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USA-Kanada --- WoMo-Abgabe und -Abholung bei Verschiffung


Klaus52R am 14 Dez 2019 13:19:42

Hallo!

Unsere 7-monatige Reise durch Kanada und USA ist seit wenigen Tagen zu Ende.

Hier möchte ich meine Erfahrungen bei der Abgabe und Abholung unseres Reisemobiles bei der Verschiffung Antwerpen - Halifax und Baltimore - Hamburg berichten. Zumindest für uns war das eine sehr spannende Angelegenheit, weshalb wir uns im Vorfeld in Medien und bei Unternehmen versucht haben schlau zu machen. Nicht immer waren die Informationen zum Ablauf und zu Bedingungen aktuell. Bisweilen auch schlicht falsch, leider. Möglicherweise ist das aber auch in den Häfen tages- und/oder personenabhängig. Wer weiß?

Deshalb dachte ich, das wäre hier ein guter Platz aktuelle Erfahrungen zu tauschen, so dass künftige Reisende eventuell davon profitieren können.

Hier meine Erfahrungen:

Abgabe in Antwerpen (März 2019)
1. Fahrzeug in Antwerpen zertifiziert gereinigt
2. Fahrzeug wurde dann im Hafen (AET) gewogen
3. Inspektion auf Schäden an der Außenseite
4. Keine Inspektion der Wohnkabine und der Staufächer
5. Keine Inspektion von Gasflasche und Gastank
6. Keine Frage nach Lebensmitteln, etc.
7. Keine Packliste
8. Zündschlüssel verblieb im Hafen im unverschlossenen Fahrerhaus
9. Keine Abgabe des Schlüssels zur abgeschlossenen Wohnkabine, die zum Fahrerhaus verschlossen war
10. Dauer ca. 2 Stunden
11. Transport mit ACL

Abholung in Halifax (April 2019)
1. Fahrt mit Leihwagen zur Spedition (Mathers), die außerhalb vom Hafen liegt. Abholung der Unterlagen und Bezahlung (150 CAD)
2. Fahrt mit Leihwagen zum Zoll, der außerhalb vom Hafen liegt. Hier allgemeine Einfuhrfragen beantworten (möglichst immer NEIN sagen). Unterschrift. Einfuhrdokumente werden abgestempelt. Keine Fahrzeuginspektion.
3. Fahrt mit Leihwagen zum Hafen. Wir wurden zum komplett verschlossenen und teilweise versiegeltem Wohnmobil gefahren. Schlüsselrückgabe. Außeninspektion. Unterschrift. Fertig. Abfahrt.
4. Dauer ca. 2 Stunden
5. Kosten der Verschiffung Antwerpen – Halifax etwa 3.300 €
(46,4 m³ = 2.250 € + NK 1.050 €)

Abgabe in Baltimore (November 2019)
1. Abgabe des außen gereinigten Fahrzeuges erfolgt mit einem Escort Service (100 USD)
2. Bei Hafeneinfahrt erhält man einen Gate Pass
3. Es folgte kurze Sicherheitsinspektion durch Polizei, auch der Wohnkabine
4. Ich fuhr in Wartespur vor und der Escort Service erledigte die komplette Papierarbeit bei Spedition/Hafen und Zoll
5. Flüchtige Inspektion auf Schäden an der Außenseite
6. Keine Inspektion der Wohnkabine und der Staufächer
7. Keine Inspektion von Gasflasche und Gastank
8. Keine Frage nach Lebensmitteln, etc.
9. Keine Packliste
10. Nur Zünd-/Fahrerhausschlüssel wurde vom Hafenbüro mitgenommen. Das Fahrzeug blieb komplett verschlossen im Hafen.
11. Dauer ca. 1 Stunde
12. Transport mit ACL
13. Spediteur schickte nach Bezahlung (Auslandsüberweisung) das Dock Receipt per e-Mail.

Abholung in Hamburg (Dezember 2019)
1. Mit Dock Receipt vom Spediteur in Baltimore, Verpflichtungsschein (=Abhohlschein) und wichtiger ATB Nummer = Zoll-Nummer (beides vom Spediteur in Deutschland erhalten) zum Hafen Hamburg (Unikai, Dessauer Straße) gefahren
2. Bei Unikai angemeldet, Unterlagen zur Abholung erhalten (der deutsche Spediteur hatte schon die erforderlichen Informationen, die er von Baltimore bekommen hatte, an Unikai gesendet). Ausweis als Pfand hinterlegt. Mitgebrachte Warnweste angezogen. Zum Fahrzeug gefahren worden.
3. Das Fahrzeug stand komplett verschlossen im Hafen.
4. Außeninspektion, Unterschrift, Schlüsselrückgabe
5. Zum Zoll (Indiastraße) gefahren. Fahrgestellnummer am Fahrzeug überprüft. Keinerlei Fragen bzw. Inspektion. Wichtig: ATB-Nummer muss durch Zoll geschlossen werden. Gesamte Zeit beim Zoll keine 30 Minuten
6. Zurück zum Unikai und Ausweis = Pfand abgeholt. Fertig.
7. Dauer gesamt (es war viel Betrieb im Hafen) etwa 2,5 Stunden
8. Kosten der Verschiffung Baltimore – Hamburg etwa 2.140 €
(46 m³ = 1.580 € + NK 560 €)

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WomoToureu am 14 Dez 2019 13:43:39

Toller Bericht, dürfte ich fragen wo / wie Du das Fahrzeug versichert hattest ( Transport und Strassenzeit )

Klaus52R am 14 Dez 2019 13:58:10

Hallo Womo Toureu.
Da Deine Frage nicht direkt hierher gehört....siehe KN.

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Fritz1 am 30 Jan 2020 18:10:52

Ähnlich habe ich die Verschiffnung nach Baltimore und Rückverschiffung ab Halifax erlebt.

Als Unterschied fällt mir auf, dass ab Halifax keine Gasflaschen an Bord sein durften. Habe meine US Flaschen verschenkt. Auf früheren Reisen habe ich auch Flaschen aus D mitgenommen und per Adapter dann füllen lassen. Das wurde immer schwieriger, daher der Umstieg auf US Flaschen. Preislich wie bei uns.

Gruß

Fritz

Eiger am 17 Dez 2020 17:55:22

Hallo Fritz1

Meine Frage wo hast du denn Adapter gekauft für die Amerikanische Gasflasche und ist in Kanada der gleiche Anschluss.

Sonnige Grüsse zur Zeit In Spanien
Ueli

Gast am 17 Dez 2020 23:41:08

Besten Dank, das hilft uns sehr für unsere Reiseplanungen 2022 / 23

Gruß

Richard2503 am 27 Dez 2020 20:32:30

Hallo

mit dem Adapter kannst du deine Gasflaschen in Kanada, USA und Mexiko füllen lassen. Den Adapter bekommst du in Deutschland bei Seabridge und anderen Gasfachbetrieben. ( Google )

Allerdings brauchst du Gasflaschen mit einem Füllstop, da andere Flaschen nach Gesetz nicht befüllt werden dürfen. Unsere Erfahrung in 2010 in Kanada und USA.
Mit viel Überredung und guten Worten haben wir es dann doch geschafft das in den meisten Fällen unsere normalen grauen Flaschen gefüllt wurden. In dem Fall aber peinlich darauf achten das die Flaschen nicht überfüllt werden, und kg Angaben in Liter umrechnen. Die meisten Abfüllstationen rechnen in Liter.

Einfacher ist es natürlich wenn du gleich amerikanische Flaschen vor Ort kaufst, die du überall in Nordamerika verwenden kannst.(tauschen oder füllen ) Konnten wir damals leider nicht da die amerikanischen Flaschen im Durchmesser grösser sind und nicht in unseren Gaskasten für 5 kg Flaschen passten.

Muss man wirklich in Halifax seine Gasflaschen jetzt entsorgen. Wir mussten nur sicherstellen das diese leer waren, was auch kontrolliert wurde. Fährgesellschaft war auch ACL.

Und wieso war die Frachtrate zurück ab Baltimore diesmal wesentlich günstiger, wir haben damals die gleiche Frachtrate bezahlt, zusätzlich eines variablen Treibstoffzuschlages und Hafengebühren.

Allzeit gute Fahrt und bleibt gesund.

Richard

PS . für die nächsten Jahre planen wir wieder eine längere Reise nach Nordamerika, diesmal aber in einem grösseren Mobil.
Ab einem gewissen Alter will Mann und Frau nicht mehr auf ein gewisses Mass an Komfort verzichten, :lol:

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