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Die Pyrenäen Reisebericht Teil 2 2019


andioldi am 26 Dez 2019 17:49:27

2. Teil, die westlichen Pyrenäen vom 21.08.2019 bis 09.09.2019


Zu Teil 1 geht es hier:
--> Link

Dieses Jahr wollen wir den westlichen Teil der Pyrenäen kennen lernen. Der Plan ist über die Schweiz quer durch Frankreich an den Atlantik und dann wieder zwischen Frankreich und Spanien pendelnd die Berglandschaften zu erkunden.

Mittwoch 21.08.2019, Tag 1, 757km: Heute wollen wir erst mal Strecke machen und fahren deshalb auch fast nur Autobahn. Wir fahren über Bregenz (durch die Stadt geht es unter der Woche auch recht zügig und entspannt), bei unserer gewohnten Jet noch mal voll getankt, in die Schweiz. Über Zürich und Bern nach Genf und dann auf Nebenstrecken über Onex und Chancy fahren wir nach Frankreich, wo wir über die D1206 und die D1084 (die Rhone hat sich hier sehr eindrucksvoll durch das Gestein gefressen) nach Nantua fahren wo es einen Stellplatz am See gibt. Der ist leider total voll und so fahren wir weiter und füllen in Port im Intermarche erst mal unsere Vorräte mit all den leckeren Köstlichkeiten, die die französischen Supermärkte so zu bieten haben. Wir finden unser Nachtlager auf einem Parkplatz unweit des Memorial des Maquis de L’Ain et de la Resistance. Halbwegs eben und durch 2 Baumreihen von der Straße getrennt und daher kaum einsehbar.

Donnerstag 22.08.2019, Tag 2, 288km: Die Nacht war recht ruhig und erst in der Früh hört man die Straße. Über die D1084 geht es weiter bis Pont-d’Ain wo wir im Super U erst mal frühstücken und auch gleich den Tank füllen. Weiter geht es über Lyon, ein kurzes Stück über die A89 dann N7 und N89 immer Richtung Westen. Thiers ist einen Abstecher wert und kurz darauf sehen wir ein Schild eines Keramikmuseums. Kurze Beratung und ja es passt ins Beuteschema. Das Musée prefectural de Ceramique ist wirklich sehenswert denn es veranschaulicht in den Räumen einer alten Keramikfabrik die Entstehung der Keramik und ihre Verwendung seit der Frühzeit. Als nächstes liegt Clermont-Ferrand an der Strecke dem wir auch einen kurzen Besuch abstatten. Weiter geht es durch die mit vielen Kraterseen gespickte Landschaft und wir sind uns einig: hier in die Auvergne müssen wir auf jeden Fall noch mal für eine intensivere Tour hin. In Aydat am gleichnamigen Lac gibt es einen netten Stellplatz. Bei einem kurzen Abendspaziergang entdecken wir in direkter Nachbarschaft ein recht neues Renaturierungsgebiet mit vielen Infotafeln auch auf englisch. Wirklich sehenswert.




Freitag 23.08.2019, Tag 3, 324km: In Le Mont Dore ist Markt und wir finden da tatsächlich noch ein Plätzchen zum Parken direkt am Markt. Käse, Brot und jede Menge Salami in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen finden den Weg in den Einkaufskorb. Weiter geht es über Ussel, Tulle, Brive La Gaillarde und Souillac ins Dordogne Tal. Da wir ja schon beschlossen haben noch mal explizit diese Gegend zum Urlaubsziel zu machen lassen wir den ursprünglich geplanten Stop in Rocamadour ausfallen und fahren bis kurz hinter Bergerac wo wir uns über France Passion einen Bauernhof bei Maurens ausgesucht haben auf dem wir die Nacht verbringen wollen. Hier in der Ferme de Breuilh gibt es die viel gepriesenen Perigord-Trüffel und eine Paté wandert auch noch in den Kühlschrank des Womos.



Samstag 24.08.2019, Tag 4, 308km: Über Bergerac, Marmande und Mont-de-Marsan geht es Richtung Biarritz wo wir der Markthalle einen Besuch abstatten wollen. Doch daraus wird nichts da schon weit vor Bayonne viele Straßen gesperrt sind und wir werden um Bayonne und Biarritz auf zum Teil sehr engen Straßen herum geleitet. An jeder Kreuzung und an jedem Kreisverkehr (und davon gibt es ja in Frankreich bekanntlich sehr viele) steht jede Menge Polizei, kontrolliert Fahrzeuge (bevorzugt Kleintransporter) und versperrt unsere geplante Route. Uns suchen sie wohl nicht, denn wir werden überall durchgewunken, wenn auch nicht in der geplanten Richtung. Später haben wir dann erfahren, dass gerade der G20 Gipfel in Biarritz ist. Also geht es weiter zu unserem heutigen Tagesziel St.-Jean-de-Luz und dort zum ACSI-Camping Ferme Erromardie. Bei unserer Ankunft um 15:30 sind noch genau 2 Plätze frei, einer davon aber nur für eine Nacht aber wir wollen mindestens 2 Tage bleiben, also ist die Auswahl eher gering. Später hören wir dann Musik aus der nahe gelegenen Strandkneipe, da spielt sich gerade ne Liveband warm und es hört sich nach Pink Floyd an. Also nix wie hin und der Band gelauscht. Tatsächlich ist es eine Coverband, die nur Pink Floyd spielt. Sie sind echt gut und so bleiben wir ne ganze Weile auf der Strandmauer sitzen und lauschen den gewohnten Klängen.




Sonntag 25.08.2019, Tag 5 0km: Heute wollen wir nach St Jean und nach der Auskunft am Camping, dass es nur 2km seien, gehen wir zu Fuß. Es sind aber irgendwie doch ein paar Meter mehr und so wird dann fast ein Tagesausflug daraus. Laut google maps waren es 8km, was mir aber zuviel erscheint. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Abends packe ich den Grill aus und es gibt spareribs.




Montag 26.08.2019, Tag 6 0km: Heute ist Ruhetag. Christine geht an den Strand und ich bleibe am Womo, hau mich auf die Liege und lese. Zwischendurch besucht uns noch ein Fasan auf der Suche nach einem Durchschlupf durch den Zaun. Am späten Nachmittag ziehen dunkle Wolken auf und ich fahre schon mal die Markise ein denn es bläst schon ein wenig. Wenn ich schon dabei bin räume ich den Rest auch noch in die Heckgarage dann sind wir in der Früh schon startbereit. Es stellt sich heraus, dass das eine sehr gute Idee war denn kaum bin ich fertig beginnt es plötzlich wie aus Eimern zu schütten und die Blitze des Gewitters erhellen das aufgepeitschte Meer.



Dienstag 27.08.2019, Tag 7 143km: Es hat fast die ganze Nacht geregnet aber kurz nach dem Aufstehen kommt schon wieder die Sonne heraus. Heute geht es zurück nach Biarritz, dort wartet noch immer die Markthalle auf uns. Der Gipfel ist vorbei und so kommen wir unbehelligt in die Stadt wo wir nach kurzer Kurverei auch einen Parkplatz finden. In der Markthalle dann frisches Brot besorgt und an einem auf Trüffel spezialisierten Stand Trüffelschinken und Trüffelkäse erstanden. Weiter geht es nach Espelette wo wir Mittagessen wollen aber Dank der mittlerweile weit verbreiteten Teppichstangen keinen Parkplatz finden. Also weiter nach Ainhoa wo wir in der Auberge Alzate ein baskisches Menu einnehmen. Weiter geht es nach St.-Jean-Pied-de-Port. Hier gibt es einen Gewürzladen gegenüber der Eglise Notre Dame der uns in seinen Bann zieht. Alle erdenklichen Gewürze und Mischungen von denen einige den Weg in unsere Tasche finden. Ein Erlebnis! Wir fahren weiter und kommen zum ersten Mal bei dieser Tour nach Spanien. Die Klosteranlage von Roncesvalles am Jakobsweg, der hier allgegenwärtig ist, ist unser Ziel. Da es schon nach 17:00 Uhr ist beschließen wir hier zu übernachten. Hier soll auch ein offizieller Stellplatz sein und es stehen auch schon einige Mobile da aber es gibt keinerlei Infrastruktur und ziemlich schief ist der Parkplatz auch. Wir gehen noch durch die Klosteranlage deren Außenanlagen gerade aufgehübscht werden und trinken ein Glas Rotwein in der Pilgerkneipe als uns ein Regenschauer zu einem zweiten Glas zwingt. Der Schauer ist bald vorbei und wir machen es uns im Womo gemütlich.





Mittwoch 28.08.2019, Tag 8, 134km: Auf der NA140 geht es über Ezcaroz und über die NA2011 über Puerto de Larrau zurück nach Frankreich. Über D26 und D113 nach Sainte Engrace, wo wir uns die Gorges de Kakuetta anschauen, echt sehenswert, vor allem die Höhle am Ende der Schlucht ist beeindruckend. Aber auch der Wasserfall, der direkt aus einem Loch in der Fellswand herausstürzt und hinter dem ein schmaler Pfad entlang führt ist toll. Danach geht es wieder über die D113 und D26 nach Oloron-Sainte-Marie und dort auf den Camping Municipal Pyrénées Nature, einfach aber gut ausgestattet. Hier mache ich die Bekanntschaft mit einem Franzosen der mit seinem alten Mercedes 450SE 6,9 (ich habe selbst einen 55 Jahre alten Benz) und Zelt mit der ganzen Familie campiert.











Donnerstag 29.08.2019 Tag 9, 233km: Auf der N134 geht es über den Col de Somport wieder nach Spanien und über Jaca auf der N240 bis Puente und dann ins Valle di Hecho. Ab der Boca del Infierno, dem Höllenschlund, wird die Straße sehr eng und kurvig und ist für große Wohnmobile nicht mehr zu empfehlen. Mit unserem 7m Teilintegrierten ist es relativ problemlos möglich solange kein Gegenverkehr herrscht. Da wir unter der Woche da sind also kein Problem aber am Wochenende, wenn hier richtig Verkehr herrscht macht das sicherlich keinen Spaß. Man wird aber am Ende des Tals durch eine tolle Landschaft entschädigt. Zurück wieder über Puente und zum Real Monasterio de San Juan de la Pena. Beim Monasterio Nuevo gibt es einen Parkplatz und ein Museum (das man sich auch sparen kann) sowie einen Busshuttle zum Monasterio Viejo an dem wir schon vorbeigefahren sind. Das alte Kloster ist wirklich sehenswert! Zurück am Parkplatz wollen wir hier eigentlich über Nacht stehen bleiben aber eine freundliche Dame weist uns darauf hin dass hier gerne mal auch mitten in der Nacht die Parkranger auftauchen um einen zu vertreiben. Es steht zwar nirgends, dass man hier nicht über Nacht stehen kann aber da wir die Letzten am Platz sind und auch kein Risiko eingehen wollen fahren wir trotz einbrechender Dunkelheit noch bis Jaca und parken dort in guter Gesellschaft mit ca. 10 anderen Wohnmobilen beim Sportplatz in der Avenida Perimetral.










Freitag 30.08.2019, Tag 10, 156km: Über Sabinanigo fahren wir auf der N260 wieder Richtung Frankreich über den Col du Portalet, der für alle Tour-de-France-Begeisterten ein Begriff sein dürfte. Es folgt der Col D’Aubisque und über Argeles-Gazost fahren wir nach Luz-Saint-Sauveur auf den Camping Toy der praktisch mitten in der Stadt aber dennoch ruhig liegt. Einfach aber sehr schön gelegen und absolut empfehlenswert.







Samstag 31.08.2019, Tag 11, 99km: Heute stehen weitere Tour-de-France highlights auf dem Programm: Col du Tourmalet, Col D’Aspin und Col de Peyresourde, die uns auf dem Weg zu unserem Tagesziel in Oô tolle Ausblicke bescheren, unter anderem an einem kleinen Flugplatz dessen Startbahn nach ca 50m dem Verauf des Hangs folgend nach unten abknickt. Am Wanderparkplatz parken wir und machen uns auf zum Lac d’Oô. Die Wanderung dauert dann doch länger als erwartet und wir kommen gerade noch trocken zum Womo bevor ein kräftiger Regenguss niedergeht. Die unterwegs gesammelten Pilze wandern in die Pfanne und wir lassen den Tag bei einem Gläschen Rouge ausklingen.









Sonntag 01.09.2019, Tag 12, 178km: Wo ist die Kaffeekanne? Ich will wie gewohnt in der Früh Kaffee kochen doch die Thermoskanne, auf die ich den Filter setzen will, fehlt. Haben wir wohl gestern früh am Camping beim Geschirrspülen stehen lassen, blöd. Wir fahren erst mal nach Bagnères-de-Luchon und frühstücken dort. Bagnères ist eine von vielen alten Kurstädten in den Pyrenäen die eindeutig schon bessere Zeiten gesehen haben. Viele tolle alte Häuser, die aber oft mehr oder weniger stark heruntergekommen sind. Wir fahren über den Col Portillon wieder nach Spanien und über Vielha, den Port de la Bonaigua mit der Schneefräse von 1945 und Col del Cantó nach Seu Urgell. Hier fahren wir wieder wie letztes Jahr auf den Stellplatz Avinguda del Cami Ral de Cerdanya. Strom und Wasser sind noch immer oder schon wieder außer Betrieb aber wir können wenigstens entsorgen. Wir spazieren noch ein wenig durch die nahe gelegene Altstadt, essen ein paar Tapas und ziehen uns dann in unsere Gemächer zurück.




Montag 02.09.2019, Tag 13, 121km: Wie schon im letzten Jahr fahren wir nach Andorra zum shoppen und natürlich tanken. Dieses Mal ist komplett anderes Wetter in Pas de la Casa. Neblig mit Sprühregen, Sicht teilweise unter 20m. Schade, die Aussicht war im letzten Jahr echt toll. Nachdem wir ausgiebig die örtliche Wirtschaft unterstützt haben fahren wir weiter bis zum Camping Pla de Barres bei Mont Louis. Zum ersten Mal auf dieser Tour schalte ich abends die Heizung ein denn es ist recht frisch. In der Nacht wird es dann immer kälter und als ich die Heizung etwas aufdrehen will blinkt das blöde Ding. Murphy’s law: das Gas ist leer! Also mitten in der Nacht raus in die eisige Kälte und auf die andere Flasche umgeklemmt.

Dienstag 03.09.2019, Tag 14, 0km: Morgens sind die Wiesenflächen weiß, es hatte Frost. Wir wollen nach Mont Louis wandern, das wir letztes Jahr nur gestreift hatten und das wir uns dieses Mal näher anschauen wollen. Als wir den Camping verlassen sehe ich ein Schild mit der Höhenangabe des Platzes: 1650m. So erklärt sich auch der Nachtfrost. Es ist ein leichter Fußmarsch von 1 Stunde nach Mont Louis das aus einer Vauban-Festung, die bis heute militärisch als Ausbildungsort für Spezialtruppen dient und der eigentlichen Stadt, die ebenfalls den Charakter einer Festung hat und in deren Festungsgraben ein offizieller Stellplatz liegt, besteht. Hier in Mont Louis wurde 1949 der Four Solaire erbaut der mit Hilfe des Sonnenlichts sehr hohe Temperaturen für Experimente zur Herstellung und Untersuchung neuer Materialien erzeugt. Nachdem wir in der Bar Central etwas gegessen haben geht es wieder zurück zum Camping.





Mittwoch 04.09.2019, Tag 15, 356km: Heute heißt es Abschied nehmen von den Pyrenäen. Über Perpignan fahren wir nach Canet Plage. Im Ô Saveurs du Sud gibt es noch mal lecker Fisch. Danach fahren wir über Narbonne Béziers und Montpellier nach Aigues Mortes. Nach einem Streifzug durch die sehenswerte Stadt wollen wir noch eine Kleinigkeit essen aber es wird dann doch ein komplettes Menu mit Taureau, der allgegenwärtigen Spezialität der Gegend.




Donnerstag 05.09.2019, Tag 16, 138km: Erstmal €22,- für den Stellplatz bezahlt, was er nicht wirklich wert ist, da es keinerlei (funktionierende) Infrastruktur gibt. Nur ein paar Kilometer weiter gibt es an der D58 einen Spezialitätenshop der einige France-Passion Plätze bietet. Hätten wir das nur früher gewusst. Nächstes Ziel ist Arles. Schon beeindruckend was hier noch alles aus römischer Zeit zu sehen ist. In der Arena findet am Wochenende eine Veranstaltung mit Stieren statt, wohl im Rahmen des Festival du Riz. Wir sind uns einig: hier müssen wir auch noch mal hin! Weiter geht es auf der D570N Richtung Avignon. Unterwegs ein Hinweisschild nach St-Remy-en-Provence und Christine meint sie hätte da schon mal was drüber gelesen. Also abgebogen und nach St-Remy gefahren. Hat sich wirklich gelohnt. Am Kreisverkehr, an dem sich D5 und D99 kreuzen ist ein großer Parkplatz, der an bestimmten Tagen für den Markt reserviert ist. Wir haben Glück, denn heute ist kein Markt und wir sind in 5 Minuten zu Fuß in der Stadt. Tolles Ambiente, viele nette kleine Geschäfte. Die Cave aux Fromages hat 4 Tischchen draußen stehen und wir bestellen uns eine gemischte Platte aus 5 verschiedenen Käsen sowie Salami und Schinken. Dazu einen Rosé. Vorzüglich! Zum Abschluß wandert noch ein getrüffelter Käse in unsere Tasche und einer mit Rosmarin. Weiter geht es nach Avignon. Wir kurven fast einmal komplett drumherum aber es ist kein Parkplatz zu finden. Schade aber wir wollen nächstes Jahr ja sowieso in die Provence und dann versuchen wir es noch mal mit etwas mehr Vorbereitung. Wenigstens findet sich eine günstige Tanke beim Auchan und dann geht es weiter zu unserem Tagesziel, dem Chateaux Maucoil, das wir uns bei France Passion ausgesucht haben. Wir sind im Gebiet des Chateauneuf du Pape und so wandern auch zwei Kisten in Bioqualität in unsere Heckgarage. Wir würden gerne draussen sitzen aber es ist zu ungemütlich. Der Mistral bläst schon einige Tage und wird zunehmend kühler. So genießen wir den Sonnenuntergang indoor.







Freitag 06.09.2019, Tag 17, 312km: Auf der N7 geht es weiter Richtung Norden über Montelimar, Valence, um Lyon herum und über Bourg-en-Bresse zum Camping du Sevron in Montaplan.

Samstag 07.09.2019, Tag 18, 461km: Da wir heute Frankreich verlassen werden fahren wir ein kurzes Stück zurück um beim Leclerc, den wir gestern gesehen hatten, unseren finalen Einkauf zu machen. Von all den „Widerlichkeiten“, die französische Supermärkte so zu bieten haben, wandert noch so einiges in Kühlschrank, Gefrierfach und an all die Plätze im Womo die noch Stauraum bieten (Natürlich unter Beachtung vom Gewicht und dessen Verteilung). Über Besancon, Belfort und Mühlhausen geht es nach Deutschland und auf der A5 bis Bühl. Durch Zufall hatte ich vor ein paar Tagen mitbekommen, dass just an diesem Wochenende das Zwetschgenfest ist und da ich hier seit über 20 Jahren nicht mehr war hab ich es kurzerhand zum Tagesziel erklärt. Parkplatz ist kein Problem wenn man sich auskennt und so parke ich beim Schulzentrum wo ich vor 35 Jahren mein Abi gemacht habe und wir sind in 10 Minuten mitten in der Stadt. Es hat sich nicht viel verändert, es ist nur alles etwas größer geworden. Ein paar bekannte Gesichter sind mir dann doch unter gekommen und nach einem ausgiebigen Plausch und nachdem wir was gegessen hatten sind wir zurück zum Womo. Wir haben unseren ursprünglichen Plan hier zu übernachten kurzfristig geändert und sind dann noch nach Baden-Baden zur Talstation der Merkurbergbahn weiter gefahren wo wir immer übernachten wenn wir in BAD sind.

Sonntag 08.092019, Tag 19, 0km: Heute ist der Tag des offenen Denkmals und wir haben uns mit meinem Bruder verabredet für eine Rundfahrt mit dem Oldtimerbus zum Thema „Wasser“. Er holt uns am Merkur ab und es wird erstmal gefrühstückt. Treffpunkt für die Rundfahrt ist der Marktplatz und es geht zuerst mal ins alte Dampfbad wo eine der Thermalquellen aus dem Berg kommt. Es gibt ein paar Infos zum Ursprung der Quellen und der Thermalgeschichte Baden-Badens und dann geht es ins Friedrichsbad. Hier besichtigen wir die leider vor Jahren still gelegte Kneippabteilung und bekommen weiter Infos zur Geschichte der Thermen, die bis zu den Römern zurück reicht. Danach geht es zum Bus, der zwar mit 25 Jahren der älteste im Bestand der Stadtwerke ist aber unter Oldtimer stelle ich mir was anders vor. Es geht noch zum Wasserwerk, wo uns Förderung und Aufbereitung des Trinkwassers erklärt werden und zu einem Trinkwasserreservoir am Merkur. Insgesamt eine informative Tour, die uns an Orte geführt hat die man sonst nicht so einfach zu sehen bekommt.

Montag 09.09.2019, Tag 20, 332km: Nachdem wir die Nacht noch mal am Merkur verbracht haben fahren wir über Karlsruhe und Stuttgart wieder nach Hause.

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PietroMobil am 27 Dez 2019 00:43:49

Hallo,
und nochmals ein toller Bericht (habe gerade zuvor Teil 1 gelesen). Danke für die tollen Informationen und Bilder.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

schneggenhaus am 27 Dez 2019 14:09:59

vielen Dank fürs mit nehmen, und ich hoffe sehr das wir bald eine ähnliche Strecke fahren werden ..... wir waren zu einer ähnlichen Zeit an der Biscarrosseplage/Arcachon und haben Biarritz ausgelassen. Wir hätten ja auch nicht rein fahren können, wegem dem GS-Gipfel.
Wäre es Dir irgenwie möglich, Deine Fahrstrecke der gesamten Route mir zu kommen zu lassen ? wenn nicht, dann schreibe ich mir einzelne Punkte selber auf.
:kette:
:dankeschoen:

mit lieben Grüssen Schneggenhaus

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MiGu1418 am 27 Dez 2019 14:26:42

Hallo

und auch für Teil 2 meinen herzlichen Dank für die Mühe uns
mit tollen Bilder und interessanten Berichten, an der Reise
teilhaben zu lassen.

Gruß Guido :kette:

birgit60 am 08 Jan 2020 10:35:31

Danke für die tollen Berichte und die schönen Fotos. Ich habe beide in einem Rutsch durchgelesen und mir einiges notiert. Im Sommer werden wir sicher den einen oder anderen Punkt ansteuern.

Nette Grüße

Birgit


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