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Reisebericht - Frankreichs Südwesten Spätsommer 2019 Teil 3


Säcker am 19 Nov 2019 20:39:12

Es ist wieder soweit. Teil 3 ist fertig, und in ihm befindet sich für mich der Höhepunkt der Wohnmobil-Tour 2019. Vor einigen Monaten haben wir im Fernsehen einen Bericht über die feierliche Eröffnung der Weinlese in Saint-Émilion (Ban des Vendanges) durch die Weinbruderschaft von Saint-Émilion (La Jurade de Saint-Émilion) gesehen. Unsere Vorfreude hat sich erfüllt. Es war von allen Veranstaltungen die wir gesehen haben, teilweise sogar ungeplant, ganz einfach grandios. In der Kurzfassung gibt es nur Bilder davon. Den Einstieg für den vollständigen Bericht mit viel mehr Bildern und besonders den Videos findet ihr hier --> Link


Teil 3 - 16.09. bis 22.09.2019 von Port des Barques nach Saint-Estèphe

Wir verlassen unseren Austernzüchter und fahren auf einen Tagesparkplatz für Wohnmobile in Port des Barques. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zur Passe aux Boeufs, der Passage zur Île Madame, die, wie wir uns ausgerechnet haben, jetzt bei Ebbe zu begehen bzw. zu befahren ist. Trotz Hitze machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Wir wollen ja auf der Insel nur eine kleine Runde drehen. Dachten wir. Es wurde eine große Runde.





Danach erholen wir uns erst einmal in einem schönen Meeresschwimmbecken.



Bei der Weiterfahrt zur Île d’Oleron halten wir uns wieder meeresnah und stoßen dabei auf den Ort Brouage. Vor uns stehen hohe Wände einer Stadtmauer mit einem großen Durchbruch, und rechts ist ein großer Parkplatz, an dessen Rand weiße Dächer wie an einer Perlenschnur aufgereiht stehen. Wir stellen uns dazu und starten eine Besichtigungstour. Schnell wird uns klar, dass dauert länger und wir übernachten hier.





Am nächsten Tag fahren wir aber auf die Oleron. Die Brücke läßt sich bei nur wenig Wind gut befahren. Wir haben es schon mit unserem Alkoven-Fahrzeug ganz anders erlebt. Wir fahren zum Camping „Les Remparts“. Wir stellen uns zu den anderen Wohnmobilen in die Warteschleife, denn das Büro öffnet am Nachmittag erst wieder um 14.00 Uhr. Wir können uns noch einen schönen großen Platz im Freien aussuchen, den Schatten spenden wir uns selbst. Hier stehen wir ortsnah, mit Strom und V+E, und alles für EUR 14,00!



Später spazieren wir ans Meer und an den Remparts entlang zum Château und zu den bunten Fischerhütten beim Hafen im Abendlicht.





Nach zwei Tagen Ruhe ist wieder Fahrtag. Bevor wir aber die Insel verlassen, fahren wir noch hoch bis zum Phare de Chassiron und stellen uns auf den Tages-Parkplatz für Wohnmobile.



Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, nicht die Fähre bei Royan zu nutzen, um auf die Medoc-Halbinsel zu gelangen. Unser heutiges Übernachtungsziel ist Mortagne-sur-Gironde. Der Ort selbst sieht bei der Durchfahrt ziemlich verlassen aus und liegt hoch über dem Meer. Doch das Navi zeigt bis zu dem Stellplatz auch noch eine Reststrecke an. Plötzlich führt die Straße steil nach unten zum Port de Plaisance, und auf der linken Seite stehen die Wohnmobile (Gebühr EUR 9,30 inkl. Strom und V+E). Die V+E ist allerdings auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Der Bäcker kommt morgens auf den Platz.





Als wir Saint-Émilion erreichen, fällt uns als erstes auf, dass im gesamten Ort über das Wochenende Parkverbot herrscht. Auch der Stellplatz in der Ecke eines Parkplatzes fällt unter das Verbot. Außerdem ist er bereits voll. Auf Google-Maps habe ich einen Friedhof ausgemacht, den wir nun ansteuern. Über enge mit Mauern gesäumte Straßen erreichen wir den Friedhof. Das kleine Park-Dreieck ist tatsächlich noch frei. Gegenüber liegt das Weingut „Beau Sejour Becot“.



Bis zur Altstadt von Saint-Émilion, seit 1999 Weltkulturerbe, sind es etwa 800 – 1.000 m. Die Straße bleibt eng und auf beiden Seiten sind mit hohen Mauern eingerahmte Weinanbauflächen der Gran Cru-Klassifizierung.

Während wir so herumlaufen und uns alles anschauen, kommen junge Männer, ähnlich gekleidet, in die Kirche und stellen sich am Altar auf. Und schon sind wir in einem kostenlosen Konzert des Chores „Les Gentilshommes“ aus Paris.





Außerdem sehen wir auf einem Plakat in der Kirche, dass heute um 21.00 Uhr im Kreuzgang eine Son et Lumière-Aufführung zur Apokalypse gezeigt wird.





In den Weingütern rund um uns herum herrscht am heutigen Samstag Hochbetrieb. Die Weinlese läuft auf Hochtouren. Die Tagelöhner kommen schon sehr früh mit den PKWs an und suchen Parkplätze. Ich habe den Eindruck, dass auf Akkord gelesen wird. Es wird alles per Hand gelesen. Ca. 15 Leser stehen vor ihren Reihen, die Kiepenträger dahinter. Und auf Kommando geht es los.



Am Nachmittag besichtigen wir das baulich äußerst beeindruckende Saint-Émilion. Am Abend steigt dann das große Event mit Einzug der Weinbruderschaft und einem noch nie so erlebten Feuerwerk.








Am nächsten Tag ziehen wir bei Regen wieder weiter. Unser heutiges Ziel ist der kostenlose Wohnmobil-Stellplatz in St. Estèphe auf der Medoc-Halbinsel. Eigentlich ist es ein sehr schöner Platz, mit Blick auf die Gironde, obwohl er etwas weiter weg vom Ortskern und den Geschäften liegt. Leider ist die V+E momentan aufgrund von Vandalismus nicht zu nutzen. Außerdem ist die Straße hinter dem Grünstreifen eine vielbenutzte Rennstrecke für die Einheimischen. Für die eine Übernachtung erfüllt er aber vollkommen seinen Zweck.






Und nochmals der Hinweis für den Einstieg zu den drei Teilen des vollständigen und noch viel mehr bebilderten Reiseberichtes --> Link.

Der 4. Teil von insgesamt sechs Teilen folgt demnächst.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Säcker am 19 Nov 2019 21:02:01

Nachtrag:


bonjourelfie am 19 Nov 2019 21:39:55

Schön, zuhause gemütlich auf dem Sofa liegen und deinen /euren Reisebericht genießen, danke!

LGElfie

MiGu1418 am 20 Nov 2019 00:31:42

Hallo

und wieder konnte ich ein Teil von Frankreich kennenlernen ohne vor die Tür
zu gehen. Genau wie Teil 1+2 isr dieser Teil kurzweilig und mit tollen Bildern.
Danke fürs mitnehmen.

Gruß Guido

Säcker am 20 Nov 2019 11:44:58

bonjourelfie hat geschrieben:Schön, zuhause gemütlich auf dem Sofa liegen und deinen /euren Reisebericht genießen, danke!


Es ist schon richtig mit "euren", denn Lena führt schon immer während der Fahrt ein handgeschriebenes Tagebuch mit eingeklebten Erinnerungen. Ich mache dann daraus nachträglich eine lockere "Geschichte", die mit meinen Empfindungen angefüttert wird, und im jetzt Erlebten geschrieben ist. Bei den Fotos kann ich auf den Fundus von uns Beiden zurückgreifen. Dass ist unheimlich spannend, weil wir "unterschiedlich sehen". Alles in Allem also eine optimale Ergänzung. :ja:

MiGu1418 hat geschrieben:und wieder konnte ich ein Teil von Frankreich kennenlernen ohne vor die Tür
zu gehen. Genau wie Teil 1+2 isr dieser Teil kurzweilig und mit tollen Bildern.


Euch Beiden noch ein herzlichen Dankeschön. Was will man denn mehr bei diesem traurigen November-Wetter. Schöner ist nur noch selbst wegzufahren!

PietroMobil am 20 Nov 2019 12:34:32

Hallo,
wieder ein super Bericht, vielen Dank dafür. Wir freuen uns schon auf unsere Frankreich Fahrt im nächsten Frühjahr :-) Und so bekommen wir tolle Tipps!

19grisu63 am 20 Nov 2019 12:41:56

Noch bevor Du den dritten Teil hier veröffentlicht hast, habe ich mir das Original auf Eurer HP reingezogen :D
Herzlichen Dank auch dafür. Ich freue mich schon auf die zweite Hälfte 8)

haroba am 20 Nov 2019 13:37:04

Moin Ihr beiden!

Danke! auch für den dritten Teil der Reise.

Mit den Kindern waren wir jedes Jahr am Atlantik und haben uns erholt.
Ein wenig vom Drumherum haben wir uns damals auch angeschaut.
Ihr macht es uns schmackhaft noch mal "anders" dorthin zu reisen.

Munterholln!
Hartmut

Aretousa am 21 Nov 2019 21:25:41

Ja, Hartmut ich kann dir und deiner Frau nur dazu raten, jetzt noch mal in diese Gegenden zu reisen und dann ein bisschen anders als früher mit den Kindern unterwegs zu sein. Jetzt habt ihr Zeit und Muße viel Schönes zu sehen und zu erleben
Wir sind schon mit den Kindern ähnlich wie heute gereist. Selten länger als 2 bis 3 Tage an einem Ort, sogar schon mit Zelt und kreuz und quer durch Europa.
Heute lassen wir uns mehr Zeit und müssen niemand mehr bespaßen wenn wir abends müde von den Eindrücken des Tages eigentlich nur entspannen wollen. Es lohnt sich.

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