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Reisebericht - Südfrankreich zum Jahreswechsel


womo-2 am 28 Jan 2020 10:38:26

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, das Wetter ist kalt, grau und regnerisch. Und wir haben Zeit, den Übergang ins neue Jahr mit einer Reise zu beginnen. Ursprünglich hatten wir das Tessin und das Piemont im Visier, denn dort versprach der Wetterbericht viel Sonnenschein, aber leider Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ganz anders Südfrankreich! Auf der Wetterkarte lachte die Sonne, Temperaturen bis zu 16 Grad … also nichts wie hin.



Im strömenden Regen fahren wir über Genf, Lausanne, Lyon nach Tournon an der Rhône zu einem kleinen Übernachtungsplatz am Stadtrand. Auch hier ist es kalt und trüb, feiner Regen prasselt auf das Dach des Wohnmobils und dieses monotone Geräusch begleitet uns in den Schlaf.

Wie anders der nächste Morgen. Sonne pur, nur noch kleine Schleierwolken und im Laufe des Tages wird es wärmer. Herrlich. Wir laufen das kurze Stück ins Zentrum von Tournon, finden schnell eine Bäckerei mit frischen Croissants und ein Bistro mit frischem, dampfendem Kaffee.

Die Autobahnen in Frankreich waren gestern brechend voll, offensichtlich wollen auch die französischen Kurzurlauber in den Süden. Einen langen Stau konnten wir noch rechtzeitig umfahren, heute wollen wir nur auf der Route National N7 weiterfahren. Und bis Orange ist es nicht weit.

Das antike Theater und der Triumphbogen sind die Hauptsehenswürdigkeiten von Orange. Es ist anstrengend, die riesigen Steinblöcke des römischen Theaters zu erklimmen, aber der herrliche Blick auf die Bühne und das Theater lohnt die Mühe. Das entschädigt für den stattlichen Eintrittspreis.

Auch kulinarisch hat Orange einiges zu bieten. In einem familiär geführten Bistro lassen wir uns ein wirklich leckeres Mittagessen schmecken. Unseren Übernachtungsplatz finden wir in Aramon neben dem Sportplatz.


Orange


Orange


Aramon

Wir wollen heute mit dem Bus von Aramon nach Avignon fahren. Unsere Recherchen im Internet ergeben widersprüchliche Informationen. Selbst auf der offiziellen Seite der öffentlichen Verkehrsbetriebe ist nicht klar, ob und wann heute, am Sonntag, Busse nach Avignon fahren. An der nur wenige 100 Meter entfernten Bushaltestelle wird dann schnell klar: Sonntags fährt kein Bus! Also zurück zum Wohnmobil, noch schnell frisches Wasser bunkern und los.

Unterwegs schimpft noch eine Gruppe von gut 50 Radfahrern, weil wir sie überholen. Das erwartete Übel in Avignon nimmt seinen Lauf … kein Parkplatz. Am Sonntagmorgen sind die P&R-Parkplätze fast leer, aber bei allen wird uns die Zufahrt durch eine Höhenbegrenzung verwehrt. Wir umrunden die vollständig erhaltene Stadtmauer (2,4 Kilometer lang), aber keine Chance, unser Wohnmobil irgendwo abzustellen. Also auf die andere Seite der Rhône. Hier gibt es zwar freie Parkplätze gibt, aber auch ein Parkverbot für Wohnmobile. Die Einfahrt zum angrenzenden Campingplatz wird von einer Horde italienischer Wohnmobile blockiert, die in aller Ruhe die VE des Campingplatzes nutzen. Irgendwann sind aber auch sie reisefertig und wir belegen einen der wenigen freien Stellplätze auf dem Platz. An der Rezeption erfahren wir dann: Dieser Platz ist reserviert! Also noch einmal umparken und nach gut 2½ Stunden seit der Abfahrt in Aramon (Entfernung 12 Kilometer) sind wir dann „angekommen“.

Später erfahren wir, dass auf dem offiziellen Wohnmobilstellplatz direkt neben dem Campingplatz in einer Nacht im Oktober mehrere (alle?) Wohnmobile aufgebrochen wurden und erheblicher Sachschaden an den Fahrzeugen und durch Diebstahl entstanden ist. Zum Zeitpunkt unseres Besuches war dieser Platz geschlossen!

Prächtige alte Häuser, schöne Plätze und Gassen, eine gut erhaltene Stadtmauer, eine weltberühmte Brücke und der Papstpalast – das ist Avignon, eine der fünf größten Städte der Provence. Der Palast der Päpste, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist ein riesiger, imposanter Bau, dessen wahre Ausmaße sich erst erschließen, wenn man ihn von innen besichtigt.

Wir bummeln den ganzen Tag durch Avignon und können uns kaum satt sehen an dieser wunderschönen Stadt. Todmüde und mit schweren Beinen kehren wir am späten Nachmittag zum Campingplatz zurück.


Avignon – Palais des Papes


Avignon – Palais des Papes


Avignon – Palais des Papes


Avignon – Palais des Papes


Avignon – Palais des Papes

Der neue Tag beginnt, wie der gestrige aufgehört hat. Strahlend blauer Himmel, aber die Nacht war richtig kalt. Aber was gibt es Schöneres, als die Nacht in einem kuschelig warmen, beheizten Wohnmobil zu verbringen.

Heute wollen wir nach Aigues-Mortes, dem hübschen Städtchen in der Carmarque. Zwischen Avignon und Arles machen wir aber noch einen kleinen Abstecher nach Tarascon. Eigentlich ein verschlafenes Provinznest, wäre da nicht das schöne Schloss direkt an der Rhône. Wir schlendern durch den Ort, auch auf der Suche nach einem kleinen Bistro, aber so richtig gefällt uns das Städtchen nicht, alles ein bisschen grau und unscheinbar.


Tarascon


Tarascon


Tarascon


Tarascon

Ganz im Gegensatz zu Beaucaire auf der anderen Seite der Rhône. Hier gibt es einen schicken Yachthafen, einladende Plätze und Hinterhöfe und … ein Bistro mit leckerem Mittagessen!


Den kompletten Reisebericht mir noch mehr Bildern gibt's hier: --> Link

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ichsehnix am 28 Jan 2020 13:23:11

:dankeschoen:
herrliche Farben auf deinen Bildern. Danke fürs Mitnehmen Joe

Julia10 am 28 Jan 2020 13:25:28

Danke für den Bericht :) :!:

Bei Sturm und Regen solche Fotos zu sehen, macht Hoffnung auf vieeeeel besseres Wetter.

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Media25 am 28 Jan 2020 13:31:51

Danke für diesen schönen Bedricht, ich muss den Sinn und Nutzen meines Saisonkennzeichen doch mal neu überdenken.

Dankbare Grüße
Wolfgang

PietroMobil am 28 Jan 2020 15:43:11

Hallo,
auch von uns vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder.
Wir freuen uns schon auf April, denn da gehts für uns dann los in die gleiche Gegend. Wir waren schon oft in der Provence, sehr oft mit dem Radl und Zelt, diesmal auch mit dem WoMo.

MiGu1418 am 28 Jan 2020 15:59:45

Hallo,

auch von hier ein herzlichen Dank für deinen schönen Reisebericht, mit tollen Bildern.

Gruß Guido

womo-2 am 01 Feb 2020 00:37:24

Media25 hat geschrieben:Danke für diesen schönen Bedricht, ich muss den Sinn und Nutzen meines Saisonkennzeichen doch mal neu überdenken.


Wir haben auch erst letztes Jahr damit angefangen, die Weihnachts- oder Silvestertage zu nutzen. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, ist es herrlich zu dieser Zeit zu verreisen.

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