Dometic
motorradtraeger

Liontron 150 Untersitz an Schaudt EBL 119 1, 2, 3


Juwei am 06 Mär 2020 10:15:05

ManfredK hat geschrieben:Man sollte sich bei Kauf eines Liontron Untersitzakkus schriftlich bestätigen lassen (als zugesicherte Eigenschaft) dass die Werbeaussage "eingeschränkt ladefähig bis -10°C" zutrifft. (Falls das fürs eigene Nutzerverhalten maßgeblich ist)

Schriftlich bestätigt oder nicht, ich würde eine LiFePO4 (ohne Yttrium = LiFeYPO4) *niemals* unter 0 Grad laden! Solange kein Yttrium mit drin ist, welche wohl nur die Winston besitzen (?), kann das Laden der Zellen unter 0 Grad diese dauerhaft beschädigen. Ob man das so schnell merkt, um daraus einen Gewährleistungsfall nachweisen zu können, wage ich zu bezweifeln... Stichwort Dentritenwachstum...
Daher halte ich es für gut, dass das BMS unter 0 Grad die Ladung verhindert hat!
Wenn das Mobil oder WW über PV verfügt, kann das Laden unter 0 Grad ja immer passieren (wenn es nicht gerade in einer beheizten Garage/Halle steht) - daher ist das BMS hier ein ganz wichtiger Schutzfaktor für die Zellen!

Rollator hat geschrieben:Zu der App habe ich mal eine Frage: Reden wir hier die ganze Zeit von Android oder IOS? Für Android habe ich eine App, die der Optik nach der Originalen gleicht, allerdings mehr Parameter anzeigt. Soweit, so gut, aber ich bekomme beispielsweise nur die Zelle nr4 angezeigt, wie wechsel ich dann unter Android zu den übrigen Zellen?

Ich spreche von Android und da bekam ich im Status unter dem Reiter "battery voltage" alle 4 Zellen angezeigt.
Poste doch mal einen Screenshot.

Viele Grüße,
Jürgen

Anzeige vom Forum


matties am 06 Mär 2020 14:22:25

Hallo Jürgen!
Habe bei meiner Batterie nochmals die eigestellten Werte mit deinen und den default parameters des Bms Herstellers verglichen und sie stimmen überein. Muß mich wohl verlesen haben.
Dann habe ich einwenig gelesen. Bei Victron unter allgemeine Informationen über Lithium Eisenphosphat Batterien. Sie schreiben, das ihre Akkus mit 50% iger Ladung ausgeliefert werden und jetzt kommts, mit einem Strom C/20 oder geringer aufgeladen werden sollen. Das klingt etwas anders als greenakku angibt. Das stimmt dann mit den Angaben der Y- Fraktion hier im Forum überein die ihre zellen ja auch initialisieren mit möglichst geringen Strömen. Das habe ich jetzt bei meinem Akku auch so gemacht. Die schlechteste Zelle ging dann von 3,32V auf 3,4V hoch und es erschien kein rotes symbol OV mehr. Ich muss das nochmal wiederholen, dann werde ich vorher den Akku bis 50% entladen. Jetz einmal an alle Liontron-Besitzer, auch wenn bei euren Batterien kein OV aufleuchtet, dann sagt das noch lange nichts über den Zustand der einzelnen Zellen aus.
Zuerst hatte ich Bedenken gegenüber der Selbsbauversion mit Winstonzellen, aber heute sehe ich den freien Zugang bzw die Behanlung von den gelben Zellen einfach als besser an. Beim Bancieren mit kleinen Strömen braucht man halt längere Zeit. Der Bms-Hersteller gibt auch den Einsatzpunkt mit 3,35 Volt an.
Lg Wolfgang

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Juwei am 06 Mär 2020 15:39:31

Hallo Wolfgang,
ja, im Grunde könntest Du den Akku auch mit einem geregelten Netzteil mit z.B. 100mA ganz laaangsam laden und würdest somit den Drift auch weg bekommen.
3.35V halte ich inzwischen für zu wenig, 3.4V sollten es schon sein, da Du 3.35V im Ruhezustand der Zellen bei 100% als auch bei 90% hast (Spannung sagt nichts über die tatsächliche Kapazität aus) und wenn Du hier schon anfängst zu balancen, könntest Du im schlimmsten Fall den Drift sogar vergrößern.
Wenn die Zellen balanced sind, würde ich sogar auf 3.5V setzen und lieber öfter mal voll laden, wie es z.B. auch lisunenergy empfiehlt.

Ach ja, Du brauchst zum Balancen nicht auf 50% entladen, das bringt nix. Es reichen ein paar wenige %.

Hier hat Liontron ja zumindest eines richtig gemacht: sie haben zwar mir 3.1V eine zu niedrige Start-Balancing Spannung eingestellt, aber mit einem Drift von 0.1V gibt es definitiv einen Kapazitätsunterschied - egal ob in der Mitte oder im Top-Bereich.
Aber: das BMS begnügt sich auch mit diesem Drift und so richtig balanced bekommt man die Zellen damit nicht. Demnach würde sich das BMS auch mit z.B. 2x 3.65V + 2x 3.55V zufrieden geben - Ladeendspannung wäre bei 14.4V erreicht und würde auf Erhaltung zurück fallen. Wobei man hier sagen muss, die Kapazitätsdifferenz wird zwischen den beiden genannten Spannung wahrscheinlich im Promillebereich liegen - eine Optimierung folgt nicht unbedingt dem Paretoprinzip :lol: Für mich als Perfektionist ist das nix :evil:

Anzeige vom Forum


Rollator am 06 Mär 2020 16:26:31

Hat sich erledigt, falsche Software Version

Rollator am 07 Mär 2020 14:33:24

So, ich hab jetzt mal geschaut. Die Differenz der Zellen bewegt sich bei mir in der zweiten Stelle nach dem Komma, beträgt maximal 0,06V.
3,303
3,304
3,305
3,299
Zur Zeit wird nichts nachgeladen, da offenbar der Solarregler vom Hersteller aus nur die Starterbatterie lädt. Die Sonne kann scheinen, wie sie will, eine Ladung wurde mir noch nie angezeigt, aber das ist ein anderes Thema.

vx2200 am 07 Mär 2020 14:37:32

Rollator hat geschrieben:So, ich hab jetzt mal geschaut. Die Differenz der Zellen bewegt sich bei mir in der zweiten Stelle nach dem Komma, beträgt maximal 0,06V.
3,303
3,304
3,305
3,299


Du hast eine Null vergessen. Es sind 0,006V
Also vermutlich im Bereich der Messtoleranz.

Bei mir ist einzig die in der Batterie gemessene Temperatur um durchschnittlich 3 Grad zu niedrig. Könnte ich vor Ort beheben lassen. Ist mir aber zu mühsam.

Juwei am 07 Mär 2020 15:09:26

Lad mal voll und mess dann nochmal.
Im Ruhezustand werden die Zellen immer recht nah beieinander sein, das ist normal.

vx2200 am 07 Mär 2020 15:21:25

Juwei hat geschrieben:Lad mal voll und mess dann nochmal.
Im Ruhezustand werden die Zellen immer recht nah beieinander sein, das ist normal.



Sind sie bei mir auch unter Last. Wie gesagt, anfänglich hatte ich auch OV Warnungen. Nach mittlerweile ca. 20 Zyklen inkl. Wechselrichter Sessions mit bis zu 150A Strom und Entladung runter auf etwa 10% habe ich keine OV Meldungen mehr.

Stocki333 am 08 Mär 2020 10:22:07

Hallo zusammen.
Meine Gedanken zu dem Thema.
Mir(!) wurde gestattet die Batterie ohne Verlust der Garantie zu öffnen um den BT Dongle zu entfernen wenn ich möchte.

Bosswerk stellt sich hierbei bislang leider nicht als hilfreich heraus, daher musste ich mich externen/allgemeinen Informationen bedienen...

Hier ist der Wurm drinnen. 2 Welten prallen zusammen. Mit unterschiedlichen Ansichten.
Wenn dir Bosswerk gestattet den Accu zu öffnen, ohne Verlust der Garantie, hast du mehrere Möglichkeiten den zum laufen zu bringen.
Wenn nach dem Disput noch möglich ist durch Verwendung einer nicht "konformen" App. Hast du die Garantie verloren ist das sowieso egal.
Den Accu öffnen.
Mit Ladegerät volladen und auf OV laufen lassen.
Mit einem Multimeter die Zellenblöcke messen.
Die 2 Blöcke, deren Spg zu hoch ist, mit einer 12 Volt Lampe belasten. Also 2 Lampen für 2 Blöcke deren Spg zu hoch ist.
Bis Gleichstand herscht.
Denn accu 10 % Entnehmen.
Das selbe Spiel noch einmal.
So bekommst du Gleichstand in den Spg.
Das wäre eine der Möglichkeiten die du hast. Mit Hirn und Bedacht gemacht müßte das funktionieren.
Du erreichst damit mal einen Gleichstand in der Spannung. Das ist mal eine Basis wo du weiterarbeiten kannst.
Hast du im oberen Spgsbereich einen vernünftigen Gleichstand:
Den Accu auf 30 % entladen.
Volladen mit Ladegerät.
Geht der auf die 14.4 des ladegerätes ohne OV hast du gewonnen. Der Rest müßten das BMS schaffen.
Geht das nicht hat, vielleicht hat dein BMS einen Patschen.
Zu deinem Nutzungsverhalten noch etwas. Das müßte in meinem Verständnis dein Accu locker machen. Diese Schiene würde ich mal gedanklich aussen vor lassen. Sonst neigt man dazu etwas hinein zu denken, was nicht ist. :cry: :cry:
Nur so meine Gedanken zu einer verfahrenen Situation.
Gruß Franz

Stocki333 am 08 Mär 2020 10:34:54

Juwei hat geschrieben:Wenn das Ladegerät mit einer Ladeendspannung von 14.4V zum Einsatz kommt, dann ist mindestens eine oder mehrere Zellen noch nicht voll - bei mir sind es 2 von den 4 Zellen, die bei 3,35V stehen bleiben, während die Zellblöcke 1 und 4 bereits voll sind (3,6V+).

Sorry Jürgen
Das war der Ausgangspunkt meiner Überlegung
Alternative wäre den accu zu zerlegen und die Zellen parallel zu schalten. Aufwendig und unter Umständen nicht notwendig.
Wenn du das Ungleichgewicht beseitigst, weißt du mehr.
Franz

vx2200 am 08 Mär 2020 11:49:36

Stocki333 hat geschrieben:
Hier ist der Wurm drinnen. 2 Welten prallen zusammen. Mit unterschiedlichen Ansichten.
Wenn dir Bosswerk gestattet den Accu zu öffnen, ohne Verlust der Garantie, hast du mehrere Möglichkeiten den zum laufen zu .... ist durch Verwendung einer nicht "konformen" App. Hast du die Garantie verloren ist das sowieso egal.


Hallo Franz,
Ich musste dein Zitat leider radikal kürzen.

Du bringst hier scheinbar zwei Dinge durcheinander. Ich (mir wurde das öffnen gestattet) habe keine OV Probleme!
Mir ging es bei meinem Schriftverkehr mit Bosswerk lediglich darum unerlaubten Zugriff zu verhindern.

Zweitens, laut information dritter protokolliert das BMS keine Zugriffe per BT. Ein verwenden einer Fremdapp ist daher wohl nicht nachvollziehbar.

Und, selbst wenn es protokolliert wird. Wie will Bosswerk nachweisen das ich es war und nicht irgendein Nerd am Stellplatz der mich ärgern will?
Ich bezweifle dass sich Bosswerk da rausreden kann.

Stocki333 am 08 Mär 2020 12:37:06

vx2200 hat geschrieben:Du bringst hier scheinbar zwei Dinge durcheinander. Ich (mir wurde das öffnen gestattet) habe keine OV Probleme!
Mir ging es bei meinem Schriftverkehr mit Bosswerk lediglich darum unerlaubten Zugriff zu verhindern.

Hallo Michael
Das von mir zitierte Zitat von dir war nur eine "Krücke" um einen legalen Weg aufzuzeigen. Damit er den Accu öffnen kann.
Wollte dir nicht auf die Zehen treten. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Die rechtliche Seite ist eine. Die andere ist die Technische.
Es ging mir eher um die Technische Seite. Das andere muß er selber entscheiden. Und ist auch nicht meine Kompetenz das zu beurteilen.
Schönen Dank für deine Meldung mit dem öffnen des Accus.
Gruß Franz

vx2200 am 08 Mär 2020 13:56:00

Servus Franz,

ahhh, jetzt verstehe ich. Alles gut.

Rollator am 09 Mär 2020 12:57:20

Juwei hat geschrieben:Lad mal voll und mess dann nochmal.
Im Ruhezustand werden die Zellen immer recht nah beieinander sein, das ist normal.


Das wird noch etwas warten müssen, da das Fahrzeug momentan nicht bewegt wird und auch gerade nicht an Landstrom geladen wird.

Die App läuft ja inzwischen wie gesagt, für das S10 braucht es eine neuere Version, ich hatte zuerst die falsche Version.

OV ist laut App bei 3,65V eingestellt.

Die Ladetemperatur ist übrigens laut App bei -1,0° begrenzt. Und die Entladetemperatur bei -10°

matties am 09 Mär 2020 13:22:15

Hallo kalle!
Die info ist gut. Wie ist denn ov released eingestellt?
Und wie ist denn balance eingestellt. Auf charge?
Wenn du jedes einzelne Zellsymbol antippst ist dort eine Grafik hinterlegt, an der kannst du sehr schön den Spannungs- und Stromverlauf betrachten.

LG. Wolfgang

Rollator am 09 Mär 2020 13:49:46

Momentan habe ich nur ein paar Screenshots vorliegen, also keinen Zugriff auf das BMS.

OV Release steht bei 3,5V
Dann finde ich noch eine Balanced Turn-On Voltage 3,4V
und balanced precision 0,03V

matties am 09 Mär 2020 13:59:31

Ja danke!
Werde es nochmal mit meinen Daten vergleichen.
LG. Wolfgang

Rollator am 09 Mär 2020 14:18:52

Also nur damit wir uns richtig verstehen: Ich bin da absolut unerfahren und habe nur meine ausgelesenen Daten hier eingestellt, ohne damit aussagen zu wollen, dass andere ihre ebenfalls so einstellen sollen. Die Daten sind auch der Ist Wert bei Auslieferung und ich würde mich nicht wirklich trauen, da irgendwas zu verändern. Wie gesagt habe ich auch inzwischen nur 5 Ladezyklen und das OV Problem ist nach dem Zyklus 2 nie merh aufgetreten.

Mir ging es um die weiter oben geführte Diskussion, dass wohl durch einen nicht ganz richtig voreingestellten OV Wert das Balancing nur schwer oder kaum möglich sei.

matties am 09 Mär 2020 14:26:16

Alles klar!
Wollte die Daten nur zum Vergleich haben.
Ich finde es gut diese Dinge im Überblick zu haben, fallls mal was unklar ist.
Wolfgang

Rollator am 22 Mär 2020 21:46:10

Juwei hat geschrieben:Lad mal voll und mess dann nochmal.
Im Ruhezustand werden die Zellen immer recht nah beieinander sein, das ist normal.


Zumindest im Zustand 3/4voll unter Last konnte ich schon mal schauen.

3,238
3,242
3,241
3,242

Bei ca 8 A Enznahme

Dann alle Verbraucher aus

3,260
3,261
3,263
3,261

Juwei am 22 Mär 2020 21:56:51

Hallo Kalle,
nochmal: Du kannst eine Lithium-Zelle nicht mit einer gewöhnlichen Blei-Zelle vergleichen.
Die Spannung ist über einen großen Kapazitätsbereich relativ nah beieinander und steigt/fällt nur signifikant im Zustand voll und im Zustand leer. Dazu kommt noch, dass die Zelle unterschiedliche Restkapazitäten bei gleicher Spannung aufweisen können.
Bei Blei-Batterien ist das anders, da kannst Du anhand der Spannung die aktuelle Kapazität bestimmen, da die Spannung relativ linear zusammen mit der Restkapazität fällt.

Deshalb habe ich empfohlen die Batterie voll (z.B. 14,4V) zu laden und dann nochmal messen.

Das was Du gemessen hast, sagt leider gar nichts über die Restkapazität der jeweilig gemessenen Zelle aus.

Zur Liontron kann ich inzwischen nichts mehr sagen, da ich diese zurückgesendet habe.

Viele Grüße,
Jürgen

Rollator am 23 Mär 2020 10:18:57

Hallo Juwei,

hatte ich schon so verstanden. Sollte nur ein Zwischenbericht sein. Ich bin fast durch mit meiner Bastelarbeit, danach werde ich den Wagen an Landstrom hängen und wieder einkasernieren, da ja Fahren momentan nicht möglich ist. Wenn er dann voll geladen ist, werde ich nochmals schauen, wie sich dann das Verhältnis der Zellen darstellt. Mir geht es eigentlich nur darum, ob die Batterie auch am Ende ausbalancierte Zellen hat.

Grundsätzlich allerdings sind ja diese Batterien, egal ob gelb, blau, grün oder orange enorm leistungsfähig und die Frage ist natürlich auch, inwieweit das am Ende für den normalen Nutzer überhaupt relevant ist und ob das dann eben den Mehrpreis und andere Dinge rechtfertigt. Es gibt ja neben den Billigst China Batterien auch noch einen durchaus respektablen Markt hierzulande, der irgendwo dazwischen liegt. Also ist dann nicht alles, was nicht gelb ist, automatisch China Schrott. Ich seh das schon etwas differenzierter.

Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt, aber als zwar Handwerker, aber Elektrolaie war mir ein günstigeres Komplettpaket lieber, was auch noch praktischerweise unter den Beifahrersitz passt, als die High End Variante, die ich mir entweder selber zusammen bauen oder in einer Holzkiste fertig bestellen kann und dann nicht weiß, wo ich sie einbauen soll und wenn ich einen Platz gefunden habe auch noch aufwändig die Kabel hinführen muss. Das soll jetzt auch garnicht abwertend gemeint sein, ich habe das nach einer Selbsteinschätzung meiner Fähigkeiten als besser befunden. Deswegen macht es auch für mich wenig Sinn, dass quasi jeder Thread über andere Akkus immer wieder mit der Winston verglichen wird.

Stocki333 am 23 Mär 2020 10:48:40

Rollator hat geschrieben: Das soll jetzt auch garnicht abwertend gemeint sein, ich habe das nach einer Selbsteinschätzung meiner Fähigkeiten als besser befunden. Deswegen macht es auch für mich wenig Sinn, dass quasi jeder Thread über andere Akkus immer wieder mit der Winston verglichen wird.

Diese zwei Sätze sollte man wirken lassen.
-
Fair sein, ist gar nicht so einfach. Den beide Systeme haben irgendwo ihre Berechtigung.
Bleibt gesund. Franz

fschuen am 23 Mär 2020 11:15:20

Juwei hat geschrieben:...kann das Laden der Zellen unter 0 Grad diese dauerhaft beschädigen. ... Stichwort Dentritenwachstum...


Als Feind des Einstreuens unsachlicher Stichworte bitte ich um Erläuterung, wie das Laden bei tiefer Temperatur mit Denritenwachstum zu tun hat. Dendritenwachstum - wenn es sich um Eisen handelt - ist eine wirklich gute Methode, um LFP-Zellen kaputtzubekommen. Dafür benötigt man aber ordentlich Spannung, über 5V pro Zelle, eine kräftige Überladung, und mehrere Zyklen. Grund ist die Abscheidung von metallischem Eisen, die bei niedrigeren Spannungen bis 4V elektrochemisch überhaupt nicht erfolgen kann.

Tiefe Temperaturen erhöht den Zellverschleiss. Die LFP altern, indem eine nichtleitende Schicht auf der Elektrodenoberfläche wächst, dadurch steigt der Innenwiderstand. Das bedeutet, dass irgendwann bei starker Stromentnahme - Wechselrichter, Starter - die Spannung so weit einbricht, dass ich die nötige Leistung nicht mehr rausziehen kann. Die Kapazität ist davon eher nicht betroffen. Im normalen Temperaturbereich, etwa 10-55°C, hat man ein paar tausend Zyklen. Das verringert sich bei 0°C auf ein paar hundert Zyklen, darunter noch weiter. Meine persönlichen Konsequenzen:
- eine Verwendung der Batterien bei tiefen Temperaturen sollte man vermeiden
- eine Erweiterung des Temperaturbereichs durch Modifikation der Zellchemie ist eine feine Sache (Y)
- je kälter, desto schlimmer
- sehr tiefe Temperaturen sollten im Wohnbereich eines Wohnmobils eigentlich nie auftreten, zumindest bei uns Warmduschern ist das so
- der Schaden, der durch gelegentliche Verwendung bei tiefen Temperaturen angerichtet wird, ist überschaubar - wir reden vom vielleicht zehnfachen Verschleiss bei einer sehr lange haltbaren Batterie
- keine Notwendigkeit eines Abschaltens bei tiefer Temperatur. Selbst Solar lädt höchstens voll und macht keine Zyklen. Was macht man denn bei abgeschaltetem BMS, Heizung an? Schwierig ohne Strom. Und gegen die Kosten eines Motor-Kaltstarts ist das bisschen Zellverschleiss ein Witz.

Wenn ich mit den Fakten irgendwo falsch liege, bitte ich um Korrektur.

Gruss Manfred

Rollator am 23 Mär 2020 11:40:45

fschuen hat geschrieben: Meine persönlichen Konsequenzen:
- eine Verwendung der Batterien bei tiefen Temperaturen sollte man vermeiden


Bei meinem aktuellen Umbau habe ich nun gleich am Beifahrersitz einen NATO Knochen verbaut, mit dem ich die Batterie komplett vom Stromnetz trennen kann. Es wäre eigentlich problemlos möglich, wenn ich bei moderaten Minus Temperaturen dann die Batterie komplett abschalte und nach einer halben Stunde Fahrt erst einschalte, wenn sie aus diesem bereich raus sein sollte. Bei einer kleinen Pause sehe ich die Temperatur ja auf der APP. Macht das demnach Sinn, um möglichst schonend mit der Batterie umzugehen?

fschuen hat geschrieben:- der Schaden, der durch gelegentliche Verwendung bei tiefen Temperaturen angerichtet wird, ist überschaubar - wir reden vom vielleicht zehnfachen Verschleiss bei einer sehr lange haltbaren Batterie


Ich denke, das hängt aber stark vom Nutzungsverhalten ab. Wir planen (sofern irgendwann wieder erlaubt) dann auch in der Übergangszeit wöchentlich auf Achse zu gehen. Das würde ja bedeuten, dass man bei niedrigen Temperaturen 50% der Ladezyklen in diesem kritischen Bereich beginnt. Da würde ich schon von einem signifikanten Nachteil reden. Ich persönlich würde dann oben beschriebenen Weg zumindest in der Jahreszeit schon gehen wollen. Oder siehst Du das dann trotzdem als zu vernachlässigen? Ich bin da ein wenig verwirrt.

Juwei am 23 Mär 2020 12:12:14

fschuen hat geschrieben:Als Feind des Einstreuens unsachlicher Stichworte bitte ich um Erläuterung, wie das Laden bei tiefer Temperatur mit Denritenwachstum zu tun hat. Dendritenwachstum - wenn es sich um Eisen handelt - ist eine wirklich gute Methode, um LFP-Zellen kaputtzubekommen.

Ich habe es bewusst nicht weiter erläutert, da ich selbst nur Halbwissen hierzu besitze und mich versuche in die Themen soweit einzuarbeiten, dass man auf Hobby-Niveau sein Verhaltensmuster soweit anpasst, damit unser Invest (Batterie) optimal eingesetzt "gepflegt" wird.
fschuen hat geschrieben:Dafür benötigt man aber ordentlich Spannung, über 5V pro Zelle, eine kräftige Überladung, und mehrere Zyklen. Grund ist die Abscheidung von metallischem Eisen, die bei niedrigeren Spannungen bis 4V elektrochemisch überhaupt nicht erfolgen kann.

Aber ich habe den Begriff "Dendritenwachstum" nicht planlos eingesetzt und auch finde ich keine Verbindung zu dem was Du geschrieben hast, dass Dendriten nur bei > 4V wachsen. Im Gegenteil, nach meinen Informationen ist Dendritenwachstum ein ganz normaler Alterungsvorgang, der aber zumindest nach --> Link bei niedrigen Temperaturen (Starre) stark beschleunigt wird.
Ich bin weder Physiker, noch Chemiker und vielleicht deute ich die Informationen auch falsch, dann mag man mich gerne korrigieren - ich lerne zu dem Thema jeden Tag dazu und das macht auch richtig Spaß!

Zur anderen Feststellung, dass man als Otto-Normalo mit diesen Dingen gar nichts zu tun haben muss stimme ich auch voll zu.
Deshalb sehe ich all das über das wir diskutieren (Balancing, Temperatur, Dendriten, usw.) als absolutes Gegenteil des Pareto-Prinzips und folgt einzig dem unermesslichen Wissensdurst die Dinge zu verstehen und dem Gedankenwechsel zu Hobby-Themen im Alltag.

Vielleicht liest ja ein Chemiker mit, der mit den Zelleigenschaften genauer bewandert ist und kann hier etwas zur Aufklärung beitragen. Evtl. bist Du ja auch Chemiker und kannst mir das nochmal aufklären, warum die Dendritenbildung nur bei >4V passieren soll, wenn doch die meisten Publikationen ausdrücken, dass eben jene Bildung Teil des *normalen* Alterungsprozesses sind, weshalb eine Zelle mit Kapazität von 80% auch als "ausgedient" eingestuft wird.

Rollator am 04 Apr 2020 20:35:44



So, Batterie hängt an Landstrom und zeigt 100% an und erstaunlicherweise wieder OV. Mit der chinesischen APP sehe allerdings Leben in der Bude. Die hellgrünen Zellen blinken und einige Zellen zeigen immer wieder ein B an, ich denke mal, dass ist das Balancing. Zwischendurch ging OV wieder aus, es wurde einige Sekunden wieder ein Ladestrom gezeigt, dann wieder OV und weiteres Balancing.

Verstellt habe ich mit der APP nichts, sondern nur zum Beobachten genutzt.





  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Sunlight T67 - Ersatz einer zweiten Aufbaubatt durch LiIon
Citroen Jumper - LiFePO4 LIONTRON 100Ah statt GEL
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt