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Neue StVO - Abbiegen mit Schrittgeschw für LKW 1, 2


gastino am 16 Dez 2019 22:31:32

cbra hat geschrieben:und das ist ja schon fast täter - opfer umkehr, die radler sollen aufpassen dass sie nicht totgefahren werden,


Nein, gesunder Menschenverstand. Wer hier von Täter oder Opfer spricht, hat das Problem nicht verstanden. Es geht um die Wahrscheinlichkeit von Fehlern mit fatalen Folgen. Die Diskussion darum, wer Vorfahrt hat und wer nicht, ist da vollkommen am Thema vorbei.

cbra hat geschrieben:manchmal denk ich wirklich es wäre am besten autos einfach komplett in städten verbieten


Ja, das wäre für manche Städter sicher mal eine heilsame Erfahrung. Für jeden winzigen Einkauf dann mit dem Handwagen einmal aus der Stadt herauslaufen zu müssen, das hat was. :mrgreen:

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cbra am 16 Dez 2019 22:41:34

dann erklär mir mal bitte wie das mit "hintenanstellen" z.b. hier gehen soll. eine von vielen kreuzungen bei uns in der stadt - der radstreifen ist bei der gelben markierung für die radler die geradeaus uwollen und rechtsabbiegen (die linksabbieger sind zwischen spur 2 und 3)
die autos die rechts abbiegen wollen stehen links neben den radlern die geradeaus fahren wollen

wie lange soll der radler denn bei grüner ampel warten dass ihn ein rechtsabbieger gnädigerweise vorlässt?


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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

gastino am 16 Dez 2019 23:05:29

cbra hat geschrieben:dann erklär mir mal bitte wie das mit "hintenanstellen" z.b. hier gehen soll.


Ich schrieb: "Dahinter bleiben oder deutlich sichtbar davor." Jetzt darfst Du drei Mal raten, warum der Haltestreifen der von Dir markierten Fahrradspur so deutlich vor denen der anderen Spuren liegt.

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cbra am 16 Dez 2019 23:11:06

und was machen die 15 radler die nicht vorne hinpassen?

oder die die gerade ankommen wenns grün wird?

gastino am 17 Dez 2019 00:11:06

cbra hat geschrieben:und was machen die 15 radler die nicht vorne hinpassen?

oder die die gerade ankommen wenns grün wird?


Irgendwie habe ich den Eindruck, Du suchst nach tausenden Gründen, warum man sich mit seinem Fahrrad unter einen LKW legen sollte. Die Motivation verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich.
Wie man potentiell gefährliche Situationen vermeiden kann, dürfte ja nun einigermaßen klar sein.

Metalfriese am 17 Dez 2019 02:28:19

cbra hat geschrieben:und das ist ja schon fast Täter - Opfer umkehr, die Radler sollen aufpassen dass sie nicht totgefahren werden,

Wäre aber irgendwie im eigenem Interesse.
Die Diskussion ist müßig, den die eine Fraktion besteht auf ihr Recht, das zweifelsohne besteht -nur fehlt es dann irgendwie am Hirn, wenn man um des Rechts Willen darauf besteht und sein Leben verschenkt. Isso, bleibt so!
Klar könnt sollte müsste der Kraftfahrer, aber wen er eben doch übersieht wär der Radler derjenige gewesen, der sein eigenes Leben hätte retten können: Neben einen LKW stell ich mich nicht, egal wie oft ich da Vorfahrt habe. Selbst die grüne Fußgängerampel ist kein Grund NICHT zu schauen.
Nur wird keiner nachgeben - bis er tot ist. Tragisch, aber selber schuld. ER hätte es selber verhindern können.......aber er hatte Recht.
Und mal ohne Handy in der Hand, keine Kopfhörer auf, ein wenig auf Ampeln und anderes geltendes Recht achten würde die Überlebensrate ebenso steigern.
Aber nein, der deutsch Michele hat RECHT.....aus!

Metalfriese am 17 Dez 2019 02:39:54

Nachtrag

Bei der geposteten Kreuzung ist das doch eh toll gelöst -der Radweg an der Stelle so weit vorgezogen, das man vor einem LKW stehen würde, selbst nachfolgende Radler hätten wohl kaum Probleme da der Lastwagen wohl kaum sofort abbiegt ohne zu schauen. Und wenn sich jemand unsicher (weil evtl zu langsam) ist kann er jederzeit den Fußgängerüberweg benutzen......
Wen man (Radler) wollte, könnte man, aber man will ja nicht, man darf - also müssen die Anderen....blöd ist wenn einer dann mal nicht.
Der Schwächere gibt nach - heißt es nicht ohne Grund, ausser das Leben ist es einem nicht wert. Egal was Vorgeschrieben ist- würd ich mal drüber nachdenken.

MountainBiker am 17 Dez 2019 08:37:41

Hallo Metallfriese,

Tragisch, aber selber schuld.


Was für ein verkehrtes Weltbild Du doch hast. Die Frau im folgenden Artikel war wohl auch der Schmied Ihres eigenes Schicksals?

--> Link

Darüber solltest Du mal nochmal nachdenken, keiner wird absichtlich in einen LKW reinlaufen oder mit seinem Rad reinfahren. Ab einer gewissen Verkehrsdichte lassen sich die hier genannten "Vorsichtsmaßnahmen" einfach nicht mehr umsetzen. Die neue Regelung soll hier einfach den Sicherheitsaspekt erhöhen, denn der LKW-Fahrer fährt in einen Bereich ein, den er nicht übersieht. Wenn ich in einen unübersichtlichen Bereich einfahre muß ich meine Sorgfaltspflicht wahrnehmen. Und ich schreibe nicht aus der Theorie heraus, denn ich habe die Ausbildung zu einem "Berufskraftfahrer genossen" und durfte bis zu meinem 50. Lebensjahr alles auf Rädern fahren. Aus diesem Grund war es auch obligatorisch beim Heer einen Beifahrer neben sich zu haben, wenn man im LKW sitzt.^

Meine Meinung dazu!

cbra am 17 Dez 2019 08:43:38

Metalfriese hat geschrieben:Nachtrag

Bei der geposteten Kreuzung ist das doch eh toll gelöst -der Radweg an der Stelle so weit vorgezogen, das man vor einem LKW stehen würde, selbst nachfolgende Radler hätten wohl kaum Probleme da der Lastwagen wohl kaum sofort abbiegt ohne zu schauen. ...


und genau da gabs einen tödlichen radlerunfall - hat ein kind erwischt.

und ich habe nirgends gesagt dass man nicht vorsichtig sein soll.

und handy, kopfhörer etc gilt für alle verkehrsteilnehmer

aber je "stärker" man ist umso mehr rücksicht sollte man selber nehmen und nicht von anderen einfordern

taps am 17 Dez 2019 09:10:04

Hallo,
hier kommen mal Betroffene zu Wort:
--> Link
Der LKW-Fahrer hat beim Rechtsabbiegen einmal 12 und einmal 14 Sekunden etwas anderes getan, als er hätte tun müssen.
Sein Kommentar: auf was soll ich denn noch alles achten.
Das muss nicht kommentiert werden, nur mal auf sich wirken lassen.
Gruß
Andreas

Tinduck am 17 Dez 2019 09:38:58

Die Reaktion des Fahrers war sicherlich ziemlich besch...eiden.

Wenn man aber jeden, der wegen Unaufmerksamkeit einen solchen Unfall verursacht, für 20 Jahre ins Loch steckt, können wir unsere Lebensmittel etc. demnächst selbst auf dem Bauernhof abholen. Insofern ist der Ruf der Betroffenen nach höheren Strafen zwar verständlich, aber gesellschaftlich auch nicht akzeptabel.

Hier wäre mal eine gute Stelle für mehr Technik. Mit Nachrüstpflicht. Menschen machen nämlich Fehler, auch schwere.

bis denn,

Uwe

cbra am 17 Dez 2019 09:49:38

Tinduck hat geschrieben:...
Hier wäre mal eine gute Stelle für mehr Technik. Mit Nachrüstpflicht. Menschen machen nämlich Fehler, auch schwere.

....


richtig, und es gibt keinen grund das nicht zu tun

Marsu123 am 17 Dez 2019 09:50:00

taps hat geschrieben:--> Link
Der LKW-Fahrer hat beim Rechtsabbiegen einmal 12 und einmal 14 Sekunden etwas anderes getan, als er hätte tun müssen.

Das muss nicht kommentiert werden, nur mal auf sich wirken lassen.



Und die Mutter?
Sie hat vor ihren Augen, ihren Sohn rechts an einem abbiegenden LKW vorbeifahren / in den Tod fahren lassen.....

Muss auch nicht kommentiert werden.

vx2200 am 17 Dez 2019 12:14:54

Der Thread ist ja nicht mehr zu ertragen.

Da werden Menschen die den Tod eines anderen Menschen zu verantworten haben auch noch in Schutz genommen?

Hier werden Threads wegen weit weniger geschlossen.

Abartig!

Tinduck am 17 Dez 2019 12:35:12

Abartig ist hier höchstens, dass einige Leute nur zu Schwarz-Weiss-Denke in der Lage sind. Gut, dass wir zur Regelung solcher Probleme Gerichte haben, sonst würde hier ja dauernd der Lynchmob toben.

„We haven‘t changed since ancient times.“ (Dire Straits, ‚Iron Hand‘. Zwar in anderem Zusammenhang, aber trotzdem passend.)

bis denn,

Uwe

vx2200 am 17 Dez 2019 12:48:02

Tinduck hat geschrieben:Abartig ist hier höchstens, dass einige Leute nur zu Schwarz-Weiss-Denke in der Lage sind. Gut, dass wir zur Regelung solcher Probleme Gerichte haben, sonst würde hier ja dauernd der Lynchmob toben.


Keiner denkt hier Schwarz-Weiß. Und selbst wenn.
Du willst doch nicht ernsthaft behaupten dass ein Berufskraftfahrer (!) dazu geeignet ist seinen Job auszuüben wenn er sich, durch was auch immer, vom verantwortungsvollen Lenken seines Fahrzeuges ablenken lässt?

Du hast auch gelesen dass eben dieser Fahrer nur wenige Wochen später einen Rotlichtverstoss begangen hat.

Bis Du noch immer der Meinung er sei in der Lage seinen Job auszuführen?

Und das hat auch nichts mit Lynchmob zu tun.

Ich vergleiche das gerne mit meinem Job.
Wenn mir aus Unachtsamkeit(!) ein Server abraucht und ein Unternehmen daraufhin mehrere Tage ohne IT da steht habe ICH auf ganzer Linie versagt und trage dann auch die Konsequenzen.

CamperJogi am 17 Dez 2019 12:53:21

Moin

Bei uns in Varel an einer Kreuzung, wo es schon mehrere (nicht tödliche) Abbiegeunfälle gegeben hat wurde es einfach gelöst.

Die Radfahrer/Fußgänger bekommen ihr eigenes "Grün". Da biegt in dem Moment keiner ab! Kostet dem Verkehrsteilnehmer etwas Zeit - ist aber sicherer....

Gruß
Jürgen

vx2200 am 17 Dez 2019 12:56:56

CamperJogi hat geschrieben:Moin

Bei uns in Varel an einer Kreuzung, wo es schon mehrere (nicht tödliche) Abbiegeunfälle gegeben hat wurde es einfach gelöst.

Die Radfahrer/Fußgänger bekommen ihr eigenes "Grün". Da biegt in dem Moment keiner ab! Kostet dem Verkehrsteilnehmer etwas Zeit - ist aber sicherer....

Gruß
Jürgen



Die vielleicht beste Lösung.

MountainBiker am 17 Dez 2019 13:04:15

Hallo,

es geht doch nicht um das stigmatisieren einer Berufsgruppe oder das verurteilen von Verfehlungen, dazu haben wir unsere Justiz. Es geht vielmehr darum, gilt das recht des stärkeren oder haben wir uns Regeln aufgestellt um ein friedvolles Zusammenleben zu ermöglichen. Und wenn ich in ein Fahrzeug einsteige ist mir bewußt, dass dies auch eine Waffe ist und ich deshalb eine besondere Verantwortung trage. Ob ich jetzt im Pkw mit Tempo 100 durch die Innenstadt jage oder mit einem Lkw in eine mir nicht einsichtige Zone einfahre, die Folgen können einfach dramatisch sein für andere und genauso für mich.
Um das Risiko bei unserer Verkehrsdichte gegenüber Fehlverhalten zu minimieren sind eben diverse Maßnahmen geeignet, wie
-die Anpassung der StVO mit der Reduzierung der Abbiegegeschwindigkeit;
-die verbindliche Einführung von Abbiegeassistenten für die Einfahrt in die Innenstädte;
-bessere Verkehrsführung;
-Ampeln mit "Warnradar;
...
nicht hilfreich ist die Verbannung von Fußgänger und Radfahrer aus der City für eine "freie Fahrt!

vx2200 am 17 Dez 2019 13:07:09

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

es geht doch nicht um das stigmatisieren einer Berufsgruppe oder das verurteilen von Verfehlungen, dazu haben wir unsere Justiz. Es geht vielmehr darum, gilt das recht des stärkeren oder haben wir uns Regeln aufgestellt um ein friedvolles Zusammenleben zu ermöglichen. Und wenn ich in ein Fahrzeug einsteige ist mir bewußt,........ !


Zitat stark gekürzt.

Ich darf ja noch nicht bewerten, also hier ein ‚gedachtes‘ positiv für deinen Beitrag.

Bodimobil am 17 Dez 2019 13:22:06

vx2200 hat geschrieben:Die vielleicht beste Lösung.


Lässt sich leider nicht überall realisieren.
Der letzte Unfall in der Art in Aachen passierte an einer der größten und komplexesten Kreuzungen in Aachen. Da kommen massig Fahrspuren, Radfahrspuren und Busspuren zusammen.

Links an der rot markierten Fahrradspur ist eine von oben kommende Frau von einem in gleicher Richtung und dann rechts abbiegenden Gelenkbus erfasst worden. Das Stück davor ist eine leichte Rechtskurve. Da sieht der Busfahrer im rechten Rückspiegel nur seinen eigenen Bus. Bis heute ist nicht geklärt worden wo die Frau auf einmal her kam. Da sie Gefälle hatte konnte sie durchaus schneller als der Bus gewesen sein. Vielleicht dachte sie der Bus würde gerade aus fahren.
Aufgrund der vielen Spuren dauert jetzt schon jede Ampelphase doppelt so lange im Vergleich zu normalen Kreuzungen. Da kann man nicht mal 30 Sekunden für jede Radspur abknappsen. Dort gibt es in der Hauptverkehrszeit jetzt schon lange Rückstaus in alle Richtungen.

Langfristig hilft nur den Verkehr zu vermindern - Autos raus aus der Stadt!

Gruß Andreas

Metalfriese am 17 Dez 2019 14:03:30

cbra hat geschrieben:aber je "stärker" man ist umso mehr rücksicht sollte man selber nehmen und nicht von anderen einfordern

Das ist vollkommen richtig und habe ich mit keinem Wort bestritten.
Aber wie du selber schreibst machen auch die vermeindlich Stärkeren nun mal leider Fehler, und da wäre es an dem Schwächeren aus reinem Selbsterhaltungstrieb SEIN Leben zu schützen, und nicht blind zu erwarten, das das schon andere tun...weil man ja RECHT hat.
Da wird auch keinerlei Form von Technik etwas dran ändern - im Gegenteil - die Leute schauen noch weniger, die Heulerei bleibt die Gleiche.
Ich als Kraftfahrer kann - trotz aller Vorsicht/Umsicht nicht auf Jemanden Rücksicht nehmen, den ich NICHT SEHE!
Selber schon (leider gehabt) - der teilschuldige Schwächere muss mit den Folgen leben -er hätte das selber locker verhindern können - ich hatte keinerlei Chance.
Und das im 6km/h Bereich in einer Werkhalle.

Man kann jetzt die vertraktesten Kreuzungen posten und unmöglichsten Situationen konstruieren - am Ende möchte Jemand lebend da rüber, oder? Und ich würde das nicht mit "auf mein Recht pochen", sondern Menschenverstand machen -mal nen Laster durchwinken zB. Miteinander :-) Blickkontakt sicherstellen. Schauen, schauen und nochmal schauen..... Verkehrsregeln sind toll, aber es passiert halt JEDEM mal, das er was übersieht - und ich lass mich nicht platt fahren :-)
Wenn dir das liegt - OK, ist dein Recht.

hampshire am 17 Dez 2019 14:13:14

Bodimobil hat geschrieben:Langfristig hilft nur den Verkehr zu vermindern - Autos raus aus der Stadt!

cbra hat geschrieben:manchmal denk ich wirklich es wäre am besten autos einfach komplett in städten verbieten


Die Richtung halte sogar ich als Autofan für richtig. Ein erster Schritt wäre ein Umdenken welches dazu führt, dass man für den Verkehr in der Stadt nicht mehr in Vorrang für KFZ denkt, sondern in Vorrang für ÖPNV (wird bereits in vielen Städten umgesetzt) und Vorrang für Fußgänger und Radfahrer. Diese werden dann von vielen Regelungen befreit und die Autofahrer bleiben der Stadt irgendwann entnervt fern. Parallel dazu besseren und kostenfreien ÖPNV aufbauen.

Metalfriese am 17 Dez 2019 14:19:55

MountainBiker hat geschrieben:Was für ein verkehrtes Weltbild Du doch hast.

Nein -Hart, aber realistisch, nicht so verträumt, sorry.
Bei dem von dir verlinktem Fall warst du nicht dabei und die Polizei weiß nicht genau was/wie passiert ist. Solche "Beispiel" sind typisch wenn es um solche Diskussionen geht.
Was, wenn die Frau vor dem Überqueren der Straße geschaut hätte: Oh, ein LKW...sieht der mich? Scheinbar nicht, denn wart ich eben :-)
Hatte sie Licht an? Sie waren beide in der gleichen Richtung unterwegs- vermutet man. Dann hätte der Fahrer sie unmittelbar davor doch überholen müssen....oder war sie auf einem Radweg? Wo?
Du weiß es nicht, siehst die Alleinschuld aber beim LKW Fahrer. OK, mag sein. Die arme Frau ist tot - und war uU die Einzige die das hätte verhindern können. Ist das nicht OK? Muss sie darauf verzichten weil sie evtl RECHT hatte?
Tut mir leid, ich hab keine rosa Brille sondern seh was auf der Straße so los ist und denk mir Tagtäglich meinen Teil :-) Ein Großteil der Unfälle könnte man vermeiden wenn die Leute einfach wieder mal ihr HIRN einschalten würden -aber das ist out, schade.
Die Sichtweise mag dir nicht passen, ist mir egal. Regeln sind gut, aber man muss immer damit rechnen, das Jemand anderes sie bricht, und sei es ungewollt - isso, bleibt so. Scheinbar eine Eigenart der Deutschen, das sie glauben ein Gesetz wäre ein Gesetz :-)
Genau so wie die Träumerei "Autos/LKW raus aus der Stadt.....aber Samstag bis 20 Uhr einkaufen möchte schon jeder :-) Wie kommt das Zeug wohl in die Läden? Träumer.....

cbra am 17 Dez 2019 14:32:02

ätt metalfriese - alles (vieles) verständlich was du schreibst, aber nichts davon schliesst aus dass man verbesserungsmassnahmen sucht und einführt. Verpflichtende abbiegeassistenten, bauliche massnahmen, neue ampeln, alles mögliche. es wird weiter unfälle geben, aber hoffentlich weniger. und das ist zumindest aus meiner sicht das tlw verstörende an der diskussion dass manche einfach hergehen - selber schuld, achselzucken, passt schon. man muss wenigstens versuchen es zu verbessern.
keiner hier sagt dass man fehlerlos ist, jdedem kann ein unfall passieren - aber das darf nicht egal sein und man darf auch einfache vermeidungsmöglichkeiten nicht aus bequemlichkeit ignorieren.

und träumerei autos raus aus der stadt - in kleinen städten gehst ja schon, in manchen bezirken und ich gehe davon aus dass wir da in den nächsten 10 jahren einiges erleben werden. sammeltransporte in geeigneten fahrzeugen zu beschränkten zeiten funktionieren seit jahrzehnten, muss man nicht erfinden. abbiegeverbote für LKW ohne abbiegeassistent kommem jetzt schon.

Metalfriese am 17 Dez 2019 14:41:17

Ich schreib ja auch nicht selber schuld, genau so wenig verwehre ich mich den technischen Möglichkeiten.
Nur können die es halt nicht gänzlich verhindern -was manche ja geradezu heraufbeschwören. Heir muss seitens der Politik wieder hektisch viel Geld rausgeworfen werden um kaum Effekt zu erreichen - wie hierzulande halt üblich.
Und jeder kann mit Umsicht einiges vermeiden -es wird wohl kaum ein LKW Fahrer einen Radler mit Absicht töten - was hier irgendwie immer so rüberkommt. In fast 100% der Abbiegefälle geht es ja gut, das Promille wo es schief geht ließe sich halt noch deutlich mindern - und zwar auch ohne Technik auf die sich dann wieder jeder verlässt und genau DER LKW hatte sie dann doch noch nicht...
Mag machmal grob rüberkommen, geb ich zu. Aber ich seh es halt leider knallhart, sorry, isso. Ich steh genauso zum Schwächeren (der ich auch in der Stadt bin) wie zum Stärkeren- der ich auch mal bin.
Daher verwundert mich oft diese sture Bissigkeit einiger iB auf Radler die ja geradezu einen Freibrief haben sollten.....da möchte ich damm im Auto oder WoMo mal Mäuschen sein :-)

MountainBiker am 17 Dez 2019 14:47:32

Hallo Metalfriese,

eine kleine Geschichte nur für Dich.

Auf der Rückfahrt aus Spanien dieses Jahr bin ich früh morgens (es war noch Dunkel) in eine Autobahnsperre gefahren, von der Ferne sah ich bereits ein riesiges Flammenmehr. Ungefähr 400m vor dem eigentlichen Unfallort kam ich im Stau zu stehen, wir warteten dort geduldig ca. 3h. Bis zahlreiche Feuerlöschzüge den brennenden LKW gelöscht hatten und die Fahrbahnoberfläche soweit abgekühlt hatten, dass diese befahrbar war. Von dem Sattelschlepper mit Auflieger des "rollenden Gemüsetransportbands" auf der AP7 blieb nur ein Stahlskelett übrig. Der Fahrer ist verbrannt. Ich hatte großes Mitgefühl mit Ihm und seiner Familie, da ich weiß wie die Fahrer ausgebeutet werden und das das Problem mit den endlosen LKW-Kolonnen aus Spanien nach Zentraleuropa auf die Dauer anders gelöst werden muß z.B. mit einer eigenen Eisenbahnstrecke für den Warenverkehr (auf dieser Strecke sterben jährlich hunderte Fahrer).
Du wirst wahrscheinlich auch hier sagen, selber Schuld der/die Fahrer, hätte er besser aufgepasst wäre das nicht passiert! Das löst aber keiner Weise das Problem, nehmen wir weiterhin hunderte Tote in Kauf und verharren auf unserer "eingefahrenen" Meinung oder wollen wir etwas an der Situation verbessern! Denk mal darüber nach!

hampshire am 17 Dez 2019 15:07:53

Metalfriese hat geschrieben:Regeln sind gut, aber man muss immer damit rechnen, das Jemand anderes sie bricht, und sei es ungewollt -

Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

Bezeichnend ist doch, dass wir reflexartig bei fast allen Unglücken oder Fehlentwicklungen mit voller Energie nach einem Schuldigen suchen. Die Suche nach einem Schuldigen ist eine rückwärtsgewandter Gedanke - er geht in die Vergangenheit. Der vorwärtsgewandte Gedanke wie z.B. "was lernen wir daraus" "wie gehen wir künftig damit um" geht in der Schuldsuche zu oft unter.

Metalfriese hat geschrieben:Genau so wie die Träumerei "Autos/LKW raus aus der Stadt.....aber Samstag bis 20 Uhr einkaufen möchte schon jeder :-) Wie kommt das Zeug wohl in die Läden? Träumer.....


Der phantasielose Blinde bezeichnet alles als Träumerei was jenseits seiner Vorstellungskraft oder seines Vostellungswillens liegt.
Natürlich ist es möglich am Samstag bis 20 Uhr einzukaufen ohne das Zeug aus den Läden tragen zu müssen. Wäre es nicht viel toller, man bekäme es zu seinem Fahrzeug (bleiben wir hier einfach mal beim Auto damit das Denken nicht zu schwierig wird) zu einer Uhrzeit bestellen zu können um dann nach Hause zu fahren?

Schon andere Größen irrten sich:
"Ich glaube ans Pferd" (Kaiser Wilhelm)
"Der weltweite Markt für Computer in privaten Haushalten liegt unter 10 Stück" (IBM)
"Im Internet wird keiner einkaufen wollen" (weit verbreitete Haltung um die Jahrtausendwende)

Die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit eine fortwährende Verwirklichung von Träumereien.

kapewo am 17 Dez 2019 15:19:47

Seit mehr als 20 Jahren hört man es durch sämtliche Regierungen schallen, dass man den Güterverkehr vermehrt auf die Schiene bringen will.
Das Resümee ist, dass seit Jahren der Güterverkehr per Schiene bei unter 20% liegt.
Seit die Bahn ein börsenorientiertes Unternehmen ist geht's auch da, neben Stilllegungen von Schienennetzen, Verzicht an Modernisierungen usw. Rückwärts statt vorwärts.
An erster Stelle stehen die Gewinne.
Das sah auch mal anders aus, als die Bahn noch in öffentlicher Hand war. Aber da wurde auch nur gemeckert.
Aber wir wollen vom eigentlichen Thema, der Änderung der StVO, nicht abweichen.....

Bodimobil am 17 Dez 2019 15:24:37

kapewo hat geschrieben:Seit mehr als 20 Jahren hört man es durch sämtliche Regierungen schallen, dass man den Güterverkehr vermehrt auf die Schiene bringen will.


Jetzt seid ihr aber meilenweit vom Thema weg. Selbst wenn der Güterverkehr in großen Teilen auf die Schiene verlagert wird bleiben die LKWs die die Waren zum Endkunden in die Stadt bringen müssen. Und genau um diese LKWs in den Städten geht es hier eigentlich.

Gruß Andreas

kapewo am 17 Dez 2019 15:40:20

Na dann schau mal wieviel LKW-Durchgangsverkehr es in unseren Städten gibt. Nur der LKW-Verkehr der quer durch die Städte fährt, ohne ein Ziel in der Stadt zu haben, weil es bequemer, schneller oder ohne Stau und/oder Mout geht.
…. aber ich schrieb ja schon, dass wir langsam vom eigentlichen Thema abweichen. :wink:

rkopka am 17 Dez 2019 15:45:41

vx2200 hat geschrieben:Du willst doch nicht ernsthaft behaupten dass ein Berufskraftfahrer (!) dazu geeignet ist seinen Job auszuüben wenn er sich, durch was auch immer, vom verantwortungsvollen Lenken seines Fahrzeuges ablenken lässt?

Du hast auch gelesen dass eben dieser Fahrer nur wenige Wochen später einen Rotlichtverstoss begangen hat.

Ich will ihn nicht verteidigen (weiß dazu zu wenig). Aber wenn du nur LKW Fahrer zuläßt, die IMMER ohne Ablenkung fahren und nie eine Ampel falsch nehmen, dann wird vermutlich kein einziger LKW mehr fahren. Das ist einfach nicht möglich, solange Menschen am Steuer sitzen. Selbst Piloten mit viel strengeren Auflagen, Prüfungen, guter Ausbildung und strikten Regeln machen Fehler.
Man muß versuchen Fehler zu verringern, aber man wird nie auf Null kommen. Und bei so komplexen Kreuzungen wird man allein nie alles gleichzeitig(!) erfassen können. Da braucht man entweder Beifahrer oder Rundumsichtkameras (wird bei Müllwagen teilweise schon eingesetzt). Und selbst da wird der Fahrer nicht ständig auf den Monitor schauen können. Sobald du einen Bereich erfaßt (was etwas Zeit kostet, die das Gehirn braucht), kann sich in einem anderen Bereich schon wieder etwas verändert haben. Und gerade in solchen Bereichen relativ schnelle Radfahrer mit geringer Silhouette und schwacher oder keiner Beleuchtung (bei Dämmerung) sind leicht zu übersehen. Also bleibt nur KEIN Verkehr oder Verkehr, der ein gewisses Risiko akzeptiert oder Verkehr der komplett anders und mit viel stärker getrennten Spuren funktioniert. Letzteres ist fast überall räumlich nicht machbar ohne einen Teil der Verkehrsteilnehmer auszuschliessen. Geht es ? Vermutlich ja. Ist es praktikabel ? IMHO nein.

RK

Metalfriese am 17 Dez 2019 18:04:46

hampshire hat geschrieben:Natürlich ist es möglich am Samstag bis 20 Uhr einzukaufen ohne das Zeug aus den Läden tragen zu müssen.

Und schon zeigt sich die arg eingeschränkte Sichtweise :-) (Um das Einkaufen ansich ging es mir gar nicht)
Wie kommt die Ware denn vorher wohl in die Läden von denen man stets ein komplettes Angebot erwartet? Oder bequem nach Hause geliefert?
Die Tankstelle? Die Müllabfuhr? Ja selbst der Bus.....
Ähnlich wie der Strom aus der Steckdose? Zauberei...???? Man sollte jede Geschichte komplett bis ans Ende denken.

Diesen Satz verstehe ich nicht ganz, sorry.
Zitat hampshire : Wäre es nicht viel toller, man bekäme es zu seinem Fahrzeug ...... zu einer Uhrzeit bestellen zu können um dann nach Hause zu fahren?

andreasnagel am 17 Dez 2019 18:07:09

rkopka hat geschrieben:Aber wenn du nur LKW Fahrer zuläßt, die IMMER ohne Ablenkung fahren und nie eine Ampel falsch nehmen, dann wird vermutlich kein einziger LKW mehr fahren. Das ist einfach nicht möglich, solange Menschen am Steuer sitzen.


Du sagst es: Solange Menschen am Steuer sitzen. Wenn ich LKW-Fahrer sehe, die auf der Autobahn fahrend nebenbei Kaffee kochen oder Zeitung lesen, dann sehne ich die Zeiten des Autonomen Fahrens herbei. Dann war es das nämlich mit LKW-Fahrern, die "eine Ampel falsch nehmen"

Bis dahin wird die natürliche Auslese an den Stauenden ein wenig dafür sorgen, dass sich die Streu vom Weizen trennt. Man kann nur hoffen, dass dabei nur wenige (oder besser: gar keine) Unbeteiligte ums Leben kommen.

Viele Grüße,
Andreas

wolfherm am 17 Dez 2019 18:13:20

Das eigentliche Thema ist durch.




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