Auszug aus dem Gesamtbericht:
23.09. bis 29.09.2019 von Saint-Estèphe nach Capbreton
Auf dem Weg an die Atlantikküste nach Montalivet-les-Bains steuern wir zur Entsorgung noch einmal den Stellplatz mit V+E von Lesparre-Médoc an. Bei den riesigen Waldflächen, die wir nun durchfahren, sieht man noch immer die Ausmaße der Verwüstungen, die Sturmtief Xynthia 2010 angerichtet hat, obwohl bereits so viel geräumt und wieder aufgeforstet worden ist.
Auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Strand in Montalive-les-Bains ist nicht viel los. Dies ist für mich aber nicht sehr verwunderlich, denn eins ist mir auf der diesjährigen Tour klar geworden, für französische Wohnmobilisten, natürlich auch für Wohnmobilisten einiger anderer Nationen, passen Stellplatz, Schranke und Parkautomaten nicht wirklich zusammen. Zudem muß man hier sogar noch den Pass’Étapes von „Camping-Car Park“ für eine einmalige Gebühr von EUR 4,00 erstehen. Die Nutzerführung am Automaten ist eindeutig. Falls es doch Probleme geben sollte wird sogar telefonisch geholfen. Die Stellplatzgebühr beträgt zur Zeit EUR 11,80. Eine neue V+E-Anlage gibt es jetzt auch auf dem Platz.
Hier werden wir für zwei Tage so richtig faul. Am Spätvormittag geht es selbstverständlich zum Markt, oder was so am Ende des Sommers davon übrig geblieben ist. Für uns sind die Imbiss-Stände mit den Austern und einem Glas Weißwein der Bezugspunkt und die sind noch da.


Am Mittwoch fahren wir zum Becken von Arcachon nach Andernos-les-Bains. Dort liegt der Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 15,00) hinter dem Hafen der Austernzüchter. Es ist alles ein wenig idyllisch, die Gebühr aber meiner Meinung nach für die gebotene Leistung zu hoch, denn das Wasser muss noch extra bezahlt werden. Von dem Geld werden bestimmt die vielen Modernisierungsmaßnahmen rund um den Hafen finanziert, und somit kann ich es akzeptieren. Einen Spaziergang können wir erst starten, als der Regen am Abend aufgehört hat. So lange sind wir regelrecht im Wohmobil eingesperrt.
Als hätten wir April, ist am nächsten Morgen wieder Sonne am blauen Himmel zu sehen. Weil wir uns Brot kaufen wollen, machen wir nach einer nochmaligen Hafenrunde einen Spaziergang in den Ortskern und sind positiv überrascht. Hier waren wir bisher noch nie gelandet. Für die Markthalle sind wir nur etwas zu spät.

Zum Sonnenuntergang zieht es uns in die Cabane Nacrée bei einen Austernzüchter. Wo wir aber keine Austern esssen.

Am nächsten Morgen wollen wir etwas früher losfahren und werden bereits bei der Ortsdurchfahrt von Andernos ausgebremst. Es ist Markttag. Wir suchen uns schnell einen Haltestreifen am Straßenrand, wo wir mit dem Wohnmobil problemlos stehen können. Es ist ein schöner Markt mit einem tollen Angebot. Wir finden sogar „Escargots bordelaise“ (Schnecken), die wir uns zum Mitnehmen kaufen.
Jetzt wollen wir aber zur Düne von Pyla. Seit unserem letzten Besuch hat sich in Sachen Straßenbau unheimlich viel verändert. Den neuen Parkplatz zum Aufgang kennen wir noch überhaupt nicht. Unser Wohnmobil kostet für 2 Stunden EUR 8,00. Müssen wir uns eben etwas beeilen.
Zuerst führt uns ein versandeter Waldweg an den Fuß der Düne heran. Danach wird es wirklich steil. Im Sand steigen wir nach oben, und müssen mehrmals anhalten um wieder zu Puste zu kommen. Oben haben wir gute Aussicht und der Wind rauscht uns um die Ohren.


Unser Übernachtungsziel für heute ist der Stellplatz mit V+E „Aire du Vivier“ bei Biscarrosse-Plage. Es ist ein großzügiger, lichter Waldplatz mit fußläufig erreichbarem Strand. Es ist nicht so viel los. Vielleicht hängt es auch wieder an dem Automaten. Den Ortskern mit Strandpromenade erreicht man gut mit dem Fahrrad.

Es ist zu schön um einfach nur zu fahren. Außerdem ist es am Wochenende zu ungewiß, ob wir auf dem nächsten Platz für uns eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Wir fahren daher lieber mit den Fahrrädern entlang der vielen Ferienhäuser rein nach Biscarrosse-Plage. Hier ist noch reger Urlaubsbetrieb.

Den Nachmittag verbringen wir wieder in aller Ruhe am Platz. Bevor wir zum Sonnenuntergang nochmals mit den Rädern zur Strandpromenade an den Surfer Hotspot fahren. Da ist heute Party mit einem DJ angesagt. Uns langen ein schönes Getränk und die untergehende Sonne.

Auf unserer heutigen Fahrstrecke nach Capbreton bin ich mal wieder anderer Meinung als unser Navi. Ständig versucht es mich auf eine andere Route zu lotsen, wo ich überhaupt nicht hin will. Dadurch kommen wir nur im Zickzack weiter. In Capbreton kommen wir trotz Sonntagnachmitag gut durch den Ort, und der Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 12,00 inkl. Strom) beim Plage des Océanides am Ende der Allée des Ortolans ist zwar gut besucht, aber noch nicht ganz voll. Dies ändert sich gegen Abend zusehends.


Wie schon oben geschrieben, findet ihr den vollständigen Reisebericht mit viel mehr Bildern hier --> Link



