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Kann man Mobilität und Wohnluxus kombinieren? 1, 2


radimbad am 12 Nov 2019 08:34:05

Hallo allerseits,
Seit Jahren frage ich mich wie man Luxus und Mobilität kombinieren kann - ungeachtet von den Kosten, allerdings mit einer fairen, kritischen Position des Themas.
So wäre ein Liner beispielsweise Luxus aber kaum Stadtmobilität. Wer sagt: Ja, aber man ist mobil dem sage ich ja aber eben mit (starken) Einschränkungen.

Wer sagt: Kastenwagen! Der hat alles wie jedes andere Reisemobil. Ich habe einen ganz aktuellen. Das Raumgefühl reicht mir nicht. Das ist kein Luxus.
Was mir damals nicht bewusst war (als nicht Camper): Die Fenster sind eigentlich bei mir so gut wie immer verdunkelt. Daher fällt mir "die sprichwörtliche Decke auf den Kopf".

Also wie macht ihr das?
War das für euch überhaupt ein Thema?
Was kennt ihr für Lösungen und mit was liebäugelt ihr so?

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thomas56 am 12 Nov 2019 08:41:04

Rolls Royce und Wohnwagen!

tztz2000 am 12 Nov 2019 08:46:53

Zu dem Thema gibt's bestimmt 100 Antworten und 100 verschiedene Meinungen! :D

Du hast im Prinzip zwei Möglichkeiten:

Wenn Dir der Kasten zu eng ist, kauf Dir ein grösseres Fahrzeug oder arbeite an Deiner Einstellung!


radimbad hat geschrieben:War das für euch überhaupt ein Thema?

Nein, noch nie!

radimbad hat geschrieben:Was kennt ihr für Lösungen und mit was liebäugelt ihr so?

Nix anderes, wir fühlen uns sehr wohl im Kastenwagen.

Wir haben zuhause genug Platz, unterwegs reicht uns da deutlich weniger!

topolino666 am 12 Nov 2019 08:50:39

radimbad hat geschrieben:... ungeachtet von den Kosten,...


thomas56 hat geschrieben:Rolls Royce und Wohnwagen!


Wohnmobil mit Ferrari! --> Link

8)

babenhausen am 12 Nov 2019 08:51:58

Definiere "Luxus" denn darunter kann jeder etwas anderes verstehen.
Stumpf gedacht bezeichnen viele einfach nur käuflich erwerbbare Gegenstände damit.
Für mich ist Luxus das was für Geld nicht oder sehr schwer zu bekommen ist.

cbra am 12 Nov 2019 08:59:08

ja - was ist denn luxus überhaupt. für uns eher die reduzierung aufs wesentliche und nicht vergoldete wasserhähne. für uns ist unser auto da extrem nah am soll - kurz genug um fast überall hinzukommen, innen gross genug um zu zweit super zu schlafen und eine sitzecke mit dem besten ausblick der welt. kombiniert mit der freiheit einfach schnell selber zu kochen und nicht mehr rauszumüssen oder im restaurant zu sagen - parkplatz schölafen ok - bringen sie wein. und innen isses so einfach dass wir mit putzen etc kaum zeit verbringen müssen - KISS - keep it simple and stupid eben.

das technische bestimmt ein paar rahmenbedingungen, der luxus entsteht im kopf. und wir haben das unglaubliche glück uns überhaupt übers reisen so viele gedanken machen zu können - das ist schonmal riesen - luxus

Mann am 12 Nov 2019 09:15:09

Luxus ist für mich Zeit zu haben um mit meinem Womo unterwegs sein, Gesundheit, aber auch finanzielle Sicherheit um es zu bewegen können.
Größe, Typ und Ausstattung ist eher zweitrangig wobei ich mich im Kastenwagen nicht wohlfühlen würde, aber mich auch schon dabei ertappt habe in gewissen Situationen neidvoll an die Kastenwagenfraktion zu denken, aber das ist andersrum sicher ähnlich und dann sind wir wiede beim Thema " Eierlegende Wollmilchsau " die es ja leider nicht gibt.

rogers am 12 Nov 2019 09:20:09

Für meinen persönlichen Luxus, denn Luxus bewertet jeder für sich völlig anders, lebe ich jetzt in einem Winterfesten Wohnmobil mit 7 großen Dachfenstern und 8 Seitenfenstern, für viel Licht von oben und von der Seite.
Die Seitenfenster in einer Höhe, da brauch nichts zugezogen werden und durch die große Heck Sitzgruppe, für mich ausreichend Platz zum Leben und arbeiten.
Die Mobilität erreiche ich derzeit durch mein Motorrad, welches immer im Anhänger dabei ist.

Für mich ist dieses, nach dem Versuch im Kastenwagen zu leben, reiner Luxus aber für den nächsten fängt Luxus erst an, wenn der Kleinwagen mit ins Wohnmobil passt, der nächste braucht dafür die Mikrowelle und Waschmaschine und und und.

Für meine Vorstellung lebe ich ausreichend Mobil und im puren Luxus.

Gruß
Roger

Lixeii am 12 Nov 2019 09:23:31

radimbad hat geschrieben:Was mir damals nicht bewusst war (als nicht Camper): Die Fenster sind eigentlich bei mir so gut wie immer verdunkelt. Daher fällt mir "die sprichwörtliche Decke auf den Kopf".


Hallo,

bei uns sind die Fenster erst zu wenn wir schlafen gehen. Was stört dich daran wenn dich jemand sieht?

Wir haben ein selbstgebautes Mobil mit allem Luxus den wir brauchen. Sicher geht nicht alles mit 6 m Gesamtlänge aber die Vorteile überwiegen. Dafür haben wir keinerlei Probleme mit Zuladung da 7,49t.

Wir stellen immer wieder fest, wie wenig Platz man eigentlich braucht um glücklich zu sein.

Gruß

Lixeii

Rollator am 12 Nov 2019 09:38:54

Kommt drauf an, wie man Luxus definiert.

Wir haben angefangen im Zelt - besser Hundehütte. Da war es schon Luxus, sich ein großes Zelt mit einer Apsis geleistet zu haben und als Schlafgelegenheit ein 25 cm aufblasbares Gästebett mit zu führen.

Später kam dann noch eine elektrisch / gasbetriebene Kühlbox dazu, vorher war es eine normale Kühlbox und für 10 Franc wurden täglich Eiswürfel zur Kühlung gekauft. Angelhocker und ein Holz-Rolltisch rundeten den Luxus ab, man hockte nicht mehr auf der Erde. Trotzdem schielte man bereits auf Pärchen, die da mit dem WV-Bus California angereist waren und man träumte davon, wenn man mal Geld hat, würde es dann auch so was werden, egal wie alt, egal wie schrottig.

Irgendwann wurde es dann ein kleiner Wohnwagen. Der Luxus, da nicht beim großen Atlantikgewitter durchnässt im Waschhaus sitzen zu müssen und tatenlos zuzusehen, wie das Zelt ab säuft war unbezahlbar. Als der Nachwuchs älter wurde, war der Luxus ein Kinderzimmergrundriss, bei dem man nicht nach dem Schlafen erst mal das Bett vom Frühstückstisch weg räumen musste.

Zuletzt wurde auf das Alter hin gearbeitet, ein riesiger Luxuswohnwagen mit einem für Camper riesigen Bad. Ein knapp 10 Meter Geschoss, trotzem nur für 2 Personen.

Als dies zu sperrig wurde, ergab sich Anfang des Jahres die Gelegenheit, sich zu einem sehr soliden Preis von Zugfahrzeug (eh von der Dieselhysterie heimgesucht und drastisch im Wert gefallen) und Wohnwagen zu trennen.

Tja, und nun warten wir auf den nächsten Luxus, ein Wohnmobil, womit man eben auch mal eben so eine Städtereise am Wochenende organisiert bekommt. Der nächste Luxus wird dann sein, sich von Landstrom zu trennen, sofern das Budged es her gibt.

Und vielleicht ist Luxus dann irgendwann der Anhänger mit Roller oder Smart, ein 7 Tonnen Liner. Keine Ahnung, was wir noch so finden und was wir dann luxeriöser finden werden.

Kurzum, Luxus sehe ich nicht als festen Zustand, eher als Streben nach mehr, mit dem man sich das, was man eh schon hat weiter versüßen will.

Tinduck am 12 Nov 2019 09:40:06

In der Tat ist wichtig, was man Luxus nennt.

Für mich ist das Wort eher negativ belegt und bezeichnet alles, was man nicht braucht!

Besser wäre vielleicht, darüber zu diskutieren, wo man bei seiner Campinglösung die Prioritäten legt.

Bei uns ist das:

- Robustheit und Langlebigkeit von Basisfahrzeug und Aufbau
- volle Wintertauglichkeit ohne wenn und aber
- 5 Schlafplätze ohne Umbauen
- genug Platz für Regentage/Wintercamping
- kaum Einschränkungen bei der Zuladung
- Schlechtwegetauglichkeit (eingeschränkt, was ohne Allrad so geht, wobei mit Allrad besser wäre)
- Komplette Autarkie für 3-4 Tage und 5 Personen inkl. Abwasser und Klo, kein In-den-Wald-kacken und Nudelwasserverklappen
- Küche mit genug Platz und Ablagemöglichkeiten
- abgetrennte Dusche

Unwichtig ist für uns:

- Gesamtgewicht
- Aussenmaße
- Bling-Bling wie Ambiente-Beleuchtung, hinterleuchtete Vitrinen und versenkbare Kaffeemaschinen.
- Fahrzeugalter
- Höchstgeschwindigkeit
- Automatik
- Fahrassistenten (bis auf den Tempomat :D )

Diese Anforderungen werden sicher variieren, wenn die Kinder nicht mehr mitfahren, aber ein Kawa oder Liner wirds dann sicher immer noch nicht.

Andere Leute wollen das genaue Gegenteil, und das ist ja auch OK so, für uns aber nicht sinnvoll. Man muss sich halt entscheiden, wofür man sein Geld ausgibt, und mit den Folgen leben, im positiven wie im negativen Sinne. Was dann die Frage nach der Mobilität mit beantwortet. Wobei gerade bei dem Thema Hindernisse mehr gefühlt werden, als dass es mal konkret nicht gepasst hat. Wer sich beim Fahren in einem grossen Fahrzeug nicht wohl fühlt, kauft halt ein kleineres, trägt aber auch da wieder die Konsequenzen.

Nur eins gilt für alle: es gibt keine eierlegenden Wollmilchsäue. Wer das erwartet, wird enttäuscht.

Mal sehen, wann der nächste Thread ‚Wohnmobil gesucht‘ mit den Eckdaten 3,5 Tonnen, 6 m Länge, 2 m Breite, 2 m Höhe, Autarkie für 2 Wochen und 4 Personen plus 3 Hunde, voll geländegängig und unter 40.000 Euro kommt. :)

bis denn,

Uwe

AtegoLaster am 12 Nov 2019 09:49:25

So etwas zb. .
--> Link

bernierapido am 12 Nov 2019 10:08:39

Da muss man ja erst einmal Luxus definieren.
Ist es nicht schon Luxus, ein Dach über dem Kopf, ein Bett, Heizung, fliesendes Wasser saubere Toilette und täglich Essen und Trinken zu haben?
Das alles wird von Campingfahrzeugen, ob nun Anhänger, Kastenwagen oder Wohnmobil erfüllt.
Was darüber hinaus geht, ist dann individuel unterschiedlich.

cbra am 12 Nov 2019 10:22:27

AtegoLaster hat geschrieben:So etwas zb. .
--> Link


das geht aber nur wenn man IMMER ganz viel platz hat - der TE schreibt ja auch von stadttauglichkeit - da kommst dann nimmer rein/raus. ist für mich kontraproduktiv weil sehr einschränkend und damit kein luxus

mafrige am 12 Nov 2019 10:29:13

radimbad hat geschrieben:...
So wäre ein Liner beispielsweise Luxus aber kaum Stadtmobilität. Wer sagt: Ja, aber man ist mobil dem sage ich ja aber eben mit (starken) Einschränkungen.

Wer sagt: Kastenwagen!... Das Raumgefühl reicht mir nicht. Das ist kein Luxus ...

Hallo radimbad,

da hast du eigentlich ein gutes Thema angesprochen.
Wir hatten von 2002 bis 7/2018 einen 6 m langen Hymer, damit konnten wir in den Städten auch parken und übernachten. Wir brauchten am Heck nur eine Hecke oder Wiese. Der hatte etwas mehr Platz als ein Kastenwagen und mit Dusche, Küche, genug Schränke, Garage für Fahrräder ... alles war gut!
Seit 7/2018 haben wir uns ein Forster mit 7 m zugelegt und haben jetzt eine größere Dusche, Garage und von allem etwas mehr.
Auch wollten wir unsere CO² Bilanz und Flexibilität verbessern und haben uns jetzt einen Anhänger mit Smart hinten angehängt, unsere beiden E-Bike sind in der Garage. Solar und Batterien, Wechselrichter sind auch größer/stärker geworden und damit unsere Autarkie!
Das alles haben wir aus Erfahrungen uns gewünscht und verwirklicht.
Was ist für uns jetzt Luxus bei dieser Kombination:
- Wir sind mit < 3,5 t Fahrtechnisch freier als >3,5 t
- werden durch den Smart, immer mehr im Hinterland ruhige Plätze anfahren und mit den Smart ins Getümmel stürzen ... (an den Küsten wird es immer enger und stressiger, Verbote, zu viele Womo ...)
- sparen mit dem Smart bei 4-5 l/100 km, gegen 11-13 l/100 km Verbrauch, mit dem Wohnmobil CO² ... beim rumfahren im jeweiligen Land :ja:
- da wir jeweils immer mit Alkoven fahren, haben wir bei diesen Längen immer das maximale Raumgefühl (besseres Images vom VI / TI ist mir egal)

Also Luxus ist, wenn du dich in deinem Umfeld, bei deinen Reisen, Wohnung/Wohnhaus/Wohnmobil wohl fühlst, eine/n Partner und Familie hast, mit dem man sich gut versteht und so eine gute Zeit verbringst.

Korrigiere deine Situation so, dass du dieses gute Gefühl erreichst ... mehr als diesen Luxus braucht man nicht :lol:

TiborF am 12 Nov 2019 10:58:48

Für mich ist Luxus all das, was nicht selbstverständlich ist.
D. h. Luxus fängt mit der Gesundheit an, Luxus ist ein Dach über dem Kopf zu haben, Luxus ist überhaupt verreisen zu können, sei es mit einem gemieteten oder mit dem eigenen Wohmobil.
Wenn mir mein jetziges nicht gefällt, dann wechsel ich eben zu einem anderen Modell, wo der "Wohlfühlcharakter" besser zur Geltung kommt für mich. Dazu gehört dann aber auch die Harmonie innerhalb der Familie, des Partners usw.

Wohnluxus definiert jeder anders, es gibt Leute, die sind schon mit Bett, Tisch, Schrank zufrieden. Dann gibt es wiederum Leute, die brauchen ein vergoldetes Bad und eine Sauna und Whirlpool dazu.

Ich denke, wenn das Wohlfühlgefühl im Wohnmobil entsteht, dann hat man für sich den Wohnluxus gefunden, den man sich wünscht.

Jorel am 12 Nov 2019 11:15:03

radimbad hat geschrieben:Hallo allerseits,
Also wie macht ihr das?

Hallo radimbad (cooler Vorname),

wenn Dir ein Liner zu groß und ein Kastenwagen zu klein ist, dann wird es langsam eng.
Es gibt die ein oder andere Lösung mit Kastenwagen-Slideouts, aber dann bist Du sofort bei 4 oder 4,5, to zGG.
Ansonsten hilft nur, sich selbst einen Grundriss zu schneidern und dann einen Erbauer suchen, der Dir das dann macht.
Die Kosten sollten Dich dann aber nicht abschrecken... das kann schnell sechsstellig werden.
Das Thema Licht ist tatsächlich ein interessantes, da ja oft die Rollos zu sind.
Hier helfen LED Leisten, die versteckt montiert sind und eine helle Hintergrundbeleuchtung liefern.
Am besten mit 5500K, das kommt dem Sonnenlicht am Nächsten.

Gruß
Horst

rkopka am 12 Nov 2019 12:15:10

Jorel hat geschrieben:Das Thema Licht ist tatsächlich ein interessantes, da ja oft die Rollos zu sind.
Hier helfen LED Leisten, die versteckt montiert sind und eine helle Hintergrundbeleuchtung liefern.
Am besten mit 5500K, das kommt dem Sonnenlicht am Nächsten.

Und am Tag genug Dachluken. Ich mag da meinen Alkoven, da ich am Tag genug Licht habe und im Sitzbereich und bei der Tür recht viel Höhe. Die Länge hält sich noch in Grenzen, obwohl ich da gern noch etwas weniger hätte. Mein Womo ist sicher kein Luxusmobil, wird aber von vielen nicht Campern (im Gespräch) durchaus so angesehen. Ich sehe den Luxus, wenn ich mich am Abend bei Regen mit einem kühlen Getränk bequem hinlegen kann und draußen den Radfahrcamper mit seinem Zelt kämpfen sehe.

RK

bigben24 am 12 Nov 2019 12:39:43

Ich halte das Wort "Luxus" für falsch, bzw. zumindest abgehoben und würde es eher durch "Komfort" ersetzen. Luxus hat so etwas von Dekadenz und Abgehobenheit und beinhaltet i.d.R. jede Menge überflüssiger Dinge (Mein Haus, mein Auto....) Komfort dagegen bedient die Annehmlichkeiten des täglichen Lebens, gute Betten, ein Bad mit Dusche & Toilette, großer Kühlschrank, ausreichend Platz, Herd, Kaffeemaschine, Heizung und was man sonst noch so braucht, gepaart mit genügend Fenstern, angenehmen Licht und einem Mobil mit vernünftiger Größe (je nach Gusto) um damit die Ziele zu erreichen, die man gerne erreichen möchte.

Was das genau ist, muß eben jeder für sich selbst festlegen. Für die einen ist es eben ein Liner (für mich ein Graus) für andere eben ein hübscher TI mit dem was man gerne hätte.

Nur mal so gedacht

Gruß

Altmaerker39638 am 12 Nov 2019 13:28:32

Luxus ist für uns, wir haben ein Wohnmobil, welches 4 Schlafplätze hat, eine ordentliche Küche und Dusche und dazu Wintertaugliche Heizung inkl. Garage wo man E-Bikes oder E-Roller transportieren kann) und können das GANZE auch ca.4-5 Monate im Jahr nutzen. :lach:

kheinz am 12 Nov 2019 15:40:38

radimbad hat geschrieben:Also wie macht ihr das?
War das für euch überhaupt ein Thema?
Was kennt ihr für Lösungen und mit was liebäugelt ihr so?


Wir gehen dann auf Reisen, wenn auf Grund der Jahreszeit damit zu rechnen ist, das wir im Freien Essen und uns bewegen (Wandern / Radfahren / Städte erkunden) können.
Ist das nicht der Fall ist für uns das Wohnmobil, die größe Spiel da keine Rolle, eine rollende Gefängniszelle mit kleinen Fenstern, schlecht zu heizen, schlechter Luft also eine Umgebung die wir unserem ärgsten Feind und uns nicht zumuten wollen.

MfG kheinz

Micha1958 am 12 Nov 2019 16:00:53

Für uns ist das Luxus:

1. überhaupt ein Mobil zu besitzen

2. bei Regen vor der offenen Schiebetür auf den Klappstühlen unter der Markise zu sitzen und diese spezielle Ruhe zu genießen. Fast alle anderen sitzen da in ihren Mobilen, oft mit verdunkelten Fenstern.

Jeder lebt eben bei gleicher Umgebung in seiner
eigenen Welt.
Und das ist ja auch gut so.

Gruss Micha

kiteliner am 12 Nov 2019 16:15:41

Will keine Definition für Luxus abgeben sondern schreiben, warum wir das fahren was wir fahren.
Generell schließe mich in vielem dem Nutzer Tinduck an.

Fenster verhängt, wenn die Sonne zu brutal reinscheint als Hitzeschutz, sobald Sonne weg, Vorhang auf.
Vorhänge ggf. dann zu, wenn wir schlafen gehen, d.h. erst wenn wir Abends reingehen und das ist oft genug, wenn es schon lange draußen dunkel ist.

Wichtig war uns, (daher unsere Entscheidung einen kleinen Reisebus umzubauen):
- Robustes Fz mit einfacher Technik, ohne Elektronik, keine Schnickschnack.
- große Küchenfläche
- Bequemer Sitzbereich (allerdings mit Gurten an den Sitzplätzen)
- viel Aussicht, nahezu rundum die originalen Busfenster (ein typisches WoMo wäre für uns nicht in Frage gekommen)
- offene Bauweise um maximales Raumgefühl zu haben
- komplett autark für 4-5 Tage
- drei Schlafplätze ohne Umbau (ein vierter auf der Dinette)
- Toilette und Bad
- viel Stauraum und Zuladung (derzeit ohne bauliche Änderung auf 7,5to abgelastet, der FE-Kl 3 meiner Frau geschuldet, wenn es nicht mehr reicht, kommt der wieder auf 8,9to und meine Frau rüstet die FE-Kl auf)
- Länge unter 10m (sonst komme ich nicht mehr in meinen Hof (z.Z. sind es 7,5m)
- Höhe unter 3,3m (sonst passt er nicht in die Scheune)

relativ egal:
- Abmessungen (siehe oben)
- Gewicht
- Wintertauglichkeit für kalte Gebiete
- Sommertauglichkeit für heiße Gebiete
- Fahrzeugalter (eher je älter desto besser)
- Höchstgeschwindigkeit
- Geländegängigkeit (beim Bus eher selten)
- Dusche im Bus (Solardusche draußen)

Für hohe oder tiefe Temperaturen, Pisten usw. wird unser Bus irgendwann einen Kumpel bekommen, der hat dann kleinere Fenster, bessere Isolierung und Allrad.

Aber dieses Anforderungen muss jeder für sich selbst definieren. Wir kommen mit unserem Auto gut klar.

hampshire am 12 Nov 2019 16:36:51

Eine interessante Frage - wenn ich "Luxus" mit viel mobilem Wohnraum und hoher technischer Ausstattung betrachte und gleichzeitig auch in Innenstädte fahren möchte, dabei das Geld außer acht lasse, dann bin ich gedanklich bei einem Reisemobil auf Reisebus-Basis, welches einen PKW für die kleineren Touren vor Ort mitführt.
Was mich dabei stören würde - abgesehen davon, dass ich mich für so etwas zu sehr strecken müsste - wäre die Protzigkeit des Auftritts als Gast in fremden Gefilden. Selbst wenn das Geld einfach rumläge; das käme für mich nicht in Frage obschon diese Fahrzeuge an sich eine Faszination ausstrahlen.

radimbad hat geschrieben:Also wie macht ihr das?
War das für euch überhaupt ein Thema?
Was kennt ihr für Lösungen und mit was liebäugelt ihr so?


Wir fahren im Kasten, fühlen uns damit allerdings auch nicht zu beengt.

Es war für mich ein Thema, daher habe ich beim Kasten auf ein uns ansprechendes Inneres und eine haptisch angenehme Möbelbauqualität geachtet. Es wurde ein Kasten, da ich mir von diesem mehr Alltags- und Innenstadttauglichkeit davon versprach.

Ich liebäugel mit keiner anderen Lösung, Das Fahrzeug passt zu uns. In die Innenstädte fahren wir inzwischen lieber mit den Fahrrädern, die wir mitführen.

Unser Weg ging sogar anders herum: Mit dem Leben im Kasten haben wir gemerkt mit wie wenig man gut leben kann. Diese Inspiration setzten wir in Architektur um, bauten ein Haus im Grünen und leben seit ein paar Monaten mit nur noch 1/3 des Krams, den wir zuvor hatten und weniger Wohnfläche. Das tut sehr gut. Der Luxus besteht in der gewonnenen Übersichtlichkeit, dem Leben direkt an/in der Natur, dem Verbinden von "drinnen" und "draußen".

Nun sitzen wie so am Eßtisch und gucken raus:

SteamingWolf am 12 Nov 2019 17:14:13

Hallo Radimbad,

wir sind zu dritt (wie viele Ihr seid habe ich evtl. überlesen) und waren auch der Meinung, das Luxus und Mobilität vereinbart werden sollten.
Im Endeffekt haben wir uns einen 7m-TI zugelegt und inzwischen festgestellt, dass der kaum mobiler ist, als ein 7,50er.
Trotzdem kommt für uns ein Kasten nicht in Frage.
Ich bin aber öfter neidisch, wenn der Nachbar mit seinem Pössl von den besuchten Metropolen berichtet, in die wir nicht rein fahren. Ist das ein Luxus, denke ich dann manchmal.
Wenn wir dann aber in unserer L-Sitzgruppe sitzen und ich daran denke, wie beengt es bei ihm ist, wenn ich in Richtung "Schlafzimmer" unterwegs bin und meine Frau sich in der "Küche" nicht in Luft auflösen muss um mich vorbei zu lassen, wenn ich mich im Bett lang ausstrecken kann, ohne mit Kopf und/ oder Füßen anzustoßen, etc. dann denke ich, ist das ein Luxus.
Luxus ist aber auch, dass ich (bei aller Quälerei) unter 3,5t unterwegs sein kann, weniger Maut bezahle, im schnelleren Verkehr mit schwimme, überall parken kann wo Pkw´s parken...
...aus diesem Grund muss ich aber auch auf Luxus verzichten, den ich gern hätte, zum Beispiel:
- eine Alde-Heizung
- Solar auf dem Dach
- unterwegs einen vollen Wassertank
- das Mobil zu packen, ohne ans Gewicht denken zu müssen
- etc. pp.
Egal für was man sich entscheidet, man wird in Sachen Luxus/ Mobilität immer Kompromisse machen müssen. Da hilft nur genaues Abwägen. Wir haben unseren Kompromiss per heute gefunden. Was die Zukunft bringt...wer weiß. Wir alle entwickeln uns weiter.

nanniruffo am 12 Nov 2019 17:50:04

Heißt die Abwägung wirklich Kasten oder Liner, Mobilität oder Luxus?

Derjenige, der sich mit dem Kasten verkauft hat, muss doch nicht auf einen 9-Meter-Liner umsteigen. Es gibt doch auch eine ganze Menge dazwischen.

Und das Wort "Luxus" definiert sich doch nicht einzig durch Größe. Es gibt doch auch recht luxeriöse Kastenwagen. Luxus kann doch auch in Ausstattung liegen, in hoher Autarkie, in optisch reizvollem Echtholz, etc.

Wenn einem im Kasten die "Decke auf den Kopf fällt", reicht doch vielleicht der Umstieg auf einen 7 oder 7,5-Meter TI/VI, um eine großzügigeres Raumgefühl zu erhalten. Der kommt dann auch immer noch in die kleinen Dörfer und durch die engen Landstrassen. Das Angebot ist doch so reichhaltig, das man gar nicht nur die Extrempositionen beurteilen muss.

Tom

radimbad am 12 Nov 2019 22:29:47

babenhausen hat geschrieben:Definiere "Luxus" denn darunter kann jeder etwas anderes verstehen.


Um es auf's biologische zu reduzieren: Raum. Spätestens seit dem wir nach den Dinosauriern den Wandel von Wühlmäusen zu Affen vollzogen haben die in der Steppe lebten.

Vielleicht gibt es den ein oder anderen der mag am liebsten auf einer Toilette wohnen. Einzelfälle.

radimbad am 12 Nov 2019 22:37:26

tztz2000 hat geschrieben:Wenn Dir der Kasten zu eng ist, kauf Dir ein grösseres Fahrzeug oder arbeite an Deiner Einstellung!


naja, Danke erstmal. Deine grauen Haare machen mit Hoffnung und Angst zugleich.

Hoffnung weil das diese zwei Lösungen sind einfachste Wege.
Angst weil jedes graue Haar von dir hat vermutlich mehr Erfahrung als ich gesamt, der verdrossen langsam der gleichen Realisierung hinsteuert.

Aber mal sehen was für Erfahrungen die Community hier so hat.

radimbad am 12 Nov 2019 22:45:09

Mann hat geschrieben: " Eierlegende Wollmilchsau " die es ja leider nicht gibt.

Ja aber aber vielleicht gibt es die Sau ja irgendwo. Und ich meine nicht nur Studien wie den Hymer VISION VENTURE (2020).
Vielleicht gab es ja schonmal aber meine Generation oder ich haben halt keine Ahnung.

Wir haben Smartphones. An der Menschheit scheitert es nicht. Es geht mir darum was ihr wißt, oder für euch herausgefunden habt.

radimbad am 12 Nov 2019 23:06:29

rogers hat geschrieben:Für meinen persönlichen Luxus, denn Luxus bewertet jeder für sich völlig anders, lebe ich jetzt in einem Winterfesten Wohnmobil mit 7 großen Dachfenstern und 8 Seitenfenstern, für viel Licht von oben und von der Seite.


Wow. Danke erstmal für den Beitrag! Wir sind in einer ähnlichen Situation. Das hat mir zusammen mit den Bildern eine neue Perspektive geöffnet. So ein Anhänger ist eventuell noch hinnehmbar. Und ein überdachtes, beheizbares Trike kann man sich ja auch reintun in den Anhänger. Und wenn man den verliert dann ist er halt weg. Das ist weniger emotionaler Verlust als eine Wohnung mit Wohnsachen.

-Wieviel Arbeit ist so ein Anhänger gefühlsmässig über deine gesamte Erfahrung pauschaliert in allen Wettersituationen und Jahreszeiten (ankoppeln etc)?
-Diebstahl ist ja bei so einem Ding eher nicht so ein Problem nicht?
-Welche höchstgeschwindigkeit fährst du da?
-Wie sehr behindert dich dieser Anhänger wie normal in einem KFZ zu fahren?

-Zum Reisemobil: Wie oft hattest du da Zwist mit den Nachbarn wegen dem parken?
-Welche Höhe hast du damit und wieoft hast du Probleme mit Brücken/Durchfahrten oder hast du dafür spezielle Navis?
-Alle paar Jahre das neueste Modell ist bei so einem Modell mit so geringer Nachfrage eher nicht drin, oder doch?
(Diese Art von Wohnmobil als Kreuzung zwischen Alkoven und Liner, sehe ich sehr selten und dann meist auch nur alte Modelle)

Was sind die Vorteil und Nachteile von deinem (--> Link) im Vergleich zu FRANKIA F-Line I 640 SD (--> Link)

nightmare am 12 Nov 2019 23:29:56

Luxus ist für uns Zufriedenheit. Und zufrieden zu sein ist ein lebenslanger Lernprozeß. Aber ein außerordentlich befriedigender. :D

Das Gras auf der anderen Seite des Tales ist bekanntlich immer grüner als das auf der eigenen Seite. Ja, auch wir wissen selbstverständlich, daß es größere und kleinere, schnellere oder geräumigere, teurere oder auch billigere Lösungen als die unsere gibt. Jeweils dann mit Möglichkeiten, diie wir so eben nicht haben. Aber wir ärgern uns nicht über das, was wir nicht haben, sondern wir freuen uns über das, was wir haben!

Wir empfinden die Möglichkeiten, die wir mit unserem Lebensstil haben, als luxuriös. Anfang der 90er Jahre bin ich (die beste Ehefrau von allen wußte damals noch nichts von ihrem späteren Schicksal :mrgreen: ) mit dem Rucksack durch Kambodscha gereist. Und ich wurde dabei fürs Leben geprägt. Dort, wo objektiv die größte Armut herrschte, war subjektiv die größte Zufriedenheit. Die Menschen waren glücklich, wenn sie satt zu Bett gehen konnten.

Luxus ist Zufriedenheit ist Luxus

Grüßle

Bernd

bstocker am 12 Nov 2019 23:32:29

radimbad hat geschrieben:Um es auf's biologische zu reduzieren: Raum.


Da bin ich ganz bei Dir. Purer Luxus im positiven Sinn.

Aber: Den Raum gibts immer. Ob Du Dich in einem grossen Volumen oder in einem kleinen Volumen davon einsperrst, aendert nichts daran. Die Loesung heisst: Geh raus! Um mein Mobil (einen 7m KW, btw.) herum ist der ganze Kontinent mein Garten. Ich kann mir aussuchen, welchen Teil davon ich - ohne jemanden zu stoeren - "besetze" und hinterlasse nach Moeglichkeit nur Reifen- oder Fusspuren.

Der Luxus ist nicht IM Mobil, sondern drumherum.
Da passt auch wieder dein Bild mit den Affen in der Steppe ;)

Bild

LG Bernd

radimbad am 12 Nov 2019 23:41:25

Lixeii hat geschrieben:Was stört dich daran wenn dich jemand sieht?

Ich möchte keine Animositäten wecken. Das ist ein sehr komplexes Thema. Das hier nicht hingehört und polarisiert. Aber du hast auch eine Antwort verdient auf den wirklich netten Post.

Ich bin ein sehr junger Mensch der lediglich versucht dort wo Arbeit ist, ein bisschen vom Kuchen abzuschneiden für seine Familie. Alle Unterkünfte die ich bisher hatte waren traumatisch. Entweder das Finden oder die Unterkunft.

Ich darf nicht wohnen wo ich wohne. Das wird halt toleriert. Weltweit bin ich einer von Milliarden die dort wohnen wo sie nicht wohnen dürften.
Aber ich möchte deren Situation überhaupt nicht mit meiner vergleichen. Ich bin auch kein Ar*. Langfristig wird mich nichts glücklicher machen als mit Kuchen und Verstand anderen zu helfen. Und alles was mir langfristig klar war hat sich auch manifestiert.

Tja und psychologisch ist das Leben in Urlaub ist nicht das gleiche wie Leben im Alltag. Das erlebt spätestens jeder der mal in seiner ehemaligen Urlaubswelt zu arbeiten anfängt. Ja, Ausländer bin ich auch noch zu allem überdruss und Animositäten, obwohl ich kein netteres Volk kennengelernt habe als die überselbstkritischen Deutschen.

tztz2000 am 12 Nov 2019 23:44:45

radimbad hat geschrieben:Angst weil jedes graue Haar von dir hat vermutlich mehr Erfahrung als ich gesamt, der verdrossen langsam der gleichen Realisierung hinsteuert.

Ach was, sieh das doch nicht so negativ!

Du hast im Kastenwagen doch alle Möglichkeiten, Du musst sie nur richtig nutzen. Du kommst dahin, wo die Dickschifffahrer nicht hinkommen! Reiss die Schiebetür bei schönem Wetter auf, ein solches offenes Feeling kann Dir keine Weissware vermitteln! :nein:

Und bei Regenwetter ist es doch in jedem Mobil scheixxe!

wutour am 13 Nov 2019 08:39:58

ja, was ist nun luxus?
für uns selbstbestimmt dauerhaft reisen zu dürfen und können.
gestern hatten wir unseren jubiläumstag- vor 4 jahren haben wir vor unserem haus in stuttgart abschied genommen und reisen seitdem mit unserem sunny (2x4 sprinter mit cs ausbau: rondo) durch südamerika. wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass wir über 4 jahre in südamerika sein werden ich hätte es nicht geglaubt.
aber wir haben den luxus das selber bestimmen zu können, wir haben den luxus der gesundheit das tun zu können, wir haben den luxus einer lieben und unterstützenden familie, wir haben den luxus 39 jahre verheiratet zu sein, wir haben den luxus uns immer noch zu verstehen und gegenseitig zu unterstützen...... und wir haben den luxus noch zu erkennen, dass wir echt viel luxus haben und schätzen diesen auch.
nun jeder wie er will... ob kastenwagen zu klein, fenster zu oder ...
hasta luego y buen viaje.
allzeit allen gute fahrt!
wu (= wolfgang & ulrike)

ps anlässlich unseres gestrigen jubiläums haben wir unseren 111. blog auf unserer homepage hochgeladen.

bigben24 am 13 Nov 2019 13:23:43

SteamingWolf hat geschrieben:Hallo Radimbad,

wir sind zu dritt (wie viele Ihr seid habe ich evtl. überlesen) und waren auch der Meinung, das Luxus und Mobilität vereinbart werden sollten.
Im Endeffekt haben wir uns einen 7m-TI zugelegt und inzwischen festgestellt, dass der kaum mobiler ist, als ein 7,50er.

Stimmt, die Länge "läuft" mit und ist von daher zu vernachlässigen. Die Breite ist das was manche Wege schwierig macht. ;-)
SteamingWolf hat geschrieben:Ich bin aber öfter neidisch, wenn der Nachbar mit seinem Pössl von den besuchten Metropolen berichtet, in die wir nicht rein fahren. Ist das ein Luxus, denke ich dann manchmal.

Deshalb fährt bei uns ein Roller in der Garage mit, alternativ könnte man auch über Pedelecs nachdenken.
SteamingWolf hat geschrieben:...... ich gern hätte, zum Beispiel:
- eine Alde-Heizung
- Solar auf dem Dach
- unterwegs einen vollen Wassertank
- das Mobil zu packen, ohne ans Gewicht denken zu müssen
- etc. pp.

Das kann man doch alles realisieren, man muß sich nur das Fahrzeug entsprechend raussuchen, was uns z.B fast 1 Jahr gekostet hat (lesen, suchen, anschauen etc.)

Gruß

rkopka am 13 Nov 2019 13:59:10

SteamingWolf hat geschrieben:Ich bin aber öfter neidisch, wenn der Nachbar mit seinem Pössl von den besuchten Metropolen berichtet, in die wir nicht rein fahren. Ist das ein Luxus, denke ich dann manchmal.

Metropole soll hier wohl Großstadt bedeuten. Da wäre es für mich (besonders mit steigender Größe der Stadt) gar nicht reizvoll, mit dem Womo reinzufahren. Die Methode SP/CP am Rand und dann Öffis ist da doch viel sinnvoller. Bei noch nicht so großen Städten habe ich oft noch einen Platz am Rande der Innenstadt gefunden, von dem man aus problemlos alles zu fuß machen konnte.

Das ins Zentrum Fahren war (wenn möglich) eher nervig, bzw. zum Parken teuer (teils mehr als SP und Öffi). Wobei die Maße des Fahrzeugs gar nicht mal das größte Problem waren, sondern Verkehr, Verbote und Straßen an sich. Meiner Einschätzung nach hätte ein 60cm kürzerer und 20cm schmalerer Kastenwagen nur sehr selten eher einen (legalen) Platz gefunden. Entweder waren die PP sowieso voll, teilweise mit anderen Womos oder sie waren dezidiert nicht für Womos zugelassen, bzw. so eng, daß auch ein Kastenwagen nicht reinpaßt oder sie waren nur für wenige Stunden erlaubt, daher keine Option für die Nacht oder eine längere Besichtigung.
Da ist es doch schöner, am Abend auf einen vernünftigen Platz zu kommen, den nächsten Tag durch die Stadt zu gehen, am Abend müde ohne noch fahren zu müssen schlafen zu können und am folgenden Tag weiterzufahren.

Zuhause fahre ich praktisch nie mit den Öffis und vermeide längere Fußwege zugunsten des PKW. Im Urlaub kehrt sich das dann um. Aber zuhause kenne ich auch alle Möglichkeiten genau und will nur zu bestimmten Punkten. Und auch da gibt es genug Orte, wo ich selbst mit dem PKW kaum in der Nähe stehenbleiben kann oder nur teuer und kurz. D.h. hier sehe ich (für mich) nur sehr geringe Vorteile. Eher wäre das vorteilhaft bei kleinen Orten z.B. in Tälern oder an Ufern, die sehr eng gebaut sind. Da wäre es vielleicht ein wenig einfacher zumindest zu parken oder anzuhalten.

Auch die Länge kann ein Problem werden. Wenn man um ein Kurve oder schwenken will und das Heck seitlich keinen Platz hat oder man in der Mitte etwas mitnehmen würde, dann ist das weniger die Breite.

RK

DonCarlos1962 am 13 Nov 2019 14:15:16

radimbad hat geschrieben:
Ich bin ein sehr junger Mensch der lediglich versucht dort wo Arbeit ist, ein bisschen vom Kuchen abzuschneiden für seine Familie. Alle Unterkünfte die ich bisher hatte waren traumatisch. Entweder das Finden oder die Unterkunft.

Ich darf nicht wohnen wo ich wohne. Das wird halt toleriert. Weltweit bin ich einer von Milliarden die dort wohnen wo sie nicht wohnen dürften.
Aber ich möchte deren Situation überhaupt nicht mit meiner vergleichen. Ich bin auch kein Ar*. Langfristig wird mich nichts glücklicher machen als mit Kuchen und Verstand anderen zu helfen. Und alles was mir langfristig klar war hat sich auch manifestiert.


Hallo radimbad,

mir ist jetzt eigentlich nicht mehr klar, ob Du ständig im Wohnmobil wohnen willst oder nicht und mit wievielen Personen Du es nutzt.

Fast jeder von uns hat sich erst einmal bewußt gemacht, welchen Bedarf er an sein Mobil stellt.

Fahre ich nur am Wochenende und im Urlaub, mache ich lange Touren, vielleicht sogar offroad?
Will ich dauerhaft im WoMo leben, darin überwintern oder sind nur Städtebesuche meine Glückseeligkeit?

Wir wissen gar nicht, wie Du Dir den Einsatz des Wohnmobils vorstellst! Aber davon ist so viel abhängig.
Wenn der Schwerpunkt einmal festgelegt ist, geht es darum Kompromisse einzugehen.
Denn ohne wird es nicht gehen.

Beginnend mit dem Kaufpreis, den Unterhaltungskosten und der Führerscheinklasse. (Für junge Hüpfer)
Da gibt es hunderte Punkte, welche man aufschreiben könnte.

Jeder von uns hat wohl den für ihn besten Kompromiss gefunden und wird ihn auch, in einem bestimmten Rahmen, als "Wohnluxus" empfinden.

Darum wird Dir hier wohl jeder auf die Frage "Kann man Mobilität und Wohnluxus kombinieren?" mit ja beantworten, "wir haben es so"! Jeder auf seine Weise.

Und trotzdem wird es immer noch etwas Besseres geben! Aus Neu wird Alt und von modisch wird es zu altbacken, bevor es zum stylischen Oldtimer wird.

Zufriedenheit ist das Zauberwort. Bin ich zufrieden mit meiner Lösung, dann ist das der schönste Luxus im Leben.

LG Carsten

silverdawn am 13 Nov 2019 15:29:34

" Kann man Mobilität und Wohnluxus kombinieren ?"

Die Antwort ist doch ganz einfach, natürlich Ja !

" Einfach ein amerikanisches Wohnmobil kaufen ! " :D

Zudem bekommt man auch noch einen vernünftigen Motor und keinen billigen Vierzylinder !

Gruß
Harald

gerri86 am 13 Nov 2019 15:53:26

Auch mich beschäftigt bis heute die Frage, ob ein 9 Meter Mobil für uns wirklich mehr Luxus bedeuten würde, oder der Nachteil der eingeschränkten Beweglichkeit den Vorteil des angenehmeren Wohnens überwiegen würde. :nixweiss:

Der Wechsel von 6 auf 7 Meter zumindest war ausschließlich positiv, es gibt bei unserem Reiseverhalten so gut wie keine Nachteile beim Parken und Rangieren, aber riesige Vorteile beim Wohnen. Sicher wüsste ich es nur, wenn ich mal für 2 Wochen ein 9 Meter Mobil mieten würde - was mir aber bislang das Geld nicht wert ist.

Deshalb fänd ich es interessant mal von Leuten Erfahrungen zu hören, die beide Extreme besessen und benutzt haben, also Mobile um die 6 Meter und um die 9 Meter. :)

nanniruffo am 13 Nov 2019 19:26:02

gerri86 hat geschrieben:.... ob ein 9 Meter Mobil für uns wirklich mehr Luxus bedeuten würde, oder der Nachteil der eingeschränkten Beweglichkeit den Vorteil des angenehmeren Wohnens überwiegen würde.....

Deshalb fänd ich es interessant mal von Leuten Erfahrungen zu hören, die beide Extreme besessen und benutzt haben, also Mobile um die 6 Meter und um die 9 Meter. :)


Ich glaube zwar, das es auf die Fragen dieses Threat´s absolut keine allgemeingültige Antwort geben kann, sondern, wenn überhaupt, nur sehr individuelle Erfahrungen und Meinungen. Und diese sind dann für viele Andere eigentlich relativ wertlos.

Dennoch kann ich ja mal unsere - ganz persönlichen und individuellen - Erfahrungen aufzählen.

Unser aktuelles Mobil ist unser 12. Wohnmobil. Angefangen mit 3 Kastenwagen wurden die Mobile mit jedem Schritt immer ein wenig größer und damit auch bequemer. Eine Einschränkung unserer Mobilität haben wir dabei nicht wahrgenommen. Zumindest nicht solange bis das Größenwachstum im Jahr 2006 beim 8. Mobil in einem 8,5 m langen 6 Tonner Liner (Höhe 3,4 m) von Carthago endete.

Dieser Carthago M-Liner, sogar mit einem auf unsere Individualwünsche angepasstem Grundriss, wurde irgendwie dann doch nicht wirklich zu unserem Mobil und wir haben ihn nach 3 Saison´s wieder verkauft. Das Ding war - für uns jedenfalls - bei aller räumlichen Eleganz und Bequemlichkeit, zu groß, zu unschierig, etc. insgesamt also alles ein wenig "too much".

Wir sind dann wieder zurückgegangen auf einen 6,5 m TI (etwas zu eng) anschließend auf einen 7,4 m TI und einem 7,4 m Alkoven mt Hecksitzgruppe umgestiegen, um nun beim aktuellen Mobil bei einem 7,9 m VI zu landen. Gefühlsmässig sind wir damit an unserem Optimum angekommen. Größer sollte für uns kein Mobil sein, aber kleiner eben auch nicht.

Vielleicht ist ja in unserem Fall die magische Grenze = 8 Meter, denn unser aktuelles Mobil mit seinen 7,9 m Länge bietet eigentlich (fast) alles, was der 8,5 m Liner hatte, fährt sich aber wesentlich leichtfüssiger und spritziger (weil Fiat Ducato) als der Liner mit seinem LKW-Fahrwerk.

Unser Mobilitätsbedürfnis trifft der Aktuelle halt einfach besser und unser Bequemlichkeitsbedürfns (oder Luxusbedürfnis) trifft er eben genauso, wie der damalige Liner.

Aber mein ganzes Geschreibsel drückt doch nur unsere, ganz individuelle Entwicklung und Meinung aus. Jeder andere macht eigene ganz andere Erfahrungen und zieht daraus eigene ganz andere Schlüsse. Und ob das was wir gut finden als Empfehlung für Andere dienen kann, da habe ich schwer meine Zweifel. Es geht eben nix über eigene Erfahrungen.

Tom

p.s.: mit dem aktuellen 7,9m Mobil machen wir übrigens die gleichen Touren und steuere die geichen Ziele an, die ich vor 30 Jahren schon mit einem 6m Alkoven gemacht habe.

thomas56 am 13 Nov 2019 19:49:04

gerri86 hat geschrieben:Auch mich beschäftigt bis heute die Frage, ob ein 9 Meter Mobil für uns wirklich mehr Luxus bedeuten würde, oder der Nachteil der eingeschränkten Beweglichkeit den Vorteil des angenehmeren Wohnens überwiegen würde. :nixweiss:



Für mich beantworte ich das mal eindeutig mit ja! Ich sehe es nicht als Luxus, sondern als Komfort. Die Komforteinbauten wiegen und brauchen Platz, das passt nun mal in 8m nicht rein.

Habe von 6m-9,65m gefahren und jeder Urlaub war der tollste, also alles zu seiner Zeit. Heute möchte ich nicht mehr mit 6m fahren und in 10 Jahren vielleicht nicht mehr in 10m, weil man sich vielleicht nur noch 7m zutraut?
Noch sage ich, bis 12m ist mir alles egal und wer weiß wie lange man das noch kann? Möchte nicht später sagen, hätte ich bloss, als es noch möglich war.

rkopka am 13 Nov 2019 20:03:30

thomas56 hat geschrieben:Habe von 6m-9,65m gefahren und jeder Urlaub war der tollste, also alles zu seiner Zeit. Heute möchte ich nicht mehr mit 6m fahren und in 10 Jahren vielleicht nicht mehr in 10m, weil man sich vielleicht nur noch 7m zutraut?

Ich hab mit so großen Fahrzeugen keine Erfahrungen, aber zumindest mit Wowa Gespann. Ich würde mir 10m schon zutrauen zu fahren. Nur sehe ich da zu den heutigen 6,6m doch eine Menge Einschränkungen. Vorher hatte ich 5,5m. Beim Parken war das sicher einfacher. Ich hab auch noch (wenn auch knapp) auf meine Parkplatz bei der Wohnung gepaßt. Allerdings waren wir damals fast nur auf CP, daher fiel einiges an Suchen weg. Wir sind mit 4 Personen gefahren, aber richtig drin wohnen (im Urlaub) hätte man so nur sehr schwer können. Für eine Besichtigungsreise war es OK.
Heute fahre ich meist alleine. Und abgesehen von den Modellflugtreffen, wo ich den ganzen Platz brauche, ist es eher zuviel Raum. Wobei ich auf die Garage nicht verzichten wollte, aber so einen halben Meter weniger wäre nicht schlecht und keine große Einschränkung. Dafür stünden ein paar Plätze mehr offen.

RK

bigben24 am 14 Nov 2019 10:26:00

9 - 12m Mobile, wer es mag - ist auch OK. Nur der Kompromiß den man damit eingeht ist eben, daß man eben nicht mehr überall hinkommt, kleine Straßen, enge Ortschaften, im Süden (z.B. Peloponnes) eben nur noch Hauptstraßen fahren, nicht mal eben über schmale Straßen auf den Berg oder auf die Insel. Wer damit klarkommt dem ist es eh egal wie groß das Mobil ist. Das Fahren in einsamere Gegenden, in nur mit "kleineren" Mobilen erreichbare Buchten, Berge etc. abseits der Hauptverkehrswege und CP/SP, DAS ist für uns der Luxus, für den wir u.a. Reisen und auf den wir nicht verzichten wollen. Je größer ein Mobil ist, desto unflexibler wird es. Aber wie schon gesagt, das kann jeder so halten und entscheiden wie er es mag.

Aber nochmal, Luxus in seiner Definition, gesellschaftlichen Bedeutung und der damit zwangsläufig beinhalteten Dekadenz, läßt sich in einem WoMo schon alleine aus Platzgründen, sowieso nicht realisieren. Von daher sind für mich auch Liner, wie Morelo oder Concorde kein Luxus, sondern einfach nur große, teure Wohnmobile.
Zitat aus Wikipedia:
Luxus (von lateinisch luxus ‚Verschwendung‘, ‚Liederlichkeit‘, eigentlich ‚üppige Fruchtbarkeit‘) bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß (den üblichen Lebensstandard) hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Maß.

Luxus fasst damit Phänomene zusammen, die für einen großen Teil der Bezugsgruppe als erstrebenswert gelten. Deshalb ist ihr Tauschwert oft erheblich, das heißt der Preis für ihren Erwerb hoch und deshalb sind Luxusgüter meist nur auf der Grundlage einer entsprechenden Ausstattung mit Macht oder Reichtum zu erwerben..


Auch Einbauten, wie Solar, LiFeYPo4, Wechselrichter, Kaffemaschinen etc. sind ja kein Luxus, sondern erfüllen nur die Grundbedürfnisse zum Leben oder dienen einer gewissen Autarkie. Luxus in seinem Sinne wären da eher goldene Klobrillen, goldene Teller, Silberbesteck, Kristallgläser und Haushaltshilfen ;-)sowie teure Abendkleider etc., aber nichts von dem habe ich aber bisher irgendwo gesehen. Also ich wäre dafür statt "Luxus" den Begriff "Komfort" zu benutzen. Der kommt, im Sinne des TO der Realität wohl eher näher.

Gruß

Roman am 14 Nov 2019 11:10:38

DonCarlos1962 hat geschrieben:...mir ist jetzt eigentlich nicht mehr klar, ob Du ständig im Wohnmobil wohnen willst oder nicht und mit wievielen Personen Du es nutzt....


Genau diese Fragen stellte ich mir auch während ich diesen Faden gelesen habe. Ich ziehe mir auch nicht so gern nötige Info´s aus irgendwelchen verklausuliertern Formulierungen heraus....:

radimbad hat geschrieben:...Ich bin ein sehr junger Mensch der lediglich versucht dort wo Arbeit ist, ein bisschen vom Kuchen abzuschneiden für seine Familie. Alle Unterkünfte die ich bisher hatte waren traumatisch. Entweder das Finden oder die Unterkunft. Ich darf nicht wohnen wo ich wohne. Das wird halt toleriert. Weltweit bin ich einer von Milliarden die dort wohnen wo sie nicht wohnen dürften.


Wohnst du dann mit der Familie in dem rollenden Heim, oder wohnt diese dort wo man nicht wohnen dürfte und du bist allein arbeitend unterwegs....?...Fragen über Fragen... :wink:

Gruß
Roman

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