Dometic
anhaengerkupplung

2xAGM Batterien parallel mit 1 LifePo4 ergänzen


LAIKA5009 am 21 Nov 2019 19:21:16

Thema: 2 x AGM 100 AH parallel geschaltet mit einer LifePo4 als 3. Batt. parallel erweiterbar?

Habe ein Womo LAIKA 5009 mit 2 x AGM 100 AH, ist ca. 2 Jahre alt. Kürzlich hatte ich nach ca. 1,5 Tage freistehen bei etwa 0 - 2 Grad ein Energieproblem. Durch Heizung, sowie bisschen Fön über Wechselricher 1,7 KW und das übliche (ein wenig Licht und TV), waren die 2 AGM vermutlich schon halb leer. Ich habe dann meine hydr. Hubstützen ausgefahren und direkt danach wieder einfahren wollen, dabei ging das Bordnetz in die Knie und hat sich abgeschaltet. Stützen einzeln einfahren ging dann etwas später gerade noch so. Ich vermute, dass der Strombedarf für das Aggregat der hydr. Stützen für die restliche Batterieladung zu hoch war. Vermutlich war auch das Hydrauliköl auf Grund der Außentemperatur dickflüssiger, wass den Energiebedarf zum Ein/- Ausfahren der Stützen noch erhöht hat.

Die Frage ist daher, ob ich die bestehende Situation (2 x AGM je 100AH, parallel) durch eine 3. Batterie (LifePo4, z.B. 40AH) parallel dazu ergänzen kann. Also einfach mit 2 Batteriekabel (plus/minus) an die letzte, parallel verkabelte AGM parallel "anhängen" kann.

Nach meiner Überlegung müsste es sich mit einer 3. Batterie (LifePo4), parallel zu den beiden vorhandenen AGM (Parallel) etwa so verhalten:

Angenommen das Womo war am Netz und alle 3 Batterien sind soweit möglich voll. Nun stehe ich ich im Winter autark und der Strombedarf wird aus der vorgenannten Batteriekonstellation entnommen. Durch die höhere Leistungskraft der LifePo4 werden durch diese Batterie die beiden AGM`s immer "nachgeladen" bis die AGM`s wieder soweit voll sind, oder einen Ladestand haben wie die LifePo4 (Balanceströmung?). Irgendwann sinkt die Batterieladung im Ganzen z.B. von zuerst 13,7V auf 13,6V dann 13,5V usw., maßgeblich ist die LifePo4 mit ihrem Ladezusand. Da die LifePo4 bis auf (ich glaube) 10% entladen werden kann, aber bis dahin ihre volle Power mit 13,xV z.V. stellt (anders wie die AGM`s), dann irgendwann leer ist (vielleicht so noch mit 10%) schaltet das BMS die LifePo4 zum Eigenschutz ab. Ab jetzt leeren sich auch die beiden AGM`s, weil das "Nachladen" der LifePo4 ausbleibt.

Bei allem ging ich davon aus, dass keine weitere Technik z.B. Laderegler, Batteriecomputer, Umschalter von AGM, o.ä. zu LifePo4, verbaut wird.

Vielen Dank schon mal vorab und viele Grüße
Jochen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Inselmann am 21 Nov 2019 20:20:40

mit 40Ah extra dazustellen wird deine Situation auch nicht viel besser. Nur weil die Spannung dann etwas hoeher bleibt durch die Lithium, 40 Ah bleiben 40Ah. Wenns alle ist, dann ist es alle.

Ich wuerde eine der AGM komplett rausnehmen und dann 100Ah (oder wenns die Kasse erlaubt) sogar etwas mehr reinstellen.

Bodimobil am 21 Nov 2019 20:34:10

AGM ganz raus und 200Ah LiFePo rein.
Alles andere ist Murks!

frankia800i am 21 Nov 2019 20:42:08

Bodimobil hat geschrieben:AGM ganz raus und 200Ah LiFePo rein.
Alles andere ist Murks!


Hallo,

dann aber noch ne AGM oder Gel dazu als Hybrid, weil der Batteriemonitor bei den Stützen oder dem Wechselrichter das System abschaltet
..das ist für mich Murks.

Wenn es Dein Platz und Dein Gewicht es erlaubt, 2x 240 Ah AGM mit Solar.

Gruß

Stephan

Bodimobil am 21 Nov 2019 21:14:06

frankia800i hat geschrieben:
Hallo,

dann aber noch ne AGM oder Gel dazu als Hybrid, weil der Batteriemonitor bei den Stützen oder dem Wechselrichter das System abschaltet.


Wo hast du denn diesen Blödsinn her?

Gruß Andreas

DigiMik am 22 Nov 2019 02:11:40

Moin,

LAIKA5009 hat geschrieben:Thema: 2 x AGM 100 AH parallel geschaltet mit einer LifePo4 als 3. Batt. parallel erweiterbar?


und wie möchtest Du die laden? Du bräuchtest zwei separate Ladekreise, sprich Ladegeräte nebst Verkabelung, je für die AGM und für die Li! Solch ein Aufwand für kaum Nutzen?
Sicherlich könnte eine volle Li etwas in eine AGM geben, das wäre aber durch die Verluste pure Energieverschwendung und ab einem bestimmten Punkt geht eh nichts mehr, schon gar nicht bei solch einem Spielzeug wie eine 40 Ah Li.
Entweder holst Du dir noch ne 100 Ah AGM dazu, das ist die günstigste Art oder investierst und legst Dir um 150 Ah, besser mehr, Li zu und entsorgst die AGM.

LG vom Mikesch

Stocki333 am 22 Nov 2019 08:41:15

Hallo Jochen
Kürzlich hatte ich nach ca. 1,5 Tage freistehen bei etwa 0 - 2 Grad ein Energieproblem. Durch Heizung, sowie bisschen Fön über Wechselricher 1,7 KW und das übliche (ein wenig Licht und TV), waren die 2 AGM vermutlich schon halb leer.

Dieser Satz gibt mir zu denken.
Könnte es nicht eher sein das deine AGM nicht mehr viel Ladung haben.
Die waren vermutlich nicht halb leer sondern fast ganz leer.
Du kommst auf die Idee mit dem Hybrid mit 40 Ah weil es so etwas ähnliches von Hymer gibt. Sehe ich das Richtig.
schaltet das BMS die LifePo4 zum Eigenschutz ab.

Nur ein Hinweis. Das Bms ist die allerletzte Instanz, zum Schutz des Accus. Da sind die Zellen zur Grenze des Zelltodes Passiert das bei geringen Entladeströmen wie zum Bsp. Heizung, licht so mußt du die 40Ah mit sehr geringen Ladeströmen aufladen.
Bevor du dir über einen Hybrid Gedanken machst, mußt du feststellen wie gut deine Batterien wirklich sind. Sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Bevor wir hier uns Gedanken machen, wie du das lösen kannst, mache bitte folgendes.
Baue die vollgeladenen Batterien aus und stelle sie wo hin wo sie auf Zimmertemperatur kommen. Eine Nacht reicht.
Besorg dir 2 Lampen 12 Volt 55 Watt.
Schliese jeweils eine Lampe pro Batterie an.
Zeit stoppen von Beginn der Entladung bis zum Ende von 12 Volt. das ist das Ende der Messung.
Die Lampe zieht 4.2 A. Mal der Zeit ergibt dir die Kapazität einer Batterie.
Dann weißt du wie deine Batterien noch in Schuß sind.
Ich glaube, du wirst eine Überraschung erleben.
Sollte es anders sein können wir über deine Idee weiter diskutieren. Alles andere ist die Zeilen nicht wert, die man schreibt.
Gruß Franz

fschuen am 22 Nov 2019 09:20:45

Ich verstehe manche der Beiträge nicht so ganz. Eigentlich ist der Ansatz eine klassische Hybridbatterie, mit wenig LiFePO4- und viel AGM-Kapazität. Ich gehe davon aus, dass das beschriebene Szenario selten vorkommt und die Batteriekapazität auf eben diese seltenen Fälle ausgerichtet wurde. Das heisst im Umkehrschluss, dass normalerweise nur die "oberen" 10-30% der Batteriekapazität genutzt werden. Weil LiFePO4 eine viel stabilere Spannung über die Entladung hat als Blei, wird sich diese Nutzung im Wesentlichen auf die Li stützen, während die AGMs immer schön vollgeladen bleiben. Von daher finde ich den Ansatz sehr sinnvoll - der entscheidende Punkt ist hier aber nicht der Kapazitätszuwachs, sondern das Schonen der Batterien.

Warum soll es eines "eigenen Ladekreises" bedürfen? Die Kompatibilität ist ja gerade das feine an LiFePO4.

Gruss Manfred

LAIKA5009 am 22 Nov 2019 09:50:14

Guten Morgen und erstmal vielen Dank für die vielen Informationen,

ich werde auf jeden Fall beim BOSCH Dienst vorbeifahren und einen Belastungstest der beiden AGM machen. Das die beiden AGM fast leer waren als beim Einfahren der Stützen das Bordnetz versagte, kann auch gut sein.

Wenn das parallel dazustellen einer 3. Batterie (LifePo4), in Ergänzung zu den beiden bereits vorhandenen AGM`s kein Problem ist, werde ich die oben beschriebene Lösung mal umsetzen, aber besser mit einer 100AH LifePo4.

Ich habe im Bereich des beheizten Doppelbodens, Fahrerseite Stauraum, da steht auch eine EFOY 80, in der Nähe die beiden AGM`s. Ich schätze das ich ca. 1 - 1,5 M Stecke mit Batteriekabel (plus/minus) bis zur 2. paralell verbauten AGM überbrücken muss. Ich hoffe, dass die Stecke keine großen Verluste erzeugt.

Bitte schreibt mir nochmals, wenn es hier technische Bedenken geben sollte.

Vielen Dank und viele Grüße
Jochen

Stocki333 am 22 Nov 2019 10:10:11

ich werde auf jeden Fall beim BOSCH Dienst vorbeifahren und einen Belastungstest der beiden AGM machen.

Den Test kannst du vergessen. Liegt an den Testgeräten.
mache es so wie vorgeschlagen
Franz

Inselmann am 22 Nov 2019 10:23:46

der Test mit der Birne ist aber auch nicht voll aussagefaehig meiner Meinung nach. Sowas geht fuer einen Anwender wie mich, der keinen Wechselrichter hat und nur wenige A zieht.
Ich wuerde ZWEI Tests machen, einmal mit wenig A (so wie mit einer oder zwei Birnen) und dann nochmal mit mehr realistischer Entladung was dem Nutzerprofil entspricht.

Ich habe eine Blei Batterie in der Garage stehen mit der ich "rumspiele", die ist nach dem Lampentest eigentlich noch ok. Aber sobald ich Last drauf gebe und entlade, sieht das ganz anders aus, die Spannung bricht viel zu schnell ein (gemessen an der Kapazitaet was die Batt vom Lampentest hat)

andwein am 22 Nov 2019 10:57:17

Stocki333 hat geschrieben: "ich werde auf jeden Fall beim BOSCH Dienst vorbeifahren und einen Belastungstest der beiden AGM machen."
Den Test kannst du vergessen. Liegt an den Testgeräten. mache es so wie vorgeschlagen. Franz

Also so hart würde ich nicht urteilen. Wenn er die Batterien vor dem Test richtig lädt und dann testen lässt erhält er zumindest eine gut/schlecht Aussage. Auch der vorgeschlagene Kapazitätstest mit Birne hat bei diesem Beitrag seine Tücken weil der Test meist mit 5A Belastung entlädt, Das ist bei seinen Batterien eine C 40 Belastung, die Hubstützen sind wahrscheinlich C10 oder sogar C5.
Der Peukert Faktor spielt hier die entscheidende Rolle. Beide Testarten sind also ungenau, aber besser als keine Aussage!
Nur meine Meinung, Gruß Andreas

bigben24 am 22 Nov 2019 11:06:29

Guten Morgen,

ich würde mich da meinen Vorrednern anschließen und erst einmal prüfen wie gut die Batterien noch sind. Wie alt sind sie denn überhaupt?? ..und danach entscheiden was man tun könnte. Bevor man zu alten Akkus einen neuen relativ kleinen LiFe(Y)Po4 dazu packt würde ich eher darüber nachdenken, die AGM raus zu tun und gleich gegen eine 200AH LiFeYPo4 zu tauschen. Das mache ich gerade und meine AGM sind erst 1,5 Jahre alt.

Gruß

Stocki333 am 22 Nov 2019 11:15:52

Also so hart würde ich nicht urteilen. Wenn er die Batterien vor dem Test richtig lädt und dann testen lässt erhält er zumindest eine gut/schlecht Aussage.

hallo Andreas
so unrecht hast du nicht. Den das habe ich übersehen. Er hat AGM Batterien.
Allerdings bin ichschon mit so einem Testgerät wo nur der Kälteprüfstrom hochgerechnet wird, auf die Nase gefallen.
Anders sieht die Sache aus wenn der einen Belastungstest machen kann. Diese Meßmethode ist aussagekräftiger und zuverlässiger.
Gruß Franz

Inselmann am 22 Nov 2019 21:04:39

bigben24 hat geschrieben: würde ich eher darüber nachdenken, die AGM raus zu tun und gleich gegen eine 200AH LiFeYPo4 zu tauschen. Das mache ich gerade und meine AGM sind erst 1,5 Jahre alt.


Natuerlich hast du Recht, aber ich muss immer ein wenig schmunzeln wenn ich solche Ratschlaege lese.
"....gib mal schnell 2500Euro+ aus damit das auch richtig ist...."
nicht jeder hat das Geld so locker sitzen.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Spannungsabfall mit Batterie SIGA
LiFePo mit Ladestrombegrenzung im BMS
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt