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Wie lang dauert das Balancing Zellenausgleich


Iglmoos am 04 Dez 2019 22:33:47

Hallo zusammen,

bei meinem 160AH LiFeYPO4-Akku von Lisunenergy soll alle 15 Tage ein Zellenausgleich (= Balancing) stattfinden. Die Ausgleichsspannung ist auf 14,6 V festgelegt.

Nun habe ich festgestellt, dass meine Lichtmaschine den Akku an den entsprechenden Balancing-Tagen nicht alleine auf 14,6 V bringt, sondern dass dazu die Solaranlage zusätzlich benötigt wird. Das führt dazu, dass bei bewölktem Himmel das Balancing ausfällt, denn - so habe ich das jedenfalls verstanden - die Balancer werden erst bei 14,6 V aktiv.

Gestern (es war so ein 15. Tag fürs Balancing) war ich ca. 500 km mit dem Auto unterwegs. Die Sonne schien mal mehr, mal weniger und ich konnte auf meinem Tablet über VictronConnect beobachten, dass die Akku-Spannung langsam Richtung 14,6 V stieg. Vorausgesetzt, wir waren in der vollen Sonne unterwegs. Tatsächlich habe ich mehrmals für kurze Zeit 14,6 - 14,62 V erreicht, aber immer nur für kurze Zeit, dann kam wieder eine Wolke und die Spannung fiel auf 14,5 V oder tiefer.

Die Victron-Software meldete immer, wenn die Spannung unter 14,4 V lag, die Anzeige "Bulk" (= CC-Phase?). 14,4 V sind die Einstellung für die Konstantspannung. Stieg die Spannung über 14,4 V, wechselte die Anzeige auf "Zellenausgleich". Das ist wohl normalerweise die Absorbtions-Phase (CV-Phase?), aber am "Balancing-Tag" heisst es dann wohl "Zellenausgleich", weil eben nicht auf 14,4 V verharrt wird. Insgesamt 3,5 Std. befand sich der Akku im Zellenausgleich-Modus/Absorbtions-Modus, den Rest der Zeit im Bulk-Modus. Die Float-Phase wurde nicht erreicht, d.h. nach meinem Verständnis, dass der Zellenausgleich nicht vollständig durchgeführt wurde.

Kommen wir zu den Fragen, die sich für mich aus den zuvor beschriebenen Beobachtungen ergeben:
1. Wie lange müssen 14,6 V anliegen, damit der Zellenausgleich vollständig durchgeführt wird?
2. Ist ein abgebrochener, unvollständiger Zellenausgleich besser als gar keiner oder sollte man das vermeiden? (Aber wie?)
3. Da ohne Solar-Unterstützung keine 14,6 V erreicht werden, wird es wohl im Winter (wenn ich sowieso weniger fahre als im Sommer) wegen des überwiegend bewölkten Himmels und meinem schattigen Parkplatz 2 - 3 Monate kein Balancing geben. Besteht da irgendeine Gefahr, dass der Akku Schaden nimmt?
4. Sehe ich ein Problem, wo keins ist, und sollte das Ganze am besten vergessen?

Danke für etwas Aufklärung. Ich tue mich etwas schwer mit dem Thema und finde im Netz wenig Hilfreiches dazu.
Grüße, Hartmut

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Stocki333 am 05 Dez 2019 08:41:58

Hallo Hartmut
Ich vermute du hast einen Victron Solarregler.
ich habe eine Einstellung am Victron für den Zellenausgleich von 10 Tagen.Dauert automatisch eine Stunde. Spannungseinstellung ist bei mir 14,58 Volt. So sehe ich durch den krummen Wert in der Historie , ob er durchgeführt wurde.
Die Balancer beginnen schon viel früher mit dem Balancing. So bei 14,45 V. Den vollen Balancerstrom erreichen sie bei 14,6 Volt.
Stieg die Spannung über 14,4 V, wechselte die Anzeige auf "Zellenausgleich". Das ist wohl normalerweise die Absorbtions-Phase (CV-Phase?), aber am "Balancing-Tag" heisst es dann wohl "Zellenausgleich", weil eben nicht auf 14,4 V verharrt wird.

Also wie du das beschreibst, Ist deine Spg im Fahrbetrieb über 14,4 Volt. Und damit deine Balancer auch arbeiten.
Mach dir nicht so viele Gedanken darüber, die Anlage läuft sehr Stabil. die Zellen driften nicht so schnell weg.
Wenn du länger die hast, kontrollierst du die auch nicht mehr dauend. Den dein Vertrauen in die Winston wird auch steigen. Nach einer Saison wirst du mir Recht geben. So wie dir ist es allen gegangen.
Ich vermute du fährst den Regler auf lithium Einstellung. Meiner läuft seit Beginn auf benutzdefinierter Einstellung.
Auch verwendest du ein IBS System, deren Funktion ist nicht mein Wissenstand.
Aber kontrollier einmal deine Spag über den BMV. Wenn folgende Bedingungen erfüllt sind.
Batterie voll.
Maschine kalt.
Alle Verbraucher aus. Kein Licht oder Gebläse.
Nach Start der Maschine steigt die Spg am Accu schnell auf die 14,4 Volt. Und bei Kalten Zustand auch über 14,4 Volt. Damit beginen auch die Balancer zu arbeiten. Ist bei mir so. Mußt du ausprobieren.
Bei mir erfolgt so, wenn die Bedingungen zutreffen, ein Balancing über die LM.

wegen des überwiegend bewölkten Himmels und meinem schattigen Parkplatz 2 - 3 Monate kein Balancing geben.

Hier müßt du aufpassen. wie hoch ist der Grundverbrauch deines Fzg.Ist der höher als der Solarertrag, wird der Accu in den 3 Monaten entladen. Vom BMV werden solche kleinen Ströme nicht korrekt erfasst.
Es gibt eine ganz einfache Methode um das rauszubekommen.
14 Tage Abstellen.
Maschine Starten.
Und ungefähr über die geladenen Ampere Abschätzen, und der Zeit, bis 14.00 Volt erreicht ist.
Braucht der bei einem Ladestrom von 30 A, 30 min, haben 15 Ah gefehlt.
Sonst einfach den Accu abschalten. Muß ich auch machen. funktioniert problemlos seit 2 Jahren.
Gruß Franz

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andwein am 05 Dez 2019 11:07:01

Stocki333 hat geschrieben:....ich habe eine Einstellung am Victron für den Zellenausgleich von 10 Tagen.Dauert automatisch eine Stunde. Spannungseinstellung ist bei mir 14,58 Volt. Gruß Franz

Auch zu dem Beitrag von "iglmoos" "bei meinem 160AH LiFeYPO4-Akku von Lisunenergy soll alle 15 Tage ein Zellenausgleich (= Balancing) stattfinden. Die Ausgleichsspannung ist auf 14,6 V festgelegt.".
habe ich ein echtes Verständnisproblem. Es rührt vielleicht auch daher, dass ich selbst keinen Regler von Victron habe und den angesprochenen "Zellausgleich" mit 14,6V nicht nachvollziehen kann.
1. Zellausgleich bedeutet bei Blei/nass Batterien den Ladespannungspegel kurzzeitig über die Gasungsgrenze anzuheben.
2. Bei Lithium und bei geschlossenen AGM/Gel Batterien sollte diese Funktion abgeschaltet sein
3. Bei einem Lader mit CC/CV Ladekurve gibt es keine dritte Phase mit Zellausgleichsladung (Stieg die Spannung über 14,4 V, wechselte die Anzeige auf "Zellenausgleich". Das ist wohl normalerweise die Absorbtions-Phase (CV-Phase?)
4. Für eine Lithium Batterie gibt es zwar auch eine Funktion "Zellausgleich" aber dort heißt es "Zellbalancing" und wird batterieintern durch die Balancermodule ausgeführt und nicht durch das externe Ladegerät.
5. Wieso bei einem Regler der auf Lithiumladung (also CC/CV) gestellt ist die Meldung "Zellenausgleich" erscheint bedeutet für mich entweder das falsche (oder nicht vorhandene richtige) Ladeprogramm oder schlampige Programmierung. Bei eingestellter I/Uo/U ladung müssten eigentlich die Ladephasen "Bulk oder Hauptladung", dann "Absorbtion oder Nachladung" und dann "Float oder Erhaltungsladung" erscheinen.
Vielleicht kann mir ja einer helfen das Verständnisproblem zu lösen, Gruß Andreas

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thomker am 05 Dez 2019 16:56:08

andwein hat geschrieben:4. Für eine Lithium Batterie gibt es zwar auch eine Funktion "Zellausgleich" aber dort heißt es "Zellbalancing" und wird batterieintern durch die Balancermodule ausgeführt und nicht durch das externe Ladegerät.


Hallo Andreas,

alles natürlich richtig was du geschrieben hast. Das "Problem" ist nur, dass die passiven Balancer erst bei einer Spannung von >3,6 V pro Zelle anfangen, den Strom an der Zelle vorbei zu leiten. Das passiert z.B. dann, wenn 3 Zellen 3,5 V haben und die 4. schon 3,6 V. Dann wird der Strom von Zelle 4 halt über die Balancer verbraten, sodaß die anderen 3 auch vollgeladen werden können, ohne Zelle 4 in hohe Spannungen zu treiben. Daran sieht man auch, dass ein Balancing auch deutlich unter 14,4 V vorkommen kann, z.B. dann, wenn der Drift doch mal höher ausfällt.

Zahlen waren nur zur Anschauung, 100 mV Drift gibt's kaum.

ät iglmoos: Ich würde mir nicht so viele Gedanken um 3 Monate Ruhepause machen, höchstens mal nach der Gesamtspannung schauen, wenn der Akku nicht abgeschaltet wird. Unter 13V nachladen und fertig.

Gruß
Thomas

Gruß
Thomas

Bodimobil am 05 Dez 2019 18:04:55

Wo steht, dass die Winston regelmäßig eine extra Ausgleichsspannung benötigen?
Ich habe die Winston (Bausatz Lisunenergy) nun seit über 2 Jahren. Ladegeräte nur Votronic Booster und Votronic MPP Solarregler mit Ladeendspannung 14,4V.
Geschätzt 70% des Jahres gibt es eine tägliche Volladung durch Solar.
Erst letzte Woche habe ich zum ersten mal die Spannung der Einzelzellen gemessen. Bis auf Messungenauigkeit im Bereich von 0,02V waren alle Zellen identisch. Und das obwohl ich noch nie eine "Ausgleichsspannung" > 14,4V angelegt habe.
Lass einfach alles laufen mit Ladegeräten die LiFe Einstellung mit 14,4V haben.

Gruß Andreas

Stocki333 am 05 Dez 2019 19:41:10

hallo Andreas
Beim Victron Solarregler heißt es aber so.

Ist zwar ein alter Screenshot aber so habe ich den eingestellt. Auf Benutzerdefinierter Einstellung. Irgendwann im Laufe eines Törn wird der auf diese Spg laufen. sieht man dann sehr gut in der History.
Diese Einstellung hat sich bewährt. Und habe ich sie zur Verfügung, sehe ich es als Fehler. wenn ich sie nicht nützen würde.
Ob es notwendig oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Eines ist sicher.
Schaden kann es mal nicht.
Gruß Franz

MountainBiker am 05 Dez 2019 20:05:57

Hallo,

Wo steht, dass die Winston regelmäßig eine extra Ausgleichsspannung benötigen?
Ich habe die Winston (Bausatz Lisunenergy) nun seit über 2 Jahren. Ladegeräte nur Votronic Booster und Votronic MPP Solarregler mit Ladeendspannung 14,4V.


Korrekt, denn die EV-Power Balancer arbeiten ab 3,5V schon:
Bild

Nun zur Ausgangsfrage zurück
Wie lang dauert das Balancing Zellenausgleich


Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten und nimmt immer Bezug auf das vorhandene System, Du schreibst ferner dass Du ein Lisunenergie System 160 Ah LiFeYPO4 hast, wir gehen deshalb davon aus, dass die Zellen sorgfältig initialisiert waren und EV-Power Balancer verbaut sind. Das ist wichtig, denn jedes System arbeitet anders. Du hast ein System mit Top-Balancer - diese benötigen natürlich ein "gewisses Zeitfenster" im oberen Spannungsbereich. Da der Ladestrom oberhalb von 14,3V in der Konstantspannungsphase sehr schnell abnimmt bedeutet das entweder länger mit 14,3V zu "Balancieren" oder etwas kürzer mit <14,3V, denn die Ausgleichskapazität ist der Strom mal der Zeit! Nun kommt der Zustand Deines Systems ins Spiel bei einen "intakten" nahezu synchronen System geht das sehr rasch von statten - je größer die Disbalance desto länger. Limitiert wird dies aber durch eine mögliche OVP-Abschaltung wenn die maximale Ausgleichskapazität überschritten wird. Wenn Dein System aber nicht unterhalb von SoC 10% entladen wurde sollte das kein Problem sein.

Wie bei Andreas, arbeitet mein LiFeYPO4-System nun auch seit mehr als 2 Jahren fehlerfrei und ohne Probleme, Ich denke das 14,4V (EV-Power Balancer) ausreichen, die Phase sollte aber mindesten 4h andauern, da der Ladestrom sehr schnell auf <100mA absinkt!

Meine Meinung dazu!

towi am 05 Dez 2019 20:26:48

Hey,

Wenn der abgebildete Balancer bei 3,5 beginnt zu Arbeiten und er bei 3,6V ca. 400mA verbrutzelt, heißt das im umkehrschluß das im ausbalancierten System immer 1,6A fließen weil 4x 400mA an den Zellen vorbei fließen ( bei 14,4V ) ???

Danke & Gruß
towi

MountainBiker am 05 Dez 2019 20:32:01

ausbalancierten System immer 1,6A fließen weil 4x 400mA an den Zellen vorbei fließen


nein es fließen 400mA über die 4 Balancer in Serie bei 14,4V im Beispiel, außer Du betreibst die Zellen parallel mit 3,6 und 4 Balancer parallel - was wenig Sinn macht!

Balancerstrom ist aber nicht Ladestrom!!!

towi am 05 Dez 2019 20:42:30

Stimmt,
kleiner Denkfehler meinerseits :-)

Im ausgeglichenen System fließen dann also die 400mA nacheinander über alle 4 Balancer, aber weniger als 400mA geht nicht wenn der Akku voll ist.?

Wenn z.B. beim Fertigakku doch weniger Strom ( <100mA ) fließt bei 14,4V dann sind vermutlich andere Balancer verbaut , die weniger Strom vorbei leiten oder später anfangen zu arbeiten.?

Muß mir viell. doch mal einen Akku selber zusammen bauen, dann versteht man sicher einiges besser ...

Thanks
towi

Stocki333 am 05 Dez 2019 20:52:36

towi hat geschrieben:Wenn z.B. beim Fertigakku doch weniger Strom ( <100mA ) fließt bei 14,4V dann sind vermutlich andere Balancer verbaut , die weniger Strom vorbei leiten oder später anfangen zu arbeiten.?

Schau mal auf Chinesischen Seiten bei den BMS Verkäufern. Du wirst feststellen wie gering die Balancerströme sind. Bei mehr als 90 % der BMS wie sie in Fertigaccus verbaut sind.
Gruß Franz

towi am 05 Dez 2019 22:12:10

Yepp,
Du hast recht: 45mA 3,6V

Mann lernt nie aus

thanks
towi

Stocki333 am 06 Dez 2019 08:50:45

towi hat geschrieben:Yepp,
Du hast recht: 45mA 3,6V
Mann lernt nie aus
thanks
towi

Jetzt verstehst man auch, warum ein Fertigaccu Verkäufer auf Anfrage eines Foristen mit folgender Aussage aufgewartet hat.
Die Einstellung des Ladegerätes sollte Gel sein.
Damals ging ich der Sache nach. Diese Ausage hat mich einfach stutzig gemacht. War mit meinem damaligen Wissenstand nicht erklärbar. So schloss sich der Kreis.
Gruß Franz

andwein am 06 Dez 2019 11:03:39

Stocki333 hat geschrieben:hallo Andreas, Beim Victron Solarregler heißt es aber so.
Ist zwar ein alter Screenshot aber so habe ich den eingestellt. Diese Einstellung hat sich bewährt. Ob es notwendig oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Gruß Franz

Und das Intervall kann man nicht auf "nie" stellen??. Ich sehe bei geschossenen Batterien AGM/Gel Batterien hier eine Gasungsgefahr, wie sich eine Lithium Batterie mit eingebauten Balancern und OVP Schutzschaltung intern verhält weiß ich nicht.
Ich würde den Parameter "automatischer Zellenausgleich" auf "nicht, nie oder Aus" stellen.
Gruß Andreas

Stocki333 am 06 Dez 2019 11:29:37

ch sehe bei geschossenen Batterien AGM/Gel Batterien hier eine Gasungsgefahr, wie sich eine Lithium Batterie mit eingebauten Balancern und OVP Schutzschaltung intern verhält weiß ich nicht.
Ich würde den Parameter "automatischer Zellenausgleich" auf "nicht, nie oder Aus" stellen.

Das sehe ich genau so wie du.
Diese Einstellung ist auch für Lithium gedacht.
Ausgleichspannung und Manueller Zellausgleich gehören zusammen.
Die Stellung aus ist möglich. Ich glaube sogar Standartmäßig deaktiviert.
Bei AGM 2 Kennst du ja die kontroverse Diskussion um Ladeendspg 14,4 oder 14,7. Hier kann man einen Kompromiss einstellen.
Einmal am Tag für eine Stunde auf 14.7 Volt. Sonst auf 14,4 Volt. Und die Liebe Seele hat seinen Frieden. :ja: :lach: ;D
wie sich eine Lithium Batterie mit eingebauten Balancern und OVP Schutzschaltung intern verhält weiß ich nicht.

Bei Lithium Accu sicher nicht unwichtig. Bei den Meisten ist doch eine Ladeendspg von 14,6 angegeben. Geladen wird jedoch miit 14,2 - 14,4 V. Das Ungleichgewicht tritt jedoch im hohen Spannungsbereich auf. also kann es Sinn machen auf diese hohe Spg zu gehen. Der Balancerstrom ist in der Regel höher, je höher die Spannung ist.
Aber ist ja alles nur Theorie, wie die Aussage<: intern verhält weiß ich nicht :mrgreen:
Gruß Franz

lisunenergy am 06 Dez 2019 11:34:19

Der automatische Zellausgleich lässt sich mit dem Solarladeregler sehr gut einstellen. Hier wird für maximal 1 Stunde die Spannung leicht angehoben. Gerade manche Systeme gehen bis 14,2 volt und sehr schnell auf Fload. Hier kann man mit der Einstellung 2 Probleme lösen. 1 Synchronisation und Angleichung bei Systemen die häufig sehr tief entladen werden. Man muss es aber auch nicht einstellen wenn alles sehr gut läuft.

andwein am 06 Dez 2019 18:13:54

lisunenergy hat geschrieben:Der automatische Zellausgleich lässt sich mit dem Solarladeregler sehr gut einstellen. Hier wird für maximal 1 Stunde die Spannung leicht angehoben.

Und der geneigte User sollte sicher sein in welchem Bereich er sich bei seiner Batterie bewegen kann. Das ist halt das Problem bei den vielfältig parametrierbaren SRs. Die meisten kenne die Zusammenhänge der Stellschrauben halt nicht.
Gruß Andreas

Stocki333 am 06 Dez 2019 18:34:01

Die meisten kenne die Zusammenhänge der Stellschrauben halt nicht.

Dafür gibt es die unermüdlichen Foristen, die weiterhelfen wenns eckt. Und ich bin mir sicher.
Wenn du mal "AGM" mit Y drinnen hast, gehörst du auch dazu. :ja: :lach:
Gruß Franz

George67 am 06 Dez 2019 18:43:03

An die Techniker und Bastler möchte ich mal einen hoffentlich als konstruktiv akzeptierte Kritik richten.

Ich hoffe, wir sind uns einig, dass LiFexx (und auch meine LiIons) normalerweise nur sehr geringe Balancierleistungen brauchen. Daß man mehr Leistung braucht, wenn die Akkus dur äussere Einflüsse (Schaltungsfehler) ausser Takt gebracht werden, will ich dabei garnicht mitrechnen, das gehört beseitigt, nicht durch Balancen überdeckt.

Also sind die meisten Zeiten, in denen die Zellen zum Balancieren gehoben und gehalten werden, unnütz. Warum stellt man also nicht fest, ober der Akku überhaupt Drifts zeigt, und bricht unnütze Ladungen ab oder macht gezielte ?

Dazu braucht es nichts weiter als einen Controller, der die 4 Spannung der Zellen als Eingang hat, und die Ladungsabschaltung beeinflussen kann ( Abschalten, Begrenzen, ....)
Was meinen die Spezis ?

Stocki333 am 06 Dez 2019 19:11:15

hallo Georg
Dazu braucht es nichts weiter als einen Controller, der die 4 Spannung der Zellen als Eingang hat, und die Ladungsabschaltung beeinflussen kann ( Abschalten, Begrenzen, ....)
Was meinen die Spezis ?

Warte, kommt sicher noch von den Chinesen, Als Fertig-BMS. Aber das alles implatieren. Warum. Wenn ich mir anschaue wie problemlos die jetzt verbaute analogen Balancer arbeiten...?
Und meine Meinung dazu. Was nicht verbaut ist, kann nicht kaputt gehen. und die Fehlerqote steigt je höher die Ansprüche.
Bringt ja nichts wenn so ein wegen Kleinigkeiten dir den Saft abdreht. Wenn man sich ein Steuergerät eines Motors anschaut, was dort Fehler produziert werden, in der Steuerung. Der Vergleich hingt zwar gewaltig. Aber so eine Elektronik arbeitet in einem Fzg. Und dort hat man eine sehr verseuchte Umgebung. kennt man ja: Nach drücken des Resetknopf.. oder so ähnlich. also gehört uch eine gewisse inteligenz in so eine Schaltung. Sonst kann ich die "Alten" ja auch verwenden.
Sind aber nur meine Gedanken, frei heraus.
Franz

MountainBiker am 06 Dez 2019 19:37:18

Hallo,

Dazu braucht es nichts weiter als einen Controller, der die 4 Spannung der Zellen als Eingang hat, und die Ladungsabschaltung beeinflussen kann ( Abschalten, Begrenzen, ....)


Und damit hast Du schon das Problem bei dieser Vorgehensweise genannt. Das BMS reagiert mit einer "OVP Abschaltung" und weis dennoch nicht "welche Ladungsmenge" fehlt. Natürlich könnte man dann definierte Mengen gezielt nachladen lassen und in der Ladungspause erneut messen und nachsteuern. Das nächste sind die extrem hohen Anforderungen an die Meßgenauigkeit, wir sprechen hier von Unterschieden im mV-Bereich während der Ladungsphase. Die Langzeitgenauigkeit von entsprechenden Meßsystemen ist nicht über viele Jahre gegeben, man müßte dann neu kalibrieren. Kommerzielle Akku-Systeme müssen "out of the box" über viele Jahre ohne Eingriff funktionieren, sonst wird man mit Nachbesserungen nicht fertig und das Produkt ist unrentabel.

Das ist aber alles viel zu kompliziert. Also "verschiebt" man die Messung der Kapazitätsunterschiede in einen Bereich der meßtechnisch leichter zu beherrschen ist und das ist eben nahe dem "Ladungsende". Und die Praxis beweist, dass sogar einfache analoge Top-Balancer die Sache ausreichend steuern (wie beim EV-Power System).

Meine Meinung dazu!

George67 am 06 Dez 2019 22:23:32

Georg67 hat geschrieben:Dazu braucht es nichts weiter als einen Controller, der die 4 Spannung der Zellen als Eingang hat, und die Ladungsabschaltung beeinflussen kann ( Abschalten, Begrenzen, ....)
Was meinen die Spezis ?


Stocki333 hat geschrieben:hallo Georg
Warte, kommt sicher noch von den Chinesen, Als Fertig-BMS. Aber das alles implatieren. Warum. Wenn ich mir anschaue wie problemlos die jetzt verbaute analogen Balancer arbeiten...?

Ich rede ja nicht von den Balancern. Die tun ihren Job, und anscheinend gut.
Ich rede von der Spannungsüberwachung beim Laden. Genauer, von der Forderung bei solchen Akkus nicht bei hoher Spannung "Voll" (Strom = 0) zu laden.
Geht man nach Theorie, isses gefährlich.
Geht man nach Lars, halten die Akkus das aus.

Stocki333 hat geschrieben:Und meine Meinung dazu. Was nicht verbaut ist, kann nicht kaputt gehen. und die Fehlerqote steigt je höher die Ansprüche.

Du verzichtest auf eine Schutzfunktion, weil sie kaputtgehen kann ? :D
Aber der Akku ist dir egal ? :mrgreen:

Ist er natürlich nicht, denn ihr diskutiert hier und überall darüber, wie lange die Haltezeit ist, darf und soll. Aber euch fehlt die Konsequenz und Härte, das mal "RICHTIG" zu machen, statt "anders".

Stocki333 hat geschrieben:Bringt ja nichts wenn so ein wegen Kleinigkeiten dir den Saft abdreht.

Die Frage ist einfach, obs ne Kleinigkeit ist oder nicht. Siehe oben.

Du kannst wählen: sicherer Akku oder bequeme Schaltung drumrum.

Stocki333 hat geschrieben:Wenn man sich ein Steuergerät eines Motors anschaut, was dort Fehler produziert werden, in der Steuerung.

Das war mal. Heute schafft ein 4 Zyl keine 2 Umdrehungen ohne das Steuergerät. Es legt den genauen Steuerwinkel von Einspritzung und Zündfunke fest. digital.
Das Gaspedal ist ein Poti.... denk dran.
Der Controller meines Buck wandlers arbeitet digital. Bei 150 kHz.(!) Der ist nicht mehr analog....

Stocki333 hat geschrieben:Der Vergleich hingt zwar gewaltig. Aber so eine Elektronik arbeitet in einem Fzg. Und dort hat man eine sehr verseuchte Umgebung. kennt man ja: Nach drücken des Resetknopf.. oder so ähnlich.

Ab Android, IOS und Windoof darfst du das behaupten. Bei Embedded Controllern nicht.
Das hat man gelernt.

Stocki333 hat geschrieben:also gehört uch eine gewisse inteligenz in so eine Schaltung. Sonst kann ich die "Alten" ja auch verwenden.

Siehe mein Pedelec BMS.

Stocki333 hat geschrieben:Sind aber nur meine Gedanken, frei heraus.
Franz

Wir streiten uns nicht. Wir diskutieren, sehr ernsthaft.

George67 am 06 Dez 2019 23:34:02

Georg67 hat geschrieben:Dazu braucht es nichts weiter als einen Controller, der die 4 Spannung der Zellen als Eingang hat,

und die Ladungsabschaltung beeinflussen kann ( Abschalten, Begrenzen, ....)


MountainBiker hat geschrieben:Hallo,
Und damit hast Du schon das Problem bei dieser Vorgehensweise genannt. Das BMS reagiert mit einer "OVP

Abschaltung" und weis dennoch nicht "welche Ladungsmenge" fehlt.

Das sehe ich ganz anders. Die OVP Abschaltung sorgt dafür, DAß eine Ladungsmenge fehlt. Und das ist genug.

MountainBiker hat geschrieben:Natürlich könnte man dann definierte Mengen gezielt nachladen lassen und in der Ladungspause erneut messen

und nachsteuern.

Ich weiss nicht warum, aber kann man machen.

MountainBiker hat geschrieben:Das nächste sind die extrem hohen Anforderungen an die Meßgenauigkeit, wir sprechen hier von Unterschieden
im mV-Bereich während der Ladungsphase.

Das Problem ist nicht die Meßgenauigkeit (wenn man von echten Funktionsdefekten absieht).
Das Problem ist, dass die Spannung keine gute Korrelation zum SOC hat. Das Problem liegt nicht in der
Messung, sondern im Akku.

MountainBiker hat geschrieben:Die Langzeitgenauigkeit von entsprechenden Meßsystemen ist nicht über viele Jahre gegeben, man müßte dann
neu kalibrieren.

Muss man auch nicht. Gleicher Grund wie oben.

MountainBiker hat geschrieben:Kommerzielle Akku-Systeme müssen "out of the box" über viele Jahre ohne Eingriff funktionieren, sonst wird
man mit Nachbesserungen nicht fertig und das Produkt ist unrentabel.

Tun sie ja. Im auto, im Fahrrad, sonstwo.

MountainBiker hat geschrieben:Das ist aber alles viel zu kompliziert.

Finde ich nicht. Ich habe schon komplexeres gemacht. Inclusive Multitasking-Betriebssystem.

MountainBiker hat geschrieben:Also "verschiebt" man die Messung der Kapazitätsunterschiede in einen Bereich der meßtechnisch leichter zu

beherrschen ist und das ist eben nahe dem "Ladungsende".

Das sehe ich nicht so. Vorher bedeuten die Messungen nichts, das ist das Problem.

MountainBiker hat geschrieben:Und die Praxis beweist, dass sogar einfache analoge Top-Balancer die Sache ausreichend steuern (wie beim

EV-Power System).

Im Prinzip ja. Mit Streifen.

Stocki333 am 07 Dez 2019 00:31:34

Hallo Georg
Also ich weiß nicht ob die Diskussion Sinn ergibt.
Das war mal. Heute schafft ein 4 Zyl keine 2 Umdrehungen ohne das Steuergerät. Es legt den genauen Steuerwinkel von Einspritzung und Zündfunke fest. digital.
Das Gaspedal ist ein Poti.... denk dran.
Der Controller meines Buck wandlers arbeitet digital. Bei 150 kHz.(!) Der ist nicht mehr analog....

Das kann ich dir sagen, hier liegst du komplett falsch.
Bei einem 350 Ps 6 Zyl Diesel, 300 000km. Im Fahrbetrieb, hast du Probleme mitzulesen was der in der Minute Fehlsignale produziert. In Klarschrift.
Ein Benziner ist teilweise noch schlimmer. siehe verseuchte Umgebung.
Gruß Franz

andwein am 07 Dez 2019 11:17:21

Stocki333 hat geschrieben:....Bei einem 350 Ps 6 Zyl Diesel, 300 000km. Im Fahrbetrieb, hast du Probleme mitzulesen was der in der Minute Fehlsignale produziert. Gruß Franz

Sorry "stocki333" Franz, das ist so nicht ganz richtig dargestellt. Die Dutzende von Sensoren produzieren "Korrektursignale" keine Fehlersignale. Bei Steuerungen im laufenden Betrieb eine gewünschte Korrektur als Reaktion auf geänderte Umfeldbedingungen.
Wenn die Schwellwerte damit nicht mehr eingehalten werden können, dann erfolgt eine Fehlermeldung.
Nur mein Verständnis einer Regelung/Steuerung. Und bitte jetzt nicht über die Unterschiede Regelung/Steuerung diskutieren.
Gruß Andreas

George67 am 07 Dez 2019 18:18:03

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Georg
Also ich weiß nicht ob die Diskussion Sinn ergibt.

Das weiss man nie. Wüsste mans, brauchte man nicht zu diskutieren.... :D

Stocki333 hat geschrieben:Bei einem 350 Ps 6 Zyl Diesel, 300 000km. Im Fahrbetrieb, hast du Probleme mitzulesen was der in der Minute Fehlsignale produziert. In Klarschrift.

Das hört sich nach Fehlermeldung oder Kommunikationsfehler an, das ist natürlich kein Absturz.
Müsste man mal genau schauen.
Grundsätzlich aber kannst du die friedliche saubere Funktion von hunderten von Controllern um dich herum nicht mit einem beispiel schlechtreden.
Stocki333 hat geschrieben:Ein Benziner ist teilweise noch schlimmer. siehe verseuchte Umgebung.
Gruß Franz

Früher mal war verseuchte KFZ Umgebung ein Problem. Das hat man imho nach mehr als einem Jahrzehnt im Griff.


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