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Sardinien, letzte Woche Mai, erste Woche Juni 2020


Werdenberger am 19 Jan 2020 20:00:48

Nachdem wir mehrfach auf der Elba waren und letzten Spätsommer Korsika bereisen durften, planen wir für den kommenden Frühsommer 2 Wochen Sardinien im Wohnmobil.
Fähre ist noch nicht gebucht. Noch sind wir nicht sicher, welche Fährverbindung wir nehmen. es wird wohl aber entweder ab Piombino oder ab Livorno sein.
Piombino hat den Vorteil, gerade neben dem Fährhafen einen Stellpplatz zu haben, auch ist die Überfahrt bedeutend kürzer. CoB wird leider nicht mehr angeboten. Livorno bietet aber einen viel dichteren Fahrplan an. Die Fährgesellschaft wird höchstwahrscheinlich die Moby Line sein, weil wir bisher immer zufrieden waren.
Nun aber zur Insel. Was ist empfehlenswert? Was ist eher nicht für uns? Was muss man unbedingt gesehen , erlebt haben?
Zu uns; Wir , ein Paar 53 und 59 , gehen gerne am Strand baden und spazieren, fahren begeistert e-Bike, wandern gerne, bummeln mit Vergnügen durch schöne Altstädtchen und sind auch den kulinarischen Freuden nicht abgeneigt.
Unser Fahrzeug, ein älteres, teilintegriertes Bürstner mit ziemlich wenig Bodenfreiheit.
Grüsse mit viel Vorfreude aus der Schweiz, Hansuli und Astrid

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AndreasS am 20 Jan 2020 15:36:32

Hallo,
Sardinien ist eine sehr schöne Insel, ich war leider schon lange nicht mehr dort.
Hier mal eine Ausführung, die ich vor 10 Jahren mal an jemanden gesendet habe.
Vielleicht ist es ja nützlich. Einige Dinge treffen vielleicht nicht mehr zu, aber grundlegend
sollte sich da nichts geändert haben. Für Euch unwichtige Dinge kannst Du gerne überlesen.
Ich finde es sehr wichtig, sich das Landesinnere auch anzusehen. Habe es 1 zu 1 übernommen,
dementsprechend stimmen einige Daten zum Fahrzeug usw. nicht.
Jetzt geht's los:

Vorab, ich hab keine Ahnung wie lange Ihr für die Strecke braucht. Ich würde eine Woche einplanen, aber das muss ja nix heißen. Ich schreib dann mal stichwortartig die Tipps auf. Zu Streckenpunkten zu denen ich nix weiß, sag ich einfach nix. Was ich selbst noch toll finde ergänze ich einfach. Wir fahren einen 6,6 Meter Sprinter, ist mit Eurem Auto vergleichbar. Sind immer und überall durchgekommen.
Ohne Rückfahrkamera würden wir allerdings wohl immer noch in einer Sackgasse stehen…
Marceddi: wie schon gesagt, das Restaurant war wirklich gut und dazu günstig. Man sollte allerdings Fisch und Schnecken aus dem Golf von Oristano mögen…man kann dort auch schön mit Kinderwagen, Laufrad etc. über lange merkwürdige Stege spazieren gehen. In Nähe der Pontonbrücke gibt es einen Parkplatz, da gibt es Wasser und man kann da bestimmt wild übernachten. (auf dem Foto auf der anderen Uferseite rechts).
(Funtanazza): liegt auf halber Strecke nach Piscina, ich finde der Abstecher lohnt sich. Etwas morbide Stimmung und toller ruhig Strand mit prima Schlafmöglichkeiten.
Piscina: leider immer nur bei schlechtem nassen Wetter dort gewesen, ist aber sehr schön. Früher war der Weg das Ziel. Heute hat die Piste Autobahncharakter, die „Flussdurchfahrt“ ist noch eins der letzten Abenteuer der zivilisierten Welt. Für uns wars immer wie durch eine große Pfütze zu fahren, Tom hat da ja schonmal sein Auto versenkt. Übernachten ist dort vielleicht nicht so angebracht aber man kann toll durch die Dünen wandern.
(Capo Pecora): sehr beeindruckend vor allem bei Sturm und Monsterwellen.
Portixeddu: kleine nette Promenade, großer langer Strand, ausgestorben als wir da waren. Wenn man es nicht sieht, hat man vielleicht nix verpasst. Wohnmobilstellplatz in Richtung Buggeru nicht so schön.
Buggeru: Schön, wenn man es mag, Stellplatz ok, einzige Stelle für Frischwasser und Entsorgung. Geht man vom Hafen die Haupstraße hoch gibt´s nette Restaurants, kleine Supermärkte und Gemüsehändler. Als wir da waren war es leider zu aber man sollte die Galeria Henry besuchen und durch die alten Minenstollen fahren.
Nebida: Übernachtungsmöglichkeit auf Parkplatz Richtung Norden fahrend links vor dem Ortseingang, hier ist der schöne Panoramarundweg mit Blick auf den Zuckerhut und die immer geschlossene Sprengstoffbar, weiter auf der Hauptstraße links ein gut sortierter Supermarkt und noch ein paar Meter weiter am Dorfplatz (mit Wasserstelle aber ohne Zufahrt) eine Stehpizzeria in der scheinbar alle aus dem Umkreis von 1000 km essen gehen ;-) zu empfehlen, lecker und günstig.
Vom Panoramaweg aus unbedingt den Weg runter zum Meer zu den alten Gebäuden klettern und die alten Gemäuer auf sich wirken lassen. Ist ein Eindruck den man von oben nicht bekommt und wo man unten nur staunen kann. Selbst unsere damals 5jährige Tochter war begeistert.
Fontanamare: großer Strand, oft viel los, auf Google maps kann man drei Zufahrten erkennen. Am ruhigsten ist der südliche Teil. Gut zum Kiten und Surfen.
Gonnesa: zum Einkaufen ok. Wir haben versehentlich mit zwei großen Sprintern den Polizeiparkplatz zugeparkt. Als wir es nach dem Einkauf gemerkt haben und dachten der liebe Carabinieri erschießt uns und wir müssen die ganze Urlaubskasse für Strafe opfern, wurden wir mit einem Lächeln aufgeklärt, sollten schön weiterreisen und es nicht noch mal tun.
San Giovanni: die Grotte ist der Hammer, im Ort einige Wasserhähne. Von der Rückseite kommend findet man wilde Stellmöglichkeiten, einen Bach und top MTB-Strecken. Vordereingang auch sehr schön. Bei 30 Grad Außentemperatur sehr angenehm kühl. Highlight für Kind mit Taschenlampe.
Porto Pino: Toller heller Strand, mit Hunden nicht gut, „Hausberg“ interessant mit allerlei alten Flaggstellungen und sonstigen Militäreisen, Übernachtung auf Strandparkplatz möglich. Sehr hübscher künstlicher Kanal mit Krebsen, Seesternen und allerlei Getier zum Ansehen und Füttern für die Kids.
(Porto Botte): Ruhiger kleiner Strand direkt an der Piste, Übernachten möglich, für Kiter, Surfer und Hunde gut. Nix los. 2 Wasserstellen am Anfang und Ende der Straße. Am Strand sehr viele Disteln.
Giara di Gesturi: waren wir schon 4 mal jeweils dann auch direkt für 2 Nächte. Wir durften laut Ranger-auskunft Grillen. Haben einmal den Rundweg zu Fuß abgegrast und am 2ten Tag das Ganze plus Seitenwege mit den MTB´s erledigt. Sehr zu empfehlen. Kann man natürlich mit Barumini kombinieren, muß man aber nicht ;-)
(Sadali): wäre eine Alternative, von Gesturi nicht nach Oristano zu fahren, sondern die Inselseite zu wechseln und über Sadali mit dem Gebiet Grottas is Janas die auch von Peter Höh beschriebene Wanderung zu den Wasserfällen zu unternehmen. Dort kann man prima übernachten und in Sadali gibt es unten im alten Ortskern eine tolle Quelle (Gießkanne / Eimer nötig). Die Fahrt dorthin lohnt ist aber etwas anstrengend.
(Arbatax / Baunei): Arbatax würd ich direkt weglassen und über Baunei zum Wander-Campingplatz an der Cala-Goloritze fahren um dort zur Bucht zu wandern. War anstrengend aber unsere Tochter und die Hunde haben es auch geschafft. Vielleicht dann auch mit den Rädern zur Calla Sisine…

Danach weiter über die 125 Richtung Norden. Das müsstet Ihr dann selbst mal überlegen, will ja keinen Reiseführer schreiben. Kann aber gerne mehr per email sagen.

(von wegen, die Womofahrer saugen nur Tipps auf und schreiben nix)
LG
Andreas

Mattes007 am 20 Jan 2020 16:23:45

Hallo,

Wir waren die letzten beiden Jahre im Sommer jeweils für 3 Wochen auf Sardinien und haben ähnliche Vorlieben und sind begeistert von der Insel. Die Fähren für diese Jahr sind auch schon wieder gebucht.

Wir fahren wieder mit Corsica Ferries, so wie letzte Jahr von Livorno aus. Die Fahrüberfahrt dauerte nur 6 Stunden, damit waren wir knapp 2 Stunden schneller als das Jahr zuvor. Das liegt wohl auch daran, dass der Liegeplatz von Corsica Ferries in Livorno direkt an der Hafenausfahrt ist und durch den Halt in Golfo Aranci die lange langsame Fahrt durch die Bucht von Olbia entfällt. Auf der Überfahrt haben wir auch einige Fähren überholt. Vor der Abfahrt übernachten wir auf dem Stellplatz des Lago de Tamerici, 15 Minuten von der Fähre entfernt und doch im Grünen am See.

Auf Sardinien ist der unsere Meinung schönste Sandstrand an der Südostküste an der Costa Rei (Camping Le Dune oder Capo Ferrato), schönes klares Wasser und Buchten zum Schorcheln finden sich eher an der Nordostküste oder wer möchte auf der Insel La Maddalena. Schöne Städte zum Bummeln gibt es reichlich, Palau, Bosa, Castelsardo oder Alghero. Cagliari ist ein Besuch wert, aber auf dem Stellplatz in der Stadt steht die Luft und es ist dann sehr warm.

Wandern kann man in der Hochebene im Nationalpark Gennargentu. Dort liegt auf 1000 m auch der höchste Stellplatz der Insel, hier wird es selbst im Hochsommer nachts sehr frisch.

Hesu am 20 Jan 2020 18:48:52

Hallo, wir waren 2018 und 2019 im Juni auf Sardinien.
Wir haben über Turisada (s. Internet) gebucht und sind mit Sardinia Ferries von Livorno nach Golfo Aranci gefahren. Auf dem Festland haben wir auf dem Stellplatz in Marina di Pisa übernachtet (20 min bis zum Hafen) und in Golfo Aranci direkt im Ort oder auf dem großen Parkplatz zum Terminal.
Sardinien ist einfach ein Traum. Uns hat besonders die Westküste gefallen. Sie ist sehr vielseitig mit wunderschönen Stränden bei um Buggeru oder am Reiskornstrand ( Sp bei den Bauern direkt am Strand) Alghero ist ein Traum.
Die Maddalena Inseln sollte man besucht haben, am Besten einen Roller für 40 Euro leihen - wunderschön.
Den aller schönsten Strand haben wir bei Tortoli gefunden.
Mit dem E Bike kommt man auf der Insel einigermaßen gut zurecht, aber ich hätte nicht gedacht, dass Sardinien teils bis an den Strand so gebirgig ist.
In 2 Wochen schafft man nicht viel, da man teilweise auf den kurvigen Straßen recht langsam vorwärts kommt. das sollte man mit berechnen. Wir haben lediglich jeweils eine Hälfte der Insel geschafft und bei Weitem noch nicht alles gesehen.
Ich wünsche euch eine super schöne zeit auf dieser Trauminsel.

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