jede Ladekurve zeigt, dass in der Konstantstromphase nicht 14,x Volt an der Batterie angelegt werden, sondern das die Spannung zunächst niedriger ist und mit zunehmender Ladung zunimmt!
Vielleicht hilft das ein wenig: --> Link

Der optimale Ladestrom für eine Gel-Batterie ist übrigens 0,1C, d.h. für einen 160Ah Akku ca. 16A.


DirkGT hat geschrieben:BC kommt natürlich auch, aktuell ist nur die Spannungsanzeige mittels 10 LEDs drin. Es ist aber auffällig, das, wenn ich mit vollen Aufbaubatterien losfahre, nach ein paar Stunden Fahrt die Anzeige nur noch auf dreiviertel ist, darunter fällt sie nicht, höher geht sie auch nicht.

DirkGT hat geschrieben:Dies bedeutet für mich, dass mein während der Fahrt auf 12V laufender Kühlschrank die Aufbaubatterien entlädt, die Lima aber keine Vollladung schafft, ob Smarttechnik (eher nein) oder nicht.



Aus so einer beschi.... Spannungsanzeige mittels 10 LEDs auf den Ladezustand einer Batterie insbesondere in der Nähe der Vollladung zu schließen geht nicht. Wenn aus den LED´s auf den Ladezustand geschossen werden soll, muss man genau wissen bei welcher Spannung welche LED leuchtet. Jede Spannungsanzeige der Aufbaubatterie während der Fahrt ist besser als so eine LED Anzeige. Aber wenn ein BC reinkommen soll, ist das natürlich überflüssig.

Eine volle Batterie hat nach der Aufladung durch die Ladeerhaltungsspannung meist ca. 13,8V. Diese Spannung, auch Oberflächenspannung der Bleiplatten genannt, baut sich durch Selbstentladung sehr langsam ab. Schaltet man Verbaucher an, geht das entsprechend schneller.
Natürlich sinkt dadurch auch die Kapazität, aber nicht nennenswert. (geschätzt bei einer 160Ah Batterie vielleicht 1Ah?)

Eine Beziehung von Kapazität zur Ruhespannung (keine Stromentnahme, keine Batterieladung) findest Du z.B. hier. Die Spannung ist bei verschiedenen Herstellern selbst bei gleichem Batterietyp aber auch geringfügig unterschiedlich (<0,1V)

--> Link

Wenn also bei Dir die oberen LED´s ausgehen, sagt das noch nichts über den Batterieladezustand aus. Vielleicht wird nur die Oberflächenspannung abgebaut. Wenn Du also wissen willst, welche Kapazität die Batterie nach der Fahrt noch hat, schalte alle Verbraucher aus, warte 2-3 Stunden und messe dann die Spannung. Oder schalte für 5-10 Minuten das Licht ein, warte 10min ohne das Verbraucher an sind und messe dann.

Gruß Gerald

geralds am 12 Nov 2019 13:45:27

DirkGT hat geschrieben:Votronic und Victron geben sich preislich nicht viel, wobei ich hier im Forum gelesen habe, dass der kleine B2B 1212-30 von Votronic Probleme bereiten kann?


DirkGT hat geschrieben:Batteriecomputer BMV 712 Smart
Solarregler MPPT 100/30
Ladebooster Orion 12/12-30
Wechselrichter Phoenix 12/1200 (hat allerdings keine NVS, die käme noch dazu)

Herzliche Grüße, Dirk


Hallo Dirk,
Die B2B 1212-30 von Votronic hatten Probleme, die allerdings jetzt beseitigt sein sollen.

Ansonsten ist Deine Geräteauswahl iO. Wenn Du allerdings vielleicht mal eine Kaffeemaschine betreiben möchtest, solltest Du auf einen WR mit min. 1500W gehen.

Bei den Solarmodulen würde ich Module mit Rahmen verwenden. Der erste Schritt ist aber zunächst mal die zur Verfügung stehenden Dachflächen zu ermitteln.
Hochwertige Module (besserer Wirkungsgrad) lohnen sich nur wenn für "normale" Module der Platz nicht ausreicht. 100Wp bleiben 100Wp.

Gruß Gerald

P.s. Dein letzter Beitrag hat sich scheinbar mit dem Schreiben meines letzten Beitrags überschnitten. Schön dass wir die Kuh doch noch vom Eis gebracht haben.

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