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Neue StVO - Abbiegen mit Schrittgeschw für LKW 1, 2


macagi am 16 Dez 2019 08:17:53

Lese gerade das aktuelle ADAC Heftchen durch....

Da steht dass in der neuen StVO für Lastwagen > 3,5t im innerstädtischen Bereich bei Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist. Strafe: ziemlich hoch, und ein Punkt.
Weiss jemand ob das auch für Wohnmobile >3,5t gelten soll?

Es steht LKW im Text, weiss aber nicht ob die das so genau sehen und Fahrzeuge über 3,5t gemeint sind.

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RichyG am 16 Dez 2019 09:02:32

Du wirst Dich jedenfalls nicht strafbar machen, wenn Du es trotzdem tust :wink:
Fussgänger und Radfahrer werden es Dir bestimmt danken!

Marsu123 am 16 Dez 2019 09:04:26

Wer soll das denn kontrollieren?
Ich würde mir da keine Sorgen machen.
Ist vermutlich genauso wie das vorbeifahren an Bussen mit Warnblinker.
Ist alles streng geregelt, kontrollieren tut das aber Niemand ;-)

Grüße Ralf.

RichyG am 16 Dez 2019 09:08:15

Die Frage ist ja: Warum ist das in die StVo eingeführt worden????? Man könnte sich vorstellen warum. Und dann wäre es eigentlich für jedes größere Fahrzeug wichtig. Ob nun vorgeschrieben oder nicht. Ob nun kontrolliert oder nicht.

herrhausk am 16 Dez 2019 09:11:48

in dem Entwur-STVO-Novelle steht:

"innerorts die generelle Anordnung von Schrittgeschwindigkeit für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t"

Somit bezieht sich die Anodnung von Schrittgeschwindigkeit beim rechts abbiegen natürlich auch auf WoMo´s >3,5 t. Dem Fahrradfahrer ist es schließlich egal, ob er von einem LKW oder einem LKW ähnlichen Fahrzeug überfahren wird....

Solofahrer am 16 Dez 2019 09:28:57

herrhausk hat geschrieben:... Dem Fahrradfahrer ist es schließlich egal, ob er von einem LKW oder einem LKW ähnlichen Fahrzeug überfahren wird....

Ich bin innerstädtisch ja auch häufig mit dem Rad unterwegs und wundere mich immer wieder über andere Radfahrer, die gegen die Fahrtrichtung auf Rad- und Fußwegen fahren und sich dann auch noch den Weg freiklingeln, die völlig "unbedarft" bei Rot über die Ampel fahren, an rechtsblinkenden LKW in toten Winkel vorbeifahren und sich verhalten, als ob sie einen Schutzpanzer mit 27 Airbags hätten. Wenn ich neben einem LKW an der Ampel stehe, dann lasse ich dem Fahrer schon aus Selbstschutz sehr gerne die Vorfahrt!

Marsu123 am 16 Dez 2019 09:43:52

Hm, bei der DEKRA steht LKW über 3,5t.

--> Link

Ist die Novelle denn schon verabschiedet ?

Und ist es dem Radfahrer nicht egal ob er mit 7-11 oder 12-25 Km/h überfahren wird ?
Übel ist das so oder so.....

Marsu123 am 16 Dez 2019 09:53:41

Hm, vermutlich könnte das besser geregelt werden.
Abbiegeassistenten bei Fahrzeugen wo kein Schulterblick möglich ist.
Das Gewicht spielt ja keine Rolle, wenn ich mit einem geschlossenem Kastenwagen, LKW, oder WoMo, rechts abbiege und ich nicht sehen was da neben mir ist.
Oder/und die Radfahrer besser aufklären, eventuell zusätzliche Schilder aufstellen / an LKW kleben.
Z.B.:

Trollo am 16 Dez 2019 09:55:50

Moin

ich frage mich gerade, wie man mit einem Fahrzeug über 3,5Tschneller als Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen kann ?!?!? :roll:

Gruß
Michael

Marsu123 am 16 Dez 2019 09:58:17

oder sowas :

macagi am 16 Dez 2019 10:11:30

Marsu123 hat geschrieben:Ist die Novelle denn schon verabschiedet ?


Nein, ist wohl im Bundestag durch, aber noch nicht im Bundesrat.

cbra am 16 Dez 2019 10:13:48

Marsu123 hat geschrieben:oder sowas :


wenn der radler das lesen kann ist er eh schon fast tot....

und dann der spruch "lass mich vorbei weil ich seh nix" - vorrang ist also egal, weil ich seh halt nix - das kanns ja wohl nicht sein.

ich kann nicht verstehen warum unsere politiker nicht die eier haben warner zwingend vorzuschreiben, und zwar für alle KFZ.

wir müssen unseren verkehr wesentlich radlerfreundlicher gestalten (und fussgänger etc. haben ja auch was davon) und es scheitert an den einfachsten massnahmen.

und klar sagt man der enkelin - pass in solchen situationen verdammt auf - aber schilder wie obiges oder von der dekra sind mMn der falsche weg - die radler haben vorrang, fussgänger ebenso, manche sind halt langsam da muss man halt warten.

und klar macht schritttempo sinn - dann kann der radler dem der vorrang genommen wurde noch eher reagieren wenn er merkt dass der kfz fahrer ihn ignoriert

rkopka am 16 Dez 2019 10:36:50

Solofahrer hat geschrieben:Ich bin innerstädtisch ja auch häufig mit dem Rad unterwegs und wundere mich immer wieder über andere Radfahrer, die gegen die Fahrtrichtung auf Rad- und Fußwegen fahren...

Evt. alles Ausländer, die es so gewohnt sind. Mich hat auch mal eine Polizei deswegen aufgehalten in D. In A sind fast alle Radwege in beide Richtungen zu befahren, egal ob links oder rechts. Ausnahmen nur dort (Einbahnen), wo die Radfahrer in einer Richtung auch die Straße nutzen können und der Radweg schmal ist.

RK

Marsu123 am 16 Dez 2019 10:47:38

cbra hat geschrieben:
...- aber schilder wie obiges oder von der dekra sind mMn der falsche weg - die radler haben vorrang, ....



Hm, das erinnert mich an den Spruch :

Auf seinem Grabstein stand : Er hatte Vorfahrt

Im Eigeninteresse würde ich nie und nimmer an einem nach rechts blinkendem LKW vorbeiziehen, egal ob ich Vorfahrt habe oder nicht.
Man muss auch mal auf die Vorfahrt verzichten können ;-)
Wie war das noch in §1 : gegenseitige Rücksichtnahme.
Wenn der LKW nix sieht, muss ich halt Rücksicht nehmen.

Grüße Ralf.

cbra am 16 Dez 2019 10:50:06

cbra hat geschrieben:
...- aber schilder wie obiges oder von der dekra sind mMn der falsche weg - die radler haben vorrang, ....



Marsu123 hat geschrieben:Hm, das erinnert mich an den Spruch :

Auf seinem Grabstein stand : Er hatte Vorfahrt

Im Eigeninteresse würde ich nie und nimmer an einem nach rechts blinkendem LKW vorbeiziehen, egal ob ich Vorfahrt habe oder nicht.
Man muss auch mal auf die Vorfahrt verzichten können ;-)
...

Grüße Ralf.


dass man dies der enkelin erklärt habe ich ja geschrieben

aber wenn man deinen ansatz durchzieht kann der radler nie fahren weil ständig ein rechtsabbieger kommt der evtl. nix sieht

vx2200 am 16 Dez 2019 11:07:41

Bin ich der Einzige der sich fragt wie man hierüber diskutieren kann?

Für mich, als radfahrender Wohnmobilist und Autofahrer ist das langsame und umsichtige Rechtsabbiegen auch ohne gesetzlicher Grundlage eine Selbstverständlichkeit.

Alles andere ist unnötiger Egoismus.

Kopfschüttelnde Grüsse

wolfherm am 16 Dez 2019 11:14:55

Ich frage mich auch gerade, mit welcher Geschwindigkeit eigentlich beim Rechtsabbiegen gefahren wird. Meine Geschwindigkeit ist dabei immer deutlich reduziert, fahre ja kein Rennen. Ich fahre maximal so schnell, wie ich schauen kann...... :D

kapewo am 16 Dez 2019 11:30:17

Fakt ist doch, dass im generellen Jargon Kraftfahrzeuge > 3.5t als LKW bezeichnet werden.
Die DEKRA beruft sich diesbezüglich auch noch auf Aussagen der Bild-Zeitung.
Ich frage mich warum man hier immer nach Auswegen und Möglichkeiten sucht etwas nicht tun zu müssen oder von einer Regelung ausgeschlossen zu sein.

cbra am 16 Dez 2019 11:34:26

kapewo hat geschrieben:....
Ich frage mich warum man hier immer nach Auswegen und Möglichkeiten sucht etwas nicht tun zu müssen oder von einer Regelung ausgeschlossen zu sein.


richtig, und besonders wenn für zig andere gimmiks geld und zeit da sind

Jagstcamp-Widdern am 16 Dez 2019 11:40:18

wer schon mal mit einem sattelzug an einer innerstädtischen kreuzung rechts abgebogen ist, der weisz, dasz die vorhandene anzahl von augen (üblicherweise 2) in diesem moment egt ver3facht werden sollte!

man guckt gleichzeitig auf die lsa, in den gegenverkehr von rechts, in den spiegel rechts (bordstein/räder), in den spiegel links (ausschwenken heck + auflieger vorn), in den bordsteinspiegel rechts (fuszgänger/radler) und dann noch den panoramablick in den toten winkel!

und dann sieht man in schrittgeschwindigkeit immer noch nicht alles....

allesbleibtgut
hartmut

kapewo am 16 Dez 2019 11:42:31

Ganz genau!

RichyG am 16 Dez 2019 11:59:49

kapewo hat geschrieben:Ich frage mich warum man hier immer nach Auswegen und Möglichkeiten sucht etwas nicht tun zu müssen oder von einer Regelung ausgeschlossen zu sein.

Dafür gibt´s nen Punkt! Und zwar nen positiven :wink:

vx2200 am 16 Dez 2019 12:09:20

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:wer schon mal mit einem sattelzug an einer innerstädtischen kreuzung rechts abgebogen ist, der weisz, dasz die vorhandene anzahl von augen (üblicherweise 2) in diesem moment egt ver3facht werden sollte!



Und genau da ist der Fehler. Was hat ein Sattelzug in der Innenstadt zu suchen? Nicht provokant gemeint. Ich verstehe den Sinn darin einfach nicht.

Jagstcamp-Widdern am 16 Dez 2019 12:13:11

wenn aldi, lidl, netto... 2 x täglich von jeweils 20 sprintern angefahren würden, wäre das auch nicht so begeisternd...

allesbleibtgut
hartmut

Marsu123 am 16 Dez 2019 12:27:49

vx2200 hat geschrieben:
Für mich, als radfahrender Wohnmobilist und Autofahrer ist das langsame und umsichtige Rechtsabbiegen auch ohne gesetzlicher Grundlage eine Selbstverständlichkeit.



Und was nutzt das umsichtige Rechtsabbiegen, wenn dann doch noch ein Radler meint er müsse mit 50Km/h rechts an deinem schon abbiegenden Kastenwagen vorbeiziehen?
Er liegt im Krankenhaus und du bekommst eine Anzeige....
Es müssen ALLE aufpassen, der der Abbiegt, genauso wie der Radfahrer.

Die Diskussion ist tatsächlich überflüssig.
Ich verweise noch mal auf §1 : gegenseitige Rücksichtnahme.
--> Link

taps am 16 Dez 2019 12:30:35

Hallo,
in Berlin gab es in diesem Jahr von Januar bis September 27 Verkehrstote.
Davon waren 6 Radfahrer, bei 3 Unfällen waren LKW beteiligt.

Wenn schon in der Novelle nur Schrittgeschwindigkeit gefordert wird, sollte man nicht auch noch dagegen diskutieren.
Und der Aufkleber: Lass mich vor ich seh Dich nicht ist ja wohl ein Witz. Demnächst dann wohl auch erhältlich für SUV-Fahrer, die Kinder nicht sehen...
Der gesamte Verkehrsraum in unseren Großstädten ist ungleich auf die Verkehrsteilnehmenden aufgeteilt, da muss sich was tun. Es gibt Länder, die können das besser...
Gruß
Andreas

mv4 am 16 Dez 2019 12:43:28

Schrittgeschwindigkeit beim Abbiegen geht in die richtige Richtung...das sollte auch für die Radfahrer beim Queren einer Straße gelten, wenn dort die Gefahr einer Kollision mit dem Rechtsabbiegeverkehr gegeben ist.

fschuen am 16 Dez 2019 12:52:52

Solofahrer hat geschrieben:... wundere mich immer wieder über andere Radfahrer ... bei Rot über die Ampel fahren ... Wenn ich neben einem LKW an der Ampel stehe, dann lasse ich dem Fahrer schon aus Selbstschutz sehr gerne die Vorfahrt!


Ich wundere mich immer über Leute, die sich darüber wundern, dass Radfahrer bei weitgehend fehlender Infrastruktur "irgendwie" fahren. Das schliesst rote Ampeln ein, weil den meisten - Radfahrer eingeschlossen - nicht klar ist, welche Ampeln für sie gelten. Wenn sich in dem Punkt Justiz- und Verkehrsministerium einigen könnten, wäre schon ein Anfang gemacht.

Einem abbiegenden Fahrzeug die Vorfahrt zu lassen, halte ich für nicht hilfreich und gefährlich. Bis der Lkw-Fahrer sicher ist, dass du stehenbleibst, bist du auch schon x-mal durchgefahren. Ausserdem gibt es noch andere Radfahrer ... ist ein bisschen so wie scharf bremsen auf der Autobahn, wenn jemand auffahren will.

Die Neuregelung ist jedenfalls hilfreich und wichtig. Kontrolliert wird es nicht werden, und das ist ja auch nicht nötig. Es hilft bei der Haftungsfrage bei Unfällen, und wird auch entsprechend eingehalten werden.

Gruss Manfred

Marsu123 am 16 Dez 2019 13:09:22

Solofahrer hat geschrieben:... wundere mich immer wieder über andere Radfahrer ... bei Rot über die Ampel fahren ... Wenn ich neben einem LKW an der Ampel stehe, dann lasse ich dem Fahrer schon aus Selbstschutz sehr gerne die Vorfahrt!


fschuen hat geschrieben:Ich wundere mich immer über Leute, die sich darüber wundern, dass Radfahrer bei weitgehend fehlender Infrastruktur "irgendwie" fahren. Das schliesst rote Ampeln ein, weil den meisten - Radfahrer eingeschlossen - nicht klar ist, welche Ampeln für sie gelten.

Das keiner weiß welche Ampel führ ihn gilt und das Radfahrer wie ne Wildsau fahren müssen halte ich für groben Unfug !
Ich fahre auch viel Rad, ohne Rote Ampel zu "überfahren".
Ich kann sogar ohne Radweg ganz normal auf der Fahrbahn fahren (dafür ist sie nämlich da).

fschuen hat geschrieben:Einem abbiegenden Fahrzeug die Vorfahrt zu lassen, halte ich für nicht hilfreich und gefährlich. Bis der Lkw-Fahrer sicher ist, dass du stehenbleibst, bist du auch schon x-mal durchgefahren.

Der wartet nicht , er sieht ja nix und überfährt dich Stumpf.
Das ist natürlich erstrebenswert, weil deine Erben ja recht bekommen, du hattest Vorfahrt.

Ich bin Raus, solche Aussagen tun mir schon weh.....

rkopka am 16 Dez 2019 13:12:11

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:wer schon mal mit einem sattelzug an einer innerstädtischen kreuzung rechts abgebogen ist, der weisz, dasz die vorhandene anzahl von augen (üblicherweise 2) in diesem moment egt ver3facht werden sollte!

Da reicht schon ein PKW. Ich hab da auch eine T-Kreuzung mit Radweg/überweg rechts. Wenn ich rechts abbiegen will, muß ich den normalen Verkehr und die Fußgänger im Blick behalten und dann noch rechts hinten schauen, ob da ein Fahrrad dahergeschossen kommt. Wenn man das eine gecheckt hat, müßte man schon wieder die anderen Ecken prüfen usw. Das nervt schon bei einem verhältnismäßig übersichtlichen PKW. Beim LKW kommt dazu, daß er beim Drehen noch weniger im Spiegel sieht und auch länger braucht.

fschuen hat geschrieben:Einem abbiegenden Fahrzeug die Vorfahrt zu lassen, halte ich für nicht hilfreich und gefährlich. Bis der Lkw-Fahrer sicher ist, dass du stehenbleibst, bist du auch schon x-mal durchgefahren.

Nur kann der LKW Fahrer nicht die ganze Zeit in deine Richtung schauen, ob du vielleicht noch daherkommst, weil er noch einige Seiten mehr hat und auch noch genau schauen muß, wie er einschlägt, um überhaupt um die Kurve zu kommen. D.h. du kannst dich nicht darauf verlassen, daß er dich jederzeit sieht.
Die Formulierung "Vorfahrt lassen" ist nicht so günstig. Eher: Beharre nicht ohne Verstand auf deiner Vorfahrt, wenn dir dein Leben lieb ist.

RK

Tinduck am 16 Dez 2019 13:39:15

Glücklich ist, wer vor dem Abbiegen schon auf Radfahrer und Fussgänger achtet, man fährt ja schliesslich dran vorbei...

An Ampeln kann ich Radfahrern nur empfehlen, sich in die Mitte des Fahrstreifens zu stellen. Dann steht man einfach nicht neben anderen Fahrzeugen und wird von denen auch nicht bei deren Abbiegen übergebügelt. Nach der Kreuzung dann wieder rechts ran.

Auch im Strassenverkehr darf der gesunde Menschenverstand gebraucht werden! Bei jedem Verkehrsteilnehmer muss mit Fehlverhalten gerechnet werden, deshalb gibt es ja auch §1 der StVO. Aber leider ist es ja sehr en vogue, einerseits auf LKW einzudreschen und sich andererseits in deren Umfeld zu benehmen, als wenn man nen Leo2 fahren würde. Mich hat mal auf der Autobahn (im Anhängerzug unterwegs) beim Abfahren einer auf dem Standstreifen rechts überholt, der auch in die Abfahrt wollte. Rechts war eine Betonwand. Wenn ich den Blick in den Spiegel beim Abfahren weggelassen hätte, wäre der jetzt tot.

Quintessenz: jeder Verkehrsteilnehmer sollte von den anderen ungefähr wissen, was die systembedingt können oder eben nicht können - und sich über die Folgen eines Versehens im klaren sein. Dafür sind übrigens auch die Schilder da, die hier manche so erzürnen. Politische Korrektheit hilft aber leider keinem einzigen Verkehrsopfer.

Wenn ich auf dem Fahrrad sitze, habe ich primär die eigene Gesundheit im Auge. Klar ärgere ich mich, wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt! Aber ich versuche trotzdem so zu fahren, dass das für mich keine fatalen Folgen hat. Den Eindruck hat man bei so manchem Radfahrer nicht.

Ob das mit der Schrittgeschwindigkeit hilft, weiss ich nicht. Aber schneller biegt man an Kreuzungen mit Fussgänger- und Radfahrerverkehr doch jetzt auch schon nicht ab?

bis denn,

Uwe

cbra am 16 Dez 2019 14:49:40

Tinduck hat geschrieben:...
Ob das mit der Schrittgeschwindigkeit hilft, weiss ich nicht. Aber schneller biegt man an Kreuzungen mit Fussgänger- und Radfahrerverkehr doch jetzt auch schon nicht ab?

bis denn,

Uwe


es ist die einfachste massnahme. fast eine alibimassnahme, und wird wenig unfälle verhindern aber beim unfall die verschuldensfrage etwas verändern.

mWn kommt in Wien (und München ??) in 2020 ein rechtsabbiegverbot (wenn kein "warner" installiert ist), und ich hoffe dass diese geräte asap überall pflicht werden. es wird zwar weiterhin unfälle geben aber eine reduktion sollte versucht werden.

und weil hier manche die rasenden radler anführen - die sind mMn nicht wie opfer, die haben meistens halbwegs einen überblick, sondern es sind die kinder, alten, etwas langsameren, eingeschränkten.

es gibt doch keinen vernünftigen grund keine massnahmen in dem bereich zu unternehmen.

womifahrer am 16 Dez 2019 18:55:59

hallo,es sollten aber auch die Radwege breiter und deutlicher farbig gekennzeichnet werden,siehe Holland oder Dänemark,wo es auch vor Radwegen Stopschilder gibt um solche schlimmen Unfälle zu vermeiden,abgesehen vom Schritttempo.

gespeert am 16 Dez 2019 19:44:04

Ich bin für eine StVo Änderung die da heißt, Radfahrer warten an der Ampel hinter den Lkw.
Schon ist der Drops gelutscht da der Fahrer die Radler sehen kann!

cbra am 16 Dez 2019 20:11:34

gespeert hat geschrieben:Ich bin für eine StVo Änderung die da heißt, Radfahrer warten an der Ampel hinter den Lkw.
Schon ist der Drops gelutscht da der Fahrer die Radler sehen kann!


davon abgesehen dass es etwas rückwärtsgewandt ist - wie stellst du dir das in der praxis vor wenn mehrerer LKW in die schlange kommen - müssen die radler am radweg dann nach hinten schieben?

MountainBiker am 16 Dez 2019 20:13:10

Hallo,

Radfahrer warten an der Ampel hinter den Lkw


und wenn der Radfahrer bereits vorne wartet, weil die Ampel rot ist...., was ist mit Fußgänger.....?
Wir leben zum Glück nicht mehr in einer Welt, in der das Recht des stärkeren gilt!

Die skandinivanische Regelung (ich denke Norwegen war das?) finde ich sehr gut, der schwächere Verkehrsteilnehmer hat immer Vorrang vor dem stärkeren, d.h. der Fußgänger vor dem Radfahrer, der Radfahrer vor dem Kfz...
Man kann die Fehler in der Städte-/Verkehrsplanung nicht an den schwächsten Teilnehmern auslassen.

Meine Meinung dazu!

cbra am 16 Dez 2019 20:19:58

MountainBiker hat geschrieben:H...
Wir leben zum Glück nicht mehr in einer Welt, in der das Recht des stärkeren gilt!

...
Man kann die Fehler in der Städte-/Verkehrsplanung nicht an den schwächsten Teilnehmern auslassen.

Meine Meinung dazu!


auch meine


plus dafür

dieter2 am 16 Dez 2019 20:21:52

Da es meistens Kinder sind halte ich es für notwendig das in der Schule eine art Verkehrserziehung geben muß.
Oder Verkehrsunterricht.

Und das in der Schule der Mofaschein gemacht werden muß.

taps am 16 Dez 2019 20:30:47

dieter2 hat geschrieben:Da es meistens Kinder sind halte ich es für notwendig das in der Schule eine art Verkehrserziehung geben muß.
Oder Verkehrsunterricht.

das gab es schon mal!
In einem kleinen Teil von Deutschland und zwar bis vor 30 Jahren. :razz:
Vlt. auch in anderen Bundesländern?
Gruß
Andreas

gastino am 16 Dez 2019 21:11:18

taps hat geschrieben:Wenn schon in der Novelle nur Schrittgeschwindigkeit gefordert wird, sollte man nicht auch noch dagegen diskutieren.


Doch, das kann man sehr wohl tun, wenn es Argumente dagegen gibt.
Für mich ist es ein Akt der Hilflosigkeit, die Wirksamkeit sehe ich extrem kritisch. Wenn der Radfahrer dem LKW so nahe kommt, dass es kritisch wird oder er gar in Kontakt kommt, ist die Geschwindigkeit fast egal (die beim Abbiegen von LKWs sowieso nicht sehr hoch ist). In einer kritischen Situation noch von dem LKW wegzukommen, ist dann immer sehr schwierig und beim Hinfallen fast unmöglich. Das Überfahren dauert dann eben nur etwas länger...

Im Gegenteil ist die Gefahr nicht ganz gering, dass es zu Irritationen ("Ahh, er hat mich gesehen!") kommt oder der Fahrradfahrer noch viel mehr Zeit hat, in den kritischen Abbiegebereich hineinzufahren.

Das Einzige, was wirklich hilft, ist die bauliche Trennung der Fahrspuren oder Vorrichtungen wie Abbiegeassistenten, die den Bereich überwachen. Alles andere ist Hoffen, Bangen, Schimpfen, Rechthaberei - der LKW fährt im Zweifelsfall trotzdem drüber, wenn er den Radfahrer übersieht. Und das kann schnell passieren, selbst im PKW ist nachts bei Regen das Abbiegen häufig ziemlich schwierig hundertprozentig sicher zu absolvieren.

taps hat geschrieben:Und der Aufkleber: Lass mich vor ich seh Dich nicht ist ja wohl ein Witz.


Nein, der Aufkleber ist die letzte Warnung, wenn der gesunde Menschenverstand beim Fahrradfahrer nicht vorhanden ist, was leider sehr häufig der Fall ist (ich kenne keine Gruppe an Verkehrsteilnehmern mit noch weniger Risikobewusstsein als Fahrradfahrer).
Und der gesunde Menschenverstand sagt: Nie, nie, nie, niemals stellt man sich an der Kreuzung rechts neben einen LKW in dieselbe Spur. Immer dahinter. Am besten bei allen Fahrzeugen, denn auch ein PKW-Fahrer kann Dich übersehen. Das ist auch eine der wichtigsten Lektionen, die man seinen Kindern zu Beginn ihrer Fahrradkarriere erteilen muss. Alles andere ist eine ganz besonders dumme Form des Versuchs, Recht zu behalten.

gastino am 16 Dez 2019 21:17:21

dieter2 hat geschrieben:Da es meistens Kinder sind halte ich es für notwendig das in der Schule eine art Verkehrserziehung geben muß.
Oder Verkehrsunterricht.


Gibt es. Zumindest hier in NRW. Zweite oder dritte Klasse glaube ich.

Trotzdem ist man als Elternteil in der Pflicht, seinen Kindern klarzumachen, dass es im Verkehr kaum eine gefährlichere Stelle gibt als neben einem LKW an der Kreuzung.
Absolute Grundregel: Immer hinter, niemals neben PKW und LKW stehenbleiben.

sternezaehler am 16 Dez 2019 21:42:06

So wie ein RK Lehrgang gefordert wird, sollte auch jedem Super PKW Lenker ein 1 wöchiges LKW fahren auferlegt werden!
Könnte zu ganz anderen Ansichten und Einsichten führen! Oder auch nicht!
Jürgen

cbra am 16 Dez 2019 22:05:21

gastino hat geschrieben:[.....
Und der gesunde Menschenverstand sagt: Nie, nie, nie, niemals stellt man sich an der Kreuzung rechts neben einen LKW in dieselbe Spur. Immer dahinter. A.....


sehr oft ist doch der radweg rechts neben der autospur - was dann? entweder nur farblich getrennt manchmal baulich

gastino am 16 Dez 2019 22:11:57

cbra hat geschrieben:sehr oft ist doch der radweg rechts neben der autospur - was dann?


Je nach Lage, breite und baulicher (Nicht-)Begrenzung im Zweifelsfall das Gleiche. Dahinter bleiben oder deutlich sichtbar davor.

cbra am 16 Dez 2019 22:19:48

cbra hat geschrieben:sehr oft ist doch der radweg rechts neben der autospur - was dann?


gastino hat geschrieben:Je nach Lage, breite und baulicher (Nicht-)Begrenzung im Zweifelsfall das Gleiche. Dahinter bleiben oder deutlich sichtbar davor.

das ist doch alles nicht praxisgerecht mit staus stehzeiten etc.. wenns beim vorbeiradeln grün wird - was dann? oder die vorgezogene haltelinie ist schon von 5 radlern besetzt - sieht man ja nicht von hinten.

und das ist ja schon fast täter - opfer umkehr, die radler sollen aufpassen dass sie nicht totgefahren werden, nur damit keiner ein paar euro in die hand nehmen muss für assistenten, die stadtplaner ihren job ordentlich machen oder manche es einfach mal verstehen dass man im auto einfach wartet bis alle fussgänger und radler weiter sind. ist genauso rücksichtslos und dumm wie das einfahren in kreuzungen auf den letzten drücker, irgendwie hinnudeln damit der querverkehr irgendwie vielleicht vorbeikommt, und notfalls entschuldigend mit den schultern zucken.

manchmal denk ich wirklich es wäre am besten autos einfach komplett in städten verbieten

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