Caravan
luftfederung

Einbau LiIOnen in Challenger Womo


HolgerWeigel am 07 Feb 2020 11:02:23

Guten Morgen zusammen,
ich habe zur Zeit ca 300 Wp auf dem Dach (3 * Phaesun Sun Plus 100 Aero), dazu die Kombination:

- Ladebooster Votronic VCC 1212-30
- Solarregler Vitron Energy Smart Solar MPPT 100/30
- Wechselrichter Dometic DSP 412

Zur Zeit habe ich noch Blei_Säure Batterien (2 * 96 Ah) eingebaut.

Meine Fragen:

a) Kann ich ohne weiteres die aktuellen Batterien "plug and play" gegen Li- Ionen Batterien mit BMS austauschen.
b) Was muss ich am MPPT Regler umstellen
c) Wer kennt im westelichen Ruhrgebiet Firmen, die das zuverlässig und preiswert machen?

Der hersteller meines Womos (Challenger) schreibt SuperB Batterien vor, die aber einfach nur schweineteuer sind. Hier bin ich nicht bereit 2000 Euro pro Batterie zu zahlen. Ziel ist es auf 2 * 100 Ah aufzurüsten (1 * 200 Ah passt nicht, platzmässig).

Für Hinweise und Tips wäre ich sehr dankbar

Holger


hmarburg am 07 Feb 2020 11:45:21

Hallo Holger,

wenn dir die aktuelle Batteriekapazität der Bei-Akkus mit 2x 95Ah ausreicht, dann reicht dir auch eine 100Ah Lithium.

Für Wohnmobile sind aktuell eher LiFe(Y)PO4 Akkus in Benutzung. Die Y-Variante hat ein besseres Temperatur-Spektrum beim Laden, d.h. du kannst sie auch mit vollem Ladestrom unterhalb von 0°C füttern.

Ein plug&play Austausch bei deiner Anlage ist realisierbar, wenn du direkt am Pluspol der Batterie noch eine auf deine Verkabelung ausgelegte Würfelsicherung einsetzt.
Außerdem solltest du die Ladegeräte (Booster und Solar) auf die Lithium-Einstellung umswitchen. Beim Landstromladegerät ist eine Bleisäure-Einstellung (nicht AGM) ausreichend, falls es keine LI-Einstellung gibt. Die eventuell vorhandene Einstellung zur Desulfatierung muss auf jeden Fall deaktiviert werden.

Gruß, Holger

hmarburg am 07 Feb 2020 11:58:46

Hallo Holger,

ich nochmal mit einem kleinen Nachtrag.
Manche LI-Akkus haben ein BMS mit integriertem Batteriecomputer, der per Bluetooth die Daten zur Verfügung stellt.
Falls nicht empfehle ich dir einen externen Batteriecomputer mit Shunt um die Akku-Kapazität leichter überwachen zu können.

Gruß, Holger

Anzeige vom Forum


fschuen am 07 Feb 2020 11:59:39

Du kannst die Batterien 1:1 gegen LFP (=LiFePO4) tauschen. 1:1 bedeutet: sie passen von der Grösse und den Polanschlüssen, und die Batterie muss den nötigen Strom zur Verfügung stellen können. Das heisst, die Dauerbelastbarkeit der Batterie (und ggfs. des BMS) muss mindestens so hoch sein wie die Stromaufnahme deines Wechselrichters (Leistung geteilt durch Spannung, also z.B. 1200W/12V = 100 Ampere).

Alle Ladegeräte (Solar, Booster, Landstrom) sollten so eingestellt sein, dass die Ladeschlussspannung möglichst nah an die empfohlene Ladeschlussspannung der Batterie heranreicht. Meist ist das im Bereich 14,0 ... 14,6 V. Wenn die aktuelle Einstellung für Blei-Nass-Batterien gepasst hat, kannst du sie auch einfach erst mal so lassen.

Bist du mit den Batterien bisher klargekommen? LFP lädt mit besserem Wirkungsgrad, braucht nicht ständig vollgeladen zu werden und die Kapazität geht auch bei starker Stromentnahme nicht in den Keller. Und man kann sie weitgehend vollständig entladen. Wenn dir die Kapazität bisher gereicht hat, würde ich vielleicht erst mal 1x 100 Ah einbauen.

Schrauber kann ich keine empfehlen, da ich selber schraube. Ownership, Bonding und so.

Gruss Manfred

Stocki333 am 08 Feb 2020 09:28:04

HolgerWeigel hat geschrieben: Der hersteller meines Womos (Challenger) schreibt SuperB Batterien vor, die aber einfach nur schweineteuer sind. Hier bin ich nicht bereit 2000 Euro pro Batterie zu zahlen. Ziel ist es auf 2 * 100 Ah aufzurüsten (1 * 200 Ah passt nicht, platzmässig).
Holger

Ist deine eingebaute Elektronik des Challenger von CBE. Das eingebaute Ladegerät sollstes du nachschauen, welches das ist.
Die eventuell vorhandene Einstellung zur Desulfatierung muss auf jeden Fall deaktiviert werden.

Das ist nähmlich der Springende Punkt. Damit geht das Ladegerät auf eine Spannung von 15 Volt. Damit geht das BMS des Lithium accus auf Störung. Das heißt aber nicht das du das nicht mehr verwenden kannst. hast nur Einschränkungen im händeln.
Die Frage kannst nur uns du beantworten.
Sonst hast mal alle Voraussetzungen für einen problemlosen Umstieg auf Lithium.
Wir wissen jetzt nicht deinen Wissenstand über Lithium. Holger hat das schon anklingen lassen.
Schreib einfach mal was dir so durch den Kopf geht. Du hast ja sicher nicht die Entscheidung aus Lust und Laune getroffen.
Über die Kapazität hast du dir ja auch Gedanken gemacht.
Du hast die Wahl von einer Einzellbatterie mit 100 Ah. Dein Fzg hat vermutlich eine Dieselheizung. Hier hast du einen Höheren Grundverbrauch. Fertigaccus bekommst du in verschieden Ausführungen. 120 - 180 Ah.
Wo wird der Acccu eingebaut.
Den Platz und die Grösse sollten wir kennen.
Meine nächste Frage an dich. Bist du dir über das Laden bei Temperaturen unter 0 Grad im klaren. Hängt auch mit deinem Nutzungsverhalten zusammen.
Alternative wären Accus mit Winston Zellen. Sogennante LiFeYPO4 Accus. Damit hast du ein Sorgenfreies Camperleben.
Wer kennt im westelichen Ruhrgebiet Firmen, die das zuverlässig und preiswert machen?

Mit Händlern kannst du graue Haare bekommen. Wenn du Lithium einbauen willst. Gibt hier sehr nette Berichte darüber. :mrgreen:
Mal eine Überlegung für dich. Mache einen KUrzurlaub in Ribnitz. Fährst zu Peter. Für dem ist der Umbau bei deiner Ausstattung ein Klacks. Und er hat jede Menge Erfahrung mit Lithium. Der weiß was Sache ist. Baut dir auch Winston ein.
Die am Allerliebsten. Sind die absolut die absolut problemlosesten. Hat letztes Jahr über 40 Anlagen eingebaut. Gibt hier viele Foristen, für er der letzte Rettungsanker war. den kann ich dir nur ans Herz legen.
Aber mach dir selber ein Bild. --> Link.
Gruß Franz

HarryG am 08 Feb 2020 13:07:50

Ich habe auch einen Challenger, BJ 2018 und nahezu die gleiche Ausstattung (CB516 Ladegerät, Votronioc 1212 30, aber Vortonic Solarregler) und einen Robur Li-Accu mit 180 Ah unter dem Beifahrersitz. Das CB 516-Ladegerät kannst Du auf Gel-Batterie stellen (14,3 max., also noch unter den 14,4 max für den Accu). Alles andere regelt das BMS. Die Einstellungen vom Vitron kenne ich nicht, da muss Dir jemand hier helfen, der so einen Regler hat. Dürfte aber kein Problem sein. Funktioniert absolut problemlos.

Die Empfehlung mit Peter aus Ribnitz kann ich allein aufgrund der Forenbeiträge bedenkenlos teilen. Wenn ich überlege, was ich alles investiert habe, wären ein paar Hunderteram Ende mehr nicht wild gewesen. Ich bin zufrieden, hätte es aber besser haben können.

HarryG am 08 Feb 2020 13:09:37

Ich habe auch einen Challenger, BJ 2018 und nahezu die gleiche Ausstattung (CB516 Ladegerät, Votronioc 1212 30, aber Vortonic Solarregler) und einen Robur Li-Accu mit 180 Ah unter dem Beifahrersitz. Das CB 516-Ladegerät kannst Du auf Gel-Batterie stellen (14,3 max., also noch unter den 14,4 max für den Accu). Alles andere regelt das BMS. Die Einstellungen vom Vitron kenne ich nicht, da muss Dir jemand hier helfen, der so einen Regler hat. Dürfte aber kein Problem sein. Funktioniert absolut problemlos.

Ich persönlich empfehle Dir allein aufgrund seiner Beiträge, Kontakt mit Lisunenergy hier im Forum aufzunehmen. Wenn ich überlege, was ich letztendlich investiert habe, wäre es auf ein paar Hunderter nicht angekommen. Ich bin zufrieden, hätte es aber besser haben können.

HolgerWeigel am 08 Feb 2020 18:59:33

Hallo Zusammen,

vielen Dank für die detaillierten Antworten. Ich muss jetzt erst mal meine Gedanken etwas sortieren und die Antworten auf die Fragen überlegen:

Eins nach dem anderen:

a) Ich bin bisher mit den 2 * 96 Ah ausgekommen, habe das aber nie ausgereitzt, auch aufgrund der Tatsache, dass ich nie so richtig gewusst habe, was noch in den Akkus ist. Jetzt ist die Situation so, das wir im April das Womo nach Nordamerika verschiffen und dort vermutlich viel mehr frei stehen werden, als wir das hier machen. Ich möchte also den bisher vorhandenen Plantz nutzen, um das gleiche Volumen an Li Batterien einzbauen, wie ich bisher an Blei-Säure habe.

b) Ich habe die beiden Akkus zur Zeit (1) unter dem Beifahersitz und (2) in der Sitzbank am Eingang, die entfernugn beträgt etwa 50 cm zwischen den Batterien. Ich würde hier gerne die Positionen beibehalten.

c) Ich bin gerne bereit etwas zu fahren, um das vernünftig einbauen zu lassen, aber Mecklenburg ist schon eine Hausnummer. So im Umkreis von 100 - 200 km um Mülheim/Duisburg wäre ja noch OK.

d) Bei dieser Frage hier "Ist deine eingebaute Elektronik des Challenger von CBE. Das eingebaute Ladegerät sollstes du nachschauen, welches das ist." Muss ich passen - ich dachte mit den definitionen (Ladebooster Votronic VCC 1212-30
- Solarregler Vitron Energy Smart Solar MPPT 100/30
- Wechselrichter Dometic DSP 412) könnt ihr sagen, ob das geht. Ich dachte der MPPT Regler sollte das eigentlich alles können.

e) Ich habe einen 300 W Wechselrichter, dass sollte Amperetechnisch kein Problem sein, das sind ca 25 A.

Gruß

Holger

hmarburg am 08 Feb 2020 20:04:40

Hallo Holger,

rechnest du mit sehr tiefen Temperaturen, wenn du in Nordamerika unterwegs bist?
Diese Information ist wichtig, da, wie schon erwähnt, die LiFePO4-Akkus unterhalb von 0°C nicht mehr oder nur mit reduziertem Ladestrom geladen werden können, während LiFeYPO4-Akkus hier keine Beschränkungen haben.
Wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass es bei einem Wohnmobil, das in Betrieb ist, selten zu Temperaturen unter 0°C im Einbaubereich des Aufbau-Akkus kommt.
Meine Empfehlung wären zwei 100Ah LiFePO4 von der Firma Liontron --> Link, den gibt es bei folgendem Händler --> Link

Bezüglich der Frage nach dem Ladegerät, es geht hier um das Landstromladegerät. Deine Aufzählung beinhaltete nur den Booster für die Lichtmaschinenladung und den Solar-Regler für die Solarladung. Es ist aber auch wichtig zu wissen, was für ein Landstromladegerät du hast, auch wenn du es nach dem Umbau nur noch selten brauchst.

Der kleine Wechselrichter stellt kein Problem da.

Gruß, Holger

geralds am 08 Feb 2020 20:12:22

Hallo,

hier ist das Netzladegerät (230V Ladegerät) von CBE gemeint.

Das ältere Ladegerät ist das CBE516, das neuere ist das CBE516-3.
Das neuere Gerät ist für LI-Akku´s nicht geeignet. Die Spannungserhöhung zur Desulfatierung lässt sich nicht abschalten.
Schau im Bedienungshandbuch des Netzladegerätes nach. Ansonsten beim älteren Gerät auf Blei Nass einstellen, nicht auf GEL.

Gruß Gerald

biauwe am 08 Feb 2020 20:49:41

geralds hat geschrieben:Hallo,Ansonsten beim älteren Gerät auf Blei Nass einstellen, nicht auf GEL.

Gruß Gerald


Warum nicht auf Gel?

HolgerWeigel am 08 Feb 2020 21:20:23

Hallo Holger, hallo Gerhald,

OK - verstanden - für das Landstromladegerät muss ich morgen mal ins Womo schauen. Jetzt ist es dunkel....;-). Der Challenger ist von 2017. Das heißt also das neuere Gerät ist nicht für Li-Ionen geeignet, das ist schon schräg! Das würde dann bedeuten, man müsste hier das 240 V Ladegerät auch noch tauschen? Was passiert, wenn es das neuere ist, und man dann einfach 240 V anschließt - kann man da den Akku beschädigen? Kann men das Ladegerät so ohen weiteres ausbauen?

Zu den Temperaturen: beide Akkus sitzen im Inneren des Womo, hier erwarte ich bei der Nutzung (also wenn wir Reisen) keine Temperaturen, die unter 0°C gehen. Thermostat steht auf mindestens 10°C wenn wir darin wohnen. Wintercamping ist ehr nicht das, was wi machen und wenn, dann werden wir bei tiefen Temperaturen auf den Campingplatz gehen.

Gru und vielen Dank

Holger

geralds am 08 Feb 2020 21:38:02

geralds hat geschrieben:Hallo,Ansonsten beim älteren Gerät auf Blei Nass einstellen, nicht auf GEL.

Gruß Gerald

biauwe hat geschrieben:Warum nicht auf Gel?


Die Ladeschlussspannung ist bei beiden Einstellungen gleich.

Zitat aus dem Handbuch;
Wenn die Ladeschlussspannung erreicht ist, lädt das Batterieladegerät 90 Minuten lang weiter
(Nass-Batterie) oder 8 Stunden (Gel-Batterie), bei konstanter Spannung.

Erhaltungsladespannung von 13,8V (Gel-Batterie) oder 13,5V (Nass-Batterie), bei konstanter
Spannung.


Ich denke die Einstellung Nass-Batterie passt besser. Insbesondere stört mich die lange Zeit mit der Ladeschlussspannung. Jedenfalls bei LiFe... Akku´s.

Gruß Gerald

HarryG am 08 Feb 2020 21:48:52

Lass Dich nicht verrückt machen. Bj.2017 hat CBE516 drin. Gel passt. Wie gesagt, den Rest regelt das BMS.

bigben24 am 09 Feb 2020 01:27:43

Wie ich schon an anderer Stelle schrieb " Möge unser Neid mit Euch fahren" bei uns erst in 2 Jahren :-(

Also wenn Du bisher freistehend mit den 2 x 95Ah ausgekommen bist, würde ich mich erst mal nicht verrückt machen.
1. Steht die Sonne ab April schon ganz gut
2. Wirst Du fast jeden Tag fahren, da Du ja das Land sehen willst, also würde ich mir um Strom nicht wirklich Sorgen machen.

Wenn Du Dich für einen LiFexxx entscheiden solltest nimm Dir einen 100/160Ah mit Winston Zellen, aber ich denke die Bleiernen werden Dir in US völlig ausreichen.

Gruß

geralds am 09 Feb 2020 01:52:45

HarryG hat geschrieben:Lass Dich nicht verrückt machen. Bj.2017 hat CBE516 drin. Gel passt. Wie gesagt, den Rest regelt das BMS.


Vielleicht kannst Du mir ja mal erklären, warum die Balancer 8 Stunden arbeiten sollen und der Akku die ganze Zeit an 14,3V hängen soll?

Stimmt, Bj. 2017 sollte noch das ältere CBE516 haben.

Gruß Gerald

gespeert am 09 Feb 2020 02:24:40

Kann deine Elektronik 120V/60 Hz ab?
Wenn nein, jetzt noch anpassen.
Dasselbe mit deinem Landanschluss.
Nachfragen ob LS/FI Automaten das abkoennen, speziell die jetzt verbauten.

Hast Du nen Absorberkuehler? Wenn ja, 120V Heizung bestellen.
Der Danfoss BD 35 Kompressor dagegen sollte damit klar kommen.

Deine Geräte an Bord sind samt und sonders 120V fähig? Prüfen!! Speziell deine Lampen.

gespeert am 09 Feb 2020 02:34:09

Im Übrigen würde ich sichergehen, dass Temps unter Null kein Problem darstellen.
Blizzards, Tornados usw. koennen durchaus zu längeren Stromausfällen führen!!
Oder das Womo muss aus diesem Grund für einige Zeit sich selbst überlassen werden.
Blöde dann das Erwachen wenn keine Vorkehrungen getroffen worden waren.

geralds am 09 Feb 2020 02:56:10

Hallo

Beispiel für Wandler: --> Link

Gruß Gerald

Stocki333 am 09 Feb 2020 09:24:43

HolgerWeigel hat geschrieben:a) Ich bin bisher mit den 2 * 96 Ah ausgekommen, habe das aber nie ausgereitzt, auch aufgrund der Tatsache, dass ich nie so richtig gewusst habe, was noch in den Akkus ist. Jetzt ist die Situation so, das wir im April das Womo nach Nordamerika verschiffen und dort vermutlich viel mehr frei stehen werden, als wir das hier machen.

Das ist mal eine Hausnr., über die du nachdenken sollst. ich schreibe dir einfach mal zu deinem Vorhaben meine gedanken dazu.
bei deinem Vorhaben solltest du bei Fertigaccus immer 2 Stück verbauen.
Warum:
Fällt dir dort ein Accu aus. Ist deine Versorgung mit Elektrischer Energie gesichert. Dort hast du ein Problem, mit Versand und Austausch. Die Logistischen Probleme mit Lithium sind auf den Weg nach zurück nach De nicht ohne. Die Kosten dafür könnten zum Problem werden. Was nutzt dir die Garantie dort. Die Zeitkomponente ist auch nicht ohne.
Ließ dir den Liontron Tröt durch. Gibt genug Lesestoff, zu dieser Problematik mit Fertigaccus. Selbstreparatur nahezu unmöglich. Gibt auch kleinere Einheiten mit 80 Ah Kapazität.
Bei CS Batterien bekommst du auch kleiner Einheiten. Brauchst allerdings noch einen BC dazu. BMV 712 ca 200.-
man liest hier sehr wenig über Probleme bei diesen Accus.
Anders sieht die Situation mit einem Accu aus, mit Winston Accus. Hier hast du 2 Möglichkeiten
Fertigaccu oder Bausatz. --> Link
Hier hast du ein komplett anderes System vom Aufbau. Modularer Aufbau.kein fertig BMS das eine gewisse Ausfallhäufig aufweist. dort ist das Komplett anders gelöst.
Vorteil ist einmal die extrem geringe Fehleranfälligkeit. Und im Fehlerfall kannst du das Systemteile selbst tauschen. für den Nottfall nimmst du ein Kabel mit wo du die Elektronik Überbrücken kannst und du bist wieder Mobil. Teile Nachschicken per Luftpost ist kein Problem. Das Tauschen von Teilen bekommst du auch hin. Nicht umsonst bauen viele Fernreisemobile solche Anlagen ein. Die wissen Warum. Den, Ausfall einer Zelle ist noch nie vorgekommen.
Ausserdem brauchst du dich um Temperaturen keine Sorgen machen. Unterschätze diesen Punkt nie. Das sollte man sich nicht selber "Schönreden" Bei deinem Vorhaben.
Und Winston Anlagen sind auch eine Langzeitinvestition. Werden ins neue Mobil, in der Regel mitgenommen.
Liest sich dann so. Der Ursprungszustand kann bei meinem Umbau, durch meinen Einbau, in kurzer Zeit wieder hergestellt werden. Aber wie heißt es so schön: Gedanken sind Frei.
Ich bin gerne bereit etwas zu fahren, um das vernünftig einbauen zu lassen, aber Mecklenburg ist schon eine Hausnummer.

Bei deiner Ausstattung deiner Komponenten ist das in kurzer Zeit erledigt. Wenn jemand weiß wie es gehört. Das ist ein besserer Wochenendausflug. Die Erfahrung mit Lithium Einbau die schlägt sich in geringen Arbeitszeitkosten nieder.
Wenn ich manchmal hier so lese, was von Werkstätten dafür genommen wird.??? Und dort weißt du, wie eingebaut. Auch die Einstellungen werden optimiert von deinen Geräten. Der weiß was Sache ist.
Das waren nur meine Gedanken zu deinem Vorhaben. Wirft mehr Fragen auf, als Antworten. Ich weiß. Ich versuche einfach nur dir die Optionen aufzuzeigen.
Gruß Franz

HolgerWeigel am 09 Feb 2020 10:31:56

Hallo Franz

alles wichtige und wertolle Überlegungen. Das zentrale Problem, dass ich im Moment habe, ist dass es hier in den Foren so viele Meinungen gibt, dass man völlig wirr im Kopf wird. Das Thema ist schon sehr speziell und ich habe das Gefühl, dass je tiefer man gräbt umso mehr kommen und da noch mal komplexere Aspekte einbringen. Die Ausfallsicherheit ist auf jeden fall ein Kriterium. Ich hatte auch schon daran gedacht, einfach die 2 * 96 Ah in USA zu fahren, wenn eine kaputt ist dann einfach austauschen (in der Hoffnung, dass die US Batterien nicht wieder andere Maße haben...") - ich hätte halt nur die Idealvorstellung gehabt, einmal für die nächsten Jahre die E Versorgung sauber zu haben.
Bei den Winston Zellen trau ich mir schicht nicht zu - auch wieder der aspekt oben - die selber einzubauen und zu verkabeln.

Also - wenn hier jemand aus dem Umkreis von ca 200 km so was machen würde wäre ich gerne bereit das zu zahlen.

Gruß

Holger

Stocki333 am 09 Feb 2020 11:36:41

HolgerWeigel hat geschrieben:Hallo Franz

alles wichtige und wertolle Überlegungen. Das zentrale Problem, dass ich im Moment habe, ist dass es hier in den Foren so viele Meinungen gibt, dass man völlig wirr im Kopf wird. Das Thema ist schon sehr speziell und ich habe das Gefühl, dass je tiefer man gräbt umso mehr kommen und da noch mal komplexere Aspekte einbringen.

Leider hast du nicht unrecht mit dieser Aussage. Aber das thema ist auch Komplex. Doch je tiefer du in die Materie einsteigst, desto geringer wird der Nebel.
Einer der schwierigsten Dinge ist immer der Sicherheitsaspekt. in erster Linie der Schutz der Zellen und der Schutz des Womo mit den Betreibern, vor Auswirkungen der gespeicherten Energie. Das macht die Sache einfach schwieriger.
Aber auch sicherer. Solche Sicherheitseinrichtungen baut Serienmaßig fast keiner ein. Wie du hier lesen kannst.
Winstonanlagen sind den Kinderkrankheiten schon lange den Kinderkrankheiten entwachsen. Die Anlagen laufen jahrelang ohne Defekte. Das müssen Fertigaccus erst beweisen.
--> Link
Bei deinem Vorhaben, ich würde nichts anderes Verbauen. unabhängig davon das bei mir auch eine solche Anlage seit 4 Jahren problemlos läuft. Und das in einer 20 Jahre alten Karre.
Bei den Winston Zellen trau ich mir schicht nicht zu - auch wieder der aspekt oben - die selber einzubauen und zu verkabeln.

Das habe ich mir schon gedacht. Es ist immer gut, zu seinem Können zu stehen. Hut ab. :mrgreen:
Bei deiner Ausstattung deiner Komponenten ist das in kurzer Zeit erledigt. Wenn jemand weiß wie es gehört. Das ist ein besserer Wochenendausflug.

Das habe ich dir geschrieben. Aber setz dich mal mit Peter in Verbindung. Hat er in deiner Gegend noch einen Kunden könnte sich ein entgegenkommen von der Strecke ergeben. so wäre dir geholfen. Ich keine jetzt nicht dein Zeitfenster welches du dafür zu Verfügung hast. Aber wie heist es so schön: Wo ein Willi ist, ist auch ein Gebüsch. :razz: :razz:
Und der Zeitrythmus von Peter ist anders. so mal als Hinweis.
Und ein 160 Ah Winston Bausatz ist in kurzer Zeit von ihm verbaut.Diese Kapazität würde ich als sinnvoll erachten.
Gruß Franz

HarryG am 09 Feb 2020 14:15:38

geralds hat geschrieben:Vielleicht kannst Du mir ja mal erklären, warum die Balancer 8 Stunden arbeiten sollen und der Akku die ganze Zeit an 14,3V hängen soll?

Stimmt, Bj. 2017 sollte noch das ältere CBE516 haben.

Gruß Gerald


Ich habe mich vor der Umrüstung auf LiFePO4 intensiv mit der Thematik befasst. Im Ergebnis habe ich für mich festgestellt, dass sich diese Frage in der Praxis gar nicht stellt. Die Accus wollen mit 14,4 V gefüttert werden - alles andere ist denen egal. Ich habe nicht einen ernsthaften Beitrag gefunden, wo ein LiFePO4-Accu durch die Kennlinie bei Einstellung Gel geschädigt wurde. Darum habe ich für mich beschlossen, keine Wissenschaft draus zu machen. Es funktioniert und ich habe Zeit für Urlaub :D

geralds am 09 Feb 2020 15:51:08

HarryG hat geschrieben:Ich habe mich vor der Umrüstung auf LiFePO4 intensiv mit der Thematik befasst. .... Die Accus wollen mit 14,4 V gefüttert werden - alles andere ist denen egal. Ich habe nicht einen ernsthaften Beitrag gefunden, wo ein LiFePO4-Accu durch die Kennlinie bei Einstellung Gel geschädigt wurde. .... Es funktioniert und ich habe Zeit für Urlaub :D


Es ist wohl doch keine Frage der Zeit für Urlaub, einen Schalter am Ladegerät umzustellen.

Ich werde jetzt keine Zeit verschwenden, die Veröffentlichungen heraus zu suchen, warum Dein Vorgehen abträglich für die Lebensdauer des Akku´s ist. Funktionieren wird aber auch die Gel-Einstellung. Keine Frage.

Such doch selbst mal nach Ladegeräten, die eine spezielle Einstellung für Li-Akku´s haben. Schau Dir die Ladekurven an und schau nach der Zeit, für die diese Ladegeräte die Ladeendspannung aufrechterhalten. Nur als Tipp, aber es ist ja Dein Akku. :)

Beispiel --> Link

Gruß Gerald

gespeert am 09 Feb 2020 18:42:13

Lass gut sein, manche lernen eben nur durch Schmerzen.
Und wenn der Akku halt nach wenigen Ladungen aufgrund Serienstreuung nun doch geschädigt wurde, kommt halt ein Neuer rein.

HarryG am 09 Feb 2020 22:15:38

Ich suche nunmehr seit vielen Wochen in zahlreichen Foren nach Beiträgen, in denen Schäden durch die "Serienstreuung" aufgetreten sind - gefunden habe ich bisher nicht einen einzigen. Der Verkäufer von Roburakkus schreibt in der Gebrauchsanweisung selbst, dass Ladegeräte auf Gel eingestellt werden sollen, wenn Li-Einstellung nicht vorhanden ist. Ich vermute, dass er sich ganz gut in dem Bereich auskennt, zumal er als Garant dasteht.Ich bin gerne bereit, die Einstellung auch bei meinem Ladegerät zu ändern, wenn ich von realen Schäden dadurch erfahre. Bisher sind es seit Jahren offensichtlich theoretische Erwägungen. Dass die Anlagen von Lissunenergie top sind, steht außer Frage. Das heißt aber nicht, dass andere LifePO4-Accus deswegen schlecht sind. Diese Einstellung hatte ja auch jener berühmte Peter, welcher sich ja aus dem Forum zurückgezogen hat. 8)

biauwe am 09 Feb 2020 22:28:36

Wird nicht auch etwas Strom in der Ladzeit verbrauch und fällt dadurch die Ladespannung ab?
Und ist die Erhaltungsladespannung von 13,5V etwas zu niedrig?
Ladegerät CB-516: Erhaltungsladespannung von 13,8V (Gel-Batterie) oder 13,5V (Nass-Batterie), bei konstanter Spannung.

geralds am 10 Feb 2020 12:49:46

Hallo Uwe,

Zur Ladeendspannung:
Hier ist einmal die Zelle selbst zu betrachten. LiFeYPO4 haben meist eine etwas höhere Ladeendspannung als LiFePO4.
Voll werden die Zellen aber auch schon bei niedrigeren Spannungen. Dauert halt geringfügig länger. Spannungen >13,8V reichen schon.
Der 2. Punkt, der berücksichtigt werden muss, sind die Balancer. Die arbeiten erst richtig, wenn die Spannung im steileren Bereich der Ladekurve liegen. Meist ab 3,5V/Zelle. Angegeben wird aber meist die Spannung, bei der der volle Balancerstrom fließt. So beginnen z.B. Balancer die mit 3,6V/800mA angegeben werden, meist auch schon bei 3,5V zu arbeiten, halt mit geringeren Balancerstömen. Daher sollte die Ladeendspannung, je nach Balancer >14V liegen. Da die Unterschiede der Zellen jedoch sehr gering sind, gleichen Balancer diese recht schnell aus. Das liegt normalerweise im Minutenbereich. D.h. eine Stunde mit Ladeendspannung reicht völlig aus. Längere Zeiten mit Ladeendspannung gehen nur zu Lasten der Lebensdauer. (Wieviel das ausmacht - keine Ahnung.)

Bei meinen Tests mit meinem selbst gebauten LiFePO4 Akku konnte ich folgendes beobachten:
Netzgerät (in LI-Stellung) 14,2V/20A, sinkt der Ladestrom unter 3A schaltet es ab.

Im Test hat es bei 13,78V Ladespannung abgeschaltet.

Ich habe dann ein Laborgerät mit max. 5A angeschlossen und die Spannung auf 14,2V eingestellt.
Ich konnte noch ca. 1,5Ah nachladen. D.h. der Akku war schon vorher fast voll.


Zur Ladeerhaltungsspannung
LiFePO4 Zellen haben nur sehr geringe Verluste. Daher haben einige Ladegeräte keine Ladeerhaltungsspannung mehr, sondern schalten ab. Bei der Unterschreitung einer Schaltschwelle wird wieder zugeschaltet.
Daher reichen 13,5V Ladeerhaltungsspannung völlig aus.

Wie schreibt Andreas oft: Nur meine Meinung. Und um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, schließe ich mich ausdrücklich seiner Aussage an.

Gruß Gerald

biauwe am 10 Feb 2020 13:41:11

Hallo Gerald,

das mag alles richtig sein, wenn keine weiteren Verbraucher aktiv sind.
Wie schon oft geschrieben, versuche ich die Spannung bei 13,3 bis 13,7V zu halten.
AES und Warmwassererzeugung ermöglichen das.
Auch kann ich ständig das Womo fernüberwachen und Ladegeräte ein- und ausschalten.

geralds am 10 Feb 2020 14:58:02

Hallo Uwe,

die Frage war doch: "Reichen 3,5V Ladeerhaltungsspannung aus?" Das tut sie.

Da ich meinen Kühli auch über den überschüssigen Solarstrom betreibe, habe ich auch 3,7V eingestellt.
Dadurch pendelt die Spannung zwischen 3,3V und 3,6V (Schaltschwellen des V-Guard II).

Du siehst, wir sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen. :mrgreen:

Gruß Gerald

geralds am 10 Feb 2020 18:53:29

geralds hat geschrieben:Hallo Uwe,

die Frage war doch: "Reichen 3,5V Ladeerhaltungsspannung aus?" Das tut sie.

Da ich meinen Kühli auch über den überschüssigen Solarstrom betreibe, habe ich auch 3,7V eingestellt.
Dadurch pendelt die Spannung zwischen 3,3V und 3,6V (Schaltschwellen des V-Guard II).

Gruß Gerald


Verflixt, da sind doch die "1er" verschwunden!

es muss natürlich lauten:

die Frage war doch: "Reichen 13,5V Ladeerhaltungsspannung aus?" Das tut sie.

Da ich meinen Kühli auch über den überschüssigen Solarstrom betreibe, habe ich auch 13,7V eingestellt.
Dadurch pendelt die Spannung zwischen 13,3V und 13,6V (Schaltschwellen des V-Guard II).

Du siehst, wir sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen. :mrgreen:

Gruß Gerald

biauwe am 11 Feb 2020 15:55:19

So sieht die Spannungskurve im Winter bei Landstrom auf dem CP aus.
Warmes Wasser wird ständig erzeugt und es sind zwei 12V Ladegeräte in der Nacht aktiv.

bigben24 am 11 Feb 2020 17:53:31

biauwe hat geschrieben:Hallo Gerald,

das mag alles richtig sein, wenn keine weiteren Verbraucher aktiv sind.
Wie schon oft geschrieben, versuche ich die Spannung bei 13,3 bis 13,7V zu halten.
AES und Warmwassererzeugung ermöglichen das.
...

So halte ich das auf Empfehlung von Lisunenergy auch auch, Solar auf LiFexxx 14,2V ergibt eine Erhaltungsladung von 13,5V


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