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Welches gebrauchte WoMo für Schlechtwege?


dieandereHeike am 11 Feb 2020 20:00:59

Hallo!
Bin neu hier und möchte mir in absehbarer Zeit ein älteres WoMo kaufen.
Habe aber Interesse, damit auch auf schlechten Wegen (Wald- oder Feldwege mit größeren Untiefen, auch mal ein ein paar Kilometer Wellblechpiste etc.) zu fahren.
Ist davon grundsätzlich abzuraten oder gibt es auch einige Modelle (wahrscheinlich mit Alkoven), mit denen das durchaus möglich ist?

Vielen Dank für eure Tipps!

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Alter Hans am 11 Feb 2020 20:07:37

Hab das mit meinem gemacht. Ist 18 Jahre alt und hat über 300 Tkm gelaufen.
Es sind keine besonderen Schäden durch diese Wege aufgetreten.
Schau mal auf meine website oben im Avatar.

dieandereHeike am 11 Feb 2020 20:20:42

Oh, du hast aber ein besonderes Fahrzeug, kann mir vorstellen, dass das damit gut geht.

Ich dachte allerdings eher an ein ganz "normales" WoMo, vielleicht mit Alkoven, vielleicht auf Mercedes-Basis?
Was meint ihr?

Elgeba am 11 Feb 2020 21:27:09

Das würde ich lassen.Die Fahrzeuge sind schon am Limit,damit noch Gelände-oder Schlechtwegeeinsatz würde ich nicht befürworten.Wo willst Du denn hin das Du solche Wege befahren willst?Ist doch meist gar nicht nötig oder sogar verboten.


Gruß Bernd

RichyG am 11 Feb 2020 21:32:52

dieandereHeike hat geschrieben:Habe aber Interesse, damit auch auf schlechten Wegen (Wald- oder Feldwege mit größeren Untiefen, auch mal ein ein paar Kilometer Wellblechpiste etc.) zu fahren

Nein, davon ist grundsätzlich nicht abzuraten. Wichtig ist Deine Erfahrung in solchem Gelände und ausschlaggebend sind Böschungs- und Rampenwinkel, sowie vor allem die Bodenfreiheit des Fahrzeuges. Wir sind inzwischen viele Kilometer Schotterpiste und auch sonstige Wege abseits damit gefahren. Und es ist alles im grünen Bereich. Man(n) oder frau sollte jedoch auch unbedingt wissen wann das Ende erreicht ist!!!
Und verboten ist das vielleicht in Deutschland. Nicht aber in Irland, Italien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Marokko und und und :wink:

Elgeba am 11 Feb 2020 21:54:32

Dein Auto ist kein Alkoven und kann auch nicht als "älter" bezeichnet werden.


Gruß Bernd

mv4 am 11 Feb 2020 21:57:35

Richie....wie kommst du darauf das du in Italien einfach so auf Wegen durch die Gegend fahren darfst, und das nicht verboten wäre? Wenn die Wege öffentliche Flächen sind...OK...aber das sind sie in den seltensten Fällen. Und auf Wald Wegen gleich gar nicht.

RichyG am 11 Feb 2020 22:25:33

Ich habe das nicht geschrieben. Es gibt in Italien noch solche Wege. Und sie sind öffentlich. Übrigens selbst in Deutschland. Fahr Mal in die Uckermark - Du wirst Dich wundern. Verbotene Wege und Straßen gibt es jedoch auch weltweit. Aber darum geht es hier ja wohl nicht und es muss nicht schon wieder ein Thread zerredet werden.
Äd Bernd : Im Übrigen glaube ich nicht, dass es ausschlaggebend ist, ob ein Fahrzeug nen Alkoven hat um damit abseits befestigter Straßen unterwegs zu sein.

mv4 am 11 Feb 2020 22:45:52

Danke Richie....dann hätte ich das falsch verstanden...

Mann sollte da schon vorsichtig sein....jedes Stück Land... Wald...oder was auch immer hat einen Besitzer....und nur weil da kein Verbotsschild oder eine Umfriedung gibt, heißt das nicht das ich dort das Recht habe dieses zu betreten oder zu befahren.

RichyG am 11 Feb 2020 22:51:23

:top: Passiert mal :wink:
Du hast völlig Recht. Aber darum geht's nicht. Der/die TE sollte uns mal erzählen wo er/sie was genauer vor hat. Dann wird's durchsichtiger. Aber bisher war die Frage nach etwas Grundsätzlichem. Und darauf habe ich geantwortet.

Roman am 11 Feb 2020 23:02:05

dieandereHeike hat geschrieben:...Ist davon grundsätzlich abzuraten oder gibt es auch einige Modelle (wahrscheinlich mit Alkoven), mit denen das durchaus möglich ist?...


Hallo Heike (?)....

warum sollten wir dir davon abraten. Diese Pisten gibt es ja nun mal und ich meine damit ausschließlich Wege, die befahren werden dürfen. Auch die sind nicht überall in Europa asphaltiert....
Aber warum glaubst du, dass es sich dabei um Alkoven Mobile handeln muss...? Das sind i.d.R. eher gemütliche Familien Mobile und sie werden eher selten auf den Buckelpisten dieser Welt bewegt (Pick Ups mal ausgenommen...).

Ansonsten ist z.B. fast jeder ausgebaute Kastenwagen für solche Strecken recht gut geeignet. Entscheidend ist ein handwerklich gut gemachter Ausbau. Da lohnt auch mal ein Blick in "mobile.de" zu den Premiumausbauern. Heckantrieb könnte auch von Vorteil sein (z.B. MB Sprinter)

Aber wichtig wären natürlich noch ein paar weitergehende Infos:

wieviel Personen sollen i.d.R. mitfahren ?
wie ist dein Budget ?
Wintercamping ?

Gruß
Roman

kiteliner am 12 Feb 2020 09:01:03

Grundsätzlich abraten kann man, denke ich, nicht. Erstens ist es eine Sache der Fahrweise und zweitens was einem Spaß macht oder stört.
Der eine ballert über Pisten mit Bleifuß und interessiert sich nicht für die Geräusche und Schläge und ein anderer kriegt die Krise, wenn auf der Autobahn an einer Dehnungsfuge ein leises Knarren aus dem Aufbau kommt.
Die Autos werden nicht auseinanderfallen, wenigstens nicht komplett, ggf. muss man mal nacharbeiten, kleben, schrauben... ist aber auch eine Sache der Besitzers, was er dort macht. Muss alles werkneu aussehen, kannst du mit nachgerüsteten Scharnieren und gespaxten Schränken leben? ggf. muss du mal was öfter am Auto schrauben.
Besser wird der Zustand bei solcher Nutzung nicht werden, ist ab alles eine Frage, was du willst und was dir wichtig ist. Wertanlage? Museums-Fahrzeug?

Dagster am 12 Feb 2020 09:47:26

also gehen tut wahrscheinlich einiges auch mit von-der-Stange-Fahrzeugen solange es sich noch um irgendeine Art von Weg handelt :) Gibt ja hier im Forum beispielsweise auch diesen wunderbaren thread 'im Duc durch's südliche Afrika' oder so in der Art. Oder Rene's Pistenabenteuer im Vario Phoenix... (blog womo-adventure).

Ich denke eben, dass es da eher darauf ankommt ob du die technischen Rahmenbedingungen des Fahrzeugs (Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Rampenwinkel, Kippwinkel) richtig einschätzen und Nutzen kannst. Macht eben schon einen Unterschied ob 3,5 - 7,5t mit relativ hohem Schwerpunkt ins Rutschen geraten oder ein PKW ähnliches Fahrzeug. Das und deine Schmerzfreiheit bezüglich Schrammen und anderen Schönheitsfehlern hat vermutlich mehr Einfluß auf die Schlechtwegetauchlichkeit als beispielsweise die Aufbauform.

RichyG am 12 Feb 2020 09:50:56

:daumen2: Genau meine Rede :wink:
Aber nun wäre es an der Zeit, dass uns Heike(?) etwas über ihre genaueren Pläne aufklärt :ja: .

magheinz am 12 Feb 2020 10:09:31

Elgeba hat geschrieben:Wo willst Du denn hin das Du solche Wege befahren willst?Ist doch meist gar nicht nötig oder sogar verboten.

Als Berliner ist es nicht weit zu solchen Straßen.
"hier" im Osten gibt es immer noch viele Straßen welche man nicht mal als besseren Feldweg bezeichnen kann. Auch direkt in ein paar Gegenden in Berlin.

RichyG am 12 Feb 2020 10:23:20

Ja, der deutsche Osten ist (Gott sei Dank!) noch immer Abenteuerland :ja: Und somit hochinteressant!
Und zu den schönsten Stellen führen (auch hier ein "Gott sei Dank") in den wenigsten Fällen gutausgebaute und asphaltierte Straßen 8)

VOBILU am 12 Feb 2020 10:33:14

Guten Tag,

für die Nutzung abseits würde ich auf einen Alkoven von der Stange verzichten.
Zu hoch, zu sperrig, der Aufbau ist dafür nicht ausgelegt.
Also richtig viel Geld in die Hand nehmen und etwas Offroad-taugliches erstehen, auch hier auf den Alkoven verzichten.

Wenn es älter, klein und wendig sein soll, dann würde ich eine völlig verkante Alternative ins Rennen werfen.

MB 100, kurzer Radstand, z.B. LaStrada-Ausbau mit dem Serienhochdach.
Für 2 Personen ist alles an Bord, LaStrada baute noch hochwertige und haltbare Dinge.
Das überlebt auch Schotterpisten.
Die Truma 1800e ziehe ich jeder neuen Truma vor, die läßt sich auf dem Campingtisch im Notfall wieder richten.

Das Fahrzeug ist Dank Drehstab vorne und Blattfeder hinten recht einfach höher zu legen,
mit der richtigen Bereifung und fahrerischen Können erstaunlich geländegängig.
Aus dem Norden Europas und Westen Afrikas gibt es einige Videos im Netz.
Wer sich mit dem MB100 beschäftigt wird diese finden.

Allrad ist Dank Igelhaut oder Oberaigner auch möglich.
Dank Leiterrahmen lässt sich da recht einfach etwas umbauen.
Quasi ne Hand voll Schrauben lösen, das Häuschen auf das gewünschte Fahrgestell und fertig.

Allgemein ist der MB sehr robust, einfach zu reparieren und kommt ohne Elektronik aus, nebenbei läßt er sich mit allerlei brennbaren Flüssigkeiten betreiben.
Prä-Mopf ist bereits im H-Bereich, Post-Mopf ist auch bald soweit.
Der Prä-Mopf ist bezüglich Standhaftigkeit des Motors und Rost etwas besser.
Den alten Diesel erweckt jeder Dorfschmied wieder zum Leben, die Karosse ist auch in den Griff zu bekommen.
Kaum Hohlräume, das kleine Operationsbesteck zum Thema Karosseriebau ist ausreichend.

Beduin am 12 Feb 2020 11:47:11

Ja, so wollte ich auch eben raten.
einen älteren Alkoven kaufen bei dem man keine Ahnung hat wo der und was für Straßen, der in seinem bisherigen Leben kennengelernt hat, ist Risiko. Durch die (extremen) Verwindungen kommts schnell zu Schäden die dann auch mal für einen Wassereinbruch sorgen
Klar, kann man immer wieder richten, wenn es den unbedingt einer sein muss. Aber wen man es nicht selber machen kann, dann geht das richtig ins Geld

pwglobe am 12 Feb 2020 12:43:00

Hallo,
wir hatten mal sowas:

racky am 12 Feb 2020 14:24:22

Hallo,

Der Mb 100 von La Strada ist schon sehr gut gebaut hat aber eine gering Bodenfreiheit. So etwas gibt es heute (fast) nicht mehr.
Ich werfe mal den VW T2 oder T3 ins rennen. Den T3 gab auch mit Allrad. Sind halt keine Wohnmobile sondern Busse. Mit Faltdach aber wohntauglich. Auch ohne Allrad sehr geländetauglich. Die durchquerten sogar die Sahara.
Alte Daimler wie "207, 309, usw., auch Bremer oder Düsseldorfer genannt waren auch in der ganzen Welt unterwegs.
Ich hatte einen T2 und einen Weinsberg Orbiter 207D. Mit denen war ich an Stellen da komme ich heute mit meinem Sprinter nicht mehr hin. Schade.
Allgemein kann ich sagen mit Heckantrieb kommst du weiter als mit Frontantrieb. Bei "Wohnmobilen" ist meist die Bodenfreiheit gering. Auch auf unterflur verbaute Tanks oder Aggregate sollte man verzichten.

Grüße

Gert

dieandereHeike am 12 Feb 2020 15:22:44

Hallo allerseits,

jetzt endlich weitere Ausführungen von mir:

Am liebsten hätte ich tatsächlich so eine Art Expeditionsmobil, ist aber finanziell erst einmal nicht zu machen, zumal wir auch zu größeren Reparaturen/Umbauten nicht wirklich in der Lage sind. Aber Allrad bräuchten wir wiederum weniger.
Nutzen wollen wir das WoMo zu zweit.
Also habe ich mir gedacht, man könnte ja zunächst mit etwas Normalem (und vielen Kompromissen) anfangen und ein paar Erfahrungen machen. Nur, wo die Kompromissfähigkeit eben aufhört, ist bei mir halt die Schlechtwegetauglichkeit, die gegeben sein muss. (Schön wären natürlich auch ein Bett mit 160 cm Breite und eine gewisse Wintertauglichkeit. Und vor allen Dingen eine hohe Zuladung. Und ich glaube, da sind wir dann beinahe doch schon wieder beim ExpMo...)
Alkoven muss nicht unbedingt sein, hatte nur irgendwo gelesen, die seien womöglich besser dafür geeignet.
Und das stimmt, schlechte Wege fangen in der Tat schon in den neuen Bundesländern mengenweise an und dürfen auch befahren werden. Aber auch in Griechenland gibt es sowas zuhauf. Mich würde es zwar eher in den Süden ziehen, aber Wandern in den österreichischen Bergen in Übergangsmonaten kann auch ziemlich kalt und nass enden...

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!

dieandereHeike am 12 Feb 2020 15:32:34

Ja, und so ein Bus oder Kastenwagen ist mir eigentlich zu klein, viel Feuchtigkeit bei kaltem Wetter, vielleicht überhaupt nicht genug gedämmt (wenn man kälteempfindlich ist), oder?

kiteliner am 12 Feb 2020 16:01:53

Naja, wenn man von VW T? ausgeht vielleicht zu klein, aber wenn man die MB T2 (alt/neu) sich ansieht ... also DüDos oder Bremer, oder Nachfolger Vario, dann sind die schon in recht großen Varianten zu finden. Repariert jeder Schmied oder Landmaschinenschrauber, fahren noch in der ganzen Welt rum....
Man sollte halt etwas schrauben können, sonst wird das recht teuer...

VOBILU am 12 Feb 2020 17:15:33

Zitat von Gert: "Der Mb 100 von La Strada ist schon sehr gut gebaut hat aber eine gering Bodenfreiheit..."

Gerade beim MB100 liegt der Reiz darin, mit dem erweiterten Bordwerkzeug kannste die Kiste um ca. 50mm höherlegen, das ganze ohne zusätzliche Teile, in einem halben Tag.

Bremer und Düdo würde ich ebenso empfehlen, von den Vario nur die erste Generation.
Dann geht es dort auch schon mit Elektronik los.

kurt2 am 12 Feb 2020 17:22:52

HAllo, hier findet sich sicher was passendes:

--> Link
--> Link

fschuen am 12 Feb 2020 17:26:02

Ich würde die allgemein gestellte Frage auch eher allgemein beantworten: ich denke, das wird ein Kastenwagen. Welcher, ist fast egal. Eine Wohnkabine auf einem Pickup ist natürlich die robusteste Version, aber ins Gelände soll es ja nicht gehen. Ein Kastenwagen hat eine ordentliche Karosserie, was langfristig auf schlechten Wegen ein grosser Vorteil ist. Es macht ja im "worst case" einen recht grossen Unterschied, ob ein Oberschrank runterkracht oder die Seitenwand abgeht. Ausserdem ist der Überhang am Hintern beim Kastenwagen nicht ganz so verboten wie bei den meisten Aufbau-Womos, und zu zweit sollte der Platz auch reichen.

Gruss Manfred

RichyG am 12 Feb 2020 17:28:13

kurt2 hat geschrieben:HAllo, hier findet sich sicher was passendes:

--> Link
--> Link

dieandereHeike hat geschrieben:Also habe ich mir gedacht, man könnte ja zunächst mit etwas Normalem (und vielen Kompromissen) anfangen und ein paar Erfahrungen machen.

Nur ganz knapp daneben :wink:

Alter Hans am 12 Feb 2020 18:27:12

dieandereHeike hat geschrieben:Oh, du hast aber ein besonderes Fahrzeug, kann mir vorstellen, dass das damit gut geht.

Ich dachte allerdings eher an ein ganz "normales" WoMo, vielleicht mit Alkoven, vielleicht auf Mercedes-Basis?
Was meint ihr?


Heike, solche Fahrzeuge gibt es auf dem Gebrauchtmarkt - wenn auch nur wenige.

Ormocar hatte bis heute ziemlich viele davon als Individualfahrzeug hergestellt. Große und kleine.
Hier die Bildergalerie: (ganz runter scrollen. Da kommen auch die Düdos.)
--> Link

Woelcke ebenfalls bis heute. Andere Leerkabinenhersteller sind Mabu, Fehntjer, Bimobil .....Hatten auch Komplettfahrzeuge gebaut.

Da müsste doch mal was gebraucht zu finden sein.

Habe meines nur als Beispiel eingestellt das sich wirklich bewährt. Es ist aber nicht auf dem Markt.

Selbst sowas fährt heute noch in Afrika rum:

--> Link

Viel Glück bei der Suche!

Roman am 12 Feb 2020 23:32:57

dieandereHeike hat geschrieben:jetzt endlich weitere Ausführungen von mir:
....Nutzen wollen wir das WoMo zu zweit.
....Nur, wo die Kompromissfähigkeit eben aufhört, ist bei mir halt die Schlechtwegetauglichkeit, die gegeben sein muss. (Schön wären natürlich auch ein Bett mit 160 cm Breite und eine gewisse Wintertauglichkeit....


Hallo Heike,

letzendlich sehe ich mich in meiner o.g. Empfehlung durch Deine präziseren Ausführungen bestätigt. Mein folgender Tipp erfüllt fast alle Deine Anforderungen.

Ideales 2 Personen Mobil, Schlechtwegetauglichkeit ist, da es sich um einen kompakten Kasten handelt (6,00m) automatisch gegeben, Hinterradantrieb, ein großzügiges Bett von 2,15m x 1,60m und wintertauglich ist er auch, da alle Wassertanks innenliegend sind. Dazu kommt eine für Kastenwagen unüblich gute Dämmung, was den Wintereinsatz ohne wenn und aber möglich macht....und als Zugabe, die du gar nicht gefordert hast, bekommst du eine echte separate Dusche mit Acrylglas-Tür:

--> Link

Und ganz wichtig, der Ausbau ist so hochweritg, dass er tausende Kilometer schlechtester Pisten klaglos übersteht... :wink:

Gruß
Roman

Dagster am 13 Feb 2020 00:06:45

Ideales 2 Personen Mobil, Schlechtwegetauglichkeit ist, da es sich um einen kompakten Kasten handelt (6,00m) automatisch gegeben


hmm... fehlt halt noch die große Zuladung und das ein Kastenwagen eigentlich wohl zu klein wäre. Aber man kann eben nicht alles haben ;)

Ich finde eben, bevor es um so konkrete Empfehlungen geht (ich mein, so außer Landy mit Hochdach und Ural 6x6 war ja nun schon fast alles an Empfehlungen dabei in dem thread), wäre es einfach mal gut zu wissen, was die TE denn mit dem Fahrzeug eigentlich machen möchte. Soll Afrika von Nord nach Süd gequert werden, oder geht's halt um die letzten 300m bis zum perfekten Freistehplatz an der Ostsee ? Will sie länger darin leben, oder geht's um den 14-Tage Urlaub in der Hochsaison ? Wie begrenzt ist das Budget überhaupt, sind 5 Stellen das Limit oder können paar mal 6 investiert werden ?

Schlussendlich ist so ein Fahrzeug ja immer irgendwie ein Kompromiss, der sich nur dann wirklich sinnvoll bestimmen läßt, wenn man sich über die eigenen Anforderungen und die geplante Nutzung im klaren ist. Und da fehlt mir eben ein wenig der Input.

kiteliner am 13 Feb 2020 08:03:35

So wie ich Heike verstehe, ist wohl eher Urlaub und erst mal Südeuropa Ziel und nicht die afrikanische Wüste. ExMo wäre schon cool, aber zu teuer, Allrad nicht so wichtig.
Von daher finde ich ihren Ansatz erst mal was älteres, stabiles von der Stange zu nehmen und Kompromisse einzugehen und mal schauen was geht, recht geeignet.
Gerade bei begrenzten finanziellen Mittel ist halt Erfahrung und selbst machen können, meiner Meinung nach eine sehr wichtige Sache.
Das Tolle am Allrad und Abseits von Teerstraßen fahren ist ja nun mal, dass man da stecken oder liegen bleibt, wo sonst keiner ist/hinkommt. :wink: Passiert ja nicht auf der BAB oder auf dem eigenen Hof.
Und da sollte man bei älteren bis alten Autos sich einfach schon mal selbst helfen können. Man muss sicherlich kein Ingenieur/Techniker/Mechaniker sein, aber verstehen, was da so an seinem Fahrzeug abläuft, wie Teile zusammenspielen, was eventuell den Fehler hervorruft. Bremse klarmachen ist sicherlich hilfreich, Motoren tauschen und zerlegen am Strand vielleicht nicht unbedingt.
Man hat heute, im Gegensatz zu früher deutlich bessere Kommunikationsmöglichkeiten um Hilfe zu holen. Aber dann hilft es deutlich, wenn man wenigstens in der Lage ist, den Helfern zu sagen "das funktioniert, das nicht." Also, "hab keinen Sprit, Strom schon, Pumpe läuft, scheint alles dicht zu sein..." (oder ähnlich)
Ein älteres Auto kann, aufgrund der Elektronik freien Technik hilfreich sein.
Aber, mehr Input zum Einsatz ist zur besseren Unterstützung sicherlich hilfreich.

Dagster am 13 Feb 2020 11:01:26

Von daher finde ich ihren Ansatz erst mal was älteres, stabiles von der Stange zu nehmen und Kompromisse einzugehen und mal schauen was geht, recht geeignet.


ja, das sehe ich eigentlich ganz genauso :top: So ab und an mal eine Schlechtwegepassage stecken die ja auch weg, wenn man bei Aüßerlichkeiten nicht allzu pingelig ist. Ich würde da wahrscheinlich nach was schauen was meine Komfort- und Autarkieansprüche noch so halbwegs befriedigt, und da die leichteste Option wählen. Hinterradantrieb wäre wahrscheinlich ein Muß für mich, Sperre hinten und Luftfederung die Sahnehäubchen. Ich denke, damit kommt man schon mal über ein paar Feldwege, und wenn man abenteuerlustig genug ist, vielleicht auch noch ein bisschen weiter :)

Roman am 13 Feb 2020 11:44:34

Grundsätzlich wird jede heute verfügbare Basis tausende Kilometer schlechte Wege klaglos weg stecken. Daher ist es m.E. viel wichtiger, dass der Ausbau dies auch mit macht. Und da wird die Luft dann schon dünner....

Daher auch mein Link zu dem CS Ausbau oben.

Gruß
Roman

Armin55 am 13 Feb 2020 11:48:46

ich hatte abseits der Wege noch nie Probleme siehe Bild im Avatar :razz:

dieandereHeike am 13 Feb 2020 16:18:53

Hallo an alle,

vielen Dank für eure vielen Antworten zunächst!

Also das Budget wäre mit dem empfohlenen CS Corona dann wirklich ausgereizt (50.000 €) - wenn schon Kastenwagen, könnte der mir allerdings ganz gut gefallen...
Auch die Sache mit dem MB 100 klingt ganz interessant, Bimobil und einiges andere auch.
Aber alternativ wäre halt auch etwas Größeres (kein Kastenwagen) von der Stange denkbar, auch um später evtl. mal ein halbes Jahr am Stück damit unterwegs zu sein.
Auf den Seiten von den ExpMos wird ja immer gesagt, so ein "Joghurtbecher" würde ja schon auf dem ersten Feldweg auseinander krachen, man hätte ja hinterher nur noch Schauben in der Hand und überhaupt ginge ja nichts ohne Zwischenrahmen etc. Andererseits meinte mal ein Fernreisender, mit einem der besseren WoMos (kein Kastenwagen, aber von der Stange, also bezahlbar), gingen solche schlechten Wege auch, sogar in Südamerika oder so. Und klar, ein paar kleinere Reparaturen hinterher wären für uns auch in Ordnung, ein ruinierter Aufbau allerdings nicht.
Also dachte ich tatsächlich an ein paar konkrete Empfehlungen für solch ein WoMo - außer ihr meint, dass man eigentlich grundsätzlich eine solche Empfehlung nicht guten Gewissens aussprechen kann...
Aber mir scheint, die Ansichten darüber gehen sowieso auseinander, aber das ist ja gerade das Interessante daran!

Viele Grüße
Heike

Beduin am 13 Feb 2020 16:56:11

meine Clementine war ein alter Carthargo, die hatten damals schon diese breiten Kantenleisten. Sie war mit 5,50 auch recht kurz. Ein alter 280 Duc. Mit der bin ich gefahren was gekommen ist, ohne Rücksicht auf Verluste. Bei ihr war dann immer nur am Küchenfenster, das hinten im Heck war, die Schrauben des Rahmenfensters locker





Die breiten leisten waren dicht

Jetzt mit meinem Eura auf Sprinter



Der hat nur die dünnen Kantenleisten, den längeren Überhang und den Sprinter drunter der eh gerne wankt. Da sieht das ganz schon ganz anders aus. Da muss ich schwer hinterher sein weils dann eben hinten doch immer mal ein Löchlein gibt, ein Risslein, eben die Verwindungen und dann läuft da das Wasser auch rein

Lange rede kurzer Sinn, denke mit Mobilen die die dicken Kantenleisten dran haben, bist evtl besser dran

Professor am 13 Feb 2020 17:58:08

dieandereHeike hat geschrieben:Hallo an alle,
vielen Dank für eure vielen Antworten zunächst!
Aber mir scheint, die Ansichten darüber gehen sowieso auseinander, aber das ist ja gerade das Interessante daran!

Viele Grüße
Heike


Da Allrad für dich keine Option ist würde ich ein Womo mit Kettenantrieb für Schlechtwege (was auch immer Schlechtwege sein mögen) empfehlen.
Dein Herz schlägt für Wald- oder Feldwege mit größeren Untiefen, auch mal ein ein paar Kilometer Wellblechpiste etc. scheibst du.
Da bieten sich stillgelegte Bundeswehrgelände an sowie ehemalige Steinbrüche. Wenn du mal stecken bleibst kannst du dort Urlaub machen. :top:

Grüßle

Roman am 13 Feb 2020 18:29:27

dieandereHeike hat geschrieben:...Aber alternativ wäre halt auch etwas Größeres (kein Kastenwagen) von der Stange denkbar, auch um später evtl. mal ein halbes Jahr am Stück damit unterwegs zu sein....


Hallo Heike,

Ich weiß ja nicht, wie intensiv ihr Euch mit den am Markt vorhandenen Womokonzepten bisher auseinandergestzt habt, also euch z.B. wirklich mal darin aufgehalten und den Innenraum auf Euch habt wirken lassen.... ?

Das ist m.E. zwingend nötig, da auch 40-50.000 Euro für ein gebrauchtes Womo immer noch sehr viel Geld ist, wenn man feststellt, dass man sich falsch entschieden hat....

Ebenso weiß ich nicht, ob Dir z.B. klar ist, was die Besonderheit z.B. des von mir empfohlenen Corona ist. Ich erhalte von der Fa. CS keine Provision für vermittelte Fahrzeuge... ;D , zumal ich selbst eine andere Marke fahre, aber mit letztendlich dem gleichen Grundriss.

Der Kasten ist zwar nur 6,00m lang bietet aber dank des Hubettes unter dem Dach, den Platz und den Wohnkomfort eines 8,00 m (!) Womos mit Längsbetten im Heck. Das fanden wir damals bestechend, nachdem wir 10 Jahre ein Modell mit festem Querbett im Heck gefahren haben. Aber für´s Schlafen wollten wir auf der Wohnebene nicht mehr soviel Platz am Tag verschenken. Letztendlich kann man unter dem abgesenkten Bett ja immer noch bequem sitzen, sodass einer bereits oben schlafen kann, während der andere unten noch ein Glas Wein trinkt und ein Buch liest... :wink:

Und nochmal, die Qualität des Ausbau´s ist das A &O für eine dauerhafte Zufriedenheit gerade bei stärkerer Belastung des Materials. Da können die wenigsten aufgebauten Mobile von der Stange mithalten.

Gruß
Roman

jokerFG am 13 Feb 2020 19:14:40

Ich fasse meine Erfahrungen mit drei Jahren "Osten" (alles nach der polnischen Grenze) zusammen... Man muss seinem Fahrzeug auch ein bissel was zutrauen. Natürlich sich selber auch. Bis jetzt bin ich mit einem normalen Womo über Rüttelpisten, zerfurchte Feldwege, steilere ausgefahrene Hänge nach unten und wieder hoch. Geht alles, wenn man den Kopf mit einschaltet. Auch festfahren am Strand oder Wiese kommt man fast immer mit Gefühl wieder raus. Zumindest bis jetzt. Als alter Allradler (PKW) dachte ich auch am Anfang an ein Allrad-Womo. Erkenntnis, es geht auch so...

kiteliner am 14 Feb 2020 09:23:07

Wenn man heute mal die Van-Life Videos auf YT durchsieht und dann schaut, mit was für Autos da rund um die Welt gefahren wird, … Da muss man schon mal etwas schmerzfrei sein.
Allerdings sagen halt viele der Beteiligten sicherlich nicht, wie oft und was sie alles reparieren mussten.
Bei der BW sind wir in den 90ern mit aufgelasteten (weil sonst deutlich überladenen) 68PS Diesel T3 rumgefahren. Feld- und Waldwege kilometerweit und meist ohne Rücksicht auf Verluste. Man musste halt auf die Ölwanne aufpassen. Nachdenken und Vorsicht hilft auch hier weiter.
Solche touren kann man machen und gemeinhin hält ein Auto mehr aus, als der Fahrer glaubt. Allerdings nicht immer und wenn, dann meist mit erhöhtem finanziellen/Wartungsaufwand.

Man sollte sicherlich auch darauf achten eine gewisse Be-/Ladungsreserve zu haben und das Fz nicht "auf Naht" zu beladen. Lieber mehr Reserven und diese dann aber auch nicht nutzen. Das Fahrzeug hält dann wahrscheinlich länger, weil es nicht immer voll belastet wird. Ein 5to Fahrzeug mit 4,2to beladen ist dankbarer als ein auf 4,2to aufgelastetes 3,5to Fahrzeug. Ein leichtes NFz als Basis geeigneter als eine aufgebohrte Familienkutsche.

morpheus22 am 14 Feb 2020 15:11:04

racky hat geschrieben:Ich werfe mal den VW T2 oder T3 ins rennen. Den T3 gab auch mit Allrad. Sind halt keine Wohnmobile sondern Busse. Mit Faltdach aber wohntauglich. Auch ohne Allrad sehr geländetauglich.
Kommt drauf an, wo man unterwegs ist in dem Video hier --> Link
ist der T3 meiner Meinung nach fehl am Platze. :gruebel: :D

Alter Hans am 14 Feb 2020 16:39:57

morpheus22 hat geschrieben:Kommt drauf an, wo man unterwegs ist in dem Video hier --> Link
ist der T3 meiner Meinung nach fehl am Platze. :gruebel: :D


Der T3 mit dem großen Kasten hinten drauf war vielleicht zu schwer.
Ein großes Exped.mobil wäre hier erst recht fehl am Platz.

pwglobe am 14 Feb 2020 17:37:59

Für uns war seinerzeit die Absatzkabine und Pickup als Alltagsfahrzeug ideal.
Ein richtiger Off Road Einsatz war wegen des hohen Schwerpunktes nicht möglich aber Schotterpiste, Waldwege usw. klappte prima.
Man sollte aber Kabine und Trägerfahrzeug getrennt kaufen, die Preise in Mobile sind utopisch.

dieandereHeike am 16 Feb 2020 15:19:18

Hallo allerseits,

jetzt ist von euch schon viel Relevantes zum Thema geschrieben worden, vielen Dank!
Bleibt natürlich noch die Qual der Wahl, aber habe ja genug Anregungen bekommen...

Einen schönen Sonntag wünscht
Heike

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