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Wohnmobil - Finanzieren oder nicht? 1, 2


gastino am 30 Nov 2019 01:49:41

Um den (etwas OT-)Gesprächsbedarf aus einem anderen Thread mal geordnet aufzunehmen und in einen neuen zu kanalisieren, stelle ich hier mal die Frage:

Wie ist Eure Einstellung zur Finanzierung eines neuen oder gebrauchten Wohnmobils?

Für mich ist das ziemlich klar: Wenn ich mir es nicht leisten kann, lasse ich es. Punkt. Kredite nehme ich nur für eines auf: Für eigen- oder fremdgenutzte Immobilien und auch da beschränkt sich die Finanzierung auf einen Anteil von sehr deutlich unter 50%.
Für Hobby oder Spaß finde ich die Finanzierung unangemessen, auch für Gebrauchsgüter wie normale PKW gilt für mich die Regel, dass selbige nur um die 33% des frei verfügbaren Finanzrahmens kosten dürfen. Die Grenzen mögen bei anderen Leuten wieder anders sein, aber ich bin damit bisher finanziell sehr sorgenfrei gefahren, weil mich keine Anschaffung bisher auch nur in die Nähe von finanziellen Problemen gebracht hat. Und ja, man muss seine Ansprüche an solche Regeln dann eben anpassen.

Jetzt werden einige sagen: Ja, aber wieso sollte man sich das Ding bei den derzeitigen Zinsen nicht finanzieren anstatt 10 Jahre lang zu sparen? Ganz einfach: Weil ein Sparbedarf von 10 Jahren zeigt, dass man mit der Anschaffung schon sehr weit außerhalb seines Budgets liegt. Wenn man für Spaß- und Hobby-Anschaffungen etliche Jahre oder gar Jahrzehnte lang sparen muss, dann hat man meiner Meinung nach entweder ein sehr sicheres Einkommen (Rente) oder man gewichtet solche Dinge irgendwie falsch im Vergleich zum restlichen Haushalt.

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Elgeba am 30 Nov 2019 01:58:47

Da bin ich der selben Meinung,so etwas finanziert man nicht.Zig Jahre Raten abbezahlen? Nein danke.


Gruß Bernd

geralds am 30 Nov 2019 03:35:54

Na, ja,
kommt auf die Situation an. Wir wollten 2017 unser Womo gegen ein neues Modell tauschen. 2017 deshalb, da dann größere Geldbeträge frei wurden. Wir fuhren aber schon 2016 auf die Messe um uns einige Modelle anzusehen.
Ein Fahrzeug für etwas über 100.000,-€ gefiel uns. Wir hätten das auch bar bezahlen können, aber die verbleibenden Mittel waren uns zu wenig. Das sagten wir auch dem Verkäufer. Der meinte nur, dass die Preise jedes Jahr um ca. 2% steigen würden.
Ich rief meine Bank an und fragte wie viel es kosten würde 25.000,-€ für ein Jahr zu finanzieren. Auskunft ca. 400,-€.
Wir haben dann doch gekauft und so das neue Fahrzeug ein Jahr früher gehabt und außerdem ca. 1.600,-€ gespart. Das Modell war tatsächlich 2017 ca. 2.000,-€ teurer geworden.
Es hat sich also für uns gelohnt einen Teil zu finanzieren. Sicherlich nicht der Normalfall einer (Teil)Finanzierung und hat auch nur funktioniert, da wir die Mittel nur für 1 Jahr wollten.
Nebenbei bemerkt: Ich habe in dem Jahr keine Tilgung geleistet, sondern nach dem Jahr alles auf einmal zurückgezahlt.

Gruß Gerald

Luckyrider am 30 Nov 2019 07:30:02

Warum nicht ??
Sicherlich würde ich persöhnlich keine 10 Jahre ein Fahrzeug Finanzieren da man auch gar nicht weiß wie lange die Lebenserwartung des Fahrzeuges noch ist (gebraucht ).
Aber solang man Arbeiten geht und das Geld ins Haus kommt kann ich durchaus was zahlen. Wie bereits geschrieben wenn die Zinsen niedrig sind und die Sparzinsen ebenso lohnt es sich nicht groß artig
zu Sparen .
Ob ich nun die Summe monatlich zur seite lege oder an die Bank zahlen bleibt sich da fast gleich.

Persöhnlich erging es mir das ich todesfälle in der Familie und in FReundeskreis hatte die mir zeigten WIE SCHNELL die Zeit rum sein kann !!! Ich lebe im jetzt und nicht mehr im Morgen.
Und dann kann es schon zu spät sein , so habe ich meine Zeit genutzt und konnte mich dran erfreuen.

Grandeur am 30 Nov 2019 07:58:53

Hallo zusammen,

ich würde jedem empfehlen, der das Geld hat ein Wohnmobil bar zu kaufen um das verfügbare Bargeld auszugeben. Leider wird seit vielen Jahren durch die Europäische Zentralbank mit viel frisch gedrucktem Geld die EU am Leben erhalten, d.h. „reiche Länder“ und deren Bevölkerung mit niedrigen Zinsen + Besteuerung von Kapitalgeschäften geschwächt und arme Länder damit entschuldet. Deutschland finanziert hauptsächlich Europa. Deutschland hat ein runtergekommenes Straßennetz, Rückstand beim Netzausbau,... Aktuell wird die Autoindustrie mit vielen Arbeitsplätzen bei den OEM‘s, Tier1, deren Zulieferern und der Maschinenbaubranche mit Allem was dranhängt für den „Umweltschutz“ zerstört. Die freigesetzten Mitarbeiter kaufen dann bestimmt weiterhin deutsche Premium-Produkte... Die Reichweite der Zerstörung der wichtigsten deutschen Industrie kann meiner Ansicht nach aktuell noch niemand genau abschätzen.

Wenn jemand das Geld nicht hat, dann kann auch bei sicherem Einkommen das Wohnmobil finanziert werden. Allerdings sollte ein gewisses Grundkapital (mind. 50%) vohanden sein, um bei einem Jobverlust und evtl. nötigem Notverkauf nicht auf einer hohen Ablösesumme mit nach unten abweichenden Restwert sitzen zu bleiben.

Gruß Grandeur

wolfherm am 30 Nov 2019 08:13:50

Moderation:Es geht hier um die mögliche Finanzierung von Reisemobilen. Verquere gesamtpolitische Betrachtungsweisen gehören nicht in das Wohnmobilforum. Also bleibt bitte beim Thema.


Beduin am 30 Nov 2019 08:22:47

Bei mir wird (normal) auch nichts finanziert. Egal wie es bei den Banken ect aussieht.
Wer nicht in der Lage vorher was an zu sparen, der schaffts meiner Meinung nach auch kaum das Geld an die Bank zurück zu zahlen und dann noch schön und bequem Leben zu können. Im sparen war ich schon immer gut und lege immer was auf die Seite

mercurius46 am 30 Nov 2019 09:32:59

Luckyrider hat geschrieben:Ich lebe im Jetzt und nicht im Morgen. Und dann kann es schon zu spät sein, so habe ich meine Zeit genutzt und konnte mich dran erfreuen.


So sehe ich das auch! Ob ich das Geld anspare, oder ob ich einen Kredit mit wenig Zinsen finanziere, das ist doch egal! In der Zwischenzeit hatte ich aber das Vergnügen, ein Wohnmobil zu nutzen...

duca250 am 30 Nov 2019 09:35:12

Moin,
wenn Mittel vorhanden und auch noch mit sehr guter Verzinsung gebunden sind, lasse ich die gut verzinste Kohle lieber da wo sie ist und hole mir einen billigen Kredit. Voraussetzung zudem ist eine nicht unerhebliche EK-Quote. Nur dann wird ein Schuh draus.

Komplett oder fast kpl. finanzieren würde ich nur bei gewerblicher Nutzung, also der Vermietung.
Grüße
der Duc

CamperJogi am 30 Nov 2019 09:40:15

Moin

Finanzieren, wer es sich leisten kann oder will: OK
Bar zahlen, wer es sich leisten kann oder will: Auch OK

Jeder im Leben nach seinem Lebensstil und seinen Lebensumständen.

Eine Bewertung hierzu werde Ich im Leben nicht abgeben.

Gruß
Jürgen

meier923 am 30 Nov 2019 10:00:58

Finanzieren bei der heutigen Zinslage -> Immer !
Das Geld monatlich Beiseite legen :lol: -> wird doch eher weniger ...
Wieviel Zinsden bekommt Ihr denn heute noch -> nicht vergessen , es sind hier nicht alles Millionäre..

An Alle die sich mit dem Gedanken tragen ein Mobil zu kaufen egal welches -> Macht es bevor es zu spät ist ..

WIR leben im Jetzt und heute -> keiner weiss was die Zukunft bringt und wenn man es auf Später verschiebt ist es vielleicht schon zu spät -> Ich weiss wovon ich rede.

Einfach machen - jeder hat Gründe für ein Ja oder Nein und nicht jeder hat die Möglichkeit im Voraus zu entscheiden .

HeideMobil am 30 Nov 2019 10:07:54

Hallo,

wenn das Geld knapp ist, dann lieber nicht finanzieren. Denn es kommen noch jede Menge Kosten für die Ausstattung hinzu. Auch der laufende Unterhalt für Diesel und das Stehen auf SPs und CPs summieren sich.

Heidi

villadsen am 30 Nov 2019 10:27:45

Bei Nullzinsen für Darlehen und negativ Zinsen bei Einlagen und Inflationsraten von über 1% (bei Wohnmobile vermutlich deutlich mehr) ist es nur logisch zu finanzieren - selbst wenn das gesparrte Geld ausreicht um bar zu kaufen. Nimm ein Darlehen. Hebt das vorhandene Gelb bar von der Bank ab und steckt es unter eine Matratze (oder in einen Bankfach). Zahl deine Raten mit das Geld von der Matratze. Dann hast du das beste von beiden Welten.
MfG
Thomas V.

Tinduck am 30 Nov 2019 10:36:26

Da die Zinsen für Finanzierungen sehr niedrig sind, lohnt sich (teil)finanzieren in jedem Fall. Wer 10 Jahre spart, zahlt bei der momentanen Inflationsrate in 10 Jahren geschätzt 20-30% mehr für ein Womo! Das holt man im Moment mit keiner Anlageform als Zinsen wieder rein.

Der Mehrpreis durch eine genauso lange Finanzierung ist wesentlich geringer, und man kann das Wohnmobil in dieser Zeit schon nutzen.

Ein weiterer Punkt: inzwischen müssen (bei einigen Marken/Händlern) die Leute, die mit ihrem Sparstrumpf beim Händler auftauchen, mehr fürs Womo bezahlen als Finanzierer. Der Händler möchte nämlich an der Finanzierungsprovision auch verdienen, und wenn die wegfällt, holt er sich das Geld beim Kunden. Muss man nicht gut finden, ist aber so.

Nicht jeder, der etwas finanziert, muss hinterher bei Peter Zwegat anrufen. Man kann ja auch vorher rechnen und nachdenken. Eins ist auf jeden Fall klar: die eisernen Sparer haben weniger Lebenszeit, um ihr Womo zu nutzen. Das merken die aber erst, wenn die erste gesundheitsmässige Klatsche kommt.

Bezüglich der Sicherheit sollte die Finanzierung so gestrickt sein, dass die ausstehende Restsumme immer niedriger ist als der Marktwert des Fahrzeugs, dann ist schlimmstenfalls das Mobil weg, wenn die Finanzierung platzt. Das ist natürlich nur bei Teilfinanzierungen gegeben.

Wir hatten unser Womo auch teilfinanziert. Das ist inzwischen abbezahlt und hat ein paar Hundert Euro Zinsen gekostet. Dafür konnten wir schon 4 Jahre damit in Urlaub fahren, was gegenüber anderen Reiseformen einige Tausend Euro eingespart hat. Die Rechnung ist halt für jeden anders.

Natürlich sollte man nix finanzieren, wenn man sich die Raten nicht leisten kann. Versteht sich von selbst.

bis denn,

Uwe

rkopka am 30 Nov 2019 10:56:42

Ich würde auch finanzieren, wenn nötig. Die Gründe wurden ja schon genannt: niedrige Zinsen, längere Nutzungsdauer, YOLO.
Allerdings sollte man natürlich (wenn die Bank das schon nicht verlangt) sicher sein, daß man sein Leben und den Kredit noch bezahlen kann und noch genug Reserven für Reparaturen und Reisen hat. Sonst nützt einem das Womo wenig. Solange die Gebrauchtpreise so hoch sind, dürfte sich das Risiko in Grenzen halten.

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RK

thomas56 am 30 Nov 2019 11:12:37

Spruch vom Opa war immer: Ein Unglück kommt selten allein und wenn es kommt, kommt es richtig dicke!

Wer das Geld liegen hat, kann auch risikolos finanzieren. Muss man rechnen ob sich das lohnt.
Ohne Geld sich eine Finanzierung an die Backe binden ist schon mutig, weil dann muss man bei sich und seinem Partner schon Krankheit und Arbeitslosigkeit ausschließen können. Wenn PKW und Waschmaschine gleichzeitig kaputt gehen, kann man den Kredit ja noch aufstocken.
Trennung vom Partner kann bei laufenden Krediten auch zur Falle werden und auch das ist eine Sache wo niemand mit rechnet, weil es nicht kalkulierbar ist.

geralds am 30 Nov 2019 11:14:30

Tinduck hat geschrieben:Da die Zinsen für Finanzierungen sehr niedrig sind, lohnt sich (teil)finanzieren in jedem Fall. Wer 10 Jahre spart, zahlt bei der momentanen Inflationsrate in 10 Jahren geschätzt 20-30% mehr für ein Womo! Das holt man im Moment mit keiner Anlageform als Zinsen wieder rein.

Uwe


Hallo,

Uwe hat nicht so unrecht. Ich habe 1996 mein erstes Womo gekauft. 2016 das 2. Womo. Für beide Womo´s habe ich einen sehr ähnlichen Betrag gezahlt. 1996 in DM, 2016 in €.
Wie ich weiter oben schon schrieb, habe ich ca.25% des Kaufpreises für ein Jahr finanziert. Die Zinsen für das eine Jahr waren deutlich geringer als die Preissteigerung.
Ca. 1,6% Zinsen auf rund 1/4 des Kaufpreises, gegenüber 2% Preissteigerung auf den kompletten Kaufpreis.

Wenn die Teilfinanzierung nicht allzu hoch ist und die Kreditlaufzeit nicht sehr lang, lohnt es sich schon das mal genauer zu betrachten.

Gruß Gerald

bernierapido am 30 Nov 2019 11:16:17

Ich habe finanziert, kein Kredit sondern ein Darlehen. Mein Wohnsattelmobil ist jetzt 10 Jahre alt und abbezahlt und ich konnte es schon die ganze Zeit nutzen. Natürlich weiß ich, dass ich 20% mehr bezahlt habe aber das war es mir wert. Außerdem war mir beim Kauf schon klar, dass es das letzte Campingfahrzeug war, das ich in meinem Leben kaufen wollte. Wenn es jetzt noch 20 Jahre hält, bin ich 85 und dann werde ich es 30 Jahre gefahren haben, ein Drittel davon finanziert.

WolleB am 30 Nov 2019 11:24:16

Ich verstehe die Frage nicht. Du hast eine feste Meinung, eine Gute wie ich finde.
Sollen Andere Dich jetzt umdrehen ?
Wie wichtig ist Dir ein Wohnmobil ? Wenn sehr wichtig dann gibt es sicher irgendwas was Du dafür aufgeben könntest. Ich habe mein Motorrad und meinen PKW verkauft, habe keine Schulden und fühle mich wohl mit meinem bezahlten Wohnmobil.

Wolfgang

flo16v am 30 Nov 2019 11:35:46

Hi,

schwierig zu beantworten die Frage.

Der eine ist mit nem goldenen Löffel im Mund geboren und hat ganz andere Möglichkeiten als der andere.

Der eine hat nen Igel im Portemonaie und kann sich von seinem Geld kaum trennen. Für den nächsten darf am Ende des Monats bloß nichts mehr auf dem Konto sein..

Ich für meinen teil habe knapp ein drittel meines ersten Womos finantiert bzw. ein Darlehen gehabt.

So richtig in Ordnung finde ich es aber nicht das die 100k€+ Barzahler sich teilweise herablassend gegenüber den finanzierern verhalten. Wo ist das Problem, wenn man dieses schöne Hobby ausüben möchte und es sich monatlich leisten kann finde ich eine finanzierung voll ok.


Gruß Flo

Trollo am 30 Nov 2019 11:44:40

Moin

Habe einen Teil meines Pkw finanziert. 0% Finanzierung, das Bargeld habe ich für den Zeitraum fest angelegt. Somit 180 EUR an Zinsen verdient gegenüber der Barzahlung.

Normal ist die (Zins-) Entwicklung meiner Meinung nach nicht.
Schulden mache ich keine für „Freizeitvergnügen“ o.ä..

Gruß
Michael

frankia800i am 30 Nov 2019 12:21:17

Hallo,

wie Friedrich der Große schon sagte :

„Hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden“

Gruß
Stephan

Julia10 am 30 Nov 2019 12:34:48

gastino hat geschrieben:Für mich ist das ziemlich klar: Wenn ich mir es nicht leisten kann, lasse ich es. Punkt. lang zu sparen? Ganz einfach: Weil ein Sparbedarf von 10 Jahren zeigt, dass man mit der Anschaffung schon sehr weit außerhalb seines Budgets liegt.


Wer kann schon 100.000 Euro ansparen, das sind doch wohl die wenigsten Menschen.

Finde es eine eher gestrige Meinung. Was heute finanziert wir, hätte man sich vor 20-30 Jahren nicht vorstellen können.
Möbel, Handies, Fernseher, Haushaltsgeräte PC usw.... Bereits für "kleine" Summen werden Finanzierungen abgeschlossen.

Die meisten Fahrzuge, ob PKW oder Wohnmobil laufen auf Kredit oder Leasing. Das Geld wird einem derzeit "nachgeschmissen".

Ich glaube, unsere Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn für jede Anschaffung angespart werden müsste.

Finde, das sich Gastino da auf ein recht hohes Ross begibt.

Wer welches Budget hat und wann er sich was leisten kann, muss jeder für sich rechnen.

gastino am 30 Nov 2019 13:08:56

WolleB hat geschrieben:Ich verstehe die Frage nicht. Du hast eine feste Meinung, eine Gute wie ich finde.
Sollen Andere Dich jetzt umdrehen ?


Meinst Du mich? Nein, meine Ansicht dazu ist ziemlich gefestigt. Ich will auch niemanden in seine Entscheidungen hineinreden. Grund für die Frage war, dass es in einem anderen Thread durchaus viel Gesprächsbedarf zu diesem Thema gegeben hat und ich hier, wie von der Moderation gewünscht, einen neuen aufgemacht habe.

Ich finde die Diskussion dazu ziemlich interessant.

gastino am 30 Nov 2019 13:24:51

Julia10 hat geschrieben:Wer kann schon 100.000 Euro ansparen, das sind doch wohl die wenigsten Menschen.


Das spielt eigentlich bei meiner persönlichen Ansicht, wie ich mit Finanzierung umgehe, absolut keine Rolle.
Wie viele Menschen sich Yachten, Flugzeuge, Häuser oder auch nur Fahrräder leisten oder nicht leisten können, kann doch keine Grundlage für meine Entscheidung sein, wie viel Prozent meines Vermögens ich für irgendwas ausgebe oder wie viel ich finanziere.

Julia10 hat geschrieben:Finde es eine eher gestrige Meinung. Was heute finanziert wir, hätte man sich vor 20-30 Jahren nicht vorstellen können.
Möbel, Handies, Fernseher, Haushaltsgeräte PC usw.... Bereits für "kleine" Summen werden Finanzierungen abgeschlossen.


Das käme für mich halt überhaupt nicht in Frage, auch wenn das manche als "eher gestrig" empfinden. ;)

Julia10 hat geschrieben:Ich glaube, unsere Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn für jede Anschaffung angespart werden müsste.


Es geht hier ja vor allem um private "Spaßkäufe". Ein Wohnmobil für 100k ist doch, global gesehen, absolut dekadenter Luxus. Auch wenn manche das und mindestens 5 Reisen im Jahr mittlerweile als unverzichtbares Grundrecht empfinden.
Dass in der Wirtschaft mit Krediten gearbeitet wird und werden muss, ist unstrittig. Aber auch hier sind nach meiner Erfahrung stets die Unternehmen stabiler und sicherer in Krisen gewesen, die sehr maßvoll mit Krediten umgegangen sind und ihr Wachstum "organisch" gehalten haben.

Julia10 hat geschrieben:Finde, das sich Gastino da auf ein recht hohes Ross begibt.


Im Gegensatz zu Dir habe ich niemanden mit abweichender Haltung abwertend bezeichnet.

rkopka am 30 Nov 2019 13:28:40

bernierapido hat geschrieben:Ich habe finanziert, kein Kredit sondern ein Darlehen. Mein Wohnsattelmobil ist jetzt 10 Jahre alt und abbezahlt und ich konnte es schon die ganze Zeit nutzen.

Das ist IMHO ein sehr wichtiger Punkt. Ab einem gewissen Alter ist die Zukunft nicht mehr so klar - Gesundheit(!). Mein Vater hatte kaum noch was von seiner Pension. Daher sehe ich es nicht als sinnvoll an, wenn man bis 75 sparen muß, um dann mit 77 das Womo vielleicht nicht mehr fahren zu können. Die sonstigen Punkte immer mal vorausgesetzt.
Und wer weiß was in 10 Jahren ist ? Evt. sind dann überall nur noch E-Womos erlaubt und die tägliche Fahrtstrecke ist immer noch nur 200km. Bei allen Sehenswürdigkeiten muß man 2 Jahre im Voraus reservieren und zahlen (Bsp. Venedig). Vielleicht sollte man doch nicht so lange warten ? :-) :-(

RK

Pechvogel am 30 Nov 2019 13:31:41

Ich habe mein Womo Ende 2014 zu 100%freifinanziert gekauft. Allerdings nur mit einer Laufzeit von drei Jahren. Die monatlichen Raten waren entsprechend.
Habe ich mir damit etwas gekauft das ich mir eigentlich nicht leisten konnte?

Hätte ich aber entsprechend gespart hätte ich Ende 2017 / Anfang 2018, bei dem Freizeitboom, das entsprechende Fahrzeug NICHT kaufen können da die Preissteigerung in keinem Verhältnis zu den Zinsen stand.
Das ich, bei gleichem Urlaubsverhalten, diverse Womo-Mieten eingespart habe kommt noch dazu.

Und noch ein anderer Punkt:
was wird innerhalb von, sagen wir mal, fünf Jahren teurer, ein Womo für 10.000€ oder ein von der Größe und Ausstattung vergleichbares für 20.000€ bei dem 10.000€ finanziert wurden?
Vom Wert nach den fünf Jahren mal abgesehen.


Grüße
Dirk

rolf51 am 30 Nov 2019 13:44:43

villadsen hat geschrieben:Bei Nullzinsen für Darlehen und negativ Zinsen bei Einlagen und Inflationsraten von über 1% ist es nur logisch zu finanzieren - selbst wenn das gesparrte Geld ausreicht um bar zu kaufen. Nimm ein Darlehen. Hebt das vorhandene Gelb bar von der Bank ab und steckt es unter eine Matratze (oder in einen Bankfach).
MfG
Thomas V.


Hallo Thomas,
vielleicht stehe ich auf dem Schlauch :?
Wenn z.B die 50000€ durch die Inflation 2% Jährlich verlieren, stad dessen 50000€ aufnehme bei 2,5% Zinsen, was habe ich dann gespart wenn die 50000€ unter der Matratze bleiben.

gastino am 30 Nov 2019 13:55:48

rkopka hat geschrieben:Das ist IMHO ein sehr wichtiger Punkt. Ab einem gewissen Alter ist die Zukunft nicht mehr so klar - Gesundheit(!). Mein Vater hatte kaum noch was von seiner Pension. Daher sehe ich es nicht als sinnvoll an, wenn man bis 75 sparen muß, um dann mit 77 das Womo vielleicht nicht mehr fahren zu können. Die sonstigen Punkte immer mal vorausgesetzt.


Das ist ein Punkt, aber eigentlich ist man bei den Rahmenbedingungen ohnehin schon deutlich über dem, was man sich eigentlich leisten könnte.

rkopka hat geschrieben:Und wer weiß was in 10 Jahren ist ? Evt. sind dann überall nur noch E-Womos erlaubt und die tägliche Fahrtstrecke ist immer noch nur 200km. Bei allen Sehenswürdigkeiten muß man 2 Jahre im Voraus reservieren und zahlen (Bsp. Venedig). Vielleicht sollte man doch nicht so lange warten ? :-) :-(


Stimmt auch. In Verbindung mit der Zinspolitik der EU (Verzeihung: der ach so unabhängigen Zentralbank) wird das Ausgeben des Geldes jedenfalls nicht gerade unattraktiv gemacht und Vorsorge bestraft. Andererseits kann das auch leicht zu finanziell unvorsichtigem Verhalten führen.

Julia10 am 30 Nov 2019 14:25:24

gastino hat geschrieben:
Das spielt eigentlich bei meiner persönlichen Ansicht, wie ich mit Finanzierung umgehe, absolut keine Rolle.


Wie Du Deine Finanzierung sicherst ist Deine Sache. Wie andere es tun halt Ihre. Man kann halt nicht immer von sich auf andere schließen.

Julia10 hat geschrieben:Finde es eine eher gestrige Meinung. Was heute finanziert wir, hätte man sich vor 20-30 Jahren nicht vorstellen können.
Möbel, Handies, Fernseher, Haushaltsgeräte PC usw.... Bereits für "kleine" Summen werden Finanzierungen abgeschlossen.


Das käme für mich halt überhaupt nicht in Frage, auch wenn das manche als "eher gestrig" empfinden. ;)[/quote]

Tja, die Welt dreht sich halt weiter, daran läßt sich nichts ändern.


Julia10 hat geschrieben:Finde, das sich Gastino da auf ein recht hohes Ross begibt.


Im Gegensatz zu Dir habe ich niemanden mit abweichender Haltung abwertend bezeichnet.[/quote]

Es war nicht abwertend gemeint, falls so angekommen sorry :roll:

Ich persönlich denke halt, man kann mit seinem eigenen finanziellen Rahmen nicht den Maßstab für Andere vorgeben.

Demnach dürften mindestens 60 % der Wohnmobilbesitzer Jahrzehnte ansparen, um sich ihr Hobby leisten zu können.

Wie schön wäre das :!: Keine vollbelegten Stellplätze, Werkstatttermine wären schneller zu bekommen uns. Der Gedanke hätte was :) :wink: :wink: :wink:

Grundsätzlich darüber zu diskutieren, ob und wann es sinnvoll ist, ein Wohnmobil zu finanzieren, ist recht spannend. Bei der derzeitigen Zinslage bekommt man leuchtende Augen.

Jeder so wie ers mag finde ich. Das gibts kein Ja oder Nein, der Königsweg liegt halt meist dawischen.

Godin1201 am 30 Nov 2019 14:43:55

Elgeba hat geschrieben:Da bin ich der selben Meinung,so etwas finanziert man nicht.Zig Jahre Raten abbezahlen? Nein danke.


Gruß Bernd

Wenn dem so wäre dann hätten wir meiner Meinung nach keine Probleme einen Stellplatz zu finden.

Auch wir haben in den 90iger Jahren unser erstes Mobil finanziert.
Wieso? Weil meine Holde und ich das Rauchen aufgegeben haben und das Geld was wir vorher verqualmt haben in dieses Mobil gesteckt haben. Es ist also immer eine Frage der Prioritäten.

thomas56 am 30 Nov 2019 15:07:26

Godin1201 hat geschrieben:Wenn dem so wäre dann hätten wir meiner Meinung nach keine Probleme einen Stellplatz zu finden.


so war das früher mal. Da wäre keiner auf die Idee gekommen sein Hobby mit Schulden aufzubauen und folglich gab es überall freie Plätze. Heute dagegen denken viele, der freie Platz sei gleich mitfinanziert.

Ich sehe die Womoblase langsam am platzen und wer dann meint bei Problemen in der Finanzierung mal schnell eben das Womo zu verkaufen, der wird ganz schnell wieder im richtigen Leben aufwachen!

SteamingWolf am 30 Nov 2019 15:15:40

Wir haben unser Haus und auch das WoMo finanziert. Und zwischenzeitlich immer wieder unsere Pkw. Möbel, Handy´s, Tablets, Fernseher, etc. können wir uns echt noch so leisten, aber auch das wird oft von Menschen finanziert und das ist gut so.
Wir leben im Heute und wissen nicht was das Morgen bringt.
Unsere Eltern haben ihr leben lang geknüppelt und gespart. Oft haben sie gespart, weil ihre Generation nun mal gespart hat...ohne Ziel.
Es geht ihnen heute Gott sei Dank finanziell gut, aber die Gesundheit und Mobilität lässt zu wünschen übrig.
Mein Vater hat mir zu dem Schritt geraten, nachdem ich ihm von unserem Traum erzählt habe.
Er findet das Mobil, jetzt wo wir es haben toll und sagt immer, das es sowas zu seiner Zeit leider noch nicht gegeben hätte. Ich habe gesagt er könnte es sich doch jetzt leisten. Dann könnten wir ab und an gemeinsam unterwegs sein. Die Enkel würde es freuen, sie lieben Oma und Opa.
Es ist aber zu spät. Den Traum träumt er lieber nicht mehr. Müssen regelmäßig zum Arzt und die Freunde sind auch nur noch in der Nähe und ungern unterwegs.
Will ich das? NEIN!!! Wir leben im Jetzt und Hier. Was die Zukunft bringt, weiß ich doch nicht.
Ausserdem, wenn ich heute im WoMo unterwegs bin und meine Raten zahle (natürlich muss man sich diese leisten und trotzdem leben können), lebe ich jeden Tag den ich unterwegs bin meinen Traum.
Hätte ich den Kredit nicht, müsste ich das Geld trotzdem für Urlaub und Wochenendausflüge ausgeben. Das Sparpotential würde sich so verringern, das ein WoMo immer ein Traum bliebe.
Wenn wir früher mit der Familie im Urlaub waren (4 Personen) haben wir für Fernreisen so viel Geld ausgegeben, mit dem wir heute nicht mal mehr an der Ostsee Urlaub machen könnten. Meine Frau und ich sind zum Glück Vollzeit tätig und verdienen (für unsere Verhältnisse) gut. Wenn ich 10 Jahre auf ein Mobil sparen würde, müssten meine Kinder aber in dieser Zeit auf Urlaube verzichten.
Mir kommt es immer so vor (natürlich nicht in diesem Forum), dass sich Besitzer eines WoMo´s, dass sie sich vor einigen Jahren bar geleistet haben (ob sie sich das bei den gestiegenen Preisen heute auch noch ohne Finanzierung leisten würden ...?) für "echtere" Wohnmobilfahrer halten und der Meinung sind, dass es auf Grund von möglichen Finanzierungen, viel mehr Besitzer gibt und daher die Stellplätze zu rar werden. Das der Pöbel, der es sich nicht leisten kann/ will bar zu zahlen, auch der ist, der die Branche in Verruf bringt. Der Dreck hinterlässt, sich daneben benimmt und als "Ratenarmer" das Mobil und die Peripherie gar nicht zu schätzen weiß.
Sorry, aber ich möchte hier nur meine Meinung und Erfahrungen zum besten geben. Es soll sich bitte Niemand persönlich angesprochen fühlen, ich will keinen Streit vom Zaun brechen. Aber dieses Thema "Finanzieren, oder bar zahlen" kann ich nicht mehr hören und nicht leiden. Und gerade solche Aussagen: "wenn man es sich nicht leisten kann bar zu zahlen, dann soll man es lieber sein lassen", oder noch besser: "für Hobby und Spass geht nur Bares" finde ich ungeheuerlich.
Selbst wenn derjenige das nur auf sich bezogen meint, ist das für mich eine Meinung, die man lieber für sich behält.
Auch wenn es sicher nicht so gemeint ist, kommt das bei anderen (Ratenzahlern) in etwa so an wie: "Eure Armut kotzt mich an".
Schön, wenn es Menschen gibt, die sich ihr Fahrzeug bar leisten können. Es gibt sogar Menschen die sich Ihre Finca, ihr Flugzeug, ihre Yacht, etc. bar kaufen, es ist aber auch schön, das man nicht neidisch drauf sein muss, weil man den Traum über eine Finanzierung auch leben kann.
:twisted: Komischerweise dreht sich das Ganze hier um und die Barzahler werden neidisch, weil sie (meine ich) in Ihrer tollen Welt der Begünstigten nicht mehr unter sich sein können :mrgreen:.

thomas56 am 30 Nov 2019 15:27:48

naja, aber Zwegat kommt nun mal selten zu Barzahlern!

Pechvogel am 30 Nov 2019 15:58:12

thomas56 hat geschrieben:naja, aber Zwegat kommt nun mal selten zu Barzahlern!


Jo, aber Zwegat ist Fernsehen und was ich davon zu halten habe das weiß ich. :D

Mal eine Frage an die Barzahler:
warum finanziert ihr eigentlich eure Immobilie?
Weil darauf sparen neben Miete nicht funktioniert? Bzw weil das Sparen so lange dauern würde das man die Immobilie dann höchstens noch vererben kann?



Grüße
Dirk

wolfherm am 30 Nov 2019 16:06:06

Moderation:Ein Beitrag, der nicht zum Thema passt, wurde entfernt.


weser13 am 30 Nov 2019 16:14:28

Moin,

die Anschaffung von Immobilien und deren Finanzierung ist sicher eine andere Geschichte.
Da spielen Vorsorgeüberlegungen und steuerliche Aspekt eine Rolle.

Im Übrigen soll sich jeder das Wohnmobil kaufen, was er sich leisten kann, unabhängig
von der Finanzierungsform.

Grüße aus Ni

BadHunter am 30 Nov 2019 16:20:35

Es muss eben immer alles in einem gesunden Verhältnis stehen: die Rate zum Einkommen, der Wert des Fahrzeuges bzw. der finanzierte Anteil zum Gesamtwert des Fahrzeuges, so dass man auch bei unerwarteten Ereignissen problemlos die Rate weiterzahlen kann (und natürlich dann auch das Wohnmobil nutzen kann), und dass im Extremfall mit dem Wert des Fahrzeuges beim Verkauf die Restschuld zumindest getilgt ist, wenn nicht sogar noch etwas über ist.

Nun geht es bei uns so langsam auf die arbeitsfreie Zeit des Lebens zu (in 10 Jahren wollen wir aufhören zu arbeiten), für den Zeitpunkt werden Auszahlungen größerer Beträge fällig, von denen dann auch unter Anderem ein anderes Womo für die Zeit des Ruhestandes angeschafft werden soll. Ob wir dann den gesamten Kaufbetrag sofort zahlen oder nochmal einen Teil finanzieren hängt dann von den Umständen ab, die zu der Zeit herrschen. Wenn die Finanzierungszinsen dann höher sind als heute würden wir wohl nicht mehr finanzieren, wenn die Zinsen so sind wie heute vielleicht schon...
Wir haben zu den Verträgen, die dann fällig werden, noch einen Fondssparplan, der zusätzlich bespart wird, für alle möglichen Ereignisse die vielleicht noch eintreten, vielleicht aber ja auch nicht... Dann ist es zusätzliches Budget für den Ruhestand, und in diesem Jahr hat uns der Fondssparplan bisher eine Rendite von 11,75 % gebracht, von Januar bis jetzt. Über die bisherige gesamte Laufzeit über 5 % pro Jahr (seit 2016, also inzwischen fast 4 Jahre).
Nun bin ich selbst unter Anderem auch ausgebildeter Finanzanlagenfachmann und habe selbst die Fonds gewählt, so dass ich das Risiko bzw. die Chance, die wir über die geplante Dauer des Sparens haben, abwägen konnte und ein Verlustrisiko ausschließe (auch dafür gibt es Mechanismen die man einbauen kann).
Somit wäre es sogar noch gewinnbringend, bei niedrigen Finanzierungszinsen lieber zu finanzieren als das Geld für die Anschaffung auszugeben... Und es ist ja dann vorhanden, falls man irgendwann doch den Rest ablösen möchte, das ist i.d.R. kostenfrei und man spart die Zinsen für die ursprüngliche Restlaufzeit.

Wie ich in dem anderen Thread schon schrieb haben wir das derzeitige Womo auch teilfinanziert, ca. ein Drittel bar bezahlt und zwei Drittel finanziert, aber dann aufgrund der persönlichen Lebensumstände schon nach halber Laufzeit, in dem Fall 4 Jahren, den Restbetrag abgelöst. Ohne die Finanzierung hätten wir das Fahrzeug aber damals (vor gut 13 Jahren) nicht kaufen können, hatten schon sehr viel schöne Zeit damit bevor es komplett bezahlt war, und auch heute noch möchte ich das gute Stück vorerst nicht mehr hergeben. Und der Verkaufswert wäre heute sogar noch so hoch, wie damals die finanzierte Summe.

Jeder muss einfach seine persönlichen Umstände richtig beurteilen und entsprechend handeln, ich würde niemanden schief ansehen, der sein Womo nicht vollständig bar bezahlt hat, denn wer ein entsprechendes Einkommen hat soll sich in meinen Augen auch die Lebensqualität leisten, die er sich leisten kann und möchte.

thomas56 am 30 Nov 2019 16:21:04

Pechvogel hat geschrieben:warum finanziert ihr eigentlich eure Immobilie?


ganz andere Geschichte! Weil die Hypo günstiger als die Miete ist, ist es quasi ein Selbstabtrag.
Bei 400.000 und 0,7%Hypo sind das 233,-€/Monat, wer hat da noch Lust Miete zu zahlen?

weser13 am 30 Nov 2019 16:40:49

Die 233,00 EUR sind aber nur für die Zinsen anzusetzen.
Und die 400.000,00 EUR Darlehen werden wie getilgt?

Grüße aus NI

WolleB am 30 Nov 2019 17:35:39

Je mehr ich hier lese je mehr komme ich auf den Gedanken daß jemand der nicht finanziert sich nichts leisten kann !? Finde den Fehler !

Wolfgang

gastino am 30 Nov 2019 17:55:05

Pechvogel hat geschrieben:Mal eine Frage an die Barzahler:
warum finanziert ihr eigentlich eure Immobilie?
Weil darauf sparen neben Miete nicht funktioniert? Bzw weil das Sparen so lange dauern würde das man die Immobilie dann höchstens noch vererben kann?


Nö, weil es unwirtschaftlich ist, Miete anstelle von deutlich niedrigeren Zinsen zu bezahlen. Und weil Immobilien keine Spaß- und Freizeit-Produkte sind, die man eigentlich nicht wirklich benötigt und für die ich mich nicht verschulden würde.

Waellerwind am 30 Nov 2019 18:08:43

einfach den Zollstock ausklappen und für jedes Lebensjahr einen Zentimeter nehmen.
Ich komme dann auf 51cm und sehe nur noch etwa 30cm Guthaben.
Jetzt kann ich überlegen ob noch 10cm angespart werden, oder vieleicht finanziert wird :wink:
Am Lebensende spielt es keine Rolle ob man Verluste oder Gewinne gemacht hat.


Gruß Andreas

Tinduck am 30 Nov 2019 18:31:15

Die Zinsen für Kfz-Finanzierungen sind im Moment ca. halb so hoch, wie es die Hypothekenzinsen in den 80er Jahren waren. Und natürlich ist eine eigene Immobilien ein unnötiger Luxus, man kann ja auch mieten! Oder im Womo leben...

Man finanziert selbstgenutzte Immobilien, damit man sie zu der Zeit schon nutzen kann, in der man sie braucht, und nicht 30 Jahre später.

Man finanziert vermietete Immobilien, damit man die Finanzierung von der Steuer absetzen kann.

Was jetzt klug oder dämlich ist, hängt ausschliesslich von den äusseren Bedingungen ab und nicht von den persönlichen Vorlieben. In Hochzinsphasen ist Sparen clever, in Niedrigzinsphasen Finanzieren. Immer falsch ist nicht nachdenken. Das gilt für riskante Kredite oder Anlagen genauso wie für Omis, die hunderttausende auf 0,25%-Sparbüchern vergammeln lassen. Bei 2-3% Inflation...

bis denn,

Uwe

rebell213 am 30 Nov 2019 18:41:58

Ich habe auch mein Haus ein auto früher finanziert.

Aber mit 50 sollten alle Raten abgetragen sein, für den Fall der Fälle, eine finanzierte Immobilie kann ich leichter frei verkaufen wie ein finanziertes Womo oder Auto.
wer mir 50 noch Raten abstottern muß, kann schnell Probleme bekommen.
Ich war froh das mit 49J. mein Haus bezahlt war ich keine sonstige Ratenverpflichtungen hatte, als mich quasi über Nacht meine Krankheit einholte, nachts den 1 Herzinfarkt, 2 Tage später den nächsten mit Herzstillstand. Und du von heute auf morgen nicht mehr Arbeiten kannst.
dann der Kampf bis die Rente durch war.
Es muss nicht sein, aber es kann jeden treffen, ich habe eine gute Rente mit deim einkommen meiner Frau leben wir sehr gut. wir haben unser Womo jetzt 1 Jahr nach alldem wäre mir niemals mehr in den sinn gekommen für Freizet Kredite aufzunehmen.
Und mit dem was ich heute weiß würde ich sowas auch sonst nicht mehr machen.

Und möchtet ihr das eure kinder euren Luxus der nicht bezahlbar war, vielleicht abstottern müssen? und eure Schulden tilgen?
Ja jetzt kommt wieder der Spruch mit den Versicherungen, da haben sich auch schon einige in den A...sch gekniffen

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