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Welche WOMO-Größe in Marokko


Zingaro am 25 Jan 2020 20:15:05

Hallo zusammen,
nach zwanzig Jahren mit unserem Eura wird es nun Zeit für eine Neuanschaffung. Gleichzeitig geht unser Berufsleben zu Ende und wir beabsichtigen unseren Lebensmittelpunkt im Winter nach Marokko zu verlegen. Marrakesch ist mittlerweile fast schon zu unser zweiten Heimat geworden, bisher aber nur mit dem Flieger.

Unser Schwerpunkt mit dem Reisemobil war bisher Italien. Und nun zu meiner Frage:

In Italien hatten wir mit unseren 7 Metern schon hin und wieder Probleme, geeignete CP zu finden. Um so südlicher um so mehr. Auf Sizilien war es teilweise schon echt kritisch auch wegen der Steigungen.
Wie sind eure Erfahrungen in Marokko? Wir stellen uns die Frage, ob wir unter 8 Metern bleiben müssen. Wegen des höheren Wohnkomforts favorisieren wir eher 8.50 bis 9.00 Meter. Off-Road steht nicht zur Disposition. Gibt es ausreichend großzügig angelegte CP?

Zingaro

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HeideMobil am 25 Jan 2020 21:02:31

Ja, gibt es, die CPs sind in der Regel gross genug bzw haben extra Platz für große Mobile.

Die Probleme könnten eher in der elektronischen Versorgung liegen :ja: ihr glaubt nicht, was es da alles gibt :D aber letztlich funzt es ...

joekel am 25 Jan 2020 21:33:48

In MA gibt es keine Platzprobleme.....viel Spass !

Zingaro am 26 Jan 2020 00:01:02

Super,danke. Könnt ihr mir auch zu einem Fahrgestell raten oder anders ausgedrückt, wie ist es mit dem Service von Fiat, Iveco oder Mercedes bestellt? Das eigene Servicenetz dieser Hersteller ist ja seeehr dünn. Was macht ihr bei Pannen?
Pkw und Sprinter von MB sieht man ja häufiger, aber in Marokko zugelassene Ducatos oder gar Ivecos habe ich zumindest in Marrakesch noch nicht gesehen.

joekel am 26 Jan 2020 00:10:13

Iveco hat weltweiten Service, wird mit Fiat schon schwerer....Aber Marokkaner sind nicht auf den Kopf gefallen und Reparieren alles. Selbst bei einem Supergau bekommt man sein Fahrzeug immer nach Spanien....
Und in den meisten Concorde haben Ivecos im Untersatz, mindestens 20-50 schwirren davon in Marokko derzeit rum...

Gogolo am 26 Jan 2020 00:56:11

Mach dir keine großen Gedanken. Es gibt in Marokko hervorragende Mechaniker. Wir hatten im vorigen Winter mitten in der Wüste einen Schaden am vorderen Kreuzgelenk - im exotischen Iveco Allrad - und der wurde uns von einem örtlichen Tankstellen-Mechaniker repariert, der für das passende Ersatzteil erst 120km mit dem Taxi in die nächste größere Stadt fahren musste. Kosten für die Reparatur nur 150€ + großzügigem Trinkgeld. Das Teil hält noch heute! Und selbst wenn das Kreuzgelenk in Marokko nicht aufzutreiben gewesen wäre: der ADAC-Ersatzteil-Lieferdienst bringt es sehr schnell. Dann hat man halt mal 2-3 Tage Warte-/Ruhezeit...


Habe die Ehre

Gogolo

Professor am 26 Jan 2020 02:21:03

In Marokko kann das Womo sehr Groß sein und der Kraftstofftank sehr klein sein. Mir ist kein Land in Europa bekannt mit einem dichteren Tankstellennetz.
Von Nord nach Süd bis zur Westsahara stehen mal 3.000km mehr auf dem Tacho. In Deutschland sind es keine 1.000km.
Tausend und eine Nacht findet man im Straßennetz heute in Marokko nicht mehr. Alle Ziele sind mit einer gutem Asphalt erreichbar.
Die Allradfahrer müssen sich anstrengen ihre Pisten zu finden.
18.400km habe ich vom Anfang Dezember 2018 bis Ende Februar 2019 erleben dürfen. Die ehemalige Französische Kolonie Marokko wird dadurch von sehr vielen
Womo aus Frankreich besucht. DEKRA ist der TÜV in Marokko und hat bemerkenswert viele Prüfstellen.
In keinem Land in der EU fühlte ich mich sicherer als in Marokko, das gleiche gilt für den Straßenverkehr. Ob Eselkarren oder vom Straßenrand losfahren ohne Blinker, ohne Schulter-blick, 5 Spurig auf 3 spurigen Straßen es geht, habe keinen einzigen Unfall gesehen.
Das Atlasgebirge ist der Hammer. Steigungen und Gefälle die man in den Alpen so nicht findet. Auf keiner meiner Reise haben meine Bremsen mehr leisten müssen.
Die Küste ist 1.800km lang und ein paar Berge sind über 4 000 Hm. Es war eine aktive Tour. Mit einem Ducato Kasten H2L2 kein Problem.
In der Westsahara gabs den Diesel noch billiger, unter 70 Cent der Liter.

Gruß

Zingaro am 26 Jan 2020 13:41:43

Ja,das habe ich bei meinen Aufenthalten in Marrakesch auch schon bemerkt. Ein Mechaniker ist noch ein Mechaniker und nicht wie bei uns ein geprüfter Teiletauscher, Dozent für ellenlange Rechnungen und der Fähigkeit den gewerkschaftlich verordneten Feierabend einzuhalten :lach: .

Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass Fiat bei euren Erfahrungen besser wegkommt, weil ich wegen eines möglich geringen Überhangs eigentlich den Alko-Tiefrahmen mit der Tandemachse favorisiere. Auch der Räderwechsel, dessen Wahrscheinlichkeit in Marokko wohl größer als hierzulande sein dürfte, ist bedeutend einfacher als das Auseinanderschauben der Zwillingsräder.

Danke auch für den Hinweis auf das Tankstellennetz. Ist es immer noch so, dass Kreditkarten an der Tanke eher unüblich sind und man immer ausreichend Bares in der Tasche haben muss?

Gogolo am 26 Jan 2020 15:51:07

In 80% der Fälle geht die Zahlung mit Kreditkarte an der Tankstelle. Zumindest an den großen Strassen. Nicht üblich ist bisher die kontaktlose Zahlung.


Habe die Ehre

Gogolo

Zingaro am 26 Jan 2020 16:06:53

Vielen Dank für die schnellen Infos. Tolles Forum.

omopenk am 26 Jan 2020 17:07:32

Na,die Sache mit der Tandemachse würde ich mir noch mal genau überlegen. Das gibt da schon einige Nachteile bei der Traktion. Und so schlimm ist ein Radwechsel bei Zwillingsbereifung auch nicht. Ein Iveco Daily ist schon was Genaues und sehr robust. Natürlich geht es auch noch etwas größer. Aber bei Eurocargo oder MAN als Basis auf die Zuladungsreserven achten, zumindest bei 7,49t Gesamtgewicht.

Gruß Joachim

Tinduck am 26 Jan 2020 17:08:40

Zingaro hat geschrieben:Auch der Räderwechsel, dessen Wahrscheinlichkeit in Marokko wohl größer als hierzulande sein dürfte, ist bedeutend einfacher als das Auseinanderschauben der Zwillingsräder.


Wo hast Du denn die Weisheit her? Bei Zwillingsbereifung hast du exakt genauso viele Radmuttern zu lösen wie bei Einfachbereifung. Man braucht nur eine lange Verlängerung, die z. B. bei Iveco schon im Bordwerkzeug enthalten ist, genauso wie der taugliche (!) Wagenheber.

bis denn,

Uwe

Zingaro am 26 Jan 2020 18:00:31

Tinduck hat geschrieben:Wo hast Du denn die Weisheit her? Bei Zwillingsbereifung hast du exakt genauso viele Radmuttern zu lösen ...
genauso wie der taugliche (!) Wagenheber.

Von einem Radwechsel bei unserem 814er in der gleißenden Sonne Kroatiens. Ich hab' mir geschworen: nie wieder!

Aber mit dem Wagenheber hast Du recht. Die Erfahrung hab ich bei unserem Eura machen dürfen, als ich nach einem Platten in Italien das erste mal versucht habe, hinten anzuheben. Der ließ sich an dem Alko-Fahrwerk gar nicht ansetzen und war für den 4-Tonner genauso wenig geeignet wie das Spielzeug von Fiat, das sich Radmutternschlüssel nannte. Aber aus Erfahrung wird man ja bekanntlich klug.

Aber jetzt sind wir ganz schön off topic. Ich danke auf jeden Fall für die wertvollen Tipps.

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