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Verstärkte Stoßdämpfer beim 316 CDI - Vorteile Nachteile?


seftravel am 23 Nov 2019 20:39:54

Hallo Zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken meinen Sprinter 316CDI, kurzer Radstand, Hymer VanS500, 4,2t, mit verstärkten Stoßdämpfern der Firma Marquardt umrüsten zu lassen. Zum Ende des Jahres hat der Wagen eine Iglhaut 4x4 Umrüstung mit allen Konsequenzen: ca.150kg mehr auf der Vorderachse, höhergelegt, aber die original Stoßdämpfer des Sprinter Lieferwagens sind noch drin.

Da man sowas ja leider nicht wirklich "probefahren" kann habe ich ein paar Bedenken dazu.

Die original Sprinter Stoßdämpfer (und alles was da am Fahrwerk noch dran hängt) sind ja von MB nicht "ins Blaue konstruiert", ich frage mich also was die Konsequenzen auf der "Gebenseite" sein werden, wenn das Schaukeln weniger wird weil der Stoßdämpfer erheblich stärker ist?

Wenn ich zB über eine Wellblechpiste fahre müssten doch stärkere Dämpfer erheblich mehr Stoßbelastungen für die Dämpferaufnahmen und das ganze restliche Fahrwerk und vor allem auf den Aufbau übertragen - oder liege ich damit falsch? Abgesehen von weniger Komfort auf schlechten Wegen/Schlaglöchern etc müsste auch die Belastung für das Fahrzeug höher sein?

Verstehe mittlerweile richtig viel von meinem Sprinter, aber das alles bleibt immer nur bei angelesenes Halbwissen und würde mich freuen wenn es hier jemanden gibt der das Fahrwerk gut genug versteht um mir die Konsequenzen zu erläutern?

Verschränkung kann man nicht durch andere Stoßdämpfer erhöhen, oder?

Danke und Gruß,
Stefan


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Tinduck am 24 Nov 2019 08:34:08

Das mit der erhöhten Belastung hört sich plausibel an, härtere Dämpfer bringen auf guten Strassen weniger Wankneigung, aber evtl. sollte man die guten Strassen dann auch nicht mehr verlassen...

Generell ist im Gelände fast alles überflüssig oder schädlich, was das Fahren auf der Strasse angenehmer macht. Als weiteres Beispiel seien da Stabis genannt, weil die die Verschränkung des Fahrwerks mindern oder verhindern.

Für die Verschränkung sollten die Stossdämpfer allerdings egal sein, solange sie eine gleich weite Auslenkung der Achse zulassen (Federweg). Wenn die härteren Dämpfer allerdings den Federweg verkürzen, sind sie schlecht für die Verschränkungsfähigkeit.

Mit der Höherlegung wäre ja auch mehr Verschränkung möglich, was sagt denn Iglhaut dazu? Machen die Seriendämpfer das überhaupt mit? Wär ja doof, wenn nach oben noch 10 cm Platz im Radkasten ist und der Dämpfer nicht mehr weiter nachgeben kann... oder auf der anderen Seite am Ende seines Auszuges angekommen ist.

Ich vermute stark, dass Du fürs Gelände keine härteren Marquard-Dämpfer brauchst, sondern das genaue Gegenteil, weiche Dämpfer mit maximalem Auszug für lange Federwege. Dass geländegängige Fahrzeuge auf der Strasse stärker wanken, ist wohl normal.

Ist wieder das Thema mit der eierlegenden Wollmilchsau. Gut im Gelände und komfortabel auf der Strasse ist ein herber Zielkonflikt.

Mit viel Geld könnte man da über vom Fahrersitz aus verstellbare Dämpfer was machen, aber das ist ein ziemlich komplexes System und macht das Fahrzeug nicht gerade weniger Fehler-anfällig. Höhere Komplexität des Fahrzeugs ist eher nicht das, was man im Gelände braucht.

bis denn,

Uwe

teuchmc am 24 Nov 2019 10:22:18

Moin! Ich würde mich, wie mein Namensvetter schon vorschlug, mal Iglhaut fragen was die da noch für Ideen haben.
Oder dann im OR-Spezialhandel etc.mich informieren etc..
Sollte es da DIE Dämpfer geben o.ä.wirds nicht preiswert.
Aber ein Iglhaut-Umbau ist ja auch nicht "nur Portkasse".
Sonnigen weiterhin. Uwe

mv4 am 24 Nov 2019 10:35:40

....ich würde erstmal abwarten und sehen wie das Fahrverhalten sich geändert hat.

Dämpfer machen das wofür sie gedacht sind...sie dämpfen den Ausfederweg ...das heißt es tritt hauptsächlich eine Zugbelastung auf dem Dämpfer und die Befestigungen auf. Die teilweise enormen Belastungen die beim einfedern auf die Federn wirken können sie nicht aufnehmen....deshalb taugen sie serienmäßig nicht zur Einschränkung der Verschränkung.

Helmchen am 24 Nov 2019 12:28:48

seftravel hat geschrieben:Die original Sprinter Stoßdämpfer (und alles was da am Fahrwerk noch dran hängt) sind ja von MB nicht "ins Blaue konstruiert"

… was das Fahrwerk des Sprinters betrifft, kann man aber schon den Eindruck bekommen.
Sogar der Werkstattmeister meiner MB-Werkstatt macht dazu Andeutungen. Von ihm habe ich seinerzeitig die angelieferten Marquart-Stoßdämpfer einbauen lassen. Er war begeistert vom Ergebnis.

Ich würde einfach einmal mit dem Herrn Marquart persönlich Kontakt aufnehmen. Sehr kundenfreundlich und fachkompetent. Die Firma ist sehr entgegenkommend, wenn es ums Ausprobieren geht.

Inselmann am 24 Nov 2019 12:49:55

mv4 hat geschrieben:Dämpfer machen das wofür sie gedacht sind...sie dämpfen den Ausfederweg ...das heißt es tritt hauptsächlich eine Zugbelastung auf dem Dämpfer und die Befestigungen auf. Die teilweise enormen Belastungen die beim einfedern auf die Federn wirken können sie nicht aufnehmen....deshalb taugen sie serienmäßig nicht zur Einschränkung der Verschränkung.


Daempfer haben eine DRUCK und ZUG Stufe. Beide Werte muessen zur eingebauten Federstaerke passen.
Im Innern der Daempfer koennen auch verschieden lange "PU Federn" eingebaut sein um die Stahlfedern etwas zu untertstuetzen und straffer zu machen am Ende des Federwegs (damits nicht durchschlaegt).

mv4 am 24 Nov 2019 15:17:07

Da hast du vollkommen Recht..bestreitet auch keiner und dürfte jeden bekannt sein....trotzdem übernehmen sie keine Federung als solche....merkst du schon daran wie relativ leicht sich Dämpfer zusammenschieben lassen...und um wieviel mehr Kraft aufgewendet werden muss um sie wieder auseinander zu ziehen.

Roman am 24 Nov 2019 17:51:15

seftravel hat geschrieben:....Zum Ende des Jahres hat der Wagen eine Iglhaut 4x4 Umrüstung mit allen Konsequenzen: ca.150kg mehr auf der Vorderachse, höhergelegt, aber die original Stoßdämpfer des Sprinter Lieferwagens sind noch drin....


Mir der Aussage tue ich mich etwas schwer. Der Iglhaut 4x4 Antrieb kostet m.W. so um die 25.000 Euro. Daß dabei die original Dämper von MB drin bleiben sollen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Allein durch die deutliche Höherlegung durch Iglhaut funktioniert das wohl schon nicht....

Da solltest du ggf. bei Iglhaut nochmal nachfragen.

Gut abgestimmte Dämpfer beeinflussen übrigens den Komfort wenig bis gar nicht. Der Dämpfer soll ja nur das Aufschaukeln bei Bodenwellen verhindern.

Ein gutes Fahrwerk zeichnet sich durch eine komfortable Federung, optimal Stoßdämpfer und einen oder zwei passende Querstabilisatoren aus. Und das alles passend zum tatsächlichen Fahrzeuggewicht.

Gruß
Roman

Tinduck am 24 Nov 2019 18:39:29

Roman hat geschrieben:Ein gutes Fahrwerk zeichnet sich durch eine komfortable Federung, optimal Stoßdämpfer und einen oder zwei passende Querstabilisatoren aus. Und das alles passend zum tatsächlichen Fahrzeuggewicht.

Gruß
Roman


Das mit den Stabis gilt aber definitiv nur für Strassenfahrzeuge. Stabilisatoren sind im Gelände nicht nur sinnlos, sondern kontraproduktiv, weil sie die Verschränkung des Fahrwerks -wie oben schon geschrieben - be- oder verhindern, je nach Stärke. Dort soll ja eben nicht das linke Rad mit einfedern, wenn das rechte Rad das tut!

bis denn,

Uwe

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