Dometic
hubstuetzen

Preiswerte LIFEPOs aus zweifelhaften Quellen 1, 2, 3, 4, 5


George67 am 13 Dez 2019 19:40:18

biauwe hat geschrieben:Hab gerade mal gesucht, kein CE-Zeichen.

Was nun?


Ist das Schwarze ein BMS oder ne Anzeige? Liegt die nur zwischen den Balancern?

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

biauwe am 13 Dez 2019 19:48:23

Nein kein BMS, das hat dieser Akku nicht, nur ein Junsi Celllog hatte er mal, als Anzeige.

bigben24 am 13 Dez 2019 19:59:38

biauwe hat geschrieben:Hab gerade mal gesucht, kein CE-Zeichen.

Bild

Was nun?


Ich nehm Dir das zu Deiner Sicherheit sofort für "kleines Geld" ab :lol:

George67 am 13 Dez 2019 21:03:42

Ein echter Wohltäter... :D

gespeert am 13 Dez 2019 22:19:20

At fschuen
Klassisches Beispiel von "wir müssen sparen, koste es was es wolle"!

Falls wirklich Aluverbinder, 1.Fehler:
Ein Aluverbinder benötigt spezielle Techniken zur Montage! Vor Allem an Kupferleitungen!

2. Fehler:
Keine erd- und kurzschlusssichere Kabelverlegung

3. Fehler:
Fehlende Absicherung. Abschaltvermoegen ist zu berechnen! Nicht jede Sicherung ist brauchbar

4. Fehler: Allgemeine Kabelverlegung unordentlich

Ich sehe die Ursache auch in einem Kurzen, die Versicherung wird eine Untersuchung einleiten!

George67 am 13 Dez 2019 22:24:10

Woran sieht man, dass das ein Aluverbinder ist?

gespeert am 13 Dez 2019 22:33:46

Wenn kein Kupfer sichtbar ist.
Aber es wird auch viel CCA Kabel verramscht!!!!

Deswegen meinerseits unter Vorbehalt!

George67 am 13 Dez 2019 22:52:43

Dann ist das --> Link
auch Alu, ja ??

GlobetrotterXXL am 13 Dez 2019 23:54:21

Nun bin ich auch verunsichert ?
Habe heute meinen Green Switch von ECS bekommen, die Anschlüsse sehen auch aus wie ALU ???
Wenn ja darf ich da also auch nicht mit Rohrschuhen aus Kupfer ran......?

Jürgen

lisunenergy am 14 Dez 2019 00:00:19

Verzinntes Kupfer ist viel hochwertiger und hat mit Alu nichts zu tun !

gespeert am 14 Dez 2019 06:22:58

Verzinktes Kupfer verhindert Korrosion, deswegen sind gute Kabelschuhe massiv und vorverzinnt.
Dasselbe für die Leitungen. Der geschmolzene Schuh kann auch Kupfer gewesen sein, das sieht man auf den Bildern schlecht.
Bei einem Kurzen brennt die Leitung schlagartig auf ganzer Länge, so passiert bei mir mit einer Handlampe mit Zigarettenanzünder Stecker und Krokoklemmen als dieser auf Masse kam, die Steckersicherung aber nicht auslöste.

viking92 am 14 Dez 2019 08:14:09

gespeert hat geschrieben: Der geschmolzene Schuh kann auch Kupfer gewesen sein, das sieht man auf den Bildern schlecht.

Welcher "geschmolzene Kabelshuh"? Ich sehe am Shunt eindeutig zwei (fast) intakte Rohrkabelschuhe.

Gruss

viking92 am 14 Dez 2019 08:17:04

GlobetrotterXXL hat geschrieben:Nun bin ich auch verunsichert ?
Habe heute meinen Green Switch von ECS bekommen, die Anschlüsse sehen auch aus wie ALU ???
Wenn ja darf ich da also auch nicht mit Rohrschuhen aus Kupfer ran......?

Jürgen

Moin Jürgen,

lass dich nicht verrückt machen :wink:
Der Green Switch ist mit massiven verzinkten Cu-Schienen versehen.
Habe selbiges System letzten Monat bei mir eingebaut.

Gruss & viel Spass beim Einbau
Birger

GlobetrotterXXL am 14 Dez 2019 13:15:28

viking92 hat geschrieben:Moin Jürgen,

lass dich nicht verrückt machen :wink:
Der Green Switch ist mit massiven verzinkten Cu-Schienen versehen.
Habe selbiges System letzten Monat bei mir eingebaut.

Gruss & viel Spass beim Einbau
Birger



Danke für dein Feedback

George67 am 14 Dez 2019 15:06:10

Verzinkt oder verzinnt? DS wäre ein Unterschied.

thomker am 14 Dez 2019 16:25:32

Verzinktes Kupfer wäre wohl ein Exot, oder?

viking92 am 14 Dez 2019 17:43:48

George67 hat geschrieben:Verzinkt oder verzinnt? DS wäre ein Unterschied.

Sorry :flehan: Verzinnt natürlich.

Gruss

allclear am 14 Dez 2019 18:45:03

Hallo,

da ich mich zur zeit mit dem Thema "LiFePO4" beschäftigt, bin ich auf dieses Posting gestoßen.
Nachdem ich nun alles durchgelesen habe, muss ich unbedingt ins Bad und meine zu Berge stehenden Haare versuchen wieder in Form zu bringen.
Was hier so alles gemutmaßt wird, ich einfach nicht zu glauben.
Und damit führt dieses Posting zu eine absoluten Verunsicherung bei vielen die sich für diese Thema interessieren.

Da fällt mir nur ein manchmal ist reden Silber und schweren Gold.

Jorel am 14 Dez 2019 18:49:05

allclear hat geschrieben:Da fällt mir nur ein manchmal ist reden Silber und schweren Gold.

Wenn man in dem Wort MAMA nur vier Buchstaben verändert, dann ergibt das BIER! :mrgreen:

George67 am 14 Dez 2019 21:35:38

allclear hat geschrieben:Hallo,

Da fällt mir nur ein manchmal ist reden Silber und schweren Gold.


Für jemand, der nur drei Postings hat, ist das mal ne Ansage. Und das ist mir einen Guten wert.

Bin sehr gespannt auf deine Beiträge.

allclear am 15 Dez 2019 01:18:17

OK, die Schreibfehler sind blöd, verspreche Besserung.
Drei Beiträge zu schreiben sagt erst mal gar nichts, ich bin in diesem Forum schon mehrere Jahre angemeldet und lese fleißig mit.
Aber ich versuche nur etwas zu sagen wenn es, zumindest in meinen Augen, auch Sinn macht.
Und Beiträge zu schreiben nur um einen Zähler hoch zu zählen - nein Danke.

schnecke0815 am 15 Dez 2019 06:22:09

Dann melde doch deine Frau an wenn die mehr zu sagen hat :lol:

holger65 am 15 Dez 2019 06:42:39

überall das gleiche......sofort anfeindungen!

typisch deutsch.....muss das so sein?

schlimmer finde ich firmen, die andere in misskredit bringen. dieser fred ist ein musterbeispiel für solche machenschaften!
der tag wird kommen, wo auch ein verbasteltes system von solchen händlern die grätsche macht.

man kann und sollte informieren, aber so ?? pfui deibel, ganz schlechter stil!!

aber was will man erwarten?

dieter2 am 15 Dez 2019 12:59:43

George67 hat geschrieben:
Für jemand, der nur drei Postings hat, ist das mal ne Ansage. Und das ist mir einen Guten wert.



Erst drei Postings,aber voll auf den Punkt gebracht :ja:

berndboho am 15 Dez 2019 14:55:17

Moin,
ab wieviel Postings darf man denn eine eigene Meinung haben?
Gruß Bernd

Rockerbox am 15 Dez 2019 15:37:05

Viel Neues zur Sache scheint hier nicht mehr zu kommen ...... könnte man schon zumachen .....

George67 am 15 Dez 2019 17:09:23

Rockerbox hat geschrieben:Viel Neues zur Sache scheint hier nicht mehr zu kommen ...... könnte man schon zumachen .....

Sehr ich nicht so.

Rockerbox am 15 Dez 2019 17:59:19

Naja, mindesten die letzten 10 Postings haben mit dem Ursprung nix mehr zu tun aber so what .....

George67 am 15 Dez 2019 20:48:21

Rockerbox hat geschrieben:Naja, mindesten die letzten 10 Postings haben mit dem Ursprung nix mehr zu tun aber so what .....

Davon sind 2 von dir, die anderen handeln indirekt von dem durchaus diskutierbaren Inhalt, den einige gebracht haben.

Nächste Woche kann man auf weitere Infos hoffen, das könnte noch interessant werden.

fschuen am 16 Dez 2019 10:59:33

gespeert hat geschrieben:Klassisches Beispiel von "wir müssen sparen, koste es was es wolle"!


Möglich, oder es wurde einfach drauflosgebastelt, ohne viel Hintergrund. So billig ist die Batterie ja nicht.

Da ich für Unverständlichkeit kritisiert wurde, bemühe ich mich mal um eine Zusammenfassung in einfacher Sprache. Führt dadurch auch gleich zum Thema zurück :-)

Ausgangslage: Eine Batteriezelle ist geplatzt und ein Feuer entstanden. Ich gehe davon aus, dass das wirklich passiert ist, und dass die beiden Ereignisse zusammenhängen.

Das Ursprungsposting behauptet: "Das Feuer ist entstanden, weil die Batteriezelle geplatzt ist". Dieser Schluss ist naheliegend, kann aber aus drei Gründen nicht sein:
- Batteriezellen platzen nicht einfach so ohne Ursache, sondern nur, wenn sie sehr heiss werden
- LFP-Zellen brennen nicht
- Das Zentrum des Feuers ist nicht die Batterie, selbst die Folie der geplatzten Zelle ist unverbrannt

Kann es umgekehrt sein, das Feuer hat die Batterie zum Platzen gebracht? Dies ist genauso unwahrscheinlich:
- Ein Feuer entsteht auch nicht ohne Ursache
- Das Feuer war klein und hat nicht lange gebrannt; Papier und CDs sind nur angesengt, die Holzleiste nicht mal schwarz
- Ein entsprechendes Feuer hätte mehrere Zellen treffen müssen

Als logische Folgerung bleibt somit nur eine dritte Ursache, die sowohl die Batterie zerstört wie ein Feuer ausgelöst hat. Als solche Ursache ist ein Kurzschluss sehr naheliegend, da sich ein Grossteil der Batterieenergie in kurzer Zeit entlädt. Die Batterie und die beteiligten Leitungen werden sehr heiss. Und praktischerweise finden sich die Hinweise auf den Fotos: Entladungsspuren an einem Massepunkt (Schraube vom Shunt), ein rotes Kabel mit weggebrannter Isolierung, geschmolzenes Metall = punktuell grosse Hitzeentwicklung. Ein Verfolgen der Leitungen bis zu den Batteriepolen ist nicht möglich, da diese ausserhalb des Bildes liegen. Die Spuren sind dennoch eindeutig.

Zu einem Kurzschluss kommt es nicht, wenn Leitungen ordentlich verlegt werden. Auch bleibt ein Kurzschluss meist weitgehend folgenlos, wenn die zugehörige Sicherung durchbrennt. Wenn Stromkabel verlegt sind wie auf den Bildern - das Knäuel hat bestimmt nicht die Feuerwehr gestrickt - und dazu noch essentielle Sicherungen fehlen, dann ist die Schuldfrage einfach zu beantworten: das ist Pfusch übelster Sorte, unabhängig von den verwendeten Komponenten.

Gruss Manfred

basste315 am 16 Dez 2019 12:16:13

fschuen hat geschrieben:Möglich, oder es wurde einfach drauflosgebastelt, ohne viel Hintergrund. So billig ist die Batterie ja nicht.
.....das ist Pfusch übelster Sorte, unabhängig von den verwendeten Komponenten.
Gruss Manfred


Genau so sehe ich das auch, was kann die LiFePo4-Batterie dafür, sie hat bestenfalls die Energie zum Pfusch hinzugefügt. Wenn es anders sein sollte, werden wir es vom TE sicher bald erfahren.

Helmut

fschuen am 16 Dez 2019 15:30:23

basste315 hat geschrieben:... sie hat bestenfalls die Energie zum Pfusch hinzugefügt. Wenn es anders sein sollte, werden wir es vom TE sicher bald erfahren.


Man könnte jetzt einen Schritt weitergehen und den Energieversorger, mit dessen Strom die Batterie geladen wurde, in Haftung nehmen ... aber vom TE erwarte ich höchstens einen hämischen Kommentar, wenn die Versicherung - so es eine gibt - die "Batterieursache" achselzuckend hinnimmt und den Schaden bezahlt. Weitere Untersuchungen, Gutachten und Prozesse werden nicht im Sinne des Eigentümers sein.

Gruss Manfred

George67 am 16 Dez 2019 15:49:58

fschuen hat geschrieben:Und praktischerweise finden sich die Hinweise auf den Fotos: Entladungsspuren an einem Massepunkt (Schraube vom Shunt), ein rotes Kabel mit weggebrannter Isolierung, geschmolzenes Metall = punktuell grosse Hitzeentwicklung.



Entladungsspuren: Meinst du das Fähnchen am rechten Pol ? (gelber Kreis).
Der Kabelschuh ist nach hinten-Oben, das ist die Ableitung, die möglicherweise nach Farhtzeugmasse oder Chassis geht. Ich sehe da keine Entladung, die den Akku merklich gefordert haben könnte. Vor allem kann ich mir den Stromkreis nicht vorstellen, der über den Akku geht, damit nur eine Zelle überlastet wird.

Rotes Kabel mit weggebrannter Isolierung: Meinst du das Kabel, roter Strich ?
Da ist die Isolierung vor allem über der offenen Zelle, die vermutlich heisse Gase abgegeben hat, verbraunt. Wäre Stromfluss die Ursache, müsste imho die Isolierung in dem Gewusel im Kabelbinder auch verbrannt sein.

Wo findest du geschmolzenes Metall ?
fschuen hat geschrieben:Ein Verfolgen der Leitungen bis zu den Batteriepolen ist nicht möglich, da diese ausserhalb des Bildes liegen. Die Spuren sind dennoch eindeutig.


Den Pluspol kann man gerade noch sehen, das rote Kabel ist da angeschlossen. Es sind 8 Zellen, kannst du auf dem anderen Bild nachzählen. Also immer zwei parallel. Auf dem anderen Bild sieht man, dass die vierte Zelle hochgeangen ist, darunter der Verbinder über 4 Zellen.

Auf diesem Bild also am Pluspol logischerweise ein Verbinder über 2 Zellen, Grün eingezeichnet, wo er imho liegt.

Den Minuspol kann man imho nicht sehen, das Kabel des Shunt sollte natürlich da hingehen, aber es verschwindet nach "hinten" .

George67 am 16 Dez 2019 16:01:06

hm... oder ist das der Anschluss vom BMS zum Minuspol ? Dann wäre der Minuspol der Kreis.




hmmm... und dann läuft das Kabel vom Shunt linke Schraube nach rechts, unter dem Holz durch, wieder nach links, hoch, und ist oben am BMS dran.

fschuen am 16 Dez 2019 16:57:39

Oh, noch nicht ausermittelt? Ich dachte ... aber interessant, dass man den Batteriepol sieht, hatte ich noch nicht so gesehen. Aber wenn das so ist, ist das rote Kabel ohne Sicherung an der Batterie angeschlossen und ursächlich für den Brand. Die Isolierung fehlt vom Kontaktpunkt bis zur Batterie. Das "Knäuel" ist noch heil, weil der Kontaktpunkt "vor" dem Knäuel (von der Batterie aus gesehen) war. Mit den Kontaktspuren meine ich vor allem, wie die Oberseite der Schraube aussieht - das im gelben Kreis ist wohl geschmolzenes Metall, vermutlich Alu. Kabelschuh nach hinten ist möglich, es könnten auch zwei Kabelschuhe (gewesen) sein - ist aber unerheblich, da der Shunt bei beliebiger Beschaltung auf Masse liegt.

Meine bisherige Vermutung war, dass das rote Kabel auf der Schraube vom Shunt gequetscht wurde und jetzt anders liegt. Das passt aber so von der Kabellänge nicht. Da hat wohl noch ein anderes Kabel eine Rolle gespielt, welches am Shunt angeschlossen war, und gegen das rote Kabel - an der Kante vom BMS? - Kontakt bekommen hat. Minimaler Kontakt reicht aus, der Lichtbogen kümmert sich um den Rest. Passt auch von der Brandspur auf dem zweiten Kabel am Shunt.

Von den Nichtchemikern, die am Glauben an brennbare LFP-Zellen festhalten, hätte ich noch gern eine Erklärung, warum etliche Kabel und eine Holzleiste über der geplatzten Zelle liegen, aber nur ein Kabel total verbrannt ist ...

Gruss Manfred

Stocki333 am 16 Dez 2019 16:59:58

Schaut euch mal die Polverbindung am Foto mit der Hochgegangenen Zelle an. Der Teil der um 90 Grad hochgedreht ist. Dort sieht man das sehr schön. Und ob das Anzugsdrehmoment mit den Kreuzschlitzschrauben ausreicht....?
Das sind doch 4 mm Gewinde.
Franz

George67 am 16 Dez 2019 17:38:46

fschuen hat geschrieben:Oh, noch nicht ausermittelt?

Ich ermittele nicht.
Ich versuche erst, das was man im Bild sehen kann richtig zu verstehen. Und damit bin ich nach meinem Geschmack noch lange nicht fertig.
Und vorher erlaube ich mir auch nicht, mich auf eine Vermutung festzulegen. Das schränkt die Wahrnehmung zu sehr ein.

Das die Zellen nicht brennen bedeutet nicht, das nix heißes rauskommt. Heiß genug um Isolierung zu verschmoeren und Papier anzuzünden.

Stocki hat auf die kleinen Schrauben hingewiesen. Ich werde mir die nochmal genau anschauen. Vielleicht sieht man nochwas, wenn man weiss wonach man sucht.
Mich stört auch noch die Aussage über 0,5 V Spannungsdifferenz. Das ist viel, und vielleicht ist das kein Zufall.

basste315 am 17 Dez 2019 18:33:49

Der elektrische Stuhl -

basste315 am 17 Dez 2019 18:34:17

Doppelt...

George67 am 17 Dez 2019 18:42:40

basste315 hat geschrieben:Der elektrische Stuhl -

Den hat jeder Fahrer/Beifahrer, der auf ne Batterie sitzt. :D

Willibutz6 am 17 Dez 2019 18:54:19

Auf jeden Fall werde ich meine Batterien auch noch auf der Masseseite absichern
Gruss Jörg

George67 am 17 Dez 2019 20:49:13

Aklles nachfolgende bitte unter der Prämisse betrachten, dass das Ergebnis ein möglicher Ablauf des Defekts gewesen sein könnte.
Es gibt keinen Grund anzunehmen, das das sicher richtig ist, es gibt noch weniger Grund, daraus eine Schuldfrage zu konstruieren - es gibt dabei mehrerer Varianten mit diesbezüglich verschiedener Mutmassung.

Ich habe mir mal die Dokumentation der Zellen angesehen. Fa. Tipsun.
Bin nicht sicher, ob es genau die sind macht aber nix.

Ich war eigentlich auf der Suche nach Infos, ob auf dem Außengehäuse Spannung bzw. irgendeine Polarität anliegt, oder ob die isoliert sind. (Wegen meines früheren Ansatzes, dass es ein Kurzschluss zwischen den Zellengehäusen sein könnte). Dazu habe ich zwar nichts gefunden, aber eine Menge anderes, welches durchaus Grund zum Grübeln sein könnte.

- Die Zellen scheinen strommässig etwas niedriger spezifiziert sein könnten als Winston o.ä.
- Das Thema Erwärmung bei höheren Strömen wird explizit behandelt.
- Plus und Minuspol haben verschiedene Materialien, eines ist Kupfer, das andere Alu (!!)
- Es wird eine Innenwiderstandsmessung gefordert, die bei 250% vergrößerung einen Austausch der Zellen fordert. (Wer macht sowas ?)
- Revers laden ist ausdrücklich als praktisch sofortiger Benutzungstop bezeichnet. Die Zelle kann sich dabei oder später aufblähen und Platzen (!!)
- Es wird ein Abstand der Zellen zur Belüftung und Wärmeabfuhr gefordert (!!)
- für Laden bei tieferen Temperaturen wird in 10 Grad schritten der noch zulässige Ladestrom angegeben. Überschreitung ist übel. (Immerhin - eine Kennline)
- max Spannung 3,65 V. das ist genau wie üblich etwas zu wenig.


Das lässt in einige Richtungen Idee entstehen, aber dafür ist es noch zu früh. Andererseits soll das auch keinen Abwertung der Qualität sein.

Dann habe ich mir die Bilder wieder angesehen. Eigentlich wollte ich nach den Schrauben sehen, aber vorher ist mir noch was anderes aufgefallen.

Hinten


Vorne


In die Bilder (Bild ohne BMS = Hinten, Mit BMS = vorne) habe ich die tatsächlichen oder vermuteten Kanten eingemalt, Freihand, daher zu zittrig. Zellen sind durchnummeriert, 0 und 1 sind die beiden zellen an Masse (Minus). Kann sein, dass die Aufteilung vorn nicht stimmt, 6 müsste eigentlich 7 sein....

Bild hinten, Zelle 5 sieht man, dass das Gehäuse anscheinend schräg abgerissen ist (schräger Kreis)

Dann ist mir aufgefallen, dass die Zelle 5 garnicht die einzige beschädigte Zelle ist.
Bild hinten, Zelle 8, unten sieht man deutlich, dass das Gehäuse ausgebeult ist. Oben ist leider ausserhalb. Bild Vorne, Zelle 8, oben, sieht man nur schwarze.... Asche ?

Bild vorne, Zelle 3 und wohl auch 4, die sind doch auch offen/abgerissen ? Bild hinten, Zelle 3 ist undicht. 4 ist fast nix zu sehen.

Dann fällt auf, roter Kreis, dass das dicke rote Kabel wahrscheinlich schräg über diesen Bereich gelaufen ist. Das BMS ist ja rechts mit den Kabel einigermassen unbeweglich und links durch die Kabellängen der BMS-Leitung nach hinten etwas beschränkt. Ich nehme also an, dass es etwas weiter links, etwas weiter hinten und minimal gedreht im Uhrzeigersinn unter dem roten Kabel lag. Dann dürte es auch auf dem "Holzbrett" gelegen haben. Man sieht aber keine Befestigung...

Nun zum eigentlichen Thema - Schrauben.

Vorne sieht man an Zelle 3,4,5 und 6 Schrauben. (grüne, blaue Kreise). An Zelle 3 ist ein leerer Kabelschuh untergeschraubt, Kabel vielleicht abgerissen.
Aber was für eine Schraube ist das ? Man sieht eine Zahnscheibe, und eine "Hülse".

Alle Schrauben sehen mehr recht als schlecht so aus, als könnten sie die notwendigen Kontaktkräfte auf Dauer halten. Und das hat mich dazu gebracht, mal darüber nachzudenken, was passiert, wenn bei einer Parallelschaltung von 2 Zelle eine Verbindung schlecht wird oder ausfällt.
da kann man sich viele vershiedene Fälle ausdenken.

1) eine Verbindung wird schlecht und erzeugt Stromwärme und heizt die Zelle auf
2) eine Verbindung unterbricht, die Zelle ist quasi nicht angeschlossen. Bei Entladung ist bei SOC 50 % plötzlich leer und wird revers aufgeladen.
Eine Zelle unterbricht, bei Benutzung nur oberhalb SOC 50 % wird die Zelle deutlich mehr gestresst als die anderen. Ein BMS bemerkt NICHTS.
Und die Zelle kann früher oder später hochgehen.
3) Eine Zelle nach 2) bekommt plötzlich Kontakt, wenn SOC 50 %. Dann hängt eine leere Zelle an einer Vollen, ohne CC, Ohne Sicherung. BMS bemerkt nichts.

Man kann das weitertreiben, es gibt ein übles Szenario nach dem anderen.
Warum zähle ich das alles auf ?

Weil diese Fälle erstaunlicherweise ziemlich gut zu allen bekannten Fakten passen. Selbst die gelegentlichen 0,5V Abweichungen passen dazu. Auch die Tatsache, dass alles "im inneren Kreis" passiert, das BMS bemerkt entweder nix oder kann nix machen.
Auch braucht es garkeinen externen Kurzschluss als Auslöser.

Trotzdem, das ganze ist natürlich weder ein Beweis sondern eine korrekte Analyse. Es ist nur das, was ich dazu machen konnte.

Daher ist immer noch die Frage, warum ich das ganze angefangen und soweit durchgezogen habe: um möglicherweise was zu lernen.

Lehren, die ich mitnehme, sind:
- Bei parallelgeschalteten Zellen sin alle möglichen Massnahmen zu ergreifen, dass kein Kontakt bei parallelen Zellen verloren gehen kann.
- BMS Leitungen nicht einfach wild über den Akku flechten, sondern ab einer bestimmten Länge an einem extra Trägerstreifen, am besten Kunststoff, fixieren.
- alle Pole, Balancer und Verbinder gehören mit Isoliermaterial abgedeckt. Ists durchsichtig, kann man trotzdem alles sehen. Am besten die ganze Oberfläche !!
- der Balancer und alle weiteren Hilfkästchen gehören befestigt.
- Verbinder sollten regelmässig nachgezogen werden. Alle 2 Jahre ? Oder was ?
- Alle Leitungen ordentlich verlegen, kürzen, festlegen.
- Sicherungen NAH an der Spannungsquelle, nicht unterwegs.

Und noch eines:
Ich weiss, dass manche auch an Balancerleitungen Sicherungen vorschlagen. Ich halte davon nichts, aus 2 Gründen:
1) Der Widerstand der Sicherung stört beim Balancen
2) Es ist nicht sichergestellt, dass das BMS merkt, dass eine Si durch ist. Was aber ist, wenn ein der Zellverbindungen nicht mehr vom BMS gecheckt, sonndern immer für gut befunden wird ?

So, jetzt seid ihr erstmal dran. :D
(ich habe fertig) :D :D

Bodimobil am 17 Dez 2019 21:06:32

Auch wenn ich zu deinen Erkenntnissen nichts sagen kann finde ich sie sehr interessant. Für den Aufwand ein [+]
Gruß Andreas

Stocki333 am 17 Dez 2019 23:05:32

Hallo George
Du hast dir schon viel Arbeit gemacht. Was wirklich passiert ist werden wir wahrscheinlich nicht erfahren.
Aber deine Analyse der Fehler, die man vermeiden sollte. Oder die man machen kann bei Selbstbau, aber auch sind Punkte dabei, die auf den Fertigaccu zutreffen.
Dafür an Gutn. Du hast ein paar Punkte die auch mir wichtig sind auf den Punkt gebracht.
Da gibts nichts zu meckern. Nur .. :respekt:
Franz

George67 am 18 Dez 2019 10:50:33

Danke für das Lob.

Mir ist noch etwas aufgefallen, und der Thread --> Link
hat mich darauf gebracht.

Hab nur gerade einfach keine Zeit, also bitte noch nicht zumachen, koennte wichtig sein.

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