Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Einbaulage Winston LiFeYPO Zellen


mzfly am 17 Dez 2019 17:23:27

Hallo an alle,
nachdem ich schon viel im Forum gelesen habe, jetzt mein erster Post.
Und dann gleich mit einer Frage:

Im Forum habe ich schon sehr viele Beiträge zum Einbau der Winston LiFeYPO Zellen gesehen. In allen erdenklichen Einbaulagen.
Und immer wieder dazu gelesen, das es keine vorgeschriebene Einbaulage vom Hersteller gibt.
Und das in der Schweiz ein Projekt eine Seilbahn mit den Winston LiFeYPO Zellen in liegender Einbaulage umgesetzt wurde. Und so weiter.....

Da ich selbst am Planen einer Anlage mit Winston LiFeYPO Zellen bin und diese aus Platzgründen liegend einbauen muss habe ich nochmal beim Distributor in Prag nachgefragt.
Und von ihm einen link mit einer eindeutigen Aussage bekommen:
--> Link
Hier wird als einzige erlaubte Einbaulage der stehende Einbau mit Kontakten nach oben empfohlen.
Jetzt bin ich verunsichert ob der liegende Einbau wirklich empfehlenswert ist.

Deswegen wollte ich die aktuellen Erfahrungen im Forum abfragen, ob es beim liegenden Einbau zu Langzeitproblemen gekommen ist.

Danke schon mal im Voraus

mzfly

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Bodimobil am 17 Dez 2019 17:32:56

Ich kannte bisher nur dieses Bild:
Bild

Vielleicht gibt es ja inzwischen neue Erkenntnisse

mzfly am 17 Dez 2019 18:00:10

Bodimobil hat geschrieben:Ich kannte bisher nur dieses Bild:
Bild

Vielleicht gibt es ja inzwischen neue Erkenntnisse



Dein Bild kenne ich auch und wird auch im einem früheren Post im blog des Distributors aus Prag gezeigt.
Ich habe in meiner Anfrage an den Distributor extra auf diesen Post mit deinem Bild verwiesen.
Als Antwort wurde mir mitgeteilt das diese Information nicht mehr gültig ist und nur noch die stehende Einbaulage erlaubt ist.
Inklusive dem schon oben erwähnten link.

Daher auch meine Verunsicherung.

BR mzfly

Bodimobil am 17 Dez 2019 18:26:31

mainly because of the internal design of the cells and the fact that the safety vent needs to be on-top to work properly – see swelling

Wenn ich das richtig interpretiere wird die mittlere Lageposition (auf der schmalen Seite liegend) nicht mehr empfohlen da das Sicherheitsventil in dieser Lage evtl. nicht mehr richtig funktioniert (ich vermute wegen Flüssigkeit vor dem Ventil).
Das ist aber ärgerlich für diejenigen die sich auf die bisherige Grafik s.o. verlassen haben.

Ich kopiere die aktuelle Grafik aus dem Link mal hierher:


Gruß Andreas

proff56 am 17 Dez 2019 19:24:34

Bodimobil hat geschrieben:Das ist aber ärgerlich für diejenigen die sich auf die bisherige Grafik s.o. verlassen haben.
Und besonders für einige Firmen ... :eek:

Mindestens zwei Überlegungen ergeben sich nun für mich:
1) Was wird aus den bereits eingebauten Anlagen mit "falscher" Einbaulage? .... was für vermutlich für die meisten Anlagen im WoMo-Bereich gilt. Gelten diese nun als unsicher?
2) Welche Winston passt - unter dieser neuen Erkenntnis - noch unter dem Fahrersitz vom Ducato?

Letztendlich: Demzufolge kann ich meine bisherige Planung vergessen. :roll: :evil:

mzfly am 17 Dez 2019 21:13:15

Hier noch der Vollständigkeit halber ein Auszug aus der email die ich von GWL erhalten habe:

Dear mzfly,
thank you very much for email.
This is the latest information: --> Link
We may recommend only this orientation for many safety and functional reasons.
Best Regards
Petr Šubrt
Key Account Manager

Und hier der link auf den blog Eintag von GWL auf die ursprüngliche Einbaulage der jetzt nicht mehr gültig ist:
--> Link

Ich persönlich finde es etwas bedenklich wenn der Distribution / Hersteller plötzlich seine eigen Spezifikation bezüglich der Einbaulage einfach mal so ändert bzw. einschränkt.

Trotzdem würde mich brennend die Erfahrungen aus dem Forum interessieren die sich an die "alte" Einbaulage gehalten haben und die Zellen liegend eingebaut habe.

Für mein technisches Verständnis sollte nämlich einer liegenden Einbaulage auf der schmalen Seite nichts entgegensprechen.
Vorausgesetzt man behandelt die Zelle so das sie nicht zum gasen beginnt, was wir ja alle mit BMS und Abschaltung der UV und OV verhindern wollen.

BR mzlfy

mzfly am 18 Dez 2019 17:20:24

Ich habe jetzt noch einmal an GWL geschrieben, ob sie genauere Informationen zur Einbaulage geben können.
Insbesondere warum eine liegende Einbaulage auf der schmalen Seite zunächst erlaub war und jetzt seit Juli 19 plötzlich nicht mehr.

Und welche Einschränkungen bei einer liegenden Einbaulage entstehen können.

Ich bin ja mal gespannt auf die Antwort

BR mzfly

pfeffersalz am 18 Dez 2019 17:25:09

Vergiss GWL und schau bei Winston! Details in anderm Post: --> Link

holoman6 am 18 Dez 2019 23:45:26

Meine Winston LiFeYPO Zelle 100 a ist seit 6 Jahren liegend Hochkannt ohne Probleme bis jetzt so eingebaut. Werde demnächst die selbige genauso einbauen.Gruss von mir.Habe 3 Stück Winston 100 a am laufen davon seit 7 Jahren täglich im Einsatz ohne probleme Entladung bis zu 30 % .Natürlich mit Solar.

MountainBiker am 19 Dez 2019 08:30:57

Hallo,

ich kopiere mal meinen Beitrag aus dem anderem Thread hierher (das paßt besser):

GWL hat das in 2015 geändert:
Bild
--> Link
und jetzt wird eben wieder nur mit Sicherheitsventil oben (Juli 2019) beschrieben, aus diesem Grund kam ja mein Einwand (anderer Thread), im ausführlichen Manual (English/Chinesisch) gibt es dazu keine Einlassung! Ich denke es geht nur im die Gefahr eines Austritts des Elektrolyten aus dem Sicherheitsventil im Fehlerfall, der ja giftig ist. Wir hatten doch mal hier im Forum einen User der Ablagerungen (weisses Salz) am Sicherheitsventil hatte, die Zelle funktionierte aber noch einwandfrei! GWL sollte auch mit solchen Bildchen sorgsamer umgehen - denn Regress könnte auch in deren Richtung gehen, wegen falscher Montagehinweise!

Diese Problematik ist ja auch nichts neues, das gab/gibt es doch bei NiCd-Zellen schon ewig - bei hohen Strömen werden die Zellen innen heiss und der Überdruck wird über ein Ventil nach außen gebracht und Elektrolyt lagert sich außen in geringen Mengen ab (feine Partikel).

Wenn Automobilhersteller die Zellen in einer strengen Vorschrift immer mit dem Ventil nach oben montieren, liegt das an der extremen Belastung, die die dort Zellen ausgesetzt sind (Strom/Temperaturen). Keiner würde die Li-Zelle in seiner Taschenlampe nur "aufrecht" betreiben.

WINSTON beschreibt selbst, dass bei Betrieb mit einem korrekten BMS und innerhalb der Spezifikation (Unterspannung/2,5V, Überspannung/4V, Maximalstrom) kein Überdruck in der Höhe in Zellen entsteht, dass ein Sicherheitsventil öffnen könnte und die Einbaulage in der gewohnten Weise (Position 1+2) zu keinen Problemen führt.

Meine Meinung dazu!

biauwe am 19 Dez 2019 10:38:14

MountainBiker hat geschrieben: Keiner würde die Li-Zelle in seiner Taschenlampe nur "aufrecht" betreiben.
Meine Meinung dazu!


Da sind aber keine LiFe(Y)PO4 drin, eher Lipos mit 3,7 V je Akku.

WomoToureu am 19 Dez 2019 10:59:29

MountainBiker hat geschrieben:WINSTON beschreibt selbst, dass bei Betrieb mit einem korrekten BMS und innerhalb der Spezifikation (Unterspannung/2,5V, Überspannung/4V, Maximalstrom) kein Überdruck in der Höhe in Zellen entsteht, dass ein Sicherheitsventil öffnen könnte und die Einbaulage in der gewohnten Weise (Position 1+2) zu keinen Problemen führt.


Aus der Praxis hört / sieht man jedoch häufig das man sich an die Vorgaben nicht hält sondern mit möglichst Hochstromladungen die Akkus schnell wieder läd. Gerade die Berücksichtigung der Akkutemperatur wird in der Regel gern außer Acht gelassen.

MountainBiker am 19 Dez 2019 11:24:54

Alles in dem Satz enthalten:
einem korrekten BMS und innerhalb der Spezifikation (Unterspannung/2,5V, Überspannung/4V, Maximalstrom)


wer die detailierten Spec kennt, weiss dass der Maximalstrom immer für eine definierte Temperatur angegeben wird und sich bei hohen und tiefen Temperaturen reduziert!

MountainBiker am 19 Dez 2019 11:32:49

Hallo,

Da sind aber keine LiFe(Y)PO4 drin, eher Lipos mit 3,7 V je Akku


18650 Zellen gibt es in allen Varianten,

-als Lithiumionen-Zellen ungeschützt - 3,7V (bzw. Ladeschluß 4,2V);
-als Lithiumionen-Zellen geschützt - 3,7V (bzw. Ladeschluß 4,2V);
-als LiFePO4-Zellen (z.B. A123) - 3,3V (bzw. Ladeschluß 3,7V);
...
Es werden aber aus Gründen der Kapazität in der Tat zum großen Teil die Lithiumionen Zellen eingesetzt, das ändert aber nichts an der Problematik mit dem Sicherheitsventil (kontrollierter Druckverlust)!

George67 am 19 Dez 2019 11:55:10

Bein den 18650 gibt's imho kein Sicherheitsventil. Die CID unterbricht bei einem Innendruck von ca. 50 Bar die Plus-Verbindung , und zwar permanent.
Der Druck kann Temperatur induziert sein, oder durch zu hohen Ladestrom bei niedrigen Temperaturen, wegen eingeschlafen Chemie.

pfeffersalz am 19 Dez 2019 11:57:28

George67 hat geschrieben:Bein den 18650 gibt's imho kein Sicherheitsventil. Die CID unterbricht bei einem Innendruck von ca. 50 Bar die Plus-Verbindung , und zwar permanent.
Der Druck kann Temperatur induziert sein, oder durch zu hohen Ladestrom bei niedrigen Temperaturen, wegen eingeschlagenen Chemie.



Und was hat das mit der Einbaulage von Winston-Zellen zu tun?

George67 am 19 Dez 2019 12:28:58

Ich habe auf Mountainbikers Post geantwortet.

MountainBiker am 19 Dez 2019 12:42:21

Hallo,

der Druck kann auch durch ein "Durchgehen" nach einem Durchbrechen der Isolationsfolie (Wickel) in der Zelle aufgebaut werden, dann hilft der druckbetätigte Schalter dieser Zelle nicht mehr weiter, bei Lithiumionen-Zellen wird es dann oft sehr ungemütlich. Dies wird bei den Herstellern oft als "Nageltest" bezeichnet!

DieselMitch am 19 Dez 2019 12:47:13

Eines geht mir nicht aus dem Kopf:

Der Elektrolyt in LiFe(Y)Po4 Zellen ist doch fest, wie kann es da auf die Einbaulage ankommen? (Quelle: --> Link)

Das einzig verbliebene Argument pro-Senkrecht wäre das Sicherheitsventil das nach Wal-Art nach oben blasen soll.

pfeffersalz am 19 Dez 2019 12:48:36

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

der Druck kann auch durch ein "Durchgehen" nach einem Durchbrechen der Isolationsfolie (Wickel) in der Zelle aufgebaut werden, dann hilft der druckbetätigte Schalter dieser Zelle nicht mehr weiter, bei Lithiumionen-Zellen wird es dann oft sehr ungemütlich. Dies wird bei den Herstellern oft als "Nageltest" bezeichnet!


Auch nicht passend zu Winston! Keine Wickel, flüssiger Elektrolyt.

proff56 hat geschrieben:...
Mindestens zwei Überlegungen ergeben sich nun für mich:
1) Was wird aus den bereits eingebauten Anlagen mit "falscher" Einbaulage? .... was für vermutlich für die meisten Anlagen im WoMo-Bereich gilt. Gelten diese nun als unsicher?
2) Welche Winston passt - unter dieser neuen Erkenntnis - noch unter dem Fahrersitz vom Ducato?

Letztendlich: Demzufolge kann ich meine bisherige Planung vergessen. :roll: :evil:


Kommen wir also wieder zur Frage des TE zurück:

Wie oben schon ausgeführt hat Winston immer (seit 2011 ist das in der Dokumentation nachlesbar) nur die aufrechte Lage der Batterie empfohlen. Begründung: austretendes Elektrolyt bei Erwärmung über 85 Grad Celsius. 85 Grad Celsiu ereicht man schnell im Fahrzeug in der Sonne.

Die oben gezeigte Zeichnung von GWL auf der die Zelle auf der Seitenkannte gezeigt wird, bezieht sich ausdrücklich nur auf die Durchnetzung mit Elektrolyt. Ob es Clever war von GWL so etwas zu veröffentlichen, das steht mir nicht zu zu beurteilen.

Was wird aus den verbauten Anlagen? :roll: Gute Frage. Das sollen die Ersteller der Anlagen beantworten.

MountainBiker am 19 Dez 2019 13:21:29

Hallo pfeffersalz,

Auch nicht passend zu Winston! Keine Wickel

wieso informierst Du Dich nicht einfach mal vorher?
Bild

85 Grad Celsiu ereicht man schnell im Fahrzeug in der Sonne


bei 70 Grad werden beim Lisun/Nothnagel-Set die Batterie getrennt (Thermoschalter)!

Stocki333 am 19 Dez 2019 13:34:07

MountainBiker hat geschrieben:


bei 70 Grad werden beim Lisun/Nothnagel-Set die Batterie getrennt (Thermoschalter)
Bingo, du warst schneller.
Franz

proff56 am 19 Dez 2019 13:49:49

bei 70 Grad werden beim Lisun/Nothnagel-Set die Batterie getrennt (Thermoschalter)

Schön, wenn dieses Set solche Schutzmaßnahme hat.

Aber was hat das mit der grundsätzlichen Betriebsanleitung des Batterieherstellers zu tun? Es ist nur eine Möglichkeit von Schutzmaßnahmen, um eine Fehlerquelle bzw. Gefahr zu minimieren - aber wird damit auch garantiert, das ein "Ausblasen" nicht mehr möglich ist?
Hinweis: dies ist eine sekundäre Schutzmaßnahme, auf die der Hersteller keinen direkten Einfluss hat.

pfeffersalz am 19 Dez 2019 14:17:49

MountainBiker hat geschrieben:Hallo pfeffersalz,

wieso informierst Du Dich nicht einfach mal vorher?


:?:

Definition von Wickel:

Ein Wickel beschreibt ein oder mehrere zirkulär um den Körper (Ganzkörperwickel) oder einen Körperteil (Teilwickel) angelegte Tücher, die mit einer temperierten Flüssigkeit befeuchtet oder mit einer Substanz bestrichen sind.

Frage: Was ist eure Motivation so vehement die Tatsachen bzw. Spezifikation von Winston zu leugnen? Geht es da nur um Rechthaberei?

proff56 am 19 Dez 2019 14:20:25

Vielleicht ist dieser Beitrag (aus 2017) ein kleiner Hinweis: --> Link

Hier fragt jemand nach dem Grund, warum (manchmal) um das Sicherheitsventil der Winston-Zelle Salzablagerungen entstehen.

Der Hersteller (GWL) antwortet (u.a.), dass während längerer Betriebszeit aufgrund von Luftdruckänderungen kleine Mengen "Gas" austreten können, welche mit der Luftfeuchtigkeit die beobachteten Kristalle um das Ventil bilden.

Dabei fällt mir auf, dass die erwähnten Luftdruckänderungen im KFZ-Betrieb schon recht beachtlich sind/sein können.

MountainBiker am 19 Dez 2019 15:23:27

Hallo proff56,

erstmal GWL ist nicht der Hersteller sondern einer von vielen Distributoren(nur Hinweis)!

Zum Luftdruck:
0 m 100 % 1013,25 hPa
1000 m 88,0 % 891,2 hPa
2500 m 72,5 % 735,1 hPa
Dies stellt die wohl mögliche Bandbreite für uns dar, ob dies einen Einfluß hat selbst auf 2500m hast gerade mal einen Überdruck im Batteriegehäuse von 0,27 Bar gegenüber de Atmosphäre,
Das ausführliche Manual gibt keine Hinweise in dieser Beziehung, da ist die Druckzunahme/-abnahme aufgrund von Temperaturunterschieden -20 Grad C bie 85 Grad C größer und innerhalb dieser Bandbreite öffnet das Sicherheitsventil laut Manual nicht!
Wie gesagt Winston hält sich sehr bedeckt und läßt nur verlauten, daß bei einem Betrieb innerhalb der Spezifikation das Ventil nicht öffnet und kein Elektrolyt austritt!

proff56 am 19 Dez 2019 16:06:46

MountainBiker hat geschrieben:erstmal GWL ist nicht der Hersteller sondern einer von vielen Distributoren(nur Hinweis)!

Danke für den Hinweis - war missverständlich, es war wohl auch nur die Antwort von GWL! :oops:

MountainBiker hat geschrieben: selbst auf 2500m hast gerade mal einen Überdruck im Batteriegehäuse von 0,27 Bar gegenüber de Atmosphäre,

Ich denke, du unterschätzt diesen Druckunterschied gewaltig. Als Beispiel: Der Betriebsdruck eines "professionellen" Schlauchbootes (Hypalon!) beträgt nur ca 0,22bar - diesen Schlauch kann man auch beim Betreten mit 100kg Körpergewicht praktisch nicht eindrücken. :)

MountainBiker am 19 Dez 2019 16:24:28

Ich denke, du unterschätzt diesen Druckunterschied gewaltig


nein nur die konkreten Fakten dazu herangezogen, wie oben beschrieben der Druckunterschied
- aufgrund Geographie sind maximal 0,27 Bar (mehr als 2500m wollen wir jetzt mal nicht betrachten);
- aufgrund Temperaturunterschiede (innerhalb Spec) ca. 0,35 Bar;

proff56 am 19 Dez 2019 20:49:44

MountainBiker hat geschrieben:nein nur die konkreten Fakten dazu herangezogen, wie oben beschrieben der Druckunterschied

Du missverstehst meinen Hinweis - die Fakten kritisiere ich nicht, sondern ich denke, du unterschätzt die "Kraft" von 0,22 oder 0,3Bar, versuch die mal mit dem Mund :lol:

MountainBiker am 19 Dez 2019 22:51:48

Hallo,

die Kraft kommt von der Flächenlast, 0,3Bar auf 1cm2 gerechnet ist faktisch nichts, während 0,3Bar auf 1m2 gerechnet eine ganze Menge ist!

Versuche einen Rennradreifen mit 0,3Bar zu fahren, dann merkst Du den Unterschied, damit kommst Du nicht weit! :?

Aber das sind Physik-Basics!

proff56 am 20 Dez 2019 20:12:32

MountainBiker hat geschrieben:Aber das sind Physik-Basics!

Hallo biker,
wie Recht du hast ....

nun gut, du bist der Meinung, dass Druckunterschiede in dieser Größenordnung
(ich beziehe mich nicht auf Deine vom Rennreifen sondern die von mir erwähnten Höhenunterschiede)
keine Wirkung auf das Sicherheitsventil haben können und widersprichst somit der Erklärung von GWL im genannten LINK.

Demnach hast Du eine drucklose Erklärung für die Ablagerungen am Ventil?

MountainBiker am 20 Dez 2019 20:45:11

Hallo,

es gab hier schon einen User mit diesem Problem "Ablagerungen am Sicherheitsventil" auch ohne diese Druckunterschiede - ich nehme an das dies ein Mangel der Fertigung der Zelle ist, denn das Ventil soll ja erst bei einen definierten Punkt des Überdrucks öffnen. Dies öffnete zu früh und es trat nich an allen Zellen auf.

Eine Erklärung dafür. Der Elektrolyt ist eine Fluorverbindung, diese ist giftig. Wenn in einer regulären Betriebssituation das Ventil öffnen würde und Giftstoffe freisetzen, dann dürften die Zellen nicht frei verkauft werden.

aus diesem Grund gibt es ja in der Beschreibung den Satz:
If you use a good BMS you should never overcharge the cells so this shouldn’t be a problem


Übrigens bei den kürzlich veröffentlichten Video von GWL sieht man, dass die Zelle sogar voher anschwillt, bevor das Ventil öffnet!--> Link

biauwe am 20 Dez 2019 20:55:50

die Kraft kommt von der Flächenlast, 0,3Bar

Stimmt

MountainBiker am 20 Dez 2019 21:03:18

Hallo,

Ich habe mittlerweile auch den Thread gefunden, es waren auch stationäre Anlagen dabei (Druckunterschied 40mBar) bei dem Problem mit der Kristallbildung am Sicherheitsventil:

--> Link

proff56 am 21 Dez 2019 19:28:04

MountainBiker hat geschrieben:... bei dem Problem mit der Kristallbildung am Sicherheitsventil:

Danke für den Link - er zeigt nebenbei mal wieder, wie schnell in einem Forum falsche Schlüsse gezogen werden .... tja, Detektivspielen will halt auch gelernt sein :mrgreen:
Okay, zurück zum Thema: Im genannten Thread gab es leider keine genaue "Erklärung"

Bisher konnte ich nirgends lesen, ob die Ventile der Winstonzellen absolut hermetisch verschlossen sind: Es ist vermutlich eine Feder und eine Dichtung sein, die ein sich wieder verschließendes System bilden. Unwissenheit gilt auch dafür, ob festes oder flüssiges Elektrolyt verwendet wird - aber alle Hinweise (insbesonders das besagte Schaubild der erlaubten Einbaulagen) deuten auf ein flüssiges Elektrolyt, welches die Einzellagen der Anoden und Kathoden benetzt.

Ein wie hier betrachtetes Ventil ist physikalisch nie völlig dicht, chemisch bzw. stofflich betrachtet. Auch osmotische Vorgänge kommen hier in Betracht - und gerade dann ist es nicht verwunderlich, wenn während längerer Betriebszeit kleinste Mengen an chemischen Stoffen herausdiffundieren können, z.B. auch bedingt durch die Temperaturänderungen oder Druckdifferenzen. An der Luft kommt es dann zu der erwähnten Reaktion und Bildung von "Salzen".

Wenn - so verschiedentlich gelesen - das Ventil sich mehr oder weniger im Betrieb öffnen kann (folglich auch wieder schließt), dann wäre es selbstverständlich fatal in der Wirkung, wenn flüssiges Elektrolyt austreten kann, weil es in nicht-stehender-Lage sich direkt hinter dem Ventil befindet. Dies führt dann nicht nur zu stärkeren Ablagerungen oder schlimmstenfalls zu ungesundem Kontakt mit dem Elektrolyten, sondern der Elektrolytverlust würde auch stark verkürzte Lebensdauer bewirken.

Bisher war meine Suche vergeblich, um welche Menge und welchen Elektrolyt es sich handelt.

MountainBiker am 21 Dez 2019 22:18:10

Hallo,

Informationen zu bekommen ist wirklich das größte Problem.

Deshalb nur meine Vermutung:

Der flüssige Elektrolyt bei Winston wird in einem organischen Träger gehalten. Durch die Kapillarwirkung ist eine Füllung nur zu einem gewissen Volumenanteil vorhanden. Aber wie gross der Volumenanteil ist ??? Auf jeden Fall muss ein ausreichend großes Restvolumen für die Gasphase vorhanden sein um den Druckanstieg zu begrenzenden.

MountainBiker am 22 Dez 2019 11:58:32

Hallo,

hier vielleicht ein paar interessante Infos zum Aufbau der Zellen:
--> Link
--> Link

anderes Fabrikat:
--> Link

mjackdaw am 22 Dez 2019 16:10:53

An Mountainbiker
Danke für die Links!
Endlich mal handfeste Informationen über das Innenleben der Zellen. Damit haben sich viele Spekulationen erübrigt.
Frohe Weihnachten!

proff56 am 22 Dez 2019 17:13:28

mjackdaw hat geschrieben:Endlich mal handfeste Informationen über das Innenleben der Zellen.

Welche? Vorhandensein von flächigen Anoden- und Kathoden-Schichten waren ja bekannt - oder habe ich etwas übersehen?
Das einzigste, was recht sicher erkennbar ist, ist der ungefähre Ventilaufbau: Dichtung mit Federkraft.

Trotzdem Danke an "Bergradfahrer" .....interessante Filmchen .... besonders das Interesse und Vorgehen der Inder :mrgreen:

MountainBiker am 22 Dez 2019 17:25:50

Ja da sorglose Vorgehen der Inder ist schon "very strange"!

was man bei dem anderen Video sieht, das nach dem öffnen und auf die Flache Seite liegend keine Flüssigkeit austritt! Beim Ventilaufbau sieht man die Rückhaltefeder und die Querschnittsfläche des Sicherheitsventils - Schätzung ca. 1cm2. Aufgrund des Aufbaus gehe ich eher von Diffusion aus, als Ursache für die Ablagerungen/Kristallbildung. Wenn das Ventil dicht ist vorrausgesetzt gehe ich nicht davon aus, dass 300g zu einer Öffnung führen, da ja auch ohnehin das Problem auch bei stationären Anlagen auftratt.

Leider wissen wir jetzt immer noch nicht woher die Änderung der Einbaulage der Zellen durch GWL herrührt!

Stocki333 am 22 Dez 2019 17:50:01

MountainBiker hat geschrieben:Leider wissen wir jetzt immer noch nicht woher die Änderung der Einbaulage der Zellen durch GWL herrührt!

Vermutlich gab es einen gewisser Prozentsatz von Reklamationen wegen der Kristallbildung an den Polen. Die Änderung der Einbaulage ist eine Art Rettungsanker.
Aber ein Punkt bei dem Video der Inder ist mir aufgefallen. Unter dem Deckel befindet sich nur ein Dichtring. Die Kristalle oder Gase könnten dort durchdiffudieren. Eine Frage auch der Fertigungstoleranz und Materialauswahl.
Erinnert mich ein wenig an die NC - Zellen. Dort gab es diese Sicherheitventile mit Gummi auch. Wurden fast immer verwendet. Öffnete ein Ventil gab es zischendes Geräusch. Die Zelle war dann nicht mehr Dicht. Beim Schnelladen und Zelle voll, blies die wieder ab.
Meines Wissen verwendete nur Sanyo mechanische Flatterventile. Die gaben beim Öffnen nur ein knallendes Geräusch von sich. War aber wieder Dicht. Konntest noch eine gewisse Zeit verwenden, bevor sie starb.
Franz

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