rump
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Ducato 250 3 0 Getriebe Getriebeproblem Reparatur 6 Gang


Ducatokastenwagen am 23 Nov 2019 19:17:32

Hallo in die Runde.

Dank einiger Berichten aus diversen Foren bezüglich Getriebeproblem (hüpfenden Schalthebel im 6. Gang) und Hinweisen zum Ausbau des Getriebes habe ich mich daran machen können, das Getriebe selber auszubauen und zu reparieren. Nun möchte ich meine Infos weiter geben.

Das M40 Getriebe ist in wohl allen 3 Liter Ducatos, Boxer und Jumper verbaut und auch im Ducato 2,3 Liter (ob hier überall, wäre zu prüfen).

Alles, was ich schreibe, ist meine Erfahrung und ohne Gewähr. Nachmachen auf eigene Gefahr! Hinweise zu Teilen ohne Gewähr!

Bei meinem Ducato Maxi Kastenwagen, Bj. 2007, lange Übersetzung, 155.000 km (er bekam gleich nach seiner Geburt bei einer Rückrufaktion ein neues Getriebe) bewegte sich der Schalthebel im 6. Gang beim Lastwechsel jeweils etwas auf und ab, dies annähernd unverändert, seit ich den Wagen mit 115.000 km gebraucht gekauft habe.

Nachdem beide Radlager getauscht waren, trat erneut ein Lagersingen auf. Also machte ich mich an das Getriebe. Hierbei ist es notwendig die Antriebswellen auszubauen. Wie sich heraus stellte, war das bei der rechten Antriebswelle verbaute Zwischenlager defekt - wie so diverse Schäden bei diesem Fahrzeug offenbar durch stetig darüber laufendes Wasser. Ich war aber dennoch verunsichert und baute das Getriebe aus.

Nun zum "Konstruktionsfehler" und dem hüpfenden Schalthebel. Zwischen 6. und 5. Gangrad befindet sich der Synchronkörper. Und in diesen fressen sich beide Zahnräder von beiden Seiten hinein. Wobei sowohl auf dem jeweiligen Gangrad wie auch auf beiden Seiten des Synchronkörpers eine Vertiefung entsteht, die sich pro Teil bei mir auf gut 0,5 mm beläuft - nicht schön "runterpoliert" sondern mit Materialübertagung "verrupft".

Per Zufall stieß ich auf ein Teil, das sich "verstärkter Synchronkörper" nennt. Hierbei ist die Auflagefläche, auf denen die Zahnräder schleifen, deutlich größer gegenüber dem originalen Synchronkörper. Somit sollte ein erneutes Hüpfen des Schalthebels weiter hinausgezögert werden oder vielleicht auch ganz behoben sein. So, wie die Reibflächen aussahen, und wie dort im Umfeld der Abrieb klebte, sieht es mir auch nach mangelnder Schmierung aus - wobei nicht zu wenig Öl im Getriebe war und es auch schon gewechselt worden war. Die dort befindlichen Synchronringe, die im Synchronkörper sitzen, sind bei mir nach 155.000 km wie neu. Ich hatte nämlich einen gekauft und konnte ihn mit den alter verglichen: mit Mikrometer-Bügelmessschraube oder Spaltmaßvergleich kein Unterschied messbar.

Die Fotos zeigen den Ausbau, die schadhaften Bereiche und einen neuen Synchronkörper, der eine größere Auflagefläche hat. Was man auf dem 6. Gangrad sieht, ist nicht Dreck sondern Materialübertragung.

Den verstärkten Synchronkörper findet man unter der Nummer 12752 unter "gbpartsonline" oder "Antonio Masiero" bzw. "AM Gears" oder "Verstärkter Synchronkörper 48 Zähne für Boxer, Ducato, Jumper 5/6-Gang / 12752". (Die hier genannten 48 Zähne haben nichts mit der Übersetzung zu tun.)

Die Zahnräder variieren je nach Übersetzung des Getriebes, daher gebe ich sie hier nicht an. Jedenfalls stammen meine auch von einem Italienischen Hersteller.

Nur ein kleiner Teil der Späne lagert sich an dem kleinen Magnet in der Getriebe-Ölablassschraube ab, das meiste hängt an dem großen Magnet im Getriebegehäuse.
Die Zahnräder sahen für mich wie neu aus.

-------------------------------------------

Getriebe Ausbau + "kleine" Reparatur für Selbermacher - wobei ich auf das eingehe, was für mich eine besondere Hürde darstellte oder was für mich in Beschreibungen unklar war. (Man versteht das meiste erst, wenn man es macht und vor dem Problem steht oder die Gegebenheiten kennt.) Fiat meint ja, man müsse den Motor samt Getriebe ausbauen, um an das Getriebe zu kommen. Wie ich aus Foren erfahren habe, geht es auch anders, wenngleich seeehr knapp und mit viel Gefummel.

Wagen vorne ausgiebig hochbocken. Ich demontierte die Bremsbacken, die Stoßdämpferklemmschraube, die drei Schrauben vom Gelenkkopf unten, den Spurstangenkopf und die Schraube unten vom Stabilisator. Kompletten Radlagerkopf heraushebeln. Danach kann man die Antriebswellen mit Radlagerkopf aus dem Getriebe ziehen. Zumindest auf der linken Seite. Rechts muss man unter dem Wagen die von der Wagenmitte zu erkennenden zwei kleinen Muttern von der Lagerung der rechten Antriebswelle entfernen. Dann ein Holzstück (ca. 2x3x30 cm) an der Lagerhalterung vorbei auf das Gehäuse des Antriebswellengelenks halten, dort mit einem Hammer drauf schlagen und die Welle so nach außen treiben.

Die 4 Schrauben von der Motor-Getriebe-Aufhängung, an denen das Getriebe hängt (unterhalb vom Bremskraftverstärker): Sie lassen sich besser öffnen, wenn man die Kunststoff-Kotflügelverkleidung links vorne ausbaut und aus dem Radkasten die Ratsche bedient.

Ich verbog auch die dicke Lasche, an der diese Verkleidung am Rahmen hinter dem Stoßdämpfer befestigt ist, nach außen. Denn hier muss das Getriebe nachher vorbei. Ob dies wirklich erforderlich ist, ist im Zweifelsfall zu prüfen.

Das Getriebe wiegt ca. 65 kg! Ich befestigte zwei Spanngurte mit Ratsche (Spannschloss) - einmal unter dem Wagen am Stabilisator und oben neben dem Motorhaubenschloss. Den anderen Gurt führte ich über die Getriebehalterung außen, dort wo sie am Rahmen aufsitzt. Gurt am Getriebe gegen seitliches Abrutschen mit Bändern fixieren. Motor nahe dem Getriebe mit Wagenheber unterstützen. Dann Getriebe vom Motor lösen und etwas abziehen, Getriebe so weit drehen, bis das Differentialgehäuse ziemlich genau nach unten zeigt!

Nun Getriebe und Motor gleichmäßig immer weiter absenken, bis man es vom Motor komplett abziehen kann. Da man den Motor gehörig neigen muss (Achtung, trotz Abstützung im vorderen Bereich beim Anlasser, hatte bei mir der Motor die Tendenz sich zum Kühler zu neigen) habe ich die Auspuffhalterungen teilweise ausgehängt und den Auspufftopf (Endrohr) immer wieder mit abgesenkt. Ich hatte den Wagen so weit aufgebockt, dass ich das Getriebe "hochkant" auf einem Rollwagen seitlich heraus rollen konnte. Geschrieben ist das schnell, gemacht dauert es etwaaas länger ...




Der rote Pfeil auf Bild 3 (oben) zeigt auf die Kante hin, die durch den Abrieb auf dem Synchronkörper entstanden ist.

Synchronkörper ausgebaut

Synchronkörper neu, mit vergrößerter Auflagefläche (Reibfläche)

Gangrad 6. Gang


Getriebe öffnen - wieder nur die Hürden oder Dinge, die vielleicht eher unklar sind:
Zwei Gänge einlegen, um die 3 dicken Schrauben auf den Getriebewellen oben zu öffnen: mit einem Holzstab die vordere der hinteren Schaltgabeln nach oben drücken und eine der beiden vorderen Schaltgabeln nach oben drücken. Irgendwann klappt das ... gegebenenfalls etwas in den Spalt schieben, damit der Gang nicht wieder herausfliegt.

Nachdem man die vielen Schrauben vom Getriebedeckel geöffnet hat, muss man die drei Wellen nach unten drücken, um den Deckel abziehen zu können. Da ich nich das von Fiat vorgesehene Abziehwerkzeug habe, habe ich eine Schichtholzplatte genommen, diese mit längeren Schrauben statt des kleinen (flachen) Getriebedeckels mit Abstand auf den Getriebedeckel geschraubt und die Wellen, mit über den Wellen in die Holzplatte gesetzten Schrauben, reihum nach unten gedrückt.

Die beiden kleineren Lager sitzen im Deckel, wo sie eingepresst sind, das große Lager sitzt fest auf der Welle, ist dort aufgepresst.

Die drei Wellen mit den Schaltgabeln mit 6 Händen aus dem Getriebe ziehen.

Ich habe die drei in dem Getriebe-Deckel befindlichen Lager getauscht. Ich kaufte zwei Stück Getriebelager SNR AB41658YS06 und ein Getriebelager SNR AB.41659.Y.S05. Diese Lager haben neue Sicherungsringe, gegenüber den ursprünglichen sind sie konisch, d.h. sie klemmen sich in die Nut und ziehen dabei das Lager spielfrei nach oben (Achtung: daher lässt sich der Sicherungsring nur in einer Lage einbauen- schräge Seite nach oben - worauf es jedoch keinen Hinweis gibt.) Die alten Ringe konnte ich mit Kleinwerkzeug heraushebeln, die neuen ebenso einsetzen. Die 3 oberen Lager (die im Deckel gelagerten) lassen sich mit handelsüblichem Gerät abziehen bzw. mit Hilfsmitteln aus dem Gehäuse ziehen und ebenso wieder ein/aufpressen.

Auf einer Schaltgabel steht 5-6, dort befindet sich oben das 6. Gangrad, dann der Synchronkörper und darunter das 5. Gangrad. Das 6. Gangrad lässt sich einfach abziehen, dann Nadellager abziehen und man sieht einen Sicherungsring. Ohne spezieller flacher Spreizzange solle man da nicht dran, sonst zerkratzt man die Lauffläche des Lagers daher dieses hier: "Sprengring Zange Antriebswelle Sicherungsring Werkzeug gerade Ausführung". Wie eine sehr lange Flachzange, bloß eben als Spreizzange. Dann den Synchronring und das 5. Gangrad von Hand abziehen. Wie oben geschrieben, habe ich diese drei einzelnen Teile ersetzt. Der Synchronkörper dürfte für das Getriebe universal sein, die jeweiligen Gangräder müssen zum Gegenrad passen, im Zweifelsfall die Zähne abzählen.

Ich ersetzte auch die beiden Wellendichtringe der Antriebswellen. Die gehen zwar schwer heraus, aber wenn man schon dabei ist ...

Die Schaltbetätigung spülte ich innen (dort, wo das Lager im Deckel mit den Betätigungshebeln sitzt) ausgiebig mit Getriebeöl. Erstens ging die Schaltung etwas stramm und zweitens klemmte sie regelrecht bei eingeschalteter Klimaanlage (!?!) - geht jetzt besser. Außen hatte ich sie schon dick gefettet und einen Hitzeschutz angebracht.

So kann man die "kleine" Reparatur selber machen. Für alles andere braucht man Werkstattpressen. Da mein Getriebe sonst gut aussah und erst 155.000 km gelaufen ist, war diese Aktion für mich zufriedenstellend.

Da ich schon dabei war, kaufte ich eine neue Kupplung mit Ausrücklager - die alte war eine LUK und hatte auf der Druckplatte an einem der dünnen Verbindungsstege einen Bruch, was aber wohl nicht weiter geschadet haben dürfte. Die Dicke der Scheibe betrug 7 mm. Die neue ist von Sachs, wirkt mir robuster und hat eine Dicke von 7,5 mm. Also war ein Austausch nicht wirklich notwendig. Doch in Anbetracht des beachtlichen Aufwands des Getriebeausbaus wollte ich kein Risiko eingehen und alle wichtigen Dinge erledigen. Am Ausrücklager ist auch eine (neue) Wellendichtung für die Getriebe-Hauptwelle.

Kupplungsbetätigung entlüften: Ich saugte die Flüssigkeit mit einer einfachen Absaugpumpe ab. Kupplungspedal nach unten drücken (!) und "Hahn" oben am Anschlussstück auf dem Getriebe öffnen, dort mit Schlauch absaugen.

Ich kippt nun 4 Liter Öl in das Getriebe. Denn das, was vorher drinnen war, war sicher nicht wirklich richtig. So können 4 Liter auch nicht verkehrt sein. (Bitte keine Erklärung darüber, dass Fiat wohl wisse, dass 2,9 Liter richtig sind. Wenn die wüssten, was bei dem Getriebe richtig ist, dann hätten sie nicht über Jahre wissentlich so einen Murks gebaut. Dass Fehler passieren, klar, passiert uns allen, aber man könnte sie auch irgendwann beheben, nicht erst beim nächsten Modellwechsel nach vielleicht 15 Jahren!)

Ich hoffe, ich konnte ein paar Fragen klären.

Viele Grüße

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

joekel am 23 Nov 2019 21:29:58

Respekt, das schaffen 99,9 % der User nicht. Das Ganze riecht so ein bisserl nach eingebauter obsoleszenz.....

dieter2 am 23 Nov 2019 21:37:51

Bei unseren Ducato 3 lt war nach 10 000 km das Getriebe hin.
Der Schaltknüppel schlug wie verrückt und es machte ein singendes Geräusch.
Wenn ich an eine Leitplanke lang fuhr hörte man es sehr laut.

Hab ein neues Getriebe auf Garantie bekommen.
Die Lager der Getriebewelle waren kaputt, die Käfige waren kaputt,die Zahnräder waren schon blau angelaufen.

Gruss Dieter

Anzeige vom Forum


RainerB704 am 21 Apr 2021 22:22:30

Hallo.
beeindruckend Deine Arbeit.
ich habe einen Hymer B704 mit 3L Motor aus 2015
Das wackeln beim Lastwechsel nervt uns langsam.
Auch ist unsere Schaltung recht hakelig / Schwergängig bzw. kracht beim einlegen.
welches Getriebeöl hast Du? Additive?
Hast Du Erfahrung wie man die Schaltzüge einstellt?

Danke vorab,
Gruß Rainer

Ducatokastenwagen am 22 Apr 2021 13:16:58

Hallo Rainer,

ich hatte soeben einen langen Text verfasst, und beim Absenden ist die Sitzung abgelaufen und nun kann ich das nochmal verfassen. Also alles nochmal, aber kürzer, da der Tag sonst rum ist.

Getriebeöl: Mannol Basic Plus SAE 75W-90 API GL4+
Zusatz (erst frisch eingefüllt) Geartune, 25 ml auf 1 l Getriebeöl. (Im Motor habe ich Ceratune, 50 ml auf 1 l Motoröl.)

Vom "automatischen" Justieren der Schaltzüge weiß ich, doch habe ich es nicht gemacht. Der Wagen hatte, als ich ihn gekauft hatte, ein Problem mit dem Einlegen vom 1. Gang und Rückwärtsgang, und damals habe ich die Kunststoff-Schaltsperre für den Rückwärtsgang unter der Kunstlederhaube beim Schalthebel mit der Feile bearbeitet. Da ich Sorge hatte, dass die Seilzüge beim Justieren dann bei mir dejustiert sein würden, habe ich nach dem Getriebeausbau nichts neu justiert. Die Schaltung passt soweit.

Die Schaltbetätigung, die in das Getriebe gesteckt ist, habe ich von beiden Seiten gründlich mit Öl getränkt, seither lässt sich das Getriebe leichter Schalten.

Probleme habe ich bei laufender Klimaanlage, dann wandert der Schalthebel im Leerlaufstellung nicht in die Mittelstellung zwischen 3. und 4. Gang, sondern bleibt je nach dem ganz links oder ganz rechts stehen. Seilzüge geölt, ohne Erfolg. Abhilfe schafft weitgehend ein Stück Teppichboden vor dem Getriebe (hinter dem Kühler).

Eine neue Kupplungsscheibe, einer anderen Marke als die alte, lässt den Wagen sanfter anfahren. Der Abrieb lag bei 150 000 km bei 0,5 mm (ich glaube die neue hat 7 mm).

Ich hatte damals Angebote für die Reparatur eingeholt und wäre, wenn ich es nicht selber gemacht hätte, 400 km nach Aachen gefahren. Dort ist man auf mein Problem sehr wissend eingegangen. Austauschgetriebe kam für mich nicht in Frage, denn dort werden sicher wieder die "mangelhaften" Teile verbaut. Ducato Getriebeersatzteile gibt es auch auch Fernost.

Viele Grüße
Erik

Klemme am 28 Apr 2021 19:59:30

Hallo Erik,
auch ich muss mal danke sagen für deinen ausführlichen Bericht. Wie so oft durch diese Forum, bin ich auf Probleme am eigenen Fahrzeug aufmerksam geworden.
Auch mein Schalthebel bewegt sich im 6. Gang bei Lastwechsel ca. 1-2 cm vor und zurück. Habe ich vorher nicht bemerkt. Und das bei 60000 Km, aber egal, ich weiß es jetzt und werde es beobachten. Aus deinem Text habe ich heraus gelesen,das du ca 1 Liter Getriebeöl mehr aufgefüllt hast. Kannst du das so bestätigen und sollte ich das machen?
Habe das ÖL letztes Jahr erneuern lassen, ganz sicher ist aber nur die vorgescriebene Mege rein gekommen. Durch die alt bekannten Probleme mit dem 5. Gang meines alten Ducatos (230) bin ich da vielleicht bissl sensibel. Danke für deine Antwort, Gruß Andreas

Ducatokastenwagen am 29 Apr 2021 12:59:06

Hallo Andreas,

ja, die 4 Liter habe ich im Getriebe drinnen, und dazu ganz frisch, noch knapp 200 ml Geartune GT-100 GETRIEBEÖL-ADDITIV.

So wie ich mir die Reibstellen an den Getriebeteilen angesehen habe - siehe Bilder in meinem alten Beitrag - kam ich zu dem Schluss, dass dort nicht viel Öl hin kommt. Ich weiß vom Plantschen der Zahnräder im Öl und dass Luft, die dadurch in das Öl eingebracht wird, nicht schmiert. Doch laufen, solang man das Getriebe nicht komplett mit Öl füllt, immer irgenwelche Zahnflanken teilweise in der Luft und wieder im Öl, wodurch das Plantschen entsteht. Daher bin ich der Ansicht, dass bei diesem Getriebe, das ja offensichtlich ein Problem hat, ein mehr an Öl sicher nicht schaden wird.

Jedoch kann ich niemandem die Entscheidung hierüber abnehmen, ob er mehr Öl in das Getriebe kippt.

Ich habe es nicht gemessen, wie viel sich bei mir der Schalthebel bewegt hat, doch glaube ich, es waren keine 2 cm. Ob da mit mehr Öl der Verschleiß gestoppt oder nennenswert gebremst werden kann, ist fraglich.

Nur so nebenbei. Ich hatte vorher einen Ducato 230 von 1995, den habe ich nicht geschont, bis ans Rote Meer und Tunesien und quer Europa und Autobahn seeehr flott, mehrfach mit 2 to Anhänger nach Kroatien ... 17 Jahre und 250 000 km gefahren und immer noch guter Lack: ein Radlager hinten hatte einen Wasserschaden, Kupplungsseil gerissen, das war so ziemlich alles, was ersetzt wurde. Neben Bremsen vorne und Domlager. Sicher, der Ducato 250 ist sehr komfortabel, ein "modernes Auto". Aber was da alles schon getauscht wurde, abgesehen davon, dass der Lack mit dem Hochdruckreiniger zu entfernen ging ... dabei fahre ich den neuen viel schonender und nicht auf Pisten.

Viele Grüße
Erik

WomoToureu am 29 Apr 2021 16:03:20

Ducatokastenwagen hat geschrieben:Jedoch kann ich niemandem die Entscheidung hierüber abnehmen, ob er mehr Öl in das Getriebe kippt.


Wir haben bei unserem Getriebeölwechsel 3 l eingefüllt, ( anstatt der Fiat Angabe 2,9l ) da man uns dies empfohlen hatte, aber 4l das hat mich nun schon schockiert.

fotogenes am 23 Nov 2024 20:23:22

Hallo,

ich rolle das alte Thema noch mal auf, weil ich vor einer Getrieberevision M40 Baujahr 2016 stehe. Darf ich erfahren, wie es sich mit dem Schalthebel-Ruckeln nach längerer Laufzeit mittlerweile verhält? Ist das Schlagen wieder aufgetreten? Trotz verstärktem Synchronring?

Kennst du weitere Teile des Getriebes, die optimiert/verstärkt wurden? Ich lese oft von einer verstärkten Vorlegewelle. Wäre total Klasse, wenn du dein Feedback zu deiner eigenen Revision abgeben würdest. Vielen Dank dafür.

Gruß
ralf

Ducatokastenwagen am 24 Nov 2024 09:47:21

Hallo,

seit der Getriebeüberholung ist der Schalthebel ruhig, absolut keine Bewegung beim Gaswechsel. Die gut 4 Liter Öl im Getriebe sind bisher nicht negativ aufgefallen. Zur Vorgelegewelle oder anderen Dingen im Getriebe kann ich nichts sagen, da habe ich keine weiteren Infos.

Viele Grüße
Erik

tjoe am 23 Mai 2025 07:08:11

Hallo,
gibt es mittlerweile Langzeiterfahrungen mit dem Problem 6. Gang Schalthebel bewegt sich bei Lastwechsel?
Bei mir ist das leider so. Möchte aber das Getriebe natürlich nicht unnötig tauschen lassen.
Fährt jemand schon länger mit dem Phänomen?
Kommt es im Fehlerfall zum Totalausfall oder springt lediglich der 6. Gang beim Lastwechsel heraus?
Es wäre schön weitere Informationen zu bekommen.
Danke und Grüße

Klemme am 26 Mai 2025 13:13:52

Hallo, bei mir ist das Problem noch da, unverändert, bewegt sich ca. 1 cm beim Lastwechsel und nur im 6. Gang. Wir machen nächste Woche wieder Ölwechsel und ich bin gespannt wie es aussieht. Dann werde ich euch berichten.
Gruß Andreas

surfoldie11 am 26 Mai 2025 18:01:43

Moin, komisch was ihr für Wagen habt....meine Kiste von 3-2010 mit nun rd 172tkm hat nix derartiges an Mängeln.
Fahre allerdings auch nicht mit "mäßigem" Tempo von 110kmh sondern bei 95kmh. im Kreiseln schleiche ich rum im 2.oder 3. Keine Kraftakte bei schlechtem Boden.....!
Hatte beim Stand von ca 70tkm 200cm² Hitec Oil ergänzt, sonst nix gemacht. Kein wackeln oder ruckeln, alle Gänge softig und präzise.
So schlecht kann die FIAT- Konstruktion also nicht sein. ?????????????????????

Klemme am 27 Mai 2025 08:57:22

Hallo Paul, ich glaube deine Antwort ist jetzt wenig Zielführend, wer sagt denn ,das die Fiat Konstruktion schlecht ist ????????????????
Auch ich gehe mit meinem Fahrzeug sehr schonend um, gestreichelt wird er aber nicht unbedingt und bei 4,5 T GG und Anhänger hat so ein Getriebe schon einiges zu leisten. Ich habe das Auto mit dem Problem bereits gekauft, das Getriebeöl sah alleine von der Farbe her bei rund 60000 Km und dann 1,5 Jahre später nicht wirklich gut aus, deshalb kommt es jetzt wieder raus und nächste Woche werden wir sehen wie es aussieht. Nach den Ölwechseln ist das Problem bis jetzt erst einmal nicht schlimmer geworden !!! Die Fotos weiter oben vom Inneren des Getriebes und den Text dazu habe ich verstanden.
Liebe Grüße an alle sagt Andreas

Klemme am 04 Jun 2025 08:28:38

Hallo in die Runde und kurze Rückmeldung,
ich bin froh das das von der Farbe her sehr dunkle Getriebeöl wieder mal raus ist und 4 Liter neues drin. Nach ca 30000 Km seit dem letzten G.Ölwechsel erscheint mir die Ölqualität des abgelassenen Öles schon bedenklich, das Öl wird also ordentlich beansprucht. Kann jeder halten wie er will und in der Regel heißt es ja, das Öl bleibt ,, lebenslang" drin, zum Thema was heißt lebenslang haben wir ja auch schon lange die Antwort bekommen. Ich hoffe so, die irgendwann anstehende Getriebereparatur noch lange hinauszögern zu können, mein Schalthebel wackeln bei Lastwechsel im 6. Gang ist erst mal nicht schlimmer geworden.
In diesem Sinne,euch allen eine sonnige Woche.
Gruß Andreas

Blueboy37 am 26 Mär 2026 15:22:59

Hallo Zusammen,
habe das gleiche Problem bei meinem Ducato 2,3 multijet 150, Bj. 2018. 55.000 KM gelaufen. Habe das WoMo gerade erst gekauft und bei der 2. Fahrt das "Klacken" der Schaltung zuordnen können. Habe das beim Verkäufer reklamiert und die Antwort erhalten das sei Konstruktionsbedingt und bei dem Modell normal und deshalb kein Mangel. Ich bin das Gegenteil von einem technisch affinen Menschen aber ich hatte bereits 3 WoMo auf Ducato und der letzte war ebenfalls dieses Ducato Modell. Nie Probleme gehabt. Die Werkstatt sagt neues Getriebe.
Da ich hier gelesen habe, dass einfach mit diesem Getriebe normal weiter gefahren wird, bin ich ein wenig verunsichert. Kann man das wirklich ignorieren?
Danke im Voraus für Antworten.
Herzlichen Campergruß aus Niederbayern

700MEG am 26 Mär 2026 20:54:51

Blueboy37 hat geschrieben:... habe das gleiche Problem bei meinem Ducato 2,3 multijet 150, Bj. 2018. 55.000 KM gelaufen. Habe das WoMo gerade erst gekauft und bei der 2. Fahrt das "Klacken" der Schaltung zuordnen können ...
Moin,
schau mal ob Du auf folgend verlinkter Seite was passendes zu Deiner Feststellung findest. --> Link

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Fiat Ducato 290 Bj 1994 ungleichmässige Bremse hinten
Carado 449 Duc 250 Bj 2012 FIAT 2-poliger Stecker MotRaum
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt