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Reisebericht - Frankreichs Südwesten Sommer 2019 Teil 5


Säcker am 08 Dez 2019 17:09:16

Zuerst möchte ich mich entschuldigen, dass der 5. Teil so lange gedauert hat. Ich hatte bzw. habe, nun aber nicht mehr so schwer, Männerschnupfen. :/ :ill: :krank: Und nur Männer wissen, wie schlimm das ist. :roll: Nun ist es aber soweit, den Bericht mit viel mehr Text und ganz vielen Bildern findet ihr hier --> Link.

Für diejenigen, die nur mal kurz reinschauen wollen, gibt es hier eine Kurzfassung:

30.09. bis 06.10. von Capbreton nach Rocamadour

Draußen ist es herrlich. Gerade das richtige Wetter um einen Spaziergang am Strand entlang in den Ort zu machen. Bei den Bars bzw. Restaurants an der Promenade sind zahlreiche Aufräumarbeiten zugange. Die Einen beseitigen die Wasserschäden vom Vorabend, als es so einen starken Wellengang gab und überschwappte, und die Anderen schliessen bereits ihr Mobiliar für den Winterschlaf weg. Auf unserer Seite säumen zahlreiche Restaurants die lange Hafeneinfahrt. Für mich gibt es also auch nichts Naheliegenderes, als mit dem Studium der Speisekarten zu beginnen. Und wenn ich so studiere, bin ich doch auch ein Student, ein Student der Wirtschaftswissenschaft im wahrsten Sinne des Wortes, oder? Man spricht ja auch von grauer Theorie. Ich bin für die Praxis. Den Rest des Tages betrachten wir als lange Siesta. Beim abendlichen Rundgang der Kassiererin werden nur noch 10.00 EUR für die Übernachtung genommen, da wir morgen schon „im Oktober aufwachen“ und damit die Preisreduzierung greift.



Am nächsten Morgen gehen wir nach dem Frühstück zum Abschied noch einmal hoch auf die Düne und schauen Paraglidern bei ihren Flugübungen zu.



Heute stehen einige Überlegungen für unsere Weiterfahrt auf der Tagesordnung. In 14 Tagen wollen wir wieder Zuhause sein. Eine Runde durch Nordspanien, oder wenigstens durch das Baskenland, macht keinen Sinn mehr. Wir wollen ja zu keiner Zeit irgendwo in zeitlichen Stress geraten. Aber wenigstens nach Hondarribia fahren, und abends eine Tour durch die Tapas-Bars machen, wäre schon schön. In Hondarribia möchten wir auf den Strandparkplatz vom Parking Hondartza. Dort haben wir bei unserem letzten Besuch zusammen mit anderen Wohnmobilisten sehr schön gestanden. Mittlerweile ist dieser Platz, und auch einige Parkstreifen in der Umgebung, aber für Fahrzeuge unserer Höhe gesperrt, auch wenn es keine Balken gibt. Wir respektieren dies, und finden nach feinfühliger Suche einen schönen Übernachtungsplatz für uns. Nach der Besichtigungstour ist aber an der Zeit für den schönsten Teil des Tages. In der Fußgängerzone befinden sich zahlreiche Tapas-Bars, die auch schon von den Einheimischen rege besucht werden. Es bieten sich viele kleine und urige Lokalitäten an. Auf den Theken stehen vorbereitete Tapas, hier im Baskenland Pintxo, oder man bestellt sich frisch zubereitete Rationes (kleine Portionen eines Gerichtes). Dazu trinken wir gerne Vermouth oder Wein.



Nach drei ganz unterschiedlichen Lokalitäten und einem schönen Abend, den wir sogar bei einer Bar draußen sitzend verbringen, beenden wir unsere Tapas-Tour.

Es regnet heute, und außerdem hat es merklich abgekühlt. Unser kurzer Besuch in Spanien ist zu Ende. Wir legen trotzdem an der Grenze einen Stopp ein. Auf dem Parkplatz werden die Wohnmobile extra auf einem separaten Platz eingewiesen, und haben dabei prompt die einzige billige Tankstelle verpasst. Für uns steht ein besonderer Parkautomat zur Verfügung. Doch fast jeder, egal welcher Nationalität, benötigt die besondere Hilfe der, trotz Regen, total freundlichen spanischen Parkwächter, da manche Tasten, warum auch immer, doppelt gedrückt werden müssen. Wir bezahlen für zwei Stunden EUR 2,50. Nach einem weiteren kurzen Aufenthalt in Saint-Jean-de-Luz fahren wir nach Espelette. Um diese Jahreszeit wird dort sicher nicht mehr so viel los sein. Auf dem Parkplatz für Busse finden wir gerade noch einen Platz. Viele nummerierte Reisebusse stehen dort (Kreuzfahrtschiff ???). Dementsprechend viele Touristen ziehen durch die Gassen. Hier ist das Wetter auch nochmals eine Kleinigkeit besser geworden. Da und dort werden Kleinigkeiten probiert.



Unser eigentliches Ziel ist aber das Auffüllen unserer Vorräte, und die der Familie, an Piment d’Espelette. Unser Übernachtungsziel ist Saint-Jean-Pied-de-Port, das Eintrittstor zum Camino Francés. Am Wohnmobil-Stellplatz „Parking du Jai Alai“ mit V+E (Gebühr EUR 8,00 für 24 Std. inkl. Strom) erwartet uns jetzt ebenfalls eine Schranke.





Wir verbringen einen weiteren Tag in Saint-Jean-Pied-de-Port. Gehen durch die Gassen und spazieren bis hoch zur Zitadelle. Als wir dabei den alten Ortskern durch die Porte d’Espagne verlassen, sehen wir hinter einer Allee Wohnmobile stehen, und stoßen auf den Aire de Camping-Cars du Fronton (Gebühr EUR 9,00 inkl. V+E und Strom), einen ehemaligen Campingplatz. Hier ist es viel schöner, da fahren wir hin.

Mit Saint-Jean-Pied-de-Port haben wir unseren südlichsten Punkt der Reise erreicht. Nun geht es langsam wieder nach Norden. Auch das Wetter stimmt uns mit seiner durchwachsenen Darstellung auf das kommende Ende der Fahrt ein. Auf kleinen Landstraßen durchqueren wir die alte Provinz Béarn. Ja, von hier stammt die Sauce Béarnaise. Wir sind mit der Mittagszeit schon ein wenig knapp dran. Es vergehen weitere Minuten und dann erreichen wir den kleinen Ort, Sault-de-Navailles, der laut Zusatzschild neben dem Ortsschild gastronomisch besonders herausragend sein soll. Und hier erleben wir im Restaurant „La Tour Galante“ die größte Überraschung unser Reise, zum Nachlesen auf der Homepage.



Bei der Durchfahrt von Aire-sur-l’Adour geraten wir in einen Stau. Da sehen wir ein Hinweisschild zum Wohnmobil-Stellplatz. Was hindert uns, dort hin zu fahren? Der Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 6,32, wird abends kassiert) liegt hinter der Stierkampfarena und dem benachbarten Campingplatz, direkt am Fluß.

Am nächsten Tag fahren wir über Nogaro, Armagnac-Gegend, bis auf den Stellplatz mit V+E und Strom (Gebühr EUR 6,00) in Moissac. Der alte Ortskern, vor allem aber der Kanal mit seiner Brücke über den Tarn ist ein Stopp wert.



Wir begeben uns wieder auf die Straße und das Wetter verschlechtert sich mit jeder Stunde. In Cahors, das in einer Schleife des Lot liegt, machen wir Mittagsrast, und parken auf dem Wohnmobil-Stellplatz, der Teil eines Groß-Parplatzes ist und heute auch noch von einer Großfamilie der Gens de Voyage bezogen wird. Wir laufen zuerst etwas an den Prachtbauten an dem Boulevard Léon Gambetta entlang und dann schauen wir uns noch die Cathédrale St.-Etienne in der Altstadt an. Zu mehr haben wir bei dem nun stärker werdenden Regen keine Lust, und gehen zurück zum Wohnmobil. Zuerst fahren wir auf der D820 aus Cahors heraus. Wir bewegen uns in einem auf und ab der Strecke. Später wechseln wir noch auf eine kleinere Straße, die uns nach Rocamadour bringt. Wir fahren auf den uns bekannten Parkplatz oberhalb von Rocamadour hinter dem Schloß. Es wird viel an der Zufahrt gebaut, und der gesamte Parkplatz für PKW und Wohnmobile ist nun mit einer Schranke versehen, die zum Glück heute außer Betrieb ist. Das Parken auf dem neu angelegten Wohnmobil-Stellplatz ohne V+E soll tagsüber EUR 10,00 und nachts zusätzlich EUR 20,00 kosten; künftig also vollkommen uninteressant. Über den Kreuzweg steigen wir zur Wallfahrtskirche hinunter und schauen uns nochmal in Ruhe die dichtgedrängten Bauten an. Die Tagestouristen sind schon wieder auf dem Heimweg.



Weiter geht es demnächst mit dem 6. und letzten Teil des Reiseberichtes. Nochmals der Hinweis auf den Reisebericht mit mehr Infos und Bildern, den findet ihr hier --> Link

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Gast am 08 Dez 2019 17:39:14

Natürlich hätte ich Teil 5 schon auf Eurer HP entdeckt. Auch dieser Teil war wieder ein Augenschmauß :D

Vielen Dank dafür :!:

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

uschi-s am 08 Dez 2019 20:25:18

Ich lese lieber den ganzen Bericht nicht, ich habe die Befüchtung, dass ich in einen kulinarischen Zwiespalt gerate...

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Gast am 08 Dez 2019 20:42:58

uschi-s hat geschrieben:... ich habe die Befüchtung, dass ich in einen kulinarischen Zwiespalt gerate...

Das könnte passieren :ja:

Lancelot am 08 Dez 2019 20:53:14

Zwiespalt ... :eek: ... keinefalls :!:
Immer schön aufessen .. :lach:

Ich genieße Deine RB´s ... :gut:

Aretousa am 08 Dez 2019 21:09:26

Liebe Uschi, Buchstaben und Fotos haben keine Kalorien :wink:
Und nix Lesen ist auch keine Lösung.
Trau dich :mrgreen: :ja:

Säcker am 08 Dez 2019 21:15:57

Selbstkasteiung gehört zu einem wirklich starken Menschen. 8)




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