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PLA 385 - Freistehen - Stromverbrauch


davecapps am 22 Dez 2019 15:30:48

Hallo,
wir haben noch nie Freigestanden, sind immer ein Stellplatz mit Stromanschluss angefahren.
Nun erwägen wir auf unser nächsten Tour mal freizustehen.
Ich habe ein 120AH Aufbaubatterie
Alle die ich gefragt habe sagen ich könnte damit etwa 2 Tage freistehen

12V Verbraucher:
Heizung, Apnoegerät, Fernseher, Receiver und Licht

Laut Truma braucht die Heizung (Lüfter und Regelelektronik) je nach Einstellung zwischen 9 und 67 Watt. Ich habe die Heizung nachts auf 15, Tags 22 Grad

Laut Hein & Löwenstein braucht mein Apnoegerät, bei meine Einstellung, 15W
Einschaltzeit 7 Std/Nacht

Fernseher und Receiver haben je 40 W. Einschaltzeit 5 Std/Tag

Licht geschätzt 10W

Ist 2 Tage eine realistische Einschätzung? Bin mit der Berechnung etwas überfordert

Danke
Dave


thomas56 am 22 Dez 2019 15:39:28

davecapps hat geschrieben:Ist 2 Tage eine realistische Einschätzung?


Nein, nach einem Tag ist deine Batterie an der Grenze wo sie wieder geladen werden sollte!

rolfblock am 22 Dez 2019 15:47:29

Die Batterie hat 12 V mal 120 Ah = 1,44 kWh gespeichert. Du kannst ca 1 kWh entnehmen.

Apnoe Gerät 15 W mal 14 Stunden sind 210 Wh.
80 W für TV und 10 Stunden sind 800 Wh

80 W ist sehr viel für TV.

Warum nachts die Heizung auf 15 °C? Wär mir zu warm.

Wenn du den TV Konsum einschränkst, reicht es für 2 Tage.

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vaestervik am 22 Dez 2019 15:54:05

davecapps hat geschrieben:Hallo,
120AH Aufbaubatterie
Truma braucht zwischen 9 und 67 Watt.

Laut Hein & Löwenstein braucht mein Apnoegerät, bei meine Einstellung, 15W
Einschaltzeit 7 Std/Nacht
Fernseher und Receiver haben je 40 W. Einschaltzeit 5 Std/Tag
Licht geschätzt 10W
Dave


Hallo Dave,
aus deiner Batterie sollten nur ca. 60 AH entnommen werden.
Ich nehme bei deiner Heizung mal 20 W Durchschnitt an: 20 W * 24 Std / 12 V = 40 AH
Dein Apniegerät = 15 W * 7 Std. / 12 V = ca. 9 AH
Fernsehgerät 40 W * 5 Std / 12 V = 17 AH
Licht 10 W * 5 Std / 12 V = 4 AH
40+9+17+4 = 70 AH
Nach 24 Stunden bist du schon über dem Limit.

mfg
jörg aus berlin

topolino666 am 22 Dez 2019 17:07:22

5 h TV!?!?

Du musst das betreiben das Du BRAUCHST (Heizung, Atmung) und mit dem Rest wirklich sparen damit es für den Rest länger reicht! ;-)

Altmaerker39638 am 22 Dez 2019 17:11:57

Hallo Dave,
wir stehen viel Frei, haben aber eine ganz andere Ausgangssituation als Dein WoMo. Mit dieser Ausstattung kannst Du nicht lange FREI stehen.
Du musst immer bedenken, von "normalen Batterien" kann man nur ca. 50% ohne Gefährdung der Batterie entnehmen.(Lebensdauer)
Als erste Maßnahme würde ich die Batteriekapazität von 120 Ah erhöhen; wenn es geht auch 240 Ah, dann kannst Du 120 Ah verbrauchen.
Berechnungen wurden ja schon angestellt! Auch Verbrauch senken hilft! Hast Du schon am über Solar nachgedacht?

Julia10 am 22 Dez 2019 17:43:17

Altmaerker39638 hat geschrieben:Du musst immer bedenken, von "normalen Batterien" kann man nur ca. 50% ohne Gefährdung der Batterie entnehmen.(Lebensdauer)




:?: :?: :?: Heißt, die Batterien dürfen nur zu 50 % enleeren, sonst verkürzt sich die Lebensdauer :?:

rolfblock am 22 Dez 2019 19:52:57

Die 50 % Regel gilt hier nicht!
Ich hatte ja schon geschrieben, dass er problemlos 1 kWh aus der Batterie nehmen kann. Die hat schließlich 1,44 kWh getankt.
Er will einmal für 2 Tage frei stehen. Einmal tiefer als 50 % entladen schadet überhaupt nichts.
Erst recht nicht, wenn er danach wieder lädt.

Und er nutzt sonst immer Landstrom; da ist es egal, ob die Batterie noch volle Kapazität hat.

Und selbst wenn die Batterie am Morgen des 3. Tages leer ist, macht es nichts. Dann fährt er eben los und frühstückt etwas später woanders.

Ball flach halten. Nichts investieren, bloß keine 2. Batterie wie hier schon vorgeschlagen wurde.

davecapps am 22 Dez 2019 20:32:27

Erstmal vielen Dank an alle für die hilfreichen Beiträge.

2 Fragen hatte ich noch.

1. Bei welchen Batterieladezustand sollte man unruhig werden? 11V, 10V??
2. Ich habe am letzten Stellplatz etwa 6 KW/Tag Landstrom bezahlt ist das ungefähr richtig??
Verbraucher wie am Anfang erwähnt

Dave

malefiz am 22 Dez 2019 20:40:29

Bei dem Verbrauch würde ich auf einen elektrisch betriebenen Absorber tippen. Der schaltet bei Landstrom automatisch auf E-Betrieb.
Manfred

rudi-m am 22 Dez 2019 20:47:02

Hallo Dave,

bei um die 12V Ruhespannung ist bei den Nassbatterien die Ladung bei 20%, also im kritischen Bereich.
Naja , wenn du Landstrom angeschlossen bist, hast du Verbraucher welche im reinen Batteriebetrieb nicht zum
Tragen kommen: die Ladung der Batterien und der Kühlschrank AES läuft ebenfalls auf 230V.

Ich brauche wenn ich an Landstrom bin, mit Kühlschrank auf 230V 4-5Kwh am Tag.

freundliche Grüsse

davecapps am 22 Dez 2019 20:53:05

Wir werden in Januar eine Solaranlage von Solara einbauen lassen.

220W
Tagesertrag 880 Wh
mit MPPT Regler
und eine zweiten 120AH Batterie

Dave

RG Regalbau am 23 Dez 2019 09:23:34

Hallo,
Tagesertrag 880 Wh

Das wären ca.73 Ah Ladeertrag.
Mit 200 Wp muss die Sonne ca.6 Stunden auf die Panele scheinen.Eher länger.Und dabei im steilsten Winkel.
Könnte im Hochsommer ab und zu der Fall sein.
Aber für Deinen Strombedarf , auch mit 2. Batterie zu wenig.
Entweder mehr Solar, oder bei 200 Wp eine 200 Ah lifepo einbauen.
Dann klappts.

RG Regalbau am 23 Dez 2019 09:45:06

Und was noch hinzukommt,
Apnoegerät, TV, Licht und Heizung wird meist Abends und Nachts, sowie bei schlechtem Wetter genutzt.
Da scheint aber keine Sonne.

andwein am 23 Dez 2019 12:15:01

Julia10 hat geschrieben: :?: :?: :?: Heißt, die Batterien dürfen nur zu 50 % enleeren, sonst verkürzt sich die Lebensdauer :?:

Ja das heißt es! zumindest für Bleibatterien. Bei Lithium sieht es wesentlich besser aus, da kannst du gut mit 90% Entladung rechnen.
Gruß Andreas

Altmaerker39638 am 23 Dez 2019 17:16:47

rolfblock hat geschrieben:Die 50 % Regel gilt hier nicht!.....Ball flach halten. Nichts investieren, bloß keine 2. Batterie wie hier schon vorgeschlagen wurde.

Da muss ich aber widersprechen! Wir reden nicht von Lit.-B. sondern Bleibatterien. Und was heißt DoD, die Entladungstiefe, ist eine alternative Methode zur Bewertung des Ladezustandes (SoC) von wiederaufladbaren Batterien. DoD kennzeichnet die Energieentnahme, die aus einer Batterie entnommen werden kann/wurde. Sie bildet den Gegenpart zum Ladezustand. Beide Werte stehen im umgekehrten Verhältnis zueinander und ergeben in der Summe 100 %: steigt der eine Wert, fällt der andere und umgekehrt.Der DoD-Wert bezieht sich auf die Vollaufladung.
Bei diesem Zustand ist der DoD-Wert 0 %, der SoC-Wert 100 %, in total entladenem Zustand ist der DoD-Wert 100 %, der SoC-Wert 0 %. Der DoD-Wert kann ebenso in Amperestunden angegeben werden. Da Akkus über ihre Nennkapazität hinaus aufgeladen werden können, kann der DoD-Wert auch Werte von über 100 % annehmen.
Die Batterielebensdauer ist abhängig von der DoD. Zwischen beiden besteht ein nichtlinearer Zusammenhang. Je höher der DoD-Wert wird, desto geringer wird die Batterielaufzeit. Gleichzeitig sinkt mit steigender Entladungstiefe die Anzahl an Batterieladungen und Entladungen, weil die Batterie stärker chemisch und mechanisch beansprucht wird. Durch Beschränkung der DoD-Werte in den Anwendungen, kann die Batterielebensdauer wesentlich verlängert werden.
Wer seine Bleibatterie immer auf 0 entlädt, hat nicht lange Freude drann.

andwein am 23 Dez 2019 18:08:49

Altmaerker39638 hat geschrieben:....Da muss ich aber widersprechen! Wir reden nicht von Lit.-B. sondern Bleibatterien.
Die Batterielebensdauer ist abhängig von der DoD. Zwischen beiden besteht ein nichtlinearer Zusammenhang. Je höher der DoD-Wert wird, desto geringer wird die Batterielaufzeit.

So schön klar zusammengefasst, dafür gibt es einen Weihnachtspunkt
Frohes Fest, Andreas

thomas56 am 23 Dez 2019 18:25:52

davecapps hat geschrieben:
1. Bei welchen Batterieladezustand sollte man unruhig werden? 11V, 10V??

jeder quält seine Batterien anders. Ich lade bei GEL/AGM spätestens bei 12,3V nach.

rolfblock am 23 Dez 2019 18:31:14

Lieber Altemärker,
das war doch alles bekannt. Aber für die Anwendung einmal 2 Tage frei stehen irrelevant.
Und bei meiner vorgeschlagenen Entladung von 1,44 kWh auf 0,44 kWh kann keine Rede von auf 0 % entladen sein.

Es gilt eine vernünftige Lösung für ein kleines Problem zu suchen. Dazu brauch ich kein DoD.

Frohes Fest Allerseits

ManfredK am 23 Dez 2019 18:58:23

Alles richtig was ihr schreibt - aber der SoC sollte dann ja idealerweise nicht unter 70% abfallen.
Zumindest nach diesem Datenblatt --> Link ist der Unterschied zwischen DoD 30 zu 50% eklatant.
Die weitere Abnahme bei einem DoD von 50 auf 80% fällt im Vergleich hierzu schon deutlich geringer aus.
Auch Winner gibt ähnliche Werte an --> Link

Es gibt also zwei Möglichkeiten:

1) Ich nutze EINE Batterie bis zu einer Entladetiefe von etwa 80% und stelle nach der Entladung eine sofortige und ausreichende Ladung auf 100% SoC sicher. Ich muss mit einer verkürzten Lebensdauer rechnen z.B. 300 - 400 Ladezyklen (ca. 3-4 Jahre Wohnmobil) und mir stehen (bei geringer Stromentnahme) ca. 75 Ah entnehmbare Kapazität zur Verfügung. Gegen Ende der Lebensdauer sinkt natürlich die verfügbare Kapazität ab aus den 75Ah werden vielleicht 50 - 60 Ah) - Kosten vorsichtig geschätzt alle 3-4 Jahre ein neuer Akku für 150 - 200 € oder nach 12 Jahren 450 - 600 €

2) Ich nutze ZWEI Batterien bis zu einer Entladetiefe von etwa 40 - 50% mit anschließender Vollladung. Lebensdauer nimmt zu und ich kann etwa 600 (runde 6 Jahre Wohnmobil) Ladezyklen erwarten. An Kapazität kann ich aus den 190 Ah Gesamtpaket dann 76 - 95 Ah entnehmen. Kosten fangen mit einem zusätzlichen Akku bei Lebensdauer 0 an und benötigen dann nach weiteren 6 Jahren 300 - 400 €; insgesamt dann bei 12 Jahren 450 - 600 €


Mit den Daten der Datenblätter habe ich also nach 12 Jahren einen Gleichstand erreicht. Und ja die Anzahl der Ladezyklen ist natürlich nur ein statistischer Wert und kann nach oben und unten abweichen.

Wichtiger als die Frage nach DoD oder SoC erscheint mir daher die Frage ob jemand mit der entnehmbaren Kapazität auskommt und ob vor allem eine sofortige Ladung auf 100% nach der Entladung gewährleistet ist (Beginn des Ladevorganges spätestens 24h nach den Entladung). Besonders wenn dies nicht gegeben ist (ausreichender Fahrbetrieb, ggfs. angepasste Kabel, Booser, Anschluss an Landstrom usw.) rächt sich die vergrößerte DoD durch die Bildung von grobkristallinem Bleisulfat. Erst dann rechnet sich der Zwei-Akku Betrieb oder gar der Umstieg auf eine andere Batterietechnologie.

Wer nur gelegentlich mal auf 80% Entladetiefe kommt, aber dafür mit einem Akku auskommt sollte einfach akzeptieren dass er wahrscheinlich etwas früher (statistisch Wochen oder Monate) einen neuen Akku braucht - aber bitte nicht in Schockstarre geraten falls es halt mal passiert. Das sofortige Aufladen des leeren Akkus ist wichtiger als die Entladetiefe. (plus ggfs. Temperaturkompensation für die Sommermonate)

ManfredK am 23 Dez 2019 19:12:18

vaestervik hat geschrieben:Ich nehme bei deiner Heizung mal 20 W Durchschnitt an: 20 W * 24 Std / 12 V = 40 AH
Dein Apniegerät = 15 W * 7 Std. / 12 V = ca. 9 AH
Fernsehgerät 40 W * 5 Std / 12 V = 17 AH
Licht 10 W * 5 Std / 12 V = 4 AH
40+9+17+4 = 70 AH
jörg aus berlin


Bei der Heizung kommt es schon drauf an ob man bei -5°C draußen steht oder vielleicht doch bei nur +5°C - Die Einschaltdauer ist dann schon deutlich unterschiedlich.
Bei richtigen Minusgraden kann der Bedarf an 70 Ah hinkommen (1 Tag Standzeit) bei eher frühlingshafteren Temperaturen wie derzeit, beträgt die Einschaltdauer aber vermutlich nur die Hälfte (Tagesbedarf 50 Ah) und käme damit auf eine Standdauer von knapp 2 Tagen. (aus 120 Ah)


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