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Zusätzliche 12V LiFePo4 Batterien für Boots eMotor laden


jan2001 am 19 Nov 2019 20:14:10

Hallo,
derzeit ist in unserem Camper ein LiFePo4 12v/100A Akku verbaut, welcher von einem Ladebooster, Solaranlage und optional Landstrom-Ladergerät geladen wird.

Nun will ich eine weitere LiFePo4 12v/100A Akku anschaffen um damit u. a. einen Elektromotor fürs Boot zu betreiben.
Gerne würde ich diesen unterwegs im Camper, mit den vorhandenen Lademöglichkeiten (Ladeboost und Solaranlage), aufladen.
Ich stelle mir nun die Frage ob dies möglich ist und wie eine Schaltung aussehen kann.

Kann ich den zusätzlichen Akku einfach in das vorhandene Setup einbauen (Parallelschaltung der beiden Akkus)? Benötige ich ggf. ein Trenn-Relais? oder ist doch ein zweiter Ladebooster notwendig?

Was habt ihr für Vorschlägen? Über Antworten würde ich mich freuen.

Danke und viele Grüße
Jan

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hmarburg am 19 Nov 2019 21:45:17

Hallo Jan,

das könnte mit der Parallelschaltung problematisch werden und zwar wenn dein Bootsakku leer und der Womoakku voll ist, denn dann fließt ein satter Ausgleichsstrom.
Diesen gilt es zu begrenzen.
Es gibt Kollegen hier, die haben in einem ähnlichen Fall zur Strombegrenzung eine etwas dünnere Leitung zwischen die Pluspole gelegt. Diese musst du über einen entsprechend dimensionierten Schalter führen. Parallel dazu haben sie dann eine dicke Leitung über einen passenden Schalter geführt, den sie, nachdem der erste Hunger des leeren Akkus gestillt war (kaum noch Ausgleichsstrom), dazu geschaltet haben um dann beide Akkus fertig zu laden.

Gruß, Holger

rolfblock am 19 Nov 2019 22:27:16

Du hast die neue Batterie noch nicht gekauft?
Hast du E-Bikes aus der 25 V Zeit? Also z.B. Panasonic?

Wenn ja, kannst auch andesherum denken. Kauf dir einen 24 V Bootsmotor. Der hat viel mehr Leistung bei kleinen Strömen.
Und der läuft mit den E-Bike Akkus.
Das kostet dann weniger als der 12 V Akku und Ladegeräte hast du auch schon. So werden aus den E-Bike Akkus Dual Use Akkus.

jan2001 am 19 Nov 2019 22:37:14

rolfblock hat geschrieben:Du hast die neue Batterie noch nicht gekauft?


Ich habe bereits einen 12V Motor ;) daher muss es auch ein 12V Akku sein.

Das Verbinden der Akkus mit unterschiedlichen Kabel-Stärken/Schalter verstehe ich noch nicht ganz :(.

Die sicherste Methode wird warscheinlich sein, ein zweiten Ladebooster zu besorgen und die Ladung des zweiten Akkus darüber zu steuern (hier könnte man warscheinlich auch ein D+ Simulator (Spannungs-Relais) einsetzen, der die Ladung erst startet, wenn eine Ladung über den eigentlichen Ladebooster/Solarladeregler/Landstrom-Ladegerät erkannt wird) oder habe ich einen Denkfehler?

hmarburg am 19 Nov 2019 22:55:54

jan2001 hat geschrieben:...oder habe ich einen Denkfehler?


Nein, das funktioniert in jedem Fall auch.

Gruß, Holger

rolfblock am 19 Nov 2019 23:01:17

jan2001 hat geschrieben:
Ich habe bereits einen 12V Motor ;) daher muss es auch ein 12V Akku sein.



Ein neuer Motor kostet vielleicht 600 €. Ein neuer Akku > 1000 €
Der neue 24 V Motor ist stärker.
Und du kannst den 12 V Motor verkaufen.
Ich bin immer dafür auch mal anders herum zu denken.

jan2001 am 19 Nov 2019 23:03:25

rolfblock hat geschrieben:Ein neuer Motor kostet vielleicht 600 €. Ein neuer Akku > 1000 €
Der neue 24 V Motor ist stärker.
Und du kannst den 12 V Motor verkaufen.

Habe ein Motorguide xi5 Bugmotor (~2000€) daher kommt das aktuell nicht in Frage ;)

jan2001 am 19 Nov 2019 23:11:28

jan2001 hat geschrieben:hier könnte man warscheinlich auch ein D+ Simulator (Spannungs-Relais)nutzen


Muss man nur einen Simulator finden, der die Volt-Zahl des LiFePo4 Akkus berücksichtig.

Der Votronic D+ Simulator schaltet ab 13,7V ein (was ok ist) aber erst ab 13V ab (was bei einem LiFePo4 Akku ja ein normaler Spannungsbereich ist). Somit erkennt dieser nicht den eigentlichen Ladevorgang.

Ohne D+-Simulator würde z. B. der Votronic VCC 1212-30 Ladebooster bei folgende Werten "anspringen":
Erhöhung der Ladeleistung*:> 13,30 V
Reduzierung der Ladeleistung*: < 13,00 V
Ausschaltschwelle*:< 12,90 V mit 30 sec.Verzögerung

Ideen wie man das umgehen kann?

Lottii am 20 Nov 2019 01:14:26

Ich würde einen Batterieschalter nehmen. Funktioniert bei mir perfekt:
(Link darf ich noch nicht versenden)

Von Bootsausrüster:
Batterie-Umschalter - 175 A
Bewertungen (7)
Dieser Batterie-Umschalter ist erforderlich für Bordnetze, die aus 2 Batterien versorgt werden. Schalterstellungen: Batterie 1 - Batterie 2 - beide Batterie - OFF. Der Schalter ist für Betriebsspannungen von 6 - 32 Volt geeignet.

Stocki333 am 20 Nov 2019 07:47:59

Hallo Jan
Der Vorschlag von Holger der hat was.
Frage wo sitzt der Bordaccu.
Und wo der Bootsaccu.
Die Länge benötigten Kabel zwischen den Accus.
Einfacher und billiger kannst du das nicht haben.
Und welche Accuss sind eingebaut.
Franz

Stocki333 am 20 Nov 2019 11:58:02

Lottii hat geschrieben:
Dieser Batterie-Umschalter ist erforderlich für Bordnetze, die aus 2 Batterien versorgt werden. Schalterstellungen: Batterie 1 - Batterie 2 - beide Batterie - OFF. Der Schalter ist für Betriebsspannungen von 6 - 32 Volt geeignet.

--> Link
Meinst du das.
Bist du dir Sicher, das bei dem Einsatzzweck des TE auch so funktioniert.
Die Frage ist ob der Solarregler da mit spielt.
Gruß Franz

LAIKA5009 am 20 Nov 2019 16:49:13

Thema: 2 x AGM 100 AH parallel geschaltet mit einer LifePo4 als 3. Batt. parallel erweiterbar?

Hallo zusammen und erstmal vielen Dank für die tollen Informationen. Meine Frage ist etwas anders, passt aber meine ich gut in dieses Thema.

Womo mit 2 x AGM 100 AH ist ca. 2 Jahre alt. Kürzlich hatte ich nach ca. 1,5 Tage freistehen bei etwa 0 - 2 Grad ein Energieproblem. Durch Heizung, sowie bisschen Fön über Wechselricher 1,7 KW und das übliche (ein wenig Licht und TV), waren die 2 AGM vermutlich schon halb leer. Ich habe dann meine hydr. Hubstützen ausgefahren und direkt danach wieder einfahren wollen, dabei ging das Bordnetz in die Knie und hat sich abgeschaltet. Stützen einzeln einfahren ging dann etwas später gerade noch so. Ich vermute, dass der Strombedarf für das Aggregat der hydr. Stützen für die restliche Batterieladung zu hoch war.

Die Frage ist daher, ob ich die bestehende Situation durch eine 3. Batterie (LifePo4, z.B. 40AH) parallel dazu ergänzen kann.

Vielen Dank schon mal vorab und viele Grüße

Stocki333 am 20 Nov 2019 19:28:28

Hallo Laika
Mache ein eigenes Thema auf. Fairerweise.
Aber deine Angaben sind fehlerhaft.
Gruß Franz

biauwe am 20 Nov 2019 19:44:14

LAIKA5009 hat geschrieben:Die Frage ist daher, ob ich die bestehende Situation durch eine 3. Batterie (LifePo4, z.B. 40AH) parallel dazu ergänzen kann.

Vielen Dank schon mal vorab und viele Grüße


Bei gleicher Situation ist den Li-Akku leer und in den AGM sind knap 40 Ah mehr drin.
Wenn du ein "Umschaltsystem" machst, AGM aus und Li-Akku an ( am EBL ), aber...
da kommt es drauf an was sonst noch an Technik vorhanden ist.

jan2001 am 20 Nov 2019 19:46:36

Stocki333 hat geschrieben:Frage wo sitzt der Bordaccu.
Und wo der Bootsaccu.
Die Länge benötigten Kabel zwischen den Accus.
Und welche Accuss sind eingebaut.
Franz

Hallo,
die beiden Akkus würden in direkter Nähe zu einander stehen (Kabellänge unter 1m). Aktuell ist mein Aufbau-Akku eine 12,8V/100Ah LifePo4 Lösung (Offgridtec).
Trozdem frage ich mich bei dem Vorschlag wie eine gleichzeitige Ladung der Akkus funktionieren soll. So wie ich das verstehe, würden mit einem Batterie-Schalter immer nur einer der beiden Akkus geladen bzw. der eigentliche Aufbau-Akku stünde dann nicht für die üblichen Verbraucher (Licht, Standheizung, Kühlschrank) zur Verfügung.

Warscheinlich ist es die beste (wenn auch nicht günstigste) Lösung, dass ich den vorhandenen Aufbau-Akku durch einen 150Ah LiFePo4 Akku ersetze und den vorhanden Akku fürs Boot nutze. Die Ladung würde dann über ein zusätzliches B2B-Ladegerät erfolgen. Somit hätte ich quasi einen "Puffer" von 50Ah zur Ladung der Boots-Batterie. Unsicher bin ich mir noch mit der Fragestellung "Wie steuer ich, dass der zusätzlichen Ladebooster nur tätig wird, wenn eine Ladung durch die vorhandenen Möglichkeiten (Ladebooster, Solar oder Landstrom) vorliegt. Die mir bekannten Relais berücksichtigen lediglich die AGM/Blei Spannungen - heißt: sie schalten zu spät "ab" (13,x Volt). Das passt nicht zu den LiFePo4 Spannungen. Habt ihr eine Idee?

Viele Grüße und Danke schonmal für Eure zahlreichen Antworten.

jan2001 am 20 Nov 2019 22:23:59

Hallo,
habe gerade folgendes Relais gefunden:

Victron Energy Cyrix-Li-ct 12/120A --> Link mit folgenden Daten:
Spannung anschließen: 13,4V < V < 13,7V: 120s 13,7 V < V < 13,9 V: 30 s V > 13,9V: 4s
Spannung unterbrechen: 13,3V < V < 13,2V: 10s V < 13,2V: sofort

Das könnte passen oder?

Stocki333 am 21 Nov 2019 08:24:13

Hallo Jan
Wie steuer ich, dass der zusätzlichen Ladebooster nur tätig wird, wenn eine Ladung durch die vorhandenen Möglichkeiten (Ladebooster, Solar oder Landstrom) vorliegt.

Wenn du die Variante mit einem 150 Ah Bord Accu vorziehst. Überhaupt nicht. Du hast ja genug Überschuß. Und 100 Ah, das würde bedeuten, das der Bootaccu komplett leer ist. Was ja selten der Fall sein wird. und auch nicht gut ist für den Accu.
zum Laden mit einem Booster. In die D+Leitung kannst du ein einstellbares Zeitrelais einschleifen. Nimmst du beispielweise einen Votronic mit 45 A Ladeleistung. Du benötigst aber nur 50Ah, schaltest du den Booster ab. Umgekehrt fast noch wichtiger. wenn dein Verbraucheraccu des Womo nicht voll ist, dein Bootsaccu aber leer. kannst du bestimmen wie viel du entnimmst.
Der Booster ist die teure aber sichere Variante.
-
Der Vorschlag von Holger, den hast du nicht verstanden.
Du nimmst 2 Kabel jeweils mit einer Sicherung und einen Natoknochen.
Das eine kabel hat 2,5 mm2 mit einer Länge von ca.4 m. Mit dem >Knochen schaltest du die beiden Accus parallel zusammen.
Der Widerstand des Kabel und der Sicherung +Schalter. bestimmt dir den Ladestrom.
Das 2 Kabel 10mm2 1m lang wird nach einer gewissen Zeit dazugeschaltet. nähmlich dann wenn die Spannungsdifferenz gering wird, und damit der Ladestrom sinkt. das kannst du auch mit einem Zeitrelais lösen. die beiden Accus passen sich an.Von der Ladung.
Das Trennrelais im Ebl macht ja auch nichts anderes.
Nachteil der Schaltung ist du bekommst die Accus nur auf gleich von der Kapazität.
kommt jetzt eine Ladequelle hinzu. durch Maschine oder Solar, sind beide Batterien parallel verbunden, und werden miteinander geladen. Dauert nun Länger wil du ja insgesammt 250Ah Gesamtkappa hast.
Darum auch meine Frage nach der grösse der Solaranlage.
Gruß Franz

Inselmann am 21 Nov 2019 09:49:32

Was mir auffiel, Ladebooster mit Solar betreiben?

Stocki333 am 21 Nov 2019 10:37:11

Inselmann hat geschrieben:Was mir auffiel, Ladebooster mit Solar betreiben?

Vielleicht habe ich mich schlecht ausgedrückt. Die Versorgerbatterie bzw. deren Verschaltung im Womo wird nicht verändert.
Man verschaltet die Bootsbatterie einfach parallel zur Versorgerbatterie. Die ladeströme, Quelle egal , teilen sich auf. Also werden beide Accus aufgeladen.
Den Wechsel mit einem Bootschalter kann ich nichts abgewinnen. Der Grund ist ganz einfach. Du brauchst einen Solarregler der damit klar kommt. das er kurzzeitig keine Batteriespannung hat.
Sonst ginge es schon, das ich ich über dem Bootschalter die Accus einzeln auflade. Allerdings ist die Fehler, die man machen kann mit , dieser Art von Verschaltung auch grösser.
Alternativ wenn ein WR vorhanden ist. Mit einem Lädegerät den Bootsaccu aufladen.
War bei deinem Motor ein Ladegerät dabei: ??
Gruß Franz

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